Freitag, 29. September 2017

Nachhaltigkeit nähen




Heute möchte ich etwas über "bewährte Kleidungsstücke" schreiben. Wer mich schon länger liest weiß, dass ich schon langem beim Me Made Mittwoch sehr gerne bewährte Kleidungsstücke zeigte. Für mich ist es einfach viel, viel spannender zu erfahren, welche selbstgenähten Kleidungstücke wirklich getragen werden und warum, als zu beklatschen, was "frisch von der Nadel gehüpft" ist. 


Steigere deine "Treffsicherheit für Näherfolge" und du brauchst nicht den Rausch der schnellen Erfolgserlebnisse



Die Formulierung "die Treffsicherheit für Näherfolge zu erhöhen" ist mir in letzter Zeit besonders häufig aus den Tasten geflossen. Wie schon so oft in meinem Leben, war ich zunächst gelangweilt von meinen ewigen Wortwiederholungen, bis ich erkannte, dass das durchaus sinnvoll ist. Denn genau darum geht es mir, egal, ob ich Schnittmuster verlege oder unterrichte, wie eine gute Passform erreicht werden kann: Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, euch dazu ermutigen und zu befähigen, mit euren Ressourcen, eurer wertvollen Zeit und tollem Stoff, sorgsam umzugehen und Dinge zu produzieren, an denen ihr wirklich und lange Freude habt.

Das ist nichts anderes als das Streben nach Nachhaltigkeit. Ich möchte mich abkoppeln von den ewigen, schnellen Erfolgserlebnissen, von der Jagd nach Mode, beliebten Mustern und dem Hype von modischen Schnitten. Es spricht nichts dagegen, sich zur Abwechslung zu gönnen, bei diesen Wellen der Begeisterung mit zu surfen. Aber ich glaube, dass wir uns längerfristig keinen Gefallen damit tun, primarkaresque Wegwerfmode zu nähen.


#genähteLieblinge stehen für Nachhaltigkeit 


Das alles hatte ich noch nicht so klar, als ich mir letzte Woche die #genähteLieblinge Challenge ausdachte. Dahinter steckte viel mehr die Neugierde, mehr von euch zu erfahren. Ich wollte wissen, was ihr zur Zeit gerne mögt und was ich bei der weiteren Auswahl von zukünftigen Schnittmustern im Auge behalten sollte.

Heute aber ist mir klar geworden, dass die Aufgaben der Challenge überraschend weise formuliert sind. In dem wir auf "Lieblinge" schauen und nicht neue, sondern bewährte Kleidungsstücke einander zeigen, kann jede für sich aber auch wir alle gemeinsam herausfinden, was die Qualität der eigenen Werke und der zugrunde liegenden Schnittmuster ausmacht. Wenn das mal kein Beitrag zur Nachhaltigkeit des Bekleidungsnähens ist. Ich freue mich schon sehr, auf eure Beiträge ab übermorgen!

Wenn du mehr über die Challenge #genähteLieblinge erfahren möchtest, dann lies diesen Blogbeitrag oder melde dich hier an, dann bekommst du alle Informationen per Mail.

Donnerstag, 28. September 2017

Was muß ich beachten, wenn ich einen anderen Stoff nehmen möchte, als angegeben?

Wie ihr wisst, arbeite ich auch hin und wieder als Stoffverkäuferin, so richtig im Stoffladen. Das ist wirklich ein toller Job, denn es macht so Spaß, für andere Stoffverrückte zu arbeiten, Stoffverrrückte als Kundinnen zu treffen und glücklich zu machen. Besonders schön finde ich, dass alle Kundinnen glücklich mit ihren Schätzen nach Hause gehen und dass ich ganz nebenbei mein Wissen weiter geben kann. Damit ihr auch etwas davon habt, möchte ich, wie versprochen, in loser Reihenfolge, ein paar Dinge aus meinem Nähkästchen als Stoffverkäuferin erzählen. 

Heute möchte ich darüber schreiben, was es mit Stoffempfehlungen auf Schnittmustern auf sich hat und was zu beachten ist, wenn frau in Erwägung zieht, sich nicht daran zu halten. Schließlich heißt es ja Empfehlung und nicht Gesetz! Doch manchmal bezahlen wir Kreativität mit Ergebnissen für die Tonne. Das muß nicht sein, wenn frau ein paar Dinge beherzigt.



Ganz genau wie das Vorbild


Manche Hobbynäherinnen wollen am liebsten genau den Stoff vernähen, der in einer Schnittmusterzeitschrift abgebildet oder zum Beispiel bei uns im Laden als Dekoration mit dem genähten Kleidungsstück ausgestellt ist. Das kann ich gut verstehen, denn mit einem Schnittmuster kauft frau nicht nur die Expertise, wie frau ihr Nähprojekt umsetzen soll, sondern auch eine Stoffempfehlung. Je näher die Stoffqualität dem Modellbeispiel ist, desto mehr Sicherheit wird gekauft, dass das Nähprojekt gelingen kann.

Außerdem ist es für uns Hobbynäherinnen ja gar nicht so einfach, sich vorzustellen, wie ein Kleidungsstück werden könnte, wenn wir einen Stoff und einen Schnitt kombinieren. Wird sich die gewünschte Materialqualität bewähren und sich genauso verhalten, wie das Stoff des Designbeispiels? Ich kann gut nachvollziehen, dass es schwer fällt, von einer Idee abzuweichen, wenn eine anderes Material eine so schöne Farbe oder ein faszinierendes Muster hat! Wie doof, wenn dann die Stoffverkäuferin Bedenken anmeldet!

Ich verstehe auch, wenn ein Designbeispiel 1:1 mit den identischen Materialien nachgearbeitet wird, denn diese Gefühl "ich weiß, wie es werden wird und bin mir jetzt schon sicher, dass es mir gefällt" ist prima. Für mich allerdings ist das oftmals zu langweilig. Gerade, wenn alle genau diese Umsetzung haben, komme ich mir vor, als hätte ich das genähte Werk irgendwo gekauft. Natürlich ist es relativ unwahrscheinlich, dass meine Sitznachbarin im Bus exakt das gleiche selbstgenähte Ding aus exakt dem gleichen Stoff in der gleichen Farbe trägt wie ich. Aber alleine die Vorstellung, dass das möglich sein könnte, turnt mich ab - lieber mache ich etwas Eigenes.


Ich habe die Wahl - im Rahmen der Vorgaben


In der Regel gibt es zu Schnittmustern ziemlich genaue Stoffempfehlungen. Je ähnlicher sich mein favorisierter Stoff einer Vorgabe anfühlt, umso wahrscheinlicher wird es, dass ich mit meinem genähten Stoff zufrieden werde. Es gibt Stoffbezeichnungen, die sind quasi in aller Munde und uns sehr vertraut, wie zum Beispiel Jeans oder Frottee. Andere Stoffbezeichnungen hingegen klingen exotisch, altmodisch oder schlichtweg nach einer Fachsprache. Es lohnt sich, sich mit dieser Fachsprache vertraut zu machen und dazu empfehle ich gerne das Materiallexikon "Stoff und Faden" von Constanze Derham.

In einem Stoffgeschäft lohnt es sich, erst einmal die vorgeschlagene Stoffqualität zu suchen - fragt einfach eine Verkäuferin und zeigt ihr die Stoffempfehlung. Erst dann "dürft" ihr mit offenen Augen durch das Geschäft laufen, um zu schauen, was euch gefällt. Wenn ihr einmal den empfohlenen Stoff angefasst und euch mit den Materialeigenschaften vertraut gemacht habt, erkennt ihr sehr schnell, ob ein hübscher Favorit geeignet sein könnte, oder nicht. Macht ihr es andersrum, also schaut erst nach hübschen Stoffen, dann ist es sinnvoller auch erst im Nachhinein nach einem passenden Schnitt zu suchen, der sich für so einen Stoff eigenen könnte und falls euch dazu nichts einfällt - fragt die Stoffverkäuferin.

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, denn ihr habt ja schon Erfahrungen: ihr wisst, wie sich eure Bekleidung, die ihr bisher in eurem Leben getragen habt, anfühlt und würdet niemals einen Tellerrock aus einem Kunstleder nähen, das für Taschen geignet wäre - es sei denn, ihr wollt unbedingt einen Rock, der hart von euch absteht :-)




Grundregel: unterscheide zwischen gewebt und gestrickt/gewirkt


Aber nicht jeder Stoff, der sich für uns vertraut anfühlt, hat die richtige Materialeigenschaft für unser nächstes Projekt. Dabei ist besonders ein Unterscheidungsmerkmal wichtig: ist der Stoff dehnbar und wenn ja wie sehr und in welche Richtung.

Gewebte Stoffe sind eher undehnbar sind, wenn sie in die Länge oder Breite gezogen werden. Das liegt daran, dass sie in einen Webrahmen gespannt hergestellt werden. In der häufig verwendeten Leinwandbindung, werden die Fäden tatsächlich in einer Art Gitter gewebt. Da dehnt sich nix - es sei denn, es wurde Elasthan (eine Art Gummifaden) mit verwebt. Dazu später mehr.

