Dienstag, 19. Mai 2015

Schnittbesprechung: Shirtschnitt mit asymmetrischem Ausschnitt aus Knip Mode 6/2013



Schon länger hatte ich vor, dem guten Beispiel von Mema zu folgen und ausführliche, subjektive Schnittmusterbesprechungen in extra Posts aufzuschreiben. Um am Ball zu bleiben, mache ich nach dem umjubelten Kleiderschnitt mal weiter "in Jersey"


FrauCrafteln und das Shirt-nähen

Wenn schon Shirts nähen, dann bitte interessant - nach dem Motto "einfache Standardshirts in uni kann ich auch kaufen". Ich war also schon länger auf der Suche nach einem interessantem Shirtschnitt. Jetzt sollte frau denken, dass ich doch auch einfach irgendeinen Schnitt nehmen könnte, den ich für Jerseykleider bereits probiert hätte. Na, so einfach ist das dann doch nicht, finde ich. Aber ich habe drei Jahre lang die Knip Mode aboniert gehabt, so dass ich dort fündig wurde.

Es tut mir leid, dass ich erst jetzt den Schnitt bespreche und hoffe sehr, dass ich euch nicht allzu wild darauf mache bzw. das das Heft noch irgendwie erhältlich ist, falls ihr meint, dass ihr ohne den Schnitt nicht mehr leben könnt. Was ich aber schreibe, gilt sicherlich zum großen Teil für andere Shirt-Schnitte aus der Knip Mode, die es ja seit Anfang des Jahres auch auf deutsch als "Fashion Style" gibt.



Meine Shirts nach Knip 6/2013:

Blumenshirt, Punkteshirt (noch nicht verbloggt)

Größen

Es ist ein Plusgrößenschnitt von 44 bis 56.

Stoffverbrauch
zwischen 0,90 cm und 1,25 m bei 160 cm breitem Jersey. Da der Jersey meist nur 1,40 m breit liegt, nehme ich 1,20 m


Gibt es Variationen?

Nein. Aber bestimmt ist dieser Schnitt in anderen Ausgaben der Knip Mode noch mal als Kleiderschnitt genutzt.

Sieht das genähte Kleidungsstück wie auf dem Foto/der technischen Zeichnung aus?

Naja. Ich finde, die technische Zeichnung verspricht ein deutlicheres Faltendetail. Aber ob das so aussieht, liegt vermutlich auch am Stoff.

War die Anleitung leicht zu verstehen?

Die Anleitung habe ich nicht gelesen. Ich kenne aber schon von der Knip, dass nach den Schnittteilen noch verbal die zusätzlichen Schnitteile beschrieben werden sollen, die zusätzlich zugeschnitten werden sollen ("Knip naar maat"). Hier der Halsbelegt, den ich aber so nicht gemacht habe.

Aus welchem Material ist der Schnitt

Es handelt sich um eine Schnittmusterzeitschrift. Auf dem Bogen sind mehrere Schnitte mehrfarbig gedruckt, die abgepaust werden müssen.

Mit Nahtzugabe oder ohne?

Ohne Nahtzugabe.

Was mochte ich besonders/überhaupt nicht an dem Schnittmuster?

Ich finde, der Schnitt funktioniert nicht so gut mit Halsbeleg, aber vielleicht bin ich dafür einfach nur zu ungeduldig und unordentlich gewesen. Da ich einen wildgemusterten Stoff verwendet habe, habe ich die Schnitte Saumlösung "umschlagen und mit dreigeteiltem Zickzack steppen" gewählt.

Beim zweiten Shirt habe ich keine Falten gelegt, sondern gekräuselt. Wurde genauso doof, wie beim ersten. Beim dritten Shirt würde ich trotzdem wieder kräuseln.


Veränderungen am Schnittmuster (für meine Figur)

Ich habe zwei Größen kleiner statt nach Maßtabelle genäht, da ich enge Shirts bevorzuge.

Halsausschnitt nicht mit Beleg, s.o.

Verwendeter Stoff/mögliche Stoffe

Nur für Jersey, ich habe Baumwolljersey vernäht.

Mit der Nähmaschine und/oder mit der Overlock genäht?

Bis auf Ausschnitt und Saum mit der Overlock genäht.


Welche Unterstützung/Tutorials habe ich genutzt?

Keines

Würde ich das Schnittmuster noch mal nähen?

Ja, ich mag es gerne anziehen.

Fazit:

Derzeit sind angeschnittene Ärmel in, ich brauchte etwas Zeit, bis sie mir gefielen, aber jetzt mag ich sie. Das Shirt ist trotz interessantem Detail schnell zugeschnitten und genäht. Der geringe Stoffverbrauch und der schnelle Näherfolg macht es mir leicht, mich zum Shirtnähen aufzuraffen.

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