Mittwoch, 31. Oktober 2012

MMM - mit Augenkrebswarnung



Eigentlich war heute eine MMM-Pause meinerseits geplant. Nix neues im Schrank und weder Lust noch Zeit. Aber da ich sowieso immer Me-Made trage, die Sonne schien und ich nicht alleine im Park war, gibts noch nen Foto.

Ich trage das rote Walkkleid,  der Mantel Hartmut und das Frangiflutti-Tuch zu den wahnsinnig schicken bequemen Gummistiefeln. Kleid, Tuch und Mantel könnt ihr bei den verlinkten Beiträgen genauer sehen. Mit geschlossenem Mantel sah ich wahrscheinlich nicht ganz so aus, als wollte ich als Augenkrebs bei Halloween mitspielen, aber die Fotos waren noch doofer als das da oben.

Das eine oder andere schönere selbstgemachte Outfit findet ihr wieder immer Mittwochs im Me-Made-Mittwoch-Blog mit der - auf jeden Fall heute ebensehr schick im kurzen Kleidchen - Gastgeberin Julia.

Zwischendurch ein "schnelles" Geschenk



Statt mich so sinnvollen Beschäftigungen wie Me-Made-Mittwoch oder Arbeit zu widmen, habe ich mir "ebenmalschnell" etwas Zeit genommen, um ein sehr kurzfristiges Geburtstagsgeschenk zu basteln. Die Yogamattentasche war zwar schon vor Monaten geplant, aber eben nur theoretisch-genäht.

Für das Design kann ich nix, das ergab sich von selbst, als ich im Lager nur blauweißgeringelte Kordel und dieses gepunktete Gurtband fand, das sich wohl mal ganz in den Anfangstagen des Nähens aufgrund akuten Schlafmangels aufgrund Leben-mit-Säugling in mein Lager geschlichen hat. Der rotweiße Köper schien mir als Material geeignet und farblich passend und schwups ist die (zugezogene) hamburger Deern mit mir durchgegangen und es wurde ein maritimer See-Sack entstanden, der hoffentlich gefällt.

Was mich wirklich geärgert hat, war diese Anleitung von Brigitte.de. Mir war schon klar, dass so ein Sack nicht wirklich schwer zu nähen ist, aber da ich zu den ca. 0.45789 Prozent Frauen gehöre, die noch nie eine Yogamatte in der Hand hatte, wollte ich doch Informationen über die Maße und das ungefähre Volumen so eines Sackes haben. Aber muß man Gratisanleitungen so lieblos machen? Kann man nicht ein paar erläuternde Worte verlieren, die Eine beim Nähen nicht minutenlang über die Frage was ist die Breite und was ist die Höhe  philosphieren lassen muß?

Dienstag, 30. Oktober 2012

Neues Nähfragezeichen




Auf die heutige Frage bin ich gekommen, weil ich vorhin eine Tüte ins Auto gepackt habe, mit selbstgestrickten und genähten Klamotten, die dem Jungen zu klein geworden sind und die ich nun an einen kleineren Jungen im Freundeskreis verschenke. Mir ist es lieber, den anderen kleinen Jungen in den Sachen zu sehen, als sie für wenig Geld auf dem Flohmarkt zu verkaufen (womöglich noch mit dem Hinweis auf mangelnde Perfektion) etc. Und dann gibt es noch Kleidungsstücke, die ich genäht habe, die ich aber nicht mehr anziehen mag. Was mache ich damit, fragte ich mich und freute mich, eine neue Frage fürs Nähfragezeichen zu haben.

Neues Leben für alte Kleider?
Was macht ihr mit selbstgenähten, gestricksten, gehäkelten Kleidungsstücken, die euch nicht mehr gefallen, nicht mehr passen oder nicht mehr euren Ansprüchen genügen?

Ich bin gespannt auf eure Ideen. Antworten könnt ihr wie immer zwei Wochen lang in den Kommentaren unter diesem Beitrag oder bei euch im Blog. Bitte hinterlasst dann einen Verweis bei Mr. Linky, wo wir euch finden.


Sonntag, 28. Oktober 2012

Finaleee, oohhohhhh



Ich bin raus beim Wintermantel-Sew-Along. Schade, schade, aber mir ist gerade gar nicht nach Sew Along. Der Junge braucht Hosen, die man schnell runterziehen kann, wenn man aufs Klo rennt (deswegen habe ich gestern 3 Pumphosen, natürlich von Minikrea zugeschnitten) und die Frau Mama braucht noch dringend ein paar Winterkleider. Da stört so ein aufwendiger Mantel etwas.

Das Mantelprojekt ist derzeit einfach zu groß für mich. Es ist nicht so, dass ich an dem Mantel nicht weiterarbeiten will, nein, nein. Ich finde das Schnittmuster nach wie vor schön, ich habe brav Einlage gekauft und nicht zu vergessen, ich habe sogar schon zwei Teile zugeschnitten. Aber ich schaffe es einfach nicht in der vorgegebenen Zeit. Die Termine, die ich einfach nicht einhalten kann, frustrieren mich.

Gestern, auf dem Weg zum Craftraum, trug ich zum ersten Mal dieses Saison den Wintermantel vom letzten Jahr und fand ihn gut. Puh, Glück gehabt. Ich hatte schon befürchtet, dass er mir nicht mehr gefällt bzw. nicht mehr meinen Ansprüchen genügt. Nööö, er ist völlig in Ordnung. Ich kann damit nach Berlin zu Craftists Unite fahren, ohne mich zu blamieren oder zu frieren.




Kennt ihr den Craftraum nicht? Das ist ne Bastelparty: basteln mit Bier, Musik und netten Menschen. Nett war es, wie immer. Aber besonders schick sind meine Ergebnisse leider nicht. Die Vasen aus alten Flaschen überreden mich, sie nicht zum Altglas zu geben - ob sie mich überzeugen können? Aber spannend war es, das Glas zu schneiden. Das Nadelkissen sieht aus, als hätte ich es in der zweiten Klasse zum Muttertag gemacht. Aber vielleicht ist es ja wenigstens nützlich. Das Ausstanzen der Buchstaben hat total Spaß gemacht. Ob ich die Tasche lieben werde? Bestimmt nicht. Aber da ich ohnehin immer so nen Ding in der Handtasche habe, um Plastiktüten zu sparen, wird es nun erstmal dieses quietschige Ding sein. Aber nett war es!

P.S. Heute schwänze ich auch mal das "Live vom Tatort.." Ich nähe sowieso nur Pumphosen. Da gibts wenig zu berichten, denn das ist das einzige Ding, von dem ich wirklich schon Serien hergestellt habe. Ich glaube auch nicht, dass ich mich zu Teil 3 oder 4 vom Mantel entschließen kann. Einzig der neue graue Romanitjersey oder der schwarze Jeans könnte mich verführen. Aber erst die Hosen!

Samstag, 27. Oktober 2012

Motto-Monat pausiert

Liebe Fans der Motto-Monate. Die Aktion Motto-Monat wird für einige Zeit im Winterschlaf versinken. Das hat zwei Gründe.


  1. Gibt es derzeit einige Aktionen (Wintermantel-Sew-Along, Bleistiftrock, Mützen stricen....) , die zeitaufwändig sind und üblicherweise ist das Ende des Jahres auch nicht gerade mit einem Überschuss an Zeit gesegnet. Bloggen soll Spaß machen, also binden wir uns nicht künstlich eine unnötige Aktion ans Bein, nur weil jetzt im November wieder etwas "dran" wäre. 
  2. Der Blümchenmonat war sexy. Irgendwie traf das Thema ins Mark und wahnsinnig viele Menschen schrieben tolle Beiträge und Kommentare zum Thema Blümchen. Die anderen beiden Motto-Monate war zwar auch schön, aber längst nicht so bewegend. Ich bin sicher, wir finden bei Gelegenheit wieder ein Thema, auf das ganz viele richtig viel Lust haben und dann gibt es einen neuen Mottomonat. Nächstes Jahr. Versprochen!
Falls ihr Vorschläge habt, dann immer her damit. Und falls ich 2013 immer noch nix zum Thema Motto verlauten haben lasse, dann erinnert mich daran. Denn eigentlich war es eine prima Sache, sich regelmäßig zu einem Motto rund ums Nähen zu verabreden! Vielen Dank für Eure Teilnahme!

Freitag, 26. Oktober 2012

Liebe LeserInnen: Welches Vogue für mich?


Bildquelle: Dorit's Shop

Catherine hat netterweise die Neuigkeit mit uns geteilt, dass es derzeit (bis 31.10.) Vogue-Schnittmuster hier und dort für den Sonderpreis von 9,90 Euro gibt. Jetzt surfte ich also durch die Schnittmuster und googelte auch die Namen mir lieber Blogs in Kombination mit Vogue und überlegte, welchen Schnitt ich bestelle, aber nirgendwo trat dieses scheinbar unaufschiebbare "haben wollen" auf. Seltsam.

Die Idee dahinter: ich bin nicht wirklich davon überzeugt, dass Vogue mir Glück bringen könnte, weil ich davon ausgehe, dass ich wieder doof rumvergrößern muß und eigentlich hatte ich mir geschworen, nicht wieder (viel) Geld für ein Schnittmuster auszugeben, an dem ich vergrößern muß. Aber, bei diesem Preis, könnte ich mal eines probieren, denn es interessiert mich sehr, wie Schnittmuster und Anleitungen verschiedener Firmen gemacht sind.

Da ich die besten Leserinnen der Welt habe und mich beim besten Willen nicht entscheiden kann, welches Schnittmuster ich bestellen soll, frage ich einfach euch.

Habt ihr ein tolles Schnittmuster von Vogue probiert, von dem ihr denkt, dass es mir stehen könnte? 

