Donnerstag, 30. August 2012

Liebling oder nicht?

Seit Tagen beschäftigt mich die Frage, wieso manche Kleidungsstücke zu Lieblingen werden und andere nicht. Irgendwie hat das auch was mit meinem "Problem mit Jeans" zu tun, denn mich gegen die Jeans zu entscheiden, war nicht leicht, denn immerhin war die Jeans ein ungeliebter Liebling.

Fange ich mal mit den Röcken an. Ich habe in den letzten Monaten einen roten, einen gelben und einen gestreiften Bahnenrock genäht. Welcher ist der schönste? Und welchen trage ich am meisten?



Der rote Bahnenrock ist irgendwie der schönste. Ich mag einfach rot und türkis und ich kann so schön meine schicke Handtasche, das Frühlingsjäckchen und die Schuhe dazu kombinieren. Das sieht schön aus und ist trotzdem unkompliziert. Der Rock hat Taschen und ist als Baumwoll/Polyestergemisch sehr pflegeleicht.



Den gelben Bahnerock finde ich auch SEHR schön, habe ihn aber erst 2 oder 3 mal angehabt. Woran liegts? Also er knittert stärker als der Rote. Das Gelb ist irgendwie keine "jeden-Tag-Farbe". Es ist schmutzanfällig und auch sehr auffällig. Auch weiße T-Shirts obenrum mag ich nicht an jedem Tag. Vielleicht kommt es auch durch das Futter. Das teure Viskosefutter fühlt sich zwar am nackten Bein sehr schön an, macht den Rock aber edler, als er ist. Außerdem habe ich immer ein bißchen das Gefühl, dass es schäbig aussieht, wenn nach einer Zeit sitzen am Bauch Falten entstehen.



Wirklich DAUERND an habe ich den Gestreiften. Er ist SO UNKOMPLIZIERT. Einfach ein T-Shirt drüber, am liebsten das in Marine und obenrum trage ich sowieso am liebsten dunkel, und fertig. Er knittert nicht und nimmt es auch nicht übel, wenn man einen dicken Schlüsselbund in die Tasche steckt - er ist halt so ne Art Jeans. Ich glaube, ich trage diesen Rock ungefähr 5x in der Woche, mal mit Shirt drinnen, oft mit Shirt draußen. Dabei ist er wirklich nicht der Schönste! Er ist total unspektakulär und passt vielleicht deshalb so gut zu meinem Leben, das auch eher unspektakulär ist.

So ähnlich läuft das mit den Kleidern. Ich habe wirklich schöne Kleider genäht....die ich nie oder nur ganz selten trage.



Das Polizekleid hat irgendwie so viel Stoff und fühlt sich irgendwie merkwürdig an, obwohl es sich gleichzeitig ganz schön anfühlt und auch schön ist. Vielleicht wird ja ein Herbstkleid.



Das Blümchenkleid finde ich ganz wunderschön - und schone es sogar an heißen Tagen, weil ich es so besonders schön finde. Das habe ich definitiv zu selten an den schönen Tagen angehabt und ich weiß nicht so recht, wieso. Vielleicht ist es doch eher ein Kleid für ein langärmliges Shirt darunter?



Das Knotenkleid ist derzeit mein schönstes Kleid - deswegen schone ich es, weil ich merke, dass der Jersey eben nur 5 Euro/m gekostet hat und unter der Wäsche leidet. In diesem Kleid fühle ich mich so erwachsen und gleichzeitig voll künstlerisch. Das finde ich toll.



Das Blumenkleid ist zwar auch schön, es hat aber auch was von Presswurst und dadurch, dass es etwas zu kurz ist, fühle ich mich auch komisch. Aber ok, das Kleid hatte auch noch keine faire Chance, weil es zu wenig heiße Tage hatte.



Das blaue Kleid habe ich irgendwie total vergessen und deswegen nur 2 Mal angehabt, weil ich es sehr elegant finde und irgendwie wenig elegante Anlässe habe. Ab gesehen davon, fehlen mir dazu blaue oder weiße oder gelbe (habe ne gelbe Handtasche) Schuhe.





Seltsamerweise trage ich das Eisbären-Kleid ganz oft. Ich finde es noch nicht mal besonders schön. Es ist mir auch zu kurz. Es wurde etwas stimmiger, als ich die Ärmel auf kurzarm abgeschnitten habe. Oft denke ich, dass es total nach Nachthemd aussieht. Aber ich trage es. Dauernd. Es ist so herrlich bequem, ich mag die Viscose auf der Haut und anziehen und fertig.

Schon komisch ist das. Es ist wirklich wahnsinnig schwierig, die richtigen Schnittmuster und Stoffe auszuwählen und genauso schwierig ist es vorauszusagen, ob ein Kleid ein Liebling wird, oder nicht. Ich sehe schon, irgendwann nähe ich nur noch Jeansröcke und Jeanskleider. Oder ich werde rückfällig?

Mittwoch, 29. August 2012

MMM - mit Absperrbandrock und Schal


Heute geht es - nach der langen Sommerpause, endlich mit dem Me-Made-Mittwoch (MMM) weiter. Ich bin schon sehr gespannt auf neue Outfits. Ob es wohl sommerlich wird oder schon herbstlich? In Hamburg war heute morgen Frühnebel, aber jetzt ist die Sonne da und ein sommerlicher Tag ist angekündigt. Also bin ich auch noch in Sommerlaune.

Das schwierigste am MMM sind die Bilder. Ich finde den MMM gut, ich will dass es ihn gibt, ich will auch mitmachen - aber die Bilder, das sind echt die größte Hürde für mich. Ich hatte mal wieder wenig Zeit und die ging fürs Suchen von Stativ und Fernauslöser drauf. Also huschhusch ohne Qualitätskontrolle ein paar Bilder geschossen - auf denen ich schlimm bis sehr schlimm aussah. Also mal wieder "kopfab!" - aber dafür noch ein altes Bild vom gleichen Rock weiter unten.

Heute trage ich den Absperrbandrock und meinen ersten selbstgenähten Schal. Der Schal ist noch ganz frisch, gestern in der Mittagspause gecraftelt mehr dazu unten. Mein Sohn liebt Absperrungen und ist so reizend dankbar für ein paar Streifen-Stoffstreifen-Reste, die ich ihm überließ, um Absperren zu spielen (ihr kennt ja seinen Faible für Polizei). Daher der Name für den Rock.

Leider fremdele ich noch mit dem schönen Rock. Ich weiß nicht, was es genau ist, denn die Passform ist ok - wenn auch nicht so gut, wie bei meinen 8-Bahnen-Röcken. Von Anfang an, ging das so - ich habe seit Juni daran genäht und wurde und wurde nicht fertig. Sehr seltsam.

