Freitag, 7. April 2017

Meine Nähmaschine und ich - Rückblick auf 8 Jahre Zusammenarbeit



Als ich vorgestern den Beitrag von rosa p. im Rahmen des Nähkongresses* hörte, dachte ich, ich muß unbedingt mal was über Nähmaschinen schreiben. rosa p. erzählt in einem umfassenden Rundumschlag alles, was frau wissen muß, wenn sie auf der Suche nach einer ersten Nähmaschine ist. Vieles davon habe ich auch nicht gewusst und manches nicht in dem Zusammenhang gesehen.

Nachdem ich den Beitrag gesehen hatte, fragte ich mich, was ich beim Nähmaschinenkauf 2010 anders gemacht hätte, wenn ich das alles gewusst hätte und kam zu dem Schluss, dass das eigentlich alles, damals vor knapp 8 Jahren, ganz gut gelaufen ist. Ich hatte mich im Fachhandel beraten lassen und wahrscheinlich auch etwas Glück. Oder die Entscheidung um die 600 € in die Hand zu nehmen, was richtig. Oder doch nicht?

Bei meiner Brother innov-is 150 kann ich die Stichplatte entfernen, um sie zu reinigen, sie ruckelt nicht auf dem Tisch herum, selbst wenn sie hart arbeiten muß, sie näht Knopflöcher ziemlich gut. Alles paletti.


Was darf eine Haushaltsnähmaschine kosten?


Immer, wenn ich in den letzten Jahren teurere Maschinen bei einem Nähkränzchen sah, fragte ich mich, ob ich auch so etwas brauche. Und in all den Jahren ist mir kein schlagendes Argument eingefallen, warum ich mehr als 1000 Euro in die Hand nehmen sollte, um mir eine bessere Maschine zu kaufen. Mal ganz abgesehen von noch teureren Maschinen, die ich tatsächlich eher für diejenigen sehe, die professionell und in Serie nähen und diese Dinge dann verkaufen. Dabei ist mir allerdings aufgefallen, dass viele Modedesignbuden weniger schnieke Maschinen haben, als manche Hobbynäherin. Aber das ist ein anderes Thema.




Näht sie schön gleichmäßig und auch flutschige Stoffe?


Das meine Brother ein weniger schönes Stichbild hat, als teurere Maschinen, damit kann ich auch leben. Bisher ist mir niemand so nahe gekommen, dass er oder sie sagte "Wie siehst du denn aus?! Deine Nähmaschine macht ja verdammt unregelmäßige Stiche!" Von Weitem sehen Steppnähte tipptopp aus und nur ich sehe den Unterschied. Letztlich gibt es meist ohnehin die Möglichkeiten zum Finetuning, wenn erstmal auf einem Stück zur Probe genäht wird und nach meinem Dafürhalten liegt ein unregelmäßiges Stichbild auch oft an dem schrottigen zu bauschigen Garn, das ich oft benutze, weil es für mich einfach zu besorgen ist. Auch Knopflöcher könnten noch schöner werden, da weiß ich mittlerweile, was bei teureren Maschinen geht. Aber für Blusen und Hemdblusenkleider sind meine Knopflöcher ok und bei festeren Stoffen würde ich ohnehin die schickeren Paspelknopflöcher nähen.

Bei flutschigen Stoffen gerät die Brother an ihre Grenzen. Ich weiß das, weil ich eine Zeit lang auf einer Pfaff mit Obertransport genäht habe. Seide, dünner Satin aber auch manchmal Viskosejersey ist kein großer Spaß mit ihr zu nähen. Oder sagen wir so: es geht, wenn frau weiß, wie sie den Stoff zu führen hat, aber die Naht ist in meinen Augen oft nicht schön genug und das, obwohl ich wirklich großzügig über viele Dinge hinwegschaue.


Alles Plastik, oder was?


Also, im Prinzip bin ich mit dem, was meine Maschine kann und leistet zu frieden uns habe eigentlich nicht das Bedürfnis, mir etwas Schickeres zu kaufen - wenn sie nicht seit einigen Monaten droht auseinander zu fallen.

Es begann mit dem Tragegriff. Eines Tages brach dieser ab und die Recherche meines Mannes ergab, dass es nicht möglich ist, diesen angeschraubten Griff als Ersatzteil zu bekommmen. Nun ist auch die Plastikabdeckung unter er Stichplatte abgebrochen. Das Loch, durch das die Schraube kommt, um dieses Plastikteil anzuschrauben, ist ausgeleiert und jetzt rutscht die Abdeckung immer weg, wenn ich das Zubehörkästchen entferne, um bei engen Säumen im Ärmel oder bei Kinderhosen, besser dranzukommen. Das ist alles noch kein Drama, die Maschine näht ja noch. Aber ich habe das Vertrauen in die Nähmaschine verloren. Welches Teil wird als nächstes abbrechen?




Jetzt muß ich dazu sagen, dass ich meine Nähmaschine, in Ermangelung eines Nähzimmers, jedes Mal auf- und abbaue, wenn ich nähen will. Sie steht auf dem Fußboden, wird 5 Schritte getragen und dann auf den Tisch gehoben. Zu Nähkränzchen habe ich sie ca. 30 oder 40 mal mitgenomen. Dazu habe ich sie entweder mit der Plastikabdeckung ins Auto gestellt oder habe sie für längere Reisen (ca. 4x) in eine Tasche gepackt und getragen. Dieser Transport bzw. dieses öfters bewegt werden, ist sicherlich nicht optimal für eine Maschine, aber eine durchaus übliche Benutzung bei Hobbyschneiderinnen. Außerdem stand die Nähmaschine auch niemals der direkten Sonne ausgesetzt - außer, wenn ich auf dem Balkon nähte. Ich finde, das eine derartige Benutzung eigentlich auch über längere Jahre möglich sein sollte.

