Samstag, 14. November 2015

Aus dem Nähkästchen geplaudert: "Geschickt eingefädelt" - Kragen und Ausschnitt

Foto: Vox/Andrea Friese


Am Dienstag lief die zweite Folge des neuen Näh-Wettbewerbs zur Primetime bei VOX. Um Euch das Warten auf die nächste Folge zu verkürzen, schreibe ich heute etwas über mein Nähen in der zweiten Woche, weil ich doch weiß, wie sehr euch diese Hintergrundberichte gefallen.

Die Technikaufgabe fand ich super: eine ärmellose Sommerbluse mit Bubikragen. Das bedeutete, ich konnte mich für einen freundlichen, das heißt, einfach zu verarbeitenden, Baumwollstoff entscheiden und einen Bubikragen hatte ich schon mal genäht. Mein Bubikragennähen lag zwar schon einige Jahre zurück, genauer gesagt war es im Herbst 2011, da ich aber den Bubikragen damals selbst konstruiert hatte, hatte ich das Gefühl, das, was ich tat, zu verstehen. Ich finde, ein Flachkragen, wie der Bubikragen ist leichter zu nähen, als ein Kragen mit Steg und/oder Revers, also ging ich relativ entspannt an die Aufgabe. Die weiße Lochstickerei hatte ich schnell ausgewählt, auf die hatte ich schon in der ersten Woche ein Auge geworfen; ein herrlich sommerlicher Stoff. Ich kombinierte dazu einen rot-pinken Patchworkstoff, der mir auch unheimlich gut gefallen hatte, mir aber für ein komplettes Kleidungsstück etwas "zu viel" gewesen wäre. Zuschnitt und die ersten Nähte waren dank freundlichem Baumwollstoff unproblematisch.



Als ich den Kragen nähte, hatte ich das Problem, dass er nicht schön rund wurde, sondern lauter kleine Ecken hatte. Erst, als ich den Tipp der Jury aufnahm, statt die Nahtzugabe einzuschneiden, diese sehr kurz zurückzuschneiden, wurde er rund. Das hatte ich so noch nie gehört oder gemacht! Wie sieht es bei euch aus? Gehört ihr zu der Fraktion der "Einschneiderinnen" oder der "Zurückschneiderinnen". Alle Frauen, mit denen ich bisher genäht hatte, hatten meines Wissens die Nahtzugabe eingeschnitten, um Rundungen besser hinzubekommen. Oder hatte ich nur nicht bemerkt, dass ich neben "Zurückschneiderinnen" genäht hatte? Der Tipp, die Nahtzugabe zurück zu schneiden ist gold wert und ist einer der wertvollen Erkenntnisse, die ich aus der Sendung mitgenommen habe. Ich habe zwar immer noch ein wenig Sorge, dass sich Stoff auflösen könnte, nur weil die Nahtzugabe zu knapp ist, aber ich versuche nun wirklich daran zu glauben, dass das bei verstürzten Nähten nicht passieren wird. Inge wird schon nicht irren!

Nachdem der Kragen rund war, war das weitere Nähen kein Problem, allein, es fehlte mir an Zeit. Mit den ungewohnten Nähmaschinen zu nähen, dauerte einfach länger, als mit meinem Liebling zuhause. Merkwürdigerweise nähte meine Maschine hin und wieder einfach rückwärts statt vorwärts, was mich mehrmals komplett aus der Fassung brachte. Natürlich wusste ich, dass die Maschine einen Rückwärtsgang hatte, aber immer, wenn ich aus Versehen darauf gekommen war, geriet ich so in Panik, dass ich den Knopf nicht mehr fand, um den Rückwärtsgang auszustellen. Furchtbar! So ein Mist kostet wertvolle Zeit.

