Mittwoch, 26. Juli 2017

Von ungewohnten Silhouetten




"Macht mich das nicht an den Schultern zu breit?" habe ich wiederholt über die Tulpenärmel des Tulpentops gelesen habe. Ja und?

Ich kenne das gut, etwas Neues ist ungewohnt und irritierend. So funktioniert Mode. Wir sehen neue Silhouetten und sind zunächst einmal verwirrt. Unsere Sehgewohnheiten werden gestört. Das, was wir nicht kennen, mögen wir erst einmal nicht. Erst, wenn ein Gewöhnungszustand einsetzt, empfinden wir eine neue Silhouette zunächst als ok, manchmal sogar als schön.


Zeig, was du hast


In der Mode wurde schon immer mit Silhouetten gespielt. Vorhandene oder nicht vorhandene Vorzüge des Körpers wurden nach Wunsch betont, aufgepolstert, ins rechte Licht gerückt, freigelegt oder auf andere Art und Weise sichtbar gemacht. Anderes wurde versteckt oder kaschiert. Interpretationen dazu, gibt es viele.

In dem Begriff Interpretation steckt schon so viel Wahrheit. Wir können Signale, wie sie von Kleidung ausgehen, nicht 1:1 übersetzen, denn es gibt keine eindeutige Botschaft, auch wenn das manchmal so wirkt. Wir interpretieren das, was wir sehen und bekleiden die Sinneseindrücke mit unseren Werten. Dieser Vorgang geschieht meist unbewußt. Wir können das, was passiert aber durchaus ins Bewusstsein holen und entscheiden, wie wir das, was wir sehen bewerten.


Alles eine Frage der Bewertung


Ich finde, in den möglicherweise ungewohnt breiten Schultern liegt auch eine Chance. Wir Frauen müssen immer und ständig "unseren Mann stehen". Wir leisten so viel, ein wenig (mehr) Rückgrat und kräftige Schultern sind da durchaus von Nutzen, um unseren Alltag zu stemmen. Immerhin reden wir jetzt nicht von Schulternpolstern aus den 80ern wie beim Denver Clan.

Wir sprechen schließelich nicht von einer männlichen Y-Silhouette. Ganz zart sind sie, die Ärmel des Tulpentops, zart flatternd umhüllen sie unsere Muskeln. Die Ärmel rufen "schau hin" und verhüllen gleichermaßen. Das, was vielleicht nicht straff, stramm und muskulös ist, das weibliche Bindewebe, für das es unschöne Ausdrücke gibt und für das wir uns wahrlich nicht zu schämen brauchen, wird weder gezeigt, noch in den Vordergrund gerückt. Auffällig ist in der Tat die etwas breiter als gewohnte Schulterpartie - es liegt an uns, wie wir diese bewerten!





Das Schnittmuster für das Tulpentop bekommst du im Schnittmusterkiosk ---> *klick*

Du gestaltest, wie du auf andere wirkst


Wenn wir für uns selbst Kleidung nähen, bleibt es nicht aus, sich über das, was wir tragen wollen und unsere Sehgewohnheiten Gedanken zu machen. Vielmehr, als durch den Kauf von Kaufkleidung, haben wir es in der Hand, unsere äußere Hülle zu gestalten. Wir können bewußt Signale senden, wir haben die Kontrolle darüber, wie wir aussehen, in dem wir uns nähen, was uns gefällt. Wir haben zwar keine Kontrolle darüber, was andere darüber denken. Doch je mehr eindeutige Signale wir senden, um so mehr beeinflussen wir die Gedanken der anderen.

Wenn wir mit Freude und Stolz breite Schultern zeigen, dann wirken wir stark und selbstbewußt. Vielleicht mit einem kleinen Augenzwinkern, denn die Flatterärmel strahlen genug Weiblichkeit aus, damit niemand Angst vor unserem breiten Kreuz bekommt. Eine neue Silhouette ist eine Chance, auch mal anders wahrgenommen zu werden - so wie wir sie tragen und was wir dazu sagen, haben wir die Chance, etwas zu ändern. Das ist in meinen Augen, eine ganz spannende Geschichte.  Wie geht es euch damit?




