Donnerstag, 7. August 2014

Kinder zu Nähnerds machen

Auf twitter hatten wir Nähnerds gestern einen hübschen Austausch, nachdem ich die Frage in den Raum war, ob eine Strickliesel für den 6. Geburtstag ein gutes Geschenk sei. Aufgrund der Antworten habe ich mich nun für eine Strickliesel und eine Strickgabel entschieden und bin gespannt.  10 cm "Probelieseln" fand ich auf jeden Fall schon mal spannend.

Was mich aber noch mehr begeisterte, war das Interesse, das mir auf twitter aufgrund meiner Frage entgegen gebracht wurde. Jetzt ist mir schon klar, dass viele Nähnerds Kinder haben, auch wenn sie nicht dauernd über deren Kunstwerke und das Nähen von Kinderklamotten bloggen. In "unserem Kreis" besteht eben mehr Interesse, sich über Damenbekleidung auszutauschen. Trotzdem geht es aber jeder vermutlich wie mir: wir stehen vor dem Spielzeugangebot und sind wenig begeistert. Ab gesehen davon, dass unsere Kinder sowieso viel zu viel besitzen, macht mich die Geschlechtertrennung im Angebot hochgradig aggressiv. Hier die pinke Ecke, dort die blaue. Und "natürlich" habe ich auch meine Schwierigkeiten, mich für das Jungsspielzeug zu begeistern, obwohl ich mir große Mühe gebe, mit der Zeit in die Jungswelt hineingewachsen bin und sowieso akzeptieren muß und will, dass mein Kind eben ein eigenständiger Mensch mit eigenständigen Interessen ist.

Trotzdem will ich dem Kind natürlich auch etwas von meinen Erfahrungen mitgeben und etwas gemeinsam mit ihm machen, was uns beiden Spaß macht. Natürlich lese ich ihm begeistert die Bücher vor, die ich als Kind liebte. Ich sehe auch erfreut, dass Nähen, Stricken und Häkeln, das Tragen von Kleidung-nach-Wunsch, für ihn, im Gegensatz zu anderen Kindern, die mit großen Augen schauen, eine Selbstverständlichkeit ist. Bis vor kurzem war das Kind aber eher auf Spielen geeicht und verabscheute Malen und Basteln. Es ist schwer, in so einem Moment nicht "ach, es ist eben ein Junge" zu seufzen. Der Osterhase brachte ein Bastelbuch, was sein Interesse weckte und das wirklich sehr zum Basteln anregt. Ich wünschte, ich würde noch mehr Bücher kennen, die ein bißchen so was Legoanleitungen aufgebaut sind, denn nach diesen baut das Kind auch Stück für Stück, nur nach Bildern, ohne Text, die schwierigsten Dinge zusammen.

Dass er nun bastelt ist toll. Aber ich würde ihm zu gerne auch die Liebe zum textilen Arbeiten weiter geben - insbesondere, weil er ein Junge ist. Es wird vermutlich Zeiten geben, in dem textiles Arbeiten als Mädchenkram abgetan wird, aber gerade jetzt hat er - kurz vor dem 6. Geburtstag - Interesse. Er würde gerne Stricken und Häkeln versuchen und er wählt begeistert Stoffe aus und legt sie zu interessanten Designs zusammen, er sitzt auf meinem Schoß und drückt den Start- und Stopp-Knopf der Nähmaschine, um die letzten Nähte seines neuen Kleidungsstückes selbst zu nähen "habe ich mit Mama zusammen genäht!". Er hat Interesse, dies gilt es jetzt mit Ideen zu befeuern.

Auf dem Plan steht wie gesagt die Strickliesel und die Strickgabel. Frau lottikatzkowski bot einen Strickring zum Leih an und Frau ebenJulia erzählte von Stick- und Pomponprojekten. Wie sieht es bei euch aus? Was macht ihr mit den Kindern, um eine neue Generation für textile Techniken begeisterter Nähnerds zu machen? Ab wann geht was? Ich freue mich über nerdige Ideen, Anregungen und Diskussion.