Schnitt: selbstgemachter 4-Bahnen-Schnitt
Stoff: gestreifter Baumwollköper
Kurzwaren: Schrägband, gewebtes Band für "Gürtel", normaler Reißverschluß, Gürtelschnalle
Kosten: ca. 10 € Stoff, Schrägband und Band  4 €, Schnalle 2 €, Reißverschluß 2 € (alles c.a.-Preise, weil ich das schnell verdränge)
Passform: ok
würde ich nochmal machen: nein, ich bevorzuge 8-Bahnen-Röcke



4-Bahnenschnitt ganz einfach selbstgemacht:
Das ist sicherlich nicht die korrekte Vorgehensweise, aber so habe ich es gemacht. Passenden Rock genommen, Hüftweite, Saumweite und Länge gemessen. Ein kleines bißchen Taillenabfall gezeichnet (da ich wenig Taille habe, lohnt das kaum). Dann Rock genäht und anschließend hinten zwei Abnäher gesteckt und genäht, um das Hohlkreuz auszugleichen. Fertig.



"Obenrum" trage ich ein Kaufshirt und einen selbstgemachten Schal. Obwohl ich es ja eigentlich nicht so mit Schals, Ketten und Dekorationen habe, bin ich derzeit aufgrund meines Schleudertraumas auf einen Schal angewiesen. Also habe ich einen genäht. Erst sollte es ein Loop werden, dann fand ich die Idee doch zu bieder. Also habe ich einfach den Jerseyrest vom Knotenkleid in Streifen der gleichen Breite zugeschnitten und mit weißem Garn auf der Ovi zusammengenäht. Da mir die weißen Nähte so gut gefielen, habe ich dann von beiden Seiten noch ein paar mehr Nähte, im rechten Winkel, aber auch in anderen Winkeln zur Längskante gemacht und anschließend einmal rundum genäht. Die Stoffmanipulations-Damen-und-dem-Herrn inspirierten mich. Mit dem Ergebnis bin ich, obwohl ich nach wie vor mit Schals-als-Deko fremdele, ganz zufrieden. Er hat nix gekostet, weil ich mit dem kleinen Rest sowieso nicht mehr viel hätte anfangen können und hat doch was eigenes, was gecrafteltes, was spezielles.

Mehr wunderbare gecraftelte Outfits findet ihr  im aktuellen Post auf dem neuen  Me-Made-Mittwoch-Blog.


Dienstag, 28. August 2012

"Volltreffer"-Nähfragezeichen noch offen!


Vielen Dank für Eure Antworten zum "Volltreffer-Nähfragezeichen. Aber wer noch mag, kann noch eine ganze weitere Woche antworten.


Bei den zweiteiligen Fragen besteht immer die Gefahr, dass nur ein Teil der Frage beantwortet wird. Viele erzählten, was sie als erstes genäht haben bzw. zu was sie raten würden. Mich würde aber auch sehr interessieren, für welches selbstgenähte Stück ihr die meisten Aaahs und Ooohs bekommen habt bzw welche Nähstücke eure Garderobe so bereichert haben, dass ihr ohne sie nicht mehr leben könnt, denn die "rentieren" sich doch eigentlich am meisten. Oder?




Näh-Volltreffer
Stellt euch vor, eine Freundin interessiert sich latent für das Nähen von erwachsenen Kleidung. Welches Projekt würdet ihr ihr als erste Erfolgserlebnis vorschlagen. Und welches zweite oder dritte. Andersrum gefragt. Bei welchen selbstgenähten Kleidungsstücken habt ihr bisher die meisten Aaahs und Ooohs bekommen. Ohne welche Näh-Erfolge könnt ihr nicht mehr leben. Was waren eure "Volltreffer"?

Antworten könnt ihr ZWEI Wochen lang hier in den Kommentaren oder bei Euch im Blog - Hinterlasst dann bitte bei Mr. Linky einen hinweis, wo wir eure Antwort finden.




Montag, 27. August 2012

Hach!

Hach, ich bin wirklich sehr berührt, wie viele Seitenaufrufe unser neues Me-Made-Mittwoch-Zuhause heute und heute morgen in kürzester Zeit schon hatte und was ihr alles Tolles kommentiert habt. Ist das nicht fantastisch - wir sind eine richtige Bewegung. Wie viel Energie, wie viel Kraft ihr innewohnt! Das ist so toll!



Und ich bin stolz darauf, Teil der Crew zu sein. Ich freue mich, mit diesen wunderbaren Frauen, den MMM weiter zu rocken! Wir haben diskutiert, in welcher Form wir ihn haben wollen und waren uns einig, dass es einfach weiter gehen muß. Ich bin sehr gespannt, was sich damit, daraus weiter entwickelt. Hach!

Danke, liebe Catherine für die Organisation und die Initative. Und wenn ich auch jedes Mal den gleichen Dank unter meine Postings schrieb, so meinte ich ihn aus vollem Herzen. Danke!

Sonntag, 26. August 2012

Live vom...

20.13 Uhr
Tatort. Heute mal wieder, obwohl ich mal wieder nicht sicher bin, ob ich heute nähen werde. Nicht sicher deshalb, weil mein Nacken aufgrund eines Auffahrunfalls mit Schleudertrauma schmerzt. Hoffnungsvoll aber, weil ich zu gerne den Gürtel und die Gürtelschlaufen für den Absperrbandrock nähen möchte, um diesen auch mal anziehen zu können. Aber mit dem Tatort beginne ich jetzt mal und dann schaue ich weiter.

Und ihr so?

20.58 Uhr
Ich habs getan und es tut gut. Ich habe die Gürtelschlaufen zugeschnitten und brav mit der Ovi versäubert, weil ich eigentlich noch vorhatte, dann eben schnell die Nahtzugaben des "Tangorocks" zu versäubern, damit sich das Ovi-aufbauen lohnt. Aber als ich dann hochmotiviert die Nähte bügelte und dachte "hach, wie schön, mal ausnahmsweise nicht an den Nacken zu denken und was schönes zu machen", da schwante mir, dass Leinen und Tango irgendwie nicht zusammen geht. Also werde ich ihn morgen oder die Tage mal fotografieren und dann mal schaun, was ihr dazu sagt. Vielleicht wird es ja doch nur ein schnöder Bahnenrock.

