Freitag, 12. Juni 2015

Die perfekte Rocklänge?

Seit ein paar Tagen mache ich mir nun Gedanken, über die perfekte Rocklänge. Mir ist schon klar, dass es diese - als allgemeine Aussage nicht gibt. Aber wie bestimme ich für mich und das jeweilige Kleidungsstück eine gute Länge?

Ich bin absolut überzeugte Püsterin, d.h. ich nähe Röcke und Kleider fast fertig und püstere dann die Saumlinie mit dem Rockabrunder ab, damit der Saum von allen Seiten den gleichen Abstand vom Boden ab. Natürlich versuche ich das schon in den richtigen Schuhen für diesen Rock, weil sich bei unterschiedlichen Absatzhöhen die Haltung ändert.

Auf dem Püster habe ich seit ungefähr zwei Jahren eine Markierung für "meine Rocklänge". Diese Rocklänge wurde einmal auf einem Nähkränzchen, nach ausführlicher Beratung mehrere Nähnerds bestimmt und von mir seit dem nicht mehr verändert. Bis zu der letzten Woche.

Als ich letzte Woche das "nebenan-Kleid" nähte, war mir nach etwas Neuem. Das Kleid ist im Original sehr kurz und sehr mädchenhaft. Ich wollte gerne diesen mädchenhaften Look, aber doch auch irgendwie angepasst für mich, eine Frau mittlereren Alters mit unpopulären Formats. Keine leichte Aufgabe! Ich stand also eine Weile vor dem Spiegel und steckte den Rock so, wie ich ihn mir ungefähr vorstellte. Statt knapp auf dem Knie oder unter dem Knie entschied ich, dass meine Knie mal zu sehen sein sollten, aber nicht viel mehr, denn einen Mini wollte ich auch nicht. Angesichts der Breite des Kleides, hätte das irgendwie unförmig ausgesehen. Als ich meinen Mann zu püstern bat, meinte er "süß", was mich sehr erstaunte, denn das hatte er noch nie zu mir gesagt. Süß? Ich? Möchte ich süß aussehen? Ja, doch! Ja, etwas süß finde ich gar nicht so schlecht, wenn es nicht zu süß wird. Wer sagt denn, dass ältere Frauen oder dicke Frauen nicht süß sein dürfen. Ist süß-sein nur jungen Mädchen vorbehalten? Das ist doch alles eine Frage der Kombination von Schnitt, Material und Kompetenz der Rockträgerin.

Diese kurze Rocklänge gefiel mir so gut, dass ich das nächste Kleid, das ich von meinem UFO-Stapel rettete, kurzerhand (sic!) auch in der neuen Länge machte. Und ich liebe es! Habe ich am Ende in den letzten Jahren eine falsche Rocklänge gehabt? War das Urteil meiner Nähfreundinnen falsch? Wie gesagt, falsch und richtig sind schwer zu bestimmen, ich kann nur sagen, dass sich die Kleider ein bisschen falsch anfühlten. Ich fühlte mich immer etwas matronenhaft in meinen Hemdblusenkleidern und erklärte mir das mit den Mustern und dem Schnitt und natürlich mit meiner Figur, die in den Filmen nur den den Müttern der erwachsenen Hauptdarstellerinnen vorbehalten ist. Obwohl mir die Kleider gefielen, fühlte ich mich irgendwie unwohl.



In den letzten Tagen bin ich nun zu dem Schluss gekommen, dass dünne Sommerkleider für mich durchaus ein bisschen kürzer sein dürfen. Bei meinen kurzärmeligen Ajaccios hatte ich das intuitiv auch schon gemacht. Wenn das Material dünn und flatterig ist, mag ich es "kurz über dem Knie". Wie das mit wärmeren Kleidungsstücken und mit Petticoat ist, muss ich mir noch mal überlegen, bzw. beobachten.

Spannend, das mit der Rocklänge. Wie macht ihr das? Habt ihr eine Standardlänge und wenn ja, warum? Steht ihr bei jedem Kleidungsstück neu vor dem Spiegel, steckt ab und grübelt? Von was hängen eure Überlegungen zur Rocklänge ab?