Am liebsten hätte ich einen Kleiderschnitt, (der sich für Sommer und Winter eignet)  aber das ist kein muss. Jersey wäre gut, muß aber auch nicht unbedingt. Ich hätte da zum Beispiel noch diesen tollen Karo-Woll-Stoff, aus dem sich Melleni ein unvergessen schönes Kleid nähte und den ich unbedingt gerne recht bald vernähen würde.


Bildquelle: talentfreischön

Das ist zwar auch ein Vogue-Schnitt (8685)und ich finde das Kleid wirklich hinreißend, aber auf dem Schnitt steht, dass er für elastische Stoffe ist und der Wollstoff ist eben nur ein nicht elastischer Wollstoff. Außerdem geht der Schnitt nur bis Größe 46.

Ich kann mir aber auch sehr gut vorstellen, einen schönen Rock zu nähen, oder irgendetwas aus "Anzug-Wollstoff" oder aus Romanitjersey oder oder. Eigentlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Über Tipps und Links würde ich mich sehr freuen!

Bildquelle: Schnittmuster.net - Vogue 1303

Das finde ich zum Beispiel ganz gut (geht auch bis Größe 50)

Bildquelle: Schnittmuster.net Vogue 2900



Bildquelle: Schnittmuster.net Vogue 8667

Dieses mag ich auch und meine es auch schon in verschiedenen Blogs gesehen zu haben. Stimmt das?

Das ist auch ganz ok und geht bis Größe 48.


Bildquelle: Schnittmuster.net Vogue 1027

Bildquelle: talentfreischön

Dieser Schnitt wurde von Melleni auch begeistert vorgestellt. Auch schön, mir aber vielleicht unten zu weit.


Bildquelle: Schnittmuster.net Vogue 1287

Dieses finde ich so "ich weiß gar nicht, ob mir das gefällt". Es ist irgendwie nicht schlecht, wenn auch viel Wallewalle vornerum. Aber die Taschen sind interessant und ein Unterkleidschnitt ist zwar keine Kunst, aber praktisch zu haben.

Aber oh Schreck - die haben alle keine Ärmel!

Frau Buntekleider rät noch zu diesem. Hmmm ein Wickelkleid. Theoretisch wollte ich ja gerne mal eines, aber mein letztes war so scheußlich, dass ich es noch nicht mal zeigte...sie rät zu Vogue 8379. Dankeschön.

Bildquelle: Schnittmuster.net Vogue 8379


Donnerstag, 25. Oktober 2012

Fertig gestrickt, aber noch nicht für fertig erklärt





Derzeit besteht mein Stricken häufig in Aufribbeln und Kugeln wickeln. Ich weiß gar nicht genau, wieso ich mich nicht an diesen wesentlichen Teil meines Strickens in den 80ern erinnern kann. Vermutlich sind meine Ansprüche heute höher. Bei meinem Herbstjäckchen ribbel ich ständig und witzigerweise juckt mich das noch nicht mal besonders - es soll ja auch schön werden. Die Mütze habe ich, zumindest im unteren Drittel auch 5x gestrickt und jetzt überlege ich, ob ich das obere Drittel noch mal aufmache oder sogar alles.

Die Mütze ist sozusagen fertig. Fertig gestrickt, aber noch keine Fäden vernäht. Ich bin allerdings noch nicht sicher, ob sie mir gefällt. Sie darf jetzt mal ein paar Tage ruhen und dann werde ich sie noch mal auf die Frisur setzen, um zu entscheiden, ob ich diese "Teller-Geschichte" mache, um sie in Form zu bringen.

Ein Fazit habe ich schon. Mittlerweile gefällt es mir sehr viel besser, mit dünnen Nadeln zu stricken, als mit Dicken.

Mehr Mützenprojekte findet ihr bei Miss Margerites dritten Teil des Cap-Craft-Alongs.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

MMM - blaue Stunde




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Nur kurz, bevor es losgeht: Anscheinend gibt es heute auf dem MMM-Blog Probleme mit dem Internet-Explorer. Das tut uns leid, aber wir können das Problem (noch) nicht lösen. Versucht es mit einem anderen Browser, falls ihr euch nicht verlinken könnt. 

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Gestern Nachmittag, fiel mir auf, dass die Wohnung eines Spielkumpels meines Sohnes einen geeigneten Spiegel zum Outfit-Fotografieren hat. Der Gastgeber senior war gerade damit beschäftigt, einen Kaffee zu kochen, die Kinder bauten zwanghaft einen langen Stau aus ordentlich hintereinandergestellten Autos, also nutze ich die Gunst der Stunde, um mein Dienstag-Outfit mit der knallblauen Strumpfhose zu fotografieren.

Wer öfter bei mir liest, kennt mein immer wiederkehrendes Strumpfhosenproblem und meine Irritation vom Montag, ob der wirklich so ganz und gar nicht "marinigen" Strumpfhose. Auch wenn ich mit dem Knallblau immer noch etwas fremdele, war das Outfit für nen Spielnachmittag doch ganz ok. Und da ich dem Vater des Spielkumpels sowieso nicht gefallen wollte, war es mir auch egal, dass Männer solche Strumpfhosen wahrscheinlich ziemlich schlimm finden.




Selbstgemacht in diesem Outfit ist der Rock vom letzten Winter, den ich hier schon mal genauer gezeigt habe (aus diesem Beitrag stammt auch Foto Nr. 2), der Rest ist gekauft. Zu dem Valeska-Schnitt, an dem sich ebenso, wie an knalligen Stumpfhosen die Geister scheiden, kann ich nur sagen, dass frau ihn 1. in der Mitte etwas enger machen muß und 2. dass er zwar angeblich "aufträgt", ich das aber nicht bestätigen kann, denn ich bin einfach runder als knabenhaft. Außerdem ergänze ich 3. dass ich darüber verwundert bin, dass meist sehr schlanke Frauen von diesem "Auftragen" berichten.


Stoff: Woll-Plastik-Misch und knallrotes Plastikfutter vom Maybach-Ufer-Markt in Berlin (juchhu), Bündchen Frau Tulpe
Schwierigkeitsgrad: einfach, es ist meine 5. Valeska.
Passform: siehe oben. Ich nehme aus der Mitte etwas Weite. Das geht einfach, weil der Stoff im Bruch liegt. Wie? Der Schnitt trägt auf? Und ich dachte, ich hätte so breite Hüften...
Werde ich noch mal machen: Letztes Jahr hatte ich noch meine Zweifel, ob Valeska als Wintervariante funktioniert. Tut es! Ich habe den Rock im letzten Winter sehr oft und gerne getragen. Ob ich noch mal eine Wintervaleska nähe? Derzeit ist mir mehr nach "enger", aber ich kann mir schon vorstellen, so etwas noch mal in "alltäglicher" zu nähen. Letztlich ist eine Valeska immer ein schnelles Erfolgserlebnis. 

Mehr wunderbare selbstgemachte Outfits an echten Frauen findet ihr auf dem MMM-Blog mit der zauberhaften Gastgeberin Frau Kirschenkind. 

Montag, 22. Oktober 2012

It's a little bit funny....



... this feeling inside" (Your song, Elton John)

Das ist definitiv nicht marine - auch wenn marine drauf steht. Na klar, das habe ich am Bild des Onlineshops "funnylegs" auch schon sehen können, aber ich hoffte, dass es doch etwas dunkler wäre. Und ehrlich gesagt, ist es mir ein bißchen zu funny.

Ich wurde schon darauf angesprochen, was denn nun mit den Strumpfhosen sei. Ach, das war echt komisch. Ich habe das Paket aufgepackt, mir andächtig die funnybunten Farben angeschaut und sie ungeöffnet in den Schrank gepackt, da wir ein wenig miteinander fremdelten. Weil marine eben nicht marine ist und weil ich nicht weiß, wozu ich sie anziehen soll. Ich fragte mich, wozu ich eigentlich eine gelbe Strumpfhose passt - außer zu meiner gelben Handtasche. Glücklicherweise habe ich auch flaschengrün bestellt (nur das Kleid dazu ist noch nicht fertig angefangen) und braun und anthrazit. Sonst hätte ich mich wohl niemals wieder an den Schrank rangetraut.

Heute ist nach den wunderbaren goldenen Herbststagen aber sehr trübes Wetter. Da dachte ich mir, trau dich, Meike, und außerdem hast du auch ein knallblaues neues T-Shirt gekauft. Das Shirt ist allerdings so was von dezent im Vergleich zu den Strumpfhosen. Ich fühlte mich ein bißchen arg funny.

Und die Qualität? Mikrofaser ist toll. Meine Lieblingsstrumpfhose, die leider schon etwas gelitten hat, ist wohl ebenso 70 DEN. Mich irritieren die zwei Nähte vorne und zwei Nähte hinten, aber daran kann sich frau gewöhnen. Vorne bräuchte ich nicht so viel Platz. Auch wenn es etwas viel Weite obenrum ist - nix schnürt ein und macht Röllchen. Das ist ein Vorteil. Ein bißchen mehr Länge hätte ich mit meinen 174 cm gebrauchen können. Aber grundsätzlich bin ich zufrieden.

Das Fazit: auch wenn die Strumpfhose nur fast so gut ist, wie der Liebling, bin ich froh, ne Einkaufsquelle gefunden zu haben. Allerdings stellt sich mir nun bei der Farbenvielfalt die Qual der Wahl. Ein ganz neues Problem, das ich bei Strumpfhosen bisher noch nicht kannte, wo ich bisher stets dankbar war, passende Schwarze gefunden zu haben.

Jetzt muß ich überlegen, was mir gefällt. Gar nicht so einfach!

Taschen-Monat-"September": Das Finale der Herzen


Heute ist also das Finale der Herzen des Taschenmonats. Und was mache ich? Nix. Es ist wirklich beschämend, dass ich wirklich immer noch keinen Beitrag zum Motto-Monat geschrieben habe. Dabei hat der "Monat" sogar mehr als 60 Tage! Ich fürchte, ich hatte mich beim Logo-Basteln schon verausgabt. Außerdem ist der Walk, aus dem ich Hartmut nähte, wie vom Erdboden verschluckt.... Aber ich versuche wenigstens noch einen Text zu den Bildern des Logos im Laufe der Woche zu zaubern.

