Donnerstag, 11. April 2013

Ich liebe das Internet!



Dieser Stapel Schätze ist heute bei mir eingezogen. Ich bin selig und blättere und blättere und blättere darin.

Im Zuge meiner Berichterstattung über meinen Plan, ein "Pan Am Kleid" selbst zu entwerfen und zu nähen, erwähnte ich, dass ich noch keinen Schnitt als Grundlage habe. Was wäre ich ohne meine Leserinnen! Swinging Cat versprach mir, in ihren Schnittmusterheften aus den 60ern für mich zu schauen und präsentierte mir diese Auswahl, die mich zum schmachten, jauchzen und seufzen brachte.




Sind die nicht wunderbar?! Unglaublich oder? Und das in meiner Größe! Nicht, dass ich mich vorher großartig mit dem Thema Retro-Schnitte beschäftigt hatte, ich hatte immer mal glücklos auf einem Flohmarkt danach Ausschau gehalten. Irgendwie bin ich sowieso davon ausgegangen, dass "es sowas in meiner Größe sowieso nicht gibt". Warum eigentlich? Ich habe diese These niemals überprüft.

Irrtum. Zitat aus einem der Hefte: "eine mollige Figur ist keine Schade - schlecht angezogen sein, aber ist es!"




Heute war ich nun mit Swinging Cat lunchen und habe ihr diesen fetten Stapel ungeahnter Schätze abgekauft, da sie sowieso ein anderes Jahrzehnt bevorzugt.  Ist es nicht großartig, dass es das Internet gibt? Jetzt habe ich einen Schatz und hatte ein sehr nettes Mittagessen und Kennenlernen mit einer anderen hamburger Bloggerin!

Nun weiß nun gar nicht, wo und wie ich beginnen soll. Aus was für Stoffen nähe ich so etwas? Und ist das nicht eher was für den Herbst?




Egal, vor dem Preis steht sowieso erstmal der Fleiß, denn die Schnittmusterbögen sehen so aus.




Trotzdem. Ich bin begeistert! Ich glaube nicht, dass ich jetzt nen totalen Retrofimmel bekomme und plötzlich nur noch 60er Jahre-Kleider nähe. So eine Präzision liegt mir nicht, aber ich finde diesen Stil einfach fantastisch. Mir scheint der Anfang der 60er zu liegen, ich mag die Schnittführung, ich mag einfach, was ich sehe und ich bin schon sehr sehr gespannt darauf wann ich was daraus zaubern werden. Bis dahin streichele ich einfach noch eine Weile meine Hefte und träume ein bißchen.





Kommentare:

  1. total cool.
    Für solche Geschichten liebe ich das Internet auch, und es passiert immer wieder :-)

    der Tipp ist war irgendwie äh, recht einfach? aber auf die einfachsten Sachen kommt man ja manchmal nicht...

    wenn ich solche Schnittmusterbögen habe (und für mich reicht schon ottobre, und das ist dagegen ja noch harmlos) male ich die Strecke, den ich nutzen will, vor dem kopieren mit Highlighter nach. Dann verfahre ihc mich nicht so leicht. Und da es die ja in unterschiedlichen Farben gibt, kann man für das nächste dann eine andere Farbe nehmen...

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    1. Ich mach das auch so, allerdings mit Kugelschreiber, die Idee mit dem Highlighter ist noch besser. :)

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    2. Ich weiß nicht, was Highlighter ist. Ich nehme gern Textmarker. Ist vllt das selbe..?
      LG

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  2. Toll, wie bloggen Leute real zu einander bringt.
    Die Schnittmuster hefte scheinen echte Schätzchen zu sein.
    Die Bilder und der Stil erinnert mich total an meine Oma auf alten Fotos, besonders die zwei Damen auf blau, die rechts könnte sie absolut sein. ich liebe ja die alten Bilder!
    Dir Kleider damals waren einfach schön weiblich, ohne so übermäßig sexy zu sein wie heute.
    Bin sehr gespannt, was du daraus umsetzten wirst!
    LG Eva

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  3. Oh, solche ollen Kamellen habe ich hier auch noch zu Hauf von meiner Oma und meiner Mutti liegen... Da sind einige interessante Dinge drin :)
    Sei lieb gegrüßt, Tina

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  4. Ui, die sehen ja traumhaft aus! Das Kleid im ersten Bild kann ich mir zum Beispiel ganz toll an dir vorstellen. Die Schnittmusterbögen sehen allerdings tatsächlich horrormäßig aus. Ich bin gespannt, was für schicke Trotrokleider du daraus zauberst!

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  5. Ich habe gerade 3 Burdas aus dem Jahre 2010 erstanden und somit meinen ersten Burda-Schnittbogen in der Hand - absolut zu kompliziert - aber wenn ich den hier sehe, relativiert sich das alles wieder *lol*.

    Ich bin gespannt, was daraus wird und hoffe, dass Du uns den Weg zum Pan Am Kleid hier weiterhin schilderst! ;)

    LG, Kirsten

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  6. Also, du wirst sehen, mit anderen Stoffen näht es sich auch manchmal leichter (wobei, die oberen sind zwar nicht Labberschlunzjersey geeignet, aber Romanit ginge doch auch gut), und vor allem präziser.

    Aber ich finde sowieso nicht, dass diese Schnitte mehr Präzision abverlangen (wieso auch?) - nur die Anleitungen sind meistens, äh, sehr minimalistisch.

    Bleibt nur noch die Frage, welche du zuerst machst (klar, PanAm und so, aber davon abgesehen) - ich plädiere für das erste Bild und dann noch für das mit dem Wickeldingsknoten vom dritten.

    Viel Spaß!

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  7. Schön, dass Du immernoch so entzückt bist :) Dann weiß ich ja wo ich die 60er Jahre Hefte lassen kann, falls ich nochmal ein paar mitkriege ;)

    Viele Grüße

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  8. Ich habe hier auch ein paar zauberhafte Burda-Hefte aus den 50er und 60er. Meine große Schätze! Diese Kleider wurden von namnhaften Designer entworfen, passende Lektüre dazu: Aenne Burda Biographie :)))
    Auf das Endergebnis bin ich seeehr gespannt!
    Liebe Grüße,
    Kasia

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  9. Ja, solche Hefte sind toll. Ich habe zum Glück ein paar aus den 70ern geerbt und da das mein Lieblingsjahrzehnt modetechnisch gesehen ist, streichel ich die auch sehr gerne! Die Schnittbögen sind echt verwirrend, aber meist ja nicht so groß. So kann man sie immerhin gut auf einen Tisch legen.

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