Mittwoch, 11. November 2015

Style versus Kreativität

Kreativität finde ich schwer definierbar. Ich kenne das bewegende Gefühl, auf einmal tief in mir drin zu wissen, dass etwas Großes passiert ist, etwas Neues geboren wurde, dass ein bestimmter Einfalls sehr gut ist und Fäden zusammenknüpft, die schon lange offen sind - aber leider passieren solche großen Momente nicht ständig und sind für mich keinesfalls auf Knopfdruck abrufbar. Es muss also noch irgendwo eine Art Alltags-Kreativität geben, die uns in gewöhnlichen Situationen dazu befähigt, von dem Üblichen abweichende Lösungen zu finden; ohne zu wissen, was das Übliche ist und warum man davon abweichen sollte. Aber das ist ein anderes Thema.

Style ist für mich ein Gespür für Farben und Trends und hat etwas mit Mode zu tun. Zu Mode habe ich wenig Bezug. Vermutlich ist das deswegen so, weil ich schon als Teenager nicht in modische Klamotten passte und aus Trotz eine Anti-Mode-Haltung entwickelte. In den vergangenen Lebensjahrzehnten, habe ich mich mehr für das Wahre und das Gute interessiert. Dass das Schöne für mich wichtig werden könnte, erstaunte mich in den letzten Jahren. Viel Übung habe ich nicht darin, Schönheit zu entdecken, das verraten meine Schwierigkeiten, Instagram mit Inhalten zu füllen oder meine Accessoires- und Heimdeko-Allergie. Und obwohl ich Schönheit mittlerweile ne klasse Sache finde, habe ich nach wie vor wenig Interesse an mir vorgesetzter Mode. Style ist also nicht so meins.

Stil klingt so ähnlich wie Style, ist aber in meinen Augen etwas ganz anderes. Stil ist etwas Eigenes, eine Zusammensetzung von Dingen, wie zum Beispiel Kleidungsstücken, die zueinander passen und eine gemeinsame Aussage bilden. Stimmig ist für Stil das entscheidende Kriterium -  ob es gefällt, liegt dann im Auge der Betrachterin.

Für mich stellt sich die Frage, ob nicht manchmal Style mit Kreativität verwechselt wird und ich überlege, ob das irgendwie mit einer Abwertung weiblichen Tuns zusammenhängt. Wenn Frauen basteln, ihr Zuhause verschönern, sich selbst oder ihre Kinder benähen, dann ist das zwar gekoppelt mit Moden und nicht frei von ihnen, aber es findet auch in einem speziellen Raum, dem weiblichen und weitestgehend privaten Raum, statt. Das, was dort an Moden produziert wird, hat wenig mit dem Style von Designern zu tun, es sei denn, die Frauen greifen auf das zurück, was ihnen vorgemacht wird. Das ist manchmal, aber nicht immer der Fall, denn die Motivation dieser weiblichen Kreativität liegt in einem "ich mache es für mich/für uns schön" begründet.

In dem Moment, in dem Style mit Kreativität verwechselt wird, findet eine Abwertung, individueller Kreativität, privaten Geschmacks und möglicherweise auch weiblichen Tuns statt. Der fokussierte Blick auf modischen Style, grenzt aus und lässt wenig Vielfalt zu, obwohl Kreativität doch eigentlich die Eröffnung eines größeren Raumes möglich machen soll und vielleicht gerade beim Blick über die Grenzen geschieht. Für mich stellt sich nun die Frage, was das Gewöhnliche und das Ungewöhnliche ist und wenn ich darüber nachdenke, lande ich immer wieder beim Auge des Betrachters, das niemals unabhängig von Mode und Mainstream ist.

Meine Bekleidung selbst zu nähen, bedeutet für mich die Freiheit, selbst zu entscheiden, wie ich aussehe und unabhängig von Mode das zu produzieren, was mein Inneres und Äußeres in Einklang bringt. Ich glaube daran, dass Vielfalt nicht nur eine Berechtigung hat, sondern unsere Welt bunter und interessanter macht. Ich bin alt genug, zu entscheiden, was mir gefällt und wie ich meinen Stil gestalte. Mehr Schönheit in mein Leben zu lassen, ist eine aufregende Erfahrung für mich, seit dem ich mir gestatte, dass auch eine Frau wie ich schön sein darf. Aber Style ist für mich kein Maßstab.