Auch für euch ist das Finale der Herzen, die Linksammlung zum Taschen-Monat, noch eine ganze Woche geöffnet. Vielleicht fallen euch doch noch wertvolle Gedanken zum Thema Taschen ein oder ihr habt Bilder, die ihr uns noch nicht gezeigt habt? Das würde mich freuen! Vielen Dank für alle Eure tollen Beiträge, die wir in den letzten Wochen zum Thema Taschen lesen, sehen und bewundern durften!

Damit das Motto auch beim letzten Termin des Taschen-Monats nicht mißverstanden wird, betone ich noch mal ausdrücklich, dass es nicht um Accessoires geht, sondern um Taschen, die in und auf Me-Made-Kleidungsstücken (also selbstgemachte Erwachsenkleidung) festgenäht sind. Also bitte keine Taschen zum Umhängen, in die Hand nehmen oder einpacken, sondern nur Taschen, die Bestandteil eines Kleidungsstückes sind. 

Gesammelt werden:

  • Gedanken und Überlegungen zu Taschen an Kleidungsstücken an sich, zum eigenem Stil und dem eigenen Verhältnis zu Taschen, zu der gefühlten Passung zwischen Person und Kleidungsstück. Was haben Taschen mit unserem "Kopfkleiderschrank" zu tun. Gibt es einen Grund, Taschen gut zu finden - sie aber doch nicht zu nähen?
  • "alte" Taschen-Näh-Werke - Kleidungsstücke für Erwachsene - ob geliebt oder ungeliebt und wenn ja, warum
  • Taschen, die ihr von irgendwoher kennt (bitte Fotos z.B. von Kaufkleidung) und gerne mal machen würdet.
  • tolle Taschen-Tutorials (bitte beim Verlinken die Quelle nennen!)
  • und natürlich möchte ich alle euren, neuen, vom Taschen-Monat-Juli inspirierten Kleider, Röcke, Hosen, Jacken, Mäntel etc. sehen.

Die Linksammlung ist eine ganze Woche geöffnet. 

Über eine Rückverlinkung würde ich mich freuen. Das Bild dürft ihr gerne mitnehmen. Und jetzt gehts los! Wir sind gespannt!


Sonntag, 21. Oktober 2012

Live vom Tatort

20.21 Uhr
Hundemüde bin ich, Tatort läuft, mit dem Notebook surfe ich noch ein bißchen bei euch vorbei. Was dann noch kommt, steht in den Sternen. Mantel zuschneiden? Stricken? Weiß nicht. Und ihr so?

21.16 Uhr
Schön, dass ihr da seid. Bei mir gibts nix Neues, ich hänge immer noch in der waagrechten auf dem Sofa, völlig geschafft von den Vergnügungen des Wochenendes. Noch nicht mal Stricken reizte mich. Gestern abend habe ich die Mütze noch mal aufgezogen. Ich glaube, jetzt habe ich sie schon 4x angefangen. Nachdem es mich stets nervte, dass die Nadeln des Nadelspiels immer rausrutschten, habe ich es mit ner Rundstricknadel versucht. Schon doof, wenn man mit den Möglichkeiten des Lagers arbeiten will - d.h. nix extra kaufen - und gleichzeitig so ne Unordnung hat. Die Nadel, mit der ich gerade stricke ist viel zu lang und eigentlich auch zu dick. Heute morgen fand Herr Crafteln dann die Nadel, die ich suchte. Die habe ich wohl sitzender Weise in die Falte des Sofas eingearbeitet. Ach, das ist wirklich ein merkwürdiges Projekt.

Ich muß aufpassen, dass das nicht wird, wie mit meinen Nähsachen. Gestern abend entdeckte ich, dass bei Lanade Alpaca Silk im Angebot ist, weil ich nachmittags das Tuch von Frau Elisa so sehr bewunderte, heute fragte eine Freundin, ob ich nicht mal Lust hätte, mit zur Wollfabrik zu fahren. Natürlich kann ich diese Idee rationalisieren, von wegen der Junge WÜNSCHT sich eine rote Mütze und ich BRAUCHE unbedingt einen Pullunder zu dem Rock, der nicht fertig werden will. Aber irgendwas sollte vorher vielleicht fertig werden. Also doch ein bißchen weiter an der Mütze stricken?

Diese ganzen Sew-Along-Berichte kann ich gar nicht lesen, da kommt bei mir ne riesen Unlust auf. Mal schaun, wie das die nächsten Tage wird, aber heute abend hüpfe ich garantiert nicht zum Zuschneiden um den Esstisch.

22.08 Uhr
Irgendeine Leserin hatte letztens den Zusammenhang erkannt: ich muß nur rumjammern, dass nix geht und dann läuft es wieder. Stimmt. Ich habe nach den letzten Sätzen das Mützen-Strickzeug rausgeholt. Die Nadel ist zwar einen Tick zu lang, aber es geht gerade so. Ob ich wohl ein Nadelspiel in dieser Stärke habe?

22.44 Uhr
Magic Loop. Nie gehört. Aber ne tolle Idee. Wow, bloggen ist toll. Habt ihr den Kommentar der Frau Linkshänderin gelesen, die mir den Magic Loop, um eine eigentlich zu lange Rundnadel zu nutzen, erklärte. Simple Idee, das werde ich probieren! Dankeschön!

Leider ist mir eben eingefallen, dass morgen das letzte Treffen des Taschenmonats ist. Also lege ich jetzt das Strickzeug beiseite und schreibe erst den Taschen-Post bevor ich den Magic Loop ausprobiere

23.22 Uhr
Cool, Magic Loop funktioniert. Na, da besteht ja noch Hoffnung für die Mütze. Wenigstens für die Mütze. Das Taschenfinale wird meinerseits ja eher peinlich. Was die Mütze anbelangt. Ich glaube nicht, dass sie nen Schönheitspreis gewinnt, aber sie hat nen gutes Muster. Ich mag das, wenn Zunahmen oder Abnahmen clever ins Muster integriert sind. Mir bereitet das immer immenses Vergnügen, nach einer Anleitung zu arbeiten, die von jemand gemacht ist, der/die ihr Handwerk versteht. In diesem Sinne stricke ich jetzt noch ein paar Runden bei Kulturitschko weiter und wünsche euch jetzt schon mal eine gute Nacht!

Samstag, 20. Oktober 2012

Dies und das

Mützenmuster 1 habe ich schon verworfen. Das war irgendwie anstrengend zu stricken, obwohl es eigentlich logisch ist. Ein Muster muß mir nach ein paar Reihen "ins Blut" gehen, wenn das nicht funktioniert, wird es mir zu anstrengend. Außerdem sind mir ständig die Nadeln des Nadelspiels rausgerutscht. Das Muster hatte schlechtes Karma.

Ein Vorteil des Aufribbelns war aber die Erkenntnis, dass die Anzahl der Maschen stimmt. Ich habe jetzt Muster 4 begonnen. Das war sowieso das erste, dass ich rausgesucht hatte und außerdem wurde es mir von einer Leserin ans Herz gelegt.

Ich habe den Verdacht, dass Mützen-mit-Muster-Stricken nicht so gut mit Mad Men zusammen geht. Heute fahre ich ausnahmsweise mal sehr lange mit der S-Bahn. Das könnte gut gehen. Ohjeje in zwei Stunden gehts los zum Nordlichtertreffen - was ziehe ich nur an?!

Freitag, 19. Oktober 2012

Cap Craft Along Teil 2



Völlig außer Plan mäßig, kümmere ich mich heute mal um diesen "Mützen-Along", also diese gemeinschaftliche Kopfbedeckungs-Anfertigungs-Aktion, initiert von Miss Margarite. Gestern habe ich mich mal dazu aufgerafft aus dem vorhandenen Garn, doppelt gestrickt, eine halbe Maschenprobe zu stricken. Nach zwei Versuchen hatte ich die richtige Nadelstärke gefunden. Jetzt habe ich mal nach Anleitungen gesucht, um das Projekt mal etwas konkreter werden zu lassen.


Bild und Anleitung von Drops.


Diese hier, gefällt mir am Besten, aber die Maschenprobe stimmt nicht. Trotzdem probieren?



Bild und Anleitung von Drops

Bei dieser hier stimmt die Maschenprobe recht gut überein, aber das Drops-Foto ist ziemlich doof. Die Fotos bei Ravelry sind besser. Aber sie scheint mir etwas aufwendiger zu sein, wegen des Zopfmusters.


Bild und Anleitung von Drops

Dann hätte ich noch diese in der Auswahl. Sie gefällt mir ganz gut, weil bestimmt schnell gestrickt. Es scheint mir aber keine richtige Baskenmütze zu sein und ich könnte mir vorstellen, dass ich damit bekloppt aussehe.



Bild und Anleitung von Drops.

Diese war ja schon in der engeren Wahl. Die Maschenprobe stimmt auch nicht, ist aber etwas näher dran, als bei dem Modell oben.



Bild und Anleitung von Drops

Dann habe ich noch diese gefunden, aber die Befürchtung, dass sie etwas oma-mäßig werden könnte.

Ihr seht, ich hinke wie verrückt dem Zeitplan hinterher, denn so etwas hätte ich schon vor zwei Wochen posten können. Allerdings nehme ich das Projekt "Mütze stricken" auch nicht sonderlich ernst, weil ich davon ausgehe, dass eine Mütze schnell gestrickt ist. Arrogante Tante. Allerdings ist das Stricken nicht so das Problem, schwierigier ist es, sich für ein Modell zu entscheiden und dann eine passende Mütze zu stricken!

Ich glaube, ich fange mal mit der ersten an und dann sehe ich weiter. Oder doch die Dritte? Schwierig, schwierig. Lasst euch überraschen.