Kommentare:

  1. Diese Buch haben meine Kinder auch und mögen es sehr.
    Für die Strickliesel fehlt meinen Kindern die Geduld, weil es gefühlt sehr lange dauert bis am Ende der Strickliesel ein Ergebnis zu sehen ist. Bei der Strickgabel sieht man das Ergebnis gleich.
    Fingerhäkeln war hier sehr beliebt. Der Sohn kam sogar auf die Idee Holzperlen mit zu häkeln.
    Kuscheltiere werden hier gerne genäht. Zum Beispiel die Monster von Revoluzza.
    Mir fällt zu dem Thema gerade soviel ein, ich glaube ich muss selbst in meinem Blog was dazu schreiben. :)
    Lg Mathilda

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    1. Ja, schreibe gerne was bei dir, ich verlinke das dann.

      Deswegen habe ich bei der Strickliesel schon mal so weit vorgearbeitet, das unten schon mal ne Wurst ein paar cm raus kommt. So kann das Kind sehen, was es wird und es gibt schneller ein Erfolgserlebnis.

      Fingerhäkeln finde ich auch spannend. Ist es da wichtig, welche Stärke die Wolle hat? Ich fürchte, die aus meinem Stash ist zu dünn, da ich ja meist mit 2,5er Nadeln stricke.

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  2. Meine Fünfeinhalbjährige bekam vor ca. einem Jahr ein Stricklieselset von entfernten Bekannten geschenkt. Mit passender Wolle und Anleitung. Und warf es kurz darauf in die Ecke. Es hat sich herausgestellt, dass die Wolle völlig ungeeignet ist (da fielen selbst mir fast die Finger ab) und es auch viel zu früh war. Neulich haben wir anderes Garn eingefädelt und es nochmal versucht. Ging schon besser, aber ihr fehlt dazu die Geduld. Ich werde es aber immer wieder versuchen, auch mit anderen Dingen. Allerdings sage ich mir auch immer wieder "Wenn sie es nicht wirklich will, dann lass ich es". Dieses Kind ist nämlich so ganz anders, als ich es in meiner Kindheit war. Ich hatte schon immer viel Geduld für solche friemeligen Sachen, sie überhaupt nicht. Auch beim Basteln müssen schnelle Erfolge sichtbar sein. Aber ich bleibe dran :-)

    Im Internet gibt es einige Anleitungen, wie man aus übrigengebliebenen einzelnen Handschuhen oder Socken Tiere oder Monster basteln kann. Sowas würde ich gern mal mit ihr machen, wenn sie soweit ist. Ich möchte ihr nämlich auch vermitteln, dass man aus vorhandenen Materialien etwas machen kann und keine Bastel-Komplett-Sets für viel Geld kaufen muss.

    LG
    anne

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    1. Welche Wolle war denn geeignet und welche ungeeignet? Ich habe es jetzt erstmal mit Baumwolle versucht, da ich diese in der Lieblingsfarbe hatte und dachte, dass es dann ein stabiles Seil gibt.

      Sockentiere finde ich auch super, macht bestimmt Spaß, auch wenn die Ergebnisse bestimmt nur rumfliegen werden.

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    2. Bei dem Set war eine sehr "faserige" und viel zu dicke Wolle dabei. Man benötigte unheimlich viel Kraft, die die Kinder einfach nicht haben. Das Garn, dass wir stattdessen genommen haben, war dünner und glatter, wenn ich mich richtig erinnere, irgendwas mit Microfaser. Da muss man wahrscheinlich einfach probieren. Ist ja nicht so, dass wir kein Material zu Hause hätten ;-)

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  3. Das Lieblingskind war vor ein paar Monaten der Meinung, sie wöllte jetzt auch gern "nadeln".
    Kurzerhand hab ich ihr Stoff in einen Stickrahmen gespannt, den sie mit bunten Garnen ihrer Wahl "bestickt" hat. Das und Knöpfe annähen ging also auch schon mit 3 1/2 Jahren.

    Häkeln haben wir auch versucht - da fehlt es noch an den motorischen Fähigkeiten. Für's Strickliesel erst recht. Aber das liegt dann eben noch ein wenig in der Schublade.

    Ich bin auch sehr der Typ, der Werkeleien für einen halbwegs sinnigen Zwecks angeht. Da das Kind z. B. kaum mit Kuscheltieren spielt, werde ich deshalb auch nicht mit Sockentieren anfangen.