Als ich das Schrägband an die Armausschnitte nähte, war ich unsicher. Sollte ich das so unelegant, wie in der Anleitung beschrieben lösen oder lieber so, wie ich es immer mache, dass Anfang und Ende unsichtbar werden, weil ich das Schrägband vor dem Festnähen zum Kreis schließe. Ich entschied mich der Anleitung zu folgen; immerhin befand ich mich in einer Prüfungssituation und aus dem Studium kannte ich, dass es nichts nützt, besonders kreativ zu sein - wenn die Aufgabe nicht erfüllt ist, gab es Null Punkte. In der Nähmaschinenschulung hatten wir sehr ausdrücklich den Schrägbandfuß ans Herz gelegt bekommen. Nach ein bisschen Probieren in der Schulung, fand ich es auch prima, wie ich mit dem Füßchen das Schrägband extrem ordentlich und in einem Rutsch annähen konnte. Also wollte ich das Füßchen auch für die Bluse benutzen. Das war ein Fehler und kostete mich wertvolle Zeit! Was ich übersehen hatte war, dass wir in der Schulung das Schrägband an ein gerades Stoffstück, ähnlich einem Kissen, angenäht hatten - bei einem runden Armausschnitt ging das leider nicht so perfekt, wie ich mir das vorstellte. Also trennte ich ein wirklich übel angenähtes Schrägband wieder ab, schnitt ein Neues zu, bügelte es und legte wieder von vorne los - kein Wunder, dass ich anschließend keine Zeit mehr für Saum und Knopf-Schlinge hatte.

Ich war mit meinem Ergebnis trotzdem sehr zufrieden und ich fand meine Bluse hübsch. Hätte ich im Sommer ein bisschen Zeit übrig gehabt, hätte ich mir auf jeden Fall auch so ein Blüschen genäht. Aber ob ich dabei so kritisch wie Inge schauen würde, ob der Unterkragen ein paar Millimeter rausschaut, weiß ich nicht. Natürlich versuchen wir Hobbyschneiderinnen alles so gut, wie nur möglich zu machen und ärgern uns selbst, über schlampige Details, aber gerade bei einem Stoff, wie dem gemusterten Patchworkstoff, finde ich, kann man auch mal die Kirche im Dorf lassen.




Auch die Upcycling- oder Refashion-Aufgabe der zweiten Woche fand ich super. Die Aufgabe lautete "Konstruiere einen Ausschnitt für ein Kleid". Prima, dachte ich, heute musst du nicht ein komplettes Kleidungsstück umarbeiten, sondern darfst dich auf ein Detail konzentrieren. Ein toller Ausschnitt ist ein Hingucker, da fand ich es gerade reizvoll, den Rest des Kleides schlicht zu lassen. Ich überlegte, welche Ausschnittsformen mir in den Sinn kamen: freier Rücken, hatte ich bei der letzten Aufgabe, rund oder V-Ausschnitt fand ich langweilig. Einen eckigen Ausschnitt, wie beim China-Shirt fand ich zunächst eine gute Idee, bezweifelte aber, ob ich das mit dem sehr dünnen Jersey mit hohem Kunstfaseranteil hinbekommen würde. Was lag also näher, als den Ausschnitt zu nähen, den ich wenige Wochen vorher ein paar Mal zur Vorbereitung für die Sendung genäht hatte, als ich mir noch ein paar Shirts nähte: assymetrisch mit einem netten Faltendetail als Hingucker. Das fand ich originell. Außerdem hatte ich von der Jury bei den Bewertungen vorher die Rückmeldung bekommen, ich sollte etwas nähen, das mehr meine Handschrift trägt. Bei der Jerseyaufgabe dachte ich "Bingo, das könnt ihr haben". So in der Art sah mein Weihnachtskleid 2011und meine neuen Shirts  aus - also nähe ich das so. Aber vielleicht meinte die Jury Blümchenmuster?