Kommentare:

  1. Witzig, bei mir ist es eher andersherum. Im Winter und im Herbst darf der Rock kürzer sein, denn mit Strumpfhose fühle ich mich dann immer noch angezogen. Sommerröcke und -Kleider mag ich lieber einen Tick länger. Ich entscheide mich für die Länge meist erst vor dem Spiegel im halb fertigen Zustand, die meisten Schnittmuster mir zu lang sind. Manchmal kürze ich schon im Schnittmuster. LG

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    1. Ich mag es auch nicht, wenn man die "Bermesenzer" sieht. Im Sommer bin ich grundsätzlich " enthemmter", also da ist der Anblick eher daran gewöhnt, Haut zu sehen.

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  2. Interessant...ich bin auch zur Erkenntnis gekommen, dass ich die letzten Jahre immer zu lange Kleider genöht habe. Wollte immer die Knie verstecken, weil ich die an mir nicht leiden mag. ABER Kleider oder Röcke oberhalb des Knie finde ich inzwischen viel schöner...sehen frischer aus...netter...moderner...oder eben süß! Also werde auch ich in Zukunft wieder kürzer nähen...Knie hin oder her....
    Grüße
    Nicole

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    1. Verstecken halte ich immer für ne schlechte Idee. Ich glaube, es kommt hauptsächlich auf die Silhouette an und Details treten da in den Hintergrund.

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  3. Interessante Frage! Ich finde die "neue" Rocklänge bei den Hemdblusenkleidern auch sensationell an dir, könnte mir aber z. B. die Tellerröcke eher nicht in dieser Länge vorstellen. Oder muss man das auch einfach mal probieren? Für mich lege ich die Länge bei jedem Teil wieder aufs Neue fest. Im Winter tendenziell auch etwas kürzer, wegen der dicken Strumpfhose, wie Madamsel sagte. Die gerade modische Wadenlänge fidne ich interessant, aber wegen Matronenhaftigkeitsgefahr schwer umzusetzen. Und ich glaube mit dem "kürzer ist besser" sind wir gerade unbewusst von der modischen Entwicklung geprägt: Röcke sind zur Zeit entweder kurz (deutlich über dem Knie) oder lang (Wadenläge bis bodenlang). Die mittlere Länge am/auf dem Knie ist zu einer konservativen Rocklänge geworden, es gibt noch Businesskostüme in der Länge oder Sachen für "ältere Frauen", auf der Straße sieht man das an jungen, modischen Menschen kaum noch. Ich glaube das beeinflusst uns doch, und deshalb die Tendenz, die eigene Rocklänge anzupassen. (Zumindest beeinflusst es mich - Selbernähen läuft ja auch nicht völlig autonom ab, was man sieht und was andere tragen spielt ja doch eine Rolle.)

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    1. Ach, ich liebe dich schon alleine dafür, dass du hin und wieder das Wort "sensationell" in Zusammenhang mit mir verwendest! "Matronenhaftigkeitgefahr" ist aber auch sehr schön.
      Ich würde es nicht Mode nennen, sondern Sehgewohnheit.

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  4. Ich dachte auch, meine persönliche Länge gefunden zu haben. An meinen Ajaccios gefielen mir die Proportionen dann gar nicht und ich habe sie daher um so viel, wie der Zuschnitt hergab, länger als üblich gemacht. Auf deutlich kürzer wäre ich gar nicht gekommen. Zu meinen Beinen habe ich aber auch ein eher gespaltenes Verhältnis.
    Dein neues Kleid gefiel mir gestern rundum gut incl. der Länge. Es schmeichelt deiner Figur sehr und wirkt ganz wunderbar luftig und lässig. Nichts scheint einzuengen und dennoch ist es dabei elegant - irgendwie italienisch.
    Ich meine ja immer meinen vergleichsweise schmalen Oberkörper betonen zu müssen und bin daher auf dieses lockere Gefühl, das ich mir bei deinem Kleid vorstelle, etwas neidisch.
    Viele Grüße
    füßchenbreit

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    1. Hach! Italienisch! <3

      Es lohnt, wohl immer mal mit den Shilouetten zu experimentieren!

