Mittwoch, 10. Februar 2016

Schnittmuster anpassen

Schon seit einiger Zeit, geistert eine Idee bei mir im Kopf herum. Es gibt ein Thema, das quasi darauf lauert, von mir in Angriff genommen zu werden und heute ist ein Tag, an dem es sich gut anfühlt, etwas Neues zu beginnen. Mein neues Projekt heißt "Schnittmuster ändern". Ich habe unheimlich Lust darauf, mein implizites Wissen hervorzuholen und zu teilen, Neues - gemeinsam mit Euch - zu lernen und auf die unterschiedlichste Art und Weise darüber zu bloggen: Ich möchte darüber schreiben, mich an Zeichnungen versuchen, Tutorials erstellen und Videos drehen. Ich weiß noch nicht genau wie, aber ich finde es spannend, das Thema erst einmal so offen anzugehen.

Ausgangspunkt ist die These, nein, meine Überzeugung, dass vermutlich alle Frauen Schnittmuster ändern müssen, um ein wirklich gut sitzendes, selbstgenähtes Kleidungsstück zu erhalten. Schnittmuster basieren auf Konfektionsgrößen und Konfektionsgrößen basieren auf Durchschnittswerten. Wenn ein Körper nicht an allen Punkten diesen Durchschnittswerten entspricht, muss eben etwas geändert werden. Letztlich ist die Größe eines Schnittmusters, die wir wählen, nur ein Ausgangspunkt und ab da müssen wir schauen, dass wir das Kleidungsstück richtig für unseren Körper machen.

Trotzdem starten wir immer wieder mit dem Nähen nach Schnittmuster und habe die Hoffnung, dass es schon irgendwie passen wird. Ich weiß nicht, ob es euch auch so ging, aber ich war am Anfang meiner Nähkarriere schwer verwundert davon, dass es so viel anzupassen gibt, bis ein Kleidungsstück wirklich Meines ist. Das ist natürlich abhängig davon, was genäht wird: Ein Rock hat nicht so viel kritische Punkte, wie ein Oberteil und sobald der Stoff elastisch ist, sucht sich das Material schon seinen Weg und irgendwie passt es schon. Vielleicht sind wir auch manchmal großzügig und schauen über nicht so toll passende Details hinweg, denn genau das sind wir von Kaufklamotten ja auch gewöhnt, dass nicht immer alles optimal passt. Bei mir traten die Schnitt-muß-angepasst-werden-Probleme erst richtig auf, als ich Kleider (also mit Oberteil) aus Webware (also nicht elastisch) nähte. Vorher war es eigentlich so, dass ein genähtes Kleidungsstück so einigermaßen passte und damit gut für mich war.

Ich fand es gar nicht so leicht zu lernen, wie das nun mit dem Schnittmusteranpassen geht. Es dauerte eine Weile, bis ich die für meinen Körper neuralgischen Punkte kannte. Dass ich Schnitte von verschiedenen Schnittmusterfirmen benutzte und mit unterschiedlichen Stoffqualitäten nähte, machte es nicht leichter. Aber das ist natürlich die typische Vorgehensweise einer Hobbynäherin, immer wieder etwas Neues, sonst wird es ja langweilig. Vieles ist mehr ein Ausprobieren und schrittweises Rantasten als systematisches Vorgehen und Lernen. Ich habe nun Lust darauf, ein wenig Systematik in das Ganze zu bringen, und bewusster zu schauen, was ich da eigentlich mache. Und ich hoffe, ihr habt da auch Lust drauf, denn unsere Körper sind verschieden und es gibt wohl die verschiedenartigsten Probleme, mit denen wir uns herumschlagen. Idealerweise tragen wir eine umfassende Wissenssammlung zusammen bei der jede das beisteuert, was sie für sich gelernt hat.

