Dienstag, 6. Oktober 2015

Alles bleibt anders

In den letzten Wochen habe ich ja nach und nach ein paar Kätzchen aus dem Sack hüpfen lassen und euch erzählt, woran ich seit Monaten arbeite: Ihr wisst nun von meiner Beteiligung bei "Geschickt eingefädelt" und von meinem Buch, das im November erscheint. Aber eines wisst ihr noch nicht:  es gibt noch ein Geheimprojekt, über das ich noch nichts sagen will, so lange, bis ich ein erstes Produkt in den Händen halte. Die eine oder andere wird sich schon denken können, worum es sich handelt, für die anderen bleibt es spannend. So viel sei aber schon verraten: es hat mit Nähen und meine Lieblingsthema "tolle Kleidung für alle Körperformen" zu tun.

Aber noch einiges anderes passiert vor und hinter den Kulissen. Ich arbeite daran, die Veränderung meines Blogs so gut und schön wie möglich zu machen. Es ist nicht leicht, von einem werbefreien, rein privat geschriebenem Blog eine Veränderung hin zu einem Blog zu machen, der irgendwie auch mit Geldverdienen zu tun hat. Doch da komme ich nicht umhin: ich habe noch mindestens 20 Berufsjahre vor mir, möchte diese gerne mit meinem Herzensthema verknüpfen und ich brauche jeden Cent für das "Geheimprojekt".

Mir ist es ein großes Anliegen, dies so gut wie möglich zu machen, denn ich möchte auch weiterhin ein Teil der Nähnerd-Comunity sein und mit euch Spass haben. Mein großes Beispiel ist die Vorgehensweise von Maximilan Buddenbohm, dem es vortrefflich gelingt, ein Blog zu schreiben, das zwar Einnahmen geniert generiert aber trotzdem persönlich und einfach wunderbar ist. Ich glaube, ein Erfolgsfaktor für die gelungene Transformation des Privatblogs, ist Transparenz und Authentizität. Das nehme ich mir zum Vorbild und als Ansporn.

Deswegen als Information für euch: Crafteln ist weiterhin mein Blog, auf dem ich meine Erfahrungen rund um das Nähen und das Tragen von selbstgenähter Kleidung schreibe. Crafteln wird aber auch Werbung für mein Buch und Veranstaltungen drumherum enthalten, ausgewählten Partnern als Werbeplattform zur Verfügung stehen und in Verknüpfung mit Facebook, Instagram und twitter Menschen in Empfang nehmen, die über die Fernsehsendung für das Nähen begeistert werden und nun loslegen wollen. Und Crafteln wird zum Startpunkt des  "Geheimprojekts", aber davon ein anderes mal mehr.

Ob ich wirklich Werbung (z.B. Banner, sponsored Posts) auf meinem Blog haben will, habe ich lange und gründlich nachgedacht. Ich habe mich aus folgenden Gründen dafür entschieden: 1. wähle ich Werbepartner sorgfältig aus, so dass es durchaus lohnenswert sein kann, auf einen Link zu klicken, 2. kann das Geld sinnvoll zum Aufbau meines langgehegten Traumes genutzt werden. Ich verspreche euch, immer deutlich zu machen, wenn ein Kooperationspartner mit im Spiel ist, eher weniger Werbung zu machen, als möglich wäre, den Me Made Mittwoch nicht für Werbung zu nutzen, keine unauffälligen Affiliate Links zu nutzen und sehr sorgfältig auszuwählen, wer zu mir, meiner Mission, unserem Thema und meinen Vorhaben passt.

Die Nähnerd-Comunity liegt mir am Herzen, deswegen habe ich mir noch folgendes überlegt: Kleine Unternehmen aus unserem Kreis, Existenzgründerinnen oder Organisationen, mit deren Werten ich überein stimme, können auf crafteln.de zu einem symbolischen Preis werben. Sprecht mich einfach an und wir finden einen Weg, der zu euch, zu mir und zu der Nähnerd-Comunity passt.

