Dienstag, 14. Mai 2013

Viel Text heute, aber mir ist es wichtig

Seit letzten Donnerstag liegt mir auf dem Herzen, inhaltlich in die Diskussion über unseren Artikel auf dem MMM-Blog einzusteigen. Der unschöne Trubeln im DIY-Bloggerland, körperliches Unwohlsein und private und berufliche Verpflichtungen hielten mich bisher davon ab. Ich nehme heute endlich suschnas Kommentar bei Melleni als Ausgangspunkt, um meine Position etwas genauer zu erläutern und zitiere daraus. 

Genau so einen Kommentar habe ich mir zu unserem Text auf dem Me Made Mittwoch Blog gewünscht. Gedankenanstöße, die mich mich zum Weiterdenken anregen  - denn das es Blinde Flecken gibt, dass wir, bei dem tausendmal hin- und hermailen beim gemeinsamen Schreiben eines Textes, ganz sicherlich eine Menge übersehen haben, war mir/uns natürlich klar. Danke Suschna!

"- Der MMM wird von den Teilnehmerinnen sehr bejubelt, die Crew tritt sehr geschlossen auf (dadurch entsteht vielleicht auch der Eindruck einer dubiosen "Macht"). Kritische oder abwägende Stimmen werden vielleicht von der Crew, aber nicht von den "Fans" gern gesehen." (suschna in den Kommentaren bei talentfreischön)

Der MMM wird bejubelt. Ja, das ist wirklich schön. Die Bestätigung tut gut. Punkt. 

Die Crew tritt geschlossen auf. Warum eigentlich? Und wie macht sie das? Ich kann euch sagen, wir mailen sehr sehr viel. Mein Postfach quillt über, seit dem ich in der Crew bin. Wir besprechen und beraten uns sehr viel, wir diskutieren und sind nicht immer einer Meinung. Ich erlebe das Gemeinsame als immens bereichernd, weil ich das Gefühl habe, durch unsere Verschiedenheit viel lernen zu können.  Wir schauen uns jeden MMM-Beitrag an, wir geben dazu Feedback oder löschen ihn auch, wenn er nicht unseren Vorgaben entspricht. Das machen wir nicht leichtfertig und es gib sehr sehr oft Fälle, in denen wir ein Vorgehen erst diskutieren. Wir machen das als Gruppe, weil es für eine Einzelne nicht nur zu viel Arbeit wäre, sondern auch zu viel Verantwortung, denn es ist wirklich nicht immer leicht, eine Entscheidung zu treffen. 

Die kritischen Stimmen sehen wir in der Tat gerne, sonst würden wir nicht zu Feedback einladen. Vielleicht haben wir nicht immer sofort, vielleicht auch keine einstimmige, vielleicht auch gar keine Antwort darauf. Aber wir lesen es und machen uns unsere Gedanken. Der MMM ist ein Projekt, d.h. er kann sich auch verändern. Warum auch nicht?! Es gibt den MMM auch nur aufgrund seiner Teilnehmerinnen. Ohne die Teilnehmerinnen wäre der MMM nichts. Bei so einer großen Menge an Teilnehmerinnen können wir zwar moderieren, aber der MMM wird von allen gemacht. 

"- Es entsteht ein "Wir sind eine große Familie"-Gefühl und es geht in Richtung Krabbenkorb. Andersdenkende äußern sich nicht mehr, suchen sich andere Kanäle, Aggressionen brodeln unterschwellig, "Gegenkoaltionen" werden gebildet. "(suschna in den Kommentaren bei talentfreischön)


Ich freue mich über ein "Wir-Gefühl", wohlwissend, dass es trügerisch ist, denn das "wir" ist nur eine Schnittmenge aus den unzähligen Interessen und Persönlichkeitsmerkmalen, die die Teilnehmenden des "wird" haben. Wir, als Gruppe der Teilnehmenden, sind ja nicht einmal ein konstantes "wir", denn unsere Tür ist offen und jede kann kommen und gehen wie es ihr beliebt. Und trotzdem ist da dieses Gefühl. Das Gefühl, nicht alleine zu sein und die Möglichkeit, Gleichgesinnten zu begegnen, mich mit ihnen auszutauschen und mich zumindest in manchen Dingen auf sie verlassen zu können. Das weiß ich sehr zu schätzen. Wenn ich zum Beispiel manchmal das Gefühl habe "overdressed" durch die Gegend zu laufen, dann sehe ich zwar um mich herum "nur" die in den Jeans und Funktionsjacken, aber durch den MMM weiß ich, dass es noch mehr so welche wie ich gibt und mein "overdressed-Gefühl" relativiert sich wieder. Das tut gut. 

"Ich bin wahrlich keine Soziologin, aber ich könnte mir vorstellen, das das schon ein Prozess ist, den Gruppenbildung so mit sich bringt: vor allem wenn die Gruppe immer größer und erfolgreicher wird. Der gemeinsame Nenner wird irgendwie kleiner. Dadurch gibt es schneller auch Unstimmigkeiten und es treffen auch immer mehr unterschiedliche Ansätze aufeinander (oder manche ziehen sich zurück, weil sie sich dort nicht wiederfinden, aber werfen das der Gruppe dann im Stillen vor??)."  (frisfris in den Kommentaren bei talentfreischön)

Der gemeinsame Nenner wird kleiner. Ja, das trifft auf den MMM zu. Die Frage ist, möchte man dann lieber in der kleinen Kuschelgruppe bleiben, in der sich alle einig sind oder birgt die große Gruppe auch Vorteile. Eine große Gruppe lässt sich schlecht steuern. Wir haben es mit unseren Regeln versucht, versuchten aber gleichzeitig sehr offen zu sein: bei uns ist jede me-made-Klamotten-Näherin (und auch die Männer, denn die sind selbstverständlich immer mitgemeint) willkommen, egal, ob es das erste Shirt ist (oder das Hunderste) oder das ein schwieriger Mantel. Es ist sehr einfach, bei uns mitzumachen und jede kann ohne den Antrag auf Mitgliedschaft mitmachen. Die Erhaltung dieses niedrigschwelligen Angebots ist uns wichtig, auch wenn uns die Nachteile davon manchmal nerven. Das ist einer der Werte des MMM. 

Mir ist es nicht wichtig, dass durch das verbindende "wir", dass sich über das Selbstmachen und Tragen von Kleidung ausdrückt ein gemeinsame Meinung ausbildet. Im Gegenteil: erst durch die Pluralität der Meinungen, den Austausch über verschiedene Lebenswelten und die Haltungen dazu, wird es in meinen Augen erst interessant und lehrreich. Dabei habe ich immer wieder die Wahl, in welchen Blogs ich schauen will, bei welchen Blogs ich genauer hinschauen will und wo ich meinen Senf dazu gebe. 

Dass sich Grüppchen bilden, halte ich für völlig normal. Ich rede doch auch mit den einen über andere und den anderen über wieder andere. Das bleibt doch nicht aus. Und natürlich findet man sich gerade in der Unzufriedenheit und bestärkt sich gegenseitig durch Beobachtungen und den Austausch von Meinungen. Für die Grüppchen gilt für mich aber das Gleiche, wie für die Individuen: konstruktiver Austausch immer gerne - ansonsten bleibt doch weg bzw. bleibe ich einfach weg. Die Welt - auch die Me Made-Welt - ist groß genug, um sich dort aufzuhalten, wo es mir gut tut. 

- Wenn die Crew nach Meinungen fragt, gibt es außer "alles toll" keine Rückmeldungen mehr. 