Gewebte Stoffe sind nur im schrägen Fadenlauf elastisch, das heißt, wenn sie diagonal zur Webkante gezogen werden. Diese Eigenschaft wird manchmal bei Schnittmuster genutzt, um einzelne Teile des Kleidungsstücks nachgiebig zu machen oder um einen "schönen Fall" zu erzeugen. Aber in der Regel werden gewebte Stoffe "im Fadenlauf" verarbeitet und es ist durchaus gewollt, dass der Stoff nicht elastisch ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Wenn das Kleidungsstück aus Webware genäht werden soll, aber trotzdem gemütlicher sein soll, dann wird heutzutage gerne Elasthan verwendet. Ihr kennt das - heutzutage gibt es ja kaum noch Jeans ohne Elasthan zu kaufen. Die Art und Weise, wie der Stoff verwendet wird, ist aber identisch mit einem Stoff ohne Elasthan, alleine das Tragegefühl ist etwas angenehmer, weil der Stoff nachgibt. Ich vermute das liegt an der allgemeinen "Jogginghosiisierung der Gesellschaft" aber das ist auch ein anderes Thema.


"Mit Elastan" ist nicht gleichbedeutend "elastische Stoffe" 


Aber Vorsicht: nur weil ein Stoff durch Elasthan elastisch gemacht wurde, heißt das nicht, dass er für ein Schnittmuster für elastische Stoffe verwendet werden darf. Mit elastischen Stoffen sind gestrickte oder gewirkte Stoffe gemeint, die Masche für Masche entstehen, und eben nicht gewebt sind. Solche Stoffe werden von Hobbynäherinnen gerne "Jersey" genannt und das stimmt auch oft. Aber es ganz präzise ist das immer noch nicht.

Es gibt auch gestrickte oder gewirkte Stoffe mit Elasthan-Anteil. Hier wird das Elasthan dafür verwendet, dass der Stoff nach der Dehnung eine gute Rücksprungkraft hat. Das ist zum Beispiel schön für Leggins, damit diese am Knie nicht so beulen. Elastisch ist der Stoff aber eben nicht durch das Elasthan, sondern durch die Art und Weise, wie aus einem Faden das Material hergestellt wurde.


Die/der DesignerIn hat sich was dabei gedacht


Zu den Schnittmustern ist zu sagen: wenn ein Schnittmuster für Webware konstruiert ist, dann wird es irgendwo eine Möglichkeit enthalten, in das Kleidungsstück hinein zu kommen, in dem an einer engen Stelle eine Öffnung (zum Beispiel ein Reißverschluß oder Knöpfe) eingebaut sind. Es gibt nur wenige Bekleidungsstücke aus Webware, in die du einfach hineinschlüpfen kannst - in der aktuellen Oversizemode ist das allerdings häufiger der Fall. Aber Moden ändern sich auch wieder. Ein Kleidungsstück aus gestricktem oder gewirkten Stoff ist hingegen so elastisch, so dass du ein Oberteil oder Kleid einfach über den Kopf ziehen kannst oder ein Rock oder eine Hose über die Hüften bekommst.

Willst du also ein Schnittmuster für Webware aus elastischen Stoffen nähen, dann brauchst du diese Öffnung vermutlich nicht, weil du auch so in das Kleidungsstück hineinkommen würdest. Es könnte aber durchaus sein, dass dir das Kleidungsstück dann insgesamt zu weit wird, denn das Schnittmuster für Webware hat nicht nur Öffnungen zu Ein- und Ausstieg, sondern auch noch Bequemlichkeitszugaben, die notwendig sind, um im angezogenen Zustand Luft zu bekommen und sich zu bewegen.

Auch wenn nicht jedes Schnittmuster für gestrickte oder gewirkte Stoffe mit negativen Bewegungszugaben designt ist, also wie eine zweite Haut sitzen soll, ist doch zu berücksichtigen, dass Schnittmuster eher knapp sind. Nur eine Öffnung anzubringen, funktioniert vermutlich nicht, wenn du das Schnittmuster nun aus Webware nähen willst - du solltest die Weite der Schnittteile nachmessen und dich ggf. für eine oder zwei Nummern größer entscheiden, falls du keine Wursthaut nähen möchtest.

Denk daran, nicht nur die Weite an Vorder- und Rückenteil auszumessen. Gerade die Ärmel können zum Problem werden, wenn du Webware verwenden willst, es sich aber um Shirtschnittmuster handelt, das für elastische Stoffe vorgesehen ist. Das geht in der Regel schief und gerade bei einem Kleidungsstück mit Ärmeln mußt du dann noch mehr basteln, um ein wirklich funktionierendes Kleidungsstück zu bekommen, denn Shirtärmel sind in der Regel eng, das Armloch klein und die Armkugel anders, als bei Schnittmustern für Webware.




Jetzt beginnt die Kreativität


Wenn du diese Grundregeln beherzigst, ist vieles möglich. Du kannst in der Tat mit etwas Materialkenntnis Stoffempfehlungen bewußt brechen und dich dafür entscheiden, ein ganz anderes Material zu verwenden - wenn du das eben bewußt machst. Du mußt einkalkulieren, das du irgendwie in das Kleidungsstück hineinkommen mußt und dass es eine irgendwie geigente Weite braucht.

Wenn du die Funktionalität berücksichtigst, kann du mit einer "interessanten Stoffwahl" aber ganz eigene Effekte erzielen. Ich finde, dass zum Beispiel gerade bei Röcken sich die Silhouette extrem interessant verändert, je nachdem wie weich das Material fällt, oder ob es so steif ist, dass der Rock stand bekommt. Gerade bei einfachen Röcken lohnt es sich auszuprobieren und ein wenig mit Material zu spielen. Letztlich lernen wir genau dann, wenn wir es ausprobiert haben und manchmal auch Lösungen für einen Reinfall finden müssen.

Da Stoff aber nicht immer billig und unsere Zeit wertvoll ist, lohnt es sich, sich mit den Materialempfehlungen von Schnittmustern vertraut zu machen, Stoffverkäuferinnen auszuquetschen und Materiallexika zu lesen. Je besser wir uns mit Stoffen auskennen, desto besser wird unsere Erfolgswahrscheinlichkeit bei unseren Nähwerken. Mir macht das sehr viel Spaß, unbekannte Stoffnamen nachzuschlagen und neue Materialien zu befühlen und zu untersuchen. Natürlich zählt für mich bei einem Kleidungsstück auch ganz oft zunächst Farbe und Muster, aber richtig gut wird es, wenn ich die perfekte Materialqualität gefunden habe, die sich genauso verhält, wie ich es mir in meinen Träumen ausgemalt habe.

Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, was ihr berücksichtigen müsst, um Stoffqualitäten auzutauschen, dann lest zum Beispiel meinen Blogbeitrag vom letzten Jahr "Webware oder Jersey" aus dem heraus ich den  gleichnamigen Workshop entwickelt habe, den ich am Samstag auf der Stoffmesse gebe. Vielleicht sehen wir uns ja auch am Samstag. Es gibt noch Tickets für den Workshop - ich würde mich freuen!

Außerdem bringe ich zur Nähmesse auch Kleidung, die nach unseren Schnittmustern genäht wurde zum anfassen und anprobieren mit. Und auch wenn ich am Samstag keinen Stoff verkaufe, so stehe ich euch doch mit meiner Expertise als Stoffverkäuferin zu Verfügung. Kommt einfach außerhalb der Workshopzeiten vorbei!





Mittwoch, 27. September 2017

Trefft mich am Samstag auf der Nähmesse in Hamburg!





Am Samstag, den 30.09.2017 gibt es die Möglichkeit, Kleidungsstücke, die nach unseren Schnittmustern genäht wurden, anzuprobieren - auf der Nähmesse in Hamburg!

Die Nähmesse ist eigentlich eine Stoffmesse und findet in den Messehallen am Modering statt. Der Schwerpunkt liegt aber ganz klar auf dem Thema Bekleidung nähen und gerade deswegen finde ich es interessant. Neben der Möglichkeit, Stoff anzufassen und natürlich auch zu kaufen, gibt es auch ein umfangreiches Rahmenprogramm: ein Nähwettbewerb, Workshop und auch Modenschauen.

Ein kleiner Tipp, wenn ihr zu zweit kommt, dann bekommt ihr ermäßigten Eintritt, also kommt und bringt eure liebste Nähfreundin mit. Am Samstag von 10 - 18 Uhr und am Sonntag von 10 - 17 Uhr habt ihr die Möglichkeit, dort in den schönsten Stoffen zu schwelgen und allerlei rund um das Thema Bekleidungsnähen zu lernen! Mehr Informationen findet ihr auf der Website der Nähmesse. Aber Achtung: ich bin nur am Samstag da!



Kommt auf die Nähmesse und lernt stokx-Schnittmuster mal anders kennen


Für uns Hobbynäherinnen ist es gar nicht so leicht, sich vorzustellen, wie ein Kleidungsstück werden könnte, mit dessen Schnittmuster wir liebäugeln. Welcher Stoff könnte sich dafür eignen, wie wirkt es mit unterschiedlichen Stoffqualitäten? Steht mir die Linienführung und die Silhouette? Es ist oft ein Risiko, ein neues Nähprojekt zu starten und wie groß ist die Enttäuschung, wenn das Kleidungsstück später nicht so wird, wie erträumt!

Aus diesem Grund finde ich es super, mal etwas anzufassen und anzuprobieren, selbst wenn Größe und Farbe nicht genau das sind, was ich mir erträumte. Trotz Abweichungen, kann ich ein Gefühl für dieses Schnittmuster entwickeln und herausfinden, ob ein Kleidungsstück danach zu meinem Leben passen könnte.