    Für die kalte Jahreszeit (im Moment sind wir einfach den ganzen Tag nicht zu Hause...) werde ich die 1. Projekte zum Selbernähen mit ihr angehen. Armbänder nähen ist z. B. auch etwas für Jungs. Oder Halssocken.
    Außerdem werde ich mal schauen, ob ich große Stickbilder bekomme. Ich denke, nen normalen Kreuzstich bekommt sie dann schon hin.
    Und da das Kind gern ausschneidet und klebt, werden wir mit Stoffresten Alltagsgegenstände verschönern. Vllt. auch als Geschenke für die Großeltern.

    Ich find es toll, wenn man Kinder am Hobby teilhaben lassen kann. Das erklärt sich wie von selbst und dann noch mit viel Freude.

    Liebe Grüße

    Katharina

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  4. Seit längerer Zeit gebe ich Nähkurse und Nähworkshops für Kinder ab dem Grundschulalter. Dabei wird mit der Hand, aber auch mit der Nähmaschine genäht. Vor allem beim Thema "Monster nähen" sind Jungs genauso dabei wie Mädchen. Gerade hatte ich in der Grundschule einen Kurs mit fünf Jungs (zwischen sechs und zehn) und zwei Mädchen. Es war sehr schön und produktiv.
    In anderen Workshops, bei denen die Kinder auch mit der Nähmaschine nähen, waren sechsjährige Jungs begeisterte Näher, die auch gut mit der Maschine zurechtkamen. Kissen sind ganz gute Anfangsprojekte, auch noch bei älteren Jungs.
    Ach noch was - manche Jungs nähen auch Jacken o.ä. für ihre Monster. Meine Mädels haben mit Puppenkleidern angefangen - Material stand ja immer zur Verfügung - und machen sich jetzt viele Sachen selber. In ihrer Umgebung waren sie aber immer die einzigen, die nähen und stricken konnten. Zum Teil lag das nicht mal am mangelnden Interesse der anderen, sondern daran, dass es in den Häusern der Freundinnen kein Material gab.
    LG
    Susanne

    PS: Ich finde es toll, dass dein Sohn sich so für textile Arbeiten interessiert.

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  5. mein Sohn (7) hat vor Weihnachten, als die bei uns in Ami-Land in waren, massenweise loom-Bänder produziert.
    Er näht auch gerne mal mit, vorwiegend Taschen und Kissenhüllen.
    Wobei mich das dann eher nervt *g*
    Papier-Flieger kann er ganz wunderbar falten, und Origami finden meist auch Jungs toll.
    Häkeln - da könnte ich mir vorstellen, dass so Amigurumi, insbesondere in Star Wars Form, auch für Jungs einen Anreiz darstellen....

    http://www.ravelry.com/designers/lucy-ravenscar

    Und ansonsten gibt es ja in der Crafting Szene mittlerweile auch viele coole Männer, die Rollenbeispiel sein können....

    http://westknits.com
    http://www.parsongray.com
    http://www.lukehaynes.com
    https://www.facebook.com/pages/Crochet-Buddies/180864291924063
    http://www.mollisparkles.com

    und paracord Projekte sind bestimmt auch was für Jungs
    http://www.paracord-projects.info

    viele Grüsse
    Tina

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  6. Meine Kleine hat zum 3. Geburtstag einen Knüpfstern geschenkt bekommen und hat bereits viel Freude daran - immer mal wieder für 10 bis 15 Minuten. Die fertigen Bänder sehen schön aus und sind recht strapazierfähig und können gut als Schnürsenkel oder Armband verwendet werden.

    Abgesehen davon, liebt sie es bei mir auf dem Schoß sitzend, den Auf- und Abknopf sowie den Vernähknopf der Nähmaschine zu drücken und Stecknadeln zu entfernen. Auch hat sie einen ausgeprägten Geschmackssinn und weiß bei neu gekauften Stoffen sofort, was ich ihr daraus nähen soll. Ich freu mich dann immer, dass sie bis auf wenige Ausnahmen auch am Liebsten die selbst genähten Kleidungsstücke trägt ;-)

    Vielen Dank für den Tipp mit dem Bastelbuch! Das sieht sehr vielseitig aus und wird gleich mal gedanklich abgespeichert....

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  7. Looms sind hier momentan überall zu sehen, und die Grosse mit fünf bekommt die einfachen Techniken schon ganz gut hin. Und auch die Jungs knüpfen Bänder ! Ich habe jetzt noch ein Knüpfbrett bestellt...mal sehen. Im Schrank wartet neben der Strickliesel (noch nicht getestet) der Strickmühle(Katastrophe...der Faden springt auch bei mir immer ab ) noch ein kleiner Webrahmen auf seinen Einsatz.

