Mittwoch, 6. März 2013

Ich frag einfach mal

Bildquelle: flattr Blog

In letzter Zeit war gefühlt, wenig los hier im Blog. Hin und wieder machte ich beim MMM mit oder schrieb etwas über meine Projekte, aber irgendwie war es ein wenig langweilig. Ich hatte in letzter Zeit keine Idee mehr, was der Blog für mich sein soll und wie ich ihn weiterführen will. Das soll sich nun ändern.

Als Freiberuflerin muß darf ich mir meine Zeit selbst einteilen und verdiene mit sehr unterschiedlichen Tätigkeiten mal mehr und mal weniger Geld. Vieles, was ich mache, generiert nicht sofort Geld, sondern gehört eben zu den Aufgaben rund ums Geldverdienen mit dazu. Bei manchen Tätigkeiten steckt eine Menge Herzblut und Hoffnung mit drin; Hoffnung, dass das, was mir am Herzen liegt, auch anderen gefällt und vielleicht irgendwann einen Teil meines Einkommens mit ausmacht. Das Nähen meiner Kleidung und das öffentlich Darüber-Nachdenken sind so ein Herzblut-Projekt, das gerne mehr, als nur ein Hobby sein will.

Mir ist klar, dass das goldene Handwerk nichts für mich ist und ich mir mit dem Verkauf von Selbstgenähtem keine goldene Nase verdienen werde und will. Ebenso klar ist es für mich, dass ich Blogs, die Magazinen ähneln, voller Werbung sind und bei denen die redaktionellen Inhalte kaum noch von der Werbungs zu unterscheiden sind, gar nicht mag. Aber ich mag Blogs! Ich mag es, zu bloggen und ich mag die Blogosphäre und beobachte seit Langem, wie verschiedenartige Versuche unternommen werden, die produzierten Inhalte ernst zu nehmen und es den ProduzentInnen möglich zu machen, wenigstens einen Teil ihres Lebensunterhaltes damit zu verdienen.Mit großem Interesse verfolgte ich, wie zum Beispiel Herr Buddenbohm einen Teil seiner Ausgaben durch Fans finanzieren lässt, in dem die Geschenke für seine Kinder von LeserInnen gekauft werden und wie er jetzt seine Kernkompetenz bloggen auf gelungene Weise thematisch variiert und sponsorn lässt. Bei Frau Schrupp las ich immer wieder von differenzierten Überlegungen, wie Bloggen honoriert werden könnte und bei vielen anderen auch.

Dazu, den Flattr-Button auf meiner Seite zu integrieren, brachte mich mein Gespräch mit Frau STOKX. Mir ihr verbindet mich nicht nur die Leidenschaft für gutes Design. In den letzten 20 Jahren drehten sich unsere Gespräch auch immer wieder darum, wie man Leidenschaft und Können zu Geld machen kann. Als ich ihr von meinen -trotz schicker Kleider- leider nicht erfolgreichen Anlässen erzählte, erinnerte sie mich daran, dass ich mehr von dem machen soll, was ich kann: gründlich nachdenken und darüber schreiben. Und sie zeigte mir den großartigen Film der beindruckenden Amanda Palmer. Anschauen!




"Frag doch einfach!" ist ihre Botschaft. Frag diejenigen, die mögen, was du machst, ob sie bereit sind, dir zu helfen!

Deswegen habe ich den flattr Button auf meinem Blog installiert. Wenn dir gefällt, wenn es dich amüsiert oder berührt, was ich schreibe, dann gibt mir ein paar Cent oder ein paar Euro dafür. Ich freue mich dann über diese Wertschätzung, denn sie gibt mir in der Summe des berühmten Kleinviehs die Zeit, Ruhe und Gelassenheit noch mehr zu bloggen, das dich berührt.