Nachdem dieses Anprobieren & Anfassen auf dem Lillestofffestival so gut angekommen ist, habe ich mich dazu entschlossen, am Samstag auch das Auto vollzupacken und auch euch diese Chance zu bieten. Also kommt am Samstag vorbei und probiert an, was ich mitbringe. Vormittags und Nachmittags gebe ich einen Workshop, aber davor, danach und dazwischen seid ihr herzlich dazu eingeladen, in meinen Workshop-Raum zu kommen.


Kommt zur Nähmesse und ich lehre euch, wie ihr die Treffsicherheit für gelungene Kleidungsstücke erhöhen könnt


Und wer gerne noch etwas lernen möchte, um die Treffsicherheit beim Nähen zu erhöhen. Vormittags gebe ich meinen bewährten FBA-Kurs "Nichts klafft mehr" und nachmittags erkläre ich euch, was ihr beachten müsst, wenn ihr mit verschiedenen Stoffqualitäten experimentiert. In meinem Kurs "Webware oder Jersey - wie kann ich eine Stoffqualität durch eine andere ersetzen", erkläre ich euch nicht nur die Produkteigenschaften der verschiedenen Stoffarten, sondern zeige dir auch die Zusammenhänge zwischen Materialeigenschaften und Schnittkonstruktion. Mit ein paar Tipps und Trick ist mehr möglich, als du denkst - aber nicht alles sinnvoll. Das, was ich dir in dem Workshop zeige, erhöht deine Trefferquote gelungener Kleidungsstücke und erlaubt es dir, deine Kreativität noch mehr auszutoben.





Aber Achtung, ich bin NUR AM SAMSTAG auf der Nähmesse. Geplant waren zwar ursprünglich zwei Tage, aber aus familiären Gründen, kann ich leider nur am Samstag kommen. Umso mehr freue ich mich, wenn ihr am Samstag vorbei kommt. Selbst wenn ich zwischendurch keine Zeit für euch finden sollte, kommt rein, denn meine bezaubernde Assistenin Frau Feinstöfflich unterstützt mich großartiger Weise.

Also: bucht einen Workshop (zu einem wahren Schnupperpreis von 25 €) --> schreibt dazu eine Mail an info@naehmesse.de oder riskiert es, am Tag der Tage einfach vorbei zu kommen und zu schauen, ob es noch ein Plätzchen für euch gibt. Mehr Informationen zu den Workshops findet ihr hier auf der Seite der Nähmesse.





Achja, habt ihr bei den Wettbewerben zum "Hamburger Nähtalent" mitgemacht? Ich bin gespannt, auf Eure Beiträge, denn ich bin in der Jury :-)

Ach, das wird nett auf der Nähmesse. Seid nicht schüchtern und kommt vorbei!

Dienstag, 26. September 2017

Instagram challenge: genähteLieblinge






Macht ihr auch so gerne bei Instagram-Challenges mit, wie ich? Ich liebe diese Aktionen, ist es doch eine wunderbare Gelegenheit, selbst zum Nachdenken angeregt zu werden und andere tolle Menschen zu entdecken und sich zu vernetzen. 


#genähteLieblinge


In der Challenge #genähteLieblinge geht es darum, dass wir einander selbstgenähte Kleidungsstücke und Schnittmuster zeigen, die sich für unser Leben wirklich bewährt haben.

  • 7 Tage
  • Start: am 1. Oktober
  • Zeige uns deine selbstgenähten Lieblingskleider
  • und verrate uns, warum sich diese Schnittmuster für dich bewährt haben. 

Lust mitzumachen? Das wäre toll!




Was ist eine Instagram-Challenge?

Bei einer Instagram-Challenge gibt die Organisatorin der Challenge jeden Tag eine Frage oder Aufgabe zu einem bestimmten Thema vor, zu der ein Bild gepostet werden sollte. Das heißt: an diesem Tag posten alle, die an der Challenge teilnehmen ein Bild als Antwort. Wenn ihr auf Instagram den Hashtag # der Challenge anklickt, werden euch alle Bilder der Challenge gezeigt.


Wie funktioniert so eine Instagram Challenge?


Wenn ihr an der Challenge teilnehmen wollt, dann braucht ihr dafür  einen Instagram-Account. Dort veröffentlicht ihr das Challenge-Titelbild mit den Tagesaufgaben, das ihr mit einem Klick mit der rechten Maustaste einfach von hier mitnehmen könnt. (Um es auf euer Mobiltelefon zu bekommen, mit dem ihr Instagram benutzt, könnt ihr es euch vom Rechner aus ganz einfach per Mail an euch selbst schicken.) So gebt ihr kund, das ihr dabei seid und inspiriert vielleicht noch andere dazu, auch mitzumachen. Je mehr wir sind, umso größer wird der Spaß und umso inspirierender die Challenge!

Wichtig ist, dass ihr den Hashtag #genähteLieblinge verwendet, denn nur so ist es anderen möglich, euren Beitrag zur Challenge zu finden. Wenn ihr zusätzlich #crafteln schreiben würdet, dann würde mich das sehr freuen und wenn ihr auch noch @crafteln schreibt, dann geht ihr ganz sicher, dass ich euren Beitrag finde!


Warum #genähteLieblinge


Ich freue mich schon darauf mehr über eure genähten Kleidungsstücke zu erfahren. Ich freue mich, wenn wir uns gegenseitig besser kennenlernen und uns inspirieren - kurz und knackig auf Instagram.

Die noch genauer beschriebenen Tagesaufgaben bekommst du als Übersichts-PDF per Mail, wenn du dich in einer Liste eintragt. Ab dem 1.10. schicke ich dir jeden Morgen eine Erinnerungsmail mit der aktuellen Tagesaufgabe.






Die Mailserie endet nach der Challenge automatisch. Ihr könnt euch aber auch zwischenzeitlich jederzeit abmelden!

Ich hoffe, ihr findet die Aufgaben spannend und habt Lust, euch (täglich) mit einem Bild und kurzen Antworten zu meinen Fragen an der Challenge zu beteiligen!  Ich freue mich auf euch!

Wenn ihr Lust habt, diese Aktion zu teilen - sehr gerne!

Samstag, 23. September 2017

Experiment Live-Begegnung



Gibt es Fragen, die Du mir schon immer mal stellen wolltest? Jetzt ist die Gelegenheit. Am Montag, den 25.9. hätte ich zwischen 15.30 Uhr und 16.30 Uhr Zeit für Dich. Mach Dir einen Kaffee und das Internet an und wir plaudern ein bisschen. Hier findest du mich am Montag:

*klick zur Anmeldung zum kostenlosen virtuellem Treffen" 

Ich weiß, viele von Euch haben um diese Uhrzeit an einem Wochentag keine Zeit, aber das ist nicht tragisch, denn es ist nur ein Experiment. Ich lade euch ein mit mir zu Plaudern, weil ich ein neues Feature - Live-Begegnungen über das Internet - ausprobieren möchte. Wenn das klappt und sich gut anfühlt, gibt es davon schon ganz bald mehr und das auch zu anderen Zeiten. Warum ich das vor habe und was noch so alles im Hintergrund passiert, erzähle ich euch am Montag beim Kaffee oder bei Gelegenheit in einem Blogbeitrag.

Glaubt mir, ich bin mindestens so nervös wie ihr vor diesem Live-Experiment. Deswegen würde ich mich SEHR freuen, wenn ihr im Vorfeld schon über den obigen Link für das Treffen anmeldet oder aber euch per Mail anmelden würdet, damit ich ein bisschen einschätzen kann, wer kommt. (Du bekommst dann auch kurz vorher eine Erinnerungsmail von mir.) Den Kaffee müsst ihr aber selbst mitbringen. :-)

Donnerstag, 21. September 2017

Wo ist die Taille

Das Ninjashirt ist tailliert


Wenn es darum geht, Schnittmuster anzupassen bzw. auch schon dann, wenn es darum geht, die richtige Größe auszuwählen, brauchen wir ganz oft den Taillenumfang. Aber wo ist die Taille?

Eigentlich sage ich in meinen Kursen stets "die Taille ist da, wo du die Hände in die Seite legst, um mit Schimpfen loszulegen". Aber bei meinen letzten Workshops hatte ich das Gefühl, dass diese Aussage auch nicht immer weiter hilft. Wenn ich schaute, wo die Kursteilnehmerinnen die Taille mit den Händen markierten, war das oftmals darunter und ich war erstaunt. Als das ein paar Mal hintereinander passierte, beschloss ich diesen Blogartikel, über die Taille zu schreiben. 

Die Taille die ich meine, bezeichnet die engste Stelle eines Kleidungsstücks. Oder genauer gesagt: ich meine die engste Stelle eines Kleidungsstückes, wo eine Taillierung gut aussieht. Und genau das ist der Punkt! 

Du bestimmst, wo deine Taille ist


Wenn ein Kleidungsstück aus sich selbst heraus Form gibt und Körperlinien nachzeichnet, dann ist es sinnvoll die Taille dort hinzusetzen, wo sie gut aussieht. Es kann durchaus sein, das dort aber nicht unsere engste Stelle ist, weil sich im Laufe der Jahre dort Bauch2 angesammelt hat. Dennoch kann das wo Bauch2 sich hingeschummelt hat trotzdem genau die Waagrechte sein, an der eine Taillierung gut aussieht! 