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    2. Ich fragte mich noch, ob wohl Italienisch nur für mich positiv besetzt ist.

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    3. Nö, geht mir auch so.

      *Wink*

      Henriette

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  5. Ich finde deine Gedanken - wie immer - spannend. Deine neuen Kleider stehen dir sehr gut! Ich habe eher unförmige und dicke Beine, so dass ich immer Leggins, die unter dem Knie enden, zu Röcken trage. Dann dürfen diese auch etwas kürzer sein.

    Im Radio sprach mal ein Stil-Experte über Rocklängen. Dabei verwendete er diese Formel:
    Alter plus Gewicht geteilt durch 3 plus 20 cm = ideale Rocklänge

    Es ging im Bericht aber eher darum, dass nicht 60jährige Mini tragen. Dass man das einfach den jungen, schlanken Mädchen überlässt ;-)

    Liebe Grüsse
    milena

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    1. Ach diese Expertennen! Die rauche ich gerne in der Pfeife. Die Formel würde dazu führen, dass meine Röcke über die Standartlänge noch 4 cm Lüner sein müssten, das wäre vermutlich der dickste Punkt der Wade und sieht bestimmt beschissen aus.

      Ich weigere mich irgendetwas den Jungen Schlanken zu überlassen. Ich wäre nicht da, wo ich heute bin, töte ich das!

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    2. Das wäre dann bei mir eine Rocklänge von 102cm und würde erheblich am Boden schleifen. ...ergo : Schwergewichte sollen sich komplett verhüllen...so ein Käse. ..:))

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    3. Genau. Und ich finds gut, dass du darauf pfeifst! Wenn man dich und deine Kleider anschaut, hat man wirklich das Gefühl, dass du es einfach richtig machst. Weiter so!

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    4. Diese Formel ist wirklich Unfug. Die funktioniert allenfalls mit sehr viel Wohlwollen in den unteren Gewichtsklassen - und selbst dann ist die passende Rocklänge noch von vielen anderen Faktoren abhängig.

      Aber auf 102 cm komm ich nu auch wieder nicht. Nehmen wir als Beispiel 60 Jahre und 140 Kilo (Stella, beides sicher deutlich höher als bei Dir), dann komme ich auf: (140 + 60) :3 + 20 = knapp 66 + 20 = 87. 87 cm ist allerdings tiefe Wadenlänge. Sehr, sehr züchtig und für üppige Frauen (außer bei Y- oder H-Figuren) nicht gerade "erleichternd".

      Wer schöne Beine hat, soll sie zeigen. Auch mit 60 plus. Und für die, die sie wegen Besenreisern und Konsorten nicht mehr so vorzeigbar finden, gibt's Strumpfhosen und Leggins.
      Das gilt genauso für die Üppigen im Lande. Ich gebe allerdings zu, ich hätte früher nicht gedacht, wie vielen Dicken kürzere Röcke, sogar gemäßigte Minis, stehen. Auch da: alles eine Sache der Proportionen.

      Viele Grüße
      Ursula

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    5. Frauen sind unterschiedlich groß und damit auch mit unterschiedlich langen Beinen ausgestattet. Knie/Waden/wasauchimmer lang ist dann schnell mal 3-4 cm mehr oder weniger.

      Und außerdem:
      Bei ganz jungen Mädchen funktioniert die Formel auch gar nicht. Nehmen wir eine 14-jährige, die ein knielanges Kleid möchte (z.B. zur Konfirmation). Sagen wir, Gewicht 55 kg. Dann (55+14)/3 + 20 = 69/3 + 20 = 23 + 20 = 43.

      Zusammengefasst: Bei jungen schlanken Frauen funktioniert die Formel nicht, bei alten schweren Frauen auch nicht, und dazwischen sind andere Faktoren wie Körpergröße oder Tragezweck viel entscheidender.

