Freitag, 5. Juli 2013

Mit oder ohne Ärmel? Was erlaube ich mir?



Der Sommer soll nach kurzem Gastspiel demnächst ja wieder kommen. Zeit, um mir noch mal Gedanken über Kleidung für heiße Tage zu machen. Ausgangspunkt war die Frage, wieso ich eigentlich dieses Kleid vom letzten Jahr - siehe oben - so selten an heißen Tagen trage. Eigentlich ist es ein gutes Kleid für heiße Tage. Der Rock ist weit und luftig, obenrum lässt es viel Luft an die Haut. Der Jeansstoff ist ganz leicht, so dass es auch am Oberteil nicht schwitzig wird.  Es sitzt gut und sitzt damit auch gut auf den BH-Trägern. Ein schönes Kleid. Und trotzdem ist es nicht erste Wahl an sonnigen Tagen. Ich ziehe es eigentlich nur so an, wie auf dem Foto und das eigentlich viel zu selten, dafür, dass ich es wirklich mag. Eine zweite Version dieses Kleides, für die seit einem Jahr ein türkiser dünner Jeans mit einem ganz entzückenden gemustertem Schrägband hier herumliegt, will einfach nicht genäht werden.

Nachdem ich mir im Juni im Schnelldurchgang zwei Viskosekleider für heiße Tage genäht habe, weiß ich nun, wieso ich das Blümchenkleid so wenig trage: Ich fühle mich nackig, wenn ich es ohne Shirt darunter trage. Auch wenn die Ärmelchen an den Viscosekleidern, nach dem Schnitt Ajaccio, wirklich nur minimal sind, sie sind da und fühlen sich "angezogen" an. Sie sind so geschnitten, dass nur sehr wenig Stoff unter den Achseln ist und der dünne Stoff tut sein übriges dazu, den Körper bei heißen Temperaturen nicht unnötig zu belasten.




Nachdem ich gestern auf Fotos von 1992 entdeckte, dass wir damals nicht alle rasierte Achseln hatten, machte ich mir meine Gedanken über Achselhaare. In den letzten Jahren war ich nicht mehr so pedantisch beim Rasieren. Das lag vielleicht auch an der Tatsache, dass ich nicht mehr als Single durch die Welt streifte und mit Aufzucht und Pflege beschäftigt war, aber sicherlich auch daran, dass ich als Frau mittleren Alters mehr Selbstbewußtsein habe, und mich nicht auf rasierte oder nicht rasierte Achseln oder Beine reduzieren lassen will. Erst, seit dem ich seit wenigen Monaten ein Deo ohne Aluminium benutze (weil dieses in Verdacht steht, krebserregend zu sein), rasiere ich wieder etwas gründlicher, weil meine neuen Deomarken, nicht so gut funktionieren, wie das über Jahren Liebgewonnene. Im Zuge der Gedanken über Achselhaare und einiger Beiträge, die ich dazu im Netz fand (hier und hier zum Beispiel) , fragte ich mich, ob meine Vorliebe für Ärmel etwas damit zu tun hat, dass ich das Gefühl habe, schief angeschaut zu werden, wenn ich meine Oberarme und Achseln zeige, oder ob das vielleicht sogar tatsächlich geschieht.

Bin ich vielleicht in einem Alter - von der unpopulären Figur einmal ganz zu schweigen - in dem es nicht mehr "erlaubt" ist, "nur Träger" zu tragen? Menschen und Medien haben ja ganz furchtbare Ausdrücke dafür, wie Körper angeblich auszusehen haben, die jenseits der medialen Vorbilder sind. Ich denke da an Ausdrücke wie "Winkfleisch", die ich wirklich grässlich finde. In der Artikelserie von Frau Ohmmmm in der es um "Ent-Schwabbeln" geht finden sich einige dieser Art und obwohl ich die Beiträge lese, frage ich mich immer wieder dabei, warum ich das eigentlich mache, denn auch wenn es sich für diese Frau richtig anfühlt, fühlt es sich doch für mich falsch, falsch, falsch an.