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Donnerstag, 13. Juli 2017

Der neue crafteln-Newsletter





Ich habe wirklich lange überlegt, ob die Welt auf einen Newsletter von crafteln.de wartet - fast ein Jahr. Doch jetzt habe ich Lust, es auszuprobieren. 

Ein Newsletter ist für mich eine direkte Verbindung zu denjenigen, die sich für das, was ich mache interessieren. Er gibt uns die Möglichkeit, regelmäßig in Kontakt zu sein. Ich schreibe euch Briefe, weil ich gerne Briefe an Menschen schreibe, die ich mag. So könnt ihr so noch näher dran sein, noch mehr hinter die Kulissen meiner Arbeit blicken und seid immer gut informiert, was los ist und was kommen wird.


Mit dem Newsletter führe ich euch zu Schätzen und dann pickt ihr euch die Rosinen


Der Newsletter soll eine Art Zusammenfassung sein. Ich merke es ja an meinem eigenen Medienverhalten. Während ich früher regelmäßig Blogs las und von meinen abonnierten Blogs keinen Eintrag verpasste, hänge ich immer wieder mit dem Nachlesen hinterher. Das macht mir oft eine schlechtes Gewissen. Darum freue ich mich, wenn ich von einer Person, die ich schätze, einen Tweet, einem Beitrag auf Facebook oder aber über einen Newsletter über ein spannendes Thema  informiert werde, so dass ich selektiv lese, was mich wirklich interessiert.

Ein Blog ist der ideale Ort für längere Inhalte, die lange vorrätig und leicht wiederauffindbar sein sollen - es passiert immer häufiger, dass ich nicht mehr "ganze Blogs" zu lesen, wie ich es früher tat, sondern meinen Interessen entsprechend Links folge, ohne ein Anspruch an Vollständigkeit zu haben. Genau deswegen will ich einen Newsletter schreiben. Er ist eine zusätzliche Serviceleistung für euch, damit ihr nach den Rosinen schauen könnt.

Abonnieren könnt ihr den Newsletter schon jetzt, aber er startet erst in einer guten Woche, denn ich schreibe euch ca. alle zwei Wochen zum Wochenende.




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Ich bin gespannt, wie sich das mit dem Newsletter entwickelt und freue mich auf euch!

Samstag, 8. Juli 2017

Ein knallblaues geknittertes Knitterkleid





Endlich habe ich einen Baumwollbatist gefunden, der sich für das Knitterkleid in der geknitterten Version eignet und den ich euch empfehlen kann. Der Stoff soll gut knittern, soll leicht sein, aber auch nicht zu durchsichtig. Jetzt habe ich ihn gefunden und in den Schnittmusterkiosk mit aufgenommen.





Viele von euch dachten ja, das Knitterkleid soll auch einem dauerhaft geknitterten Stoff genäht werden, also einem Crash-Stoff. Das ist aber nicht der Fall! Es wird einfach aus einem Stoff, der gut knittert genäht und nach dem Waschen feucht (aber nicht nass!) aufgerollt und dann entstehen die Knitter ganz von selbst.



Wenn ihr das Kleid dann anziehen wollt, rollt ihr es auf, schüttelt es einmal auf und zieht es an. Trotz oder gerade wegen der Knitter, sieht das Kleid sehr edel aus. Der geschwungene Saum und der interessante Kragen sind zusätzliche Hingucker.



Zusammengerollt ist das Knitterkleid oder die Knitterbluse eine perfekte Reisbegleitung. Eigentlich muss ich nur noch mit " Knitter-Würsten" im Koffer verreisen. Welche Farbe nähe ich nur als nächstes? Vorbei die Sorgen, dass eingepackte Kleidung schrecklich verknittert aus dem Koffer kommt. Knitter sind toll!