Für den anthrazitfarbenen Jersey und den asymmetrischen Ausschnitt konnte ich mir nur Colorblocking vorstellen, ein gemusterter Jersey hätte nicht zu dem Look gepasst. Petrol ist meine Lieblingsfarbe, die Farbkombination mag ich gerne, also legte ich los. ich trennte den einen Ärmel so ab, dass der diagonale Ausschnitt entstand. Das war leicht, denn es handelte sich ja um einen angeschnittenen und nicht um einen eingesetzten Ärmel. Anschließend nutze ich den herausgeschnittenen Ärmel als Schnittmuster und schnitt ihn aus dem petrolem Jersey zu. Bei den Belegen gab ich mir natürlich dieses Mal besondere Mühe! Schon merkwürdig, wie man als erwachsene Frau plötzlich zur strebsamen Schülerin wird!

Die Falten zu legen, war nicht leicht, denn in dem Jersey des vorgegebenen Kleides waren sie nicht bügelbar. Vielleicht wären sie dauerhaft dringeblieben, wenn ich das Plastik mit dem Bügeleisen verschmolzen hätte, aber das hätte möglicherweise bei Inge Punktabzug gegeben. Wie die Jury richtig bemerkte, kämpfte ich mit den Falten und war am Schluss auch nicht wirklich zufrieden, so, wie es aussah. Aber zu diesem Zeitpunkt, war es zu spät, für eine Planänderung.





Selbstgenähtes lebt von kleinen, aber feinen Details. Ich trennte das Ärmelbündchen des grauen Kleides ab und nähte es an den Ärmel in Petrol. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte auch der anthrazitfarbene Ärmel noch ein Petrol-Bündchen bekommen. Auf die Schlitze, an der Unterkante des Kleides nähte ich links und rechts Riegeln in Petrol, die ich in freihandstickerei mit einem Kreuz versah. Inge fand dieses Detail schrecklich. Selbst, als ich erklärte, dass es eine Art "Logo der Hobbyschneiderinnen" ist, war ihr Kommentar, "das ist No-Go, statt Logo". Nun gut, das ist Geschmacksache und wurde bei der Bewertung dann ja auch nicht gezeigt.

Als ich die kreativen Werke der anderen KandidatInnen sah und die Jurybewertungen hörte, war mir schon klar, dass ich Gas geben müsste, wenn ich weiter dabei bleiben wollte. Aber wie? Ich nahm mir vor, in der freien Zeit etwas über die Arbeit an der Puppe zu lernen. Nur so hätte ich die Chance, bei der Upcycling-Aufgabe etwas Neues zu schaffen, um die Jury einmal zu überraschen. Und natürlich nahm ich mir auch vor, noch sauberer, noch ordentlicher zu arbeiten, obwohl mir klar war, dass Zeitdruck und ordentliches Arbeiten leider auf dem Kontinuum an gegenüberliegenden Seiten liegt. Mittlerweile war ich aber an meiner Hobbyschneiderinnenehre gepackt. Ich wollte zeigen, dass ich gut nähen kann und kreativ bin, also würde ich alles tun, um weiter dabei zu sein.

Kommentare:

  1. Die Sendung kann ich nicht mitverfolgen , da ohneFernseher .
    Am Kragen einschneiden ,oder knapp abschneiden kenne ich nicht , ich schneide immer kleine Zacken , so habe ich das von Schneiderinnen gelernt . Aus Sicherheitsgründen mache ich kleine Stiche , vor allem dort wo ich später viel abschneiden muß , an Kragenecken zum Beispiel .