Kommentare:

  1. Mensch Meike, wie du es schaffst, immer wieder die wichtigen und tiefgründigen Dinge des Lebens in die passenden Worte und Sätze zu fassen, beeindruckt mich zu tiefst. Deinem Post kann ich aus vollem Herzen zustimmen. Einmal mehr, wer bestimmt denn was gerade stylisch und was nicht und wann welcher Look, welche Farbe, welches Modell gerade up to date ist. Gerade sich diesem Diktat zu enziehen und seinen eigenen Weg zu finden hat für mich Stil!
    Deine Kreativarbeit gestern hat mir persönlich übrigens gut gefallen. Wie du schreibst, es liegt tatsächlich immer im Auge des Betrachters und wir haben offenbar einen ähnlichen Geschmack:-)
    Konntest du deine Gedanken während den Aufnahmen zur Sendung mit deinen Mitkandidaten und der Jury austauschen und wenn ja, wie war deren Reaktion darauf?
    Auf alle Fälle freue ich mich trotzdem schon wieder auf die nächste Folge:-)

    herzlich grüsst
    Dani

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  2. also für mich ist "style" nur das englische wort für stil!
    und bedeutet insofern das gleiche - eben mehr als nur klamotten und schon gar nicht die allerneuesten und allerbilligsten. aber auch mit viel geld lässt sich stil nicht kaufen. jede/r hat seinen persönlichen stil/style auch wenn das was davon zu sehen ist von anderen als "stillos" beurteilt wird. und ob er/sie will oder nicht. was landläufig als "guter stil" bezeichnet wird ist wohl eine gesunde mischung aus eleganz, gesundem menschenverstand und guten manieren.
    und kreativität hat erstmal nix damit zu tun. kommt von kreieren - also was herstellen. das kann nun was materielles oder eine mathematische formel sein die man nach langem suchen findet. oder eben ein ohne anleitung selbstgemachter topflappen.
    schönheit bedeutet nicht dekoration oder accesssories - die schönsten bauten, zimmer, gärten, anzüge(deutsches wort für outfit) kommen ganz ohne aus! genauso wie schöne frauen ohne makeup.
    ansonsten lebt mehr als eine industrie davon die frauen zuhause ruhigzustellen mit deco-, bastel-, kosmetik-, mode-, ernährungs- und erziehungs"trends". und die macht-männer freut´s.....
    xxxxxx

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    1. In der Tat ist style das englische Wort für Stil. Ich meinte es allerdings mehr im folgenden Sinne: Vor einiger Zeit hörte ich, wie ein junger Frisör zu seiner Kundin zur Begrüßung sagte "du siehst so New York aus!"

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  3. Hallo Meike,
    ich vermute du spielst ein bisschen auf die gestern ausgestrahlte Sendung von geschickt eingefädelt an.
    Ja ich finde auch Mode liegt immer im Auge des Betrachters. Und ich finde es gut wenn man Alltagstaugliches kreativ gestaltet, und Tragbare Kleidung näht. Ich verstehe nicht ganz was gestern damit gemeint war das du nicht deinen eigenen Stil entwickelt hast bei der Kreativ aufgabe. Nun nicht alle mögen den aktuellen Modestil.
    Auch beim Stoffdesignen ist es extrem schwierig den Geschmack der Masse zu treffen, Vor allem wenn man eben noch keinen großen Namen hat. Und Vorhersagbar ist das auch nicht. Ich denke beim Stil-Style ist das doch genauso.
    Und du hast Recht, man kann nicht am laufenden Band neues Extrem Kratives-Neues erfinden kreieren und vor allem nicht unter Zeitdruck. Mach dir nichts draus. Ich finde dich als ein Vorbild für die normalen Frauen die eben nicht XXS tragen sooooo toll. Du machst Mut! Du bist einfach herrlich " normal, bodenständig" Mach einfach weiter!
    Liebe Grüße
    Elisabeth

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    1. Das sind nur Gedanken, die ich aufgrund der häufigen Verwendung des Begriffes "Kreativität" hatte.

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    2. Ich finde e toll das du da so reflektierst und uns daran teilhaben lässt. Ich kann sowas nicht so gut in Worte fassen. Ich denke du schreibst- sprichst für viele aus was sie denken.