Der Kragen fällt in der geknitterten Version immer wieder anders. Frau kann ihn zurechzuppeln, wie sie möchte. Das Knitterkleid ist ein bisschen wie eine Skulpur, die den Körper sanft umhüllt.




Das Schnittmuster für das Knitterkleid und den passenden Baumwollbatist findet ihr im Schnittmusterkiosk. *klick*


Donnerstag, 6. Juli 2017

Warum ich im Bikini viel mutiger bin, als im Badeanzug




Seit dem die Freibadsaison eröffnet ist, gehe ich regelmäßig schwimmen. Im Zeitlupentempo In meinem Tempo schwimme ich 1000 m und besonders, wenn es draußen eigentlich zu wenig einladend dazu ist, wenn das Wasser tierisch kalt, aber das Schwimmbecken fast leer war, dann freue ich mich später darüber, was mein Körper geleistet und wozu ich mich aufgerafft habe.

Die Erinnerung an einen Kopfsprung zaubert mir das ganze Jahr ein Lächeln auf die Lippen


Ich schwimme gerne und ich mache gerne Kopfsprünge. Doch viel zu selten traue ich mich, mit einem Köpper ins Wasser zu springen. Wenn das Schwimmbad voll ist, traue ich mich nicht. Wenn es sehr kalt ist, dann kann ich mich weder vor noch nach dem Schwimmen dazu überwinden. Aber im Sommerurlaub, wenn ich in einem See zu einer Plattform schwimme, wenn ich irgendwo bin, wo mich niemand kennt, dann liebe ich es, einen Kopfsprung zu machen und freue mich dann den Rest des Jahres an der Erinnerung, wie mein Körper durch das Wasser gleitet. Meine Lieblingstiere sind Pinguine. Sie watscheln an Land, aber kaum verlassen sie den festen Boden, schießen sie blitzschnell und elegant durchs Wasser. Außerdem organisieren die Pinguinmännchen einen Kindergarten, aber das ist ein anderes Thema.

Da ich nicht besonders ordentlich bin, musste ich die letzten Wochen im Badeanzug schwimmen. Meine Bikinihose war komplett unauffindbar. Doch plötzlich war sie wieder da und heute trug ich zum ersten Mal dieses Jahr zum Schwimmen meinen geliebten Bikini. Es war nicht leer im Schwimmbad, heute ist ein sonniger Tag wie schon lange nicht mehr in Hamburg, aber es waren noch keine Schulkinder da. Das Bad gehörte mir und den Rentnern.


Die Mutprobe


Nach 17 Bahnen entschied ich, dass heute ein Tag für einen Kopfsprung ist. Ich stellte mich an den Beckenrand, sprang hinein und freute mich daran, wie ich durchs Wasser schoß. Mein Kind ist zur Zeit im Schwimmkurs und lernt auch gerade den Kopfsprung. Am Montag machte es zum ersten Mal einen Köpper vom 1m-Brett. Das hatte ich noch nie getan.

Ich versuchte es erst mit dem Startblock. Auch das hatte ich noch nie getan. Da stand ich nun also, die dicke Frau im Bikini auf dem Startblock und dachte "oh weia, das Wasser ist ganz schön weit von meinem Kopf entfernt". So stand ich eine Weile auf dem Präsentierteller. Ich stand dort so lange, bis garantiert alle Rentner und alle Bademeister es kaum noch erwarten konnten, bis ich endlich sprang. Also tat ich es. Mit Schwimmbrille war es suboptimal. Die Schwimmbrille hing nach dem Sprung nicht mehr dort, wo sie sein sollte und die Nase tat weh, aber der Bikini saß bombenfest an seinem Platz. Ich rückte die Brille zurecht, schwamm meine 20 Bahnen zuende und überlegte derweil, ob ich mich traue, vom 1er zu springen.