      Viele Grüße,
      Katharina

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  6. Ich finde, dass dir die Länge gut steht. Warum sollte man deine Knie nicht sehen. Wäre doch schade drum! Außerdem wollte ich dir immer schon sagen, dass mir deine selbstbewusste Art sehr gut gefällt. Das vermisse ich oft bei mir. ;)
    LG Elke

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    1. Danke! Vielleicht einfach mal ausprobieren?

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  7. Die Rocklänge bestimmt meiner Erfahrung nach, viel vom Charakter eines Kleidungsstücks. Zu lang und das sind manchmal bei mir nur 2 cm birgt die Spiessigkeitsgefahr.
    Die Mehrlänge kann aber auch den Unterschied von normal zu besonders elegant ausmachen.
    Nur gibt' es eben keine allgemeine Regel, das beste Beispiel dafür ist Dodo, mit ihrer einzigartigen Dodolänge.
    Vielleicht ist es eine ganz feine Abstimmung zwischen den Proportionen des Kleidungsstücks und der Trägerin.
    Ich wähle für mich meist die Version lieber etwas kürzer, aber ob das die objektiv richtige Entscheidung ist, weiß ich nicht genau.
    Was mir nach Reisen immer auffällt, sind die nationalen Besonderheiten. Deutschland ist in meinen Augen eher etwas prüde gerade gegenüber nicht mehr ganz jungen Frauen.
    In Frankreich, Italien und Spanien ist der Minirock mit 60 kein Stilbruch, ebensowenig wie ärmellose Oberteile.
    Aber das ist nochmal ein neues Thema mit viel Diskussionspotential.
    Für mich ist die Rocklänge variabel, da gibt es keine in Stein gemeißelte Vorschrift. Und vielleicht ist mir nächstes Jahr wieder nach längeren Röcken. Dein kurzes Kleid fand ich sehr stimmig an dir.
    LG,
    Claudia

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    1. Spannendes Thrma mit den regionalen Unterschieden. Da fällt mir auf, dass ich in keiner ausländischen Großstadt mehr war, seit dem ich nähe. Schreib du doch mal was darüber. Fände ich sehr spannend!

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  8. Bei mir sind die Winterröcke eher kürzer als die Sommerröcke und Kleider, weil ich im Winter Strumpfhosen trage und man dann nicht so viel sieht wie im Sommer, wenn der Rock beim Sitzen nach oben rutscht. Ich finde kurze Röcke durchaus schön, aber beim Sitzen rutscht so ein Rock eben gerne mal etwas nach oben... ich arbeite in einem Bereich mit vielen Männern und eher wenigen Frauen, da fühle ich mich einfach wohler, wenn ich in einer Besprechung nicht ständig am Rock zuppelnn muss! ;-) Die richtige Rocklänge ist sehr individuell, hängt auch vom Anlass ab. Irgendwo hatte ich auch mal Regeln zu Rocklängen gelesen, weiß aber leider nicht mehr wo...

    Liebe Grüße
    Rock Gerda

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  9. Ich trage ja wenig Röcke, wegen diesem OSIP. ..aber wenn ich mal sowas mache dann mache ich das auch immer individuell. Ich finde deine Beine sehr schön nur raus damit ! Ich habe mal einen altmodischen auf der Wadenmitte endenden grauen Rock genäht. Beim ersten Anblick fand ich das furchtbar und habe ihn entsorgt.
    Beim späteren Durchblättern der Fotos, dachte ich dann : warum eigentlich nicht, sieht gar nicht schlecht aus !
    Das sind glaube ich Sehgewohnheiten und dämliche Expertenmeinungen die uns da immer was aufschwätzen wollen....
    Ein Dogma darf gern mal gebrochen werden...dazu sind sie da....!!;)

    Ich finde dein Kleid sehr super und du sahst fantastisch darin aus, und hast fantastische Sachen drin gesagt...