Dass Kleider wie "Lorelady" nichts für mich sind, noch nicht mal für einen Strandurlaub, ist mir schon klar. Seit dem ich mehr Brüste hatte, die leider die A- und B-Körbchen schnell hinter sich ließen, war mir klar, dass ohne BH nicht geht und es gehört schon etwas Mut dazu, breitere BH-Träger zu zeigen. Ich denke dann mit großem Bedauern an die Zeit, als mir die Brüste wuchsen und ich nicht mehr das tragen konnte, was ich am allerliebsten hatte: rückenfreie T-Shirts. Als Kind der 70er waren diese rückenfreie T-Shirts für mich der Inbegriff von Attraktivität. Ich habe sie geliebt. Was habe ich geweint, als ich am letzten Tag, an dem ich sie trug, begafft wurde und mehrere Bemerkungen darüber hören mußte, dass mir nun Brüste wachsen. Fortan trug ich BH und "ordentliche" T-Shirts.

Vor ein paar Jahren (wann war das noch mal, Anfang des Jahrtausends?) sah ich überall auf einmal BH-Träger. Vorher gab es diese Bändchen, die in Trägerkleider genäht wurden, damit der Träger auch ja über dem BH-Träger saß und Spaghettiträger waren tabu für BH-Trägerinnen. Plötzlich war das anders. Plötzlich schien es andere BH-Träger zu geben und ich sah überall BH-Träger unter knappen Tops als das Normalste der Welt. Aber natürlich dünne Träger. Breite Träger wurden nach wie vor versteckt.




Im Zuge meiner Selbstermächtigung durch selbstgenähte Kleidung, fragte ich mich natürlich, ob es nicht auch ok ist, breite Träger zu zeigen. Ich finde ja, das ist ok. Wenn ich meine Vichy-Kleider trage, sieht man die Träger, das ist nicht zu vermeiden. Da ich die Kleider nur so "mittel" mag, ist es auch ok für mich, dass es so aussieht. Aber richtig gut finde ich es nicht. Es fühlt sich falsch an. Wie steht es dann mit der Selbstermächtigung? Gescheitert? Lüge ich mir etwas in die Tasche? Bin ich noch immer so geprägt von dem, was angeblich erlaubt oder verboten ist, dass ich mich schlecht fühle, wenn man meine breiten BH-Träger sieht?

Gleiches gilt für meine Arme. Während bei dicken Frauen gerne betont wird, dass sie doch ihre Vorteile herausstellen und die Nachteile kaschieren sollen, ist ein schönes Decoltée erlaubt, aber das zur Schau stellen von Oberarmen verboten. Ich habe den Eindruck, dass das der Grund ist, wieso ich meine Kleider mit den kurzen Ärmelchen dem Blümchenkleid vorziehe. Ich bin geprägt von der herrschenden Meinung und denke, dass ich hübscher beurteilt werde, wenn ich Ärmelchen trage. Dabei wollte ich doch nicht mehr kaschieren! Ich stehe doch immer auf den buchstäblichen Barrikaden und postuliere, das Kaschieren etwas Böses ist. Und trotzdem bin ich nicht frei davon, selbst, wenn es sich nur um ein paar Zentimeter Ärmelchen handelt.




Ich würde mich wirklich freuen, wenn ich mir weniger Gedanken über so nen Kram machen würde, denn dann hätte ich mehr Zeit, mir so kluge Gedanken wie Antje Schrupp zu machen, welche heute ganz wunderbar darüber schrieb, die das Vergleichen sein zu lassen und in Anderen das Besondere zu würdigen: "Garbo statt Klum. Ein paar Gedanken zur Mittelmäßigkeit." Lesen!


Kommentare:

  1. BH-Träger kann man ruhig vorgucken lassen, auch breite, es sollte aber schicke sein, oder eben schwarze - geht immer. Wenn es sehr heiß ist, muss man sowieso mehr an sein Wohlbefinden denken als an eine perfekte Optik!
    Wär doch ne gute Idee, mal BH-Träger irgendwie aufzupeppen.
    LG Judy

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  2. Hach ja, liebe Meike, deine Gedankenkette kenn ich nur zu gut, habe aber jetzt, mit über 60 Jahren entschieden, dass mir einfach nur noch wenig Zeit bleibt, sie mit solchen Selbstbefragungen zu verplempern. Allerdings nähe ich mir auch selten noch etwas und renne sowieso fast immer in Schwarz herum, habe aber viel Zeit für schöne andere Sachen.
    Lass dich nicht verrückt machen!
    herzlichst
    Astrid

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  3. Wenn Du Dich in etwas wohl fühlst (z.B.Ärmelchen) weil es Dir steht, muss das doch nichts schlechtes sein, nur weil es auch andere hübsch finden.
    Wenn Du das bewusst einsetzt finde ich nicht, dass Du dich damit einem Diktat unterwirfst (ist doch schön, wenn der Gesellschaft gefällt was Du magst(man will doch nicht unbedingt immer Außenseiter sein(oder ist das erstrebenswert weil die Gesellschfat grundsätzlich schlecht ist?))).
    Stellst Du es denn In Frage, dass Du Talie/eine Sanduhrsilhouette haben möchtest? - Dazu tragen doch die kleinen Ärmelchen bei, sie lassen das Kleidungsstück oben wieder etwas breiter wirken.
    Also ich finde kleine Ärmel stehen Dir einfach und das hat nichts mit kaschieren zu tun.