In dem Vortrag von rosa p. habe ich gehört, dass auch im Inneren der Maschine Plastikteile verwand werden. Da ich meine nicht so einfach öffnen kann, weiß ich nicht, welche Teile aus Plastik sind. Das fühlt sich für mich wie eine unausgesprochene Bedrohung an. Das Plastik in der Maschine ist, weiß ich, weil dort, wo der Faden läuft, ein Teil vergratet ist und dort, der Faden bei jedem dritten Einfädeln hängen bleibt. Mittlerweile kenne ich diese Macke meiner Nähmaschine und nähe erst gar nicht darauf los, wenn der Faden schwergängig ist - das würde nur noch größere Probleme machen. Aber super finde ich dieses unregelmäßige Plastikteil natürlich nicht.


Hat sich der Kauf rentiert?


Ich nähe 1 bis 2x die Woche, das heißt, ich nutze die Nähmaschine ungefähr 75 mal im Jahr - ich würde sagen, eher weniger. Wenn ich von 65 Nähsessions auf 8 Jahre hochrechne, komme ich auf 520 Nähsessions mit dieser Maschine. Bei einem Preis von 600 Euro hat mich die Maschine 86 Cent pro Benutzung gekostet. Das klingt für mich ok und trotzdem hätte ich erwartet, dass die Nähmaschine langlebiger wäre.





Nach zwei Jahren Benutzung habe ich die Nähmaschine übrigens mal zur Inspektion gebracht, weil ich wollte, dass dieses teure Gerät, möglichst gut behandelt wird und deswegen langlebig ist. Der Zeitpunkt war aufgrund eines Urlaubs geplant, an dem ich die bis dahin gut funktionierende Maschine nicht vermissen würde. Leider lief die Maschine nach der Inspektion unrund und auch ein erneuter Besuch beim Mechaniker veränderte nichts daran. Ich habe mich daran gewöhnt, ich bin ja auch keine 15 mehr und habe meine Macken, aber blöd fand ich das schon und natürlich habe ich sie nach dieser Erfahrung lieber selbst gereinigt, statt noch mal aus der Hand zu geben.

 Fazit


Grundsätzlich würde ich sagen, dass ich zufrieden mit meiner Maschine bin. Sie näht zuverlässig. Aber gleichzeitig bin ich unzufrieden, dass eine Nähmaschine, die mal um die 600 € gekostet hat, nach knapp 8 Jahren vermutlich recht bald ersetzt werden muß. Meine Mutter näht auf einer fast 50 jährigen Pfaff-Maschine. Diese hat natürlich nicht so viele Stiche und auch der Transport ist weniger gut, als bei meiner Maschine, aber diese ollen Dinger sind verdammt zuverlässig. Oder sagen wir es anders: was nicht aus Plastik ist, kann auch nicht so leicht brechen.

Der Beitrag ist mit "Nähwerkzeuge" getaggt, denn in einer lockeren Folge blogge ich freitags über Nähwerkzeuge. Alle Beiträge der Blogserie findet ihr unter dem Stichwort "Nähwerkzeuge" oder durch Klick auf den Link. Vorherige Beiträge:

Ihr seid gefragt


Ich bleibe etwas ratlos zurück. Die Maschine wird erst ersetzt, wenn sie gar nicht mehr geht, aber dann muß ich relativ flott eine Entscheidung treffen. Deswegen würde ich gerne eure langjährigen Erfahrungen mit euren Nähmaschinen sammeln. Wenn ihr eine bestimmte Haushalts-Nähmaschine länger als 5 Jahre benutzt, dann würde ich mich freuen, wenn ihr einen Erfahrungsbericht schreiben und hier verlinken würdet. Bitte schreibt auch dazu, wie oft ihr näht und was für Sachen, damit die Lesenden eure Erfahrungen besser einordnen könnt. Und zu guter letzt interessiert mich euer Gefühl zu eurer Nähmaschine. Glaubt ihr, sie wird euch noch lange treue Dienste leisten? Würdet ihr sie nochmal kaufen oder schielt ihr zu den anderen schönen Töchtern?



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Kommentare:

  1. Ich bin jetzt echt ein wenig überrascht. Ich nähe seit 5 Jahren. Seit 3 1/2 sehr intensiv (4-6 mal die Woche) mit einer billigen 80 Euro Maschine vom Dicounter. Das macht ca. 900 Nähsessions. Die Maschine hat so ihre Macken (keine besondere Liebe zur Zwillingsnaht bei Viscosestoffen, manchmal sehr laut). Aber alles im Rahmen oder mit besserem Garn lösbar. Nur letztens ging der Transport nicht mehr. Nachdem ich die Maschine auseinander gebaut habe, habe ich gesehen, dass im Inneren an einer Stelle Öl gefehlt hat. (Da ist was fest geworden und mit dem Öl habe ich dafür gesorgt, dass der Stofftransport wieder ging).
    Mir ist klar, dass diese Maschine nicht alles kann und auch ihre klaren Grenzen hat. Ich hätte aber wirklich gedacht, dass eine Maschine für 600 Euro mit einer ähnlichen Anzahl von Nähsessions nicht schon so ähnliche Probleme aufweist.
    Ich überlege auch schon länger, ob ich mir eine neue Maschine kaufe, aber bisher war der Zwang noch nicht zu groß. Welche es dann sein soll, wüsste ich aber auch nicht.