    iebe Grüsse
    Stella

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  10. Da hast du - mal wieder - eine interessante Frage aufgeworfen. Ich denke, vieles hängt natürlich von der Silhouette ab. Sommerkleider mit weitem Rock habe ich gerne ein bisschen länger, schmalere Winterröcke zu Stiefeln eher kniefrei. Und grundsätzlich ist meine Rocklänge in den letzten Jahren tendenziell von über-Knie nach unter-Knie gerutscht. Das hängt an persönlichen Befindlichkeiten (ich bin mit meinen Beinen nicht mehr so zufrieden wie früher...) und Berufserfordernissen (Lehrerin im Mini ist oft schwierig). Aber über-Knie hat sehr sehr oft dieses Spießigkeitsproblem. Und mit Leggins, die kurze Röcke entschärfen, habe ich auch oft ein Problem. Darin komme ich mir immer sehr absonderlich vor (und es ist zu warm, wenn es heiß ist). Dir jedenfalls stehen die kürzeren Röcke supergut (das dunkelblaue Anlass-Kleid ist toll) - und ich finde nicht, dass du zu mädchenhaft aussiehst. Vielmehr denke ich darüber nach: sollte ich auch mal wieder kürzere Röcke nähen?
    Danke für deine Gedanken und den Denk-Anstoß (ich werde in den nächsten Tagen mal besonders auf Rocklängen in meiner Umgebung achten...)
    liebe Grüße
    Almut

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  11. Das ist eine superspannende Frage. Ich denke nicht, dass es die eine richtige Rocklänge gibt. Und schon gar nicht eine Formel. Das ist purer Unfug. Es hat meiner Meinung nach mit Gewohnheit, mit der Aussage (eleganter/sexier/mädchenhafter/usw.) und mit der Silhouette zu tun. Damit kann man eben auch spielen. Welche Aussage will ich treffen? Will ich elegant, verspielt, gediegen, cool oder wie auch immer wirken? Was würde ich zu dem Rock/Kleid anziehen und wie sieht und wirkt die Silhouette dann?
    Bei mir sind gerade Röcke in der Mehrzahl länger als etwas ausgestellte, aber es gibt Ausnahmen.
    Ich fand das blaue Anlasskleid an Dir ausgesprochen entzückend, aber mehr Richtung sophisticated-selbstbewusst als mädchenhaft.
    Viele Grüße,
    Katharina

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  12. Ich habe NIE, wirklich kein einziges mal exakt die gleiche länge eines stückes.
    man sieht es ,wenn man meine bilder in dem richtigen verhältnis nebeneinander macht.
    das liegt daran dass ich immer individuell vor dem spiegel entscheide, welche länge für dieses modell, für diesen stoff und mich in den beiden am besten ist.
    und dazu gibts es nie 2 oder antworten sondern immer nur 1!
    ebenfalls gibts auch keine sommer oder winterlänge...

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  13. Ich mag meine Beine nicht, deshalb bin ich mit der Länge immer besondes vorsichtig, meistens muss ich den Saum zwei Mal machen, weil ich mich erst später traue, das Kleid/den Rock doch ein oder zweit Zentimeter zu kürzen.Und dann wirklich feststelle, dass es besser ausieht. Im Winter, wenn ich Stiefel trage, geht es etwas besser - da entscheide ich mich schneller für die richtige Länge. Im Endeffekt läuft es aber darauf hinaus, dass wenige Zentimeter endscheident sind. Ich finde dein Vortragskleid hat genau die richtige Länge - du siehst toll darin aus!
    LG Rita

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  14. Auch bei mir gibt es, wie schon einige vor mir geschrieben haben, nicht die eine Länge für alle Kleider.
    Ich entscheide beim Herumprobieren vor dem Spiegel, welche Länge richtig ist, oftmals kürze ich auch noch nach einiger Tragezeit nach.
    Ich bin ja auch nicht mehr taufrisch, aber kürzere Rocklängen, vom Mini einmal abgesehen, mag ich an mir lieber. An mir finde ich eine Länge über dem Knie oft bieder. Anders wiederum ein richtiger Maxirock.
    Und ich stimme Claudia zu; im Ausland findet niemand etwas dabei, wenn ältere Frauen kurze Röcke tragen, das ist im Straßenbild normal. Überhaupt werden dort von den Frauen öfter Röcke und Kleider getragen, als es bei uns üblich zu sein scheint. Mag auch an den wärmeren Temperaturen liegen. Je wärmer es ist, desto eher trägt man ein Kleid, weil es angenehmer und luftiger ist, als jede Hose.
    Entscheidend ist für mich, dass ich mich mit der Länge wohlfühle und sie stimmig an mir finde; das ist reine Gefühlssache.
    LG von Susanne