    Beste

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    1. So sehe ich das auch, ich glaube das ist gar nicht unbedingt eine Frage der Figur. Ich finde inzwischen auch "mit Ärmel" schöner und angezogener als schulterfrei. Und wenn schulterfrei, muss es irgendwie irgendwo anders einen Ausgleich haben, so diese einfachen ärmellosen T-Shirt-Tops, das gefällt mir an mir einfach nicht mehr.
      Vielleicht ist das eher eine Altersfrage, aber letztendlich ist das doch auch egal: zieh das an, womit DU dir gefällst. Und wenn es jetzt halt Ärmel hat, dann ist das so.

      (Im Übrigen kann ich auch nicht mehr schulterfrei schlafen, ich denke das Körper"wohl"gefühl ändert sich auch mit den Jahren - unabhängig vom äußeren Blick.)


      Ich sehe ja so viele andere schulterfreie Damen im Sommeralltag, und kann mich nicht erinnern, jemals wirklich ernsthaft gedacht zu haben, dass das unpassend ist. Eigentlich ist mir das bei anderen ziemlich egal.

      Achso: und BH-Träger: ich finde die breiten sehen oft sowieso wie die Träger eines Tops aus, von daher stören die (mich) gar nicht, aber da sind die Meinungen ja unterschiedlich. Spaghettiträger und BH-Träger: na und? Vielleicht nicht gerade wenn man einen Vortrag halten muss, und nicht unbedingt zwingend im Büro mit Kundenkontakt... aber sonst...

      Naja, Gruppenzwang und Schönheitsideale... so ein weites, unendliches Feld...

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  4. Ja, ich kenne das Dilemma nur zu gut! Die Temperaturen verlangen eigentlich, daß der Stoff am Körper minimiert wird. Am liebsten Spaghettitop und kurze Shorts oder Rock. Aber ohne (wenigstens kleine) Ärmel fühle ich mich unwohl. Fühle mich "nicht angezogen". Blöd eigentlich, aber was soll ich machen?! Es ist gar nicht mal so, daß ich meine Oberarme zu schwabbelig finde. Micht nichten. Aber so ganz und gar ärmellos gehe ich nur zu Hause in abgeschotteter Umgebung. Außerhalb ziehe ich dann ein Blüschen über das Top. Ich kann auch gar nicht mehr sagen, was mich dazu bewogen hat, mich so zu verhalten. Aber sicher ist, ich fühle mich ohne Ärmel in der Öffentlichkeit nicht wohl. Da transpiriere ich lieber leicht vor mich hin... Bemackt, gell?! Wenn ich so darüber nachdenke, dann stehe ich eher zu meinen Speckringen als zu nackten Achseln...

    Du siehst also, liebe Meike, Du bist nicht allein. Aber da das eine Sache ist, die wir nur mit uns selber ausmachen müssen, kommen wir damit doch klar, oder?!

    Liebe Grüße,
    Martina

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  5. Ich zeige schon lange Arm.mir piepsegal.weil mir heiß ist kann ich sehr unangenehm reagieren ;)). Dann lieber oberarmfrei als Scheisse drauf...
    Aber es stimmt schon.diese ganzen Diktate sitzen richtig tief...rasieren Tu ich immer noch.
    Aber dabei und nur dabei bleibts.

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  6. Tantenschlabber.das ist so schlecht das es schon wieder gut ist.fast.gibt es eigentlich auch onkelwabbel ??

    Liebe grüße
    Stella

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  7. Hallo Meike,

    ich finde Deinen Beitrag sehr mutig - ich habe Oberarme, aus denen man 1 - 2 Modell-Oberschenkel basteln könnte und kenne das Problem auch... Ich bin immer froh, wenn ich Oberteile finde, die an den Armen mal nicht spannen...

    Was die BH-Träger angeht finde ich die Idee von Judy gut, die Träger irgendwie "aufzupimpen", die sehen ja in den großen Größen leider oft echt übel aus...