    LG Anja

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    1. Ja, deswegen wollte ich das mal so genau auflisten und vor allen Dingen Jahre nach dem Kauf. Als ich damals nach Nähmaschinen recherchierte, waren die Erfahrungsberichte oft nicht über so eine lange Dauer. Ich bin wirklich ratlos, denn ich habe eigentlich nicht vor, eine neue Maschine zu kaufen, weil diese meinen Ansprüchen genügt, aber andererseits bin ich echt verärgert, dass das Plastik abfällt.

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  2. Ich gehe davon aus, dass die heutigen Nähmaschinen generell weniger dauerhaft sind als die älteren. Es wird bewusst auf eine bestimmte Anzahl typischer Gebrauchsvorgänge optimiert, danach gehen zentrale Verschleißteile kaputt. Früher gab es keine geplante Obsoleszenz, da hat JEDER Hersteller auf Haltbarkeit optimiert.

    Ich nähe mit einer ca. 25 Jahre alten Bernina und bin nach wie vor sehr glücklich damit. Die Maschine näht präzise und hat gleichzeitig Power, macht ordentliche Knopflöcher, vernäht klaglos alles von Chiffon bis Leder. Elektronische Stichprogrammierung, Display und andere moderne Features hat sie nicht, aber wie Du angedeutet hast, ist das nice to have, aber keineswegs nötig. Viele Features der heutigen Nähmaschinengeneration, bspw. die Möglichkeit zu sticken, machen Lust aufs Nähen und sollen vor allem neue Maschinen verkaufen. Wie intensiv diese Funktionen dann von der durchschnittlichen Hobbyschneiderin genutzt werden, ist eine andere Frage. Isoliert betrachtet sind die sicher toll, aber wenn man sie nicht wirklich oft nutzt, z.B. weil man viel für Kinder näht und Stickapplikationen liebt, halte ich sie für Luxus. Wenn man sich diesen Luxus nicht leisten kann oder will, lassen sich vergleichbar interessante Effekte auch anders erzielen.

    Sehr nützlich finde ich eine Reihe von Nähfüßen. Den Obertransportfuß habe ich sehr oft im Einsatz, ebenfalls superpraktisch finde ich den Schmalkantsteppfuß. Reißverschlussfuß, Stopf- oder Quiltfuß und Stickfuß (vorne offen) sind ohnehin Pflicht. Ich habe noch ein paar mehr Füßchen, aber die nutze ich nicht ständig.

    Ich nähe derzeit nicht allzu regelmäßig, dafür ist mein Nährepertoire sehr breit: Damenkleidung von Flatterblüschen bis Flauschmantel, früher auch mal Kinderkleidung. Stoffe und Materialien aller Art, was es halt so gibt. Wäsche, insbesondere BHs. Taschen vom simplen Beutel bis zur versteiften Handtasche. Patchwork für Kissen oder Taschen, auch einen Quilt hatte ich schon. Wenn's sein muss, auch Vorhänge. Außerdem experimentiere ich gerne mit Oberflächen, also Stoffreste aufsteppen, freihand sticken, quilten. Und manchmal nähe ich sogar Schmuck.

    Ich hoffe und erwarte, dass ich noch viele Jahre an meiner Maschine Freude haben werde.

    Eine Anmerkung noch zu Deinem abgebrochenen Anschiebetisch. Ich habe auch einen Anschiebetisch, der mit kleinen Zapfen aus Kunststoff an die Maschine angedockt wird. Da der Anschiebetisch auf der einen Seite aber nicht unterstützt ist, lastet sehr viel Gewicht plus Vibration auf den Zapfen. Einer von ihnen ist denn auch sehr bald abgebrochen. Ich habe dem Anschiebetisch auf der auskragenden Seite ein Schmuckdöschen aus dem Fundus untergeschoben, das exakt in der Höhe passt und die fehlende statische Unterstützung liefert. Funktioniert bestens und seit Jahren.

    Ich würde den Kauf einer Maschine vom Budget abhängig machen. Wichtig: Zickzackstich, genähter Zickzackstich, optional ein paar zusätzliche Nutzstiche, Präzision für ein gutes Stichbild, ein gutes Knopfloch, und Kraft, damit auch Jeans und Leder kein Problem sind.
    Wenn ich nur wenig Geld ausgeben könnte, würde ich nach einer gebrauchten, hochwertigen, mechanischen Maschine schauen. Das würde ich auch Anfängerinnen empfehlen, alternativ ein Einsteigermodell einer guten Marke. Bei mittlerem Budget eine Maschine, die ungefähr das kann wie meine, aber in guter Qualität. Wer speziellen Bedarf hat, kann und soll natürlich auch nach den speziellen Features schauen: Stickmodul, breiter Durchlass zum Decken quilten etc. Es ist ja nicht moralisch verwerflich, für den Spaß am Hobby Geld auszugeben ;-) ...