Obwohl ich schon länger andere Beiträge flattere, hatte ich bisher vermieden, damit selbst Einnahmen zu generieren. Ich befürchtete, dass der Buchhaltungsaufwand im Vergleich zu den möglichen Einnahmen in keinem Verhältnis stünde. ABER: wenn ich mir wünsche, dass das Internet eine Möglichkeit ist, unabhängig von den Verlagen, die nur mainstreamig in Bestseller investieren ("Wir setzten nur noch auf Spitzentitel"), wertvolle Inhalte zu produzieren, dann müssen wir damit anfangen, Inhalte, die uns etwas bedeuten, auch finanziell zu unterstützen! Und wenn es am Anfang nur ein paar Cent sind, egal. Es ist ein Anfang!

In diesem Sinne möchte ich mehr Beiträge wie "nicht mehr dick" oder "Versöhnung mit der Mitte" schreiben, von denen ich weiß, dass sie euch berühren oder auch mal wieder Live-Bloggen, um euch zu unterhalten. Vielleicht nicht jeden Tag oder jede Woche, aber mehr sollen es sein. Mehr Inhalte. Denn das ist was ich kann, was ich euch zeigen möchte und bei dem ich mich über eure Wertschätzung freue.

Es ist ein wenig beschämend, Euch um Geld zu bitten. Aber warum eigentlich? Wenn ihr zum Bäcker geht und ein Brötchen, gebt ihr für dieses auch Geld. Wer wie ich, fast ausschließlich im Internet liest, möchte für gute Inhalte auch das bezahlen, was beim Kauf von Zeitungen und Magazinen gespart wurde. Vielleicht geht es euch genau so. Und immer, wenn wieder dieses komische Gefühl, diese Scham aufkommt, dann denke ich an Amanda Palmer und reiche euch virtuell mit einem Lächeln eine Blume

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Wie funktioniert flattr?

Bei flattr kann frau oder man sich registrieren und monatlich einen frei gewähltenBetrag einzahlen, der einer für die Inhalte, die im WWW konsumiert werden, wert ist. Sieht man unter einem guten Blog-Beitrag oder auf einem Blog einen flattr-Button, so kann mit einem Klick eine Spende übermittelt werden. Am Ende des Monats teilt flattr dein Budget auf deine Klicks auf und überweist den ProduzentInnen der Inhalte ihren Anteil.




Kommentare:

  1. Das ist super! Ich mag deinen Blog sehr und von flattr hab ich auch schon gehört. Jetzt melde ich mich da einfach mal an und freue mich auf deine Beiträge à la "Nicht mehr dick" :-)

    Lieben Gruß
    minnies

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    1. Danke für das positive Feedback. Ein wenig aufgeregt war ich schon beim Schreiben dieses Beitrages. Danke, dass du die Blume genommen hast :-)

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  2. Ich finde es auch eine super Sache! Schon einige Male von gehört. Ich melde mich auch mal direkt an und freue mich ebenfalls auf weitere inhaltlich wertvolle Beiträge - wie übrigens auch dieser eben geschriebene! Kompliment! ♥


    Liebst,
    Louise

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  3. BLUME!
    Super Idee.
    Mach es bitte, damit ich mein flattr Geld nicht immer nur dem Herrn B. gebe, der es genauso ehrlich verdient wie Du es tust.
    Das Du Dir Deine Arbeit bezahlen lassen willst, ist durchaus verständlich und ich persöbnlich finde, dass Du Dich dafür weder entschuldigen noch rechtfertigen musst.
    Sei und bleib bitte selbstbewusst. Gerade und auch beim Thema "Anerkennung der Arbeitsleistung durch monitäre Mittel".