    Liebe Grüße aus Paderborn

    Daniela

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  8. Die Herren der Schöpfung haben deutlich weniger Wahlmöglichkeiten bei warmen Wetter wenn es um halbwegs bürotaugliche Kleidung geht. Ärmellos bei Männern im Büro? Kurze Hosen, so knapp wie machner Minirock? Und es solle keiner glauben, dass den Herren nicht heiss ist. Da finde ich es im Gegenzug nur fair, dass auch Damen im Büro bedeckte Schultern haben. Im Freizeitbereich ist das anders keine Frage, da soll es jeder halten wie er will. Es muss mir nicht gefallen was die anderen tragen und auch niemand anderem gefallen was ich trage. Es geht allein darum, wie ich mich mit der Kleidung fühle und wie ich mich den Menschen die mir wichtig sind, zumuten möchte.
    LG Kuestensocke

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  9. Hallo Meike,

    ich fühle mich auch entschieden wohler und angezogener mit Ärmeln (oder Ärmelchen) und dabei sind meine Oberarme durchaus vorzeigbar. Ich mag aber auch keine sichtbaren BH-Träger, weder bei mir und eigentlich auch nicht bei anderen. Ich bin halt altmodisch und der Meinung, daß Unterwäsche im vollständig bekleideten Zustand nicht sichtbar sein sollte. Bei deinem Vichy-Kleid wäre ich allerdings nie drauf gekommen, daß es sich um BH-Träger handelt, ich hätte gedacht, daß du ein Top drunter trägst...
    Was das rasieren angeht, so rasiere ich mir im Sommer, wenn ich Röcke, Kleider oder kurze Hosen tragen will, die Beine. Mit meinen Beinen hadere ich sowieso und dicke weiße Beine mit dunklen Haaren drauf mag ich nun überhaupt nicht vorzeigen. Alles andere darf wachsen wie es will (außer den Haaren auf dem Kopf, die müssen regelmäßig zur Friseurin).

    Liebe Grüße
    Marlene

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  10. Ich mag ohne Ärmel an mir nicht. Nicht weil es irgendwer so vorgibt, sondern weil mir das schlichtweg nicht schmeichelt und wozu sollte ich es dann tragen? Ich muss anderen nichts beweisen und ziehe daher an, was ich an mir leiden mag. Fertig.

    Zum Thema Deo: Es gab in unserem Hause ebenso ein Umdenken - wir sind auf wolkenseifen umgestiegen und damit sehr, sehr zufrieden :)

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  11. Das sind so Themen, die mir immer mal wieder durch den Kopf gehen....
    Rasieren - ich habe mich unter den Achseln nie rasiert, das tu ich erst seit wenigen Jahren, warum? Ich glaube, weil ich nur noch von "Rasierten" umgeben war/bin - Gruppenzwang - blöd, oder?
    Kaschieren - immer schon genervt haben mich Artikel in Frauenzeitungen, die uns sagen wollen, was wir wie "einpacken/verhüllen" müssen, damit wir möglichst perfekt aussehen. Tu ich auch nicht, allerdinge vermeide ich auch das Kaschieren nicht. Wenn ich etwas schön an mir finde zieh ich das an - z.B. schmal geschittene Kleider - gut- dazu flache Schuhe - ganz schlecht, macht dicke & kurze Beine - ist mit egal, beides zieh´ich an.
    Die Oberarme - über ärmellose Kleidung denke ich auch nach, noch nicht so lange - ich hab´ja die 50 schon, meine Arme auch - die sind nicht dick, aber klar sind sie nicht mehr so straff - ich ziehe ärmellose Sachen an, denke aber drüber nach und alleine das nervt mich schon.
    Als Feministin finde ich diese vorgegebenen Schönheitsideale besch.....und trotzdem bin ich definitiv nicht frei davon. Wobei ich überhaupt nicht der Meinung bin, dass Feministinnen nur in unförmigen lila Latzhosen rumlaufen sollten, hab´ich auch schon zu hören gekriegt, ich sei ja "zu schön" angezogen....Wo ist die Grenze?
    Was mich auch nachdenklich macht ist, dass meine Tochte schon mit 14 Jahren angefangen hat sich Beine und Achseln zu rasieren, wie alle ihre Freundinnen und das total selbstverständlich ist, gar nicht hinterfragt wird. Dass sie diesen Topmodellmist geguckt hat, fand ich ätzend, zum Glück hat sie nur eine Staffel geschaut und ist da schon kritisch.
    Mal wieder mehr ein Brainstorming zu einem unendlich weiten Thema.
    Herzliche Grüße
    Sabine

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  12. Jawohl Ma'am! Ich werde es gleich lesen.