Auf den Blogs lese ich oft Formulierungen wie "ich musste die typischen Anpassungen machen" oder "wie immer habe ich die Schultern 2 cm schmaler gemacht". Das ist gut zu lesen, weil ich dann sehen kann, dass ich mit der Notwendigkeit, etwas Ändern zu müssen, nicht allein bin, aber es reicht nicht aus, um etwas zu lernen. Warum wurden die Schultern enger gemacht? Ach wie toll wäre es, Vorher/Nachher-Fotos zu sehen! Und wie wurden die Schultern enger gemacht? Wie wirkte sich das auf das Armloch und den Ärmel aus? Gab es anschließend noch etwas, das sich am Kleidungsstück veränderte und ggf. angepasst werden musste? Was für ein Stoff wurde verwendet. Gab es das Problem schon mal bei einem anderen Kleidungsstück? Was würde die Näherin machen, wenn sie einen anderen Stoff verwenden würde? Alles sowas würde ich gerne wissen. Ihr auch?

Erst einmal will ich sammeln und dann ordnen und systematisieren. Vielleicht ist es zuviel, wirklich alle Körperformen im Blick zu haben. Vielleicht wird das zu unübersichtlich. Keine Ahnung, das werden wir sehen. Aber vielleicht hilft uns ja die Vielfalt, Systematiken zu entdecken, um daraus zu lernen. Das hoffe ich doch sehr.

"Schnittmuster anpassen" soll eine Reihe werden, ähnlich wie früher das "Nähfragezeichen". Vielleicht brauchen wir dafür auch einen festen Wochentag? Vielleicht brauchen wir dafür auch noch einen schickeren Namen und ein Logo? Was meint ihr?

Meine ersten zwei Fragen lauten: 

  1. Habt Ihr Lust auf das Thema?
  2. Welche Änderungen nehmt ihr häufiger an Schnittmustern vor bzw. was passt ihr regelmäßig an, damit Eure Kleidungsstücke gut an Euren Körper passen. 
Über zahlreiche Antworten in den Kommentaren würde ich mich freuen!

Kommentare:

  1. Die Idee finde ich klasse. Ich nehme mittlerweile gut sitzende Kaufklamotten und male mir davon die Schnitte ab. Das funktioniert bei mir hervorragend.
    LG von der Maus

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  2. 1. Ja. Ich finde, auf den amerikanischen Blogs gibt's dazu viel mehr und ich wollte ja meine eigenen Anpassungen auch immer mal festhalten. Aber dann bin ich meistens zu faul oder der Fotograf fehlt für aussagekräftige Fotos des Vorher-Zustands (Stativ hab' ich keins, Handyfotos erkennt man ja nix, allein durch die Körperhaltung mit Kamera in der Hand).

    2. Hohlkreuzanpassung, 1,5 cm für Rundrücken zugeben, da es sonst Falten vom Rücken über die Schultern nach vorne zieht und der Armausschnitt im Rücken absteht, der Rücken unterhalb der Armausschnitte muss immer noch eine Nummer kleiner genäht werden, und seit neuestem habe ich erkannt, dass ich einen Abnäher vom Armausschnitt zum Brustpunkt benötige, den ich dann in den seitlichen Brustabnäher rotiere (und den so praktisch vertiefe). Ach ja: Brustpunkt immer 2,5 cm tiefer. Auf einige Anpassungen (Rundrücken und Hohlkreuz) kann ich bei weit geschnittenen Kleidungsstücken verzichten.

    Von Hosen fange ich jetzt gar nicht erst an...

    Spannendes Thema, ich bin neugierig, wie es weiter geht! :)

    Liebe Grüße
    Julia

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  3. Grundsätzlich ist das eine gute Idee.
    Ich habe ein Näh-Buch aus dem Burda-Verlag, das viele Fragen beantwortet. Z. B. ist Schulter verschmälern recht einfach. Der Bereich um das Armloch wird ausgeschnitten und verschoben und dann an verkürzter Stelle angeklebt. Aus- oder einschneiden und verschieben ist die Lösung für viele Anpassungen. Viele sprechen dann von "aufdrehen" oder "eindrehen". Eine andere Technik ist das Parallelverschieben z.B. beim Brustpunkt. Aber ich schweife schon ab.
    Schön wäre dazu auch ein Beitrag mit Buchempfehlungen.
    Mein Buch, das es in vielen Auflagen gab, heißt "Nähen leicht gemacht" und stammt noch aus DM-Zeiten.
    Es behandelt nicht nur die "Standardänderungen" wie FBA, Abnäherverlegung usw. sondern auch Maßnahmen bei rundem Rücken, kurzem Rücken,Hohlkreuz, dickem Bauch, schmaler Taille, mehr Po, einseitiger Hüfte, einseitig hängender Schulter usw.
    A und O ist n.m.M. genaues Messen und den persönlichen Änderungsbedarf überhaupt erst genau zu erkennen und zu analysieren.