In Bahn 19 dachte ich, das das doch irgendwie machbar sein müsste, wenn es auch das Kind schafft, also kletterte ich wieder raus, legte die Schwimmbrille an den Beckenrand und stieg mutig auf das Sprungbrett. Arrgs, noch höher. Und wackelig. Auch dort stand ich eine Weile. Dann dachte ich an Synchronschwimmerinnen, die ich mindestens genauso sehr mag wie Pinguine, hob die Arme, wippte ein wenig, ging leicht in die Knie, sprang und landete mit den Oberschenkeln platschend auf dem Wasser. Das tat weh, aber cool war es trotzdem. Ich war stolz auf mich. So würdevoll wie möglich schwamm ich zur Treppe, kletterte wieder raus und machte noch einen etwas eleganteren Kopfsprung vom Beckenrand, bevor ich die letzte Bahn schwomm. Vom Beckenrand, das ist meine Liga - frau muß es ja auch nicht übertreiben.


Gut passende Kleidung lässt uns Abenteuer erleben


Und warum schreibe ich das hier? Weil die Geschichte etwas mit dem gut sitzenden Bikini zu tun hat. Diesen habe ich zwar nicht selbst genäht - wer länger hier liest, kann sich sicher noch an den mißlungenen selbstgenähten Badeanzug erinnern - aber er passt. Der  Bikini passt gut, weil ich zuvor ein "Bra-Fitting" machen ließ, bei dem ich nicht nur englische Dessous- und Bademodenmarken kennenlernte, sondern auch meine richtige BH-Größe herausfand. In dieser Größe bestellte ich mir einen Bikini aus England und zwei dazu passenden Hosen, von denen ich mir das Ungetüm auswählte. Und in diesem gut passenden Bikini finde ich mich einfach umwerfend und stark. Er ist so viel besser, als diese ganzen schrecklichen Badeanzüge in großen Größen, die ich besitze, die die Brüste platt drücken und bei denen die Träger immer rutschen - dabei ist es nicht leicht, einen einigermaßen hübschen Badeanzug in großer Größe zu kaufen, denn die Muster in diesen Größen sind wirklich Augenkrebs. Aber jetzt habe ich meinen gut passenden dunkelblauen Bikini!

Das alles hat sehr wohl etwas mit diesem Blog zu tun. Ich bin einfach der festen Überzeugung, dass "gut passend" stark und schön macht - egal bei welcher Figur. Wenn wir schon nähen, dann braucht es nur ein paar Skills, etwas Mut und etwas Aufraffen, ein Schnittmuster anzupassen um es zu einem Maßschnittmuster zu machen. Selbst wenn unser Ergebnis nicht perfekt ist, dann ist es auf jeden Fall schon viel besser, als wenn wir gar nichts geändert hätten oder Kaufsachen tragen würden. Immer, wenn wir etwas tragen, das nicht zuppelt, das nicht rutscht, das stützt und formt, dann können wir einfach das machen, worauf wir Lust haben. Und wenn es ein Kopfsprung ist!

Mittwoch, 5. Juli 2017

Die Tulpentop-Blogparade: zweiter Teil

Die Blogparade des Tulpentops ist nun vorbei. Wie fandet ihr die große Vielfalt der Modellbeispiele? Oder war es euch zuviel? Einen Rückblick auf die erste Woche, hatte ich schon gezeigt - heute geht es um die zweite Woche. Wie immer lohnt es sich, auch die verlinkten Blogartikel der Probenäherinnen zu lesen, die noch mal einen ganz eigenen Blick auf das Tulpentop haben. 







Die zweite Woche startete mit dem Seidentop von Kattirocksaum, über das ich gestern schon mal gebloggt habe. Am nächsten Tag zeigte ejasfreudentränen ein Tulpentop ganz aus Viskosejersey. Das geht natürlich auch. Im Gegensatz zur Webware, wird der Viskosejersey nicht im schrägen Fadenlauf verarbeitet, da er ja ohnehin schon elastisch ist. Der schräge Fadenlauf, macht aber einen Stoff nicht nur elastisch, sondern sorgt auch für einen schönen Fall. Beim Top von ejasfreudentränen sehen wir, dass das auf diese Weise umgesetzte Schnittmuster mehr zu einem klassischen Shirt wird. Aber warum nicht! Ihr seid herzlich willkommen, ein Schnittmuster so zu verwenden, das es zu euch zu einem passenden Kleidungsstück wird!