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  4. Sprichst Du über die Sendung gestern? Über Geschmack lässt sich immer diskutieren. Ich finde, man müsste ganz neutral das Handwerk der Kreativität anschauen, und nicht NUR alleine die Kreativität. Das ist immer in der Laune der Jury und der Betrachter. Insofern fand ich die Kritiken nicht gerechtfertigt. Wenn Dein T-Shirt mit dem petrolfarbenen Ausschnitt die Auflagen der Aufgabe erfüllt hat und die Machart in Ordnung war, dann verdient das ein Gut. Ob jetzt die gewählte Farbe oder die Veränderung der Jury passt, sollte nicht ausschlaggebend sein. Oder letzte Woche, das Hemd, das mit Schlangenprint aufgewertet wurde. Ob das jetzt altmodisch oder - was auch immer - ist... Es wurde verändert. Punkt.

    Wenn ich schaue, was beim Upcycling von letzter Woche z.B. nur ein weisser Kragen von einem ganzen Hemd oder gestern ein Taillenbund von einem ganzen T-Shirt (ok auch noch ein Jäckchen) verwendet wurde, dann müsste man die ganze Upcycling-Geschichte überdenken. Es geht also nicht darum, dass das Teil im Grund erhalten bleibt. Dann könnte man also auch alles auftrennen und sich was ganz Neues schneidern. Oder eben nur Details davon verwenden und der Rest ist ganz neu. Aha!

    Ich finde übrigens auch einen Unterschied zwischen Stil und Style. Style ist für mich, wenn jemand sich sehr an den Modeblogger und Fashions orientiert und modisch immer auf dem neuesten Stand ist. Stil hingegen trotzt diesem Geschäft und dieser Gesellschaft und findet - eben - den eigenen Stil.

    Ich verfolge gerne die Sendung und wünsche Dir und den anderen viel Erfolg. Und hoffe inständig, dass jeder/m wirklich ein tolles Teil ohne grosse Kritik und ohne Meckern gelingt.

    Liebe Grüsse
    Milena

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  5. Sehr schön geschrieben, allerdings kann ich mich da Beate anschließen: Style ist für mich auch nur ein neudeutscher, also englischer Begriff für Stil, dem im Deutschen immer etwas Gediegenes anhaftet. Tatsächlich verstehe ich das aber auch synonym - der Style drückt einen Stil aus, der sich aus vielen Details zusammensetzt und der am Ende stimmig ist oder nicht. Vielleicht sollte ich mir die Sendung doch einmal ansehen, wenn sich daraus so spannende Diskussionen entwickeln können ;) Liebe Grüße aus Berlin

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    1. Vielleicht ist das "neudeutsche" genau das, was ich meine. Für mich schwingt in Style noch etwas anderes mit als in Stil. Vielleicht ist es auch die Verbindung mit Mode und Jugend, während Stil eher etwas ist, was sich erst im Laufe von Leben und Erfahrung entwickelt.

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  6. Nach stylischem Aussehen strebe ich auch nicht, ich bleibe lieber meinem Stil treu.

    Und zur Sendung gestern: Ich habe mich geärgert. War doch die Aufgabe, den Ausschnitt neu zu gestalten. Dabei hätte aus meiner Sicht die komplette Umgestaltung des Teils als Themaverfehlung gelten müssen. Zweifelsfrei finde ich das 50er Jahre Kleid umwerfend schön, aber eben am Thema vorbei.

    LG

    Sylvia

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  7. Liebe Meike,
    wer mittags um ein Uhr öfter mal die herausströmenden Schülermassen beispielsweise vor einem Gymnasium betrachtet, kann sich ein tolles Bild vom sogenannten "Style" in unserem Lande machen: der konformistische Einheitsbrei vom Textilschweden und dazu haben alle auch noch die gleichen Frisuren!!!!!
    Ich bin der Meinung, dass in deinen Arbeiten sehr wohl ein roter Faden (ich möchte hier mal die Stil- und Style-Definition umgehen) zu finden ist. Er entsteht durch deine Persönlichkeit, durch deine Vorstellung wie und ob etwas „sexy“ (das sollten ja alle Frauen permanent sein!) auszusehen hat und wie deine Interpretation davon ist. Es geht schlichtweg um Wahrnehmung. Und die ist – Gott sei Dank – bei dir eine andere. Ich lese deinen Blog genau aus diesem Grund unheimlich gerne und hab mit Spannung die bisherigen beiden Sendungen verfolgt.
    Liebe Meike du hast deinen „Stilstyle“: du zeigst, dass du dich mit deiner Figur und deiner Kleidung wohlfühlst. Das kommt absolut stimmig rüber und beweist, dass du in dir ruhst (und nicht alle können das von sich behaupten). Also was soll denn da anderes an Werken entstehen? Da wäre es doch eher verwunderlich, wenn du ein ordinäres aber sexy Tigerlilly-Outfit geschaffen hättest. Dann wäre das mit innen und außen nochmal zu hinterfragen gewesen;)
    Und wenn sich Herr K. dann noch über deinen Kleidungsstil auslässt, soll er doch mal an sich selber runterkucken: ohne das pseudo-kreative Schwarz, hinter dem er sich ewig versteckt, sieht der doch auch aus wie Presswurst vom Dorfmetzger.
    Damit diese Gleichmacherei auch weiterhin an uns abprallen darf, müssen wir uns wohl gegenseitig immer wieder bestärken. Leider. Vielfalt sehe ich als Notwendigkeit für Bestand und Weiterentwicklung zugleich. Oder ist die blaue Kornblume weniger kreativ, weil sie nicht gelb und/oder orange wie Ringelblumen sein kann? Sie ist schlichtweg nur anders, aber weder besser noch schlechter. Die Natur lebt es uns vor.
    Deshalb sehe ich es vor allem an uns, dass wir unseren Spirit auch an unsere Kinder weitergeben um nicht noch mehr Lemminge in die Welt hinaus zu schicken. Und vielleicht kommen bald mittags wieder Individuen aus der Schule.

