Mittwoch, 18. März 2015

MMM - ungewohnt behost



Heute zum MMM zeige ich euch meine neue Jeans. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, bekommt der #HosenHerbst zum kalendarischen Frühlingsanfang am 21.3. noch eine Chance für ein Finale der Herzen - da musste ich mich natürlich aufraffen und auch meine versprochene Hose noch zu nähen und zu tragen, um von Trageerfahrungen berichten zu können.

Tja, es ist ungewohnt für mich in Hosen. Die Wollhose, die ich schon mal beim MMM zeigte, hatte ich eigentlich gar nicht mehr angezogen, nachdem eine Bekannte meinte, ich würde spießig darin aussehen. Ehrliches Feedback ist immer gut, aber so eine Aussage ist natürlich nicht sehr motivierend, das Hosenexperiment fortzusetzen. Aber eigentlich war die Wollhose ja auch nur eine Probehose, denn von Anfang an, also seit Juli 2014, ging es mir ja um eine Jeans. Ihr erinnert euch, ich hatte, in der Tram sitzend, von weitem eine Jeans an einer Frau gesehen, die mich bezauberte.... Und? Ist meine Jeans jetzt wie diese Traumhose, die mich nicht mehr los ließ?

Nein, ist sie nicht. Aber es ist eine nette Jeans geworden - nicht mehr und nicht weniger. Im Laufe des Hosenkonstruierens und Probenähens ist mir klar geworden, dass das mit mir und den Marlenehosen irgendwie nix wird. Ne Jeans muß zumindest obenrum ein bißchen knacken. Als ich endlich meine Hosen-Unlust überwunden hatte, beschloß ich 1. dass ich die Jeans ganz sparsam nähen werde, also ohne Taschen und den üblichen Jeansschnickschnack und 2. dass es eine Schlaghose werden sollte, wie ich sie in den goldenen 90ern geliebt habe.

Hier seht ihr die wenig vorteilhafte Wahrheit:



Ich glaube, es ist ratsam, zur Abwechslung mal etwas über den Bund zu ziehen. Ein längeres Oberteil macht mich in diesem Fall doch schöner, auch wenn ich das bei Kleidern und Röcken nicht mache.

Schnitt: selbstgemacht
Jeans: aus dem Lager, habe vergessen, woher ich ihn habe, leider ohne Elasthan.

Tja, und das mit dem Schnitt war auch nicht so einfach:




Meine Nählehrerin erwähnte zwar mal in einem Nebensatz, dass eine Schlaghose ab dem Knie ausgestellt würde, aber mehr wusste ich über die Konstruktion von Schlaghosen nicht. Also nähte ich nach dem selbst gemachten Schnitt und näherte mich sukzessive durch immer und immer wieder enger nähen dem Ergebnis, wie ich es haben wollte. Das dauerte natürlich EWIG - aber jetzt bin ich zufrieden. Die Hose ist nicht perfekt und ich bin noch nicht mal sicher, dass beide Beine auch nur ähnlich geschnitten sind, aber das ist mir egal. Nicht, dass ich jetzt dauernd Hosen tragen wollen würde, aber wenn, dann diese. Die ist schon ok, wenn es auch vorteilhafteres für mich gibt. Aber jetzt ist Frühling und ich kann partout keine Strumpfhosen mehr sehen, da kommt mir meine neue Jeans sehr gelegen.

Mehr schöne selbstgemachte Klamotten an echten Menschen gibt es wie immer Mittwochs auf dem Me Made Mittwoch Blog - heute mit Katharina als Gastgeberin im viel schöneren, traumhaften roten Mantelkleid. Hach, Kleider mag ich doch lieber als Jeans, aber egal......


Kommentare:

  1. Ich bin überzeugt dass die Suche nach der perfektenJeans ein Leben lang dauert, du hast immerhin schon einmal die Schatzkarte in Händen.
    LG Sybille

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    1. Oh, das hast du schön gesagt. Bin nur nicht sicher, ob ich weiter suchen werde....

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  2. Huhu Meike,

    ich finde,die Hose steht dir.
    Hast du auch abgenommen?
    Ich finde, du siehst toll aus.

    LG
    Salo

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    1. Oh danke. Keine Ahnung, ich vermute mal nicht, dass ich abgenommen hätte, ich wüsste nicht wieso. Ich finde mich in der Hose ja viel moppeliger als in Kleidern.