    Viele Grüße von der bloglosen begeisterten Leserin
    wohlig

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  4. Halli Hallo, ich finde die Idee von flattr gut. So kann ich als Leser Bloggern etwas zurück geben, wie bei dir z. B. schon für dein Motto: gegen Jeans und Outdoorjacken ... usw. Was ich nicht gemacht hätte, ist lang und breit zu erklären, warum die Entscheidung für flattr ausgefallen ist. Frag nicht, machs doch einfach. Maler, Musiker und was weiß ich für selbsternannte Künstler stellen sich doch auf nicht auf die Bühne und teilen aller Welt mit "Sorry, ich brauche das Geld". Manchen Leser verschreckt das.Weil´s eben schon wie Betteln aussieht. Das brauchst du nun wirklich nicht. (Freiberufler, kein Geld in der Tasche und alle wollen was geschenkt, glaub mir, das kann ich auch gut nachvollziehen. Ich habe eine andere Entscheidung getroffen und Hobby und Beruf inzwischen strikt getrennt, aber das ist meine Geschichte.) Ich lese schon lange bei dir (heimlich) mit und für gute Ratschläge, Tipps und Informationen gibt man auch gern freiwillig ein kleines Geschenk. Egal, in welcher Form. Entschuldige, dass ich so offen schreibe, ich konnte mich nicht ausbremsen. So, und nun schreibe, schreibe, schreibe du, damit wir dir kleine Geschenke machen können. Ganz liebe Grüße, ich drück dir die Daumen, Mia U.

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    1. Ja, den Einwand das nicht lange zu erklären kann ich verstehen. Aber ich glaube, es gilt eben den Unterschied zum Betteln (also Geld nehmen ohne Gegenleistung) zu sehen. Da in der DIY-Blogosphäre flattre noch ziemlich unbekannt ist, wollte ich es eben erklären.

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  5. Ich finde es gut und richtig und spannend, dass du das ausprobierst. Über flattr hatte ich auch schon mal nachgedacht, vor allem darüber, was das für mich am Bloggen verändern würde, insofern bin ich auf deine Erfahrungen sehr neugierig.
    Kleine Anekdote am Rande: bei dem vor knapp einem Jahr so grandios gescheiterten E-Magazine-Projekt, bei dem ich dabei war, schlug ich vor, die erste Ausgabe nicht zu verkaufen, sondern kostenlos, aber mit Spendenmöglichkeiten zum Download anzubieten - auch um überhaupt mal rauszukriegen, wie viele Leute sowas potentiell interessiert. Eine meiner Ex-Mitstreiterinnen lehnte das völlig ab, mit der Begründung, sie würde so ein Heft runterladen und niemals etwas spenden, und die meisten Leute seien aus ihrer Sicht genauso. Das war einerseits grundehrlich, andererseits hätte es mir zu denken geben sollen. War eigentlich eine gute Testfrage ;-)

    vieel Grüße, Lucy

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    1. Für mich war einfach wichtig, dass ich klar definiere, für was ich eine monetäre Wertschätzung haben möchte. Als ich für mich den Gedanken klar hatte, dass ich sehr gerne Texte liefere, die berühren, bewegen, anregen aber auch amüsieren, fand ich es adäquat einen Weg für die Wertschätzung zu suchen.

      Ein wichtiger Auslöser war aber auch der Text über die Spitzentitel, den ich oben verlinkte. Genau das ist meine Erfahrung: Verlage, Veranstalter etc gehen nur noch auf Nummer sicher und trauen sich nicht an noch nicht so verdaute oder bekannte Themen ran. Wenn ich das ändern will, muß ich das angehen! Und wenn ich den Menschen nicht den Anstoß und die Gelegenheit gebe, darüber nachzudenken, passiert noch weniger. Ich finde, der Versuch ist es wert.

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    2. Ja, der verlinkte Artikel hat meinen Eindruck bestätigt, dass Verlage vor allem das machen, was zuvor oder woanders schon gut gelaufen ist - wodurch eigentlich jede Innovation ausgeschlossen wird. Keine Vielfalt, sondern noch mehr vom gleichen. Bei so einer Strategie tun sich aber auch wieder Nischen auf, die man nutzen kann.

      viele Grüße! Lucy

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    3. Nischen?

      Mir war das schon länger bekannt. Es ist so unglaublich langweilig, nur das zu produzieren, was gerade jetzt gewünscht ist. Unglaublich umkreativ. Überhaupt nicht mein Ding. Deswegen ist es vielleicht wirklich an der Zeit, das selbstverantworliche publizieren ernst zu nehmen.

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  6. Wenn es dir nur um das Ideal geht (=andere Inhalte fördern), und du nicht wirklich auf Geld angewiesen bist, finde ich es eine gute Sache.