    Viele Grüße
    Ursula

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  3. Ich habe eine Pfaff Jeans Stretch. Die Stiche kann man nur mit riesengrossen Tasten (auch in Kombination) drücken. Eigentlich eine Nähmaschine für Dummies. Fernab von Display und Computerbedienung. Ich habe sie bestimmt schon 15 Jahre, auch schon gebraucht gekauft und nähe im Schnitt 2 x pro Woche. Einmal habe ich sie zur Reparatur gebracht und der Mechaniker hat gemeint, man solle eine Nähmaschine wie ein Auto jährlich in den Service bringen. Danach schnurrte sie wie ein Kätzchen. Jetzt wär es bald wieder soweit.
    Sollte ich einmal eine neue/andere Nähmaschine kaufen, schaue ich, dass man es dort auch zur Reparatur bringen kann und ich dafür nicht all zu weit fahren muss. Ich denke eher praktisch, die Marke wär zweitrangig.
    Aber ich bin Deiner Meinung... eine Nähmaschine, die so teuer ist, wie ein kleines Auto? Irgendwie investiere ich lieber in schöne Stoffe und nähe dafür mit einfacheren Brötchen.
    Findest Du ev eine anderen guten Mechaniker, der Dir die schadhaften Teile ersetzen kann? Manchmal haben sie auch alte Maschinen als Ersatzteile (zB der Griff).
    Liebe Grüsse
    Milena

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  4. Ich habe seit ca. 14 Jahren eine Brother NX 200 und bin immer noch zufrieden. Sie näht alle Stiche einwandfrei, Knopflöcher sind gut und einige Zierstiche hat sie auch, die ich aber selten benutze, nur bei sehr dicken Nähten, z.B. Jeans, meckert sie mal aber damit kann ich leben. Ich hoffe sie hält noch lange :)
    Ende 2015 war sie zur Inspektion, wird also wieder Zeit
    Liebe Grüße Barbara

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  5. Ich habe eine alte Pfaff Stretch and Jeans. Simple und funktioniert super.

    Dann überkam mich die Idee einer neuen Nähmaschine mit Stickaggregat und weil die alte Pfaff so toll ist, habe ich die Pfaff Creative 4.5 mit großem Stickmodul gekauft.

    Großer Fehler!! Die Maschine war bereits nach 3 Wochen im der ersten Reperatur (für 4 Wochen!) der Pfaff Service im Karlsruhe hat dann auch noch eine Ölfreie Maschine (in der Anleitung seht nie Ölen!!'geölt, seither hakt es noch mehr. Stickfäden reißen dauernd. Nadeln (neu) verbiegen und die zweite Reperatur nach 6 Monaten hat 6 Wochen gedauert.
    Nie wieder kaufe ich eine Pfaff. Ist einfach nicht mehr das gleiche Qualitätsprodukt!!

    Ich nähe sehr viel, mindestens 3-4 x Woche. Aber mein Vertrauen in Pfaff ist weg und wegen der ständigen Probleme, sticke ich fast nichts mehr.

    Die Maschine ist jetzt 1,5 Jahre alt und die teuerste Fehlinvestition meines Lebens.
    Liebe Grüße
    Coco aus Stuttgart

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    1. Wenn die so lang und so oft gravierend kaputt war, hätte ich auf einen Umtausch zu einer anderen Maschine bestanden. Ich hatte das mal mit einer reinen Brother Stickmaschine, und habe dann weil ich bei dieser Maschine von der Qualität nicht mehr überzeugt war gegen eine Janome reine Stickmaschine eingetauscht. Janome finde ich, hat eine super Qualität und ich empfinde sie als einiges robuster gebaut
      Liebe Grüße Elisabeth

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    2. Habe ich angesprochen, leider war der Händler nicht sehr kooperativ, nur wieder in die Reperatur, sehr nervig.

      In einem Nähatelier wo ich aushelfe haben sie Bernina Maschinen in verschiedenen Qualitäten, alle nähen sehr zuverlässig. Wenn ich mir je wieder eine kaufen sollte, dann eine Bernina. Zudem haben die einen wesentlich besseren Kundensupport.

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  6. Das ist ein spannendes Thema, ich schaue bestimmt nochmal vorbei um all die Kommentare zu lesen :)
    Ich nähe schon immer auf einer Pfaff Varimatic irgendwas, die ich von meiner Mama vermacht bekommen habe. Diese ist in etwa so alt wie ich, 20-25 Jahre, und bestätigt wohl das, was du schreibst: Die alten Dinger sind echt robuster gebaut. Ein bisschen Öl ab und an, bisher macht sie keine Mucken. Ich nähe 2-3 Mal in der Woche. Ich komme mit ihr gut zurecht, nähe von Jeans bis Viskose alles, was die Bekleidung benötigt.
    Schwierig finde ich die flutschige Stoffe, die meine Nähmaschine gerne mal frisst, und sehr dünnen Jersey, da ich den Füßchendruck nicht verstellen kann und die Nähmaschine den Stoff dann dehnt und wellige Nähte erzeugt. Auch schiebt sie je nach Stoffart manchmal den oben liegenden etwas vor, aber da kann man ja mit ein wenig Schieben gegenwirken. Mit diesen Dingen kann ich leben und würde mir eher eine Overlock zulegen und damit Jersey verarbeiten bevor ich diese Maschine ersetze.
    Im technischen Bereich ist es ja mittlerweile fast überall so, dass die Geräte nur noch für eine kurze Lebensdauer gemacht sind, da der Konsument diese auf Grund von Mode oder sonstwas sowieso schnell ersetzt. Vielleicht ist das bei Nähmaschinen auch so geschehen. Denn was schnell kaputt geht, muss neu gekauft werden, da freuen sich die Hersteller.

