Donnerstag, 12. März 2015

SPOILER Great British Sewing BEE - das Finale der 3. Staffel

############ACHTUNG SPOILER############

Wer die aktuelle Final-Folge der 3. Staffel der GBSB noch sehen möchte und nichts darüber wissen möchte, darf diesen Post noch nicht lesen!

############ACHTUNG SPOILER############

Huch, die Zeit ging ja vorbei wie im Flug. Gefühlt habe ich erst vor drei Tagen kapiert, wie ich über das Ipad BBC two sehen kann und schon ist die dritte Staffel der englischen Sewing Bee schon wieder vorbei. Wie jede Woche versuche ich mich an dieser Stelle mit einem schnellen, spontanen und frischen (sprich, wenig durchdachten) Rückblick auf die aktuelle Folge und lade euch ganz herzlich ein, mit mir auf dem virtuellem Sofa platz zu nehmen und in den Kommentaren euren Senf zur aktuellen Folge zu geben. Please take a cup of tea, Dear!

Nicht nur wegen der technischen Probleme, die filmon mir in den letzten 3 Minuten bescherte, war es eine spannende Sendung. Konntet ihr den Rest, nach dem Geknutsche und Gejubel, auch nicht sehen? Erst der Abspann wurde bei mir wieder übertragen. Naja, egal. Obwohl, ich hätte schon gerne gewusst, was es zu gewinnen gab. Wurde das verraten? Ich habe ja nur die erste Staffel noch gesehen und meine mich zu erinnern, dass das damals auch nicht gezeigt wurde, ob und was es außer dem Pokal zu gewinnen gab. Ob es wohl nur Ruhm und Ehre ist?

Ich meine, das haben sie gut hinbekommen, das Finale, denn so klar, wer denn nun gewinnen würde, war es nicht. Aufs und Abs und wieder einmal ging war es mir nicht möglich, zu entscheiden, wer meiner Meinung nach die Aufgabe gewonnen hätte oder wer in meinen Augen gewinnen müsste - auch wenn ich natürlich eine Favoritin hatte, aber natürlich nicht verrate wer. Haha.

Zurück zum Anfang. Erste Aufgabe: japanisches Schnittmuster ohne Bilder. Das fand ich ja mal ne spannende Aufgabe. Wenn ich es richtig verstanden habe, ging es darum, zu verstehen, wie dieses Oberteil funktioniert. Vordergründig mussten die KandidatInnen natürlich nach dem Halsausschnitt und den Armlöchern suchen, aber eigentlich war das ganze doch noch trickyer, durch die Drapierung und die Asymmetrie. Ich hätte da gerne noch genauer hingeschaut. Ich hätte auch gerne gesehen, ob die KandidatInnen das sahen, was wir ZuschauerInnen gezeigt bekamen, denn wenn ich mich recht erinnere, sahen wir eine technische Zeichnung, wie das fertige Oberteil aussehen würde. Doch die KandidatInnen sollten sich das anscheinend nur vorstellen. Ich hätte auch gerne gesehen, wo der Fadenlauf eingezeichnet war. Jetzt bin ich tatsächlich neugierig auf das Ding, obwohl weit, flatternd und japanisch nichts ist, was ich an mir mag.

Meine Sympathie für die Aufgabe begründet sich auf "in der Ruhe die Konstruktion verstehen" - als 90 Minuten-Aufgabe, ist es eine Pest. Wie furchtbar fühlt es sich an, wenn man gar nicht anfangen kann, weil einfach nicht klar ist, worum es geht? Meine Methode, mit schwierigen Aufgaben umzugehen, ist mir erstmal irgendetwas zu suchen, mit dem ich anfangen kann, damit meine Hände, mein Körper, mein Gehirn mit der Aufgabe vertraut werden können. Wenn mir aber der Startpunkt fehlen würde, würde ich hysterisch werden. Umso großartiger fand ich es, dass dieses entscheidende Wissen von den KandidatInnen geteilt wurde. Es war einfach schön, dass Matt Lorna half.