    Wenn du allerdings wirklich Geld damit verdienen willst... mir wäre das für mich zu unsicher. Und du musst ja dann doch irgendwie bei jedem Artikel in den du mehr investiert hast, doch wieder irgendwie auf die flattr - Möglichkeit hinweisen. Das ist schon auch ein Eiertanz, also wäre es für mich selbst! -man soll ja nie von sich auf andere schließen.
    Dann vielleicht doch lieber Werbung schalten - aber da beißt sich natürlich die Katze in den Schwanz - was deine inhaltliche Freiheit und Unabhängigkeit betrifft... Aber direkte Werbung stört mich persönlich nicht, da kann ich ja draufklicken oder nicht (=nicht).

    Ich bin mal ganz ehrlich. Ich kaufe keine (nicht-wissenschaftlichen) Zeitschriften, weil mich das langweilt (ich lese lieber Zeitung) und ich Zeitschriften generell recht teuer finde; und meine Tendenz für Artikel im Internet Geld zu bezahlen geht gegen Null. Aufs Nähen bezogen: mit Anleitungen und Schnittmuster schon eher, weil ich das praktisch verwerten kann.
    Also ich würde wohl zu denen gehören, die dir nur aus so etwas wie persönlicher Sympathie für deinen Aufwand Geld bezahlen würden. Schwierig für mich als Leserin auf Dauer, solche Überlegungen mag ich eigentlich nicht bei Nähblogs anstellen. Dazu ist es für mich eben "einfach nur" Hobby.

    Theoretisch finde ich es gut. Praktisch wünsche ich für dich, dass es auch gut ist.
    (Ich gehöre wohl zu der Fraktion von Lucys Mitstreiterinnen, die dann gar nicht erst das Magazin herunterlädt, weil sie das Gefühl hätte, sich damit innerlich zur Spende zu verpflichten.)

    Liebe Grüße,
    frifris

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  7. Nein, mir gefällt das nicht - denn wenn es fair laufen sollte, müssten wir das alle machen und am Ende bei Plusminus Null herauskommen. Und für Dinge, die ich zu zahlen bereit bin, möchte ich ganz altmodisch einen Gegenwert in der Hand haben; mir ist nicht ganz klar, worin genau der besteht.
    Ich selbst blogge nun seit August 2007 und zwar deshalb, weil ich zuvor vieles von anderen im Netz als Geschenk erhalten habe und ein bißchen was wieder geben wollte - in dem ich zeige, was ich daraus gemacht habe oder selber etwas zum Download anbiete. Ich tue es auch, weil es eine Kommunikationsplatform ist, mit der ich Frauen erreichen kann, die nicht in meiner unmittelbaren Umgebung leben. Ich tue es, um ganz egoistisch meine Gedanken zu ordnen, mit manchem klar zu kommen und um meiner Werkeln zu dokumentieren. Das andere davon manchmal einen Nutzen haben, freut mich und für mich ist es Bezahlung genug, dafür - je nachdem - gute Ratschläge, handfeste Hilfe oder Trost und Freundschaft zu erhalten. Ich hänge wohl dem Ideal an, dass das Netz frei sein sollte für alle.
    Auch mache ich einen Unterschied zwischen einer privaten Person und einer kommerziellen Unternehmung - die Grauzone dazwischen ist mir zu unsicher. Für mich hätte ich das Gefühl, ich müsse mir durch das Bezahltwerden mehr gefallen lassen - das würde mir die Freude vermiesen.
    Deine Haltung kann ich irgendwie verstehen, aber da kommen wir aus unterschiedlichen Richtungen :-)

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  8. http://saschalobo.com/2010/07/05/warum-ich-nicht-flattre/

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  9. Hallo Meike,
    ich muss jetzt einfach mal meinen Senf zu der Sache geben. Ich kann deinen Versuch mit Flattr nicht so ganz nachvollziehen, da ich immer gedacht habe, wir tauschen uns alle über unser HOBBY ! aus. Der eine schreibt mehr, der andere weniger.
    Jetzt kann man dazu stehen wie man möchte, aber ich habe mitbekommen, das du einen Kommentar, der nicht Hurra geschrien hat, sondern einfach nur eine ablehnende Haltung, die jedoch, wie ich finde, freundlich formuliert war, einfach mal innerhalb weniger Minuten gelöscht hast. Konstruktive Kritik scheint nicht so deins zu sein ...
    Ich denke, das auch mein Kommentar hier nicht lange stehen wird - oder ?