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  2. Hallo Meike, ich schaue die Sendung (natürlich) - ein bißchen "Telekolleg" in der Jetztzeit. Ich kann mir supergut vorstellen, dass der Zeitdruck gruselig ist. Selbst für Hobbyschneiderinnen wie Dich - die das schon ein Weilchen machen. Jedenfalls macht es Spaß Euch zuzuschauen. LG und ein nettes WE - Ute

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  3. Liebe Meike, ich schaue natürlich jede Woche. Ich persönlich finde die Anforderungen, welche an Hobbyschneider gelegt werden sehr hoch! Aber so muß wahrscheinlich das Format sein. An fremden Maschinen mit Zeitdruck stelle ich mir grässlich vor. Ihr macht das alle toll! sei lieb gegrüßt Anja

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  4. ich habe bis jetzt auch regelmäßig reingeschaut
    ich persönlich finde den Zeitdruck dort am schlimmsten, so möchte ich nicht nähen müssen

    ich drück die Daumen, dass wir dich noch lange dort sehen

    lg gabi

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  5. Ich war bisher ein "Einschneiderin", Fernsehen bildet......Dein Bluse fand ich sehr süß. Diese Upcycling wäre für mich der Horror, besonders unter Zeitdruck würde mir da nicht viel einfallen.
    Freu´mich schon wieder auf Dienstag.
    Herzliche Grüße
    Sabine

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  6. zum glück kann ich die sendung nicht sehen - ich würde wahrscheinlich vor der glotze rumtoben wie´n fussballfan wenn seine mannschaft am verlieren ist ob der bräsigkeit - lese ich jetzt so zwischen deinen zeilen raus - der jury.....
    teilnehmer dissen bringt quote - vergiss das nie :-)
    das mit dem kragen kenne ich - bei dickem stoff schneidet man sogar die 2 lagen unterschiedlich ab. bei losem stoff ganz kleine stiche und einlage zum aufbügeln. wenn der unterkragen rauskriecht trotz rollweite die unterkragenkante auf der nahtzugabe steppen.....usw....
    xxxxx

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  7. Also irgendwie gefällt mir das Ganze nicht mehr so gut. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß man mit diesen Zeitvorgaben eine gute Idee und gleichzeitig eine anständige Näharbeit abliefern kann. Hier geht es nach meinem Empfinden nur darum, wer die stärksten Nerven hat.
    Auch wenn beim Upcycling aus einem grauen Jerseyfetzen ein hübsches Vintage-Kleidchen mit Jäcken als der Renner hervorging - das Thema war Ausschnitt! In der Schule wäre das "Thema verfehlt" gewesen.
    Ich wünsch Dir weiterhin gute Nerven und viel Erfolg!
    Liebe Grüße
    Antje

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  8. Ich finde, dass die Zeit schon immer sehr knapp bemessen ist. Es ist sicher nicht leicht, unter Zeit- u. Leistungsdruck zu nähen.

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  9. Liebe Maike, ich werde nur noch schauen weil ich dich und deine Berichte sehr mag und ich wissen will wie es mit dir weitergeht. Ansonsten reißt mich die Sendung überhaupt nicht vom Hocker. Klar es geht ums Nähen, aber wiso muss das ganze unter einem übertriebenen Zeitdruck stattfinden? Das hat weder etwas mit Kreativität zu tun, sondern es wird nur der Leistungsdruck unserer ganzen Gesellschaft auch in diesem Bereich weiterverbreitet. Wenn man das ALLES kann, dann ist man eine gute Hobbyschneiderin? Wir sind verschieden und die versch.Talente kommen bisher nicht sehr gut zur Geltung in der Sendung.
    Ich wüßte gerne wie es dir jetzt ging, als du gesehen hast welche Kommentare im Hintergrund abgegeben wurden und wie die Sendungen zusammengeschnitten wurden... Magst du darüber etwas persönliches schreiben?