Das sehe ich nicht so. Es gibt kritische Rückmeldungen. Es gab sie im Januar, als wir fragten, es gab sie letzte Woche, als wir den Text veröffentlichten und es gibt sie in den Kommentaren zu einzelnen Beiträgen, sei es beim MMM oder auch in anderen Blogs. Aber sie sind in der Tat in der Minderheit, das Positive überwiegt, weil es tatsächlich eine offene Tür ist und man wegbleiben kann, wenn es nicht gefällt. Und vielleicht überwiegt einfach auch das Positive. Zumindest für die, die mitmachen - und für die machen wir das ja auch. 

Mich wundert im Gegenteil, dass es immer wieder Äußerungen gab, dass die Teilnahme am MMM "aufgekündigt" wurde. Auf die Idee würde ich gar nicht kommen. Ich würde einfach wegbleiben. Ich habe in meinem Blog zwar immer mal Zweifel geäußert, ob ich noch weiter mitmachen will, aber ich habe das nicht der damaligen Organisatorin Cat offiziell kund getan - in der Annahme, dass sie das einfach nicht interessiert. Und ich habe es nicht getan, um gebeten zu werden, zu bleiben. Grundsätzlich finde ich es aber gut, wenn jemand sagt "ich habe Schwierigkeiten, weiter mitzumachen, weil mir es aus diesem oder jenem Grund nicht mehr gefällt", denn das gibt uns die Chance, unser Vorgehen zu überprüfen und abzuwägen, ob wir etwas verändern wollen. Manche Dinge haben wir verändert, ein Beispiel: als wir im August letzten Jahres als Crew begonnen haben, schufen wir uns eine gemeinsame anonyme Identität, mit der wir Regelverstöße kommentierten. Das wurde bemängelt, wir diskutierten die Sache und beschlossen, mutig genug zu sein, uns möglichen Angriffen mit unserer eigenen Identität zu stellen und den Schutz aufzugeben. 


"Dass das Durchlicken durch die Beiträge vielleicht auch langweilig ist, dass die Nähprodukte meist einem bestimmten Geschmacksbereich entsprechen, dass viele allein wegen der Klickzahlen mitmachen, dass man sich nicht von Konsumwahn und der Bekleidungsindustrie unabängig macht, wenn man mit deren Stoffen näht und das Genähte evtl. kaum oder gar nicht trägt, dass das mit dem verbesserten Körperbild vielleicht nur Augenwischerei ist, weil z.B. das Dünnseindiktat doch in allen steckt, dass der Text für die Republica ziemlich schwer zu lesen ist, die Crew das Vorhaben leider vorher nicht öffentlich gemacht hat - solche Stimmen besprechen sich lieber woanders, wenn sie keine Lust auf Ärger haben. Gestern stand irgendwo noch ein Kommentar, dass die Thesen in dem Republicaentwurf z.T. doch etwas bemüht wirken. Der Kommentar ist nun schon wieder weg, egal warum. Eine fruchtbare Diskussion kommt so nicht zustande. Keiner hat Lust, sich aus dem Fenster zu hängen." (suschna bei talentfreischön)

Ja, ja, ja... zu vielen dieser Kritikpunkte kann ich ja sagen - und trotzdem finde ich den MMM gut. Mir ist es auch langweilig, alle Beiträge anzuschauen und oft fehlt mir die Zeit - und trotzdem finde ich es super, dass so viele, verschiedenartige Menschen teilnehmen. Manchmal macht mich einfach die große Zahl froh. Seit dem es das "Bildchen-Link-Tool" gibt, steht es mir frei, auszuwählen, was ich mir anschaue. Das ist doch prima. Und trotzdem raffe ich mich oft dazu auf, alles anzuschauen, weil mir sonst manchmal Perlen entgehen. 

Teilnahme wegen der Klickzahlen finde ich nicht schlimm. Aufmerksamkeit ist doch die einzige Währung, die beim Bloggen funktioniert. Die Frage ist doch, ob sich die Vorbeikommenden den Blog merken und öfters vorbeikommen. Die einen freut es dann, weil sie höhere Werbeieinnahmen haben, die anderen, weil vielleicht spannende Diskussionen in den Kommentaren passieren. Das kann doch jede machen, wie sie will. Mich ärgert nur, wenn schnell ein Halstuch genäht wird, um dieses beim MMM zu zeigen, weil es mir/uns um Kleidung geht. Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn Sachen öfters gezeigt werden und dann spannende Trageberichte geschrieben werden. Die meisten sind doch nicht frei davon, eine Linkaktion wie den MMM dazu zu nutzen, stolz etwas Neues zu zeigen. Bei mir ist es aber so, dass sich nicht jedes Kleidungsstück bewährt oder ich es dann doch zu ganz anderen Gelegenheiten oder in anderer Kombination trage - so etwas lese ich auch sehr gerne bei anderen. Aber das ist Geschmackssache und Geschmäcker darf es beim MMM in aller Unterschiedlichkeit geben. 

Die Diskussion um Konsumwahn, Bekleidungsindustrie, kritischen Stoffeinkauf etc. finde ich immer wieder wichtig und gar nicht langweilig. Es schadet nichts, das eigene Vorgehen immer wieder kritisch zu hinterfragen. 

Jetzt wirds spannend "dass das mit dem verbesserten Körperbild vielleicht nur Augenwischerei ist". Ich würde sagen, dass kann nur jede für sich beantworten. Aber ich kann für mich sagen, dass es für mich stimmt. Das neue Körperbild meinerseits basiert auf sehr verschiedenen Dingen, die aber alle mit dem MMM zusammenhängen. 1. das regelmäßige Fotografieren; am Anfang eine schier unüberwindbare Hürde, mittlerweile nur noch lästige Last. Aber mich immer wieder auf Fotos anzuschauen, trainierte mein Selbstbild immens. 2. das Finden von anderen dicken Selbstnäherinnen war mich ein Highlight. Ich kann oft schon im Vorfeld schauen, wie ein Schnitt bei anderen Frauen unpopulären Formats wirkt und werde von diesen auf Ideen gebracht, welche Schnitte ich mal ausprobieren kann. Großartig. Als ich noch verstärkt auf der Suche war, gab es die Aktion "Big is beautiful" als Linksammelaktion noch nicht. Ich bin auch nicht überzeugt davon, dass es solche Spezialitätengruppen wirklich braucht - denn im großen Sammelbecken MMM kann sich jede die Blogs raussuchen, die als "Gruppe Gleichgesinnter" hilfreich ist. Aber egal, im Internet macht jedeR was sie will. 3. die Beitragssammlung über die Zeit hinweg, die meine eigene Entwicklung sehr schön aufzeigt. 4. Die Kommentare, die manchmal mein Bild von etwas zurechtrücken. 5. Und nicht zuletzt "der Applaus", der mir immens Mut macht. Immer wieder. 

Ja, der Text für die republica ist schwer zu lesen. Punkt. Ich denke, das liegt daran, dass Frauen ihn schrieben, die geübt sind in differenzierten Betrachtungen und Formulierungen und gewöhnt sind, auch schwierige Texte zu lesen. Ich vermute auch, dass es daran liegt, dass wir den Text gemeinsam geschrieben und immer wieder daran herumgefeilt haben. Aber, auch wenn ich der Meinung war, wir hätten ihn auch etwas "boulevardesquer" schreiben können, so kann ich mit der Schlußfassung leben, denn es lohnt die Mühe, sich auch mit diesem/einen schwierigem Text auseinander zu setzen. 

