Samstag, 29. März 2014

Frühlingjäckchen Knit Along 2014 - Was bisher geschah

Drüben auf dem Me Made Mittwoch Blog betreue ich seit ein paar Wochen den Frühlingsjäckchen Knit Along. Ganz schön aufregend das Ganze! Vor lauter Aufregung hatte ich glatt vergessen, etwas über den Knit Along und mein Projekt hier auf crafteln.de zu schreiben. Das hole ich hiermit, der Vollständigkeit halber, nach.

Das Thema zum heutigen ersten Treffen: Inspiration


Habt ihr schon ein Bild im Kopf, was ihr unbedingt stricken wollt? Bilder, die euch inspiriert haben oder sogar schon eine konkrete Anleitung, die ihr umsetzen wollt? Prima! Falls nicht, suchen wir gemeinsam nach Inspirationsquellen, in Magazinen und in den Weiten des Internet. Fehlt euch noch die passende Wolle, um Euer Wunschprojekt zu verwirklichen? Wir tauschen uns auch über Materialquellen und Materialeigenschaften aus.

Mein Projekt


Seit dem ich bei Frau Nahtzugabe eine grüne Strickjacke gesehen habe, weiß ich, dass ich nicht mehr ohne eine grüne Strickjacke leben kann! Grüne Wolle habe ich schon: Drops Baby Merino in knallgrün. Bei Lanade gibt es im Mai - leider zu spät für den Knit Along - immer einen großen Sale. Da lohnt es sich, sich zu bevorraten!


Frau Nahtzugabes wunderschöne grüne Jacke http://nahtzugabe.blogspot.de/2013/04/das-perfekte-grun.html

Seit dem Frühlingsjäckchen Knit Along 2012 traue ich mich, mit dünnen Nadeln zu stricken, das Baby Merino Garn ist aus diesem Grund meine Standard-Wolle geworden, mit der ich gerne stricke und die es in vielen Farben gibt. Das Ergebnis, ein dünner Strick, passt einfach viel besser zu mir und meinen Bedürfnissen. Dicke Strickjacken, die ich in der Vergangenheit gestrickt hatte, ziehe ich ungerne an.

Wiebkes Miette http://wiebke-berlin.blogspot.de/2012/08/gold-fur-miette-olympisch-stricken.html

Eine Anleitung, wie ich die Wolle verstricken will, habe ich noch nicht. Als Lemming fasziniert mich natürlich die auf vielen Blogs gezeigte und geliebte Miette (bei ravelry findet ihr noch viel mehr). Ich fürchte allerdings, dass so ein hochgeschlossenes Jäckchen nichts für mich ist. Sehr, sehr, sehr verliebt bin ich auch in Agatha - aber auch hier: tolles Muster, aber möglicherweise nicht optimal für viel Busen und so. Hingegen die Form meines Frühlingsjäckchens von 2012 begeistert mich immer noch, erscheint sie mir doch extrem Vorteilhaft für meine Figur.


Wiebkes Agatha http://wiebke-berlin.blogspot.de/2013_09_01_archive.html


Sehr wahrscheinlich nehme ich deswegen wieder die Anleitung für Blossom von Kim Hargreaves als Grundlage und variiere sie: ein anderes Muster, keine Spitzenborte, längere Ärmel. Ich könnte mir gut vorstellen, die Jacke diesmal nicht ganz so rüschig zu machen, etwas sportlicher und trotzdem die Taillierung und das Schößchen zu übernehmen. Irgendwie reizt es mich auch, einmal ein "quick and dirty"-Jäckchen in glatt rechts zu stricken. Knallgrün ist eigentlich Aussage genug, brauche ich da wirklich ein Muster?

Frau Crafteln im 2012er Frühlingsjäckchen

Wer denkt "hey, die macht sich es einfach, strickt einfach das gleiche Jäckchen noch mal" irrt leider, denn einfach wird es nicht. Ich olle Schlamperin habe nämlich 2012 keine ordentlichen Aufzeichnungen gemacht, während ich strickte. Genauer gesagt war wurde mir, während ich strickte einigermaßen klar, was ich tat und wie ich das gegebenenfalls beim zweiten Ärmel oder zweiten Vorderteil auch machen muß  - ihr müsst bedenken, ich habe viel geändert, vergrößert, Brustabnäher eingefügt, neues Muster, eigene Ärmel etc. Schon ein Jahr später, als ich das gleiche Jäckchen noch mal stricken wollte, war das, was ich damals notierte nur noch chinesisch. Die Herausforderung würde also jetzt darin bestehen, noch mal zu entwickeln, was ich mir damals Glorreiches ausgedacht habe und es so aufzuschreiben, so dass ich in Zukunft noch das eine oder andere Jäckchen in dieser Form mit dieser Nadelstärke stricken kann. Der Vorteil für euch: ich kann euch ne Menge über Strickmuster-Anpassungen erzählen.