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  10. Liebe Maike, mir ist auch aufgefallen wie sehr ihr als Hobbynäherinnen unter Zeitdruck gesetzt werdet. Das wäre ok bei einem Berufswettkampf und wenn man damit sein Geld verdient. Vor allem wenn es noch fremde Nähmaschinen sind.
    Und ich kann mir gut vorstellen. dass dann die Kreativität darunter leidet.
    Die Inge mit ihrem Perfektionsfimmel erinnert mich sehr an meinen Praktikanntenzeit in einer Textilfabrik. Ich durfte nach 6 Wochen am Band mit dem Bedienen der zwei Bügelpressen, endlich in die Lehrlingswerk.
    Dort war ich erstaunt wieviel ständiges Üben aller möglichen Techniken und genaustes Nähen verlangt wurde. Aber erst die viel Übung brachte es auf den Millimeter genau nähen zu können.
    Und da wurden die Kragen auch verschiedenbreit zurückgeschnitten, allerding war auf em Stoff auch eine superfeste Vlieseline pepatcht.
    Aber ihr seid Allrounder, Entwurf, Auswahl ,Schnitt, Zuschnitt und dann noch alle techniken perfekt ausführen!
    Meine Hochachtung denn ich kann mir vorstellen, das Kamera und auch noch viele Gäste und das Team auch verunsichern.
    Mach weite so und zeige weiter deine fröhliche und herzliche Seite! Grüße von Frauke

    Ps nach dem Praktikum war mir die Freude am Schneidern genommen. Deshalb freue ich dich entdeckt zu haben. und ich hoffe dein Buch hilft sie mir wiederzugeben!

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  11. Liebe Meike, ja, auch ich sehe die Sendung - gestern abend die Folge vom letzten Dienstag. Aber, irgendwie geht es mir zu wenig ums nähen, zumindestens in den Sendungen. Ich würde mir mehr "Nähfernsehen" in dem Format wünschen, aber das würden wohl nur die Nähnerds gerne sehen, das ist nicht quotentauglich.

    Ansonsten brauche ich mich schon mal gar nicht zu bewerben. Erstens bin ich eher Dekonäher und fertige nicht viel Bekleidung. Insbesondere hätte ich bei der Upcyclingaufgabe wohl ein völlig leeres Hirn, mir fällt schon in der Ruhe vor dem Fernseher nix ein. Liebe Grüße und alles gute - Tine

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  12. Ich fand diese Folge sehr zwiespältig.

    Zunächst fand ich einige Kommentare von Meister Guido insbesondere Dir gegenüber schlicht daneben. Persönlich daneben, vor allem aber für das Format völlig sinnlos und unnötig.

    Dann zum Meisterstück der Woche. Das war ein wunderschönes Ensemble, das da genäht wurde. Aber wenn die Aufgabe heißt, „nimm das Jersey-Kleid (und wie gut, kann ich verstehen, dass einem der Spaß vergeht, wenn der Stoff nicht angenehm ist. #primark_jersey) und ändere den Ausschnitt”, wenn diverse andere Teilnehmer vorher kritisiert werden, dass sie angeblich die Aufgabe verfehlt hätten, weil sie an das Stück Jersey noch einen Rock annähen – dann kann nicht ein komplett anderes Modell aus komplett anderen Stoff in dem nur noch ein Bauchstreifen vom Urmodell integriert wurde (die Jacke ist für mich auch nicht Veränderung des Ausschnittes) über den Klee gelobt werden und den Wochenpreis erhalten. Tobi hat wirklich toll genäht – aber er hat die eigentlich Aufgabe komplett verpasst.

    Mir wäre auch lieber Ihr hättet mehr Zeit und es würden Fachbegriff von Inge verwendet, wenigstens unten in der Banderole kurz erklärt. Das würde dem Format keineswegs schaden …

    Ich drücke Dir die Daumen! ,-)

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  13. Ich kann es auch nicht verstehen: In der ersten Woche heißt es, Ihr sollt ein Hemd total verändern, sodass es nicht mehr nach Hemd aussieht und die Hälfte der Leute zeigt am Ende ein Hemd mit Knopfleiste. In der zweiten Woche sollt Ihr den Ausschnitt verändern und die Hälfte der Leute verändert das gesamte Kleid und Du wirst kritisiert, weil Du Dich auf den Ausschnitt konzentriert hast. Hä???

    Die Kommentare vom GMK zu Deinen Kniestrümpfen und so fand ich übrigens total daneben. Was sollte das denn???