Ich glaube, damit haben sie uns Hobbynäherinnen auch wieder bekommen, damit wurde dieser ach so konventionelle Wettbewerbscharakter subversiv aufgelöst. Auch wenn wir alle sicherlich nicht frei von Konkurrenzgedanken sind, sind wir wohl alle lieber auf einem gemütlichen, hilfreichen, kollegialen Nähkränzchen als dass wir mit Drill-Instruktoren nähen oder in einer künstlichen Wettbewerbssituation zu Fehlern verleitet werden, für die uns der gestreichelte Stoff viel zu leid tut. Ich glaube, wir haben alle die Sehnsucht, nach Nähnerdflausch und mit dieser kollegialem Hilfe, wurde unser Glaube in die internationale flauschige Näh-Welt wieder heile. Oder übertreibe ich mit dieser Sichtweite? Mir ging es jedenfalls so und ich war unheimlich erleichtert, als ich das sah. Mehr noch als das dauernde Geknutsche hat mir das etwas über eine Nähkultur verraten, die ich schätze.

Was mir am ganzen Finale auch gut gefallen hatte und auch sofort bei der ersten Aufgabe auffiel, war dass alle KandidatInnen in Schwierigkeiten war. Irgendwie gab es niemand, der siegessicher oben auf der Welle surfte. Die Aufgaben waren verdammt schwer und die Reaktion der KandidatInnen darauf war adäquat. Das war stimmig und in dieser Hinsicht war es leicht, mich als mitfühlende Zuschauerin ins Boot zu holen.

Auf die Bewertungen hatte ich diese Woche überhaupt keine Lust mehr. Ach, lass die Jury doch reden. Es geht doch gar nicht darum, wer am besten näht. Hier wird was gelobt, da wird was kritisiert und dann gibt es ne Rangfolge. So what?! Auf nice Topstitching kann man manchmal pfeifen und manchmal ist es kriegsentscheidend. Ach Jury!

Die zweite Aufgabe fand ich auch hübsch. Plissée finde ich inspirierend und die Idee, von innen etwas zu "bauen", was einen neuen Look gibt, ohne, dass das Hilfsmittel von außen zu sehen ist, fand ich spannend. Bei der Aufgabenstellung ist mir sehr stark aufgefallen, wie sehr das Wort "tragbar" betont wurde - insofern war es mir ein Rätsel, wie Neal auf diese Minirock-Stulpen-Idee kommen konnte. Aber bei der Veränderungs-Übung ist es immer eine Gratwanderung zwischen innovativ und tragbar.

Die Avantgarde-Kleider in der dritten Runde fand ich abgefahren. Mir hat gefallen, dass Neil einen sehr persönlichen Bezug wählte und wie passend, dass er zufällig die Bilder dabei hatte. Verschiedene Materialien zu verbinden ist immer Wahnsinn, aber wenn ne Theorie dahinter steckt, finde ich das toll. Lornas Idee mit der Lichterkette fand ich interessant, denn ich hatte ja am Anfang das Gefühl, dass sie sehr auf Nummer sicher gehen würde und hatte die Befürchtung, dass sie uns nicht überraschen würde. Einen Möbelstoff zu nehmen und über Lichterkette nachzudenken, fand ich dann aber tatsächlich sympathisch überraschend. Matts Kleid war natürlich abgefahren - wenn auch eher von Weitem. Richtig gut genäht war ja nur die Korsage und das hatte ich doch irgendwo schon mal gesehen ..... Als Jugendliche habe ich schon mal versucht etwas Ähnliches mit Reifrock, aber aus Müllsäcken zu nähen  - ich war jung und mir fehlte das Geld. Das war natürlich eine Schnapsidee und ein Reinfall, weil die Nähte die Müllsäcke perforierten und Klebeband nur mäßig gut aussah, aber ich hatte es versucht und vermute mal stark, das der Faschingsstoff von Matt auch nicht wesentlich leichter zu vernähen war, als meine Müllsäcke.