    Sollte das alte Stück mal den Geist aufgeben, bin ich vermutlich eher geneigt eine gebrauchte, ebenfalls alte Maschine zu kaufen als eins dieser neuen mit Trilliarden Stichen und viel zu viel Elektronik, die kaputt gehen kann.

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    1. Wegen der welligen Nähte, suche mal ob es einen Obertransportfuß gibt, der mit deiner Nähmaschine Kompatibel ist. Ich habe auch einige Nähmaschine ohne verstellbaren Nähfußdruck. Ohne irgendwas nähen sie Jersey so wie du das beschreibst, aber mit dem Obertransportfuß klappt das sehr gut, fast so wie mit meiner teuren Maschine die den Nähfußdruck automatisch an den ausgewählten Stich und Stoff anpasst. (Ich kann aber zusätzlich immer noch weiter den Nähfußdruck anpasen.)
      Liebe Grüße E. Schrade

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    2. Liebe Elli,
      leider kann ich keinen Obertransportfuß für meine Maschine finden, da habe ich schonmal nach geschaut ;)

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    3. Bei meiner alten Pfaff trickse ich bei sehr feinen Stoffen in dem.ich ein billiges Stickvlies unterlege, es lässt sich Rückstandslos ausreisen und der Stoff wird nicht gefressen

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  7. Als meine 600 Euro Brother, die Deiner ähnelt und deren Typenbezeichnung ich nicht mehr weiß, nach schmalen 5 Jahren nicht mehr zu retten war, nutze ich die Telefonberatung bei einem der größeren Onlinehändler für Nähmaschinen, ich weiß leider nicht mehr welcher das war. Man erklärte man mir, dass diese Maschinen nicht für eine sehr intensive Nutzung, sprich mehrfach pro Woche gemacht sind. Meine Maschine sei überstrapaziert gewesen, schlicht und ergreifend zernäht. Ich bin dann auf eine Bernina umgestiegen und habe später auch mehrere moderne Berninas in Nähkursen verwendet, d.h. Ich konnte unterschiedlichste Nähtypen an den Maschinen beobachten. Kinder und Chaoten und NäherInnen jeder coloeur gewissermaßen :-) Meine eigene Bernina ist so hochpreisig, das mag ich hier kaum sagen, ABER : Heute würde ich nicht mehr ganz so viel investieren und eine von den "günstigeren" Berninas kaufen. Die Maschinen sind robust, alleine am Gewicht merkt man schon, dass da kein Plastik verarbeitet wurde. Nach meiner Erfahrung mit Brother halte ich das für essentiell. Ich lege viel Wert auf ein gutes Stichbild, das die Bernina Stich um Stich liefert, auch bei den Maschinen, die über Jahre im Nähkurs strapaziert wurden. Und ich habe größtes Vertrauen, dass die Maschine noch viele, viele Jahre bei mir sein wird. Empfehlen würde ich Dir, einmal die 300er Serie anzuschauen, das sind allerdings computergesteuerte Maschinen. Preislich liegen die über 1000 Euro, aber meiner Meinung nach sind die sehr, sehr gut investiert und Du würdest das auf Dauer zu schätzen wissen. Deutlich unter 1000 liegt die Bernina 215, auch eine sehr, sehr gute, robuste Maschine und vielleicht mehr das, was Du in Deinem "Suchprofil" oben beschrieben hast. Probier unbedingt mal eine von diesen Maschinen aus! Alternativ habe ich schon oft gelesen, dass Leute mit gebrauchten Berninas sehr zufrieden waren. Oder man kauft ein Ausstellungsstück. Nicht zuletzt fände ich es in diesem Falle auch nicht verwerflich, wenn du hier mal in Kooperation mit einem Händler einen Nähmaschinentest machst und am Ende für Dich vielleicht ein gutes Angebot rausspringt! Spannendes Thema!

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  8. Ich nähe mit einer Brother innoVis 350, und würde sie auf keinen Fall mehr kaufen.
    Sie hat ein ungleichmäßiges Stichbild, der Oberstofftransportfuss ist ein riesiger "Klopper", das Garn reisst schnell, besonders bei Baumwolle.
    Die Maaschine war bereits in der Garantiezeit dreimal in der Werkstatt und ich habe ca. 120,00 € zuzahlen müssen. Gleichzeitig habe ich noch eine Pfaff Baujahr 1934. Die näht noch wie "Atze", auch wenn sie keine Zierstiche hat und noch mit Fußantrieb ist.
    Allerdings weis ich außer Bernina keine Nähmaschinenmarke die für mich noch in Frage käme, aber Bernina wird wohl ewig ein Traum bleiben.
    Gespannt warte ich auf die folgenden Kommentare.