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  10. Liebe Meike,
    gerne lese ich Deinen Blog, habe auch schon ab und an kommentiert, da selbst Hobbyschneiderin ohne Blog. Nun höre ich zum ersten Mal etwas von flattr.
    Irgendwie kann ich Dich gut verstehen, aber meine Gedanken als Leserin sind folgende:

    Wenn ich ab jetzt bei Meike lese, muß ich etwas spenden, sonst habe ich ein schlechtes Gewissen, also laß ich es besser bleiben. Oder ich muß mir bei jedem Blogeintrag überlegen, ist mir der Eintrag was wert, wenn ja wieviel? Ist mir echt zu anstrengend!
    Lieber wäre mir in dem Fall eine Werbeleiste, die kann ich anklicken oder eben nicht.
    Was für mich verlorengeht, ist dabei irgendwie die persönliche "Note", weil es eben um Geld geht.
    Warum machst Du nicht einen eigenen Flattr Blog für Geld und schreibst hier aber noch privat und mit echten Kommentaren....?
    Vermutlich

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  11. Habe meinen Namen und Grüße vergessen.
    Also, herzliche Grüße und gute Überlegungen zu Deiner Blog Zukunft wünsche ich Dir
    alexandra

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  12. @ alexandra: Du bringst viel besser auf den Punkt, was mir auch durch den Kopf ging.
    Die Idee mit dem Zweitblog finde ich auch eine gute Alternative.

    Für mich müssten es schon ("fachlich") interessante, gut recherchierte Artikel sein (um mich zum bezahlen zu animieren), reine Befindlichkeitsthemen (z.B. live-bloggen) - hm, nicht wirklich. Dann eben lieber nur Werbeleiste.

    Übrigens finde ich es gut, dass Meike dies offen thematisiert.

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  13. Ich glaube das ist ein bißchen der Konstruktionsfehler von flattr (den auch Lobo in dem oben verlinkten Artikel anspricht), dass sich im Endeffekt Blogger gegenseitig "flattern", und das ist ja in meinen Augen eigentlich nicht der Sinn der Sache. Mit anderen Nähbloggerinnen hat man ja den Austausch, das ist sowieso ein gegenseitiges Geben und Nehmen von Informationen etc., für das man flattr nicht braucht. Eigentlich zielt das ja mehr auf die Nur-Leser ab, die so ihre Anerkennung zeigen könnten.
    Wenn ich mich auch bei flattr anmelde und Meike und ich uns immer gegenseitig "flattern" - wäre das nicht so wirklich sinnvoll (nur für flattr natürlich, die verdienen ein bißchen was daran).

    viele Grüße!
    Lucy

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  14. Hier bei crafteln darf jede so viel lesen , denken und spenden wie sie mag oder kann. Das ist alles freiwillig. Das Internet ist groß genug für alle, die etwas anderes bevorzugen. Ich freue mich über euer konstruktives Feedback!

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  15. Noch mal deutlicher: einfach lesen ohne flattern geht doch natürlich auch ganz ohne schlechtes Gewissen!