Jetzt mache ich aber auf jeden Fall noch die Gürtelschlaufen dran und den Gürtel und vielleicht nähe ich dann noch meinen ersten Loop, passend zum Absperrbandrock. Der Nacken hats ja gerne warm. Aber wir wollen es nicht übertreiben. Mit dem Tatort hinke ich mal wieder, dank Festplattenrekorder kann man auch zum Bügeln in die Küche. Also nix verraten.

Danke für die guten Wünsche!

21.58 Uhr
Den Tatort finde ich nur mäßig spannend. Aber ich bin da ja auch nicht darauf konzentriert, denn zwischenzeitlich mußte ich die Nähmaschine säubern, weil ne Nadel abgebrochen ist...achja, das sind die Momente, wo ich nicht so gerne nähe. Und jetzt habe ich festgestellt, dass ich 1. keine Ahnung habe, wie das mit der Gürtelschnalle geht (natürlich habe ich es trotzdem einfach irgendwie gemacht) und 2. mich gefragt, ob ich jetzt den seitlichen Reißverschluß rechts oder die Abnäher hinten statt vorne gemacht habe. Egal. Schau ich morgen in Ruhe, wie rum der Rock gehört. Das würde dann aber auch bedeuten, dass eine Gürtelschlaufee falsch ist. Egal.Ich räume jetzt auf. So isses eben manchmal. Immerhin habe ich ne 50%ige Chance, dass alles richtig ist und ich den Rock morgen anziehen kann. Und dem Renzo, dem Kommisar, kann ich nach wie vor nicht verzeihen, dass er sich nicht getraut hat, am Bodensee zu bleiben und ne Beziehung mit der Kommisarin anzufangen. Die war ihm wohl zu alt und zu schlau. So ist das. Schlimm!

Mittwoch, 22. August 2012

Taschenvielfalt-Monat-September



Puh, das war knapp am Ende. Wer hätte das gedacht, dass die Taschen am Ende doch gewinnen? Cord lag so lange und deutlich in Führung und ich grübelte gestern den halben Tag, wie ich damit umgehe. Letztlich hatte ich entschieden, meine Worte ernst zu nehmen und die Umfrage als Meinungsbild und nicht als Abstimmung zu sehen. Ich hätte mich für die in meinen Augen sehr viel interessanteren Taschen entschieden. Das hätte die eine oder andere vielleicht als Affront aufgefasst, nach dem Motto "wofür macht sie ne Umfrage, wenn sie dann selbst entscheidet" - aber dann hätte ich auch noch mal erklärt, dass es mir um ein Meinungsbild geht, um Beteiligung, aber auch darum, dass es eine ganz private Aktion ist, die auf meinem Blog stattfindet, und bei der jedeR selbst entscheiden kann, ob sie mit macht oder nicht. Tausend Dank dafür, dass 252 Menschen mit abgestimmt haben. Toll!

Also die Taschen und damit das nicht mißverständlich wird, nenne ich es Taschenvielfalt und betone noch mal ausdrücklich, dass es nicht um Accessoires geht, sondern um Taschen, die in und auf Me-Made-Kleidungsstücken (also selbstgemachte Erwachsenkleidung) festgenäht sind. Also bitte keine Taschen zum Umhängen, in die Hand nehmen oder einpacken, sondern nur Taschen, die Bestandteil eines Kleidungsstückes sind.

Ich bin gespannt, was für Taschen ihr (und ich) zaubern werdet und ob wir eine gewisse Endlichkeit der Möglichkeiten entdecken oder ob es auf einmal einen kreativen Knall gibt und ganz verrückte Dinge entstehen. Egal, ob praktisch oder dekorativ oder beides. Taschen-an-Kleidungsstücken sind super und ich finde es eine tolle Sache, dass wir damit gemeinsam ein Nachschlagewerk crafteln!

Und für alle, die ein wenig traurig sind, dass es kein Cord-Monat wird: Macht den September doch heimlich zum Cordmonat? Subversive Akte sind doch super. Auch auf und in Cord kann frau Taschen nähen. Wir zählen dann am Schluß, wieviel Cord-Posts es gab.

Zu den Terminen:
Der Taschenvielfalt-Monat-September beginnt mit einem ersten Treffen am 3. September, auf dem ihr schon mal Pläne zeigen könnt, oder tolle Taschen an schon früher genähten Kleidungsstücken, auf die ihr Stolz seid. Oder vielleicht seid ihr ja auch so motiviert, am 3. September schon etwas ganz Neues zu zeigen.

Weiter gehts dann am 17.9. und 1. Oktober sowie zum Finale der Herzen am 22.10. Ich bin gespannt.

Dienstag, 21. August 2012

Volltreffer-Näh-Fragezeichen



Eigentlich kann es gar nicht sein, dass mir die Fragen an das Näh-Fragezeichen ausgehen, sind sie doch sicherlich unendlich. Und wahrscheinlich gibt es noch unzählige scheinbar ganz profane Fragen, deren Beantwortung aber von höchsten Nutzen für die Gemeinde sind - alleine, ich komme nicht darauf. Nachdem ich mir jetzt den halben Vormittag den Kopf zerbrochen habe, nun also diese Frage.

Näh-Volltreffer
Stellt euch vor, eine Freundin interessiert sich latent für das Nähen von erwachsenen Kleidung. Welches Projekt würdet ihr ihr als erste Erfolgserlebnis vorschlagen. Und welches zweite oder dritte. Andersrum gefragt. Bei welchen selbstgenähten Kleidungsstücken habt ihr bisher die meisten Aaahs und Ooohs bekommen. Ohne welche Näh-Erfolge könnt ihr nicht mehr leben. Was waren eure "Volltreffer"?

Antworten könnt ihr ZWEI Wochen lang hier in den Kommentaren oder bei Euch im Blog - Hinterlasst dann bitte bei Mr. Linky einen hinweis, wo wir eure Antwort finden.





Über Fragen von Euch, würde ich mich nach wie vor SEHR freuen. Einfach hier in die Kommentare schreiben.

Montag, 20. August 2012

Streifen-Finale-Finale



Irgendwann ist auch der schönste Streifenmonat-Juli zu Ende..... ich bin da zwar nicht so streng, aber am 27. August um 7.58 Uhr solltet ihr wirklich Eure Streifenprojekte beendet und hier eingestellt haben, denn eine Minute später schließt das Linktool und wir beginnen mit dem Pläneschmieden für den neuen Mottomonat:

Und wie war der Streifenmonat so? Wie ging es euch die letzten Wochen mit den Streifen? Über einen Rückblick hier in den Kommentaren oder bei Euch im Blog (aber natürlich mit Hinweis im Linktool ) würde ich mich sehr freuen. Schreibt uns über gelungene Projekte, die ihr immer wieder gerne tragt, über Streifenexperimente, die irgendwie doch nichts Gescheites wurden, über Fehlkäufe und Goldschätze. Und was mich am Ende auch noch sehr interessiert: habt ihr ordentlicher als sonst gearbeitet, damit die Streifen aufeinanderpassen? Ich bin gespannt.