Mittlerweile rate ich also dazu, sich zu überlegen, wo die Taille sein soll, statt verzweifelt nach ihr zu suchen. Nach meiner Erfahrung ist die Taille genau an dem Punkt, wo wir mit dem Finger hinpieksen, wenn wir jemand erfolgreich kitzeln wollen. Es kann aber auch durchaus sein, dass die Designerin oder der Designer eines Kleidungsstücks sich eine ganz andere Waagrechte im mittleren Körperbereich aussuchte, die besonders betont werden soll. Ihr kennt vermutlich diese Empirelinie, eine hohe Taille, direkt unter der Brust - auch das ist eine Taille! 

Wenn ihr selbst näht, seid ihr die Designerinnen - dann könnt ihr auch bestimmen, wo eure Taille ist. In dem ihr diese Linie definiert und im Schnittmuster markiert, könnt ihr mit dem Design spielen, so dass es perfekt zu dem Bild auf dem Schnittmuster und euerem Körper passt. 


Auch das Knitterkleid ist tailliert


Nicht jede Taille braucht einen Gürtel


Eine zeitlang trug ich gerne Gürtel, um die Taille zu markieren. Das sah theoretisch nicht schlecht aus, denn gerade zu einem weiten Rock war es vorteilhaft, die (eher) dünnste Stelle zu markieren. Aufgrund meiner Taillensenkung (Fachausdruck) bzw. meinem Bauch 2 (Bezeichnung meinerseits für den Bauch über der Linie, wo der Strumpfhosenbund hinrutscht) war dem Gürtel aber nicht wirklich klar, wohin er sollte. Im Sitzen rutschte er über Bauch 2 und im Stehen schob ich ihn dorthin, wo der Strumpfhosenbund schon auf ihn wartete und das sieht leider nicht toll aus, denn dann ist der Gürtel vorne tiefer als hinten. 

Mittlerweile bevorzuge ich es Kleider ohne Gürtel zu tragen, die eine Taillierung andeuten, aber eben ohne Gürtel. Ich mag es, eine angedeutete Sanduhrsilhouette zu tragen, denn das relativiert die breiteren Stellen meines Körper, nämlich Brust und Po. Und seit dem ich diese Silhouette nicht mehr mittels eines Gürtels, sondern durch Taillierung erzeuge, engt mich auch nichts mehr ein und nichts kann rutschen. 


Der Stadmantel ist auch tailliert


Wenn die Taille eine Designlinie ist und eben nicht identisch ist mit der von der Natur vorgegebenen Stelle, dann ist es wichtig, diese bewußt zu wählen, zu markieren und auch bei allen senkrechten Messungen (vordere Länge und hintere Länge) zu berücksichtigen. Das ist der Grund, warum ich Taillenmaßbänder so schätze. 

Wir brauchen die Taille, um gut sitzende Kleidungsstücke anzupassen, selbst dann, wenn wenig Taille da ist. Viele Frauen sind über ihre Taille unglücklich und trauern besseren Zeiten hinterher. Das ist unnötig! Ihr seid toll so, wie ihr seid und ihr habt das Glück, dass ihr in der Lage dazu seid, eure Kleidung selbst zu nähen. Ihr definiert, wo die Taille ist und müsst keine Kleidungsstücke von der Stange kaufen, bei der die Taille absolut nicht dort ist, wo sie zu eurem Körper passt. Ihr näht euch das, was zu euch passt und wenn ihr dabei Hilfe braucht, dann könnt ihr das, was ihr dazu noch braucht bei mir lernen! Its magic! 


Kimonobluse und Knitterkleid

Vielen Dank meinen bezaubernden Gästen auf dem #schnittmusterkioskgeburtstag, die große Freude daran hatten, vor der Kamera meiner Haus- und Hoffotografin Monika Lauber Kleidung nach unseren Schnittmustern zu präsentieren. 

Dienstag, 19. September 2017

"Schnittmuster anpassen"- Workshops und mehr auf dem Lillestofffestival




Auch dieses Jahr habe ich wieder vier Workshops zum Thema Schnittmuster anpassen auf dem Lillestofffestival gegeben und das war toll. 

Es bereitet mir so viel Freude, Menschen zu erklären, wie sie für sich Kleidung mit einer besseren Passform nähen können - ohne zwischendurch zu verzweifeln und im Nachhinein noch stundenlang anpassen zu müssen. Es ist so wunderbar zu hören beobachten, wie die Groschen fallen und die Erkenntnis sackt, dass Schnittmuster anpassen eigentlich viel weniger schwer ist, als vermutet. 






Mein "Nichts klafft mehr"-Workshop und der "Oberteile anpassen für Große Größen"-Workshop sind für mich zwar mittlerweile Routine, aber für die Teilnehmerinnen natürlich nicht. Das bedeutet letztlich nur, dass ich frei spreche, ohne auf meine Notizen zu schauen und nicht, dass alle sofort verstehen, was ich meine. Besonders, wenn frau denkt, dass Schnittmuster anpassen ungemein kompliziert ist, sind das zunächst natürlich erst mal "böhmische Dörfer" von denen ich spreche. Umso mehr freue ich mich, wenn hinter zurück gemeldet wird "das ist ja gar nicht so schwer!". Genau! Frau muss es nur tun!

Nicht zu vergessen, dass es auf dem Lillestofffestival laut ist. Wir haben keinen abgeschlossenen Workshopsraum, in dem es ruhig und entspannt zu geht, sondern sind in einer großen Halle, in der noch mindestens 10 andere Workshops gleichzeitig stattfinden. Wenn ich dann mit meinem Unterricht komme, der weitaus weniger "zum Anfassen" ist, als ein Kleidungsstück gemeinsam zu nähen, dann braucht das für die Teilnehmerinnen viel Interesse und Konzentration. Hut ab, dass ihr euch darauf eingelassen und so toll mitgemacht habt! Ich freue mich wahnsinnig, wenn ich anschließend die Rückmeldung bekomme, dass die Teilnehmerinnen am liebsten gleich das Gelernte umsetzen wollen und keine Angst mehr haben, Schnittmuster für sich zu einem Maßschnittmuster zu machen. 





Für alle, die noch nie auf dem Lillestofffestival waren. Das ist wirklich unglaublich, da treffe sich nicht nur hunderte von Frauen mit ihren Nähmaschinen um gemeinsam zu nähen. Nein, dieses Jahr waren es wohl mehr als 1000. Dazu gibt es parallel 18 Workshops mit ganz unterschiedlichen Themen, die dazu gebucht werden können. Das ist wirklich der Wahnsinn und ich bin schwer beeindruckt, über die (fast) perfekte Organisation so eines großen Events. Und natürlich freue ich mich, das mein Workshop nicht unten in der Halle stattfand, sondern in der Workshop-Area im dritten Stock. So war es zwar auch ein großer Raum mit parallel stattfindenden Veranstaltungen, aber doch etwas entfernt vom größten Trubel. 





Der große Unterschied für mich im Vergleich zum letzten Jahr auf dem Lillestofffestival war, dass ich dieses Jahr nicht nur als Dozentin anwesenden war, sondern auch als Schnittmusterverlegerin. Ich hatte diverse fertige, nach unseren Schnittmustern genähte Kleidungsstücke dabei, die von den Festivalteilnehmerinnen anprobiert werden konnten. Natürlich konnte ich nicht alle Variationen und Größen dabei haben, aber es war trotzdem für alle toll, mal anzufassen, welche Stoffe zum Einsatz kamen und wie das Kleidungsstück - selbst wenn es noch nicht die optimale Größe ist - von der Silhouette her, am eigenen Körper wirken könnte. Wir Hobbynäherinnen brauchen ja viel Fantasie im Vorfeld, um ein Schnittmuster auszuwählen: wie wird das fertige Kleidungsstück wohl an mir aussehen? 





Ich bin am überlegen, wie es solche "Anprobiermöglichkeiten" noch öfters geben könnte, denn diese Angebot wurde begeistert angenommen. Es war nicht nur wunderschön zu sehen, wie prima ein und dasselbe Kleidungsstück an ganz unterschiedlichen Figuren aussieht, es war natürlich auch klasse die Begeisterung mitzubekommen, die diese Schnitte auslösten. Vielen Dank dafür! 

Für mich bedeutete diese Doppelrolle natürlich auch in den Pausen zu den Schnittmustern Rede und Antwort zu stehen, aber das habe ich wirklich gerne gemacht. Doch ohne die Unterstützung meiner bezaubernden Assistentin Frau Masulzke wäre das nicht möglich gewesen. Sie versorgte mich mit Essen und Trinken, machte die wunderbaren Fotos dieses Blogbeitrages und beriet bei den Anproben. Vielen Dank dafür! Das war wirklich eine wunderbare Unterstützung!


Das ist keine Wurst, das ist ein Knitterkleid


Für mich ist das Lillestofffestival zudem noch die Gelegenheit, mich mit den Kolleginnen intensiv auszutauschen, mit denen ich sonst nur telefonieren und mailen kann. Der Austausch von Eindrücken und Einschätzungen stärkt mich sehr und ich finde es jedesmal wieder wahnsinnig spannend, wie die Ideen sprudeln, wenn wir miteinander im Kontakt sind. Ihr kennt natürlich die Damen auf dem Foto, oder? Das sind rosa p, die Komplizin Dana Lübke und Frau Nahtzugabe! Seid gespannt, was wir wieder ausgeheckt haben. Ich bin zwar nach dem Festival jetzt erstmal todmüde, aber gleichzeitig voller neuer Ideen, die ausprobiert werden wollen. 