Kennt ihr Musterbücher? Die gibt es aus Omas Zeiten im Antiquariat oder auch aktuell im Buchhandel. Die Muster unterscheiden sich nicht wirklich, nur die Aufmachung der Bücher. Theoretisch könnt ihr jede Anleitung mit jedem beliebigen Muster stricken, wenn ihr eine Maschenprobe mit Muster gemacht habt und diese mit der Anleitung überein stimmt. Für mich eine wunderbare Quelle der Inspiration.

Aber vielleicht entdecke bei einer Recherche auf ravelry.com (einer kostenlosen Strickcomunity, der frau ganz einfach beitreten kann und auf der es unendlich viele vorgestellte Anleitungen, Projekte und Ideen gibt), bei Pinterest oder bei euch noch ganz andere Ideen, so dass ich meinen ursprünglichen Plan über den Haufen werfe und etwas ganz anderes stricke?

Übrigens: Das Frühlingsjäckchen 2012 war meine Premiere mit englischen Anleitungen. Ich hatte zwar das Glück, nachdem ich mich gründlich mit der Systematik der englischen Anleitungen vertraut gemacht und alle Begriffe nachgeschlagen hatte, eine deutsche Anleitung zur Verfügung gestellt zu bekommen (es lebe die Comunity!), aber seit dem weiß ich: englische Anleitungen sind gar nicht so schwer und haben durchaus einige Vorteile. Mehr dazu beim nächsten Treffen oder als Beispiel hier oder als systematischer Workshop "Erarbeiten von englischsprachigen Anleitungen" bei Tichiro (inkl. Hinweisen zu japanischen Anleitungen).


Die Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen


Strickmuster und Material

Ich hoffe, ihr wurdet bei unserem letzten Treffen ordentlich inspiriert und konntet euch anschließend entscheiden, was für ein Jäckchen ihr nun stricken wollt. Mir geht es mit solchen Inspirationsschauen so, dass ich manchmal geradezu überwältigt bin und es die Wahl zur Qual macht. Manchmal ist es aber auch so wie bei dem legendären Münzwurf, bei dem einer klar wird, dass sie die Entscheidung innerlich schon getroffen hat. So war es bei mir: ich habe tolle Projektideen gesehen, bleibe aber bei meiner Idee, ein knallgrünes Jäckchen, angelehnt an Blossom von Kim Hargreaves verwegen in glatt rechts zu stricken.

Vielleicht ist es euch auch so ergangen, dass ihr zwar eine Entscheidung hattet, aber noch nicht die richtige Wolle dafür gefunden habt. Das ist natürlich ärgerlich! Was rate ich in diesem Fall? Mmmhh... nehmt eure Favoriten mit Bild und Anleitung mit in ein Wollgeschäft und lasst euch beraten. Die erfahrenen Strickerinnen dort werden euch möglicherweise ein Garn zeigen, das für eure Traumprojekte geeignet wäre, ihr aber übersehen habt, weil es nicht in euer übliches Beuteschema passt. Lasst euch überreden, kauft ein Knäul und strickt eine Maschenprobe. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese euch dann überzeugt. Falls ihr kein gutes Wollgeschäft in der Nähe habt, schaut bei ravelry nach, wer dieses Projekt schon gestrickt hat und aus welcher Wolle und bestellt sie online.

Apropos Maschenprobe

Wenn ihr nicht gerade einen 80er-Jahre-mäßigen unförmigen Sack stricken wollt, kommt ihr um die Maschenprobe nicht herum. Selbst, wenn ihr die Originalwolle aus der Anleitung nehmt. Jede strickt anders!