Der Streifenmonat ist nicht ganz so eingeschlagen, wie der Blümchenmonat. Aber das hatte ich erwartet. Streifen sind dezent. Vielleicht nicht immer ganz so zurückhaltend, wie die Nadelstreifen. Aber Streifen sind nahezu allgegenwärtig und tun sich manchmal schwer, in den Vordergrund zu gehen und zu sagen "ich bin etwas Besonderes". Mir ging das so mit den Streifen. Ein Ringelshirt ist hübsch - aber was Besonderes? Und die ganz besonderen Ideen, die ich hatte, so wie die Streifenkleider aus den alten Büchern bei Frau Nahtzugabe, die sind so unglaublich unglaublich, dass ich es noch nicht mal begann, ein derartiges Mammutvorhaben in die Tat umzusetzen. Zugegebenermaßen fehlten dafür aber auch diverse Meter günstiger Streifenstoff, um die ganzen schrägen Fadenläufe zu realisieren.Streifen wecken bei mir schon Fantasien, denn ich finde, sie laden toll zum experimentieren ein. Aber dazu braucht es neben genügend Stoff auch Muse - und die fehlt manchmal. Trotzdem bin ich einigermaßen zufrieden mit meinen zwei Ringelshirts (hier und hier) und sehr zufrieden mit dem Absperrbandrock, denn die hätte es ohne den Streifenmonat vielleicht nicht gegeben. Das umwerfende Streifenkleid darf weiter in meinen Träumen tanzen bis es irgendwann vielleicht Wirklichkeit wird.

Eure Streifen-Modelle und die Gedanken zu den Streifen habe ich alle sehr gerne angeschaut und gelesen. Das hat meinen Kopfkleiderschrank sehr bereicherte. Vielen Dank fürs Mitmachen!




Sonntag, 19. August 2012

Wirklich, da sind Streifen!

Unbenannt

Mein letzter Beitrag zum Streifenmonat ist nicht besonders schön und nur sehr sehr dezent geringelt. Auf dem Foto sind die Streifen nicht zu sehen. Aber ich gelobe, es sind kleine pink-weiße Ringel.

Es ist wieder ein Schnitt aus der Ottobre 2/2007 ich glaube Nummer 4. Warum habe ich ihn gewählt? Nun, letztens nähte ich das "Rosen-Top" in türkis-weiß-geringelt-mit-roten-Bünchen aus der gleichen Ottobre und beim Pausen wurde mir klar, dass es dort 4 verschiedene Shirts mit der gleichen Farbangabe auf dem Bogen gab, d.h. 4 Schnitte bei denen nur die Ärmel und Ausschnitte variiert wurden und da ich schon mal beim Pausen war, habe ich einfach alle 4 Ärmelvarianten abgepaust.

Natürlich war ich mir zu fein, ein simples Shirt mit kurzen Ärmeln zu nähen. Die Puffärmelvariante sah auf der technischen Zeichung sehr schick aus, also probierte ich diese. Nun ja, beim Abmessen des in die Ärmel eingenähten Gummis hatte ich Probleme, die Ärmel sehen ziemlich schlimm aus, finde ich und die eine Seite kneift. Und die Kräusel am Ausschnitt habe ich auch nicht gescheit hinbekommen. Ich fürchte, ich muß an das Ding noch mal ran, wenn ich es denn tragen will. Da ich noch Jersey habe, werde ich wohl noch mal andere Ärmel zuschneiden und den Ausschnitt noch mal anders machen, denn eigentlich ist der Jersey ganz schön.


Hier auf dem Bild erkennt man in der Mitte - zwischen grün und türkis-weiß-gestreift, dass der Jersey wirklich zart geringelt ist. Also gilt er noch für den Streifenmonat und immerhin habe ich 3 Sachen zum Motto genäht. Das finde ich ok, auch wenn ich mit den Ergenissen nur mäßig zufrieden bin. Ich bin gespannt, wie es mit dem neuen Motto wird. Witzigerweise wollte ich die Abstimmung erst bis heute Abend offen lassen, aber dann ist mir eingefallen, dass ich durchaus verlängern kann, weil morgen ja noch mal die Streifen dran sind. Wäre also heute abend das Ende, dann hätte Cord knapp gewonnen, was nicht meine erste Wahl wäre. Aber noch muß ich mir keine Sorgen machen. In den letzten Tagen haben ja die "Taschen-in-Kleidungsstücken" rasant an Fahrt aufgenommen.

Mein Resumee zum Streifenmonat: Also vom Hocker gehauen hat mich eigentlich nix. Streifen sind ok, aber ich finde, man sollte sie auch nicht überbewerten. Sicherlich werde ich noch den einen oder anderen Streifenstoff nähen, wenn mir ein Hübscher unter die Finger kommt, aber gezielt danach suchen werde ich wohl nicht. Unspektakulär, irgendwie. Schlaflose Nächte werde ich davon wahrscheinlich nicht bekommen.

Anderes Thema:

Mein samstägliches Nähen war nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Das unförmige Ringelshirt seht ihr oben, das T-Shirt, was dem Junge mal wieder nicht gefällt, habe ich nicht fotografiert und dann noch das Wickelkleid. Tja, das Wickelkleid. Irgendwie fehlt dem Kleid noch etwas, damit "Meike draufsteht".


Unbenannt


Es ist noch nicht fertig. Theoretisch könnte ich es einfach so säumen und den Halsausschnitt zum Säumen umklappen. Aber ich bin nicht glücklich damit, den an sich schönen Schnitt und den an sich schönen Stoff derartig verhunzend kombiniert zu haben.

Vielleicht hat Frau Nahtzugabe ja recht und ich sollte es mit komplementären grün versuchen. Derzeit neige ich zu orange, um den Ausschnitt bzw. die Vorderteile abzurunden. Ich könnte auch noch den Gürtel in Kontrastfarbe machen, denn so, wie er ist, unverstärkt aus flutschig dünnem Viscose-Jersey, wird der sowieso beim Tragen länger und länger werden, bis ich darüber stolpere. Was meint ihr?

Samstag, 18. August 2012

Live vom hamburger Single-Nähkränzchen

12.01 Uhr
Die schönen Berlinerinnen tun es. Ich auch. Trotz Ansage, dass es heute der heißeste Tag des Jahres werden soll. Der große und der kleine Mann sind bis zum späten Nachmittag weg. Das muß genutzt werden.