Frau Nahtzugabe, Frau Crafteln, Frau Komplizin und Frau rosa p hecken aus

Ein Bild habe ich noch, denn es zeigt etwas, was mich wirklich glücklich macht. Wenn Frauen zu mir kommen und glücklich zeigen, was sie aus einem Schnittmuster von crafteln genäht haben, dann wärmt das mein Herz sehr. In jedem Schnittmuster steckt von A bis Z so viel Arbeit, aber wenn es Menschen glücklich macht, dann lohnt sich jede Sekunde, die mein Team und ich da hineingesteckt haben. 1000 Dank fürs Zeigen!


Der wunderschöne Stadtmantel einer Workshopteilnehmerin
Öfters als einmal im Jahr würde ich so eine Mammut-Veranstaltung nicht überleben, aber einmal im Jahr ist dieser Wahnsinn auch gleichzeitig wahnsinnig toll. Und kaum ist es vorbei, freue ich mich auf die nächsten Workshops. Die gibt es noch diesen Monat auf der Nähmesse in Hamburg. Schaut gerne am 30. September oder 1. Oktober vorbei! Bucht einen Workshop oder kommt mich in den Pausen besuchen. Auch dort werde ich wieder Kleider, nach unseren Schnittmustern genäht, zum Anprobieren mitbringen! 

Freitag, 15. September 2017

Warum gibt es Schnittmuster?





Heute geht es los, mit meiner neuaufgelegten Serie zum Thema "Schnittmuster anpassen". Ich habe das Thema nun in Häppchen zerlegt und versuche mich kurz zu fassen. Mal schauen, ob das funktioniert :-)

Kleidung wurde früher von ausgebildeten SchneiderInnen aber auch in privaten Haushalten genäht. Wie das funktioniert, wurde von MeisterIn zu SchülerIn weitergegeben oder aber in der Familie von Generation zu Generation. Das Wissen, wie etwas gemacht wurde, wurde mündlich weiter gegeben bzw. durch Vormachen und Nachmachen gelehrt.

Wer heute Kleidung nähen will, aber keine Berufsausbildung im Schneiderhandwerk macht oder jemand kennt, der zeigt, wie das geht, kann das trotzdem lernen, denn es gibt Schnittmuster. Schnittmuster sind kleine Pakete geballen Wissens, die es dir möglich machen aus einem Gewebe etwas herzustellen, das dich wärmt und schmückt.


Was ist ein Schnittmuster?


Ein Schnittmuster ist eine zweidimensionale Vorlage, um ein Kleidungsstück für einen dreidimensionalen Körper herzustellen. Das ist schon nicht ohne! Der Stoff muss clever zerschnitten werden, um ihn anschließend wieder zusammen zu setzen. Gut, dass es Menschen mit Erfahrung gibt, die uns zeigen wie!

Angeblich wurde das erste Schnittmuster 1863 von Butterick veröffentlicht. Zu dieser Zeit entwickelte sich die Mode und das Bedürfnis, nicht nur zweckmäßige Kleidung zu tragen, sondern immer wieder etwas aufregendes Neues. Vorher gab es allerdings auch schon Bücher über Mode und Kleidung, die aber eher für Schneiderinnen Inspiration waren, um ihren Kundinnen etwas anbieten zu können. Erst mit der Veröffentlichung von Schnittmustern wurde es dann für jederfrau möglich, modische neue Schnittformen auszuprobieren und nachzuschneidern.

In Deutschland wurden Schnittmuster vor allen Dingen durch Burda Moden bekannt, einer Zeitschrift, der zunächst nur ein Schnittmuster beilag, um es Frauen zu ermöglichen sich selbst Kleidung nach der neusten Mode zu nähen. Das Konzept war aber schnell so erfolgreich, dass sich die Burda tatsächlich zu einer Schnittmusterzeitschrift, d.h. einer Anleitungssammlung, entwickelte und viele Nachahmer fand.

„Als junges Mädchen habe ich mir immer gewünscht, schönere Kleider zu haben als die anderen. Dann habe ich erkannt, was die meisten Frauen brauchen: Eine Mode, die der unsicheren Frau das Gefühl der Sicherheit gibt“. Aenne Burda

Der Erfolg von Burda Moden und anderen Schnittmusterzeitschriften beruhte darauf, dass aktuelle Mode durch selber machen erschwinglich wurde. Zielgruppe waren private Kundinnen und eben nicht ausgebildete Schneiderinnen. Ausführliche Anleitungen und Fotos sollten es den Kundinnen ermöglichen, sich genau das richtige Modell auszusuchen und einfach nachzuarbeiten.


Schnittmuster sind nur der Ausgangspunkt


Während es bei Schnittmuster eigentlich darum geht, eine Vorlage zu erarbeiten, die für möglichst viele Menschen anwendbar ist, ist meine Sicht darauf wieder genau umgekehrt. Ich glaube, das es fast unmöglich ist, eine Vorlage zu haben, die allen Menschen passen kann, auch wenn die Menschen dafür vorher in Größengruppen aufgeteilt wurden. Körper sind so unterschiedlich! Diese Vielfalt muß berücksichtigt werden, um wirklich gut passende Kleidung herzustellen. Aber das ist natürlich in der Massenproduktion nicht möglich.

Für mich sind Schnittmuster nur der Ausgangspunkt. Es ist eine Vorarbeit, für die ich sehr dankbar bin, aber dann beginnt das Eigentliche: Ich nehme die Maße meines Körpers und passe das Schnittmuster so an, dass daraus ein Kleidungsstück entstehen kann, das mir gut passt. Ich verwandele also das Schnittmuster zu einem Maßschnittmuster.


Vom Schnittmuster zum Maßschnittmuster


Das ist nicht einfach, aber frau kann es lernen. Und es ist eine Abkürzung: Natürlich kann frau Schnittkonstruktion lernen und eigene Schnittmuster konstruieren, aber auch dafür ist viel Fach- und Erfahrungswissen und Gespür für Design und Proportionen nötig. Warum also nicht die Vorarbeit nutzen, die die Fachleute für uns vorbereitet haben und das Ganze verfeinern?

Wir dürfen uns in ein Design, in eine Silhouette verlieben, um eine konkrete Inspiration für ein künftiges Kleidungsstück zu bekommen. Wir sollten eben nur schauen, dass das, was wir produzieren dem Bild  auf dem Deckblatt möglichst entspricht. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Taille, Abnäher oder Falten an der richtigen Stelle sitzen.

Natürlich dürfen wir etwas ändern. Dafür nähen wir doch selbst. Aber wir sollten dafür sorgen, dass diese Änderungen bewusste Entscheidungen sind und nicht einfach so passieren.


Schnittmuster für Hobbyschneiderinnen: da steckt so viel drin!


Schnittmuster sind Anleitungen für Hobbyschneiderinnen. Wenn wir ein Schnittmuster kaufen dann sind das ja nicht nur Schnittteile. Es ist ein Paket aus Schnittteilen, Anleitung und vielen wertvollen Tipps von der Stoffwahl bis zum Lernen neuer Techniken.

Weil wir eben nicht Auszubildende mit einer Meisterin an der Seite sind, weil eben nicht jede von uns eine Mutter, Tante, Freundin oder Nachbarin neben sich hat, die zeigt, wie es geht, ist ein Schnittmuster so viel mehr. Das ganze Paket ist eine in Bild und Schrift vorbereitete Hilfestellung - als säße jemand neben mir und erklärt mir, was ich Schritt für Schritt machen soll, um mein gewünschtes Kleidungsstück zu nähen. So stelle ich mir das immer vor, wenn wir ein neues Schnittmuster aus dem Hause crafteln machen.


Schnittmuster anpassen kannst du lernen


In den nächsten Wochen werde ich einiges dazu schreiben, wie du lernen kannst, ein Schnittmuster anzpassen und genau wie ein Schnittmuster das macht, wird es ein Paket an Hilfestellung geben. Ergänzend zu meinen Blogtexten begleite ich dich auch in Workshops auf dieser spannenden Reise. Melde dich für meinen Newsletter an, dann bist du immer bestens informiert, wenn es neue Blogbeiträge oder Veranstaltungen zum Thema "Schnittmuster anpassen" gibt.

Wenn Du Fragen oder Ergänzungen zum jeweiligen Blogartikel hast, dann schreibe sie gerne hier in die Kommentare. 

Weitere Beiträge von mir zum Thema Schnittmuster anpassen findest du hier *klick*.

Donnerstag, 14. September 2017

Die Gewinnerinnen der Überraschungspakete - und Gutscheine




Letzte Woche fragte ich hier im Blog und auch auf der Party zum Schnittmusterkioskgeburtstag nach Feedback zu meinen Schnittmustern. Eure Antworten haben mich sehr gefreut, sie bestärken mich darin, weiter zu machen und auf einem guten Weg zu sein!

Da es so schön ist, Geschenke zu verteilen, mache ich einfach weiter damit. Für euer Feedback, das ein so wertvolles Geschenk für mich ist, bekommt ihr auch etwas zurück, die Losgöttin hat entschieden, die Gewinnerinnen stehen fest.