Wie gesagt, das Ende habe ich nicht gesehen, aber wahrscheinlich war da auch nicht viel mehr als Geknutsche. Zurück blieb irgendwie ein Gefühl der Leere. Dieses Nicht-Wissen, was ein Sieg eigentlich bedeutet und das Wissen, dass es nächste Woche eben nicht weiter geht - irgendwie fühlt sich das komisch an. Die Sendung mit der Maus kommt Woche für Woche und die Tagesschau täglich - wieso muss eine Nähsendung ein Wettbewerb sein, einen Sieger haben und ein Ende?

Ach, über ein Staffel-Fazit denke ich ein anderes Mal nach. Jetzt bin ich erstmal gespannt, was euch bei der aktuellen Final-Folge aufgefallen ist und freue mich auf Eure Kommentare! Danke im Voraus!


Kommentare:

  1. In den letzten Minuten wurde in zwei Sätzen gezeigt, was aus den Kandidaten seit der Aufzeichnung geworden ist - diesmal sind alle Hobbynäher geblieben. Oder falls da jemand nen Laden aufgemacht hat, wurde das nicht erwähnt. Und es war nicht von einem Preis die Rede.

    Ich fands gut an dieser Folge, dass wirklich Aufgaben gegeben wurden, die alle nochmal ins Schwitzen gebracht haben. Und dass es wirklich nur um diese drei Aufgaben ging bei der Abschlussbewertung, und nicht darum, wie die Kandidaten in den vorigen Folgen genäht haben. Der Gewinner hat mich natürlich überrascht, aber ich weiß noch, dass ich bei Staffel 2 nach der zweiten Folge sagte: Heather wirds. Und bei der 1. Staffel war auch von Anfang an klar, wer gewinnt. Dass diesmal der scheinbar sichere Sieger doch nicht gewinnt - ob das so arrangiert war? Waren die "Skankles" quasi sowas wie Tamaras Heißklebepistole: die eine Fehlentscheidung, die ihnen den Sieg kosten würde?

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    1. Stimmt, das war der Punkt. Es wurde nur bewertet, was an in dieser Folge geliefert wurde und deswegen war das Ende nicht vorhersehbar. Dramaturgisch clever und eigentlich auch fair.

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  2. Ein Müllsackkleid wäre doch mal eine Herausforderung für die zweite Aufgabe: Die KandidatInnen sollen aus Müllsäcken, Frischhaltefolie, Luftpolsterfolie und Paketgurtbändern ein Kleid machen! ;-) Ein paar Freundinnen von mir, die in einer Parfumerie arbeiten, haben das mal für eine Faschingsparty gemacht. Ich sage mal so: Man sollte etwas mehr als nur Unterwäsche drunter ziehen, sonst steht man irgendwann im Freien.

    Diesmal gab es gar keine Aufgabe ohne Nähmaschine, schade. Ich fand die Handtaschenaufgabe in der ersten Staffel damals schön.

    @Lucy
    Ich musste auch an Tamaras Heißklebepistole denken, allerdings in Bezug auf die Lichterkette.

    1. Aufgabe:
    "You have to be an engineer to understand this!" Ja, man sollte schon verstehen, wie ein Schnitt aufgebaut ist, welche Elemente man zuordnen muss. Einfach nur eine Anleitung nachnähen (oder stricken btw.) ist noch keine große Kunst.
    Was war eigentlich an Lornas Ausschnitt falsch? Ich habe das nicht verstanden.

    2. Aufgabe:
    Die Skankles fand ich innovativ, aber nicht tragbar. Mit diesem Boning (ist das nicht der Nachname eines deutschen Komikers?) kann man sich doch unmöglich hinsetzen!

    3. Aufgabe:
    Lorna hat noch nie etwas für ihre Tochter genäht? Seltsam. Allerdings hat sie da einen deutlichen Nachteil, denn Matt und Neil wissen sicher, wo sie Schnittmuster für ihre Frauen immer ändern müssen (FBA/SBA, Schulterbreite, Rückenlänge etc.)
    Matt hat ja schon vermutet, dass seine Frau sein Modell ist, daher konnte er gleich loslegen und musste nicht erst die Überraschung verdauen.
    Seit wann hat Lorna ein Problem mit nahtverdeckten RV? Ich fand ihr Kleid wunderschön und der Tüll hat gut gepasst, allerdings war sie ja gar nicht fertig geworden und musste mit Sicherheitsnadeln pfuschen.
    In Neils Kleid waren am Ende doch nur zwei Stoffe verarbeitet, von Camouflage habe ich da nichts gesehen. Der Schnitt passt meiner Meinung nach nicht zu Neil, der sonst routiniert gearbeitet hat und zuhause vorher immer viel geübt. Das kam mir wirklich sehr gescriptet vor.