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  4. Ui, spannendes Thema! Und ja, da habe ich ganz bestimmt Lust drauf. Ich bin ebenfalls Überzeugt, dass jede(r) an mindestens 80% der Schnitte, die betreffende Person näht, Änderungen vornehmen muss.

    Ich habe am Anfang ebenfalls strikt nach Schnittmuster genäht, aber je länger ich nähe, desto weniger zufrieden (bis völlig unzufrieden) bin ich mit schlecht sitzender Kleidung. Früher habe ich auch halbwegs okay sitzende Sachen mindestens einmal angezogen, eben weil ich stolz war, etwas selber gemacht zu haben. Heute wandern Kleidungsstücke, die nicht so sitzen, wie ich es will, direkt in der Kleiderspende oder auf dem Änderungsstapel und ich versuche es gar nicht erst. Die Ansprüche steigen halt auch irgendwann...

    Was ich in 95% aller Fälle mache, ist zwischen 2-3 Größen quer über den Schnitt zuzuschneiden. Ich passe in der Regel nicht in nur eine Größe. Seit kurzem gehört auch die Vergrößerung des Ärmelloches zu meinen Standard-Anpassungen (und gegebenenfalls die damit verbundene Anpassung des Ärmels). Als nächstes stehen Hohlkreuzanpassung und Anpassungen an nach vorne fallende Schultern auf der Agenda.

    Vielleicht wäre es nett, ein paar Gastbloggerinnen zu gewinnen? Ich weiß nicht, ob das was für dich ist, wenn du keine Lust auf Gäste hast, ist das auch total verständlich und okay. Aber vielleicht ist es eine gute Methode, um möglichst viele verschiedne Körperformen und Anpassungen aufzugreifen.

    Bei mir gab es zu Weihnachten übrigens das Buch "Fit for real People", vielleicht kennst du das? Bisher habe ich nur mal quer gelesen, aber das scheint mir auch eine gute Grundlage für Hobbyschneiderinnen zu sein. Buchvorstellungen wären doch auch eine Idee. ;)

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  5. 1. Ja klar, unbedingt.
    2. Standardänderung ist, ca. 3 cm Länge aus dem Rücken rauszuholen. (und am Rocksaum wieder zuzugeben) Manchmal mache ich das schon im Schnitt, manchmal erst hinterher als Querabnäher, kommt auf die Einzelteile an.
    Dann begradige ich die Schultern,d.h. der äußere Schulterpunkt kommt einen cm nach oben. Die Armlöcher sind trotzdem eine Sache für sich, da ändere ich meist nichts, weil ich dicke Oberarme habe und gebe Weite in der Armkugel zu.
    Dann muss die Bauchweite und -länge eingeplant werden. Ich gebe 4 cm in der Länge zu und lasse oft die vorderen Abnäher weg. Manchmal konstruiere ich auch einen klassischen Bauch-Vortritt. Die Brust muss auch ein klein wenig weiter gemacht werden. Und ich mogele mich um meine rechte Hängeschulter herum, indem ich den Ausschnitt rechts mit einem eigezogenen Faden einhalte.

    In der Summe sind das so viele Änderungen, dass ich mit einem auf meine Maße angepassten Grundschnitt wesentlich besser zurecht komme.