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    1. hihi. kommt auf ausland an;-)
      für russland ist das definitiv NO GO!ebenso ist NO GO sich mit zunehmendem alter wie eine pellwurst abzubilden:-)
      und was noch in russland No Go ist... niemals 40+ sollte man die beine ohne feinstrumpfhose in öffentlichkeit zeigen. es ist äusserst unästhetisch und geschmacklos. auch wenbn draussen +40°C ist. den anblick mutet man einfach den anderen nicht zu.
      so viel zum ausland..... andere länder-andere sitten.

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  15. Ich habe zwar auch eine Standardlänge und eine Markierung am Püster, aber trotzdem lasse ich da mehr NZG, um ggf. die Länge ändern zu können, weil sie nicht nur von der Form des Rockes oder Kleides abhängt, sondern auch von Muster, Farbe, Schuhwerk,...
    Ein helles, dünnes Blümchenkleid mit nackten Füßen in Sandalen braucht manchmal eine andere Länge als ein Tellerrock aus Wolle mit dunklem Karomuster, zu dem Mantel, Strumpfhosen, Stiefel und Strickstulpen getragen werden.

    Spannendes Thema! Danke!

    Liebe Grüße aus Berlin,
    Henriette

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  16. Gerade hat Frau Charming wieder ein Kleid bekommen.
    Nach dem selben Schnitt wie damals zum Dressmakers-Ball. Aber aus festem dunklem Jersey (also ohne Knöpfe/Reißverschluss).
    Das Kleid hatte beim letzten Mal die perfekte (eher kurze) länge bei der ich sehr viel von der ursprünglich zugeschnittenen Länge entfernen musste, trotzdem habe ich es diesmal wieder so lang zugeschnitten und damit bis auf den Saum fertig genäht. Zum Glück, denn diesmal kam beim austesten mit Frau Chrming vorm Spiegel eine längere Länge raus. Vom Gefühl her ist es wahnsinnig viel länger, in wirklichkeit sind es aber (glaube ich) nur 3 oder 4 cm; müsste man mal nebeneinander halten.
    Also auch hier: lieber etwas länger machen und dann noch abschneiden.
    Nur schade, dass nun der Stoff nicht mehr für ein Langarmshirt reicht.
    Beste Grüße
    Christoph

    PS.: Diese beiden Kleider sind in der Länge genau richtig und stehen Dir sehr gut Frau Crafteln.

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  17. Ich glaube, die Überschrift war suboptimal, denn ich meinte nicht die universal perfekte Rocklänge. Das das ein Irrtum sein könnte, hatte ich ja schon festgestellt. Die Frage bleibt aber, wie ich eine gute Rocklänge ohne die Hilfe von anderen feststelle - wahrscheinlich bleibt nur stecken und überlegen oder fotografieren.

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    1. Also Frau Charming hat das vor'm Spiegel (auch bei der alten Version) selbst entschieden, ich war lediglich Erfüllungsgehilfe und habe innen an den Nahtzugaben nur schonmal markiert wo der Saum damal war, damit sie einen vergleich hat. Wir haben grob abgesteckt (wollten keine Löcher in den sichtbaren Stoff machen). Es bleibt wirklich nur stecken und überlegen oder fotografieren, und die letztendliche Länge hängt hauptsächlich vom Tragegefühl ab.

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  18. Du hast schöne Beine, wundert mich nicht, dass es gut aussieht,
    wenn du mehr von ihnen zeigst.
    Grüße
    Petra

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