Theoretisch hatte ich den Plan zwei oder drei Jungshosen zu nähen, die Jungs, die gerade dazu überredet werden endlich trocken zu werden, leicht öffnen bzw. herunterziehen können. Aber trotz diverser Ottobres habe ich den idealen Schnitt noch nicht gefunden, der zu dem Streifenjeans oder zu den ollen ausgemusterten Jeanshosen des Gatten passen könnte. Da der Junge aber noch am Üben ist, habe ich mich umentschieden und kurzerhand noch ein Streifenshirt und ein Wickelkleid zugeschnitten. Natürlich für mich. Wenn in den nächsten Tagen noch Sommer ist, dann sollte ich die Sommerstoffe noch nutzen. Sonst liegen sie doch nur herum. Nach dem Zuschneiden schweißgebadet fand ich, dass ein kleine Bloggingpause nicht schaden kann. Also habt ihr die Gelegenheit, bei meiner kleinen Singleparty dabei zu sein.

Aber  jetzt packe ich die Maschinen aus und starte auf dem Balkon, so lange die Sonne noch nicht ums Haus rum ist, mit den zwei Projekten - ganz naiv hoffend, dass ich am Ende noch Zeit habe, was für den Jungen zu zaubern und sei es nur der zweite Versuch ein Kaufshirt mit ner 4 zu pimpen, nachdem das Heldenshirt verschmäht wurde. Hach, ich würde zu gerne nebenher mit den Berlinerinnen schnattern und Limonade trinken.

14.10 Uhr
Hamburg ist entzückt - allerdings mehr ob der Nachricht der Berlinerinnen als über das neue Ringelshirt: unordentlich gekräuselt, irgendwie komisch und an dem einen Arm mit einschneidendem Gummi zu eng gepufft. Auch wenn das Ding nur einen Materialwert von ca. 5 Euro hat, ist es ärgerlich.

Und dann diese Griller. Dieses zwanghafte Grillen, kaum lugt der Sommer hinter den Wolken hervor. Überall riecht es nach Fleisch und mir Teilzeitvegetarierin und Grillhasserin knurrt der Magen. Single-Nähkränzchen sind essenstechnisch echt schlecht ausgestattet. Fleisch, Fleisch, Fleisch - ich habe Hunger und knabbere Studentenfutter - oder schreibt man das jetzt auch mit großem I? Ich versuche einfach meine Gedanken auf anderes Fleisch umzulenken und filosofiere neben dem Knabbern und Nähen über "Riot, don't diet".

Das weiße Garn ist auch fast alle. Schlechte Vorbereitung. Und mittlerweile ist es auf dem Balkon wärmer, als in der Wohnung. Aber die holt noch auf, ist ja unterm Dach. Ich fange trotzdem das Wickelkleid an, schließlich will ich seit 2 Jahren ein Wickelkleid nähen.

15.22 Uhr
Von wegen "mal eben schnell mit der Ovi zusammentackern". Die Tücke liegt wie immer Detail. Hat mich beim Shirt das Kräuseln und das Gummiband beschäftigt, sind es beim Kleid 6 Abnäher, die erstmal genäht werden wollen und gefühlte 100 m Bindeband, das gewendet werden will. Ich bin mittlerweile ins Wohnzimmer umgezogen. Radio statt Grillgeruch ist besser. Aber Hunger habe ich immer noch.

15.47 Uhr
Netterweise haben sich ein paar Nudeln, mit einer Zwiebel, etwas Knoblauch, etwas Olivenöl, Chili, Rucola und Parmesan zusammengetan, um das Loch im Bauch zu füllen. Der "Kaffee danach" muß auch sein, sonst schaffe ich es nicht, eine meiner Lieblingssachen zu machen: Ärmel einsetzen.

Langsam kommt auch das schlechte Gewissen ob meines selbstsüchtigen Handelns. Vor dem Elbtunnel sind 10 km Stau. Das ist nicht schön, für die, die in der Hitze stehen, verschafft mir aber noch etwas Zeit, weil meine Lieben sicherlich erst später losfahren.

Klar, bei Catherine drüben ist es netter, von wegen Fotos. Aber das schaffe ich einfach nicht auch noch. Respekt, Catherine! Allerdings die Lady-Di-Gedächtnisärmel - da zuckte ich doch zusammen und war froh, als ich weiter las.

16.30 Uhr
Ärmel einnähen war easy mit gefülltem Magen. Danke, ihr lieben Passzeichen. Ich lerne euch zu schätzen. Das Kleid sitzt super. Hach! Abnäher sind Freunde. Aber ich mußte trotzdem lachen, als ich es anhatte.



Der Retrojersey als Wickel-Kleid (das ist der gelb/braun/schwarz gemusterte) sieht schon schräg aus. Sehr nach alter Tante. Da muß ein Schrägband dran. Das war ja eigentlich ohnehin geplant gewesen, aber mangels Einkaufsmöglichkeit dann irgendwie in Vergessenheit geraten.

Kurzer Anruf beim verblüfften berliner Nähkränzchen. Wenn schon mal die geballte Fachkompetenz zusammensitzt! Als ich fragte, ob es ganz schlimm wäre, ein normales Schrägband an den flattrigen Viskosejersey zu setzen, waren die Berlinerinnen entsetzt. Man kann ja mal fragen. Am Besten war die Antwort von Frau Nahtzugabe: "Setz doch ein Stück grünen Jersey dran. Das machst du doch öfter." Jaaaa, das stimmt. Aber Grün an DEN Stoff? Da bin sogar gerade ich zu schüchtern dazu. Nun gut, dann lege ich das Kleid jetzt mal zu dem genauso unfertigen Knotenkleid, räume ein wenig auf und wende mich dann Kinderprojekten zu. Schade, dass das Kleid nicht fertig ist. Es ist sehr schön luftig.

16.38 Uhr
Irgendwie habe ich Lust, in den Jerseykisten zu kramen und wenig Lust auf Kinderkram. Rabenmutter!

Das mit der Rabenmutter konnte ich irgendwie nicht auf mir sitzen lassen - auch wenn ich es selbst gesagt hatte. Auf der Suche nach einem Jerseyrest fand ich den passenden Jersey für den Hubschrauberstoff. Also habe ich dem Jungen wenigstens rasch ein T-Shirt genäht, wenn ich mich doch gerade im Shirt nähen übe. An zwei Stellen finde ich es noch nicht so gut, aber es ist niedlich. Ich hoffe, dem wählerischen Kind gefällt es.