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  6. Hallo
    Das würde mich wirklich freuen,mehr über das Abändern von Schnitten zu erfahren. Ich habe das Problem, dass ich nach unten hin immer breiter werde. Ich habe also Konfektionsgröße 42/44/46.Nicht gerade Standard und schwierig, wenn man nicht genau weiß, was man da tun kann
    LG, Nadine

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  7. Super Idee; davon kann man nur profitieren.
    Ich habe bis jetzt nur Kleinigkeiten ändern müssen, wie die Schulterbreite-typisch, da ich viel nach Burda nähe-, vertiefen der Schrittnaht bei einer Hose, Längenanpassungen.
    Der Blick dafür, was geändert werden muß, ergab sich bei mir erst mit steigender Näherfahrung und dem Lesen und Betrachten der Bilder bei anderen. Und zu verbessern gibt es ja meist etwas, wenn man denn erkennt, wo es hackt und wie es funktioniert. Ich müsste sicher auch öfter mal eine SBA machen, habe mich darin aber noch nicht versucht.
    LG von Susanne

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  8. Oh, das ist eine tolle Idee! Ich passe eigentlich alle selbstgenähten Schnitte an.
    Meine häufigsten Änderungen sind
    - FBA
    - Hohlkreuz
    Außerdem schneide ich meistens verlaufend zwischen 2-3 Größen zu.

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  9. Oh, das freut mich, dass euch die Idee gefällt und ich sehe schon - wie ich es mir auch schon dachte - es gibt vielfältige Notwendigkeiten, Schnitte zu ändern. Gehen wir es an!

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  10. Sehr gutes Thema, man lernt in Sachen Schnittmusteranpassung ja auch nie aus.
    Meine Standardänderung ist das Verlängern von praktisch allem, da ich sehr groß bin. Wie bereits mehrfach aufgeführt, hab ich auch einen 3 Konfektionsgrößen-Körper, also wird da auch angepasst. Eine Hohlkreuzanpassung ist ausserdem nötig und das nächste Thema wird das Vergrößern der Ärmel, meine Preisboxerarme passen oft nicht mehr in schmale Ärmel. Aufgrund der Größe müssen auch die Brustabnäher oft versetzt werden.
    Puh, was für eine Liste! Ich habe mir mit Hilfe einer Schneiderin einen Basisschnitt erstellt,aber ehrlich gesagt, hab ich den noch nie benutzt. Da sind so viele Abnäher für die verschiedenen Rundungen meines Körpers drin, irgendwie hab ich eine Sperre, damit zu arbeiten. Abgesehen davon mag ich gerne Schnittmuster. In der Schnitterstellung bin ich fürchterlich unkreativ, und ich freue mich, wenn andere hübsche Ideen haben und zahle dann auch gerne dafür. Und ich vergrößere hemmungslos Schnittmuster, die es nicht im meiner Größe gibt :-)
    Ich freue mich in jedem Fall, bald mehr zu diesem Thema hier zu lesen.
    LG Lexi

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  11. Super Thema! Das ist nämlich etwas, mit dem ich mich wirklich schwer tue. Deshalb nähe ich total gerne mit Jearsey, der zieht sich halt in Form... Aber nur Jearsey ist auch etwas langweilig. Ich freu mich auf Deine Beiträge zum Thema.

    LG
    Miriam

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  12. Interesse? Absolut!
    Bisher hab ich mich ja nur im Jerseybereich rumgetrieben, da ist das nicht sooo kompliziert. Zuppelt sich schon irgendwie zurecht. Meistens, denn selbst da werd ich manchmal kirre. Meist richte ich mich nach Anweisung, schneide ne 38 zu und korrigiere solange, das ich mit ner 36 dichter dran gewesen wäre. Das vorher abschätzen und anpassen zu können wär schon hilfreich!

    Und nachdem ich gerade an meinem ersten Blazer in Webware dran bin, der nach dem ersten zusammensetzen wie ein Sack an mir hing und meine Schwägerin (Handarbeitslehrerin) da flugs ein tailliert sitzendes, wundervolles Jäckchen draus zauberte und auch noch geschwind aufs Schnittmuster übertrug, bin ich sehr fasziniert. Voller Respekt UND Neugierde! Ich freue mich also sehr, wenn Du das Thema in irgendeiner Form ausbreitest.