Eine vorherige Bekanntmachung des Vorhabens, unsere Thesen einer Öffentlichkeit zu präsentieren, finde ich nicht notwendig. Ich mag nicht jede Idee, die ich habe, vorher zur Diskussion stellen und ich habe nicht den Eindruck, jemand mit unserer Analyse "benutzt" zu haben. Das bedeutet nicht, dass ich das geäußerte Gefühl "sich benutzt geworden gefühlt" oder "vereinnamt worden gefühlt" nicht mit Bedauern zur Kenntnis nehme. Das tut mir in der Tat leid und dennoch bin ich der Meinungen, mit dem Text niemand benutzt oder vereinnahmt zu haben, denn es ist der Versuch einer Analyse und Beschreibung. 

"Unsere Thesen wirken etwas bemüht". Kann sein. Das ist bei neuen Thesen oft so. Wir bemühten uns, Zusammenhänge aufzudecken und Thesen zu entwickeln. Für diejenigen, die sich darüber noch keine Gedanken gemacht haben, kann das bemüht wirken. Für andere vielleicht inspirierend. Ich glaube, dass neue Verständnisprozesse nur in Gang gesetzt werden können, wenn irgendjemand immer mal damit anfängt, sich um neue Thesen zu bemühen. 

Das war jetzt wieder ein langer Text und sicherlich auch mühsam. Aber es ist eine Einladung zur Diskussion, bei der wir durchaus unterschiedlicher Meinung sein können - deswegen habe ich auch hier so deutlich in der "Ich-Form" geschrieben und diesen Text nicht im Vorfeld mit der Crew besprochen. Natürlich gibt es noch viel mehr zusagen - ein Teil davon, haben schon andere Crew-Mitgliedern in Kommentaren an verschiedenen Stellen getan (besonderer Dank an Frau Nahtzugabe!) Ich fände toll, wenn wir den MMM nicht nur erleben und nutzen, sondern mehr und mehr verstehen würden, wenn unsere Thesen sich verhärten oder verändern und wenn wir das, was mich so bewegt, auch mit anderen teilen könnten! 

Kommentare:

  1. Schöner Text. Ich habe mir zu Suschnas Kommentar auch Gedanken gemacht und fand tatsächlich, das mit dem nicht vorher Bekanntgeben einen wichtigen Punkt. Die Beantworterinnen unserer Frage haben sich sehr viel Mühe gegeben. Ich denke es wäre schon besser gewesen, vorher zu informieren, das wir die Befragung aus verschiedenen Punkten, und dabei auch konkret welche, durchführen.
    Darauf sollte man in Zukunft achten, Transparenz ist wichtig und Information ist stets wertvoll.

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    1. Eine reine Information hätte gereicht. Man muss ja nicht alles in Frage stellen lassen, aber ich denke, dass es für viele ein Anstoss gewesen wäre mal ganz anders über den MMM oder auch über das Thema "Handarbeit" nachzudenken. Und das ist ja nie ein Fehler :)

      Das allein wäre es wert gewesen - ich hätte dann vielleicht auch etwas zu der Frage geschrieben, obwohl ich beim MMM gar nicht aktiv, sondern nur lesend dabei bin.
      So konnte ich mit der Frage irgendwie recht wenig anfangen.

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    2. Zumal sogar konkret nachgefragt wurde:

      Frage vom 30. Januar 13, 08.22

      Zitat: "Ich habe gelesen, ich habe kommentiert, ich habe mir Gedanken gemacht - wie Ihr, das mmm Team auch - und fände es ganz nett, den Anlass zu dieser Umfrage zu erfahren.(...)"

      Antwort vom 30. Januar 15.55
      Zitat: "(...)
      Wir fanden es einfach an der Zeit, mal wieder in Dialog zu treten, um den "Service" den wir bieten, so anzubieten, dass er der Zielgruppe und uns gefällt. Es ging uns um ein Stimmungsbild, um zu schauen, worauf wir besonders achten müssen und wollten nicht zu viele Fragen auf einmal stellen. (...)"

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    3. Liebe Anonyma,

      ich schalte jetzt die Funktion "Anonym kommentieren" aus. Sie war zunächst angeschaltet, weil ich keine Wordpress-BloggerInnen bzw. nicht-Blogger-BloggerInnen ausschließen wollte, aber "diese Kommentare ohne Absender" finde ich ziemlich unangenehm, also erstmal aus damit. Ich würde schon gerne wissen, mit wem ich es zu tun habe, wer mich/uns so auf dem Kieker hat.

      Allerdings muß ich zugeben, dass du mit deinem Einwand Recht hast. Wenn ich mich richtig erinnere, dann stimmen die Zitate so.

      Die Begründung: wir haben einen "Antrag auf Vortrag" eingereicht und ich fand es richtig, unsere Idee und unser Konzept nicht google-bar zu machen, denn sonst hätte ja auch eine AndereR einfach unsere Ideen nehmen können. Mittlerweile bin ich sensibilisiert dafür, dass das wohl andere brüskiert. Aber wie schon an anderer Stelle geschrieben, war das Paper schon so gut wie fertig, als wir die Frage starteten; Einsendeschluß war der 31.1.. Uns ging es nur darum, unsere Hypothesen noch mal zu überprüfen. Hätten wir wirklich eine "Umfrage als Grundlage für einen Vortrag" starten wollen, so hätten wir das sehr viel früher, besser formuliert, gründlicher ausgewertet - kurz wissenschaftlicher - gemacht.

      Gruß
      Meike

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  2. Ja, der Aspekt der mangelnden Kommunikation im Vorfeld ist mir auch etwas aufgestoßen. Mir kam es ein bisschen so vor wie bei den Meinungsumfragen etwa großer Tageszeitungen ("Ihre Meinung ist uns wichtig"): Man stellt unter Umständen fest, dass nicht die Meinung wichtig war, sondern etwas, das man eigentlich nicht bereit war, so ohne weiteres zu geben (Information, Adresse, Daten). Und hier kam noch nicht einmal eine Belohnung ("Sie erhalten drei Ausgaben zum Vorzugspreis") vor ;-) Versteht mich nicht falsch: Ich fand die Idee super, ein Papier bei der re:publica einzureichen! Nur die Form bzw. die Vorgehensweise hat bei mir ein Gschmäckle hinterlassen ... Ich kann mich Julia nur anschließen: Transparenz ist wichtig, und Informationen sind wertvolle Güter!

    Abschließend möchte ich sagen, dass ich als bloglose, meist stille Leserin und Selbernäherin die Idee des MMM großartig und sehr inspirierend finde und bin von Anfang an beeindruckt von dem Engagement der MMM-Crew und der vielen Arbeit, die dahinter steckt.

    Danke!!!

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    1. Dein Kommentar landete tatsächlich im Spam. Ich habe aber mit dem Spamfilter geschimpft und ihn frei geschaltet. Danke für den Hinweis.

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    2. Ja, das habe ich jetzt verstanden und bin dafür sensibilisiert worden. Danke!

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    3. Liebe Kaeru,

      ich bin nicht so sehr die "liebe" und "viele Grüße" Kommentatorin, weil meine Zeit oft so knapp ist. Aber ich wollte das bei dir nicht so stehen lassen, wo ich mir hier meist die Zeit für liebe und Grüße genommen habe.

      Also sei herzlich gegrüßt
      Meike

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  3. Gut gesagt. Mir fällt keine Kritik ein. Lg Lotti

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  4. Liebe Meike,

    leider bin ich keine so gute Schreiberin, aber auf ein paar Punkte würde ich gerne eingehen.