Achso, wie lautetete noch mal die Wochenaufgabe?

Etappe 2: Meine Wahl
Welches Modell wird mein Cap 2012?


  • gewählte Technik, Material und Farbe 
  • Nach einer Anleitung oder Freestyle?
  • Ist mein Modell ein Selbstgänger oder erwarte ich Stolpersteine?
  • Welche Fragen möchte ich klären, bevor ich loslege?


Ach egal, ich lege einfach los. Material habe ich vom Frühlingsjäckchen übrig, passende Nadel gefunden, Anleitung wird sich schon noch rausstellen.... ich lege einfach irgendwann los.


Donnerstag, 18. Oktober 2012

Danke für alles

Keine Sorge! Ich bin nicht sooo schlimm, wie ihr denkt. Ich wusste doch, dass ich heute Zeit und Gelegenheit habe, eine neue Klinge für den Rollschneider zu kaufen. Diese kleine Investition lohnt sich, wo ich doch Papierschnitte ausrollern so toll finde. Und an die Stoffschere darf hier auch niemand!

Ich habe auch Einlage gekauft. Nur, wo ich Zeit "kaufen" könnte, um mehr als die bisher ausgeschnittenen zwei Teile des Wintermantels auszuschneiden und zu vernähen. Das weiß ich leider nicht.

Aber was ich eigentlich sagen wollte: eure Komplimente zu meinem roten Kleid hier und im MMM-Blog haben mich echt umgehauen! Vielen, vielen Dank dafür. Auch wenn ich das Altweibersommerwetter hier gerade grandios finde - OHNE STRÜMPFE JUCHHU - am liebsten würde ich natürlich die rote Wolldecke überwerfen und stolz durch die Gegend spazieren.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Wintermantel-Sew-Along Teil 6: Mantel nähen II




Bildquelle und verwendeter Mantelschnitt:  Zwischenmass Kurzmantel 6212101

Papierschnitt ausschneiden
Braves Mädchen! Endlich habe ich das Schnittmuster ausgeschnitten. Was üblicherweise, seit dem ich dazu den Rollschneider verwende, sehr schnell geht und eine angenehme Aufgabe am Projekt-Beginn ist, war bei diesem Projekt krass. Ich habe noch niemals so viele Schnittteile ausgeschnitten! Erst war ich verwirrt, aber dann merkte ich, dass es einen extra Futterschnitt gibt. Das macht zwar beim Ausschneiden mehr Arbeit, finde ich aber sehr komfortabel. Theoretisch so, denn weiter bin ich noch nicht. Jetzt werde ich erst mal sortieren, welches Schnittteil zum Oberstoff gehört und welches nicht und die Anleitung lesen, die sich auf Bogen 2 (von 4 Schnittbögen) versteckt hat. Nachdem ich alle Futter-Schnittteile aussortiert habe, habe ich sie, mit dem Deckblatt des Schnittes zusammengerollt und ein Gummiring drüber. Erstens ist es nun übersichtlicher, mit welchen Schnittteilen ich anfangen muß und Zweitens werden die Papierteile durch das Rollen nicht so beschädigt. Wenn ich den Mantel fertig genäht habe, werde ich sie vermutlich entlang der alten Faltlinien falten und in eine Klarsichthülle packen, aber so lange ich damit noch nicht zugeschnitten habe, mag ich es aufgerollt lieber - das habe ich auch im Praktikum gelernt.

Früher habe ich bei Mehrgrößenschnitten immer brav vorher alles kopiert, nach dem Motto, frau könnte das ja noch mal verwenden. Heute genieße ich den Luxus, das feste Papier auszuschneiden und als Schnitt zu nutzen. Solle ich plötzlich auf Größe 36 schrumpfen, dann muß ich halt nen neuen Schnitt kaufen. Aber das wird sowieso nicht passieren. Und sollte eine Freundin den Schnitt haben wollen, dann muß sie eben die Designleistung wertschätzen und ihn kaufen. Heute genieße ich es wirklich sehr, den Schnitt einfach mit dem Rollschneider auszuschneiden!

Trotz all der Anstrengung noch vor dem Zuschneiden freu ich mich, denn der Schnitt ist sehr weiblich. Alle Teile haben wunderbare Rundungen. Das liebe ich ja und bin so glücklich, selbst nähen zu können und nicht mehr auf die Säcke aus den dicken-Frauen-Geschäften angewiesen zu sein!

Ich habe mich übrigens für die größere der beiden in Frage kommenden Größen entschieden. Nicht nur, weil kleiner machen leichter ist als nachträgliches Vergrößern. Obwohl meine Maße eher der kleineren Größe entsprechen denke ich, dass die vielen Teilungsnähte es im Nachhinein einfach machen, den Mantel gut auf meine Figur anzupassen. Da die Unterschiede bei Länge und Armloch z.B. relativ gering sind, habe ich mich für diesen Weg entschieden und bin gespannt, wie es mir beim Schnitt von Zwischenmass gehen wird.

Oberstoff zuschneiden

Mittlerweile habe ich die Anleitung gelesen und mir die Schnitteile noch mal genau angeschaut. Jetzt messe ich mal an vorhandenen Mänteln, ob es einigermaßen mit der gewünschten Länge hinkommt, um ggf zu versuchen, aus dem Stoff noch etwas mehr Länge herauszuholen. Ha, wußte ich es doch! Harmut ist 97 cm lang und das Schnittmuster gibt 83 cm an. Puh, das sind 14 cm Differenz. Mit einer Nahtzugabe von 4 cm müsste an jeden Saum 18 cm dran. Da bin ich aber gespannt, ob die Stoffmenge hinkommt.

Ich habe den Stoff noch mal nachgemessen und habe 32 cm mehr, als im Schnitt als Stoffverbrauch angegeben. Klingt, als hätte ich ganz schön Dussel! Ich werde 17 cm nehmen.

In der Anleitung sind unterschiedliche Nahtzugaben für Ärmel, Saum und normale Nähte vorgesehen. Das mache ich normalerweise nicht, weil ich diese in der Regel nicht einzeichne. Ich werde die Nahtzugabenmaße auf den Papierschnitt an der jeweiligen Stelle schreiben. Da ich das Papier ohnehin immer drangsteckt lasse, bis ich nähe, kann ich dann noch mal nachlesen.

Ich bin echt geschockt, dass der Rollschneider vor dem Mantelstoff kapituliert, beschließe aber nicht weiter darüber nachzudenken, ob das ein Indiz für Plastik ist und der Schere schaden könnte. Zwei Teile habe ich zugeschnitten. Puh, Glück gehabt, die Passzeichen als kleine Einschnitte in der Nahtzugabe sind zu sehen! Ich hätte keine Lust auf "durschlagen" gehabt. Schade, dass ich Schluß machen muß. Überall Fussel. Das wäre wirklich gut "auf einen Rutsch" gewesen.

MMM - Lady in red



Heute bleibt die Küche kalt, denn ich bin anderweitig unterwegs: heute bin ich Gastgeberin des Me-Made-Mittwochs im MMM-Blog. Damit ich den Beitrag - sozusagen als Tagebuch - auch für mich speichern und wiederfinden kann. Gibt es ihn auch noch mal hier.

Heute trage ich mein neues Lieblingskleid. Ich hoffe, ich gerate heute nur ob der Aufregung zur MMM-Premiere ins Schwitzen und nicht, weil die für Donnerstag für Hamburg angekündigten 20 Grad schon heute kommen, denn ich trage eine Wolldecke ein Kleid aus Walk.






Nachdem mir das Nähglück in den letzten Wochen nicht wirklich hold war und ich mich mehr den theoretischen Überlegungen zum Nähen und dem Träumen von neuen Kleidern hingab  ("Urlaub im Kopfkleiderschrank") als UFOs zu beenden oder z.B. den Wintermantel zu beginnen, überredete mich, ständig von der Seite anflüsternd, am letzten Freitag ein wunderbarer Walk dazu, alles stehen und liegen zu lassen und ein Kleid daraus zu zaubern. Ein rotes Kleid braucht jede Frau - wie konnte ich diesem verführerischen Angebot widerstehen! Hier, dort und da berichtete ich vom Entstehungsprozess. Das gehört für mich zum Näh-Bloggen dazu, denn als Freizeit-Selbermacherin produziere ich nicht ständig perfekte Dinge und schon gar nicht schnell und auf Anhieb!





Von hinten werden meine Fotos - mit Fernauslöser und Stativ - immer etwas schief, aber die verlängerten Biesen, mit denen ich das Problem der Hohlkreuzanpassung gar nicht so übel löste, wollte ich euch nicht vorenthalten. Beim Nähen war ich wirklich entzückt von dem Schnittmuster: Wie schön ist es, einen sorgsam durchdachten Schnitt zu nähen. Wenige Schnittteile raffiniert zusammengesetzt zaubern ein Kleid mit Wow-Effekt.


Bildquelle: Schnittquelle

Ohne ein paar Anpassungen kam ich zwar nicht aus, aber dafür nähe ich schließlich selbst, um dem perfekten Kleidungsstück mit jedem Versuch etwas näher zu kommen. Und auch wenn es nicht perfekt ist, es ist tausend Mal besser als das, was ich in den "dicke-Frauen-Läden" sonst so angeboten bekomme, denn "flott, jugendlich und kaschiert schön" ist nicht mein Stil.






Bevor ich zu den Details des Kleides komme, noch ein Foto von den Übergangsschuhen für eine treue Leserin. Passend zu den Schuhen in dieser undefinierbaren Farbe, die neudeutsch taupe genannt wird, kaufte ich ein taupes T-Shirt und taupe Strumpfhosen - denn Ganz-Körper-Benähen ist weder mein Ziel noch für mich umsetzbar. (In echt haben die Stumpfhosen auch fast genau den gleichen Farbton, wie das Shirt - es ist mir ein Rätsel, wieso das auf den Fotos anders ist.)