    Liebe Grüße!
    Nico

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  13. Hi, ich finde das Thema super! Gerne auch unter dem Aspekt, wie einem beim Ändern die Schneiderpuppe helfen kann :-)
    Mein Körper vereint die Konfektionsgrößen 42 bis 46. so sind mir Oberteile an den Schultern zu eng, dafür zu kurz und normal lange Ärmwl sind 3/4-Ärmel. Und Hosen sind im Schritt und von der Beinlänge her zu kurz. Also: Das Thema lohnt sich für mich! Lieben Gruß

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  14. Ich würde mich riesig über das Thema freuen - ich stehe noch sehr am Anfang und nähe bislang die Dinge eher weniger figurbetont, so dass sie leichter "passen" - das soll sich aber ändern.
    Außerdem habe ich ein Patenkind, das ein Extrachromosom hat. Das zeigt sich auch am Körperbau und ich möchte ihr später ersparen in schlecht sitzenden Klamotten herumzulaufen. Da ist das Thema vor allem ein kürzerer Oberkörper und kürze Arme - das sind dann auch die Anpassungen, die für mich wichtig sind.
    Liebe Grüße,
    Anne

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  15. Super Idee!
    Obwohl ich so gut wie nie figurbetonte Kleidung nähe, muss ich auch einiges verändern:
    1. bei 1,64 m Körpergröße müssen die Sachen im Prinzip schon mal kürzer sein.
    2. Dann ist es noch so, dass der Oberkörper 2,5 cm "zu kurz" ist, die Beine allerdings "normal" lang sind. Jeweils relativ zum Normalmaß. Mit den so genannten Kurzgrößen nicht zurecht.
    3. ich habe obenrum Gr. 40, in Taille und Hüfte Gr. 42/44.
    Was ich bisher gemacht habe: Wenn die Oberteile eine definierte Taillenlinie aufweisen (sagt man das so?), dann schneide ich an dieser Stelle den Papierschnitt quer durch, schiebe die Teile zusammen und klebe sie mit Klebstreifen fest. Die Seitennähte gleiche ich aus. Bei locker geschnittenen Oberteilen brauche ich das manchmal nicht.
    Bei Hosen nehme ich vorzugsweise einen weiten Schnitt, da ich hauptsächlich am Schreibtisch sitze.
    Grüße aus Suddeutschland, Ute

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  16. SÜDdeutschland soll es heissen :-)

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  17. 1. Ja, auf jeden Fall.
    Schnittanpassung ist für mich persönlich DAS zentrale Thema beim Nähen, die unabdingbare Voraussetzung.
    (Oft leider auch DER zentrale Hemmschuh.
    Kostet mich viel Zeit und manchmal arg viele Nerven.)

    2. Für die Sammlung der häufigsten Anpassungen:
    Es werden derer deutlich mehr im Laufe der Jahre, was zum Teil daran liegen mag, dass meine Ansprüche steigen, zum großen anderen Teil aber auch körperlichen Veränderungen geschuldet ist.
    a) Ich bin generell 8 cm zu lang für das Durchschnittsschnittmuster.
    b) Wie viele andere benutze ich vorm Zug schon 2-3 verschiedene Konfektionsgrößen eines Schnittmusters, da mein Busen zu klein im Verhältnis zur Taille ist.
    Oder eben umgekehrt.
    c) Hohlkreuzanpassung
    d) Brustpunkt tiefer legen
    e) Rundrückenanpassung im oberen Bereich
    (Die letzten beiden Punkte sind z.B. Phänomene, mit denen ich mich erst seit ein paar Jahren herumschlagen muss.)

    3. Generell finde ich es besonders spannend (aber auch anspruchsvoll manchmal), wenn mehrere Schnittmusteranpassungen aufeinandertreffen, die sich teilweise ins Gehege kommen oder gar zu widersprechen scheinen.

    Also:
    Ich bin sehr gespannt auf das Thema -
    viele vorfreudige Grüße von Edna

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  18. Ich interessiere mich auch für dieses Thema, da ich wegen der ständigen Passformprobleme nun anfange, Schnitte selber nach Maß zu zeichnen. Das benötigt aber unendlich viel Zeit, Anpassungen an fertigen Schnitten vorzunehmen wäre daher deutlich schneller.
    Grüßle Bellana

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  19. Ich finde die Methode, Schnitte von einem einmal erstellten Basisschnitt abzuleiten, bei weitem die effizenteste. Für spezielle Krägen, besondere Raffungen oder andere untersuchenswerte Details kann man sich ja trotzdem Schnitte kaufen und diese mit der eigenen Basis verheiraten.