    Dass ihr als MMM-Crew nach außen geschlossen auftretet, halte ich für richtig und wichtig, wenn es z.B. um die Einhaltung der Regeln, solche Aktionen wie die Spendenaktion zu Weihnachten, die Umfrage im Januar oder jetzt den Artikel geht. Dadurch, dass ihr euch in der Moderation abwechselt, habe ich jedoch das Gefühl jede einzelne als Individuum wahrnehmen zu können. Ich hatte noch zu keiner Zeit das Gefühl, dass ihr Macht ausüben wollt. Wie auch, es bleibt doch jedem vollkommen frei am MMM teilzunehmen oder es zu lassen.

    Ich gebe zu, dass ich mir auch am liebsten schöne Kleider anschaue. Aber zu mir und meinem Alltag passen nun keine Vintagekleider und deshalb zeige ich halt meistens einfache Kleidungsstücke, die ich auch so wirklich trage.

    Und ich gebe schon zu, dass ich teilnehme um Aufmerksamkeit zu bekommen (meinen kleinen Blog würde ja sonst keiner lesen). Aber ich möchte nicht in der Öffentlichkeit stehen und bejubelt werden, sondern es geht mir um ehrliches und aufrichtiges Feedback. Schön wäre natürlich auch, wenn ich mal auf Gleichgesinnte in meiner näheren Umgebung stoßen würde.

    Was das verbesserte Körperbild betrifft, kann ich dir nur zustimmen. So lästig mir die Knipserei ist, aber ich kann mich auf Bildern viel neutraler und auch wohlwollender betrachten, als vor dem Spiegel.

    Grüppchenbildung ist doch ganz normal. Wenn ich in einer Firma arbeite, verstehe ich mich doch auch mit manchen Kollegen besser und anderen weniger. Solange ich allen gleich respektvoll begegne, ist das doch völlig in Ordnung.

    Ich nähe in erster Linie, weil ich es gern tue aber auch, weil ich dadurch die Möglichkeit bekomme, Kleidung zu tragen, die ich so nirgendwo kaufen kann. Seltsamerweise ernte ich immer große Anerkennung, wenn ich bei Einladungen selbstgenähte Schlüsselbänder, Tatütas oder sonstige Täschchen als Aufmerksamtkeit mitbringe. Wenn ich erzähle, dass ich mir Kleidung selber nähe, stoße ich meist nur auf großes Unverständnis.

    Insofern finde ich es schon schade, dass ihr auf der republica kein Gehör gefunden habt. Aber nach dem Motto "steter Tropfen höhlt den Stein" würde ich mir wünschen, dass ihr auch weiterhin zu Diskussionen anregt.

    Liebe Grüße
    Linda



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    1. Danke für deinen ausführlichen Kommentar! Keine Sorge, ich fürchte, wir können das nicht lassen. So sind wir eben :-)

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    2. Liebe Linda,

      und auch für dich noch ein "liebe" und "viele Grüße". Entschudligen meinen knappen Kommentar!

      Viele grüße
      Meike

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  5. wahnsinn, ich habe das alles überhaupt gar nicht mitbekommen und habe versucht mich mal ein bißchen überblickshaft einzulesen. ich fand es auch komisch irgendwann zu tönen: "so, ich mach jetzt nicht mehr mit, weil mir der mmm nicht mehr gefällt bzw. irgendwie nicht mehr so richtig auf mich passt!" denn es ist doch meine sache und jedem selbst überlassen, ob er beim mmm teilnimmt oder nicht. und ich dachte auch, dass die gründe persönlich sind und im gründe niemanden interessieren. weil mir dein beitrag den eindruck vermittelt dem ist nicht so, melde ich mich heute hier mal zu wort. ich wusste nie, was genau ich nach und nach nicht mehr mochte... aber suschna hat es wirklich auf den punkt gebracht. und ich finde es ok. ich finde auch den beitrag für die re:publica ok. nicht umwerfend und er hat mich auch nicht so richtig angesprochen, deshalb hab ich auch nichts weiter dazu geschrieben. er hat mir allerdings noch mehr gezeigt, dass der mmm irgendwie nichts mehr für mich ist. ich klicke gern durch den mmm und werde unheimlich inspiriert, aber er ist so groß und mitunter so (ich kann nicht belegen woher das gefühl kommt) idealistisch geworden und so überschattet von der "crew". klar, irgendjemand muss ihn ja organisieren, also habe ich auch keinen gegenvorschlag parat. ich habe eben einfach nicht mehr teilgenommen und gut ist. das nähen und bloggen und auch "halitha" ist nur so ein kleiner ausschnitt aus meinem "echten" leben.

    aber ich kann verstehen, was viele an dem re:publica beitrag störte (auch wenn mir das beim ersten lesen nicht aufgefallen ist), denn für viele ist der mmm eben doch "nur" der mmm. menschen die für sich selbst nähen. ohne feminismus, ohne politik. einfach nur weil nähen spaß macht. vielleicht nicht mal um des kleidungsstück willen, sondern wegen des nähens.

    aber um ehrlich zu sein und nun wieder nur von mir zu sprechen: der mmm ist für mich irgendwie nicht so emotional besetzt wie (offensichtlich) für andere, was die diskussion ja deutlich gezeigt hat.

    liebe grüße

    halitha

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    1. p.s. was mir noch einfiel: nur weil ich beim bloggen unpolitisch bin und sein möchte, heißt das ja nicht, dass ich auch ganz persönlich unpolitisch oder gar politikverdrossen/desinteressiert wäre. und so geht es vielleicht (?) auch vielen anderen, die sich an dem republica beitrag störten.

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    2. Liebe Halitha,

      So, jetzt nehme ich mir mal Zeit zu antworten.

      Ich finde, einer großen Veranstaltung tut es gut, wenn ein Teil der TeilnehmerInnen/NutzerInnen "unaufgeregt" ist. Zu viel heißes Blut, schafft auch zu viel Unruhe - zu wenig allerdings auch Stillstand und Langeweile. Es kommt wie überall im Leben auf die richtige Mischung an.

      Das Thema wie politisch unser Beitrag war, wie politisch unser Bloggen ist und ob das alles so richtig und wichtig ist und ob es auf den MMM gehört...achja, da wird dann auch noch gleich feministisch und politisch in einen Topf geworfen und sich darüber aufgeregt. Ein wenig verwundert bin ich schon, welch starker Abgrenzungswunsch von wirklich vielen Menschen dazu geäußert wurde. Ich hätte nicht gedacht, dass das die Leute so auf die Palme bringt. Wer zum Beispiel auf Catherines Blog nichts vom GWP lesen will, weil er/sie das verstörend, unsinnig oder komplett bescheuert findet, aber nur schöne Kleider gucken will, kann das doch auch ganz in Ruhe tun. Blogs sind doch ein Selbstbedienungsladen. Genauso ist es auch möglich, sich fette Klickzahlen durch Teilnahme beim MMM zu holen, ohne unsere Gedanken zu teilen. Ich verstehe da die ganze Aufregung nicht, aber genau deswegen interessiert es mich SEHR und ich werde da bei Gelegenheit, mal was dazu schreiben. Jetzt verweise ich erstmal auf Mellenis Beitrag, den ich oben verlinkt habe, dann sie schreibt ja sehr genau, was es mit "dem Politischen" auf sich hat.

      Dass sich Manche vielleicht verreinnahmt fühlen kann ich im Nachhinein verstehen. Aber ist das nicht ein bißchen so wie mit CDU-Luftballons, die man nimmt oder nicht nimmt, wenn ein Wahlhelferlein sie in die Hand drücken will. Dann überlegt frau doch auch, ob sie einfach nur ihrem Kind eine Freude machen will und damit öffentlich mit der CDU rumläuft oder ob sie es lieber sein lässt.