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  16. Hat diesen Post die gleiche Meike geschrieben die im Dezember letzten Jahres folgendes zu "Bitte melde Dich" schrieb:

    Was mir letzte Woche noch aufgefallen ist: mir ging es ja eigentlich ums Schenken, ihr machtet die Aktion eher zu einer Tausch-Runde. Grundsätzlich ist das ja in Ordnung und steht ja auch in den Spielregeln, aber ich frage mich schon, ob mir das gefällt. Ich werde darüber nachdenken.
    Das Verschenken, dieses "in den Wald rufen und darauf vertrauen, dass was Gutes geschieht" ist etwas, was mir sehr viel bedeutet. In schlechten Zeiten verliere ich manchmal den Glauben daran, aber ich versuche mich immer wieder daran zu erinnern, weil ich eigentlich eine hoffnungslose Optimistin bin, die so gerne daran glaubt, die Welt zu einer Besseren machen zu können

    Verschenken wir nicht Informationen mit unserem Blog und meinst Du der Vergleich mit einer Musikerin bei der wirklich eine Seite nur gibt und die andere Seite nur nimmt ist etwas seltsam.

    Nichts für ungut, aber ich werde nicht dazugehören wenn es um eine "Spende" für einen Post über die neu entdeckte Liebe zu Gürteln gehen wird.

    viele Grüße
    Elke

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  17. Liebe Meike,

    kennengelernt habe ich Flattr über einige Podcaster wie Anik Rubens oder Tim Pritlove. Da ich sehr viel Podcasts höre und somit einen Großteil meines Medienkonsums darüber bestreite, finde ich es nur legitim den Podcastern auch eine Art Aufwandsentschädigung zukommen zu lassen. Für eine Zeitschrift würde ich ja schließlich auch Geld ausgeben. Wie viel ich dabei bereit bin auszugeben, bleibt dabei ja mir selbst überlassen.

    Ich habe mich schon lange gefragt, warum der Flattr Button in der DiY Blogosphäre bislang noch nicht verbreitet ist. Es gibt schließlich so viele Blogs die z. B. tolle Anleitungen kostenlos zur Verfügung stellen. Die Mühe die sich jemand damit macht, würde ich gerne honorieren und da ist Flattr die einfachste Methode. Meines Erachtens hat das auch nichts damit zu tun, dass man nun mit seinem Hobby Geld verdienen möchte.

    Auch auf meinem Blog ist seit ein paar Monaten ein Flattr Button installiert, in erster Linie weil es auch bei mir immer mal wieder neue Anleitungen gibt. Dennoch muss sich niemand dazu verpflichtet fühlen unbedingt etwas zu "spenden". Bislang sind die Einnahmen überschaubar, aber ich "reinvestiere" dies dann wiederum und unterstütze damit andere.

    Deshalb von mir ganz klar Daumen hoch zur Einführung deines Flattr Buttons!

    Liebe Grüße
    Steffi

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  18. Hi Meike,

    ich hatte bisher von "flattr" noch nie etwas gehört und beschäftige mich jetzt mal damit, weil ich es interessant finde. Ich habe noch keine so richtige Meinung, ein erster Gedanke war aber schon, dass ich viele Deiner Beiträge wunderbar und unterhaltsam finde, es für mich aber in die "Abteilung" privat und Hobby gehört, just for fun....wobei das ja nur meine Seite ist......ich muss also noch mal richtig nachdenken.....
    Herzliche Grüße
    Sabine

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  19. Ich werde auf meinem eigenen Blog nochmal ausführlich über das Thema schreiben. Hier nur: Am Internet schätze ich die Freiheit sehr, auch unpopuläre Standpunkte verteten zu können. Wenn ich mit dem Blog Geld verdienen wollte, würde ich nicht offen schreiben, sondern mit einem Auge immer darauf schielen, ob mein Post auch ankommt. Das will ich nicht - lieber kein Geld, aber schreiben können, wie ich will. Eher im Gegenteil nehme ich mir vor, noch weniger von Allen gemocht werden zu wollen und aus der Reihe zu tanzen!! LGs, Petra

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  20. Ich verstehe nicht, wieso das eine das andere ausschließen sollte. Nach meiner Erfahrung sind doch gerade die Gedanken, die etwas gewagter sind die, die bewegen. Mir geht es doch gar nicht darum mit flattr reich und mainstreamig zu werden. Das ist wirklich ein spannendes Thema!