Natürlich wurde das Kleid auch dem "Tanz-und-Hüpf-Test" unterzogen. Sitz, passt, wackelt und hat Luft - nur ein wenig warm wurde mir dabei. Aber die winterlichen Temperaturen kommen sicherlich noch früh genug, mit diesem warmen Kleid -  dann in Kombination mit Stiefeln - bin ich gut dafür gewappnet.






Und da wir jetzt schon ein wenig miteinander vertraut geworden sind, hier auf der MMM-Party, kann ich euch verraten, was ich drunter trage: nichts! Zumindest kein Unterkleid! Während des Nähprozesses war meine größte Sorge, dass das ratzfatz genähte, weil ungefütterte Walkkleid nach einem passenden Unterkleid verlangen würde. Dieses auch noch zu nähen, empfand ich wie eine Strafarbeit wegen Schwätzens im Unterricht. Aber Glück gehabt, es trägt sich hervorragend und nichts krabbelt. Das hätte ich nicht gedacht!

Die Details:

Schnittmuster: Kassak Texel von Schnittquelle, als Kleid um 15 cm verlängert
Stoff: dünner Walk
Passform: gut - sie wäre allerdings besser gewesen, hätte ich nicht pessimistisch einen Zentimeter im Bruch zugegeben. So steht leider der Aussschnitt etwas ab. Beim nächsten Mal vertraue ich dem Schnitt. Auch die Taillenrundung, die ich aufgrund meiner Maße im Vergleich zur Tabelle begradigt hatte, hätte ich so lassen können - im Nachhinein machte ich es wieder enger. Nur Hinten war es mir mit den kurzen Biesen zu sackig. Nach der Verlängerung der Biesen gefällt es mir, so mehr auf Figur gebracht, besser.
Schwierigkeitsgrad: sehr einfach. Der Schnitt ist raffiniert, aber leicht zu nähen und leicht anzupassen und Walk näht sich ohnehin wie von selbst.
Werde ich es noch mal nähen? Auf jeden Fall! Am liebsten in jeder Farbe.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Das Nähfragezeichen fragt nach Näh-Ritualen

Als ich letztens beim Nähen, wie so häufig Gummibärchen aß, fragte ich mich, was für Näh-Rituale ihr wohl so habt. Bei mir ist das mal so und mal so. Ich kann beim Tatort nähen, höre manchmal Radio und mag es aber auch manchmal ganz still und konzentriert. Ich kann auch ohne Gummizeugs nähen, aber mit mag ich es lieber. Und bei euch so?

Näh-Rituale
Habt ihr gerne, wenn ihr näht, etwas Bestimmtes bei euch? Eine bestimme Musik, Radio oder lieber Ruhe. Gibt es etwas, dass ihr immer oder gerne dabei esst oder trinkt? Gibt es andere Rituale rund ums Nähen?

Antworten könnt ihr zwei Wochen lang - entweder hier in den Kommentaren oder bei euch im Blog. Wenn ihr in eurem Blog antwortet, dass lasst doch bitte Mr. Linky einen Hinweis da, wo wir euch finden. Danke!


Sonntag, 14. Oktober 2012

Live vom Tatort

20.10 Uhr
Derzeit finde ich Gefallen an der Live-Berichterstattung, obwohl es mich schon ein wenig verwundert, wie sehr es euch gefällt. Wenn ich ehrlich bin, bleibt mir eigentlich gar nichts anderes übrig, als Rumzutheoretisieren, denn schließlich bekomme ich derzeit wenig Genähtes erfolgreich zu Ende.

Merkwürdigerweise ist mir heute schon wieder plümerant und ich lag heute Nachmittag, wie letzten Sonntag Nachmittag, mit Bauchschmerzen im Bett. Jetzt ist es zwar besser, aber alles andere als gut. Sehr merkwürdig. Da trifft es sich ganz gut, dass Herr Borowski heute ermittelt. Auch wenn ich die wunderbare Frieda Jung vermisse, Herrn Borwoski bin ich irgendwie verfallen. Also werde ich weiter am Herbstjäckchen stricken und mich von Herrn Borowski von den Bauchschmerzen ablenken lassen. Dann hole ich das Bügelbrett und das Bügeleisen und widme mich dem roten Kleid.

Das Rückenteil und die vorderen Bündchen des Herbstjäckchens sind fertig. Jetzt habe ich mich dazu entschlossen, dieses Mal längere Ärmel zu stricken und auch dort derartige Bündchen zu machen. Leider dauert dieses Kraus-Rechts-Stricken immer sehr lange, aber schön wird es.

Fotos gibt es heute abend nicht. Es ist zwar schöner, mit Fotos Live-zu-Bloggen, aber im Kunstlicht ist es blöd und außerdem siehe oben. Ein anderes Mal wieder.

Und ihr so?

20.55 Uhr
Der Fenchel-Anis-Kümmel-Tee dampft neben mir und zwei Zwieback habe ich schon verspeist - auch das Bügelbrett ist schon aufgebaut und das Bügeleisen mit Wasser versorgt. Ich stricke noch ein paar Runden, dann ist das Bündchen fertig und es gehts ans Saum dämpfen.

Meine Leserinnen, die Besten der Blogosphäre, haben mich mit super Tipps zur Walk-Saum-Bearbeitung versorgt. Am liebsten würde ich gleich alle ausprobieren. Ich bleibe aber bei meiner "konventionellen" Methode. Einmal  umklappen und dann Zickzack - zumindest für den Ausschnitt, denn das gibt Elastizität und zugleich Stabililität. Auf Schrägband habe ich ausnahmsweise keine Lust. Ich glaube, der schöne Stoff duldet einfach kein schnödes Schrägband an seiner Seite. Was ich beim Saum mache, weiß ich noch nicht genau, denn ich habe das Gefühl, dass die Länge genau richtig ist.

By the way: Frau Schnittquelle schrieb mir, dass ihr sie ruhig anrufen bzw. anmailen sollt, wegen des Walks.

21.42 Uhr
Das Bündchen ist fertig und der Tatort so gut wie. Ich hinke ja mal wieder dank Festplattenrekorder hinterher. Ich fand ihn auch entspannend, so herrlich wenig mitreißend - obwohl, an die junge Kollegin kann ich mich immer noch nicht gewöhnen. Wo ist Herr Borowskis Charme geblieben, trauert er immer noch um Frau Jung? Aber "ich höre..." finde ich schon gut.

Ich schalte jetzt das Bügeleisen ein. Schön, dass ihr auch da seid!

22.14 Uhr
Der Plan war eigentlich, erst den Umschlag am Halsausschnitt in Form zu dämpfen und dann mit Zickzack festzunähen. Nachdem ich mir aber den linken Daumen mit Dampf verbrannte und beim Dämpfen Sorge hatte, dass ich den ohnehin schon großen Ausschnitt (ja, du hast natürlich Recht, Lucia) zu dehnen, habe ich es umgekehrt gemacht. Ich habe beim Nähen, den Saum Füßchenbreit umgeschlagen, genau auf der Kante genäht, damit die Kante platt gemacht und anschließend gedämpft. Ich bin gespannt, wie es aussieht.

Ich ziehe es jetzt an und stecke die Seiten enger - wahrscheinlich genau um die Breite, die ich den Schnitt vergrößert hatte. Obwohl, ganz stimmt das nicht, denn da gab es ja noch den Zentimeter im Bruch.

22.40 Uhr
Huii, die gehen sich aber hart an,  beim Jauch. Schon erstaunlich, was da passiert.

Die Hohlkreuzanpassung war nicht ganz einfach bei dem Schnitt - aber dringend nötig, auch nach dem Engermachen an den Seiten. Um keine zusätzlichen Abnäher einzufügen, die den Biesen die Show gestolen hätten, habe ich mich für eine Verlängerung und Verbreiterung der Biesen auf der Rückseite entschlossen. Das verändert zwar etwas das Design, sieht aber an mir besser aus. Das war das Risiko dieses Schnittet, dass es zwar trotz Taillierung ein "Hängerchen" wird. Daher kamen auch meine 60er Jahre Assoziationen. Aber, so schick wie 60er Jahre Hängerchen sind, mir stehen sie nicht. Jetzt ist es besser.

22.59 Uhr
Wie immer habe ich mal wieder Arbeitsschritte in der Reihenfolge falsch gewählt. Natürlich hätte ich ERST die Raglannähte über der Brust enger nähen müssen und DANN erst den Ausschnitt versäubern. Egal, ich habe die Ausschnittnaht zum Teil noch mal geöffnet und gehe einfach davon aus, dass man den Ansatz nicht merken wird. Wer starrt mir schon im Abstand von 20 cm auf den Busen!

Jetzt lese ich noch mal gründlich eure Kommentare zum Saum, um die Ärmel und den unteren Saum fertig zu stellen.

23.39 Uhr
Das Kleid ist fertig. Zumindest im Kunstlicht. Ich bin sicher, ich finde bei Tageslicht noch diverse Fäden, die noch nicht abgeschnitten sind und Nahtzugaben, die noch gekürzt und aufgebügelt gehören. Egal. Ich definiere es jetzt als fertig.

Und als schön definiere ich es auch, obwohl Herr Crafteln, der Seepocken-Experte, mich dezent fragte, ob ich an dem Schnitt viel herumbasteln müsste und daher diese merkwürdigen Linien wären... Er meinte die Biesen. Na, auf sein Urteil kann ich mich in der Regel verlassen. Wenn er es merkwürdig findet, dann wird es meistens ein Lieblingsstück.

Die Säume habe ich übrigens alle auch mit Umschlag und Zickzack gemacht. Es stimmt zwar, es gibt eine kleine "Saumwurst", die auch beim Dämpfen nicht ganz weg geht, aber ich finde es für dieses Kleid so am Besten. Ich habe immer wieder auf dem Resteläppchen rumprobiert und konnte mich mit dem Absteppen einfach nicht anfreunden. In Zukunft werde ich verstärkt darauf achten, wie Walk verarbeitet wurde. Passt auf, dass ich euch auf den Bloggertreffen nicht an die Nähte gehe. *g*.

