Freitag, 9. Januar 2015

Lakritz-Pulli?



Manchmal stricke ich einfach so vor mich hin. Ich habe Langeweile, bin gerade bei einer guten Serie und habe kein aktuelles Projekt und tief in mir schlummert eine Inspiration, die ausprobiert werden möchte. Theoretisch könnte ich auch ein angefangenes weißes WM-Jäckchen weiterstricken oder die graue Kopie meines Frühlingsjäckchen 2012, aber für jedes Strickprojekt braucht es mehr als nur Gelegenheit, ich muss das Ergebnis schon auch dringend wollen, um die Ruhe aufzubringen, die Nadeln zu schwingen.

Ich weiß nicht mehr genau wo ich zum ersten Mal einen Ringelpullover oder eine Ringeljacke mit bunten Ringeln gesehen habe. Es ist auch schon mindestens zwei Jahre her, würde ich schätzen. Jedenfalls ging es mir nicht aus dem Sinn. Für meine Häkeldecke hatte ich sehr viele Farben Drops Baby Merino und viel grau bestellt, so dass es irgendwie nahe lag, die Idee einmal auszuprobieren. Anfang des Jahres hatte ich auf einmal dieses "JETZT MUSS ES SEIN"-Gefühl, beendete aber zuerst brav den fast fertigen blauen Pullover (noch nicht gezeigt, weil noch nicht gespannt und zusammen genäht). Dann quälte ich mich durch ein langes Bündchen und startete mit den Ringeln. Irgendwie war es dann doch nichts so schön, wie in meinen Träumen.

bereits weggeribbelt


Frau sewing addicted erinnerte mich an Frau Marbuntes Frühlingsjäckchen und Frau Drehumdiebolzen merkte an, dass "nur rosa" irgendwie hübscher wäre. Also ribbelte ich bis zum Bündchen und wieder ging es von vorne los. Jetzt gefällt es mir viel besser. Es erinnert mich an Lakritz. Ich mag diese Rollen mit dem farbigen Kokoszuckerzeugs um Lakritz besonders gerne in weiß und rosa und kaufe diese Mischtüten fast nur deswegen.

Wie ich die Ärmel stricke und ob es ein Pullover oder ein Jäckchen, ob mit langen oder kurzen Ärmeln wird, weiß ich noch nicht. Ich mag es, wenn das Projekt noch offen ist und mir mein Strickstück beim Stricken flüstert, was es werden will. Hoffentlich flüstert es nicht wieder einen anderen Namen. Frau Masulzke ging natürlich mit meiner neuen Mütze nachhause. Schon beim Stricken wusste ich irgendwie, dass ich gar nicht für mich, sondern für sie stricke. Ich muss zugeben, ihr stand sie einfach besser. Jetzt habe ich wieder keine Mütze, aber was soll frau machen, wenn das Strickstück entscheidet, zu wem es gehören will! Hübsch wäre ja die Schulterpartie meines Lakritzdingens auf einmal zu stricken, damit die Ringel durchlaufen, aber wie das geht, weiß ich noch nicht. Ich bin gespannt.


Kommentare:

  1. Die Ringelabfolge finde ich jetzt seehr schön. Es erinnert mich an einen Ringeljacke, die ich bei malou sah. Wenn jetzt wieder einen Mütze fehlt, kommt auch keine Langeweile auf. viele Grüße kaze

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  2. Liebe Meike, der neu begonnene Ringelpulli gefällt mir sehr. Die Farben werden dir sicher gut stehen. Raffiniert finde ich den Streifenfarbübergang, dass die vorherige Farbe nach der ersten Runde der nächsten Farbe noch einmal auftaucht. Super Idee! Muss ich mir merken :-)

    Damit sich die Streifen in der Schulterpartie fortsetzen, würde sich eine Rundstrickpasse anbieten, die über zunächst separat gestrickte Ärmel, Rücken- und Vorderteil geht. Das habe ich mal für eine Kinderstrickjacke gemacht und das strickt sich sehr gut so (bei Babydrops 19-2 ist das Prinzip gut erklärt).

    Liebe Grüße aus Hamburgs Süden! Hella

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  3. Liebe Meike, mir gefallen die Streifen sehr gut und ich finde die Farbkombination von grau und rosa auch immer toll. Es gibt eine schöne Streifenjacke bei ravelry, hier: http://www.ravelry.com/patterns/library/funky-grandpa - da sind neben den Streifenteilen auch größere einfarbige Flächen drin. Auch das ist schön und lockert das Streifige gut auf - vielleicht ist das auch eine Anregung für die Entscheidung, wie es mit den Ärmeln weitergeht.

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  4. Liebe Meike,

    das sieht wunderschön aus.
    Ich finde auch Garngeflüster sehr spannend. Ich habe vor langer Zeit mal eins dokumentiert:
    http://die-linkshaenderin.blogspot.de/2013/01/me-made-mittwoch-garn-gefluster.html

    Deine Streifen kannst Du, wie Miss Margerite schon vorgeschlagen hat, als Rundpasse oder als Raglan von unten stricken, dann passen die Streifen perfekt. Bei einem Pullover kannst Du den Rundenbeginn mit einem Trick tarnen, dann sieht es noch schöner aus: Hebe in der zweiten Runde die erste Masche ab, anstatt sie zu stricken, dann gibt es keine "Treppenstufen".

    Viel Spaß beim Lakritzstricken!

    Henriette

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  5. Dann noch frohes süßes Stricken. Die neue Version sieht wirklich toll aus. Und mit dem Himbeerrock dazu wird es noch schöner. LG

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  6. Liebe Meike,
    die Farbkombination finde ich klasse, die würde ich auch sofort nehmen. Der Rat zu nur Rosa war definitiv gut!
    Die Mützenfrage kann ich nur zu gut verstehen. Bei mir hat letztes Jahr mein Endlosstrickprojekt, ein Lace-Pullover, dessen Enstehung sich über über ein Jahr (inklusive mehrfachem Auftrennen) hingezogen hat, einfach dafür entschieden, dass er lieber zu meiner Schwester will, bei der er einfach die bessere Figur gemacht hat.
    Liebe Grüße

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  7. Da brauchst du ja jetzt immer eine Tüte rosa Lakritz zum stricken,-).Die rosa-grau Kombination ist super. Der gedämpfte Übergang durch die Wiederholung gefällt mir auch sehr gut.Mein oben erwähntes Frühlingsjäckchen hat eine Rundpasse, das finde ich bei den schmalen Ringeln sehr schön. Die (Kinder-)Jacke an die Kaze sich erinnert ist als Raglan von unten gestrickt. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
    Viele Grüße,
    Malou

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  8. Danke für euren Zuspruch.

    Alles klar "Rundstrickpasse" heißt das Wort, nachdem ich suchte. Ich habe jetzt erstmal Wolle nachbestellt. Das war ja erstmal ein Übungsstück. Danke für den "Trick" Henriette.

    Ich überlege noch, ob ich einen Pullover mit eckigem Ausschnitt stricke und damit das graue Bündchenmuster oben an den Ärmeln und um den Ausschnitt herum wiederhole.

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