      Ich glaube, es ist ein Irrtum zu glauben, nur weil wir eine private Aktion machen, also den MMM in unserer Freizeit organisieren, dass es deswegen eine neutrale Veranstaltung sein kann oder sein muß. Ich glaube nicht an Neutralität. Dinge, so auch Aktionen, werden von Menschen gemacht und Menschen stehen immer für etwas - auch wenn sie gar nichts sagen. Das ist nicht zu vermeiden. Dadurch, dass wir als Team und abwechselnd auftreten, wird eine gewissen Pluralität der Persönlichkeiten deutlich, aber wir sind auch ein Team, das gemeinsame Werte und gemeinsame Vorstellungen haben muß, denn sonst würden wir uns die viele Arbeit nicht antun. Für mich sind das ca. 2 h pro Woche und das während meiner regulären Arbeitszeit, die ich auch in Anderes investieren könnte.

      Also ich denke "ohne politisch" und "ohne feministisch" ist der MMM nicht zu haben. So sind wir, das ist unsere Haltung und diese spielt manchmal direkt aber immer auch indirekt in das was wir tun rein. ABER es kann jede ihren individuellen Beitrag so unpolitisch wie auch immer sie will gestalten. Bei uns ist sogar jedes blinkende Design willkommen! Genauso wie konstruktive und erklärende Kritik. Danke für deinen Beitrag!

      Viele Grüße
      Meike

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    3. Liebe Meike,

      ich bin leider keine geübte Schreiberin, bis ich meine Gedanken formuliert kriege, haben meistens schon andere alles (und besser) gesagt.
      Mit dieser Antwort hier bringst du aber wirklich alles, was ich denke genau auf den Punkt.
      Zur "Vereinnahmung" möchte ich noch sagen: ich sehe auch, dass ihr als geschlossene Gruppe auftretet, aber anders wäre doch auch der ganze organisatorische Aufwand nicht zu machen. Ich sehe aber auch genau die Pluralität eurer Persönlichkeiten, und schon deshalb kann ich mich nicht vereinnahmt fühlen. Und schon gar nicht, wenn ich lese, wie ausführlich ihr auf (sachliche) Kritik eingeht.
      Ganz wichtig finde ich, was du über die Neutralität schreibst: ich sehe den MMM als große Plattform, zwar im Netz, also in der Öffentlichkeit, aber bei privaten Gastgebern. Also sozusagen nicht in einem öffentlichen Gebäude, sondern mit vielen anderen zu Gast in einem Privathaushalt, der natürlich auch nicht neutral gestaltet ist - und wenn ich zu Besuch bin, akzeptiere ich meinen Gastgeber, oder ich bleibe einfach zuhause.

      "Genauso ist es auch möglich, sich fette Klickzahlen durch Teilnahme beim MMM zu holen, ohne unsere Gedanken zu teilen."

      Da würde ich sogar noch weitergehen: ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der mit den beim MMM erworbenen fetten Klickzahlen auf seinem eigenen Blog eine eigene Aktion aufmacht, von eurer Seite soviel Kritik und Aufregung ernten würde, wie ihr durch den MMM.
      Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich durch eure Beiträge auch zum Nachdenken angeregt werde, auch wenn ich nicht immer der gleichen Meinung bin. Übrigens könnten wir wahrscheinlich alle ja nicht so unbeschwert "nur so" vor uns hinnähen, wenn es auf der Welt keine Leute gäbe, die sich für Politik interessieren. Wenn sie das auch auf ihrem Nähblog tun, so what?
      Dann bleibe ich eben weg, oder komme später wieder vorbei...
      Hier nochmal ein Dankeschön an die Crew und viele Grüße,
      Katharina

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    4. Hallo Katharina,

      auch dir vielen Dank für den langen Kommentar. Ich wollte dir irgendetwas antworten, wurde aber unterbrochen und komme jetzt einfach nicht darauf, was ich schreiben wollte. Mist! Wenn es mir wieder einfällt, melde ich mich.

      Viele Grüße
      meike

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    5. Liebe Meike,

      Gerade habe ich ein Zeitfenster um dir noch schnell eine Antwort zu tippen.

      "Ich glaube, es ist ein Irrtum zu glauben, nur weil wir eine private Aktion machen, also den MMM in unserer Freizeit organisieren, dass es deswegen eine neutrale Veranstaltung sein kann oder sein muß. Ich glaube nicht an Neutralität. Dinge, so auch Aktionen, werden von Menschen gemacht und Menschen stehen immer für etwas - auch wenn sie gar nichts sagen. Das ist nicht zu vermeiden. [...]
      Also ich denke "ohne politisch" und "ohne feministisch" ist der MMM nicht zu haben. So sind wir, das ist unsere Haltung und diese spielt manchmal direkt aber immer auch indirekt in das was wir tun rein. ABER es kann jede ihren individuellen Beitrag so unpolitisch wie auch immer sie will gestalten."

      Das ist ein sehr guter Gedanke.
      Ich habe ja nicht mehr mitgemacht weil ich nicht wusste, wie ich mein Gefühl nicht umgehen, sondern eher in andere Bahnen lenken könnte. Denn der MMM hat mir immer viel Spaß gemacht und ich empfehle ihn nach wie vor gern weiter, verlinke ihn auf meinem Blog. Wenn ich gerade pausierte schloss ich für mich selbst auch nicht aus irgendwann doch wieder (mal) mitzumachen.

      Wahrscheinlich ist es auch eine gute Idee gewesen, den MMM auf ein Extra-Blog zu verlagern, da er dadurch zwar immer noch Cats, aber auch eine eigene Aktion wurde.
      Du hast Recht, jeder kann ihn so für sich nutzen wie sie/er das gern mag, so habe ich es ehrlich gesagt noch nie gesehen. Ein guter Ansatzpunkt für mich. Hab vielen Dank.

      Liebe Grüße

      Halitha

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  6. Liebe Meike, da scheinen in den letzten (Feier-) Tagen einige aufregende Dinge an mir vorbei gegangen zu sein. Danke für all' die Verlinkungen usw. Ich werde mich nach dem Tochtergeburtstag morgen damit beschäftigen. Lieben Gruß aus einem schrecklich verregneten und kalten Frankfurt, Anja

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  7. Ich denke, mit dem MMM verhält es sich wie mit dem FC Bayern. Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn.
    Ich finde den MMM gut, ich finde die Idee klasse, fühle mich nicht als kleines, mieses Fußvolk und kann ohne weiteres die Regeln akzeptieren.
    Euren Beitrag zur re:publica habe ich gelesen und weitergeklickt. Man muss sich nicht jeden Schuh anziehen. Klar, es wäre vielleicht besser gewesen, vor Veröffentlichung des Textes bei den MMM-Teilnehmern Laut zu geben, dass Ihr da so etwas plant, aber gut. Jetzt ist es nunmal so gelaufen.
    Für mich persönlich hat Nähen nix mit Politik, Feminismus oder Gott weiß was zu tun. Für mich ist Nähen Spaß.

    Der Spaß hört für mich auf, wenn ich sehe, dass man sich in Kommentaren gegenseitig an den Kragen will. Egal, WER etwas sagt. Und WIE er es meint. Und auf anderen Plattformen weiter Öl ins Feuer gießen - das stört mich 1000 Mal mehr als alles andere, was letztendlich so viele Diskussionen ausgelöst hat.

    Fazit für mich: Weiter Abstand zu diesem ganzen Chaos bekommen, weiter Blümchen nähen und weiter SPASS HABEN (auch beim MMM).