Jetzt noch mein vorsorglich aufgezeichnetes "Kulturitschko", um bettschwer zu werden, nach dem aufregenden Nähen. Das wurde ja dann doch noch ein produktiver Abend, wer hätte das gedacht. Der Bauch rumpelt zwar noch, aber wenn ich nicht dauernd daran denke, ist es besser.

Das Einzige, was mich im Schlaf verfolgen wird, ist die Aussage der Wetterfee, die für Mitte der Woche wärmeres Wetter ankündigte. Tja, ob ich Heissblut also am Mittwoch den MMM-Reigen in roter Wolle eröffne, steht noch in den Sternen. Bis dahin schöne Träume und eine gute Nacht!

Wintermantel-Sew-Along: Immerhin bin ich noch theoretisch dabei



Heute ein treues, aber etwas peinliches Posting von mir. Ich habe nämlich gar nix zu zeigen. Der Wintermantel-Sew-Along wäre fast für mich beendet gewesen, nachdem ich bei der Kokelprobe das Gefühl hatte, dass der Stoff nur aus Plastik besteht und beim Wollrocknähen so viel Probleme mit der lockeren Webart hatte.

Aber, ich habe ja die besten Leserinnen der Blogosphäre. Diese wollten mein Aufgeben nicht so einfach hinnehmen und motivierten mich gehörig. Da kann ich natürlich nicht kneifen und klammheimlich aufgeben. Wie gut, dass mir klammheimlich sowieso nicht liegt und ich meine Sachen herausplappere, so konnte mir Annette sagen:

"Liebe Meike, lass dir die Lust am Mantel wegen der Chemiefaser nicht verderben! Versuch`s trotzdem - den Stoff hast du ja schon gekauft und sonst werden deine Stoffregale immer voller, vorallem mit einem SAtoff, den du jetzt vielleicht gar nicht mehr willst. Mach doch einfach einen Ptrobemantel daraus. Wenn`s klappt , ist`s ok, wenn er sich wegen der Chemie blöd anfühlt, ist`s auch nicht so schlimm, dann hast du das Schnittmuster schon für den nächsten, wirklich schönen Stoff ausgeschnitten und kannst alle Feinheiten ausprobieren ohne dass zuviel kaputt geht. Die Einlage würde ich auf jeden Fall trotzdem aufbügeln, auf das wärmende Futter aber in Anbetracht deiner "Unlust " dem Stoff gegenüber vielleicht verzichten. Dann hast du schon wieder ein bißchen für den nächsten Mantel gespart.
Nur Mut, Annette"

Dann ergänzte Lucia

"Was Anette zum Mantelprojekt meint, wollte ich auch sagen. Der Stoff ist ja schon da und auch noch hübsch. Mach einen Probemantel und dann náchstes Jahr kaufst du dir einen "guten Stoff" den du dann auch wesentlich beruhigter zuschneidest, weil der Schnitt ja schon getestet ist.
Ich würde aber nicht zuviel auf die Kokelprobe geben ;) Erstens sind die heutigen Stoffe mit soviel Chemie behandelt, was die das Ergebnis der Brennprobe verfälschen kann und zweitens sind nicht alle Polystoffe per se schlecht ;)"

Und auch Frau Nahtzugabe haute in die gleiche Kerbe

"Ja, ich möchte nochmal nachdrücklich in die gleiche Kerbe hauen wie Anette und Lucia - erstmal kann man für Chemiestoff auch deutlich mehr ausgeben als auf dem Markt, zweitens kostet selbst ein Chemiemantel fertig gekauft an die 200€. Was du dir da selbst nähen kannst, wird auf keinen Fall schlechter als ein Konfektionsteil, kostet aber nur einen Bruchteil davon. Und es ist immer gut Erfahrung zu sammeln, um für die ganz tollen Stoffe gerüstet zu sein. "

Habe ich nicht tolle Mantel-Coaches?!! Ok, ich bleibe dran. Danke fürs Mutmachen!

Bildquelle: Zwischenmass Kurzmantel 6212101


Aufgabe heute: Design-Entscheidungen oder Näh-Bericht

Also werde ich bei Gelegenheit schon mal den Mantelschnitt ausrollern, das ging am Freitag beim roten Kleid ja schön schnell und war auch sehr befriedigend und dann mal mit dem "Plastik-Stoff" sozusagen einen Probemantel nähen - und dann sehen wir weiter.

Ob die anderen fleißiger waren finden wir bei der ewig auf den Schnitt wartenden Catherine und können bei Frau Nahtzugabe lesen, wie es ihr mit dem Nähen ging. Danke ihr beiden für die Aktion!


Freitag, 12. Oktober 2012

Ein rotes Kleid braucht jede Frau - Teil 2


Bildquelle: Schnittquelle Kassak Texel - Rückseite

20.15 Uhr
Juchhu, das Wohnzimmer gehört mir. Mein Mann hörte den zugeschnittenen Stoffhaufen beim Abendessen auch flüstern und flehen "näh mich, näh mich noch heute!"Also nahm er sich einen schlechten Männerfilm und verließ die Nähstube. Der Junge war so nett, mich bei einem pädagogisch wertvollen Fernsehprogramm heute nachmittag die Biesen zu bügeln. Und dann fand ich auch noch farblich passendes Nähgarn. Na, wer sagts denn!

20.46 Uhr
Die Biesen sind fertig. Schon blöd. Heute Nachmittag machte ich mir ziemlich nen Kopf wegen dieser Biesen im wertvollem Stoff. Dass nur nix schief geht! Dabei sind diese ominösen Biesen nur ne Falte, die 3mm breit abgesteppt wird und die außen liegt und damit so nen "Deko-Strich" wird. Frau Schnittquelle rät dazu, die Biesen nicht zu vernähen, sondern die Fäden mit einer Nadel auf die andere Seite zu ziehen und dort zu verknoten. Das mache ich nachher vor der Glotze. Jetzt bin ich erstmal zu neugierig, wie das Kleid wohl aussehen wird.

21.14 Uhr
Die runden Passen an die Unterteile zu nähen, fand ich nicht ganz ohne. Wie soll ich nur die Rundung nach oben an die Rundung nach Unten stecken? Es schien beim Stecken so überhaupt nicht zu passen und ich verfluchte das zugegebene Zentimeterchen. Aber dann dachte ich an mein Praktikum und meine Lehrmeisterin Lindy, die gesagt hatte, dass das unpassend aussieht, aber hinterher hin kommt, weil es eben rund ist, steckte beherzt die Nadeln - und siehe, es passte. Vorne passte es sogar besser als hinten. Das ist gut so, schließlich sehe ich mich nie von hinten....

21.22 Uhr
Ich hätte gar nicht so rumschissern müssen, von wegen Rundung. Habe ich heute abend schon mal gesagt, wie sehr ich diesen Walk liebe. Ein wenig Wärme ein wenig Dampf und alles war gut. Ein herrlicher Stoff. Wieso nähe ich eigentlich sonst meist Viscosejersey?

22.02 Uhr
Quasi-Fertig. Laut Nähanleitung bin ich fertig, aber so richtig fertig ist das Kleid noch nicht. Hinten ist zu viel Stoff um das Hohlkreuz und die vordere Passe ist etwas zu schlabbrig. Merke: den zusätzlichen Zentimeter hätte ich mir sparen können! Wie beim China-Shirt muß ich auch an die vordere Raglannaht noch mal ran. Aber das sind Kleinigkeiten, die ich am Sonntag mache. Morgen habe ich leider keine Zeit da zu.

Was mich aber wirklich beschäftig ist die Frage, ob ich die Säume wirklich so "abgeschnitten" lasse. Das behagt mir irgendwie gar nicht. Vor allen Dingen nicht am Ausschnitt, bei dem ich Angst habe, dass er leiern könnte. Ihr habt doch sicherlich schon Walkkleider genäht (las ich nicht andauernd letzten Winter "Punjab"?). Wie löst ihr das Problem mit den Säumen? 

Und für alle Neugierigen verrate ich meine Stoffquelle. Ich habe den wundervollen Walk direkt von der Schnittquelle, die auch ein Stoffgeschäft in Freiburg namens "Kleiderforum" haben. Da ich Frau Schnittquelle ausführliches Feedback zu ihren Schnitten gebe, habe ich sie nach "dünnem Walk", den ich bisher nicht kannte, gefragt und sie hat ihn mir geschickt. ABER Kleiderforum ist KEIN Onlineshop. Ich weiß nicht, ob Frau Schnittquelle sich freut oder genervt ist, wenn ihr bei ihr anfragt, ob ihr den Walk online kaufen könnt. Soll ich das für euch tun?

22.39 Uhr
Ich habe auf einem Reststückchen Walk mal Säumen probiert. Umgebügelt und auf der einen Seite zwei parallele Reihen Geradstich und auf der anderen Seite mit Zickzack abgesteppt. Im Dunkeln würde ich sagen, es geht beides und ich finde es auf jeden Fall besser als offenkantig. Aber da gehe ich auch erst am Sonntag ran. Jetzt ist Feierabend.

Ein rotes Kleid braucht jede Frau!


Bildquelle: Schnittquelle Kassak Texel

13.05 Uhr
Manchmal kommt es ganz anders, als man denkt. Es hat mich nicht losgelassen. Nach meinem Frust-Post von heute morgen und extrem fleissigem Arbeiten danach, lachte mich der rote Wollstoff immer wieder verführerisch an und raunte mir zu, dass ich nächsten Mittwoch die MMM-Gastgeberin sein werde und schließlich dazu ein umwerfendes neues Kleid BRAUCHE. Wozu gibt es Mittagspausen und wie konnte ich da widerstehen!