    Ich habe mir meine Basis aufgrund von Kaufschnitten und jeweils mehreren Muslins erarbeitet. Obwohl ich Schnitte auch nach Maß aufstellen könnte, finde ich das direkter. Um Änderungen kommt man nämlich eh nicht ganz herum.

    Eine Bibliothek von praktischen Anpassungen in vorher/nachher-Bildern fände ich genial. Die Passformbeispiele kommen mir bei den ansonsten sehr guten Kursen bei Craftsy & Co. manchmal ein bisschen zu kurz. Die beste Art zu lernen ist nämlich immer noch das Üben an Beispielen, und wenn es nur ein Üben des Auges ist, jedenfalls sobald man eine solide Basis der Technik drauf hat. Vielleicht könnte man auch eine zentrale Stelle schaffen, wo solche Bilder strukturiert und filterbar gesammelt werden: Tumblr, Flickr ...?

    Auf jeden Fall eine super Idee!

    Viele Grüße
    Ursula

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  20. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  21. Vorher/nachher Bilder - das fällt mir diese Übersicht hier ein. So simpel wie sie ist, finde ich sie gerade gut:
    Übersicht v. Passformproblemen u. deren Behebung

    Liebe Grüße
    Immi

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    1. Die sind super. Aber eben "nur" Skizzen, also abstrahiert auf jeweils ein Passformproblem. Nur leider haben die meisten Frauen ja mehrere Abweichungen nebeneinander, und zum Diagnose üben sind dann reale Fotos noch ein bisschen besser.

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    2. Ihr kennt bestimmt den Fotoguide von Sarah Velben? Sie versucht diesem hohen Anspruch von realen vorher/nachher Bildern gerecht zu werden. Aber gelingt ihr das? Ich selbst kann mit ihrem 'perfekten Fotoguide' jedenfalls nichts anfangen.

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    3. Danke Immi für den Link, auch wenn ich noch andere Lektüre wie Fit for real People schon besitze, ist es immer gut noch etwas anderes zum Vergleich zu lesen.
      LG
      Eva

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  22. Ich finde das eine tolle Idee. Meine schultern und der Rest des Körpers eher schmal. Aber meine Oberweite!
    Ich hatte mein Leben noch nicht gut sitzende Oberteile oder Kleider. Entweder zu weit oder na, ganz Du dir ja denken : )

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  23. Ja, bitte unbedingt eine solche Reihe starten! Ich hab schon so viele UFOs frustriert in die Ecke gepfeffert, weil sie bollerten und spannten und nichts saß. Und ich dann nicht weiter wusste.
    Inzwischen weiß ich wenigstens schon, dass im Rücken 2-3 cm weg müssen wegen des Hohlkreuzes. Aber vermutlich kann man da noch mehr lernen... ;-)
    Also bitte gerne!
    Lieben Gruß, Cati

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  24. Ja, bitte unbedingt eine solche Reihe starten! Ich hab schon so viele UFOs frustriert in die Ecke gepfeffert, weil sie bollerten und spannten und nichts saß. Und ich dann nicht weiter wusste.
    Inzwischen weiß ich wenigstens schon, dass im Rücken 2-3 cm weg müssen wegen des Hohlkreuzes. Aber vermutlich kann man da noch mehr lernen... ;-)
    Also bitte gerne!
    Lieben Gruß, Cati

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  25. Hallo,
    auch von meiner Seite gibts Interesse!

    Meine Probleme rühren meist von meiner geringen Körpergröße von 161 cm her, dazu kommt Hohlkreuz und mein sehr zarter Oberkörper, d.h. Ausschnitte und Schulterweiten und eben der Umfang sind immer zu groß.

    Freu mich schon auf deine Serie! Einen coolen Namen muss sie gar nicht haben, Hauptsache der Inhalt passt! Eine gute Idee ist allerdings ein regelmäßiges Erscheinen, ich stimme dafür!