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  8. Hi Meike, die Strickliesl hat bei uns (weder die Tochter noch ich) Anklang gefunden, war uns zu pfrimelig und dauerte zu lange bis ein Ergebnis kam. Fingerhäkeln und Pompons machen war im Hort in der 1. Klasse ein Thema, in der 2. Klasse wurde mit Nadel gehäkelt (kleine Armbänder, auch feste Maschen), in der 4. Klasse hat sich ein Junge seine erste Boshi gehäkelt (beim Mützen häkeln haben Jungs auch echte Vorbilder). Nähtechnisch waren bei den beiden Projektwochen, die ich in der Grundschule begleitet habe, bei den älteren Kindern (also ab 3. Klasse) Handy bzw. Smartphonetaschen der Knüller oder kleine Krimskramstäschchen bei Mädchen (jeweils mit Maschine genäht). Die kleineren Kinder liebten auch die Revoluzza Monster oder ausgestopfte Autos, Flugzeuge usw., da haben sie auch selbst Formen entwickelt. Meine Tochter nähte mit Begeisterung Schleich Pferdedecken oder ausgestopfte Kuschelkissen /-tiere, eben Dinge, die ihren Hobbies entsprachen. Inzwischen (6. Klasse) darf eigentlich nichts mehr selbstgemacht aussehen, das ist in dem Alter total untrendy oder kein bisschen chilling, wie man neudeutsch sagt. LG Anja

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  9. Meine Kinder waren an Handarbeiten nicht interessiert. Sie waren zu ungeduldig, brauchten schnelle Erfolgserlebnisse. Was wir aber gemeinsam gut hinbekommen haben, waren kleine Stickbilder auf Briefkarten im Din A 6 Format. Auf den Kärtchen hat meine Tochter die Konturen eines Bilds vorgezeichnet, dann wurden die Konturen mit einer Stopfnadel vorgestochen und anschließend wurden die Konturen mit buntem Garn nachgestickt. Dass wir diese Karten dann auch noch an die Verwandschaft verschickt haben, kam sehr gut an. Meine Tochter hat ihre Zeichnungen auf den Karten ab 7 Jahren gestickt.
    Liebe Grüße
    Neumon

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  10. Schlüsselbänder (aus Stoff nicht aus Filz)! Fantasiemonster mit einfachen Umrissen, die Gesichtern aus Stoffmalstiften, Knöpfen und Bändern, einfache Taschen für den Gürtel sind hier sowohl beim Sohn als auch bei den Kindern im meinem Nähkurs total beliebt. Je nach Aufwand per Hand oder auf der Maschine genäht.

    Große Freude brachte ein kleines echtes Nähkästchen, mit verschiedenen Nadeln, einer eigenen Stoffschere, Stickgarn, Ösen zum reinklopfen, Bändern, Federn, Gummilitzen, Füllwatte, Knöpfen, Bügelbilder, einen Stickrahmen und ganz vielen kleinen verschiedenen Stoffresten, verschiedenster Materialien. Da kommen die Ideen oft von alleine (hier nach oben genannten auch Aufhübschungen für Verkleidungen, Anziehsachen für Stofftiere, Umhänge für Legomännchen, Kissen etc.).

    Lieben Gruß, Pilli

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  11. Bei uns ist Nähen immer mal phasenweise angesagt. Inzwischen auch manchmal an der rosa-lila Kindernähmaschine. Optisch leider nicht genderneutral ausgelegt. Manchmal wird auch einfach nur neben der Overlock darauf gewartet, dass ich wieder neue Stoff-Spaghetti herstelle.

    Der Große hat mit Kuscheltieren für sich angefangen, bei denen er mit Stoffwahl und beim Nähen helfen konnte (Nadeln stecken und rausziehen nach dem Einfädeln, Start/Stopp-Knopf). Zwischendrin auch gern Kissen und Klamotten für die Kuscheltiere. Letztens hätte er gern ein Nähset für Monster bzw. Fledermäuse gekauft, die Filztiere waren aber fürs Handnähen, da fehlt ihm mit gerade 6 evt. die Geduld.