    Liebe Grüße Andreablaubunt

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    1. Ich komme gar nicht umhin Deinen Text von der gestrigen Sendung zu trennen. Mir ist auch aufgefallen, dass gestern das Wort "kreativ" sehr strapaziert wurde. Unsere Sprache gibt eigentlich mehr her, ständige Wiederholungen sind nicht nötig. Hat jemand ein Thesaurus-Wörterbuch für Herrn K.? Für die Umgestaltungsaufgaben wäre es wirklich besser, wenn die Jury den Prozess nicht sehen könnte und dann blind bewertet. Bei der praktizierten Methode kommen sie gar nicht umhin das genähte Stück mit den Erwartungen/den Bildern zum jeweiligen Kandidaten abzugleichen. Dein Kleidungsstil ist alles andere als grau, es gibt blumige Kleider, knallige Röcke usw. - das ganze fröhliche Leben. Da wird die Erwartung wahrscheinlich unweigerlich in eine Richtung gelenkt und das fließt in die Beurteilung ein. Hätte Tobias Dein Modell gearbeitet, wäre die Bewertung wahrscheinlich anders ausgefallen. Bin gespannt wie es weitergeht! LG Kuestensocke

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    2. fraublaubunt - Du hast es auf den Punkt gebracht :)
      als ich mir die Sendung angeschaut habe, sind mir diese Unter-Der-Gürtellinie-Bemerkungen sauer aufgestoßen - schon bei der ersten Sendung, aber gestern noch mehr -- sehr schade

      LG Agnes

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    3. Das ist eine interessante Idee: Style-Erwartungen!

      Das stimmt, in dem Moment, wenn wir eine Person oder ihr Werk schon mehrere Male gesehen haben, stellen wir das in einen Kontext und sind irritiert, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. Aber ist nicht genau das auch möglicherweise kreativ?

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  8. Liebe Meike!
    Stil oder Style, ich bin der Meinung das die Begriffe sagen: Style für was jetzt IN ist und Stil was Mann/Frau entwickelt im Laufe des Lebens und was zum geweiligen passt. Und dein Stil gefällt mir sehr, so wie auch den Stil vieler andere Männer/Frauen die sich nicht konformieren an was IN ist oder im Laden angeboten wird!
    Leider lässt die Sendung wenig Spielraum fur Kreativität und Stil! Die Näh/Entwurf-Zeit scheint mir sehr eingeschränkt und es gefällt mir gar nicht das nicht mindestens ein Teil blind beurteilt wird, das würde die Voreingenommenheit der Jury ausschliessen.
    Danke für den schönen Post von Heute. Seit die Sendung läuft habe ich dein Blog entdeckt und lese es sehr gern!
    Liebe Grüsse/lieve groet aus Holland (hoffe das Obenstehende lesbar ist....)
    Francisca

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    1. Oh, eine neue Leserin! Ich freue mich, dass du kommentierst, Francisca. Danke dafür!