    Liebe Grüße,
    Sandra

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    1. Wo ist der gefällt mir Button?
      Für mich ist der MMM bisher auch einfach nur Spaß gewesen. Mal bin ich dabei, oft nicht, weil's irgendwie nicht passt.
      Das Politische lese ich auch, oft gerne, manchmal klicke ich zu den schönen Kleidern weiter. Jedem das seine.
      Kritik ist ja okay, aber angreifen aufgrund von Meinungen unmöglich.
      Katti Rocksaum

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  8. Soviel wurde in den letzten Tagen geschrieben, nicht alles habe ich gelesen, aber wohl darüber nachgedacht. Ich habe den Beitrag für die Republika erst gelesen, als der Strum der aufschäumenden Meinungen schon groß war. Nach dem lesen habe ich mich gefragt, warum es die Gemüter so erhitzt. Der springende Punkt scheint wohl zu sein, dass im Vorfeld der "Umfrage" der Aufhänger der Umfrage nicht bekannt war. Ja daran könnte man sich vielleicht stören, und einige tun es. Ich nicht.
    Denn ich bin der Meinung, dass der Beitrag für die Republika genau so von einem interessierten Journalisten oder hätten geschrieben werden können, der sich einige Wochen durch den MMM und die teilnehmenen Blogs geklickt hätte. Reine Recherche-Arbeit! Eine außenstehende Person kann allein durch klicken und lesen genau die Dinge erfahren, die im Beitrag beschrieben sind. Der Spaß an der Sache, die breite Masse, die Vielfalt der genähten Dinge, das veränderte Körpergefühl durch Nähen und bloggen, die Motivation für viele einen Blog anzulegen, um beim MMM überhaupt mitzumachen, die Diskussion ob Vintage-Kleider in die Moderne passen, der Frust, dass DIY-Blogs nicht wahrgenommen werden ... das alles steht in den Blogs die beim MMM mitmachen, das steht in den Kommentaren oder auch im jeweiligen Artikel des Vorturners. Allein die Klickzahlen hätte man bei der Crew nachgefragt, aber eine Antwort hätte der Journalist bekommen, ohne jedes Störgefühl oder Misstrauen.
    Also, liebe MMM Crew, liebe Meike, ich danke Euch sehr für Euren Einsatz, ebenso für den Wunsch auf der Republika aufzutreten und den Beitrag zu verfassen!
    Der MMM ist jede Woche ein Highlight für mich und hält mich an, konsequent für mich zu nähen, mich an immer aufwändigere Projeke zu wagen und vor allem, die genähte Kleidung im Alltag zu tragen. Und er inspiriert mich über Frauen, Kleidung, Einflüsse und andere Themen nachzudenken, auf die ich von Euch hingewiesen werde.
    LG Kuestensocke

    P.S. Wenn ich noch im Wissenschaftsbetrieb tätig wäre, würde ich den MMM zu einem Thema für eine Seminar- oder Bachelorarbeit machen ;-) Das wäre eine große Freude und würde sicher sehr spannende Ergebnisse bringen.

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    1. Sehr interessant, dass du meinst, dass auch ein reiner Beobachter durch Recherche zu den gleichen Beobachtungen gekommen wäre.

      Tatsächlich war es auch bei uns so, dass eine erste Fassung des Artikels im Januar schon stand und wir dann überlegten, ob wir vielleicht viel zu viel in die Sache hineininterpretieren. Daher stellten wir dann im Blog die Frage, um unsere Wahrnehmung zu überprüfen. Wenn damals eine nennenswerte Anzahl von Leuten gesagt hätte "bedeutet mir nicht viel, ich nähe halt gerne, ist Spaß, mehr nicht", hätte der Text anders ausgesehen. (Wobei die Frage "was bedeutet dir...?" schon eine Bedeutung voraussetzt - das war also alles andere als gut gefragt.)

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    2. Mich würde es ja wirklich interessieren, wie das so nüchtern empirisch wohl ist. Mit "nur Hobby und Spaß", "eröffnete neue Horizonte", "denke jetzt anders nach über Kleidung/Stoffe/Körper/industrielle Herstellung/den Wert der Arbeit/Verhältnis bezahlte Arbeit zu Hobby/ Subsistenz/....etc etc die Liste wird sehr lang!"

      Klar, die Fragen sind entscheidend. Ganz glücklich finde ich im Nachhinein die damals gestellte nicht. Im Guten sehr pauschal und ohne mit irgendeinem Zaunpfahl zu winken, aber vielleicht dann auch zu ungenaue Antworten oder zu wenig repräsentativ.

      Vielleicht nimmt sich das mal jemand vor. Hier gibt es doch ein paar in der wissenschaftlichen Arbeit Versierte... ich wäre schon neugierig. Reicht aber auch in 2 Jahren noch. ;)

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    3. Liebe Küstensocke,
      Du bringst genau auf den Punkt, was ich beim Aufarbeiten dieser Angelegenheit empfinde.
      Liebe Meike, danke, dass Du die Ereignisse noch einmal aus einer anderen Perspektive so schön und sachlich beleuchtest.
      LG, Mirabell

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  9. Geht's noch? Sonst hast du keine Sorgen, oder was?

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  10. Ich habe mich noch nicht dazu äußern wollen, denn vieles Gutes wurde schon dazu geschrieben. Doch etwas brennt mir doch unter den Fingern, da es noch unerwähnt blieb und von manchen wohl noch nicht so verstanden wurde. Ich habe mir die Artikel zur re:publica durchgelesen und war auch auf deren Seiten. Ich glaube eure "politisierende" Berwerbung war so, weil die re:publica dieses Jahr das Thema Politik und wie man auf diese einwirken kann, hatte. In vielen Kommentaren kam das für mich so rüber, dass das Thema der re:publica nicht gekannt war und das Paper dann zu politisierend wirkte. Der Rest erklärt sich eigentlich von selbst. LG

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  11. Erstmal alles das was Küstensocke gesagt hat während ich mir meinen Beitrag abgerungen habe ;-)und dann meine unsortierten Gedanken.

    Es fällt mir doch sehr schwer meine Gedanken zu sortieren und nebenbei frage ich mich auch ob sich „passive Teilnehmer“ überhaupt äußern sollten. Ich mach einfach mal.
    Ihr als Crew vermittelt mir persönlich den Eindruck einer Einheit was das Organisatorische rund um den MMM angeht, ich nehme euch aber auch als Individuen wahr, mit eigenem Stil und eigener Persönlichkeit. Man merkt, dass ihr euch mögt, ähnlich tickt und trotzdem vertritt jede ihre Meinung. Ich finde das so genau richtig.
    Der MMM ist eine wertvolle Sache, weil er so viele verschiedene Menschen zusammenbringt, man immer wieder die Möglichkeit hat Neues zu entdecken (nicht nur auf das Nähen bezogen), eine unglaubliche Vielfalt und nicht zuletzt auch viel Wissen bietet. Mich motiviert die wöchentliche Parade immer wieder mich an anspruchsvollere Dinge zu wagen und gleichzeitig nicht zu kritisch mit mir selbst und meinen Nähkünsten zu sein und die Dinge, die ich produziere auch mal anzuziehen. Mit Erstaunen habe ich irgendwann zur Kenntnis genommen, dass ich „Makel“, die ich an mir furchtbar finde, bei anderen gar nicht schlimm finde. Es gibt viele tolle, hübsche Menschen da draußen, obwohl sie nicht „perfekt“ sind. Ich denke, dass es ein paar anderen auch so geht und das ist doch toll und wert verbreitet zu werden um das Bild und die Erwartungshaltungen mal gerade zu rücken,
    Euren re:publica-Artikel finde ich sehr gut und finde mich bzw. meine Gedanken darin wieder. Die Gründe für die Befragung vorher transparent zu machen, hätte vielleicht den Unmut in den letzten Tagen gemindert und ich frage mich ob die Antworten und somit die Ergebnisse anders ausgefallen wären.
    Ich nähe auch weil es mir Spaß macht, aber meistens steckt doch noch viel mehr dahinter. Mich verwundert die Vehemenz mit der jetzt vielerorts bekräftigt wird, „nur nähen“ zu wollen, ausschließlich um des Nähens willen und dass jeder andere Anspruch oder Synergieeffekt negativ gesehen wird. Ich würde mir wünschen, dass auch diese Menschen mal kurz in sich gehen und hinterfragen ob es nicht doch noch andere Gründe gibt. Meiner Meinung nach ist es eine gesellschaftliche Verpflichtung das eigene Handeln zu reflektieren und zu überlegen welche Bedeutung das im großen Zusammenhang hat. Nicht ständig, aber immer mal wieder. Demokratie beinhaltet nicht nur das Recht auf freie Meinungsäußerung sondern auch die Pflicht sich zu beteiligen und mit zu gestalten.
    Ich freue mich sehr, dass immer wieder Diskussionen angestoßen werden und dass ihr an konstruktiver Kritik interessiert seid habt ihr schon mehrfach bewiesen. Allerdings finde ich es sehr schwierig mich nur schriftlich zu äußern. Vieles kann ich nicht so ausdrücken wie ich gern möchte, nicht sofort reagieren, man wird oft missverstanden und meine Interpunktion ist mir peinlich;-). In den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass ich große Lust auf direkten Austausch habe.
    Also meinetwegen, weiter so!