    Der Kleine hat auch Spass am Nähen, will aber eher Quilten oder an Kostümen für sich arbeiten. Ihm ist allerdings auch wichtig, den Stoff zu führen, was leider nicht mit allen Projekten klappt.

    Basteltechnisch hat sich ein eigener Schreibtisch mit ganz viel frei verfügbaren Bastelmaterial und Platz neben meinem Nähtisch als sehr motivierend erwiesen, da so alle zusammen werkeln und quatschen können.
    Anleitungstechnisch sehr schön gestaltet sind z. B.
    - Fingerstempeln für kleine Künstler
    - Die fabelhafte Welt der Knete

    LG, Ulrike

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  12. ...da fällt mir gerade ein, Bilder auf Hemdchen oder T-Shirts haben wir mit Stoffmalfarbe auch schon gestempelt, gemalt und schabloniert. Das kommt doch je nach Motiv sicher in fast jedem Alter und bei beiden Geschlechtern super an...

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  13. Mein Kind hat letzets Jahr eine Phase gehabt, wo es immer mitnähen wollte, d.h. auf meinem Schoß sitzen, den Stoff mitführen, den Faden abschneiden, die Rücknähtaste drücken, etc.
    Ich gebe zu, dass mich das allerdings oft eher genervt hat, ich nähe tatsächlich lieber alleine ohne Kind auf dem Schoß ;-)
    Momentan fragt es nicht so oft danach.
    Aussuchen tut das Kind sich auch gerne Stoffe, bzw. wenn es gekaufte Stoffe sieht, wünscht es sich explizit etwas daraus. Meist erfülle ich das dann.
    Wenn ich zuschneide oder Schnittmuster auschneide, schneidet es ebenfalls gerne Stoff- oder Papierreste.
    Basteln und Malen fängt eigentlich gerade erst an interessant zu werden, für Lieseln und so fehlt wahrscheinlich noch die Geduld.
    Die Idee von Neumon mit den Stickbildern ist aber gut, das werden wir glaube ich mal ausprobieren.
    Achso, Kind ist 4.

    Grüße,
    naehfreundin

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  14. Bei uns wird seit meine Tochter 6 ist, immer mal wieder ein T-Shirt verschönert. Ich lasse sie dann mit Textilfarben und Kartoffeldruck Sterne, Herzen etc. aufdrucken. Danach nehmen wir passende Stoffreste und applizieren die gleichen Motive dazwischen. die Applis kann sie dann mit Stickgarn umsticken, dazwischen Knöpfe, Glitzerpailetten etc. annähen und heraus kommt ein (mit der Zeit immer weniger) wild buntes Shirt, auf das das Kind stolz wie bolle ist.
    Das geht bestimmt genausogut mit Raketen etc. mit Jungsmotiven :-)
    LG, C.

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  15. Oh mein erster Kommentar ist nicht angekommen! Ich finde es witzig, dass du dieses Thema anschneidest, denn für den Herbst wollte ich eine kleine Reihe dazu auf meinem Blog schreiben. Ich arbeite ja schon lange mit Ki dern bis sechs Jahren und da ich selbst handarbeitsbegeistert bin, war und bin ich immer auf der Suche nach guten Techniken für Kinder in diesem Alter. Die Strickgabel ist sehr geeignet aus zweierlei Gründen. Zum einen lernt man das Prinzip des Strickens und zweitens mit den eigenen Fingern! Das kommt immer vor dem Arbeiten mit Werkzeug (wie die kleine Nadel beider Strickliesel). Wenn ein Kind Feuer bgefangen hat, entstehen meterlange Schnüre! Danach kann man sich ans Strickbrett machen. Damit strick man in die Fläche. Das zeige ich auf jeden Fall auf meinem Blog!
    Viel Spaß euch beiden beim Ausprobieren!
    LG aus dem Urlaub,
    Luise