    Ich kann jeden Satz und jedes Wort von Dir unterschreiben. Allerdings gehen meine Gedanken auch noch in eine andere Richtung: Muss ich immer so viel Haut zeigen? Will ich das? Klar, im Sommer will ich mich möglichst kühl und luftig kleiden, aber das muss nicht heißen, dass die Kleidung möglichst knapp sein und viel Haut zeigen muss. Ich bin extrem blass und bekomme in Rekordzeit Sonnenbrand, hasse aber auch das ewige Eincremen. Also trage ich lieber kühle Seidenärmel statt nackter Haut. Und für den Strand nähe ich mir jetzt einen Badeanzug, der aus Radlerhosen und T-Shirt besteht. Nicht weil ich meine, dass ich zu dick oder so bin, sondern weil ich nicht einsehe, so viel Haut zeigen zu müssen, nur weil ich am Strand bin und baden gehen will.

    Bei meinen T-Shirts und demnächst auch Kleidern (ja, ich will es endlich wagen) nähe ich den Ausschnitt so, dass die BH-Träger nicht herausschauen, meist geht es da ja nur um ein oder zwei Zentimeter, die man den Ausschnitt ändern muss. Ich finde es (bei anderen oder mir selbst) okay, wenn der herausschauende BH dieselbe Farbe hat wie die Oberbekleidung, egal wie breit die Träger sind. Aber in einer anderen Farbe mag ich das persönlich nicht. Aber ich mag auch keine "Maurerdekolletées", egal ob bei Männern oder Frauen, und egal wie dick oder dünn jemand ist. Ich will das nicht sehen.

    Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht den Sinn z.B. eines rückenfreien Oberteils, wenn darunter ein normaler BH getragen wird. Das ist doch dann nicht rückenfrei. Wenn da BH-Stoff ist, kann da auch anderer Stoff sein, das ist doch dann auch egal. Btw. ich habe früher oft T-Shirts mit tiefem V-Ausschnitt falsch herum angezogen, weil ich den freien Rücken auch so schick fand. Das waren Zeiten. *schwärm*

    Darf ich Dir noch unser Deo empfehlen? Mein Mann und ich nehmen seit Jahren das "Sebamed Sensitiv for Men". Das ist das beste ohne Aluminium und ohne Alkohol. Und ja, es muss das "For Men" sein, das für Frauen wirkt nicht so gut. Ich habe es schon vielen Freundinnen empfohlen und alle sind begeistert.
    http://www.sebamed.de/uploads/tx_nsproductdatabase/41_sfm_DFM_0050_deu_03.png

    Liebe Grüße,
    Henriette

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    1. Noch mehr Gedanken, auch zum Artikel von Antje Schrupp, habe ich auf meinem Blog festgehalten:
      http://die-linkshaenderin.blogspot.de/2013/07/trends-schonheitsideale-und-gluck.html

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  13. Hallöchen!
    Auch ich habe mir nach Deinem Artikel Gedanken gemacht und musste für mich feststellen, dass ich glatte, rasierte Achseln einfach schöner finde zum anfühlen und anschauen. Habe mit 18 Jahren mal Fotos von mir machen lassen und bei einem guckten die Haare wirklich nicht schön hervor, seit dem rasiere ich sie weg. BH Träger, die mal hervor luschern stören mich nicht und auch freie Arme finde ich persönlich nicht schlimm, egal wie der Arm ist. Gerade im Sommer finde ich es viel wichtiger sich einfach wohl zu fühlen, wenn die Temperaturen so hoch sind, aber ich finde, die Silhouette sieht manchmal mit Ärmelchen einfach schöner aus. Es ist so, als ob was fehlen würde und so ein Ärmel macht es dann komplett. Hab noch eine schöne Sommer-Zeit, hoffe Deine Näh-Depression verfliegt bald wieder! Liebe Grüße sendet Liane

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  14. Liebe Meike,
    mach Dir doch nich son Kopf...es gibt Dinge die stehen einem einfach besser oder sehen besser an einem aus-ganz abgesehen von den gültigen Schönheitsnormen...und ich finde Du siehst in Deinen "Ärmelkleidern" ganz ganz toll aus.