Für die Maschenprobe schlagt ihr etwas mehr Maschen als für 10 cm vorgesehen an und strickt dann ein Quadrat. Idealerweise wascht ihr anschließend dieses Strickstück genau so, wie ihr das zukünftige Jäckchen auch waschen wollt. Ich weiß, das ist eine ätzende Vorarbeit, weil frau gerne beginnen will, aber ich rate euch trotzdem dringend dazu. Wenn die gewaschene Maschenprobe trocken ist, steckt ihr sie mit Stecknadeln auf ein Kissen oder die Matratze und zählt ab, wie viele Maschen und Reihen für 10x10 Zentimeter stricken müsst. Ich zähle das gerne dreimal, da ich mich mindestens einmal dabei verzähle. Erst dann könnt ihr die ungefähre Größe bestimmen, die ihr nach Anleitung strickt.

Wenn ihr es gar nicht erwarten könnt, dann schlagt halt schon mal die ersten Maschen für das Vorderteil an und strickt darauf los, bevor die Maschenprobe getrocknet ist. Aber ich warne euch, "auf gut Glück" ist mit Risiko verbunden und was passieren kann ist, dass ihr entweder ribbeln müsst oder aber ein Ding strickt, das schon beim Stricken kein gutes Gefühl erzeugt und anschließend ungerne angezogen wird.

Passform

Vielleicht seid ihr im vorletzten Absatz über meine Formulierung "ungefähre Größe" gestolpert und zusammen gezuckt. Gut so! Immerhin habe ich das Ziel, gemeinsam mit euch ein Jäckchen (oder so) mit guter Passform zu stricken. Da heißt es wachsam zu sein.

Jede Frau ist anders aber alle sind dreidimensional. Das heißt, das euer Körper an den unterschiedlichsten Stellen Länge und Weite braucht. Wenn ihr auch näht wisst ihr, dass Fertigschnittmuster auch selten auf Anhieb passen. Viele Näherinnen kennen ihr typischen Passformprobleme und wissen, dass sie oft an den Schultern kürzen oder für die Brust mehr Weite einplanen müssen. Beim Nähen ist manches noch im Nachhinein korrigierbar. Beim Stricken sollte eigentlich ALLES vorher bedacht werden!



Aus diesem Grund rate ich dazu, nicht einfach eine Größe auszuwählen und blind nach Anleitung zu stricken, sondern euch ein "Schnittmuster" für eure Jacke aufzumalen und mit Maßen zu versehen. Vielleicht habt ihr eine gut passende Strickjacke oder einen Pullover, den ihr als Vorbild nehmen könnt oder ein Strickstück, das nicht so gut passt, aus dem ihr eure Wünsche ableiten könnt. Dieses "Schnittmuster" müsst ihr nicht in Originalgröße zeichnen, aber ihr solltet es unbedingt mit Maßen versehen. Manche Strickanleitungen haben solche Übersichtszeichnungen, das ist ganz hervorragend, dann könnt ihr gleich diese Anleitungszeichnung mit euren Maßen überprüfen.

"Negative Ease"

Während wir Kleidungsstücke aus Webware mit etwas Zugaben nähen, damit wir uns noch darin bewegen können, stricken wir figurbetonte Kleidungsstücke mit "negative ease", also mit negativen Zugabe, sprich etwas enger. Selbst, wenn ihr es nicht so figurbetont mögt, rechnet damit, dass euer Strickstück, je nachdem wie locker ihr strickt, beim Tragen noch etwas in Weite oder Länge oder beidem nachgibt. Ich rate euch also dazu, eher etwas enger zu stricken, damit es hinterher kein unförmiges Ding gibt. Beim Zusammennähen könnt ihr zwar noch etwas Weite in den Seiten wegnehmen, aber da ihr beim Strickstück keine "Nahzugaben" wegschneiden werdet, sollte das auch nicht zu viel sein.

Anleitung anpassen

Eine Strickanleitung auf die eigenen Figurbedürfnisse anzupassen, ist gar nicht so schwierig. Ihr braucht nur eure Maße, die Maschenprobe und müsst die Anleitung einmal konzentriert lesen und das, was ihr lest, auf eure Maschenprobe umrechnen und mit euren Maßen vergleichen.