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  21. Hallo Meike,
    wenn es dir aber nun nicht darum geht reich zu werden( was ein kleines Bloggerlein sicher damit auch nicht wird) wozu dann das Ganze? Du schreibst doch aber dass das, was dir am Herzen liegt und auch anderen gefällt vielleicht irgendwann einen Teil deines Einkommens mit ausmachen könnte. Hmm, was denn nun, möchtes du damit Geld verdienen oder nicht? Ein bischen geht es mir vielleicht wie Lucy, mache ich mir bei einem Eintrag erst mal Gedanken wieviel er mir wert ist? Ist dann Sinnfreies einfach nur Unterhaltsames nix wert? Woher weiß ich (damit musst du dich jetzt bitte nicht persönlich angesprochen fühlen) ob ein Blogger mit fremden Inhalten und Gedanken aus den unendlichen Weiten des Netztes von mir eine Spende bekommt die gar einem anderen gebührt? Durch Kommunikation mit meinen Mitmenschen bekomme ich Denkanstöße, Anregungen, Feedback und ich bilde mir eine Meinung. Ist jetzt diese Meinung eigentlich mein geistiges Eigentum oder das der anderen, derer die mich dorthin geführt haben? Ich denke du bloggts weil es dir Spaß macht, weil es für dich wichtig ist und dich persönlich erfüllt. Wird es einen beeinflussen wenn Inhalte einer finanziellen Wertigkeit unterworfen werden? Ich bin selbst keine Bloggerin sondern lese in Blogs die mich ansprechen und mir kreative Impulse geben. Ich bin mir ganz sicher, es macht durchaus arbeit einen Blog zu pflegen. Dennoch geschieht dies doch aus eigener Motivation und Mitteilungsfreude. Vielleicht bin ich kindlich naiv oder idealistisch verklärt aber ich denke tatsächlich, es lässt sich nicht alles ind Gold aufwiegen.
    Liebe Grüsse Steffi

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  22. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  23. Ich finde flattern vollkommen ok. Vor allem, weil es ein Angebot und kein Muss ist. Und meiner Meinung nach darf ist das auch in einem Hobby-Blog erlaubt. Dazu hat frau/man ja das eigene Blog, damit eben niemand in die Gestaltung und die Inhalte reinquatscht.

    Außerdem wurde flattr genau dafür gegründet: Damit die LeserInnen die Chance haben, ihren geschätzten nicht-kommerziellen BloggerInnen ein bisschen auch finanziell unter die Arme zu greifen, wenn sie das gerne tun möchten. Denn wenn das Blog nicht gerade bei einem Hoster wie Blogger.com (=Google) oder Wordpress.com liegt, kann das durchaus einige Euro an Hosting, Blogdesign und Wartung kosten. Denn für selbst gehostete Blogs mit mehreren tausend Hits pro Tag reicht das billig angebotene shared Hosting, bei dem sich das Blog einen Webserver mit etlichen anderen NutzerInnen teilt, meist nicht mehr aus. Da wird dann ein eigener Rootserver fällig, was schnell mal 40 Euro im Monat kosten kann.

    Aber auch wenn keine Hostingkosten anfallen, dann doch Zeit und Hirnschmalz für gute Tipps und oft auch gute Unterhaltung. Wer dann was in die virtuelle Sparbüchse stecken möchte, hat dann wenigstens die Möglichkeit.

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  24. Nun muss ich doch nochmal was loswerden. Ich finde, wenn jemand einen flattr Button installiert, dann "will" er auch was verdienen. Alles andere ist doch gelogen. Und ich behaupte, wenn jemand einen flattr Button installiert, schreibt er seine Artikel bestimmt in Zukunft immer mehr so, daß er viele "Klicks" bekommt. Das hat man ja bald raus, welche Artikel gut ankommen. Ist das dann noch authentisch?
    Liebe Meike, ich liebe die freche Art Deiner Beiträge, die frei heraus sind und sehr natürlich. Ich befürchte, das ginge verloren.
    Wenn Du wirklich einen materiellen Wunsch hast und Dir die Kommentare als solche als Anerkennung nicht mehr reichen, bin ich( und eventuell viele andere Leser) lieber bereit, dir eine einmalige Spende zu überweisen, dann hast Du was davon und kannst weiterhin unbeschwert schreiben. Ist das eine Idee?
    Liebe Grüße
    Alexandra

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    1. Zitat: "Und ich behaupte, wenn jemand einen flattr Button installiert, schreibt er seine Artikel bestimmt in Zukunft immer mehr so, daß er viele "Klicks" bekommt."