    Ja, Matts Sieg war überraschend. Aber mir eigentlich egal. Ich fand die Gemeinschaft auch sehr schön. Ich hätte auch gern eine Näh-Talk-Show. Muss ja nicht im TV sein. Youtube ist ja auch eine gute Platform.

    Bei der "Nachlese" fand ich interessant, dass Alex ihre gesamte Garderobe für 2015 selber nähen will. Vielleicht gibt das den Zuschauern einen Denkanstoß. Ich drücke ihr die Daumen, dass sie die Sachen auch fertig bekommt und sich nicht im Abschnippeln von 2 mm NZG verzettelt. ;-)

    Was mir am Rande aufgefallen ist:
    - Mal werden Nähmaschinen mit integriertem Obertransport gezeigt, mal welche mit extra Obertransportfuß. Seltsam!
    - Die trinken Take-Away-Kaffee aus Wegwerfbechern! Was soll das denn? Sonst haben die doch in der Pause meist im Café gesessen und aus schönen Porzellantassen getrunken.
    - Wenn Kurzwaren gezeigt werden, sind das meist deutsche Produkte. Ist das Euch auch aufgefallen? Gütermann Garn, Schmetz Nadeln,... (Oder sind die Firmennamen nur deutschsprachig?)

    Schade, dass es vorbei ist. Hoffentlich gibt es eine vierte Staffel nächstes Jahr. Im Abspann war diesmal gar kein Hinweis, dass man sich bewerben kann. Aber vielleicht liegt das daran, dass es schon eine ganz lange Warteliste gibt...

    Liebe Grüße & gute Nacht!
    Henriette

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    1. Eine Nähtalkshow, also so ähnlich wieder Podcast, nur mit mehrern? Ja, das wäre schön!

      Der Obertransport ist mir auch aufgefallen, so was habe ich noch nie ausprobiert, aber bei dem Flutschzeugs ist das sicher ne gute Idee!

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    2. Wenn ich das richtig verstanden hatte, war es Lornas Schwiegertochter. Aber das sie noch nichts für sie genäht hatte ist trotzdem schade.

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    3. Ja, das war ihre Schiwegertochter (daughter-in-law). Man weiß ja nicht wie lange sie das schon ist oder wie nah sie bei einander wohnen.

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  3. So, nach der Chorprobe noch das Finale geguckt und dann hier vorbei geschaut.
    Zu später Stunde nur kurz:
    Das Problem bei Lornas Ausschnitt war, dass sie 1. keinen Schrägstreifen verwendet hat, weil das bei ihrem stretchigen Material nicht funktionierte, wie sie sagte, und dass 2. der verwendete Streifen einfach offenkantig war und nicht nochmal eingeschlagen.
    Bei der letzten Aufgabe hat sie erstmalig ihre Schwiegertochter (Säugetier in law) benäht.
    Dass Neil die Fotos dabei hatte, war nicht weiter verwunderlich. Auf die 3. Aufgabe könnten sich die Kandidaten immer vorbereiten.
    So und nun schlafe auch ich. Morgen schau ich hier nochmal rein.
    Gute Nacht.
    füßchenbreit

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    1. Tolle Autokorrektur... aus daughter ein Säugetier zu machen...
      Daughter in law!