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  9. Ich hatte voreinigen Jahren eine Kombimaschine also Näh und Stickmaschine in einem. Das war das kleinste Modell, damit war ich beim sticken sehr zufrieden. Meine Schwester näht mit der Maschine hauptsächlich und hat sie imemr noch. Ich habe die Maschine gegen eine größere reine Stickmaschine umgetauscht und fand die dann fuchtbar. Die Unterfadenspannung war viel zu hoch eingestellt und irgendwann brach mir dann deswegen auch die Nadel. Also ging die Maschine in den ersten Wochen nach Erhalt zur Reperatur, kam aber genauso wieder. Die Austauschmaschine konnte ich perfekt einstellen und sie stickte wie sie sollte. Nur meine eben nicht. Ich hatte dann die Nase voll und habe die Maschine gegen eine reine Stickmaschiine von Janome eingetauscht. Mein Eindruck war und ist heute das es robustere Maschinen als die Brother gibt. Ich finde Janome sehr gut und auch jetzt die relativ neuen Jukimaschinen. Die Stickmaschine ist immer noch super nach 4-5 Jahren. Mittlerweile habe ich von Janome und Juki noch reine Nähmaschinen die beide so etwas mehr als 300€ gekostet haben und finde die Qualität ebenfalls super. Da ich bei der Janome den Nähfußdruck nicht verstellen kann habe ich dazu nopch einen Obertransportfuß gekauft, was prima funktioniert. Fast genauso gut wie bei meiner sehr teueren Nähmaschine von Husqvarna, die den Nähfußdruck automatisch an den ausgewählten Stich und Stoffart anpasst ich aber auch zusätzlich noch weiter anpassen kann. Liebe Grüße Elisabeth
    P.S.: Bernina ist toll und sicher auch sehr robust und solide gebaut, aber leider auch seeeeehr teuer auch bei Ersatzteilen falls man welche braucht.

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  10. Bei Marja Katz gibts schon so eine Linkliste wie du oben anregst.

    https://www.inlinkz.com/new/view.php?id=590240

    Vielleicht bringt das einen Schritt weiter?
    LG

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  11. Hallo Meike,
    ich finde auch, dass du grundsätzlich alles richtig gemacht hast beim Kauf deiner ersten Nähmaschine. Du hast sehr rational darüber berichtet. Und da fehlt mir einfach noch eine Aussage: Wie ist das mit dem Spaß beim Nähen? Da sind wir dann auch schon beim Kauf einer Nähmaschine.

    Ich nähe seit meinem 5. Lebensjahr an Nähmaschinen. Zuerst an der Tretnähmaschine meiner Mutter und dann an selbst gekauften. Und das sind dann jetzt 67 Jahre nähen an der Nähmaschine. Dabei habe ich alles benäht, von der Tretnähmaschine über eine elektrische, eine elektronische bis hin zur computer-gesteuerten, meiner neuesten Mitbewohnerin, der Elna 780.

    Nie habe ich das billigste und einfachste Modell gekauft. Nähen bringt Spaß - aber nur mit gutem Handwerkszeug. Und mit ein paar Spielereien, die die Nähmaschine kann. Ich will nicht nur ein ordentliches Kleidungsstück nähen, sondern Spaß dabei haben und die Möglichkeiten der Nähmaschine einsetzen. Kreativität und Fantasie spielen hier eine große Rolle.

    Nun zu einer neuen Nähmaschine und einen Schnellentscheid. Den brauchst Du doch gar nicht so plötzlich fällen. Wenn du dir vorher notierst, was du von deiner Nähmaschine erwartest, kannst du damit zum Händler deines Vertrauens gehen und dir genau die Maschine holen, mit der du die nächsten 10 Jahre oder mehr nähen möchtest.
    Marken wie Elna, Brother, Janome, Bernina sind sehr ordentliche Marken. Ich habe mich für eine Elna entschieden, Schweizer Fabrikat, solide, nicht luxuriös. Ich hoffe, damit die nächsten 30 Jahre (*grins*) nähen zu können.
    Allerdings gibt es nicht d i e Nähmaschine für alles. Ich habe außer der Elna 780 noch eine Overlock, hauptsächlich für Jerseys; eine halbindustrielle Nähmaschine Mega-Quilter für schwere und dicke Materialien wie LKW-Plane usw. Und noch eine Covermaschine für die schönen Ziernähte bei Jerseys und Co.
    Liebe Grüße
    Martha

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  12. Ich nähe jetzt seit 5 Jahren auf einer Elna 2300 (Modell inzwischen umbenannt), einer mechanischen Maschine im gehobenen Einsteigersegment, damals ca. 350 euro.

    Die näht noch wie am ersten Tag. Ich hatte mich damals auch im Fachhandel beraten lassen und die Verkäufer hatten mir von Brother abgeraten - die meinten sie würden bei Tests wie der Stiftung Warentest oft gut abschneiden, aber nur, weil dort ohne Stoff getestet wird. Im Nähalltag hätten sie sich nicht bewährt.
    Meine Coverlock ist von Janome (2000er) und von der bin ich sehr begeistert, ein echtes Schmuckstück, sehr leise und ohne Fehlstiche.
    Ich würde bei einem Neukauf sehr auf die Marke achten und nach Möglichkeit zum Fachhändler gehen, aber das macht nur Sinn, wenn der Fachhändler auch gut ist...