    Sei lieb gegrüßt aus Berlin,
    Henriette

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  14. Liebe Meike,

    Ich nehme zum Zurückschneiden von Rundungen sei es Bubikragen oder Ausschnittblende generell die Zackenschere (hatten wir auch mal beim Nähfragezeichen;) und war sehr verwundert das bei keinem der Teilnehmer zu sehen.

    Ich frage mich auch,ob es keine klaren Vorgaben für die Upcyclingaufgabe gab z.B. Was die Stoffmenge an neuem Stoff angeht. Das zugegeben wunderschöne Kleid wäre für mich ,Aufgabe nicht erfüllt gewesen, da viel mehr neuer Stoff verwendet und sich nicht auf den Auschnitt reduziert wurde. Alibi-Jäckchen hin oder her.

    Auch sonst wurde bei mir keine Nählust entfacht,sondern eher die Lust alle Originalfolgen noch einmal zu sehen. hach, geliebte dritte Aufgabe...

    Ansonsten Hut ab für deine Teilnahme! Kniestrümpfe rocken :) besonders zu diesem wunderschönen grünen Tellerrock.

    Herzliche Grüße,
    Steffi

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  15. Liebe Meike,
    mit diesem Kommentar hat Herr K wohl tief ins Klosett gegriffen; wir sind doch hier nicht bei Shopping Queen - er wäre besser beraten, wenn er sich klargemacht hätte, dass es sich hier um eine ganz andere Sendung handelt. Wäre ich Barfußnäherin, hätte ich von vornherein ganz auf das Tragen von Strümpfen verzichtet, aber nicht aus optischen sondern rein praktischen Gründen: wegen dem Zeitverlust, die mit dem Ausziehen einhergeht, auch wenn es sich nur um wenige Minuten/Sekunden handelt. Das Abstreifen der Schuhe vom nackten Fuß wäre schneller gegangen. By the way, könnte ich persönlich gar nicht barfuß nähen, sondern bräuchte einen festen Halt am Fuß, ähnlich wie beim Autofahren.

    Schön übrigens immer wieder für mich, Deine erhellenden Zeilen im Nachgang zur Sendung zu lesen; sie sind für mich das Highlight der Woche und werfen nochmal ein anderes Licht darauf.

    LG
    Ulrike

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  16. Ui, die weiße Baumwolle ist so toll. Das hab ich beim schauen schon gedacht! Weißt du zufällig wo es die gibt? (Ich frage, weil ich neulich schon einen "Stoff und Stil"-Stoff erkannt habe.) Über den Nahtzugaben-Tipp war ich auch sehr erstaunt. Ich gehörte bisher immer zur Fraktion der "Einschneiderinnen", schließlich steht das auch so in jeder Anleitung. Da hab ich auch was gelernt.
    Und "die Kirche im Dorf lassen" ist mehr als zutreffend für die Unterkragen-Sache! Ehrlicherweise war mir gar nicht bewusst, dass das ein Problem geben könnte. Kragen ist Kragen und genau deshalb hat er doch auf beiden Seiten den gleichen Stoff! Ordentlich und genau sein ist eine Sache, aber Inge scheint mir so pingelig, dass vermutlich sogar die Hälfte aller Maßschneider ihrem Urteil nicht stand halten könnten. Das finde ich für diese Sendung reichlich übertrieben, um ehrlich zu sein. Ich habe das Gefühl, das May und Patrick es im englischen Original irgendwie schaffen, ihre ja zum Teil auch deutliche Kritik in nettere Worte zu verpacken.
    Naja, ich bin gespannt wie es weiter geht. :)

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  17. hach Meike, ich fand Dein Blüschen total süß :)
    ich hab das übrigens mit so gelernt, daß man Dreiecke rausschneidet --- ich nehm auch sehr gern die Zackenschere dafür

    und die Kommtentare vom Herrn von und zu sind unprofessionell!

    LG Agnes

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