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    2. Ach sie hat ihr Schwiegertier benäht! Danke für die Aufklärung. Da hat bei mir wohl gerade der Ton geholpert. Dafür hat sie aber eine super Passform hinbekommen. Im Gegensatz zu Neil, dessen Kleid ja irgendwie nicht so der Brüller war. Die Idee mit dem persönlichen Bezug zu Afghanistan fand ich gut (wenn auch politisch schwierig). Aber die Passform war nicht gut und ich fand es auch nicht sooo Avantgarde. Nett fand ich, wie er sich hinterher bei seiner Frau ganz galant bedankt hat. Überhaupt fand ich Neil im Finale viel sympathischer als vorher. Ob das jetzt an seinen Nähschwächen (weniger Roboter, mehr Mensch, aber vielleicht war er vorher einfach immer nur so angespannt?) lag oder an seinem freundlichen Umgang mit allen anderen (süß, wie er Neela hochgehoben und alle anderen geknuddelt hat)?

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    3. Haha, "Säugetier in law" finde ich auch noch nach Stunden großartig!

      Im Nachhinein denke ich auch, dass das die Anspannung war!

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  4. Schön war es auf deinem Sofa mit allen !
    Über die Nähmaschinen habe ich mich auch gewundert. Ich finde dieses " kuschelige" Finale war genau richtig . Sonst ist alles gesagt. Ich bin gespannt was bei uns in Deutschland für ein Format rauskommt.
    Vielen Dank meine Damen für's erklären und sezieren und gemeinsam wundern, Staunen , leiden und freuen. Und Frau crafteln herzlichen Dank für Sofa und Tee und die Möglichkeit uns hier zum Plausch niederzulassen. Ich werde es vermissen.
    Liebste Grüße Nina

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    1. Jaaa, vielen Dank für die nette Runde!
      Es hat Spaß gemacht, die Sendung gemeinsam zu besprechen.
      Danke für die Gastfreundschaft, liebe Meike!

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  5. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  6. Da gibt's die Folge:
    https://www.youtube.com/watch?v=rZbGF1mGibU

    (Bei der, die ich zuerst verlinkt hatte, ist das Ende kaputt.)

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  7. Hallo Frau Crafteln,

    Ich fand die Folge auch sehr schön. Es könnte doch immer so weiter gehen - mit verschiedenen Kandiaten. Mir würde es reichen, dass die Kandiaten Aufgaben gestellt bekommen - einen finalen Gewinner am Ende brauche ich nicht unbedingt. Der hohe Flauschfaktor der Folge war super - ich hoffe, dass bekommen die deutschen Macher auch hin.

    Zum Gewinner: Ich fand bei Matts Kleid den oberen Teil sehr gut verarbeitet. Beim unteren fand ich die Nähte nicht so gut. Da hätte ein sehr vorsichtiges "lauwarmes" bügeln von links bestimmt gute Dienste geleistet. Wobei die Anderen in ihren Abschlussstücken auch nicht unbedingt ihre besten Werke hatten.

    Alles in allem fand ich die Staffel auch wieder sehr toll und hoffe schon auf die nächste Staffel.

    Lieber Gruß, Muriel

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    1. Ja genau, es könnte doch einfach immer so weiter gehen....

      Mir ist noch aufgefallen, dass die drei FinalkandiatInnen mit riesengroßen Taschen in den Raum marschierten. Was da wohl alles drin war?

      Und überhaupt erschien es mir, als hätten sie sich an ihrem Nähplatz gemütlich eingerichtet mit Fotos und so und als hätten sie alle ihre eigenen Nähuntensilien dabei. Ich fragte mich dann, ob ich lieber mit eigenen Werkzeugen nähen würde? Ich glaube nicht. Also klar, an meine Nähmaschine bin ich gewöhnt, aber der Nahttrenner etc. ist doch irgendwie austauschbar. Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr Lieblingswerkzeuge, die für euch ganz wichtig beim Nähen sind, so das ihr besser näht, wenn ihr euer eigenes Werkzeug benutzt?

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    2. Fotos und andere persönliche Dinge wurden auch schon in der ersten Staffel an den Nähplätzen aufgehängt. Mir ist diesmal aufgefallen, dass auch alle bisher genähten Teile beim jeweiligen Kandidaten aufgereiht waren. Mich würde mal interessieren, was nach der Show daraus wird?