    LG Soni

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  26. Eine tolle Idee! :) Ich habe nämlich oft Dinge, die ich ändern würde, aber nicht weiß wie. Mein Vorstellungsvermögen ist da leider sehr gering. Zum Beispiel aktuell bei einem Raglanshirt: Falten am Arm, also quasi an der Raglannaht. Ich lese oft, dass das bei Raglan nunmal so ist, aber bis zu welchem Grad? Und ist das wirklich so, oder hat man sich abgefunden?
    Meine häufigsten Änderungen sind Verlängerungen, da ich recht groß bin. Das muss ich eigentlich bei jedem Kleidungsstück mindestens an einer Stelle machen, manchmal auch die Taille verlegen oder sowas.

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  27. Liebe Meike,
    ich bin ganz glücklich von deiner Idee zu lesen.

    1. Ja bitte !
    2. Brust und Taille sind meine Hauptpunkte.

    Ich bin sehr gespannt wie jemand anders da ran geht. Selber denkt man sich ja manchmal einen Knoten in den Kopf ;)

    Liebste Grüße
    Nina

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  28. Breite Schultern (42), schmale Taille (36-38), weibliche Hüfte (40) und dazu noch gute 5 cm zu klein geraten... Gerade an Blusen und Kleidern aus Webstoff scheitere ich häufig, weil mein Brustumfang nicht meine Schultern widerspiegelt. Ich würde gerne wissen, wie ich Schnitte so anpassen kann, dass ich auch mal die Arme heben kann ;-)

    VG Elena

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  29. Ja, ganz spannend.
    Ich nähe daher auch gerne immer wieder nach burda, denn da weiß ich auch vorher, welche Änderungen ich immer zu machen habe (bei mir Schultern gerade(r) und den Brustpunkt versetzen. Aber, wie so schön in Deinem letzten post zu lesen war, die Figur verändert sich und so kommt weiteres auf mich zu :)
    LG Michaela

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  30. Ich finde das Thema auch spannend und ja: Ich muss in 99% aller Fälle etwas anpassen. Bei mir ist es der Brustpunkt, der versetzt werden muss. Bei engen Kleidern muss ich dann noch 2 cm am Oberkörper hinzugeben. Bei Hosen muss ich in der Regel die Taillenweite verringern (Ausnahme: mein klassischer Voguehosenschnitt, der passt ohne Änderungen). Früher dachte ich immer, man "dürfe" die Schnitte nicht ändern, weil dann der Gesamteindruck verloren geht. Keine Ahnung, wer mir diesen Quatsch erzählt hatte, aber seitdem ich Schnitte ändere, macht das Nähen wieder richtig viel Spaß. LG Carola

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  31. 1) Oh ja, ich finde das Thema auch sehr interessant! Gerade weil ich noch am Anfang meiner Kleidung-Näh-Karriere stehe, habe ich noch wenig Erfahrung im Anpassen. Mich würde vor allem interessieren, woher man weiß, WAS man ändern muss. Zum Beispiel: Querfalten unter den Armen --> das ändern. Längsfalten hier --> diese Naht so und so verlegen.
    Ich weiß, dass jeder Körper anders ist und daher nichts absolut allgemeingültig ist, aber vermutlich gibt es schon so ein paar Standardregeln, die eher zu verallgemeinern sind als andere.

    2) Da ich 182cm groß bin, muss ich eigentlich immer verlängern. Und ich benötige von Brust bis Hüfte jeweils ca. 1 Nummer größer, d.h. ich zeichne mir selbst einen Größenverlauf ein.
    Das sind bisher auch die einzigen Änderungen, die ich alleine hinbekomme.
    Womit ich bei einigen selbst genähten Kleidungsstücken bisher auch Probleme hatte, aber noch nicht so die richtigen Änderungen gefunden hatte (jedenfalls nicht alleine):
    Falten über der Brust / "Beule" bei einem gekräuselten T-Shirt-Ausschnitt am Dekollettee / zuviel Stoff im Rücken.
    Manchmal vermute ich, dass ich manchen Stoffüberschuss im Brustbereich durch eine SBA hinbekommen könnte, bin mir da aber auch nicht sicher.