Die Berlinerinnen sind fertig - ich glaube, ich räume jetzt auch auf. Immerhin zwei fertige Shirts und ein fast fertiges Kleid. Das ist keine schlechte Bilanz. Auch wenn es natürlich doof ist, dass hier jetzt zwei fast fertige Kleider, ein fast ..... es klingelt. Die freie Zeit ist vorbei!

Ich gebs zu, es macht mir Spaß...



.... euch mit noch einem Plädoyer zu verwirren.

Heute widme ich mich mal dem:

Plädoyer für einen Schößchen-Monat

Ab gesehen davon, dass Schößchen ein ganz entzückendes Wort ist - auch wenn die von mir geschätzt Frau Pusch (erinnert ihr euch an "Bei jedem ist die Menstruation etwas anders"?) das etwas anders sieht - wundere ich mich, dass ich nicht schon viel früher auf Schößchen gekommen bin. Ein wenig beschämt bin ich schon, dass ich auf einmal kopfkleiderschrankmäßig auf etwas abfahre, was sogar zum Modetrend 2012 gekürt worden ist - ohne, dass ich das bewußt wahrgenommen hätte. Vielleicht bin ich genauso Opfer der Modeindustrie wie Frau Nahtzugabe und ihrer seltsamen Neigung zu orange. 

Also das Schößchen. Was ist das überhaupt. Das Schößchen ist etwas voluminöses unterhalb der Taille bis ungefähr zur Hüfte. Und genau das macht uns zu Königinnen! Ein bißchen mehr Stoff unterhalb der Taille, der bei jedem Schritt schwungvoll wippt (oder auch nicht) und plötzlich denken wir jedes mal begeistert "Sanduhr", wenn wir uns in einer Schaufensterscheibe spiegeln, denn das Schößchen macht die Taille schlanker und das Becken gebärfreudiger. Ideal quasi.

Auf das Schößchen gekommen bin ich durch das Frühlingsjäckchen. Auf der Suche nach dem perfekten Strickmuster für mich, fand ich schnell heraus, dass mein Jäckchen figurbetont, eng und tailliert sein sollte. Jetzt ist es aber leider so, dass ich, wenn man frontal auf mich schaut, relativ wenig Taille übrig habe. Eine Taille habe ich nur, von oben gesehen, unterhalb des Busens. Wie das von hinten ausschaut, weiß ich auch nicht so genau. Jedenfalls fand ich beim immer und immer wieder Betrachten der Bilder von Blossom (dem Strickmuster meines Jäckchens) heraus, dass das Jäckchen mehr Taille zaubert, als vorhanden. Und womit? Mit dem Schößchen.

In den letzten Tagen habe ich in den Weiten des WWW diverse Bilder von Schößchen studiert und auch junge Mädchen in Schößchen-Shirts im Bus beobachten können. Das Gelbe vom Ei war da noch nicht dabei, doch ich bin nicht entmutig, denn der Herbst, die Saison der Jacken und Pullover liegt ja erst noch vor uns. Und während ich im letzten Jahr nicht ohne einen Mantel leben konnte, habe ich dieses Jahr, mit meiner neu erwachten Rockleidenschaft auf einmal die Jacke im Visier. Aber natürlich nicht irgendeine Jacke. Nein, die perfekte Jacke ist irgendwo, noch ganz hinten und unscharf in meinem Kopfkleiderschrank, aber mit Schößchen.

Die weiblichen Formen liegen mir am Herzen, egal, ob sie in Hülle und Fülle da sind oder eben gerade nicht und das Glück der Frauen liegt mir am Herzen. Kopfkleiderschränke wollen verwirklicht werden und wer träumt nicht von der berühmten Sanduhr, ohne aufpolstern zu wollen oder in Quetschbodys nichts mehr genießen zu können. Lassen wir es doch einfach ein wenig um die Hüften flattern, werden wir kreativ, bestehende Schnittmuster zu verändern und das Schößchen-Experiment zu wagen. Vielleicht macht es uns am Ende glücklich?


---> für alle, die die Abstimmung nicht gefunden haben oder noch ne Stimme übrig haben ---> da, auf der rechten Seite ist sie --->

Freitag, 17. August 2012

Nicht so voreilig, die Damen...

.... und der Herr. Nur weil "Cord" vorne liegt, sind die Würfel noch nicht gefallen. War ja klar, dass Cord in Führung gehen würde, ist er doch der Stoff, der jetzt in den Läden liegt und uns zuruft, wir sollen ihn und unbedingt neue Stiefel kaufen.

Aber ist das Motto wirklich interessant? Ganz ehrlich. Cord nähen wir (außer Catherine) doch sowieso. Cord ist doch sozusagen Jeans, sozusagen Alltag. Findet ihr, dass Cord glitzert?

Ich halte jetzt mal ein flammendes Plädoyer für Taschen. Vielleicht schicke ich die nächsten Tage noch ein Paar Plädoyers hinterher, so dass ihr euch in den Hintern beißt, weil ihr für Cord gestimmt habt. Alle haben sowieso noch nicht abgestimmt, waren hier doch sehr viel mehr BesucherInnen als Abstimmende.

---> für alle, die die Abstimmung nicht gefunden haben ---> da, auf der rechten Seite ist sie --->

Plädoyer für den Taschen-auf-Kleidungsstücken-Monat

Taschen sind wichtig. Punkt. Alle, die keine Prinzessinnen sind, sondern mit beiden Beinen im Leben stehen, brauchen Taschen. Mein Mann trägt auch bei Hitze oft ne Jacke - weil Taschen darin sind und er eben kein Handtäschchen hat. Aber auch alle, die diverse Handtäschchen ihr eigen nennen, brauchen Taschen auf Kleidungsstücken. Ich liste euch mal die Situationen auf, in denen ich Taschen brauche:
  • eine Tasche für mein Taschentuch, die andere für das Taschentuch des Kindes
  • eine Tasche für den Schlüssel, den ich schnell mitnehme, wenn ich zum Briefkasten runter gehe und dann doch viel mehr als geplant hochschleppe
  • eine Tasche für die Fahrkarte, die ich im Bus vorzeigen muß und deswegen nicht jedesmal die Handtasche öffnen will.
  • eine Tasche für den Autoschlüssel, wenn ich mit Kind, Kindergartenrucksack, Sandspielzeug, Einkäufen etc. das Auto verlasse und eine Tasche für den Haustürschlüssel, den ich vollbeladen nicht aus dem Handtäschchen kramen will.
  • Eine Tasche, um fürs Fotografieren nicht so dämlich da zu stehen
  • Zwei Taschen um beim Rumstehen irgendwo die Hände hinzutun. 
  • Eine Tasche für den tollen Stein, das tolle Blatt oder das eklige Sonstwas, das der Kleine gefunden hat und partout mitnehmen will und ich gerade die Hände frei brauche, weil wir über eine gefährliche Straße gehen. 
  • eine Tasche für die Garderobenmarke - sollte ich mal wieder ins Theater gehen.
  • eine Tasche für Visitenkarten - sollte ich mal wieder jemand interessanten treffen, den ich noch nicht kenne. 
  • eine Tasche um verstohlen die Bonbons zu verstecken, die ich aus dem Bonbonglas des Optikers genommen habe, während die Optikerin etwas im Regal suchte und mit denen ich anschließend das Kind zu irgendwas bestechen kann. 
Das sind nur die Verwendungsmöglichkeiten für Taschen an Kleidungsstücken, die mir ohne Nachdenken eingefallen sind. Wenn ich länger drüber nachdenken würde, würden mir vielleicht sogar noch Kondome oder so einfallen. 