Jeweils ein Überraschungspaket geht an:

Jaelle Katz
patchworkangel(a)
und Sabine Schildkröte 

Da ich gerade am Vorbereiten und Packen für das Lillestofffestival bin, seht es mir bitte nach, wenn die Pakete erst nächste Woche rausgehen. Habe ich eure Adressen? Vielleicht mailt ihr mir sie zur Sicherheit nochmal.


Und zwei Gutscheine im Wert von je 25 € für Schnittmuster oder wahlweise Workshops veranstaltet von der crafteln akademie, gehen an

Anja von Nordendnaht
"Dreizehnmorgen"


Frau Dreizehnmorgen, von dir habe ich keine Mailadresse, wenn du mir an fragen @crafteln.de schreibst, bekommst du dein Dankeschön für dein Feedback.


Ich freue mich wirklich sehr über euer Feedback. Das sind wirklich tolle Geschenke! Dankeschön!

Dienstag, 12. September 2017

Partybericht



(Dieser Beitrag enthält Werbung) 

Ich bin noch immer ganz beseelt von der unglaublichen Party zum einjährigen Bestehen des Schnittmusterkiosks am Samstag. Das war vielleicht eine Sause! Dabei meine ich mit Sause gar nicht wild, sondern die unglaubliche Energie, die im Raum schwebte und immer noch nachhallt. Ein Raum voller Frauen, die eins einte: die Begeisterung für unsere Schnittmuster und die Lust, mich bei meinen Ideen zu unterstützen. Das war so toll! 




Aber von vorne: Frau Masulze und ich haben wochenlang vorbereitet. Als die Idee aufkam, ich könnte doch das Jubiläum feiern, war schnell klar, dass es einfach wunderbar wäre, wenn nicht nur Unterstützerinnen und Nähbegeisterte zu Gast sein sollten, sondern auch die Schnittmuster selbst bzw. Kleidungsstücke, die nach unseren Schnittmustern genäht wurden.

Ich fragte Lindy, Frau stokx, ob sie mir ein paar Stücke aus ihrer Kollektion ausleihen könnte, bat die Gäste, ihre nach unseren Schnittmustern genähten Werke mitbringen könnten, engagierte eine Visagistin und eine Fotografin und dachte, es wäre doch einfach toll, wenn wir alle, alles anprobieren und davon tolle Fotos machen könnten. Allerdings hatte ich etwas Manschetten, ob das, was wir uns augemalt hatten, wirklich umsetzbar sein könnte. Würden die Gäste das mitmachen? Hätten Sie Lust, sich fotografieren zu lassen? Und würden sie sich auf einer Party einfach so vor fremden Menschen umziehen?


Feiern mit den besten Gästen der Welt


Es waren die besten Gäste der Welt! Mit Begeisterung ließen sie sich auf mein Partykonzept ein und hatten großen Spaß dabei. Ich kann es selbst kaum erwarten, die Fotos von meiner Haus- und Hoffotografin Monika Lauber zu bekommen! Aber das dauert leider noch ein bisschen. Da ihr aber bestimmt neugierig seid, zeige ich euch jetzt aber schon mal ein paar Fotos, die ich im Vorfeld machte oder von den Gästen habe.


Foto von Dana

Ohne die Unterstützung befreundeter Unternehmen wäre es nur halb so schön gewesen


Die Party war aber auch so besonders und so gelungen, weil ich auch noch die besten Sponsoren der Welt hatte. Ich hatte ein paar Unternehmen angeschrieben, ob sie meine verrückte Idee mein Event unterstützen und war überwältigt von der Bereitschaft: Koziol spendierte eine beindruckende Etagere, Sektgläser und Partiepiekser fürs Buffet. Der Verlag EMF erlaubte mir ein Buch aus dem Programm auszusuchen. Ich entschied mich für ein Buch über Stoffdruck, das den "Nähhorizont" erweitert und hoffentlich noch keine der Gäste zuhause hatte.


Foto von Frau Masulzke

Die zauberhaften Maßbänder von Hoechstmass verschickte ich schon vorher an die Gäste. Das war schon ein großer Spaß, so viele Päckchen zu verschicken und steigerte bestimmt auch bei den Eingeladenen die Vorfreude.


Foto von frauclodette


Sewunitiy, eine Plattform, bei der ihr alles über mehr als 12.000 Schnittmuster erfahrt, schickte mir ganz reizende "Nähfreundinnenbücher". Stoff und Stil spendierte große Taschen, ohne die die Beschenkten ihre Schätze hätten gar nicht nachhause tragen können und diese reizenden bunten Nähklämmerchen.  Lillestoff schickte mir meterweise herrlichsten Modal und zarten Bambus Musseline, den die Partygäste am Ende der Party tauschen durften, so dass jede glücklich nachhause ging. Eine super Neuentdeckung für meine Partygäste und mich war die Weinschorle-in-der-Flasche namens Schlükk. Boah ist das lecker!





Ganz großartig fand ich auch die Unterstützung der Flüchtlingsinitiative kids welcome: Sie schickten uns herrlichen Schnickschnack wie Nagellack,  Reisformer und Ausstechformen für Toast und ich spendierte im Gegenzug Schnittmuster, die die Frauen viel besser gebrauchen können. So soll das sein!

Ich danke allen Sponsoren ganz herzlich! Ihr seid wirklich super und großzügig gewesen! Ich bin mir sicher, es war für die Gäste ein unvergessliches Erlebnis die prall gefüllte Tasche auszupacken! Ich weiß, ich habe schon mal über Goodie-Bags gelästert, aber ihr glaubt nicht, wieviel Freude ich daran hatte, die Pakete in Empfang zu nehmen und die Goodie-Bags zu packen! Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, da wusste ich es einfach noch nicht besser.


Mit Konfetti und Girlanden aus einem Büro eine Location zaubern


Wir hatten uns große Mühe gegeben, die nüchternen Büroräume in eine Location zu verwandeln, die dem Anlass gerecht wird. Ziel war es, es schön zu machen, ohne dass es lieblich und zuckrig wird, denn meine Gästen waren allesamt gestandene Frauen, die dem Aufruf zur "Mädchenparty" gefolgt sind. Für mich als Deko-Legasthenikerin war das gar nicht so einfach, aber dank der guten Ausbildung bei Frau Masulzke ist uns das gut gelungen. Ich fand es überraschend schön!




Apropos, ohne meine "bezaubernde Assistentin" Frau Masulzke, hätte ich das alles ohnehin nicht geschafft. Sie hat mich den ganzen Tag unterstützt, von Girlande bis Kaffeekochen und war mein ruhender Pol, wenn ich zu hibbelig wurde. Ganz großen Dank dafür!

Ganz großen Dank aber auch an alle Freundinnen, die anschließend beim Aufräumen halfen. Schließlich gab es nicht nur Tonnen von Konfetti aufzulesen, sondern auch die Location wieder in ein Büro zu verwandeln. Ihr wart eine wirklich tolle Unterstützung und darüber habe ich mich mindestens so sehr gefreut, wie über die Geschenke. Ja, ich habe Geschenke und Unmengen an Blumen bekommen und war überrascht und vor allen Dingen sehr gerührt! Jetzt stehen im Büro und zuhause die Blumen und ein kleiner Geschenketisch und ich seufze immermal vor Freude!



Schön, schöner am schönsten!


Und dann gab es auch noch Frau Wong und meine Lieblingsfotografin Monika. Frau Wong, die Visagistin, hat alle Frauen noch schöner gemacht, ohne, dass sie aussahen, als wären sie in einen Farbtopf gefallen. So ein Styling ist einfach das i-Tüpfelchen, um sich mutig vor die Kamera zu wagen, insbesondere dann, wenn sich die Geschminkten nicht verkleidet fühlen. Wir hatten Frau Wong ein Büro als Kosmetikstudio hergerichtet und die Gäste standen Schlange. Wenn ihr eine Visagistin rund um Hamburg sucht, Frau Wong kann ich wärmsten Herzens empfehlen!


Foto von Frau Masulzke


Monika Lauber hat unermüdlich fotografiert und allen Gästen ein gutes Gefühl dabei gegeben. Ich war wirklich bezaubert davon, wie locker die Damen posierten, weil sie sich bei Monika in guten Händen fühlten. Ich kenne das ja schon und weiß, wie toll es ist, von einer Fotografin wirklich gesehen zu werden!


Bild von denmanto Christiane



Die Fotografiererei war ein großer Spaß und wir alle sind schon wahnsinnig gespannt, auf die Outfitfotos. Die Visitenkarten von Monika waren auf jeden Fall schwer begehrt - das freut mich, wenn noch mehr Menschen erfahren, wie einfach es sein kann, gute Fotos zu machen!




Frauenpower im schönsten Sinne


Die wunderbare Stimmung auf der Party zum Geburtstag des Schnittmusterkiosk trägt mich durch die Tage. Es ist so schön, mit tollen Menschen in einem Raum zu sein, die mit mir feiern, was ich auf die Beine gestellt und erreicht habe. Obwohl das ganze Event viel Arbeit war, was es jeden Einsatz wert. Von dem schönen Gefühl und den Erinnerungen, werde ich noch lange zehren. 10000 Dank an alle, die da waren und auch von fernen Orten mitgefiebert haben.



Auf dem Foto fehlen leider ein paar Gäste. Ein paar tolle Frauen sind schon vorher gegangen und andere konnten leider nicht kommen. Ihr wart aber gefühlt bei uns! Besonders Frau stokx!