Vielleicht habt ihr es gemerkt: ich kommuniziere auf twitter anders, als auf Facebook. Das habe ich mir sehr genau überlegt, weil ich die Veränderungen gut machen möchte. Gebt mir bitte Feedback, wenn ich es an mancher Stelle (egal ob Blog, Social Media oder oder) noch besser machen könnte!

Hoffentlich verschrecke ich euch, liebe Leserinnen, mit meinen Veränderungen nicht - vielleicht habt es ohnehin schon vermutet oder geahnt. Ich hoffe, ich kann euch auch weiterhin mit meinen Inhalten und Angeboten begeistern.

Liebe Grüße
Meike,  FrauCrafteln

Kommentare:

  1. Mich verschreckst Du nicht. Ich bin positiv gespannt :) !
    LG
    wiebke von stitch-nähkultur

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  2. Na endlich. Ich fand diese Einstellung, einen Blog nie niemals nicht für Werbung zu nutzen, schon immer überzogen. Werbebanner oder -links auf Näh- oder Modeblogs sind sogar die einzigen, die ich mal verfolge. Ist doch gut, auf diese Art auf noch unbekannte Quellen zu stoßen. Auch gesponserte Posts, z.B. Reviews, finde ich eher einen Gewinn, solange es sich nicht um reine Jubelposts handelt. Und ob das so ist, lässt sich m.E. ganz gut an der Differenziertheit der Betrachtung ablesen.

    Allerdings lese ich in der Regel alle Blogs im Feedreader. Das ist einfach schneller und übersichtlicher. Auf den Blog selbst komme ich, um zu kommentieren oder eine Diskussion zu verfolgen, aber eben nicht jedes Mal. Oder ich verfolge den MeMadeMittwoch-Link auf Blogs, die ich nicht in der Liste habe.

    Blogger, die nur Teaser, schlimmstenfalls ohne Bild, in den Feed lassen, müssen damit rechnen, dass ich nicht (mehr) komme. Es sei denn, sie haben Content, für den ich den Umweg in Kauf nehme. Da gibt es ein paar. Aber grundsätzlich steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich Banner zu sehen bekomme, eher mit dem Interesse an Kommentaren oder daran, selbst was zu sagen, als durch subtile Nötigung. Übrigens kann man Werbebanner auch in Feeds einbinden. Finde ich ganz gut, auch wenn es nur selten genutzt wird.

    Ach, und noch was: wer wirbt und deshalb nur Teaser im Feed hat, sollte ganz besonders penibel auf schnelle Ladezeiten achten. Auf einen Post zu klicken und dann ewig zu warten, bis sich allerlei Javascripts und Bibliotheken geladen haben (Werbung kommt immer mit Auswertung) und dann vielleicht noch ein Schwung nicht streng optimierter Bilder ... ätzend. Das ist natürlich ein Zielkonflikt, aber man sollte sich des Problems zumindest bewusst sein.

    Dann bin ich mal gespannt, welche Katzen noch aus Deinem Sack schlüpfen ;-) ... Ich rate mal: eine eigene kleine Modelinie in Kooperation mit Frau Stox.

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir für alle Deine Projekte viel Erfolg!

    Viele Grüße
    Ursula

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    1. Bin auch eine von den via Readerleserinnen. Die Werbung würde ich nur sehen, wenn diese im Post selbst ist oder wie Ursula geschrieben hat als Werbebanner im Feed.
      Bin gespannt auf die Veränderungen in deinem Blog.
      Ich habe überhaupt keine Bedenken, dass dein Blog "in die falsche Richtung abdriften" könnte.
      Hast Du mal über einen Spenden oder Flattr (hattest Du das nicht schon mal?) nachgedacht?
      Viel Erfolg.
      Lieber Gruß, Muriel

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    2. Danke für die interessanten Hinweise, Ursula. Ich habe zwar viel nachgedacht, aber wohl noch nicht alles :-)

      Danke auch Muriel. Flattr hat nicht funktioniert. Dabei finde ich die Idee nach wie vor gut, denn mein Liebstes bleibt es, Texte zu schreiben.