      In den Taschen war sicherlich vor allem der Stoff für die letzte Aufgabe, was zu essen und zu trinken und sonstiges persönliches Zeug.
      Ich dachte eigentlich, alle bekommen die gleiche Nähmaschine gestellt, zumindest war das in der ersten Staffel so, da hatten alle die gleiche Brother Maschine. Aber diesmal gab es ja anscheinend Modelle mit inegriertem Obertransport und welche ohne.

      Ich persönlich bevorzuge meine eigenen Scheren, weil für mich als Linkshänderin diese ergonomischen Rechtshänderscheren die reine Folter sind. (Ihr könnt sie ja mal in die linke Hand nehmen und die harten Kanten fühlen, die sich bei jedem Schnitt in die Hand bohren. Ja, sehr ergonomisch...)

      Ich hatte den Eindruck, dass jedeR ein eigenes Maßband hat, eigene Stecknadeln und den eigenen Nahttrenner. Aber z.B. Nähmaschinenfüßchen und -nadeln scheinen vorhanden zu sein. Sonst hätten ja alle dumm dagestanden, die noch nie einen nahtverdeckten RV oder Leder genäht haben und das plötzlich machen sollten.

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  8. Zweite Sichtung:

    Lornas Sohn hat ja noch einmal Glück gehabt. Er wollte doch sein altes Kinderzimmer endlich mal entrümpeln, damit sie ein Nähzimmer bekommt. Wenn sie gewinnt. Also an Lornas Stelle würde ich mir das Zimmer einfach so unter den Nagel reißen.

    Lustig finde ich schon die ganze Staffel, wie Neil immer seine Brille so zackig wie ein Helmvisier rauf und runter klappt. Daraus könnte man glatt ein Trinkspiel machen.

    Bei Lornas Kleid waren Patrick und May zuerst doch ganz begeistert von dem Tüll und nur die Lichterkette war kritisch. Lorna hat die Lämpchen weggelassen und dann wurde der Tüll kritisiert. :-(

    Den Song "Perhaps, perhaps, perhaps" bei der Präsentation der Kleider mag ich sehr und dabei fällt mir ein, dass ich unbedingt mal wieder die Serie "Coupling" sehen muss, die das als Titelsong hat. Vor allem auf englisch ist sie super! Und wer Sewing Bee schaut, kann auch Filme und Serien auf englisch ansehen! Dazu habe ich vor einiger Zeit schon mal was geschrieben:
    http://die-linkshaenderin.blogspot.com/2011/10/bucher-auf-englisch-lesen-filme-auf.html

    Haar-Notiz: Ich hoffe, in der nächsten Staffel lässt sich die Moderatorin mal wieder einen kürzeren Pony schneiden (wie in der ersten Staffel) und Patrick lässt sich wieder einen Vollbart wachsen. Zumindest sollte er seinen Bart nicht noch kleiner machen, sonst sieht er bald aus wie Adolf. :-(

    Rückblickend war das in meinen Augen eher eine mittelmäßige Staffel. Die erste Staffel war wunderschön, weil die Show noch ganz neu und ich allein vom Konzept schon ganz verzaubert war. Dazu kamen noch die wunderbaren Teilnehmer wie Ann, Stuart, Lauren, Sandra usw.
    Die zweite Staffel fand ich gut, weil sie sehr strukturiert wirkte. Da ging es in einer Folge um Muster, in einer anderen um Jersey usw. Dazu kamen wieder wunderbare Menschen wie Chinello, Tamara, Cerina, Heather ("I want to drown in a bucket of gin!")...
    In der dritten Staffel waren zwar auch nette und interessante Leute dabei und es wurde auch versucht, jede Woche ein Thema zu bearbeiten, aber irgendwie stimmte der Rhythmus nicht: die (Film-)Schnitte, die Kameraführung, alles wirkte so unrund.

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  9. Irgendwie fand ich die nicht vorhandene Konkurrenzkampf in der Staffel (und Sendung) sehr erfrischend. Würde nicht jeder von uns mit in dem Raum sein wollen. (Zumindest ohne eingeschaltete Kameras.)
    Vermutlich liegt das genau daran, dass es keine großen Preise zu gewinnen gibt, sondern es eher um den Spaß am Nähen geht. Eigentlich will doch jeder nur möglichst lange dabei sein.