Alle Gäste waren so toll. Welch großes Glück, so tolle Frauen zu kennen! Es war so wunderbar, mit euch zu feiern! Jetzt würde es mich wahnsinnig freuen, eure Sicht auf dieses Event, in euren Blogs etc. zu lesen! Wann feiern wir wieder?





Und wenn ich endlich die tollen Outfitfotos bekomme, die auf der Party geknipst wurden, dann zeige ich euch ganz bald mehr! Hatte ich schon gesagt, dass das eine tolle Party war, von der ich immer noch ganz beseelt bin?

Samstag, 9. September 2017

20% Rabatt - feiere mit mir den Geburtstag des Schnittmusterkiosks!




Während wir heute Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und Prosecco den Geburtstag des Schnittmusterkiosks feiern, sollst du nicht traurig sein! Auch wenn Hamburg für dich nicht um die Ecke ist und du dabei sein kannst: für dich und alle anderen treuen Freundinnen unserer Schnittmuster gib es heute und morgen 20% Rabatt auf alle Schnittmuster.

Und eine Neuigkeit gibt es auch: Der Schnittmusterkiosk bekommt eine Schwester. Sie heißt die crafteln akademie und was das ist, erzähle ich dir bei Gelegenheit.

Freitag, 8. September 2017

Ich wünsche mir zum Geburtstag von euch Feedback




Morgen ist es soweit, Der Schnittmusterkiosk feiert Geburtstag! Ich bin schon ganz aufgeregt!

Wie das bei Geburtstagen so ist, darf sich das Geburtstagskind etwas wünschen. Deswegen wünsche ich mir von euch Feedback zu unseren Schnittmustern. Wer bereits ein crafteln-Schnittmuster genäht hat der möge mir doch bitte folgende 3 Fragen beantworten und ein schönes Bild oder zwei an fragen ät crafteln .de mailen.
  1. Was hat dich an dem Schnittmuster angesprochen?
  2. Was zeichnete die Qualität des Designs aus?
  3. Wie gut bist du mit der Anleitung zurecht gekommen und was war hilfreich?

Unter allen, die mir eine Mail mit Antworten und Bild an fragen @crafteln.de schicken verlose ich Überraschungspakete und Gutscheine.

Die Gewinnerinnen werden am 14.9.2017 bekannt gegeben.



Mittwoch, 6. September 2017

Warum Schnittmuster anpassen?



Letztens erzählte ich euch, dass sich "Schnittmuster anpassen" zu meinem Lieblingsthema entwickelt hat. Aber warum? Wie kam das? Als ich über diese Fragen nachdachte, merkte ich, das das eigentlich sogar zwei Fragen sind, je nachdem, wie ich die Frage in der Überschrift lese. Also gibt es auch zwei Antworten. 

Warum Schnittmuster zu Maßschnittmustern machen?


Na, diese Frage beantwortet sich eigentlich von selbst. Der Unterschied zwischen einem Schnittmuster und einem Maßschnittmuster ist der, das Zweiteres genau für den Körper passt, für den genäht wird. Das kann nur besser sein.

Als ich begann, Kleidung für mich zu nähen, träumte ich von einer Tunika, die die Linien meines Körpers mit Teilungsnähten nachzeichnet, mich dort sanft umschmeichelt, wo ich nicht möchte, das alle genau hinschauen. Eine Tunika, die weibliche Form hat und mit ihrer Silhouette meine weibliche Figur unterstützt. Meine Nähkurslehrerin und ich schafften das auch durch Anprobieren und Abstecken, die Tunika trug ich gerne, (auch wenn ich heute denke, das Bewegungsfreiheit für die Arme doch auch ganz schön gewesen wäre). Mein Problem war aber: sie konnte (oder wollte) mir nicht erklären, wie ich die Änderungen auf dem Schnittmuster anzeichne, um wiederholbare Ergebnisse zu bekommen. Frustriert verließ ich diesen Nähkurs.

Jetzt, Jahre später, weiß ich nicht nur, wie es geht, solche Änderungen am Schnittmuster zu machen und gebe dieses Wissen gerne weiter, ich habe vor Allem die Erfahrung gemacht, wie großartig es ist, maßgeschneiderte Kleidung zu tragen! Kleidung, die gut passt, Kleidung, in der wir uns bewegen können, Kleidung, die unsere Vorteile betont, gibt so viel Sicherheit. Sie macht uns stark, weil wir uns schön fühlen.

Es ist nicht ganz einfach, von den Körpermaßen zum angepassten Maßschnittmuster zu kommen, aber frau kann es lernen! Außerdem habe ich festgestellt, dass jede Änderung, die irgendwas mit unseren Maßen zu tun hat (sei sie auch noch so zögerlich), das Ergebnis schon derart verbessert, dass es wirklich Quatsch wäre, sie nicht vorzunehmen.


Warum ist "Schnittmuster anpassen" zu meinem Lieblingsthema geworden?


Ehrlich gesagt, passe ich auch nicht gerne Schnittmuster an. Genau wie ihr, möchte ich mit neuem Stoff oder/und neuem Schnitt auch am liebsten sofort loslegen und am nächsten Tag das fertige Kleidungsstück anziehen. Einem Schnittmuster vor dem Zuschnitt Aufmerksamkeit zu schenken, ist ebenso lästig wie der Zuschnitt selbst. Aber ohne Zuschnitt kein genähtes Kleidungsstück und ohne Anpassungen des Schnittmusters kein gut sitzendes Kleidungsstück. Es nützt also nix, keine Lust auf diesen Umweg zu haben! 

Nachdem ich mein Buch "Nählust statt Shoppingfrust" geschrieben hatte, war mir klar, dass das Buch zwar fertig, aber das das im Prinzip erst der Anfang ist. Wenn ich Frauen Mut mache, ihre Kleidung selbst zu nähen, dann reicht es nicht, wenn ich sie mit diesem Buch zu den ersten Schritten ermutige und sie dabei begleite. Es reicht nicht, über gute Passform zu sprechen und anzudeuten, wie diese erreicht wird. Es braucht genaue Informationen wie das zu erreichen ist. Deswegen gab es kurz nach Erscheinen dieses Buches die Blogserie "Schnittmuster anpassen". Die Blogserie war ein super Anfang, Wissen zu sammeln und zu teilen. Aber ich muß zugeben, das Ganze ist noch etwas ungeordnet und die Bilder sind wirklich keine Schönheiten. Das geht noch besser, aber erstmal besser als nix!

In den letzten 20 Jahren habe ich viel unterrichtet. Ich mag es sehr gerne, Wissen nicht nur zu sortieren, sondern auch so aufzubereiten, dass es für andere leicht zugänglich ist. Deswegen gebe ich so gerne Workshops zum Thema "Schnittmuster anpassen". Bücher schreiben liebe ich ohnehin - da war es schnell klar für mich, dass das mein nächstes Buchthema wird. Wenn alles so geht, wie geplant, erscheint das neue  Buch Oktober 2018. In den letzten Monaten habe ich das Thema "Schnittmuster anpassen" immer wieder von allen Seiten beleuchtet und durchdacht. Mittlerweile gehört es einfach zu meinem Leben dazu und ich habe große Freude daran, das, was ich darüber weiß, weiter zu geben.

Deswegen wird dieses Thema hier auf dem Blog wieder eine größere Rolle spielen. Blogbeiträge sind keine Buchtexte und ersetzen keinen Kurs, aber ich finde das Thema so wichtig, dass ich gar nicht anders kann, als das, was ich darüber weiß zu teilen. Ich freue mich darauf, ein zweites Mal, nach der Blogserie vor mehr als einem Jahr, das Thema mit euch gemeinsam anzugehen. Bloggen ist so toll, ich liebe es, wenn ihr das, was ich schreibe, mit euren Ideen ergänzt. So werden wir alle zusammen noch ein bisschen schlauer!

Meine Motivation ist klar. Seid ihr auch motiviert? Habt ihr Lust auf das Thema? Nächstes Woche lege ich los. Diese Woche bin ich noch schwer mit den Vorbereitungen für das Event zum Geburtstag des Schnittmusterkiosks beschäftigt, aber ich scharre schon mit den Füßen, endlich wieder hier mehr zu schreiben. Hach, ich freue mich schon darauf!

Dienstag, 5. September 2017

Probenäherinnen gesucht


Für das nächste Schnittmuster suche ich noch Näh-Bloggerinnen, die Lust haben, einen Schnitt auszuprobieren und Fotos von "dem Ding" zu machen, die auf dem eigenen Blog gezeigt werden und die ich auch auf meinem Blog bzw. im Shop benutzen darf. Wenn mir ein Foto besonders gut gefällt, frage ich an, ob ich es für das Deckblatt des Schnittmusters verwenden darf.


Was wir dieses Mal probegenäht?


Es handelt sich um Accessoire. Huch? Ja!


Wie funktioniert das Probenähen:


Dir sollte es möglich sein im Laufe des Oktobers kurzfristig nachdem du das Schnittmuster bekommen hast, das Ding zu nähen, zu fotografieren und einen Blogbeitrag zu schreiben, denn geplant ist der Verkaufsstart des Schnittmusters Ende Oktober. Du bekommst ein digitales Schnittmuster von mir und die noch nicht zu 100% fertige Anleitung, zu der ich noch Feedback brauche. Du veröffentlichst deinen Blogbeitrag erst, wenn ich den Startschuss gebe, wenn der Erstverkaufstag definitiv fest steht.