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  3. Also ich bin sehr gespannt auf alle drei deiner Projekte! Das geschickt eingefädelte, das Buchprojekt und das Geheimprojekt (und ich bin ja gar nicht neugierig!)

    Wenn man sozusagen das Hobby zum Beruf macht, gehören Kompromisse dazu. Als Musiker heisst das beispielsweise, einen Song abzuändern auch wenn es weh tut, auch mal an einem nicht stimmungsvollen Event aufzutreten, weil es gute PR gibt oder eine gute Gage.

    Dasselbe ist doch hier der Fall: sehr toll, dass du diesen Schritt wagst und daraus mehr Beruf machst, finde ich mutig und bewundernswert. Ich glaube viele Leute sind insgeheim auch neidisch, wenn jemand einen solchen Weg wählt, der sicher nicht geringen Widerstand hat und trotzdem sehr erfüllend sein kann. (Klingt jetzt etwas nach einer Sekte. Aber als Frau eines Musikers und Künstlers kenne ich die vielen Bedenken und die Glückseligkeit, die aus der Berufswahl entsprungen ist ;)) Und in der Ausstellung über "Geld", in dem ich momentan arbeite, ist auch eine Bank Mitsponsor der Stiftung - da gibt es auch den einen oder anderen kritischen Kommentar seitens der Besucher.

    Ich fand deinen Blog immer sehr authentisch und transparent, mach weiter so! Ich folge munter auf Twitter, dem Blog und auf FB. Und die Idee mit der Werbung ist doch wunderbar, so bietest du auch vielen Leuten eine Plattform.

    Liebe Grüsse, Lottie

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    1. Dankeschön! Das was du über Kompromisse schreibst, kenne ich sehr gut. Das ist beim Bücherschreiben auch so, wenn man mit einem Verlag zusammenarbeitet. Da aber Blogwerbung keinesfalls meine Haupteinnahmequelle sein soll, werde ich mir schon versuchen, die Pralinen auszusuchen und möglichst wenig Kompromisse zu machen.

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  4. Feedback: Werbung für eigene Produkte finde ich ok, sparsame Bannerwerbung, die nicht beim Lesen stört, auch.
    Sponsored Posts und affiliate Links im "redaktionellen" Blogteil kann man machen, klar, aber damit zusammenhängende Produktbewertungen/Event- und Reiseberichte interessieren mich persönlich nicht, weil ich nicht glaube, dass die Blogger ehrlich schreiben (können). Sie müssen dann ja Vorgaben erfüllen, wie viel/wie oft sie schreiben bzw. dürfen ein Produkt/Firma gar nicht verreißen, wenn sie weiter beauftragt werden wollen. Das bleibt ein grundsätzliches Problem der Finanzierung von Bloggern - genau wie bei Journalisten.
    Symbolischer Werbepreis für Geheimprojekte anderer ist natürlich toll, da wäre dann wieder der Gemeinschaftsgedanke der sozialen Netzwerke.
    Viel Erfolg jedenfalls beim weiteren Aufbau der Öffentlichkeitsarbeit in der Nische, im Interesse aller Nähblogger. (Hilft außerdem hoffentlich auch dagegen, dass Blogger sich immer noch geehrt fühlen, als kostenlose Produkttester fungieren zu "dürfen".)

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    1. Ich glaube, es gibt solche und solche BloggerInnen. Ich würde niemals über Müslischalen schreiben, nur weil ich sie geschenkt bekomme, selbst wenn ich sie wirklich tottttaaaaaaaal supppiiiiiii finden würde. Das ist einfach ein anderes Modell von Blog und das finde ich für mich uninteressant.