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  3. Schön! Die ganz Mühe für den perfekten Schlag hat sich gelohnt, die Beinform ist perfekt und steht Dir ganz hervorragend! die rote Jacke gefällt mir sehr zu der Jeans, eine Bluse die noch 5 cm länger ist, wäre sicher auch ganz wunderbar. Ich habe inzwischen für bei blusen, Shirts und Blazern jeweils unterschiedliche Längen für Rock und Hosen. Hosenoberteile müssen bei mir spürbar länger sein als Rockoberteile, damit die Körpermitte gefällt. Es ist ab und an ganz schön eine Hose zu tragen und ich bin mir sicher, dass auch Deine Jeans ihren Platz in Deine Garderobe gekommen wird. LG Kuestensocke

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  4. Mit dem Versuch kommt die Erkenntnis. Dass du lieber Kleider und Röcke, als Hosen trägst, weißt du ja auch schon länger. Aber ab und zu ist eine Hose halt auch ganz praktisch und dafür reicht doch die nette Jeans. Überhaupt, warum soll nett denn nicht genug sein? Es muß ja nicht immer ein absolutes Hinguckerteil mit tausend Extras sein. Ich würde sagen, alles gut mit der netten Jeans; mir gefällst du auch mal in Jeans.
    LG von Susanne

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  5. Deine Jeans ist wirklich gut gelungen und mit dem roten Oberteil sieht das wirklich klasse an Dir aus. Und irgendwie ist es so, wie Du sagst, gerade jetzt ist man die Strumpfhosen doch leid - und hilft es ja nichts, für Rock ohne Strumpfhose ist's echt noch zu kalt.
    LG SuSe

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  6. Ich finde die Jeans auch in Ordnung. Nein, ich find sie gut. Bin jetzt nur von der Wunschhose ausgegangen und dann mit Shirt drin oder so. Aber mir gefällt es mit der roten Jacke drüber sehr gut.
    lg monika

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  7. Diese Hose sieht von hinten und vorne wirklich sehr vorteilhaft (schlankmachend) aus, auch wenn du diese Vokalbeln gar nicht magst. Ich dachte auch zuerst, oha, da hat jemand mächtig abgenommen. Mit der roten Jacke sieht es sehr frisch aus.
    Grüße Alexandra

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  8. Ich finde, dass du in deiner Jeans sehr schick ausschaust.
    LG Elke

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  9. Mir gefällt deine Jeans auch gut. Schlaghosen sind schon ziemlich Klasse. Die Wollhose hat mich ja auch nicht so richtig über zeugt,die Jeans finde ich aber nicht spiessig. Wenn du jetzt einen Schnitt hast kannst du sie ja nochmal mit Jeans mit Elasthananteil nähen. Ich finde das ja echt gefühliger.
    LG,
    Claudia

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    1. Du hast recht, du hast recht, ich sollte unbedingt die Änderungen auf den Schnitt übertragen!

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  10. Du gefällst mir sehr gut in der Jeans und dem roten Wickel-Dingens-Jäckchen. Ich denke, dass die richtige Länge des Oberteils wichtig ist und die ist natürlich wieder anders, als man es für Röcke braucht (ist ja klar! bäh!).
    Die Hose ist doch ne tolle Ergänzung und Alternative an Nicht-Rock-Tage.

    LG Luzie

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  11. Danke für euer nettes Feedback! Wie schön, dass euch meine Hose gefällt - ich finde sie zwar ungewohnt, aber gar nicht so übel und freue mich, dass ich mich noch mal aufgerafft habe!

    Jaja, die Länge der Oberteile. Es hört aber auch nie auf, oder?

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  12. Mir gefällst du in Kleidern und Röcken supergut, die passen zu dir! Aber in Hose mit Oberteil drüber siehst du tatsächlich irgendwie "abgenommen" aus, finde ich. Darauf kommt es jedoch nicht an, Hauptsache du fühlst dich wohl. Mit dieser Jeans könntest du zur Not sogar durch die Fußgängerzone laufen ohne aufzufallen.

    Und jetzt bin ich mal gespannt, ob dieser Kommentar durchkommt - nachdem mir Google das plötzlich anbietet, ohne mein Zutun ... Möchte mal wissen, wie ich auf einmal zu der Ehre komme, nachdem frühere Versuche stets scheiterten.

    LG Lilli

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