ABER gute Taschen auf  und in Kleidungsstücken sind rar gesät, dabei gibt es viele Möglichkeiten, einen Schnitt alltagstauglicher, schicker und außergewöhnlicher zu machen. Und es gibt aufwendige Taschen, die einem schlichten Kleidungsstück erst den richtigen Pfiff geben. Nur, wenn ich an einem Projekt sitze, dann fällt mir meist nur meine Standartlösung ein, dabei gibt es sicherlich noch 1000 Möglichkeiten, Taschen praktisch und schick zu machen. 

Lasst uns Taschen nähen und die 1000 Möglichkeiten als Nachschlagewerk (wie Herr Charming in den Kommentaren schrieb) sammeln. Das wäre doch mal ne gute Sache - oder?!

Donnerstag, 16. August 2012

Mögliche Motti für den Motto-Monat-September

Vielen Dank für die vielen, vielen Vorschläge für den Mottomonat. Ich habe die Vorschläge gesichtet, kommentiere sie und stelle sie dann zur Abstimmung für ein Meinungsbild. Meinungsbild statt Entscheidung, weil es knapp werden könnte und ich dann die letzte Entscheidung treffe - eine muß es ja tun.

Noch mal zur Erinnerung, es geht um die Monate September und Oktober. Wenn wir Glück haben, dann bekommen wir einen schönen Altweibersommer, in dem wir noch mal die bisher geschonten Sommerkleidchen herausholen können, wenn wir Pech haben, regnet es in einem fort, es wird windig, es wird spürbar kälter - vor allen Dingen morgens und abends. Was passt also zu uns, im September und Oktober?

Cord:
Cord finde ich nicht schlecht für die Übergangsjahreszeit. Frau kann Röcke daraus nähen oder Hosen (merkwürdiger Trend derzeit). Ganz Mutige könnten daraus auch einen Blazer nähen. Aber für Kleider wirds damit schon schwieriger.

Tweed:
Tweed finde ich an sich eine ganz tolle Idee - aber ich erinnere mich daran, dass ich letztes Jahr ein paar Mal gesucht und keinen tollen Tweed gefunden habe. Ich neige dazu, diesen Stoff nicht mit dem September verbinden zu wollen, weil es vielleicht frustrieren ist, nicht rechtzeitig den Traumstoff zu finden.

Nicky und Samt:
Nicky ist kuschelig und herbstlich - aber vermutlich nicht jederfraus Sache. Irgendwie ist Nicky ein Kinder- und Rumlümmelstoff. Vielleicht wäre das also eine Herausforderung "Nicky in chic" zu nähen. Allerdings mag ich meine Nickywickeljacke so ganz und gar überhaupt nicht, dass ich wenig motiviert zu dem Motto bin. Samt ist irgendwie die erwachsene, feierliche Variante in kuschelig. Mmmmmh, spricht mich so gar nicht an und irgendwie habe ich in Erinnerung, dass das schwer zu nähen ist.

Stilbruch/Kontraste:
Klingt interessant, ist aber sehr offen. Ob das funktioniert? Ob da viele mitmachen würden?

(Schotten-)Karo:
Ja, das ist herbstlich, weil meist in Wollstoffen. Ich habe hier auch noch einen wunderbaren Karostoff liegen, der mir aber noch nicht geflüstert hat, was für ein Kleid er werden will.

Taschen:
Das finde ich ein interessantes Motto, suche ich doch schon lange eine Zusammenstellung verschiedenster Taschen an, auf und in Kleidungsstücken, denn ohne Taschen sind Kleider und Röcke doof und eigentlich sind sie ganz hervorragende Hingucker dazu. Warum gibt es so wenig über Taschen?

Rüschen oder Spitze:
Theoretisch auch ganz interessant - gerade WEIL ich mit Rüschen und Spitze wenig am Hut habe. Das wäre eine Herausforderung

Wasserfallkragen
Ebenso. Finde ich chick, wollte ich immer schon mal machen. Mache ich auch irgendwann - aber ob das für nen ganzen Mottomonat reicht?

Businessoutfit:
Puh, das ist für Fortgeschrittene. Da würde ich dann einen Blazer als Einstieg vorschlagen. Vielleicht im Frühling, so dass er wenn schon nicht perfekt genug fürs Business, wenigstens als Frühlingsjacke getragen werden kann?

Wickel....
Wickeldinger sind immer gut, egal ob als Top, Kleid, Jacke und Wickeldinger sind ja auch sehr schmeichelhaft. Allerdings hat Frau Nahtzugabe das Thema schon ausführlich behandelt. Sollen wir alle mal ihre Theorien auf die Probe stellen?

Transparente Stoffe
Eijeijei, da fällt mir ja gar nix zu ein. WANN sollte ich transparente Stoffe tragen? Auf dem Spielplatz? Ist das nicht ein Sommerthema? Oder für ein Silvesterkleid?

Hosen
Die Hosen haben es einigen von Euch angetan. Ich bin erstaunt. Aber ehrlich gesagt noch nicht bereit dafür. Neee, auf Hosen habe ich überhaupt GAR keine Lust.

Jacken:
Mmmh Jacken braucht man sicherlich im Herbst. Das Thema wäre aber ziemlich weit gefasst. Das müsste man noch irgendwie knackiger machen.

Römo oder ein anderes konkretes Schnittmuster
Neee, neee. Das könnt ihr gerne nähen, aber nicht hier. Wer Varianten eines Schnittmusters sehen will, kann dieses googlen. Wenn, dann wäre das für nur ein Thema, wenn es heißt "Bleistiftrock", "kurzer Rock", "Bahnenrock" oder "Tellerrock" und das Schnittmuster frei wählbar wäre.