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    1. Hallo Frau willa.moone,

      am besten gefällt mir in deinem Kommentar der Satz "Meiner Meinung nach ist es eine gesellschaftliche Verpflichtung, das eigene Handeln zu reflektieren und zu überlegen welche Bedeutung das im großen Zusammenhang hat." Ja, das würde ich als Königin auch unbedingt so verordnen und "Kopf ab", wer sich nicht dran hält :-)

      Ich fürchte allerdings, dass dies nur eine Hoffnung sein kann, denn nicht jedeR ist willens oder hat die nötige Zeit und Muße dazu, dies zu tun. Von der persönlichen Befähigung ganz zu schweigen, denn das setzt ja ein bißchen Übung voraus. Aber ich denke dafür gibt es eben auch die gesellschaftliche Arbeitsteilung. Nicht jedeR muß alles tun. Jede nach ihren Fähigkeiten und vor allen Dingen auch jede nach ihrer Lust. Mir ist da auch nicht immer danach. Es gibt Phasen, da habe ich mehr Muße zum philosophieren und reflektieren und Phasen, da muß ich einfach nur funktionieren. Insofern würde ich eine Weigerung zu Reflektion gar nicht abwerten wollen.

      Was mich aber sehr wohl irritiert, ist dieses unglaubliche Bedürfnis nach Ver-Weigerung, nach Abgrenzung. Dieser laute Schrei "ich nicht, ich will nur Spaß". Den habe ich einfach noch nicht verstanden. Das würde mich wirklich noch mal genauer interessieren, warum diese Menschen sich so stark dagegen wehren, das eigene Tun in einen größeren Zusammenhang hypothetisch einzuordenen.

      Das Problem: wenn sie mir das erklären würden, dann würden sie ja genau das tun, was sie angeblich verweigern wollen. Das könnte ein Problem sein.

      Trotzdem würde es mich wirklich wahnsinnig freuen, über dieses Abgrenzungsbedürfnis mehr zu erfahren.

      Danke für den Gedankenanstoß!
      Viele Grüße
      Meike

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    2. und dann schreibe ich ein Buch darüber. Damit ihrs jetzt schon mal wisst, ne?!

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    3. Und dann sage ich, ihr habts doch wissen können, denn ich habe es am 15. Mai 2013 um 20.55 Uhr angekündigt.

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  12. Vielleicht war der Republica der Text auch zu schwierig? Ihr seit ja sehr von euch überzeugt, man könnte daraus ableiten, wer euren Vortrag nicht gut fand, dem ist der Text einfach zu schwer. Auch die Erwähnung des *Big is beautiful* find ich in dem Zusammenhang überflüssig.
    Interessant auch der Aspekt das du eine Diskussion vorher für überflüssig hälst, aber eine anschließende Diskussion unbedingt als wichtig erachtest.Tatsache ist ihr habt Daten aus einer Umfrage an uns für den Vortrag verwertet ohne das wir davon in Kenntnis gesetzt wurden. Der MMM hat (hatte) Regeln und unter dieser Prämisse habe ich verlinkt, es sollte um genähte Kleidung für Erwachsene gehen, mit Tragefoto. Nicht mehr und nicht weniger! Sagen wir es mal so, ohne uns Beitragende hättet ihr niemals diesen Vortrag verfassen können, also wäre es doch nur mehr als fair gewesen uns VORHER davon zu informieren!
    Für meinen Teil muß ich dazu sagen, das ich Kommentare wie diese sehr selten schreibe. Warum? Weil ich mir sicher sein kann, durch meine andere Meinung angefeidet (wenn nicht gar beschimpft und attackiert)zu werden. Meine Meinung muß Niemand teilen, ich erwarte nur das sie akzeptiert wird, das ist eigentlich nicht zuviel verlangt, finde ich.
    viele Grüße Rubinengel

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    1. Liebe Frau Rubinengel,
      aus deinem Kommentar lese ich ziemlichen Groll gegen mich, die Crew und die Idee des Vortrages, den MMM und mein Post heute. Das ist schade, denn ich dachte, mit der Löschung deiner Teilnahmebeiträge, wäre für dich die ganze Sache etwas entspannter. Es tut mir leid, dass du dich mit diesen Sachen so angegriffen oder beeinträchtig oder betrogen oder was auch immer es genau ist, fühlst, denn als Angriff ist es nicht gemeint.

      Genauso wenig ist die Nennung deiner Aktion ein Angriff. Ich habe sie genannt, weil sie mich thematisch betrifft und verlinkt, weil es nur fair ist, sie zu verlinken. Wenn dich dieser Link stört, kann ich ihn herausnehmen. Allerdings möchte ich dafür keine Frist gesetzt bzw. ermahnt werden, denn mein Blog bearbeite ich nur dann, wenn vom Rest des Lebens etwas Zeit übrig ist.

      Ich möchte noch einmal erklären, was ich unter einem Vortrag oder einem Artikel über etwas verstehe: mir ging es um Analyse und Hypothesen über das Phänomen MMM. Ich denke auch, dass wie Küstensocke schrieb, auch Außenstehende durch sorgfältige Beobachtung zu ähnlichen Hypothesen hätten kommen können. Wie Lucy schon schrieb, stand der Text weitestgehend vor unserer Befragung. Kurz vor Abgabe des Entwurfes, hatten wir das Gefühl, unsere Hypothesen noch einmal überprüfen zu müssen und weil der Abgabetermin schon wenige Tage später war, geschah diese Überprüfung wenig wissenschaftlich. Ich hatte damals überlegt, ob wir auf die Veranstaltung hinweisen sollten, habe dies aber vermieden, weil ich das nicht google-bar machen wollte. Die Antworten bestätigten unsere Vermutungen und flossen damit indirekt in unseren Vortragsentwurf mit ein.

      Deinen Wunsch, im Vorfeld von unserer Absicht, etwas Theoretisches zu schreiben und bei einer Veranstaltung einzureichen kann ich verstehen. Ich denke auch, ich bin für zukünftige Ideen ähnlicher Art nun sensibilisiert. Trotzdem sehe ich nach wie vor keine Informationspflicht.