    Ich bin auf alle Fälle gespannt, was hier so kommt!
    Viele Grüße, Denise

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  32. Liebe Meike,
    jajaja, was für eine prima Idee! Ich hab leider außer von Oberarmweite anpassen noch nicht viel Ahnung bei Änderungen und bin zur Zeit ziemlich gefrustet, weil selbst in Nähkursen die Anpassungen für meine Figur unpassend vorgenommen werden und ich dann nachher auf nicht tragbaren Klamotten sitzenbleibe (für die ich nicht nur Stoff und Kurs bezahlt habe sondern auch Arbeitszeit reingesteckt habe). Also, ich bin sofort dabei, wenn du das Thema anpackst! Danke und weiter so!

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  33. Auch ich rufe ganz laut JA!!! BITTE!!! Ist mir doch gerade in den letzten Wochen klar geworden, dass ich beim Nähen nur so langsam voran komme, weil ich so großen Respekt vor den nötigen Schnittmusteränderungen habe und auch nicht genau weiß, wie ich die Sache angehen soll. Mein Vorsatz für dieses Jahr ist deswegen, mich endlich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wie toll wäre es, wenn ich mich dabei in bester Gesellschaft befinde!

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  34. Hallo Meike, nach vielen genähten Sachen, die im Mülleimer landeten, musste ich auch feststellen ohne Änderung des Schnittmuster wird mit nie ein Kleidungsstück gelingen, das sitzt. Die Frage danach war jedoch wie funktioniert das Anpassen? Das was ich las in diversen Büchern war mir meist zu kompliziert umzusetzen und ich war frustriert nach so vielen Jahren des Nähens noch immer nicht einen Weg gefunden zu haben. Vor ca. einem halben Jahr machte es jedoch endlich "Klick" als ich Silhouette Patterns entdeckte und damit nicht nur ein sehr gute Schnittmustergrundlage hatte sondern auch das Werkzeug ein Probekleidungsstück anzupassen und dieses dann nach dem Auftrennen als Schnittmuster zu verwenden! Nun trage ich sehr gut sitzende Hosen, Mäntel etc. und bin glücklich! lg Nina.

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  35. Hallo Meike,
    das Thema finde ich auch echt klasse. Ich bin - wie ja schon einige Vorschreiberinnen - obenrum viel schmaler als um die Hüfte. Meine Lösung bisher: Jersey ;-)
    Zusätzlich fände ich interessant, wie und wo man Weite und vor allem Länge zugeben muss, um ein Umstandskleidungsstück zu nähen. Bei meinem ersten Kind hab ich ein Jerseyshirt aus der Ottobre (2/2008) genäht und es war viel zu kurz. 2008 war die Mode eben noch kürzer. Hmmpf... Hätte ich doch einen Lieblingsschnitt anpassen können....
    Liebe Grüße

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  36. Liebe Meike,

    mein ganzer schöner langer Kommentar ist eben verschwunden, weil ich immer noch zu doof bin, um mich über wordpress richtig anzumelden beim Kommentieren.
    Naja, was solls: Ich bin auch sehr interessiert an dem Thema, bin schon total gespannt drauf.
    Mich interessiert eine Hohlkreuzanpassung ohne dass mann Oberteil und Unterteil auseinanderschneidet (geht das überhaupt, ha, ha).

    Liebe Grüße,
    Stefanie

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  37. Ich geselle mich auch zu denen die das gerne möchten!
    Was ich wirklich gut fände (aber verstehen kann dass Bloggerinnen es nicht tun - ich kann auch gut reden, ich habe ja nicht mal ein Blog) wäre wenn es um Maße und nicht nur um Konfektionsgrößen ginge. Das wirkt sich ja gerade bei verschiedenen Schnittmusterfirmen ganz unterschiedlich aus.

    Zum Thema häufige Änderungen - drei verschiedene Größen bei Brust / Taille / Hüfte, meistens noch mit FBA, Schultern etwas verbreitern, Ärmel verlängern, alles insgesamt etwas länger machen. (Ich bin 1,78)

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Ich freu mich sehr über Kommentare! Sie sind kleine Geschenke für mich! Vielen, vielen Dank im Voraus.