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  16. Was für ein tolles und spannendes Thema! Mein Sohn wird erst drei, aber ich merke schon recht deutlich, dass er anders als Kinder von "Nicht-Handarbeitenden" ;) ein ausgeprägtes Interesse für Stoffe, Farben und den Herstellungsprozess von Kleidern hat. Schon mit 2,5 wollte er gern weben, das haben wir ihm dann so ermöglicht: http://wollgespinst.blogspot.de/2013/12/elternliebe-und-geschenke-furs-kind.html
    Er liebt immer noch das Buch "Pelles neue Kleider" und mittlerweile auch das wunderbare "Extragarn", ein Muss für Strickerinnen ;). In seinem Zimmer finden sich nicht mehr benötigte Garnreste zum freien Basteln und Bauen, momentan baut er damit Netze durch das gesamte Zimmer und zerschnippelt sie danach ;). Falls sein Interesse bleibt, bekommt er auch bald Webrahmen und Strickliesl. Derweil darf er uns beim Nähen zusehen, Stoffe auswählen usw. Und für mich ein ganz zentraler Punkt: Auch mein Mann näht und ist so wahrscheinlich das wichtigste Vorbild für den Sohn :)
    Linnea
    P.S. Wir haben als Kinder außerdem auch gern und früh per Hand genäht, Pompons für Mützen usw. hergestellt und außerdem diese Papier-Anziehpuppen bebastelt :D.

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  17. Liebe Meike,

    das ist ein Thema, das auch mich gerade sehr beschäftigt.

    Meine Jungs (3 und 6) haben im Urlaub an einem verregneten Tag das Spieleregal der Ferienhausvermieter geplündert und zielstrebig "Sticken ohne Nadel" von Ravensburger gegriffen und sich stundenlang und an mehreren Abenden damit beschäftigt. Ich überlege zurzeit, Bilder von "Thomas and friends" oder "Cars" irgendwie so zu gestalten, dass man sie auch mit einem Schnürsenkel aussticken kann, denn der Markt gibt leider kaum jungstaugliche Sticksets her.

    Ich habe meine Kinder schon recht früh in Wolle und Stoffen mit wühlen lassen, wenn ich selbst Materialien kombiniert oder passend zu einer Idee rausgesucht habe. Für Kinderkleidung oder Spielzeug habe ich sie immer aus einer Vorauswahl die passenden Knöpfe und Bänder aussuchen lassen.
    Ich zeige ihnen auch immer die Zwischenergebnisse wie z.B. bei einer Jeans, die ich gestern für den Kleinen genäht habe.
    Meine Kinder bekommen auch Woll- und Stoffreste zum Basteln und Spielen.

    Und als ich heute Smyrnastramin (für einen Teppich) am Rand umhäkelt habe, wollte der Große auch sofort einen Häkelhaken haben. Er hat aus seiner "Schatzkiste" ein Stück rotes Garn hervorgekramt und dann rumprobiert, wie man damit häkelt. Er wollte es sich nicht von mir zeigen lassen. So haben wir einfach nebeneinander auf dem Sofa gesessen und die Häkelhaken geschwungen.
    Ach ja, meinen Schulwebrahmen findet er auch toll und er will an manchen Tagen immer mal ein paar Reihen weben. Das Ergebnis ist ihm egal, er will keinen Puppenteppich oder Untersetzer haben, sondern nur das Handwerk ausüben. Finde ich okay.

    Liebe Grüße,
    Henriette

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  18. Hallo Meike, das ist eine echt spannende Frage! Ich hab vor ein paar Wochen in der Kinderstadt die Nähwerkstatt geleitet und musste mir auch darüber Gedanken machen, was 7-14jährige so nähen können/wollen. Die Ergebnisse kann du dir hier ansehen: http://lesfilsdekaro.blogspot.de/search/label/Kinderstadt
    Die Sachen waren allerdings alle vorgenäht, da jedes Kind (eigentlich) nur ca. eine Stunde "arbeitet".
    Meine Erfahrung: Monster gehen immer, aber kleine Jungs nähen auch gern Herzchen. Genau wie die Mädchen :)

    LG
    Karo


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  19. setz ihn an die Nähmaschine!!!
    meine Tochter hat sich (natürlich mit Hilfe) ihr Einschulungskleid selber genäht und mein Sohn hat schon zwei Patchworkdecken verschenkt, die er selber genäht hat (natürlich auch da mit Hilfe)

    meine zwei haben nicht immer Lust, aber noch jede Menge Projekte, die sie gerne verwirklichen wollen
    (als nächstes steht wol ein "Ohnezahn" auf dem Programm.....)

    LG Agnes

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  20. ach ja, ich hab mal in der Grundschule eine NähAG gemacht, da hatte ich gleich viel Jungs wie Mädels und die Kinder haben begeistert bis zum Schluß durchgehalten!

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