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  13. Meine erste Anschaffung ( nach jahrelangem Besitz einer fast ubgenutzten Discountermaschine) wurde nach folgenden Kriterien ausgewählt Die günstigste Maschine, mit einem Vertikalgreifer, bei dem die Spule von oben eingelegt wird. Mehr Wünsche hatte ich nicht. Da ich vorzugsweise online kaufe, wurde die auch schnell gefunden..W6 N3300 (gibt es nicht mehr zu kaufen) Preis 239 Euro. Diesen Kauf habe ich auch nach 5 Jahren nicht bereut. Nimmt jedes Garn, näht 5 Lagen Jeans und ist leicht zu bedienen. Als mir dann im Laden auf Nachfrage ein Janome Teflonfuß von Janome in die hand gedrückt wurde, bestätigt sich meine Vermutung, dass es sich bei der Maschine eigentlich um eine Janome Maschine handeln muss.Tatsächlich habe ich dann in einer amerikanischen Zeitschrift eine nahezu identische Maschine dieser Firma gesehen, zum mindestens doppelten Preis. Och kann mir kaum vorstellen, das bei der damals noch geringen Stückzahlen verkaufter Maschinen extra minderwertige Teile eingebaut wurden. Mittlerweile ist eine höherwertigere Stickkombi eingezogen, natürlich von Janome, allerdings gebraucht gekauft. Fanich doch weniger Sticke als gedacht, nähe ich überwiegend damit und so manche annehmlichkeiten wie Nadeleinfädler, automatischer Fadenabschneider und die vielseitige Stichauswahl sind schon schön. Für dicke Sachen nehme ich aber immernoch die kleine und zu Nähtreffs kommt sie auch mit. Ich würde sie nie hergeben. Vor kurzem konnte ich nicht widerstehen und habe eine Singer von 1974 erstanden, frisch geölt und gewartet...näht auch super und kommt zu nächsten Maker Faire Berlin mit.

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  14. Ich habe mir vor 30 Jahren eine Pfaff gekauft. Die ist noch komplett mechanisch u. schwer. Vielleicht haben jüngere Nähmaschinen einige Dinge, die ich evtl. gerne hätte. Aber sie ist sehr robust u. näht u. näht u. näht. Ich hatte sie erst einmal beim Service, um sie zu reinigen u. ölen. LG Elke

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  15. Meine Maschine ist eine Singer 2263 gekauft bei Tschibo vor 4 - 5 Jahren. Sie näht einwandfrei, wird ab und zu entflust und geölt. Sehr dicke Stoffe zu nähen ist schwieriger. Für die Maschine gibt es einige Nähfüsse, die mir Brother Modellen kompatibel sind, sogar einen sogenannten Overlockfuß zum Versäubern von Nöhten. Ich nicht dauernd und ich transportiere die Maschine wenig, sieht noch aus wie neu...gekostet hat sie Ca. 150 Euro....einen Obertransporteur würde
    ich als Zubehör gern zulegen...dachte manchmal auch an eine Neue, doch solange sie läuft...so eine Maschine gilt als Anföngermodell.

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  16. Alexandra Mayer9. April 2017 um 10:34

    Hallo Ihr Lieben,
    nur kurz wg. dem Plastik. Soweit ich weiß gibt es eine EU-Richtlinie das kein Gerät, daß eine direkte Stromzufuhr von 220 Volt hat, eine Außenhülle aus leitendem Material haben darf. Das heißt für unsere Nähmaschine: ihr werdet keine neue Maschine finden, die ein Metallgehäuse hat und überall wohin wir mit unsere Fingern kommen könnten von Außen ist auch kein Metall. Grund ist, daß wir nicht plötzlich einen Stromschlag von 220 Volt bekommen, wenn bei der Stromzufuhr etwas defekt ist.
    Liebe Grüße
    Alexandra

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  17. Ich habe vor 17 Jahren, noch im Teenageralter, eine Husqvarna Typ 21E aus den frühen 60ern geerbt. Das muss damals ein Mercedes unter den Nähmaschinen gewesen sein und sie ist komplett mechanisch. Mein türkises Eisenschwein (ca. 12kg) möchte ich gegen keine neue Maschine tauschen. Der Motor ist super leistungsfähig und mit den richtigen Nadeln kommt sie durch quasi alles, was sich unter dem Fuß gerade noch so durchquestschen lässt (4 Lagen Leder oder auch 6 Lagen ordentlicher Frottee waren bisher meine schlimmsten Verbrechen) am anderen Ende der Skala war auch Satin war kein besonderes Problem und das Stichbild ist sehr gleichmäßig. Genial ist das versetzen der Nadel an den rechten oder linken Anschlag um schön knappkantig absteppen zu können, auch hat der Standardfuß zusätzliche Auskerbungen bei 3mm) Zwillingsnadel war noch nie ein Problem und von Babysachen, über große Quiltprojekte bis zu Brautkleidern hat sie nie wirklich gezickt. Nadel habe ich nur einmal abgebrochen bekommen, damit dann aber der Mechanik einen solchen Schlag versetzt, dass sie zur Neujustierung zum Mechaniker musste, nun geht es wieder jahrelang gut.
    Im normalen Betrieb schnurrt sie geradezu und ist schön leise, über 3 verschiedene mechanische Abtastscheiben lassen sich auch einige Zierstiche realisieren (nutze ich aber nicht wirklich).
    An Nähfüsschen ist eine große Auswahl (Reißverschluss, Rollsaum, Kappnaht, Knopfloch, Stick/Quilt, Biesen,...) schon dabei gewesen und der moderne Husqvarna Nähfußadapter lässt sich nach Aufbohren des Befestigungsloches problemlos montieren, sodass allen weiteren Nähfußwünschen keine weiteren Hürden im Weg stehen - Schrägbandeinfasser, mein Freund :)
    Wichtig ist allerdings alle paar Jahre die Wartung und da bitte am besten von einem Nähmaschinen/Feinmechanikermeister (ja ich weiß eigentlich jedes Jahr, aber das schaffe ich dann doch nicht). Ein schlechter Monteur kann Maschinen durchaus "kaputt reparieren". Einer hat bei mir leider die Plastikmotorabdeckung an einer Ecke abgebrochen, weil er die letzte Schraube nicht gesehen hat und Gewalt angewendet hat :(. Für eine gute Nähmaschinenwerkstatt bin ich deshalb auch schon bis zu einer Stunde Anfahrt gefahren. Das einzige was in all den Jahren mal kaputt gegangen ist, war ein Elektrolytlondensator im Fußpedal, den man aber einfach mit Ersatz aus dem Elektronikfachmarkt ersetzen konnte.