    Liebste Grüße von der Uschi die Deinen Blog und Deine Art zu schreiben ebenfalls total toll findet

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  15. Liebe Meike,
    mach Dir doch nich son Kopf...es gibt Dinge die stehen einem einfach besser oder sehen besser an einem aus-ganz abgesehen von den gültigen Schönheitsnormen...und ich finde Du siehst in Deinen "Ärmelkleidern" ganz ganz toll aus.

    Liebste Grüße von der Uschi die Deinen Blog und Deine Art zu schreiben ebenfalls total toll findet

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  16. Danke für die Kommentare.

    Ich lese heraus, dass manche finden, dass ich mir zu viele Gedanken mache. Nach meinen Maßstäben nicht, ich finde viele Gedanken wertvoll und nicht mühsam. Vielleicht meint ihr, dass ich das ratsuchend schreibe, weil ich unter der Situation leide? Dann kommt das falsch rüber. Ich mache mir eben meine Gedanken und teile sie mit Euch. Das ist alles.

    Außerdem muß ich mich ja hier im Blog hin und wieder melden, sonst gebt ihr Vermisstenanzeigen auf, nur weil ich mich meiner Näh-Depression hingebe. :-)

    Danke Herr Charming für den Hinweis auf die Silhouette. Sehr wertvoll.

    Frau Hiltrud, schön ein Lebenszeichen von Dir zu lesen!

    Danke auch für die Deo-Hinweise. Die werde ich natürlich ausprobieren!

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  17. Hallo Meike,
    scheinbar geht es doch mehr Frauen so, als ich annahm.
    Um nicht von Hölzchen auf Stöckchen zu kommen, werde ich versuchen, mich kurz zu fassen:
    -ich kannte den fiesen Ausdruck für Oberarme nicht, nur "Tschüss-Muskel" (der mehr oder weniger wackelt beim Winken)
    - auch ich fühlte mich schon IMMER mit Ärmeln besser angezogen, auch als ich noch eine wesentlich "populärere" Figur hatte, mit der ich mich damals rundum wohlfühlte
    - mir fällt aber auch auf, dass ich einiges selbst bei schlanken Menschen wirklich nicht mag, z. B. das schon erwähnte "Maurerdekolleté", sichtbarer BH-Verschluss bei quasi rückenfreiem T-Shirt, zuviele Träger auf der Schulter (egal, ob breite BH-Träger oder schmale)
    Auch arbeite ich seit geraumer Zeit daran, besonders bei großer Hitze, nicht unwillkürlich bei zum Teil stark übergewichtigen Menschen in etwas weniger umhüllender Kleidung zu denken, wie unästhetisch es doch aussieht.
    Stattdessen frage ich mich, warum nicht jede/r das Recht haben darf, sich den Temperaturen entsprechend zu kleiden. Bloß weil ich NIE in kurzer Hose vor die Tür trete, weil ich mich wegen meiner dicken, sehr weißen Beine schäme, können (dürfen) das andere doch anders handhaben. Wenn mir das nicht gefällt, muss ich es mir eben nicht ansehen. Obwohl ich zugeben muss, dass mir diese Gedanken ganz plötzlich und unwillkürlich kommen. Aber darum arbeite ich ja auch daran.
    Jetzt versuche ich erstmal, mich mit Leggings und Rock unter Menschen zu trauen, weil ich SO GERNE wieder Röcke tragen möchte, besonders bei Sommerwetter.
    Ich könnte mich ärgern, dass ich da so unsicher bin.
    Gruß,
    Michelle

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  18. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  19. Hallo Meike

    ich bin eben über deinen Blog gestolpert und hängengeblieben. Ich habe auch alles andere als eine 90-60-90 Figur und immer wieder auf der Suche nach tragbaren Kleidungsstücken für "große Mädchen".

    Ärmellos trage ich auch superselten, tiefdekoliert fast immer.

    Jetzt will ich mir gern ein Mittelalterkleid nähen (so bin ich auch zu dir gekommen *g*) dazu brauche ich ein WalleWalleUnterkleid und ein Ärmelloses Überkleid ... eigentlich mit Schnürung (da weiß ich aber noch nicht, ob das wirklich was taugt)

    Von daher wollte ich dich fragen, was du für einen Schnitt genutzt hast, bei deinem ärmellosen Kleid.

    LG
    Zottellotte Sonja

    (P.S. wenn du mir antworten willst, kannst du mir eine Mail schicken: zottellotte*ät*web*Punkt*de ... DANKE

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