      Ich gehe nicht davon aus, dass wir Persönlichkeitsrechte durch Beschreibung und Hypothesenbildung verletzt haben, z. B. haben wir keine Zitate verwendet und wir haben auch nicht über Individuen geschrieben, sondern wir haben das Teilphänomen Näh-Blogs innterhalb der DIY-Szene, was sich insbesondere bei der Aktion MMM trifft, beschrieben. Das ist nur ein Ausschnitt aus der ganzen DIY-WWW-Thematik, aber eben der, mit dem wir uns besonders gut auskennen.

      Ich hoffe sehr, dass du Beschimpfen, Anfeindung und Attacke nicht von mir erwartet hast und hoffe auch gleichermaßen, dass dies hier nicht durch andere Personen geschieht, denn unflätiges Benehmen wird hier nicht geduldet oder allerhöchstens belächelt. Ich freue mich, dass du deine Meinung sagt, auch wenn ich nicht 100% sicher bin, sie richtig verstanden und adäquat beantwortet zu haben.

      Viele Grüße
      Meike

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    2. Hallo Meike,
      angegriffen fühle ich mich nicht, das wäre dann doch etwas übertrieben. Sagen wir, ich fühle mich unverstanden und ein wenig gekränkt. Ich bin auch nicht davon ausgegangen, das "Angriffe, Attacken und Beleidigungen" ect. von dir ausgehen würden, sondern eher von anderen Kommentatoren, wie es ja leider schon passiert ist. Es sollte ja auch als Erklärung dienen, warum ich mich aus den grade aufkochenden Geschehnissen rausgehalten habe.
      Warum ich so auf die Löschung gedrängt habe, erkläre ich dir gern beizeiten mal in einer privaten Mail, hier sehe ich jetzt nicht den richtigen Ort dafür.
      Im übrigen warst du es selber die mir schrieb ich solle dich noch mal an die Löschung erinnern ;)
      Und eure Arbeit und euren Einsatz, auch grade für den MMM in allen Ehren, macht weiter so, ich bin auch weiterhin dabei, zwar nur noch als Zuschauer und nicht mehr als Mitwirkende, aber nur weil ich in dieser einen Sache nicht eure Meinung teile, heißt es nicht das ihr gleichzeitig auf meine Blacklist landet. Für mich wäre das jetzt z.B. kein Grund deinen Blog aus meiner Leseliste zu werfen.
      viele Grüße zurück
      Yvonne

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    3. Hallo Yvonne,

      danke für die erklärende Antwort! An dem Rest per PM wäre ich durchaus interessiert. Ich schrieb erinnern - das ermahnen kam von dir. :-)
      Freut mich, dass es kein Kontaktabbruch ist.
      Viele Grüße
      Meike

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  13. Liebe Meike,

    zu dem Thema ist in den letzten Tagen so viel geschrieben worden, dass ich langsam den Überblick verloren habe. Dein Post fasst vieles nochmal super zusammen.

    Ich habe kein Problem mit dem Beitrag für die re:publica, auch wenn ich manches so nicht formulieren würde. Aber die Reaktionen, die der MMM-Crew zum Teil entgegen schlugen, waren für mich nicht nachvollziehbar, vor allem nicht in der Schärfe und Emotionalität.

    Besonders aufgestoßen ist mir, dass - so finde ich - manche zu ignorieren scheinen, dass Ihr die MMM-Moderation ja komplett in Eurer Freizeit, unentgeltlich und aus Idealismus macht. Teilweise habe ich in den Posts so ein "Anspruchsdenken" herausgelesen; das fand ich unangebracht und irgendwie auch "undankbar".

    Daher an dieser Stelle einfach mal ein Dankeschön für die Arbeit, die Ideen und das Engagement, das Ihr in den MMM steckt.

    Viele Grüße
    Poldi

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    1. Liebe Poldi,
      auch von mir einfach ein Dankeschön für die Wertschätzung und den Hinweis auf unser "ehrenamtliches Engagement" - ja, das wird wohl leider manchmal übersehen.
      viele Grüße
      Meike

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    2. Ich bin ja noch ziemlicher Blogneuling und habe die Anfangszeiten des MMM nicht mitgekriegt, aber vielleicht ist das der eigentliche Knackpunkt?
      Der MMM ist inzwischen so groß geworden und hat sich zu so einer Institution der Nähbloggerwelt entwickelt, dass vergessen wird, das es keine Art öffentliches Dienstleistungsunternehmen ist, von dem ihr nur die "Hausmeister" seid, sondern "euer" Projekt? Und deshalb nicht "neutral" sein muss?

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  14. Liebe Meike,
    auch von mir hier, als bloglose Leserin, Näherin und Strickerin, ein herzlicher Dank für Deine Arbeit, Geduld, Freundlichkeit, stellvertretend für alle Macherinnen des MMM.
    Schön, dass es Euch gibt.
    Ich lerne nun auch beim Lesen viel über Konflikt-Entstehung und -Lösung. Am Himmelfahrtstag hatte auch ich zu viel Zeit ;). Mein Eindruck ist, der re:publica-Text ist nicht die Ursache, nicht mal der Auslöser für all den Knatsch. Ich fände es schade, würdet Ihr Euch den Schuh nun immer anziehen müssen (sollen).

    Dieses Geschehen ist für mich eine Art Lehrstück: manche Dinge passieren, auch den Guten.
    Liebe Grüße, K.

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    1. Liebe Frau K,
      na, über Konflikt-Entstehung und -Lösung könnte man noch ne Menge reflektieren, was die letzten Tage anbelangt. Puh! Das war echt ne harte Zeit! Aber ich hoffe, wir haben den größten Berg hinter uns. Die Phasen waren aber in der Tat spannend!
      Viele grüße
      Meike

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  15. Vielen Dank für die zahlreichen aufschlußreichen Kommentare! Vielen, vielen Dank.

    Fühlt euch alle lieb von mir angeredet und "viel gegrüßt". Ich bin ne schnellschnell Kommentatorin und vergesse manchmal die Höflichkeitsformeln. Mich interessieren mehr die Inhalte, aber natürlich gehört sich das nicht.

    Also liebe Alle
    seid herzlich gegrüßt
    Meike

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  16. Ich sehe überhaupt keine Grund, warum es nicht okay sein sollte, Texte, die öffentlich in diesem Internet drin stehen, in einen gemeinsamen Kontext zu stellen und daraus Schlüsse zu ziehen. Ich schrieb es schon mal an anderer Stelle: Ich gehe fest davon aus, dass z.B. Verlage sich diese DIY-Blog-Szene sehr genau anschauen, diese auf kommerzielle Verwertbarkeit hin analysieren und soetwas dann auch bei nicht-öffentlichen Konferenzen vortragen.
    Auch kann ich kein Verständnis für die Empörung darüber, dass ihr die Intention eurer Umfrage nicht transparent gemacht habt, aufbringen. Wer sich die Mühe macht, sich die persönlichen Blogs der Crew anzuschauen, wird schnell feststellen, dass ihr euer und unser Tun und auch andere Dinge, die auf dieser Welt passieren, hin und wieder analysiert, in einen größeren Zusammenhang stellt, etc. So schwierig war es also nicht, zu ahnen, dass die Umfrage dazu diente, den MMM und seine Teilnehmerinnen (aktive und passive) in einen größeren Zusammenhang zu stellen.
    Ich fand es wirklich sehr schade, dass ihr auf der re:publica nicht dabei wart, ich finde den Text, den ihr geschrieben habt, gibt soviel her, sich eigene Gedanken zu machen.

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Ich freu mich sehr über Kommentare! Sie sind kleine Geschenke für mich! Vielen, vielen Dank im Voraus.