      Und ich behaupte: Das ist Unsinn. Denn jede Blogsoftware bietet zumindest rudimentäre Trackingauswertungen, auch die Kommentare sind ein guter Indikator, welche Themen gut ankommen, die LeserInnen bewegen. Wer sein Blog pflegt und beobachtet, hat auch eine Vorstellung, was gut ankommt.

      Um eine Vergleich zu geben: Journalisten dürften nicht mehr über Unangenehmes berichte, das kommt ja bei den Lesern nicht gut an. Also nur noch Tiergeschichten, Wohlfühlstories aus dem Königshaus? Nicht mal ne kritische Kinorezension wäre dann noch möglich, denn das könnte ja gaaaanz schlecht ankommen.

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    2. Aber warum sollte ich denn schreiben, was gut ankommt? Das ist doch mein Blog, da darf ich doch schreiben, wonach mir ist. Das ist doch gerade das reizvolle am Bloggen!

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  25. Danke fürs nochmalige Nachdenken und kommentieren. Mir fallen zwei Dinge dazu ein:

    1. ich habe gestern über das von anderen formulierte Argument nachgedacht "nähen ist doch unser Hobby"". Das trifft zwar durchaus auch auf mich zu, aber es ist auch ein Teil meines Berufes Geld für Texte zu bekommen. Der flattr Button ist ein Experiment , beides zu Vereinen.

    2. ich habe nicht die Bedenken, deswegen anders zu bloggen. Es wird hier weiterhin auch "schlechtere" und "bessere" Beitäge geben. Meine Trefferquote für sehr gute Beiträge ist doch allerhöchstens 1:20. das macht ja auch den Unterschied - für mich - von Blog zu Buch aus. In mein Blog dürfen auch unfertige Gedanken und unlektorierteTexte. Das hat Vor- und Nachteile. Für die Leserimmen hat das den Vorteil, dass kein Verlag im Vorfeld "Unwichtiges" heraus gestrichen hat und das sie ihre Wertschätzung erst NACH dem Lesen Ausdruck geben, statt auf Verdacht ein Buch zu kaufen.

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  26. Oh, ich freu mich - endlich noch ein DIY'ler, der flattert. Ich mache meine Blogeinnahmen, zu denen im Centbereich auch flattr gehört, einzeln sichtbar: http://amberlight-label.blogspot.de/2012/10/flattr-button-fur-diy-blogs.html und hab im Oktober auch mal DIY-Flattr-Button in die Bloggerunde geworfen, um noch ein paar mehr zu motivieren: http://amberlight-label.blogspot.de/2012/10/flattr-button-fur-diy-blogs.html Man liest sich ....

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  27. tja,
    es hat für mich einerseits einen bitteren nachgeschmack,andererseits finde ich,dass man deutlich mehr wissen und können bieten muss,um das geld zu verlangen.
    natürlich ist das deine entscheidung.
    ich kann dir nur eins sagen. meine beobachtung bei 2 blogs der unterschiedlichen art hat zegeigt, dass die zahl der leser und damit verbundenes interesse deutlich sinkt,sobald es irgendwie mit kommerz verbunden wird.siehe gertie!
    aber was soll ich sagen...
    mich macht das glücklich,dass ich mit meinem geteilten wissen vielen menschen helfe, sie glücklich mache und sie sich bei mir bedanken.das ist deutlich viel mehr wert als das geld.
    für mich ist das internet und bloggen an sich ein geben und nehmen geschschägt und zwar ganz aus freien stücken.

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Ich freu mich sehr über Kommentare! Sie sind kleine Geschenke für mich! Vielen, vielen Dank im Voraus.