Donnerstag, 28. Mai 2015

Püh, dann mache ich mir den Schnitt eben selbst!



Ich weiß nicht, ob es am Poststreik lag oder woran auch immer. Jedenfalls warte ich jetzt schon seit gefühlten Ewigkeiten auf dem Dress Bleuet Schnitt von Deer and Doe. Ich hatte dieses Kleid vor Ewigkeiten bei Sinje gesehen (finde aber den Link nicht mehr) und war damals sehr verliebt und dann tauchte es beim Me Made Mittwoch von Marlene genäht noch mal auf und ich wusste: das wird mein nächstes Anlasskleid!

Tja, der Anlass rückt näher, denn ich brauche das Kleid am 6.6. und der Schnitt ist immer noch nicht da. Also habe ich am Wochenende damit begonnen, mir den Schnitt selbst aus meinem Grundschnitt zu basteln. Eigentlich ist das ja sowieso die beste Idee, denn die Wahrscheinlichkeit, dass es passt ist so viel größer, als einen Schnitt anzupassen bzw. wie in meinem Fall, ihn zu vergrößern. Außerdem hatte ich schon länger vor, mal meinen Grundschnitt um Teilungsnähte statt Abnäher zu variieren, weil ich diese Schnittform immer bei Ella Mara, der Queen of Teilungsnähte, bewundere. Gesagt, getan, siehe Bild oben.

Ich weiß, das Bild ist aus einer komischen Perspektive fotografiert und eigentlich sieht man nicht viel. Es handelt sich um meinen Oberteilgrundschnitt. Dieser hat einen sehr großen Abnäher (bei Grundschnitten ist der immer nach oben), weil ich viel Platz für die Brust brauche. Bevor ich den Bogen für die Teilungsnähte malte, verlegte ich den Brustpunkt nach oben (ihr wisst schon, die neuen BHs). Dann schnitt ich an den beiden Abnähern den Schnitt auf und an der neu gemalten Teilungsnahtlinie und schob anschließend die beiden Abnäher zusammen. Das ganze war praktisch ein wenig fummeliger, als ich mir das theoretisch dachte und ich bin gespannt, ob und wie es mit Stoff funktionieren wird.



Den Kragen selbst zu konstruieren, fand ich ziemlich schwierig und ich bin auch absolut noch nicht sicher, ob die Kragenform, wie ich sie mir ausgedacht habe, eigentlich das ist, was ich eigentlich will. Ich werde den Kragen also noch mal mit einem anderen Kragen, den ich schon genäht habe, vergleichen. Auf den Fotos und der technischen Zeichnung konnte ich auch nicht so recht erkennen, ob der Kragen einen Steg hat und wie die Schleife konstruiert ist, aber Sinje hielt mich den Tag über immer wieder mit Detailfotos auf dem Laufenden.



Ich habe also nun einen selbstgebastelten Schnitt: Ich habe Teilungsnähte und das Rockteil an das Oberteil gemacht, unsicher, ob die Art und Weise, wie ich es ausgestellt habe, irgendwie sinnvoll ist. Die Puffärmel, die ich konstruierte sind vermutlich viel zu gepufft und ob die Schleife an mir im Kleid hinten auch nur annähernd so aussieht, wie an den schlanken Frauen, an denen ich das Kleid bisher sah, ist auch ungewiss. Ich fürchte, ich komme also nicht darum, ein Probekleid zuzuschneiden und wenigstens an den relevanten Stellen zusammen zu nähen. Die Zeit wird knapp, es bleibt spannend! Ich mag ja diese Näh-Krimis eigentlich ganz gerne.


1 Kommentar:

  1. Wie schön, daß ich dich ein bißchen inspirieren konnte. Genau deswegen habe ich überhaupt mit dem bloggen angefangen...
    Ich bin sehr gespannt auf dein Kleid und drücke dir die Daumen, daß es beim Nähen ganz brav ist.
    Liebe Grüße
    Marlene

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