Frau Naehkatze hat einen lang gestreichelten Stoff für das Tulpentop vernäht und ich finde, es hat sich gelohnt. Auch diese Version gefällt mir ausgesprochen gut. Das Tulpentop kann gut mit Blumen, finde ich. Es setzt einen hübschen Stoff gut in Szene und nimmt ihm das "Erschlagende", das er vielleicht hätte, wenn er "all over" wäre. Findet ihr nicht?





Die zweite Version des Tulpentops von Chris Nadelspiele wird von ihr noch etwas skeptisch betrachtet. Sie fremdelt ein wenig mit den Tulpenärmeln. Sie sagt, sie empfindet ihre Schultern zu betont, "wie ein Preisboxer", nun das sehe ich nicht so. Es ist eben eine ungewohnte Silhouette, aber ich finde es sehr zart und weiblich und vor allen Dingen sehr gut gestyled und der richtige Look zu dem zarten, hellen Stoff mit den zarten Libellen.





Auch das Tulpentop der Ostenfelder Nähstube ist aus hellen Stoffen und damit sehr zart, doch durch die  Jerseyärmel wirkt es gleich viel mehr nach Alltag, als die Tulpenärmeln. Das Tulpentop ist also ein Schnittmuster für alle Fälle.





Auch das Tulpentop von Rock Gerda kombiniert eine geblümte Webware mit Jersey, als wäre das die perfekte Umsetzung des Schnittes und irgendwie finde ich das auch. Gerade durch die Kombination zweier so unterschiedlicher Stoffe wird deutlich, was das Tulpentop kann und je nachdem, wie frau es kombiniert, sieht es immer wieder anders aus. 





Das nächste Tulpentop wurde von von PATCHWORKangel(a) präsentiert. Das Bild mag ich sehr, zeigt es doch, wie frisch und fröhlich das Tulpentop sein kann. Es ist so ein wandelbares Schnittmuster und ich freue mich sehr, wie viele Facetten die Probenäherinnen ausprobierten und zeigten. Wirklich 1000 Dank für eure tolle Unterstützung! 




Elufingerhut hat eine Version mit Tulpenärmeln genäht, die ich auch sehr schön finde. Zu dieser Version entschied sie sich erst, als es immer heißer und heißer wurde und kam zu dem Schluß, dass sie sich darin sehr wohl fühlt. Fein!



Als ersten Versuch, entschied sich elufingerhut auch für die Jerseyärmel und weil das hier ganz zarte Farben und alles Ton in Ton ist, finde ich es auf einmal gar nicht mehr so sportlich, sondern auch schön zart!




Und zu guter letzt noch eine meiner beiden Probeversionen des Tulpentops, die soweit fertig gestellt wurden, dass ich sie auch tragen kann. Allerdings ärgere ich mich, dass ich bei diesem schönen Tulpentop billigen schwarzen Jersey verwendet habe. Da er komplett ohne Elasthan ist, sitzt er nicht ganz so gut und macht ein "Nachthemdgefühl". Aber ich mag den Druck der Viskosewebware, der durch das Tulpentop schön präsentiert und in einen Rahmen gesetzt wird, sehr.



Das Tulpentop habe ich natürlich auch mit Tulpenärmeln genäht, aber die Fotos sind verschwunden. Das ist wirklich nen Ding! Aber das zeige ich euch bei Gelegenheit noch mal. Jetzt habt ihr erst einmal genug Tulpentop-Inspirationen gesehen - jetzt bin ich gespannt auf eure Tulpentops. Wer eines oder mehrere genäht hat und dies irgendwo im Internet zeigt - schickt mir gerne einen Hinweis dazu. Das würde mich sehr freuen!