Aber vor der Arbeit steht das Vergnügen! Huch, natürlich ist es genau umgekehrt. Das war ein hübscher freudscher Verschreiber! Also vor dem Vergnügen steht die Arbeit und ich kopierte also schnell mühevoll den Schluppenblusenschnitt, den mir netterweise Ute vor Wochen geschickt hat. Achherrjee, das ist echt eine Mühsal, die relevanten Linien aus einem Burda-Schnittbogen zu finden.

Aber dann gings los. Ich hatte schon ganz vergessen, wie herrlich es sich anfühlt, den Schnitt ruckizucki mit dem Rollschneider von einem Einzelschnitt auf festem Papier auszuschneiden. Herrlich! Ich malte ein wenig mehr Taille, also genauer gesagt, weniger Taille, und dann zackzack und die 5 - in Worten FÜNF - Teile waren ausgeschnitten. Wunderbar!

13.14 Uhr
Jetzt bin ich schon ein wenig unsicher, den wunderbaren Walk anzuschneiden, denn bisher habe ich nach Schnitten von Schnittquelle nur Jerseys vernäht. Obwohl die Größe bei denen eine Größe größer heißt, als die, die ich in dem dicke-Frauen-Laden anprobiere  (falls ich mal wieder so bescheuert bin, so etwas zu tun) stimmen die Maße doch nicht ganz überein. Je nachdem, welchen BH ich trage, kommt es mit der Oberweite fast hin, aber zu eng soll es ja auch nicht werden. Hüfte ist gar kein Problem, aber an der Taille habe ich doch etwas sehr mehr, als in der Größentabelle angegeben. Das ist immer ein heikler Punkt, aber lieber male ich auf dem Schnittbogen eine weitere Taille und nehme hinterher etwas weg (der Optimismus siegt), statt hinterher ein zu enges Kleid zu haben. Mmmhhhh, schließlich will ich auch noch ein T-Shirt drunterziehen. Aber was hilfts, ich könnte zwar jetzt messen und denken und messen und denken bzw. Stoff und Schnitt in irgendeine Ecke zu feuern, bis ich mit denken fertig bin (oder mich aber die Lust zum Nähen wieder verlassen hat), aber das macht mir auch kein rotes Kleid. Also muß ich jetzt mutig sein und gegegenenfalls ....... ach, darüber mache ich mir später Gedanken!

Achtung, Meike, ans Verlängern denken. Was auch immer ein Kassak sein soll - ich glaube nicht, dass das ein Kleidungsstück für mich ist. Mir schwebt ein Kleid vor, aber nicht zu lang. Recht kurz sollte es sogar werden, ein bißchen 60er. Aber wie lang? Ich schaue mal, ob ich 15 cm zugeben kann. Oder besser doch mehr? Ach herrjeee, immer diese Entscheidungen!

13.21 Uhr
Ohgottohgottohgott....das ist der schönste Stoff, den ich jemals hatte. Nicht schön, im Sinne von Muster  oder aussehen, aber er fühlt sich so ..... königlich an. Ich stehe am Tisch, streichele den roten Stoff, unfähig, den Rollschneider anzusetzen und träume von einem weißem Fellkragen....

Verdammt, ich darf das jetzt nicht versauen. Vielleicht sollte ich im Bruch noch nen cm zugeben?

13.58 Uhr
Ich habs getan, ich habe das Traumstöffchen zugeschnitten - ging schneller, als ich dachte. Den Zentimeter im Bruch habe ich zugegeben und mich hinterher ein wenig geärgert, dass ich nicht 2 cm genommen habe um "auf Nummer sicher" zu gehen. Das wäre möglich gewesen, weil die Passen, Vorder- und Rückenteil im Bruch zugeschnitten werden und damit das "Verweitern" gar kein Problem ist. Nun ja, ich nehme an, Frau Schnittquelle hat sich etwas dabei gedacht, die Größe so zu nennen, wie sie es tat und es wird schon passen. Schließlich haben die Schnitte ja auch eine Bequemlichkeitszugabe und schließlich mußte ich bei den Jerseykleidern auch wieder seitlich ziemlich viel wegnehmen, nachdem ich es vorher drangezeichnet hatte.

Der Rollschneider glitt butterweich durch den Walk. Das war so herrlich. Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Ob ich mich in dem Kleid später die ganze Zeit heimlich streicheln werde. Das wäre schon etwas peinlich.

An Texel habe ich übrigens sehr skurrile Erinnerungen. Während meines Studiums lockte mal ein hübscher, blonder Kerl mit einem "Ferienhaus auf Texel" und der Frage, ob ich nicht übers Wochenende mal mitkommen wollte. Nun ja, ich fand den Kerl gut, auch ohne Ferienhaus, aber was ist gegen ein Ferienhaus auf einer holländischen Insel schon zu sagen? Als ich zusagte, wusste ich allerdings nicht, dass wir in einem Fiat Panda zusammen mit einem Bobtail reisen würden, dass das Ferienhaus eine Hütte, groß genug für das Surfbrett war und dass der Hund zwar im "Haus" ruhte, wir aber im Schlafsack am Strand schliefen. Das Wetter war uns hold, ich beschloss die ganze Sache mit Humor zu nehmen, arrangierte mich dem großen Hund, aß köstlichen Vla und beließ es bei dieser einmaligen Gelegenheit, einen Kerl an Land zu ziehen, der ein Ferienhaus in Holland hat. Auf Texel. Zwanzig Jahre später bevorzuge ich ein rotes Kleid namens Texel, das hoffentlich ganz wunderbar wird.

Ich kann es kaum erwarten, heute abend die Nähmaschine herauszuholen. Genäht müsste das Ding doch eigentlich schnell sein. Biesen nähen, Passe annähen, Schulter- und Seitennähte und Ärmel ran. Das ist schon ein cleverer Schnitt mit diesen Raglanärmeln. Das machte schon beim China-Shirt mords was her. Ich erinnere mich aber, dass ich an der vorderen Raglannaht beim Shirt wieder etwas wegnehmen musste. Ich bin gespannt, wie das bei Texel wird. Bitte, bitte Universum mach, dass mir der Schnitt passt und steht und dass das ein wunderbares rotes Kleid wird!



"Theoretisch nähen" liegt mir mehr



Eigentlich habe ich gerade eine Nähkrise. Der "erste Wollrock der Saison" will einfach nicht fertig werden - weil er mir nach der ersten Anprobe nicht gefällt. Ich hatte ihn mir ganz anders vorgestellt. Eine Bügelchance bekommt er noch, weil er natürlich besonders doof aussieht, weil ich die Nähte nicht aufgebügelt hat. Außerdem war das Nähen letzte Woche so überhaupt kein Spaß, so dass ich wenig motiviert bin.

Den verflixten türkisen Walk für Hartmuts Taschen finde ich nicht. Ich habe keine Ahnung, wo ich den hingezaubert haben könnte. Das ist mir wirklich ein Rätsel - ich bin ein schlechtes Vorbild für den Taschenmonat!

Und der Wintermantel? Seit der Kokelprobe, die mir extrem viel (ich wage nicht zu sagen 100%) Chemiefaser bestätigte, ist die Lust dahin. Außerdem drücke ich mich immer noch darum, das Schnittmuster zu studieren, ggf. anzupassen und auszuschneiden.

Und überhaupt finde ich nähen gerade doof. So viel Arbeit! Und so wenig Gelegenheit dazu. Der Vierjährig pubertiert zur Zeit wieder so extrem rum, dass ich abends einfach zu kaputt bin. Ab gesehen davon, dass ich derzeit wieder jeden Abend mit Don Draper und meinem Strickzeug verabredet bin. 

Aber dann flatterte mir heute morgen unverhofft schnell ein Paket mit zwei ganz herrlichen Stoffen ins Haus. Ein Jeans, wie ein Jeans sein soll: dunkel, mit Struktur und Elasthan und ein Wollstöffchen, dass ich einfach nur streicheln könnte. So zart, so dünn, so leuchtend! Einfach wunderbar. Ich bin ganz erstaunt über diesen "dünnen Walk" - so etwas kannte ich gar nicht. Kann es sein, dass so etwas in Hamburg gar nicht nachgefragt und deswegen gar nicht angeboten wird? Ich wüsste auch gar nicht genau, in welcher Abteilung ich so etwas suchen sollte. Es ist definitiv zu dünn für einen Mantelstoff, aber auch dicker als ein Rockstoff. Beide Stoffe sollen Kleider werden: Texel und Harrislee von der Schnittquelle.

Frau Rosi nähte schon mal Harrislee und es war ihr etwas zu fein - ich denke, aus Jeans bekommt das Kleid noch mal einen anderen Look und bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis! Und Texel ist eigentlich ein "Kassak-Schnittmuster", aber das ist ja was für Hosenträgerinnen. Ich bin sehr gespannt, wie er sich als Kleid macht. Eigentlich ein schnelles Ding, was durch interessante Abnäher Form gibt. Aber ich fürchte, noch etwas zu warm für die derzeitige Witterung.

Ihr seht schon, das "Theoretische Nähen" liegt mir mehr als das Nähen an sich. Ich könnte stundenlang planen und träumen, aber mit der Umsetzung hapert es derzeit. Und eine merkwürdige Anschneideangst habe ich neuerdings. Das war mir eigentlich bisher fern. Meine Theorie dazu ist, dass ich jetzt nach drei Jahren Nähen an einem Punkt angekommen bin, wo der Erfahrungszuwachs nicht mehr mit dem Tempo der Ansprüche mithalten kann. Ich erwarte oft zu viel und bin dann enttäuscht. Doof irgendwie. Aber der rote Walk ist ganz herrlich. Den werde ich jetzt noch ein bißchen bei der Arbeit von der Seite anschmachten.

Ach herrjee, es klingelt. Der nächste Paketdienst. Und was bringt der? Ausgerechnet Gerties Buch. Na prost. Da muß ich mich glaube ich vor dem Computer festschnallen und das Buch bei den Nachbarn abgeben, damit ich heute noch zum Arbeiten komme!

