Dienstag, 12. November 2013

Das blaue Kleid, das Kostüm und mein neuer Freund




Das blaue Kleid

Das blaue Kleid ist fast fertig und fast gut. Bin mir nicht sicher, ob die Einschätzung "fast gut" aus der anscheinend natürlichen Nähnerdkrankheit resultiert, eine grundsätzliche Skepsis gegenüber fast fertigen oder neuen selbstgenähten Kleidungsstücken zu haben, die Frau BloggenLebenNähen so trefflich beschrieben hat. Wenn das Kleid kein Anlasskleid wäre und der Anlass nicht schon in wenigen Tagen umverschiebbar stattfinden wird, hätte das Ding wahrscheinlich eine große UFO-Karriere vor sich. So beiße ich die Zähne zusammen und mache es in kleinen Schritten fertig.

Der Beleg hat funktioniert, ich bin sehr froh, dass ich das Kleid nicht füttern muß. Leider war der Stoff dafür knapp, sehr knapp. Ich wollte unbedingt vermeiden, dass das Rundumlätzchen für unten drunter vorne ne Naht hat, die sich durchdrücken kann, deswegen mußte ich am Kragen hinten was einsetzen, das finde ich nicht so schlimm. Anschließend habe ich lässig drüber weg gebügelt und mir gesagt, dass mich durchgedrückte Nahtzugaben überhaupt nicht jucken, obwohl ich natürlich weiß, dass frau es besser könnte. "Gewusst wie" reicht nicht immer aus, wenns nicht dem Typ entspricht. Jetzt muß der Beleg hinten nur noch mit ein paar Handstichen angenäht werden.

Die Änderungen habe ich gemacht wie Frau Nahtzugabe und die anderen hilfreichen Leserinnen in den Kommentaren vorschlugen. Die Kräuselung geht bis zum Bund und hinten habe ich an Länge weggenommen. Als ich mir die Bilder noch mal genauer anschaute, stellte ich fest, dass die mittlere horizontale Naht mitnichten dort sitz, wo die Taille sein könnte und das das der Grund sein könnte, wieso es etwas darunter zu eng ist. Also habe ich mutig vorne auch noch ne ganze Menge weggeschnitten und siehe da, die Überlegung war richtig. Tragebilder gibt es bei Gelegenheit, vermutlich am 27.11. Die nächsten beiden MMMs werde ich wohl schwänzen.

Das Kostüm

Das #KSA Kostüm und ich, wir sind immer noch schwer verliebt, eigentlich trage ich es dauernd. Mehr und mehr mag ich auch das Jäckchen. Den Rock und mich verbindet eine tiefe leidenschaftliche Zuneigung. Ich mag sogar den Gürtel und habe schon Gürtelschlaufen habe ich schon zugeschnitten! An dem Jäckchen mag ich die kurzen Ärmel und das Gefühl, das Futter zu spüren, wenn ich ein kurzärmeliges Shirt darunter trage. Draußen trage ich gestrickte Stulpen dazu und finde es herrlich, diese auszuziehen, um ratzfatz eine neue Wohlfühltemperatur herzustellen.

Den Rock für Kostüm 2, zärtlich das Tellerchen genannt, habe ich euch letztens schon unsexy präsentiert, aber glaubt mir, der bzw. das wird gut, auch wenns auf dem Foto jetzt doof aussieht. Ich freue mich schon sehr, irgendwann das Jäckchen dazu zu nähen und den Rock fertig zu machen. Ich habe einen Schnitt mit Prinzessnähten im Fundus gefunden und werde irgendwann mal versuchen, die beiden Schnitte zusammen zu basteln. Ich hoffe, ich finde dazu Zeit, bevor ich leichtsinnig den Stoff schnappe und das Suit Jackett aus Bequemlichkeit noch mal zuschneide.




Mein neuer Freund

Neben der heißen Verliebtheit mit dem Tellerrock habe ich auch noch einen neuen Freund, der meine Gefühle in Wallung bringt: mein neuer Rockabrunder! So neu ist er eigentlich gar nicht, habe ich ihn doch schon vor Monate ersteigert, hatte ihn aber bisher nie benutzt. Warum eigentlich? Jetzt hat er eine Markierung mit Masking Tape in der für mich richtigen Rockhöhe - endlich weiß ich, wozu dieses merkwürdig gehypte Masking Tape da ist! - wurde heute für das blaue Kleid genutzt und ich freue mich schon darauf ihn ganz bald den karierten Rock bestäuben. Es ist so krass zu sehen, wie unterschiedlich viel ich vorne und hinten abschneiden muß. Kann ich jemals wieder die Röcke und Kleider anziehen, die ich einfach so gesäumt habe? Na klar, rhetorische Frage, natürlich mache ich das. Aber in Zukunft muß er immer ran!

So, das muß jetzt erstmal reichen mit den Neuigkeiten aus dem Hause Crafteln. Die nächsten Tage wird es ruhig hier, keine Zeit zum Nähen, zum Fotografieren und zum Bloggen. Ihr kennt das ja schon von mir, also keine Sorge, wenn wieder mehr Zeit für mich kommt, bin ich wieder da.... zum Beispiel zum Weihnachtskleid Sew Along......



Kommentare:

  1. Darf ich Dich mal was zum Rockabrunder fragen?
    Benutzt Du den mit Hilfe einer anderen Person? Oder hast Du einen guten Trick, wie man das allein schafft? Ich habe nämlich auch so ein Gerät und stelle mich so blöd an, wenn ich an mir selbst vor dem Spiegel versuche, rundum den Saum abzupusten.

    Liebe Grüße,
    Henriette

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    1. Da habe ich weder einen Trick, noch kann ich genaueres sagen, denn ich habe den Rockabrunder ja erst zweimal benutzt. Einmal habe ich es alleine gemacht und mich natürlich dabei verrenkt und immer wieder gerade gestellt. Das zweite Mal hat es mein Mann gemacht, dabei das 4 fache an Kreide verbraucht und es schien nicht besser. Der Sohn hat zugeschaut und ich werde ihn anlernen. So lange mache ich es eben alleine. Ist trotzdem noch besser, als von unten messen.

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    2. Ha, Sohn anlernen ist doch ein prima Tipp. Danke! Mit fünf Jahren müsste das doch machbar sein. *grins*

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  2. Rockabrunder finde ich auch klasse, ich mag es gar nicht, wenn weite Röcke hinten auf einmal viel kürzer sind als vorne, das passiert mir häufiger. Allerdings betreibe ich den Auffwand nur bei "besseren" Kleidern, muss ich gestehen.
    LG, Stefanie

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