Freitag, 6. September 2013

Millionen von Omas können sich nicht irren




Gestern hatte ich Lust, das Ming-Vasen-Kleid anzuziehen, denn die versprochenen sommerlichen Temperaturen könnten womöglich zu den letzten Sommertage für dieses Jahr gehören und damit zur letzten Gelegenheit für lange Zeit, das neue, schöne Kleid noch einmal zu tragen. Dafür opferte ich sogar ein paar Minuten Morgenhektik, um das Kleid zu bügeln. 

Die versprochenen Temperaturen und meine Bedenken bezüglich des Gürtels, ließen mich auf Gürtel und Petticoat verzichten. Ich warf das Kleid über Körper mit Unterwäsche, kombinierte es auch noch rustikal mit silbernen Birkenstocks und..... und.... war glücklich. Ich war glücklich, denn was ich trug war bequem, luftig und trotzdem besonders. 

Da das Kleid zweiteilig zusammengenäht und tailliert ist, hatte ich nicht das Gefühl, einen Sack zu tragen, nur weil ich Petticoat und Gürtel wegließ; die Menschen um mich herum, starrten ohnehin auf das verrückte Muster und bewunderten die Paspeln. Und dann fiel mir ein, dass es wenigstens obenrum "ein STOKX" ist und dass STOKX für Bewegungsfreiheit, Eleganz für den Alltag und über das moderne Frauenleben im urbanen Dschungel steht. Und fühlte es sich genau so, genau richtig an. 

Natürlich kamen mir dann noch ein paar Gedanken, wie ich das nächste dieser Art noch optimieren könnte, um es noch "stokxiger" werden zu lassen, wie wäre es z.B. mit noch größeren Taschen, mit einer noch akzentuierteren Taillierung im Vorderteil und einer Paspel in der Taillennaht. Aber darüber spreche ich bei Gelegenheit mit "Frau STOKX", meine Freundin und Praktikumschefin und jetzt genieße ich es heute auch noch einmal, mein herrliches Kleid noch einmal zu tragen. 

Das heißt jetzt nicht, dass Gürtel und Petticoat entsorgt werden. Im Gegenteil! Ich werde dieses Kleid und andere Kleider ganz bestimmt auch wieder mit Gürtel und Petticoat tragen und diesbezüglich weiter experimentieren! Aber alles zu seiner Zeit! Ich finde es ganz hervorragend, wenn ein Kleidungsstück in schick und aber auch im Alltag funktioniert, denn dann kann ich nach dem Lustprinzip entscheiden, was ich genau an diesem Tag, in dieser Stimmung für diese Gelegenheit daraus mache. Und wenn die Assoziation "Kittel" aufkommt, tröste ich mich mit Frau Stokx Worten: "Millionen von Omas können sich nicht irren!" und erfreue mich weiter an meinem neuen Kleid. 

Kommentare:

  1. Komisch, diese Kittel-Assoziation hatte ich bei meinem Mingzitronenkleid auch zuerst - warum eigentlich? Sollte das nochmal vorkommen, werde ich mir das köstliche Oma-Zitat vor Augen halten. :-)

    Dein Kleid sieht so oder so, schick oder urban lässig, einfach gut aus!

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  2. Gefällt mir!
    Der Stoff ist echt toll :)

    Lieben Gruß
    Sarah

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  3. Also jetzt wollt ich aber auch mal meinen Senf hierlassen...vor ein paar Wochen hab ich Dich ja im weiten www "gefunden" und seitdem lese ich hier geeeeerne mit ... es gibt ja viele Blogs da guck ich halt die Bilder und les mal den ein oder anderen Tipp aber hier will ich alles wissen ;-)
    Also zuallererst: NEID
    auf Dein Nähvermögen schmacht
    ich wüßte ja schon was mir steht und was für einen Stoff ich gern hätt...aber mein Nähtalent beschränkt sich grad so auf Knöpfe wieder hinpfriemeln.
    Ich kann besser stanzen kleben tackern stempeln bohren und fräsen ;-)
    dann STOLZ
    auf Dein Körpergefühl ... zu Dir stehen.. Auch mal Zweifeln und es dann aber gut sein lassen...
    Ganz Klasse
    Da ich ja nun nicht nähen kann mal laienhafte Ideen
    Das Kleid besteht ja nun aus 2 Teilen somit könntest Du Dir ja einfach aus einem einfarbigen Stoff einen "Gürtel" zwischen das Oberteil und das Unterteil einsetzten dann wirkt es unterteilt die Taille wirkt schmall ohne dass es einen abschnürt oder der Stoff sich schiebt und frau immer zupft?!? Auch einen Einsatz mit einer Spitze nach unten könnt ich mir reizend vorstellen.
    Ausserdem brauch ich nun gaaaaaanz dringend so eine Crocs Laden die Schuhe find ich total lie

    Es grüßt aus dem Bayernland
    Dein Fan

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  4. Das ist überhaupt nicht omig (oder ist das jetzt falsch, wenn ich das sage?). Frisch und schön.

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