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  9. Das ist wirklich ein Interessanter Post! Wenn ich Dich richtig verstehe, dann hat Deine Definition von Style eher etwas mit Konformität zu tun und Stil mit individuellem Gestalten. Und wahrscheinlich impliziert das auch eine unterschiedliche Gewichtung von Kreativität. Entsprechend, wenn es nach der Bekleidungsindustrie ginge, sollten wir uns alle nur noch um Style kümmern, und das Vorgegebene kombinieren, statt uns mit unseren eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten auseinander zu setzen, um unseren Stil zu finden....
    -calina

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    1. Calina, da bin ich nicht sicher, ob ich Style mit Konformität gleichsetzen würde, aber in die Richtung geht es. Das Besondere an Style ist für mich, eine scheinbare Individualtiät, die aber dadurch, dass sie Mode ist, eben nicht mehr einzigartig sein kann. Ich glaube, dass es Menschen gibt, die modische Vorreiter sind, weil sie sein gutes Gespür für Farben, für Stimmungen, für Trends haben. Und wenn sie "mächtig" genug sind, dann setzt sich das durch bzw. wird von anderen Menschen mit Gespür oder Macht dies als Style wahrgenommen.

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  10. Frau Crafteln, es ist mir eine Freude, dieses Post zu lesen. Ich finde: Du bist schön. Innen und aussen. Weiter so!

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  11. Liebe Meike,

    ich mochte deinen Blog schon vor Geschickt eingefädelt, ich finde dich und deine Einstellung toll, weiter so!
    Am Dienstag hätte ich dieser Fashion-Wurst in schwarzer Pelle am liebsten in den Hintern getreten, so sauer war ich über seine Lästerei. (Für deinen nächsten TV-Auftritt: Leggings statt Strumpfhose, da kannst du Socken zum Nähen wieder ausziehen ;-) ) Ich nähe genauso wie du, weil ich Unikate herstellen möchte, passend für meinen Geschmack und meinen Körper, weg von der Modeindustrie, raus aus dem Einheitsbrei, mit viel Farbe und Lebensfreude.
    Upcycling ist für mich überhaupt nichts - mir wäre zu den Aufgaben der beiden Sendungen nix eingefallen, so überhaupt nichts, also Respekt für alle, die Ideen haben. Trotzdem würde ich von mir behaupten, dass ich kreativ bin, so wie wohl alle Näherinnen auf ihre eigene Art und Weise, und sei es nur bei der Auswahl von Stoffen. Und wenn ich dann höre, dass man in dem Kleidungsstück noch nicht deine Handschrift, deinen Stil erkennen kann - warum muss man einem Kleidungsstück ansehen, dass ICH es genäht habe?! Dann sind wir doch schon wieder im Einheitsbrei. Ich freue mich immer, wenn jedes Stück anders aussieht - nur zu meinem eigenen Stil muss es halt passen. Style ist nichts für mich, das dürfen die jungen Modepüppchen unter sich ausmachen ;-)

    Ich bin gespannt, wie sich die Näh-Show entwickelt und habe Respekt vor euch allen da - ich hätte mich nie beworben!
    Fühl dich gedrückt!
    LG, Silvia

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    1. Danke! Ach Leggins, das kann ja jedeR. Ich lass mir doch von so nem Designer nicht den Spaß an Kniestrümpfen nehmen. :-)

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  12. Liebe Meike,
    ich bin ganz verzückt von dir!
    Ich bin fast traurig, dass ich dich vor der Sendung nicht schon "kannte". Tatsächlich ähneln wir uns in einigen Dingen (ich nähe auch barfuß ..hahaha) aber du bist mir doch um einiges voraus. Ich freue mich auf vieles mehr von dir zu lesen und zu sehen. Du bist einfach so wunderbar äußerlich und innendrinnen :) ...

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    1. Ohhh, danke! <3 Na, dann hast du ja ordentlich viel Blog zum Nachlesen!

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  13. Hm, ich finde auch das neudeutsche "Style" eher modisch behaucht: hip, in... Muss nicht Einheitsbrei sein, kann auch etwas Eigenes haben, im Sinne von Trend-setting. Stil kann aber mehr und greift vielleicht eher auf etwas Tieferes zurück, ist vielleicht auch eher etwas für alle Altersgruppen (ernstzunehmend).
    Und überhaupt: Die Überbewertung - und Überbewortung - der "Kreativität". Sie gehört zu unserer Gesellschaft als Strömung vielleicht schon längst dazu (vgl. Reckwitz: Die Erfindung der Kreativität). Das Zuviel davon ermüdet mich. Wenn ich als kreativ bezeichnet werden, gruselt es mich jedenfalls. ;-)
    Alles Gute
    Annika

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