    Was diese Maschine natürlich nicht hat: automatischer Einfädler, tolle automatische Knopflöcher in verschiedenen Formen (einfache gehen natürlich), 3-fach-Zickzack/elastische Stiche abseits von einfachem Zickzack oder Zwillingsnadel... für elastische Stoffe habe ich dann die Overlock.
    Meine Freundin, die für über 1000€ eine tolle neue Maschine gekauft hat, hat schon bei mir Projekte beendet, weil ihrer Maschine die Durchschlagskraft fehlte. Sie würde sich in Zukunft eine gut aufgearbeitet Vintagemaschine kaufen, bei Ebay gibt es wohl Anbieter die sich auf den Verkauf aufgearbeiteter alter Maschinen spezialisiert haben. Als vor Jahren nach der Anleitung meiner geerbten Maschine im Internet geschaut habe, gab es tolle Übersichtsseite über den Kauf und die Unterschiede von "antiken" Maschinen. Einfach mal googeln bei Interesse.

    Insbesondere unter Berücksichtigung des Preis-Leitungs-Verhältnisse ist so ein alter Mercedes für aktuelle etwa 200-300EUR funktionstüchtig ein super Schnäppchen und ich würde jedem der nicht unbedingt elastische Stiche braucht voll dazu raten.

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    1. Weil ich so ein großer Fan meiner 21E bin: Hier ein Link zu einem Video der fast identischen 21A..... https://www.youtube.com/watch?v=mRb9OiaEiuk

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  18. Hallo,
    ein schönes Thema, meine Nähmaschine und ich. Meine Nähmaschine ist eine Pfaff 6120, sie ist 22 Jahre alt. Vorher hatte ich eine Privileg-Maschine und deren Nachteile flossen in die Entscheidung für die Pfaff mit ein. Sie hat einen zusätzlichen Obertransport und näht sowohl Jeans als auch dehnbare Stoffe. Damals kostete sie so ca. 1.200 DM glaube ich, aber das hat sich gelohnt. Kaputt war sie nie, ich muss sie nur etwas mehr ölen inzwischen.

    Ich nähe alles mit ihr, früher Kinderbekleidung, Wohnungsaccessoires, Kleidung, Änderungen, Ausbesserungen...Wir sind sozusagen durch dick und dünn zusammen gegangen und sie ist wie eine alte Freundin. Ich finde es traurig, dass die Halbwertzeit für Geräte heutzutage so abnimmt und hoffe, dass sie mir noch lange die Treue hält.

    Grüße aus dem Odenwald

    von Miriam und Pfaff 6120

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  19. Tolles Thema! Ich habe mich mal verlinkt :-), bisher hält meine Nähmaschine und ich liebe sie heiß und innig!

    LG
    Miriam

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  20. Ich nähe seit vielen Jahren auf einer Brother NX600 - gekauft als Auslaufmodell und bisher ohne irgendwelche größeren Reparaturen. Einzig die Nadelstange mußte vor drei Jahren mal neu zentriert werden.

    Und was die 50 Jahre alte Pfaff angeht - ich bin mir sicher, dass die im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen damals deutlich teurer als Deine 600-Euro Maschine war. Wir unterliegen da irgendwie alle schnell dem Irrglauben, dass Technik (PC, Festplatten usw.) ja ständig billiger wird. Nur - Nähmaschinen sind eben nicht primär Technik - sondern Feinmechanik...

    Sabine

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  21. Ein interessantes Thema, ja.... Leider kann ich nicht mit vielen Jahren Näherfahrungen dienen, somit keine Langzeiterfahrungen berichten. Aber einen allgemeinen Rat möchte ich geben. Frage nicht den Verkäufer, was er empfiehlt, sondern einen richtigen Nähmaschinenmechaniker, der die Teile tagtäglich sieht und deren Schwachstellen kennt. Mir hat damals einer die Tipmatic Modelle von Gritzner empfohlen und darüber lese ich öfters positives, auch von erfahrenen Nähmädels ;) diese sind baugleich mit den alten bekannten Tipmatic Modellen von Pfaff und sollen ne recht robuste Mechanik besitzen....Vor allem, wenn man keine tausend Euro investieren kann oder mag, einen Blick wert.

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  22. Das ist ja mein persönlicher Horror, dass der Tragegriff abbricht... Ich habe mir bisher immer eingeredet, dass sowas nie und Niemandem passiert. Mist. ;)
    Mit langjähriger Erfahrung kann ich leider nicht dienen, aber ich habe mir vor kurzem eine neue Maschine angelacht und kann nur empfehlen in ein Fachgeschäft zu gehen und dort einmal quer durch Laden und Auslage die Maschinen auszuprobieren. Einiges, was mich an meiner "alten" Maschine nicht glücklich gemacht hat, hätte ich in einem Geschäft mit Vergleichsmöglichkeiten schon gemerkt, bei meiner damaligen Bestellung im Internet aber eben nicht.
    Viele Grüße und schöne Ostern!

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