Wir kommunizieren als Probenähgruppe ausschließlich auf Slack. Das ist ein einfach zu verstehendes Kommunikationstool, das auf dem PC, aber auch mobil auf Telefon oder einem Tablet benutzt werden kann. Ich helfe dir gerne dabei, wenn du am Anfang Schwierigkeiten damit haben solltest, was ich nicht glaube! Keine Kommunikation nach der Aufnahme ins Probenähteam per Mail - alle Probenäherinnen sollen alle wichtigen Informationen bekommen und später noch nachlesen können. Von Außen kann niemand lesen, was wir auf Slack austauschen. In Slack ist es möglich, Direktnachrichten mit mir auszutauschen, die die anderen nicht sehen können.



Was mußt du für dieses Probenähen mitbringen?


  • Du hast einen Blog
  • Du hast viel Erfahrung im Taschen nähen oder noch nie eine Tasche genäht.  
  • Du brauchst festen Stoff für dieses Ding, die genau Menge kenne ich noch nicht, aber irgendwas zwischen 1 und 2 m - besonders toll ist es, wenn der Stoff von beiden Seiten schön ist. 
  • Du brauchst jemand, der dich vor einem möglichst neutralem Hintergrund fotografiert - es wäre schön, wenn dich das Fotografieren nicht zu sehr stresst :-)  
  • die Adresse deines Blogs, damit dich dich schon mal kennenlernen kann. 
  • Du bringst die Bereitschaft mit, dich auf das Kommunikationstool Slack einzulassen.
  • Du kannst Geheimnisse für dich behalten.
  • Du hast Abenteuerlust neue Schnittmuster auszuprobieren und Freude darin, ein Start-up zu unterstützen. 



Wenn dich das anspricht, dann schreibe mir eine Mail an fragen @ crafteln.de. Ich freue mich auf dich!




Samstag, 2. September 2017

Hinter den Kulissen: Neuanfänge

Wenn ihr mir auf twitter oder Instagram folgt, meinen Newsletter lest oder in der Facebookgruppe seid, ist euch bestimmt schon aufgefallen, dass ich quasi mit den Hufen scharre. Ich bin total angefüllt mit neuen Ideen und ganz anders drauf, als im Frühjahr. Ich habe Lust, ganz viel Neues auszuprobieren. Auf twitter nenne ich das #Aushecklaune. Diese entwickelte sich derzeit zum Dauerzustand.


Alles neu macht der Herbst


Allerdings war ich in den letzten Wochen sehr von den Schulferien und den Handwerkern gebremst und was mich jetzt hemmt sind technische Schwierigkeiten. Eigentlich wollte ich, direkt nach den Ferien, wenn der normale Arbeitsalltag wieder losgeht, mein Blog auf Wordpress umziehen, dort, wo der Shop ja auch schon liegt. Aber es will nicht, so wie ich will. Es wäre so schön gewesen, gleich im "neuen Zuhause" die neuen Ideen zu verwirklichen. Aber egal, wir suchen weiter nach der technischen Lösung und was raus will, soll auch raus. Ich werde nun erst einmal hier weiterbloggen und diese neuen Beiträge auch "drüben" schon einstellen und irgendwann sage ich euch bescheid, wenn es nur noch auf einer neuen crafteln.de-Seite weiter geht.


Von der Blogmüdikeit zu neuen Sachen, die eigentlich immer schon da waren


In den letzten Monaten war ich etwas blogmüde. Ich nähte wenig, das ich zeigen konnte und hatte das Gefühl, nichts, außer werbende Beiträge schreiben zu können. Damit will ich euch nicht nerven!

Insofern war die erzwungene Sommerpause, sehr gut. Ich konnte zwar wenig an den Schreibtisch, habe aber eine Weiterbildung gemacht und irre viel Podcasts gehört. Das inspirierte mich so, dass ich ein ganzes dickes Notizbuch voll mit Gelerntem und Ideen vollgeschrieben habe. Und was kam raus: ich habe doch viel mehr zu sagen als nur Werbung! Es gibt eigentlich 1000 Sachen, über die ich bloggen könnte, auch wenn ich nicht dauernd neue Kleider zeige!

Also habe ich mir überlegt, mehr in Rubriken zu denken, z.B. so wie die Nähwerkzeuge. Es wird also Artikelserien in lockerer Reihenfolge zu einem bestimmten Thema geben. Die lockere Reihenfolge ist mir wichtig, denn ich bin einfach kein Mensch für einen strengen Redaktionsplan. Ich finde, das einer der Reize des Bloggens ist, dass auch spontan noch unfertige Gedanken veröffentlicht werden, die durch die Kommentare und Ergänzungen an Qualität gewinnen. Das macht mir Spaß und das will ich auf jeden Fall beibehalten.


Darüber habe ich Lust ab jetzt zu bloggen


Ich würde gerne die Serie "Schnittmuster anpassen" gerne noch mal von vorne beginnen und etwas systematischer aufziehen. Spontanität ist toll, aber es sind ein paar Monate vergangen und es wird Zeit, mein Wissen zum Thema mal wieder neu zu sortieren. Da wäre es doch toll, wenn ihr auch etwas davon habt!

Dann ist mir aufgefallen, dass ich immer noch wahnsinnig gerne als Stoffverkäuferin arbeite und daraus gerne eine Rubrik machen würde. Ich arbeite zwar nur 5 x pro Monat im Stoffladen, aber manchmal bin ich echt genervt, wenn Leute von mir nur Stoff abgeschnitten haben wollen, statt sich von mir auch beraten zu lassen. Ich hätte da einiges zu erzählen - also nutze ich hier den Raum und werde die alten Geschichten, die ich damals mit "Stoffladenliebe" taggte, noch mal aufgreifen und um so etwas ähnliches wie "Beratungen im Stoffgeschäft" ergänzen. Wenn ihr eine Idee habt, wie ich die Rubrik nennen könnte, immer her mit den Vorschlägen.

Da ich nicht so viel an frisch genähtem zu Zeigen habe, würde ich auch gerne eure Nähwerke nach unseren Schnittmustern vorstellen. Ich könnte mir vorstellen, regelmäßig, in plauderndem Tonfall etwas von euch zu zeigen, weiß aber noch nicht genau, wie ich das machen will, wie oft, ob regelmäßig und wie diese Rubrik heißen soll. Auch da bin ich offen für eure Ideen!

Was ich auch mag ist von "Hinter den Kulissen" zu plaudern. Ich fand es immer toll, wie ihr den Weg der letzten Jahre mit mir gegangen seid und mich dabei unterstützt habt. Ich stelle mir vor, wie ihr manchmal "huch" dachtet, als ich mit dieser oder jener neuen Idee kam. Deswegen finde ich es schön, euch von meinen Hintergedanken zu erzählen. Wie in diesem Post.

Außerdem möchte ich natürlich das Thema Nähen nicht aus den Augen verlieren. Ich habe überlegt, dass ich, wenn ich schon nicht so viel Fertiges zeige, dann vielleicht mehr über Details schreibe oder Tutorials mache - aber das ist ein Vorsatz, den ich schon lange habe. Mal schauen, ob ich das verwirklichen kann. Außerdem könnte es sein, das demnächst eine neue Nähmaschine bei mir einzieht, die unglaubliches kann. Das motiviert bestimmt dazu, Dinge auszuprobieren und darüber könnte ich natürlich auch schreiben.

Nicht zuletzt stehen ja noch ein paar Sew Alongs für unsere Schnittmuster aus. Bisher gab es nur den Partyrock-Sew Along und den Stadtmantel-Sew Along. Ich freue mich immer, wenn ein paar Menschen mitmachen und gleichzeitig an einem Stück arbeite. Es macht mir auch Spaß, Monate, nachdem die Anleitung fertig ist, nochmal ins Detail zu gehen und Ergänzendes zu schreiben. Ein Sew Along muß aber immer passend zum Wetter und der Nählust sein, deswegen muß ich mal schauen, wann welcher Sew Along passen würde und nicht zu sehr in Konkurrenz mit anderen Sew Alongs kommt. Nähen und an einem Sew Along teilnehmen soll ja Spaß machen und nicht in Stress ausarten! Ich vermute, es bietet sich als nächstes das Ninjashirt an. Ich sage bescheid, wenn es losgeht.


Was sich nicht ändert


Jetzt, wo ich wieder große Lust auf Bloggen und das Drumherum habe, ist mir klar geworden, dass ich einfach gerne schreibe. Mein Blog wird weiterhin persönlich und plaudernd bleiben und soll weder zur Kaffeefahrt noch zu einer wissenschaftlichen Abhandlung mutieren. Was vermutlich auch bleiben wird, ist meine Vorliebe zu langen Texten. Aber so bin ich eben. Kurz fassen macht mir nicht so viel Spaß und dafür gibt es ja auch twitter.

So, das war ein Teil davon, was mich in den letzten Wochen beschäftigt. Ich hoffe "drüben" in Wordpress wird das neue Blog-Zuhause schnell fertig, damit meine neuen Ideen auch einen neuen Anstrich haben. Aber es wäre ja doof, meine Energie zu bremsen und euch hinzuhalten. Deswegen wollte ich euch unbedingt schon mal erzählen, was mich gerade so umtreibt.

Schön, dass ihr da seid und bis hier her gelesen habt. Ohne euch wäre das Bloggen gar nix. Danke, dass ihr mich begleitet und mir so oft tolle Kommentare schenkt!