Das Schnittmuster für das Tulpentop bekommt ihr hier: *klick*

Und hier sind noch mal alle Stationen der Blogparade:


22.6. Chris'Nadel-Spiele und ejasfreudentraenen
23.6 PATCHWORKangel(a)
24.6. Freizeitparadies und elufingerhut
25.6. fantipanti.de
26.6. Strickprinzessins Stuff
27.6. Stoffverstümmelungen bei Isabimi
28.6. Rocksaum und Nadelöhr
29.6. ejasfreudentraenen
30.6. NAEHKATZE
1.7. Chris'Nadel-Spiele
2.7. Ostenfelder Nähstube
3.7. Rock Gerda
4.7. PATCHWORKangel(a) und elufingerhut

Montag, 3. Juli 2017

Tulpentop mit Seide



Das Tulpentop mit Seide verdient einen extra Blogeintrag. Dieser Materialmix - Jersey und Seide - war die Ausgangsidee der Designerin Lindy Stokes. Seide ist so ein herrliches Material: es fällt so schön, es kühlt, wenn es kühlen soll und nicht zuletzt, sieht es einfach königlich aus.

Es ist schon eine verwegene Idee, die edle Seide mit einem Jersey zu kombinieren. Doch gerade dieser Einfallsreichtum faszinierte mich. Jersey hat den Vorteil, dass er sich dem Körper gut anpasst und einfach sehr bequem ist. Warum eigentlich nicht genau diese Materialeigenschaften nutzen, um die Vorteile der Seide noch zu unterstützen? Als ich den Entwurf für das Tulpentop das erste mal - mit Jerseyärmeln sah, war ich begeistert. Eine...ja, wie sollte ich das nennen ... "Bluse", die bequem unter einer Jacke getragen werden kann und vorne trotzdem total elegant aussieht. Ein üppiger Wasserfall aus Seide, der aber trotzdem da sitzt, wo er sitzen soll, weil das Jerseybündchen am Rücken Halt gibt. Ich fand, und finde immer noch, diese Materialkombination sehr faszinierend.




Damit der Schnitt noch eine Variationsmöglichkeit hat, entwarf Lindy Stokes noch die Tulpenärmel, die dem Tulpentop dann auch ihren Namen gaben. So rückt die schicke Seide noch mehr in den Vordergrund - ohne zusätzlichen Stoff zu verbrauchen. Die Tulpenärmel können zusätzlich aus dem Stück Seide ausgeschnitten werden, das es für das Vorderteil im schrägen Fadenlauf braucht. Das ist eine effiziente Nutzung des Materials, das gefällt mir!

Das Modell, das Katti Rocksaum einfarbig genäht hat, sieht einfach klasse aus. Ein rotes Top ist ohnehin ein Statement - aus Seide erst recht. Der Bio-Baumwolljersey für das Rückenteil braucht sich nicht hinter der Seide zu verstecken, denn er ist auch von toller Qualität. Beide Materialien gibt es jetzt auch im Schnittmusterkiosk.




Vielen Dank für das schöne Modellbeispiel und deine Unterstützung. Katti Rocksaums Blogbeitrag findet ihr hier *klick*. Ich freue mich sehr, dass wir wieder einen ganz besonderen Schnitt von stokx für crafteln herausgebracht haben, der bei euch so gut ankommt und für den wir jetzt auch noch das passende Material anbieten. Mehr Tulpentops seht ihr bei der Blogparade, die noch bis zum Donnerstag von Blog zu Blog zieht.

Hier sind die Stationen der Blogparade:


22.6. Chris'Nadel-Spiele und ejasfreudentraenen
23.6 PATCHWORKangel(a)
24.6. Freizeitparadies und elufingerhut
25.6. fantipanti.de
26.6. Strickprinzessins Stuff
27.6. Stoffverstümmelungen bei Isabimi
28.6. Rocksaum und Nadelöhr
29.6. ejasfreudentraenen
30.6. NAEHKATZE
1.7. Chris'Nadel-Spiele
2.7. Ostenfelder Nähstube
3.7. Rock Gerda
4.7. PATCHWORKangel(a) und elufingerhut