Ein Beispiel:
Ihr lest, wie viele Maschen angeschlagen werden und wie viele Maschen nach dem Bündchen zugenommen werden. Das Bündchen ist erstmal zweitrangig, wenn ihr eure Maschenprobe glatt rechts oder im Muster gestrickt habt. Wichtig ist die Anzahl der Maschen, die dann "richtig" weiter gestrickt werden. Mit eurer Maschenprobe rechnet ihr nun aus, wie breit das Strickstück wird und vergleicht es mit euren Maßen. Nicht breit genug, zu weit? Dann ändert die Maschenzahl gemäß euren Maßen (und korrigiert bei großen Abweichungen auch das Bündchen).

Die Anzahl der Maschen zu ändern ist relativ leicht. Hat eure Maschenprobe eine stark abweichende Reihenzahl, wird es schon schwieriger. Zunächst würde ich probieren, mit einer anderen Nadelstärke noch eine Maschenprobe zu stricken, um der Maschenprobe in der Anleitung möglichst nahe zu kommen. Falls das immer noch nicht reicht, müsst ihr sehr aufpassen, wann ihr mit Zunahmen und Abnahmen für die Taillerierung, den Ausschnitt und die Armkugel beginnt. Ihr dürft keinesfalls stumpf nach Anleitung stricken, sondern müsst - analog zu der Anleitung - eure eigene Anleitung erstellen. Sonst ist eine schlechte Passform vorhersehbar.

Viele Strickerinnen neigen dazu, motiviert loszulegen und dann enttäuscht zu ribbeln oder das Teil in die Ecke zu werfen. Das muß nicht sein! Nutz die Chance, dass ihr ein Jäckchen mit uns gemeinsam strickt und eure Erfahrungen als Näherin: beginnt mit einem Vorderteil, denn das verschafft schnelle Erfolgserlebnisse und selbst wenn ihr trennen müsst, ist der Verlust nicht so gravierend, wie bei einem breiten Rückenteil.

Spezialfall Brustabnäher: Für Frauen, die ein figurbetontes Jäckchen stricken wollen, aber mehr, als Körbchengröße C haben, rate ich dazu "Brustabnäher" bzw. Mehrweite für die Brust durch verkürzte Reihen zu stricken. Das ist wirklich nicht schwer! Dazu schreibe ich spätestens zum nächsten Treffen etwas in meinem Blog und verlinke es beim nächsten Treffen hier. Falls ihr daran interessiert seid, schaut bei crafteln.de oder strickt die Vorderteile erst später.

Stricken ist Zen

Vorausschauend Stricken und Vordenken ist wichtig und trotzdem ist Stricken Zen und es kommt oft ganz anders, als frau denkt. Schaut euch das Bild an. Ich habe das Bündchen nicht ganz so rüschig stricken wollen, wie in der Originalanleitung und stellte es mir ganz hübsch vor, an einem schlichten Jäckchen unten nur Zacken zu haben.




Aber als ich die beiden Strickstücke zum Fotografieren nebeneinander legte, kamen die Zweifel. Wenn ich das Lochmuster oberhalb der Zacken stricke, geht das Bündchen unten noch mehr auseinander und der Schößcheneffekt wird deutlicher. Das wollte ich doch eigentlich! Außerdem ist trotz Maschenprobe, Rechnen und genauem Aufnehmen und zählen der Maschen, das Rückenteil doch ein wenig spack. Merkwürdigerweise scheinen 2 Zentimeter an Weite zu fehlen. Kommt das noch durch Tragen, Waschen und Dehnung durch Körperwärme oder habe ich mich doch verrechnet? Ribbele ich nun wieder auf und stricke das Bündchen doch mit löchriger Rüsche und zwei Zentimeter weiter? Nur nicht aufregen, Meike, Stricken ist Zen!

Erster Zwischenstand: 
Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen

Den Anfangsschwung nutzen

Mit dem Rückenteil habe ich begonnen, weil frau dort am wenigsten denken muss. Ist die Maschenprobe einmal gestrickt und die Anzahl der benötigten Maschen ausgerechnet, strickt sich so ein Rückenteil mit dem Schwung des Anfangs ja fast wie von selbst. Ich hatte zwischendurch meine Zweifel, ob mein Muster richtig gewählt ist oder ob ich doch noch mal das Bündchen komplett neu mache, aber in Anbetracht des sportlichen Zeitplans und meine Vorbildfunktion entschied ich mich für "Augen zu und durch" und strickte einfach weiter. Übrigens habe ich auch mit dem Rückenteil angefangen, weil ich im Eifer des Gefechts zu viel Bündchen für ein Seitenteil gestrickt hatte. Mein Bündchen wird quer gestrickt und als es zu lang wurde, war es klar, dass es ein Rückenteil werden würde - so viel zur genauen Planung und dem ordentlichen Arbeiten .....

