Donnerstag, 13. Februar 2014

Thinsulate?



Heute abend hätte ich die Gelegenheit, meine Nähfaulheit bzw. Wintermantelnähkrise zu beenden, da das Wohnzimmer mir gehört. Natürlich kann ich auch einfach das seit Wochen halbfertige Ajaccio fertig machen, aber es ist Mitte Februar - vielleicht wäre es auch eine gute Idee, dem halbfertigen Wintermantel etwas Zuwendung zu schenken.

Mein Problem: Beim Nähen hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass der dunkelblaue Mantelaußenstoff (vermutlich eine Woll-Plastik-Mischung) alleine mit Flutschfutter zu dünn ist. Im Vergleich zu dem von mir verarbeiteten himbeerfarbenen Walk aus reiner Wolle auf jeden Fall. Der Mantel würde also eher so ein Mittelding zwischen Übergangsmantel und Wintermantel werden. Eigentlich brauche ich das nicht. Ich hätte lieber einen schicken zweiten Wintermantel, denn die Wintermantelsaison ist bekanntlich ziemlich lang.

Letzten Mittwoch habe ich spontan "Thinsulate" bestellt, um dieses als Zwischenlage zu verarbeiten. Nun bin ich skeptisch:

1: Ist es nicht merkwürdig einen Wollmantel (wenn auch dünn) wattiert zu füttern?
2. Futtermantel ist fertig, Außenmantel ist bis auf den Kragen fertig. Wie bekäme ich das Thinsulate dazwischen?

Wahrscheinlich hätte ich das Thinsulate mit dem Futter gleichzeitig (als eine Lage) verarbeiten sollen, oder? Hat eine von euch schon mal mit Thinsulate gearbeitet und ne Idee, ob ich das machen sollte und wenn ja wie?

Die Alternative wäre, den Mantel als Zwischenmantel fertig zu nähen. Eine andere Alternative wäre, ein neues Futter zuzuschneiden, was eigentlich auch kein Drama wäre, denn Futter hätte ich noch und   den Mantel nähe ich bestimmt noch mal aus anderem Stoff, so dass ich das alte Futter noch verwenden könnte, wenn ich wollte. Aber doof ist das auch irgendwie.

Kommentare:

  1. Ich würde auch gerne einen warmen Mantel nähen, der nicht schwer und dick aber trotzdem super warm ist, trau mich aber an all diese Vliese nicht heran. Ich würde mich dort erkundigen wo Du es gekauft hast, schwierig wenn online bestellt. Du hast ja vermutlich selbst alles gegugelt zu "Thinsulate verarbeiten". Hier ist eine Diskussion zu Thinsulate, vielleicht hilfts. http://www.hobbyschneiderin.net/archive/index.php/t-1173.html
    LG Waltraut

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  2. Ich stimmte für die Alternative: Wenn du Lust hast, nochmal Futter zuzuschneiden und schnell rauskriegst, was frau bei der Verarbeitung von Th. beachten muss, hättest du ziemlich schnell einen Mantel, den du sicher noch einige Wochen tragen kannst.
    Grüße aus Freiburg, wo der Mann schon die Übergangsjacken anzieht... Petra

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    1. Lust und Futter zuschneiden sind zwei Sachen, die nur sehr schwer zusammen passen.

      Vom Freiburger Wetter will ich GAR NIX hören und lesen. Ich leide als Exil-Frankfurtertin schon immer darunter, dass der Norden wochenlang hinterher hinkt.

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  3. Einfacher wäre es natürlich, das Futter mit dem thinsulate zusammen zu verarbeiten, aber wäre es nicht einen Versuch wert, das bereits fertig genähte Futter mit dem thinsulate zu verbinden? Vielleicht direkt auf die ersten Nähte nochmal drüber nähen und das thinsulate mitlassen. Oder das thinsulate separat zusammensetzen und punktuell mit dem fertigen Futter verbinden (und dabei evt. Die Nahtzugaben flach nähen, damit es keine Wülste gibt.) ich würde es probieren, ein schöner warmer Mantel ist doch echt erstrebenswert,
    LG, Katharina

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    1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    2. Danke fürs Mutmachen! Vielleicht versuche ich das. Letztlich ist es die realistischste Lösung, um den Mantel für diese Saison noch fertig zu bekommen und nicht den dicken Sack Vlies den Sommer über hier herumliegen zu haben!

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  4. Wollte noch anfügen, ich hab bei meinem Wollmantel wollvliess verarbeitet, das hat wahrscheinlich den Vorteil gegenüber dem vliess, dass es etwas besser fällt und evt. dünner ist, das weiß ich nicht so genau. Ich hab das vliess mit dem Futterstoff vor dem zuschneiden versteppt.
    Zu dick kommt mir das bei meinem Mantel auf keinen Fall vor.
    LG!

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  5. Ich würde es auch machen!
    Übergangsmantel brauchst du nicht. Wintermantel willst du haben. Thinsulate und halbfertigen Mantel 8 Monate in der Wohnung rumliegen zu lassen ist doof.
    Also entweder neuen Futtermantel samt Thinsulate nähen, oder das Thinsulate an den vorhandenen Futtermantel 'dranschummeln'.
    Entweder auf der NZ festnähen, oder die schon vorahndenen Nähte nochmal nachnähen, mit Thinsulate dabei.
    Welche Option ich wählte, würde ich vom Aufwand, einen neuen Futtermantel zu nähen abhängig machen.

    Viel Erfolg!
    naehfreundin

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  6. Wäre es vielelicht auch sinnvoll das Thinsulate (ich habe so etwas als Material noch nie in den Fingern gehabt) überall ein bißchen mit dem Futter abzusteppen, damit diese beiden Schichten eine Einheit bilden. Dann könntest du das thinsuate einfach zuschneiden und möglichst bündig auf das Futter steppen.Ich habe solches Steppfutter mal aus Futter mit einem dünnen Vlies gemacht. Aber es kann natürlich sein, dass das bei Thinsulate keinen Sinn macht ?????

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  7. Ich lese ja hier meistens nur still mit ☺. Thinsulate habe ich jetzt bereits bei zwei Jacken verarbeitet und die dritte hat eine ähnliche Krise wie bei dir. Die erste Jacke ist aus wasserabweisender Microfaser/Klimamenbram/ Thinsulate und Fleeece als Futter - wunderbar leicht und warm. Die zweite ist aus gummiertem Popelin/Thinsulate und fleece als Futter - noch etwas wärmer. ☺. Ich habe bei beiden Jacken das Futter zusammen mit dem Thinsulate genäht.
    Du kannst es doch auch als einzelne Futterlage zwischenlegen. Es ist ja etwas fester als normales Volumenvlies und "franst" nicht aus.

    LG
    Kerstin

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