      Ich bin seit 25 Jahren selbständig und weiß, was FreiberuflerInnen und UnternehmerInnen für einen Stundenlohn/Tagessatz brauchen, damit es eine ernsthafte Berufstätigkeit ist - darunter mache ich es nicht. Ordentliche Arbeit muß ordentliches Geld bringen. Basta. Es ist mir ein Anliegen, dass BloggerInnen als Geschäftspartnerinnen - so sie es denn sein wollen - ernst genommen werden und daran arbeite ich. Wer mich nicht ernst nimmt, kommt als Kooperationspartner nicht in Frage. Da gab es schon einige, die es versucht haben, aber wenn es nicht passt, dann passt es eben nicht.

      Und ich weiß auch, dass wenn man sich verbiegt, ganz schnell der "Wert der Marke" kaputt ist, deswegen bin ich da sehr sehr vorsichtig, was ich mache. Also keine Angst, dass ich auf einmal Reiseberichte schreibe oder irgendwelches merkwürdiges Zeugs. Ich schlage Unternehmen Blogartikel vor, die mich ohnehin beschäftigen und wenn sie dafür zahlen, dann habe ich eine Art Stipendium. An den Inhalten wird sich nichts ändern, nur wird es vielleicht zusätzlich weiterführende Links in Artikel geben, die ich ohnehin geschrieben hätte.

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    2. Liebe Meike, das mit den Müslischalen (und den zuckersüßen Stöffchen) kann ich nur unterstreichen. Und auch was du über Tagssätze schreibst - ich war mal freiberufliche Schreiberein und pflichte dir vehement bei: viele Jobs sind angesichts der angeboteten Honorare nicht ernsthaft zu machen... umso schöner finde ich es, wenn du es schaffst, aus deinem lesenswerten, liebenswerten Blog ein ernsthaftes berufliches Standbein zu machen. Geldverdienen wollen ist ja nicht per se bähh. Und wenn man es mit einer so wunderbaren Sache wie dem Nähen tun kann: umso besser! Ich freue mich schon, dich im TV zu bewundern und drücke für all das beruflich Kommende heftig die Daumen.
      lg Almut

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  5. Ich bin einfach auch sehr gespannt und wünsche dir ganz viel Glück und Erfolg bei deinen Vorhaben! Ich bin auf jeden Fall dabei!
    Liebe Grüße
    Sabine

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  6. Klingt alles gut und durchdacht und ich finde es schön, dass du es ankündigst.
    Ich gönne es jedem Kreativen aus seiner Berufung einen Beruf zu machen. Und ich gönne es dir weiterhin, wenn du nicht mehr nur schauen müsstest das was übrig bleibt, sondern wenn richtig der Rubel rollt. Was man kann und auch noch liebt sollte man machen. Und wenn man sich dabei nicht verbiegt, dann soll dabei gefälligst richtig gut was bei rumkommen ;)
    Ich wünsche dir viel Erfolg dabei..
    PS: wie lange dauert es denn jetzt noch bis November?? Seufz...
    Viele Grüße, Mel

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    1. Danke Mel. Du hast schon Recht, der Rubel sollte rollen. Das ist leider in kreativen Berufen immer ein Problem. Aber wir arbeiten dran :-)

      Es gibt schon Adventskalender. Könnte das die Wartezeit versüßen?

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  7. Alles ok., wie du es angehst.
    Mal ein bisschen flapsig formuliert: wir haben alle unseren Preis, denn wir müssen von etwas leben. Und man kann sich billig von vielem lautstark beeindrucken lassen, weil man es geschenkt bekommt oder einen professionellen Zugang wählen.

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  8. liebe Meike .. Gruesse aus Italien hab hier auch schon fuer dich Werbung gemacht .. MundzuMundpropaganda.. toi toi

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    1. oooooh, bekannt bis nach Italien! Ich bin gerührt!

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  9. Liebe Meike!
    Ich bin immer gerne hier und bin mir sicher, alles ist gut durchdacht. Ich wünsche viel Glück und Spaß und eine ordentliche Portion Durchhaltevermögen, sowie gute Nerven ;) und Mut. Ich freue mich auf alles was kommt und bin gespannt.
    Liebste Grüße
    Nina

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