    Zum Vergleich muss man sich ja nur Project Runway anschauen.

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  10. Britische Sendungen sind da ganz anders als z.B. amerikanische, denn es gibt fast immer nur Ruhm und Ehre aber keine Preise zu gewinnen. Beim Great British Bake-off ist das auch so. Aber ich mag das irgendwie, weil das dann auch bedeutet, dass nicht im Vorspann, zwischenspann, nachspann und sonstwo ständig Sponsoren im Mittelpunkt stehen

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  11. So, ich habe sie jetzt auch mal gesehen, die letzte Folge. Und ohne mir groß Gedanken zu machen schreibe ich jetzt auch einfach mal auf, was mir in den Sinn kommt.

    Diese Sendung ist wundervoll! Die freundliche, gemeinschaftliche Atmosphere ist mir nicht nur in dieser Folge, sondern schon die ganze Staffel über aufgefallen. Und sind wir mal ehrlich, so sind wir doch, wir Nähenden. Man hat ein Problem, man fragt (die Netz-Gemeinde) und bekommt Antwort und Hilfe von allen Seiten. Ich liebe das, im Fernsehen und im echten Leben!
    Auch sehr erstaunlich: jeder hat sich für den Gewinner gefreut, und ich meine nicht Matt als Gewinner des Ganzen, sondern die Gewinner jeder einzelnen Aufgabe. Neil, der sehr ehrgeizig war, und auch Lorna, die so oft zweite wurde, haben sich trotz allem immer für den Gewinner gefreut, wenn sie es nicht selbst waren. Bemerkenswert, denn ich fand es kam sehr ehrlich rüber.
    Was mich stört (aber nun mal daran liegt, dass es einen Gewinner geben "muss") ist das rum mäkeln an Kleinigkeiten. Das kann ich wirklich nicht leiden, aber es liegt nun mal in der Natur der Dinge, dass bei drei wirklich talentierten und guten NäherInnen natürlich am Ende an zum Teil unbedeutenden Dingen rumgenörgelt wird...
    Die vermeintlichen Papp-Teebecher waren übrigens Porzellanbecher die nur auf "To Go" getrimmt sind. ;)
    So, mehr fällt mir grad nicht ein... Ich bin sehr zufrieden mit dieser Staffel, ich finde wir Nähenden und unsere Gemeinschaft wurden sehr gut repräsentiert und ich bin sehr dankbar, dass es diese Sendung gibt. Allerdings schließe ich mich dir an, liebe Meike, eine Sendung ohne Ende wäre auch nett!

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  12. Ich muss sagen, dass mich diese Staffel nicht so sehr gepackt hat. Die erste war für mich die besonderste. Die Aufgabenstellungen waren mir insgesamt ein wenig zu abgedreht. Außerdem habe ich dieses Mal viel mehr den massiven Zeitdruck wahrgenommen. Da habe ich das Gefühl, dass auch sehr versierte Näherinnen, bei denen eigentlich alles glatt läuft, kaum eine Chance haben ein sauber gearbeitetes, gut angepasstes Stück zu nähen. So haben sie kaum Möglichkeit zu zeigen, was sie technisch tatsächlich können. Das finde ich echt schade.

    Davon abgesehen, ist es aber immer noch ein super Format und ein großer Fernsehspaß. Schon alleine sprachlich gesehen; Akzent, Wortwahl... hach, so wunderbar britisch.
    Sollte es jemals eine deutsche Sendung geben, bezweifle ich sehr, dass sie einen vergleichbaren Charme verströmt.

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  13. Aufgepasst!
    Bei Youtube gibt es gerade alle Folgen, auch der alten Staffeln:
    https://www.youtube.com/channel/UCrHuCQzoCnP_G5wbw_lAh1w/videos
    Schnell ansehen oder runterladen, bevor sie wieder weg sind!
    (Meike, vielleicht magst Du das auch mal twittern? Das interessiert sicher viele Nähnerds.)

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