Mit welchen Teilen habt ihr begonnen?



Vom Umgang mit Bedenken

Zwischendurch hatte ich immer wieder große Bedenken, ob mein Jäckchen nicht ein paar Nummern zu klein werden würde. Wer schon mal glatt rechts gestrickt hat, weiß, dass sich die Ränder immer fürchterlich aufrollen, was den Eindruck von "zu klein" immens verstärkt. Ich baue jetzt einfach darauf, dass meine Erfahrung mit dieser schon öfters verstrickten Wolle immer war, dass sie noch sehr nachgibt und dass ich richtig gerechnet habe - hoffen wir das Beste.

Letztlich ist es entscheidend, am Anfang des Projektes eine Maschenprobe gestrickt zu haben und einen Entwurf mit Maßen zu versehen. Wenn ihr das gemacht habt und euch nicht grundlegend verrechnet habt, dann wird das schon - egal, wie sehr sich die Ränder rollen. Lasst euch von den Zweifeln nicht ausbremsen, sondern schaut euch eure Berechnungen lieber noch mal an. Ihr habt euch was dabei gedacht und das kommt schon hin!


Zwei symmetrische Vorderteile - alles eine Frage der Notizen

Der Vorteil von Jackenvorderteilen ist, das sie relativ schnell gestrickt sind - der Nachteil: es gibt mehr zu Denken.

Ich hätte fast erst einmal alle Bündchen gestrickt, um mich um die Denkerei beim Vorderteil herumzudrücken, wäre mir nicht eingefallen, dass ich euch versprochen hatte, etwas über gestrickte Brustabnäher zu schreiben. Versprochen ist versprochen - der Beitrag ist nun auf crafteln.de online.

Ich finde es nicht banal, auf der Seitennahtseite mich um die Abnäher zu kümmern und gleichzeitig in der Mitte mit den Abnahmen für den Ausschnitt zu beginnen. Nach wie vor habe ich kein optimales Notationssystem dafür. Wie beim letzten Frühlingsjäckchen neige ich dazu, reihenweise Notizen zu machen und sie mit kryptischen Zeichen zu versehen. Ein paar Wochen lang verstehe ich, was ich damit meinte. Ich versuche nebenher, mir eine Anleitung "in Worten" zu schreiben, damit das Frühlingjäckchen reproduzierbar wird - doch das ist die Theorie. Während des Strickens arbeite ich weiter mit dieser merkwürdigen Notationsweise, um am Ball zu bleiben, wann ich wo ab- und zunehmen muß - in der Hoffnung, dass ich keine Fehler mache und das zweite Vorderteil ähnlich wird.



Wie sehen eure Notizen aus? Schreibt ihr mit, was ihr strickt, um zwei symmetrische Vorderteile zu erhalten? Nutzt ihr Hilfsmittel wie z.B. Reihenzähler oder Maschenmarkierer?

Morgen gehts weiter!

1 Kommentar:

  1. Einmal mehr habe ich mit grossem Interesse deine Ausführungen gelesen. Nur, bei meinem Wollladen-Besuchen bin ich oft frustriert. Diese Damen wissen nicht, was ravelry ist oder Grannys (ist zwar gehäkelt, aber egal...). Meistens schwatzten sie mir aber irgendeine Wolle auf. Klar, ich hätte sie nicht kaufen müssen. Aber im Geschäft fand ich es schön und die Alternative plausibel. Zu Hause, nach dem Anstricken kam der Frust. Ich habe noch keinen Wollladen gefunden, der mich versteht. Aber schlussendlich geht es wohl doch nur ums Geld verdienen...
    Meine Alternativen sind tatsächlich ravelry, die verschiedenen Wollarten und Wollwebshops. Wenn ich dann das Originalgarn bekomme - super!
    Wollläden sind deshalb für mich wahrlich kein Vergnügen mehr. Zu oft habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.
    Liebe Grüsse
    Milena

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