Freitag, 29. September 2017

Nachhaltigkeit nähen




Heute möchte ich etwas über "bewährte Kleidungsstücke" schreiben. Wer mich schon länger liest weiß, dass ich schon langem beim Me Made Mittwoch sehr gerne bewährte Kleidungsstücke zeigte. Für mich ist es einfach viel, viel spannender zu erfahren, welche selbstgenähten Kleidungstücke wirklich getragen werden und warum, als zu beklatschen, was "frisch von der Nadel gehüpft" ist. 


Steigere deine "Treffsicherheit für Näherfolge" und du brauchst nicht den Rausch der schnellen Erfolgserlebnisse



Die Formulierung "die Treffsicherheit für Näherfolge zu erhöhen" ist mir in letzter Zeit besonders häufig aus den Tasten geflossen. Wie schon so oft in meinem Leben, war ich zunächst gelangweilt von meinen ewigen Wortwiederholungen, bis ich erkannte, dass das durchaus sinnvoll ist. Denn genau darum geht es mir, egal, ob ich Schnittmuster verlege oder unterrichte, wie eine gute Passform erreicht werden kann: Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, euch dazu ermutigen und zu befähigen, mit euren Ressourcen, eurer wertvollen Zeit und tollem Stoff, sorgsam umzugehen und Dinge zu produzieren, an denen ihr wirklich und lange Freude habt.

Das ist nichts anderes als das Streben nach Nachhaltigkeit. Ich möchte mich abkoppeln von den ewigen, schnellen Erfolgserlebnissen, von der Jagd nach Mode, beliebten Mustern und dem Hype von modischen Schnitten. Es spricht nichts dagegen, sich zur Abwechslung zu gönnen, bei diesen Wellen der Begeisterung mit zu surfen. Aber ich glaube, dass wir uns längerfristig keinen Gefallen damit tun, primarkaresque Wegwerfmode zu nähen.


#genähteLieblinge stehen für Nachhaltigkeit 


Das alles hatte ich noch nicht so klar, als ich mir letzte Woche die #genähteLieblinge Challenge ausdachte. Dahinter steckte viel mehr die Neugierde, mehr von euch zu erfahren. Ich wollte wissen, was ihr zur Zeit gerne mögt und was ich bei der weiteren Auswahl von zukünftigen Schnittmustern im Auge behalten sollte.

Heute aber ist mir klar geworden, dass die Aufgaben der Challenge überraschend weise formuliert sind. In dem wir auf "Lieblinge" schauen und nicht neue, sondern bewährte Kleidungsstücke einander zeigen, kann jede für sich aber auch wir alle gemeinsam herausfinden, was die Qualität der eigenen Werke und der zugrunde liegenden Schnittmuster ausmacht. Wenn das mal kein Beitrag zur Nachhaltigkeit des Bekleidungsnähens ist. Ich freue mich schon sehr, auf eure Beiträge ab übermorgen!

Wenn du mehr über die Challenge #genähteLieblinge erfahren möchtest, dann lies diesen Blogbeitrag oder melde dich hier an, dann bekommst du alle Informationen per Mail.

Kommentare:

  1. Mit diesem Beitrag hast Du sooo recht. Ich habe mir inzwischen fest vorgenommen, nur noch solche Sachen zu nähen, bei denen ich mir vorstellen kann, dass ich sie gerne trage und dafür auch nicht das billigste Material zu nehmen. Mitmachen kann ich aber nicht, da ich weder genügend solche Lieblinge zu bestimmten Themen besitze noch dazu kommen werde, die nächste Woche täglich einen Beitrag zu schreiben. Ich bin aber gespannt, was es hier alles zu lesen gibt.
    Grüßle Bellana

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    1. Wahrscheinlich ist das eine fast zwangsläufige Entwicklung nach dem ersten Rausch der Nähbegeisterung? Viele Grüße Meike

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  2. Das ist ein wunderbarer Text. Nach den ersten Misserfolgen und vielen "schlafshirts" wähle ich auch sehr sorgfältig Schnitt und Stoff aus. Und jetzt freue ich mich auf alle genähten Lieblinge ��

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