Mittwoch, 10. Oktober 2012

MMM ganz bequem




Heute nicht, wie versprochen, in den neuen Übergangsschuhen, sondern in meinem derzeitigem Lieblingsoutfit: im Weihnachtskleid mit der Lieblingsstrumpfhose (in beerenlila), dem neugestricktem Frangiflutti und den erstaunlicherweise gut dazu passenden petrolfarbenen Waldviertler-Ballerinas. Sehr bequem alles, sehr sehr bequem und ich finde es trotzdem schick.

Fotoshooting im Hause Crafteln. Schnell, schnell noch ein Foto machen. Natürlich war wieder mal keine Zeit, noch das Kleid zurecht zu zupfen. Begeistert war Herr Crafteln weder von dem Outfit noch von der Aufgabe, sich für den MMM nützlich zu machen. Ich bin trotzdem mal gehüpft.




"Du hast da nen Loch" sagte Herr Crafteln, nachdem er sich zu den Fotos herabgelassen hatte und bohrte im Kleid an der Brust. Ich renne zum Spiegel und stelle fest, dass er die oberste, aufspringende Falte meint.
"Das ist eine Falte, das ist Design"
"Nein, das sieht aus wie Seepocken. Diese ekligen Dinger auf den Muscheln...."

Na super. Ich mag mein Kleid. Ist mir doch egal, ob der Gatte an eklige Dinge an Muscheln denkt. Ich denke lieber darüber nach, ob ich das Kleid noch mal in schwarz, antrazit, rot oder einer ganz anderen Farbe nähe.....

                                auf dem Weihnachtsfoto sieht man die "Seepocken" noch etwas besser.


Schnitt: Knipmode Oktober 2011
Stoff: Ribstrick von Stoff und Stil (ich würde das nächste Mal einen Romanitjersey nehmen, weil die nach häufigen Waschen das Kleid doch sehr casual wird)
Passform: besser, als auf dem Foto zu sehen, die Falte über an der Brust sehe ich sonst im Spiegel nicht.  Ich habe es allerdings enger und kürzer genäht, als vorgesehen.
Schwierigkeitsgrad: einfach
werde ich es nochmal nähen: auf jeden Fall brauche ich davon für Herbst und Winter noch ein paar Kleider dieser Art, denn es ist zur Zeit absolutes Lieblingsoutfit, obwohl ich die Farbe nur naja finde.
Schal: Flangiflutti aus Austerman Royal (Sockenwolle) 60% Merino, 20 % Polyamid, 10% Seide, 10% Kaschmir (Reste vom Frühlingsjäckchen) Anleitung gratis bei ravelry.



Dieses Schal-oder-Tuch-Dings ist ein Frangiflutti, soll so rund, eckig und assymetrisch sein und ist einfach zu stricken. Wenn man den Frangiflutti googelt, sieht man ganz tolle Bilder, bei denen man sieht, auf wieviel Arten, man ihn um den Hals wickeln kann.

Leider hatte ich am Anfang den Reihenmarkierer vergessen, so dass ich nach dem ersten Drittel die Seiten vertauschte und er dadurch nicht ganz rund wurde. Der Anfang strickt sich dank kurzer Reihen sehr flott, am Ende zog es sich ein bißchen wie Kaugummi, Aber egal, ich trage ihn gerne und freue mich schon darauf, ihm eine Mütze als Begleitung zu stricken und ihn im Winter zu dem Himbeermantel zu tragen.

Hööhhmmmm, da habe ich doch glatt den Rücklink zum MMM vergessen. Wie gut, dass mich ein Crewmitglied daran erinnerte! Also mehr wunderbare selbstgemachte Outfits findet ihr auf dem MMM-Blog mit der heutigen bezaubernden Gastgeberin Melleni!

Dienstag, 9. Oktober 2012

Erinnerung: Nähfragezeichen zum Thema Abschlüsse für Jerseyteile




Theoretisch hatte ich mir überlegt, einfach an den anderen Dienstagen meine Näh-Fragezeichen-Antwort zu schreiben, damit ihr daran erinnert werdet, dass das Näh-Fragzeichen noch eine weitere Woche aktuell ist. Doch leider habe ich auf die aktuelle Näh-Fragezeichen-Frage keine Antwort.

Saumabschlüsse und Halsbündchen für Jersey-Teile
Wie säumt ihr Shirts, Kleider etc aus Jersey? Bündchen oder nicht -  und wenn ja, was empfehlt ihr? Zwillingsnadel,  Zickzack oder einen ganz anderen Stich. Habt ihr Tipps und Tricks? Kennt ihr gute Tutorials? Habt ihr eine Standardlösung oder probiert ihr auch gerne mal etwas Neues aus?


Genau das ist auch meine Schwachstelle an Jerseyteilen. Ich kann mittlerweile einigermaßen Bündchen annähen, wenn auch mit unterschiedlich gutem Ergebnis, weil eben auch die Stoffe unterschiedlich sind - aber ich weiß nicht, ob ich da noch mal unterhalb des Bündchens eine Steppnaht machen soll und wenn ja wie. Für Kinderpullover aus Nicky reichen allerdings meine mangelhaften Fähigkeiten diesbezüglich.

Wenn ich für meine Kleider Belege aus Jersey zaubere - wird das meist nicht wirklich toll und ich nehme mir jedes Mal vor, dass beim nächsten Mal besser zu machen. Ich bügele brav Einlage auf, nähe sie an - aber gut und proffessionell ist anders. Sollte ich das auch absteppen?

Ich schlage auch schon mal einen Saum um und an mutigen Tagen nehme ich eine Zwillingsnadel (bei mir funktionieren wenn dann nur die ganz Breiten) was einem Russisch Roulette gleicht. Mal wird es ganz ok - ganz oft ist das Ergebnis so furchtbar, dass ich es abschneide. Relativ gut funktioniert der geteilte Zickzackstich, aber hübsch ist was anderes. Den mache ich aber mittlerweile gnadenlos bei gemusterten Jerseys wo es nicht so auffällt. Aber von Links sieht das immer noch doof aus, denn ich schlage den Jersey um (ohne zu bügeln, weil meist zu faul) und versuche sozusagen auf der Kante von rechts den Zickzack zu nähen. Leider treffe ich nicht immer, deswegen sieht es von links auch ziemlich doof aus. Ein Versuch, den überstehenden Jersey, wo ich die Kante nicht getroffen hatte, abzuschneiden, führte zu einem Loch im eigentlichen Shirt. Auch doof.

Ihr seht, ich wäre für ein paar Tipps schon noch dankbar. Insbesondere zu den Belegen, denn das scheint mir dann doch die erwachsene Methode, die ich für Kleider gebrauchen könnte, deren Ausschnitt schließlich eine Rolle spielen.

Oder eine ganz andere Idee, wie ich zauberhafte Abschlüsse an Jersey hinbekomme? Und jetzt sagt nicht üben, üben, üben....

Ihr könnt noch eine Woche auf das Nähfragezeichen antworten. Entweder hier in den Kommentaren oder bei euch im Blog. Dann sagt bitte Mr. Linky bescheid, wo wir euch finden.






Montag, 8. Oktober 2012

Cap-Craft-Along: Teil 1 von 4

 Bildquelle Drops (www.garnstudio.com)

Ich kanns nicht lassen. Eigentlich wollte ich bei dem Mützen-Craftel-Along von Miss Margerite nicht mitmachen, denn ich habe genug um die Ohren (im wahrsten Sinne des Wortes) und und und. Aber, nachdem sich am Wochenende mal wieder meine Strickerei in Strickleidenschaft verwandelt hat und ich bei Kaddaa Anleitungen zu gestrickten Baskenmützen sah - das wollte ich schon immer mal machen, denn mit allen anderen Mützen sehe ich komplett bekloppt aus - surfte ich zu Drops und dachte, ach, mache ich doch mal mit beim Cap-Craft-Along von Miss Margerite. So ein Mützchen, ha, das mache ich doch mit links ..... wir werden sehen.

Darum gehts heute.

Etappe 1: Wünsche und Anregungen
Hier kann es z.B. um folgende Fragen gehen:

  • Wie soll mein Cap aussehen? 
  • Stricken, nähen, häkeln oder filzen? Möchte ich eine bewährte Technik nehmen oder mal was Neues wagen?
  • Wünsche ich mir eine Mütze oder einen Hut oder etwas dazwischen? 
  • Was steht mir am besten? Was passt zu meiner Herbst-/ Wintergarderobe?
  • Farbe und Form, Muster oder Verzierungen?
  • Welche Details finde ich klasse: Krempe, Schirm, Bommel, Ohrenklappen, angesetzter Schal...


So ausführlich will ich mich da - ausnahmsweise - gar nicht damit befassen. Deswegen nur kurz:

  • Baskenmütze
  • gestrickt
  • aus der Restwolle vom Frühlingsjäckchen und dem Frangiflutti
  • zum Frangiflutti passend, d.h. irgendwie Rippen wären schon gut, andere Muster dürfen gerne dazu, damits nicht so langweilig beim Stricken wird. 
Einziges Problem. Wenn ich unter Garnstärke A suche, finde ich nur eine, sehr löchrige Anleitung. Ich werde also mal ne kleine Maschenprobe mit doppeltem Faden stricken und schauen, was ich dann an Anleitungen finde. Bei Drops scheints ja ne Menge in Baskenform zu geben, die Modelle bei Kaddaa, die leider nicht verlinkt waren, fand ich schon mal klasse. 

Letztes Jahr las ich irgendwo etwas von "Hut filzen". Das will ich auch noch machen. Aber vielleicht erst, falls wenn der neue Mantel fertig ist. Ich habe jetzt keine Zeit, dafür Material zu besorgen und mir Gedanken zu machen. 

Mehr Kopfbedeckungs-CraftlerInnen findet ihr bei Miss Margerite.