Oberteile aus Webstoffen
Das finde ich ein Superthema - sehe es allerdings auch eher im Frühling. Ich habe hier ja auch noch einen ganz entzückenden Stoff liegen, der "Bluse" schreit, ohne eine konventionelle Bluse werden zu wollen. Das ist echt ne Herausforderung!

Farbe als Thema
Auch irgendwie schön, aber gerade bei "senfgelb" werden wir Blondinen ausgeschlossen, die darin leider aussehen, als wären sie schon 3 Tage krank. Schwierig, die passende Farbe auszuwählen, also auch nicht Motto meiner Wahl.

Schößchen
Das wäre ja mein Favorit, aber ich sehe schon. Da gibts keine Mehrheiten. Ich finde Schößchen wirklich toll, weil sie Figur zaubern und ich fände es immens spannend, bestehende Oberteilschnitte abzuändern und Schößchen dran zu basteln. Das ist sicherlich nicht leicht, aber die Ergebnissen wären sicherlich umwerfend.

So, also das wären meine Gedanken zu den Themen. Jetzt seid ihr wieder dran. Ich gestehe, ich habe ein paar Eurer Vorschläge nicht in die Liste aufgenommen, weil sie einfach jetzt nicht so gut passen, weil es ohnehin so viel war oder weil ich nicht mitmachen würde. Das ist gemein, ich weiß. Aber es hält euch ja niemand davon ab, so etwas zu nähen. Die Auswahl an möglichen Motti ist immer noch riesig und es wird gar nicht so einfach, das Kreuzchen zu machen! Also dürft ihr 3 Kreuze machen. Aber bitte auch nicht mehr!

Die Umfrage (rechts in der Sidebar) ist bis Dienstag abend 0.00 Uhr geöffnet. Ich bin gespannt!

Mittwoch, 15. August 2012

Noch 5 bzw. 12 Tage StreifenStreifenStreifen



Der Streifen-Monat-Juli ist noch nicht zu Ende. Was kümmern mich die üblichen Kalender. Wie bereits angekündigt, gibt es noch ein Nachzüglerinnenfinale am 20. August. Die am nächsten Montag veröffentlichte Linkliste ist dann auch noch eine ganze Woche, bis zum 27.8. um 7.59 Uhr geöffnet. Ihr habt also noch ein bißchen Zeit, Streifenprojekte zu beginnen, weiterzumachen oder fertigzustellen. Ich bin gespannt.

Und egal, ob ihr bei den Blümchen oder Streifen mitgemacht habt oder nicht. Wenn ihr Lust habt, noch Ideen für das nächste Monats-Motto für September/Oktober beizusteuern, dann könnt ihr das dort (in den Kommentaren) sehr gerne machen.

Dienstag, 14. August 2012

Nähfragezeichen-Antwort: Schnitte und Preise



In letzter Zeit habe ich Nähfragezeichen eher indirekt beantwortet, z.B., in dem ich Eure Antworten ernst nahm und mich im Shirt-nähen versuchte. Heute will ich doch mal auch eine eigene Antwort zum aktuellen Näh-Fragezeichen schreiben.

Schnittmuster-Preise
Was für Schnittmuster kauft ihr am liebsten (Einzelschnitt, Zeitung, siehe oben) und wie viel seid ihr bereit, für ein Schnittmuster zu zahlen. Woran hängt eure Zahlungsbereitschaft (z.B. gute Erfahrung mit der Firma, zahlreiche Variationsmöglichkeiten...)?


***************  Auch noch mitmachen? Gerne!  *******************

Das Nähfragezeichen ist noch eine ganze Woche lang aktuell und lädt herzlich zum Antworten ein. Bisherige Antworten findet ihr in den Kommentaren zu dem Blogbeitrag und bei Mr. Linky, in dem ich die Frage zu den Schnittmusterpreisen zum ersten Mal schrieb.

**************************************************************

Ich nähte bisher nach Zeitschriften (Knip Mode, Ottobre, Burda), nach Mehrgrößenschnittmustern (Farbenmix), ich kaufte Schnittmuster, die ich aber nicht nähte (Onion, McCalls, Butterick), weil ich sie hätte noch vergrößern müssen und mit Einzelgrößenschnittmuster (Schnittquelle, meine Praktikumsschnitt sowie selbst konstruierte Schnitte).

Im Praktikum und bei den Schnittquelle-Schnittbögen fand ich es so unglaublich luxuriös, auf dem Schnittbogen selbst Veränderungen zu malen und dann den Schnitt, auf schönem Papier, einfach auszuschneiden. Im Praktikum hatte ich dann noch das Vergnügen, die Passzeichen am Schnitt mit dieser wunderbaren Kerbschnittzange machen zu können, so dass die Passzeichen ritschratsch mit Kreide auf den Schnitt übertragen werden können. Da ich mich immer schwer disziplinieren muß, um nicht unordentlich zu arbeiten, fand ich dieses feste Papier, mit diesen wunderbaren Kerben, das ich einfach nur mit mit Muscheln gefüllten Marmeladengläsern beschwerte, statt zu stecken, toll, so dass ich zwangsläufig ganz ordentlich arbeitete - selbst dann als ich, nicht ganz "regelkonform" um den Schnitt herum mit dem Rollschneider durch den Stoff jagte, statt den Schnitt vorher komplett mit Kreide zu übertragen. Das einzige Problem, dass ich ahnte war: was, wenn ich nachträglich Änderungen im Schnitt anzeichnen will, die mehr Papier benötigen? Glücklicherweise war das nicht nötig, aber sonst hätte ich wohl einfach etwas drangeklebt. 



Bildquelle: Peggy Morgenstern



Mehrgrößenschnitte brauche ich nicht. Im Prinzip bräuchte ich sie nur, wenn ich mal für jemand anderen nähe, aber das passiert sowieso selten. Was mir aber hilft ist, wenn im Schnitt angegeben ist, wo Taille, Hüfte und Brustpunkt sind. Dann kann ich an den relevanten Stellen nachmessen und ggf. anders zeichnen. Die Angaben auf den Maßtabellen finde ich ohnehin rätselhaft. Ich habe immer den Eindruck, dass sie eher pessimistisch sind. Wähle ich nach den Maßtabellen eine Größe, dann "darf" ich im Nachhinein etwas verkleinern. Relevant sind also die Maße auf dem Schnitt und nicht die in der Maßtabelle. Das Risiko, bei der Bestellung eines Eingrößenschnittes, die falsche Größe zu erwischen halte ich demnach auch für klein, denn die Gradierungen zwischen Größen sind doch sowieso nur ein paar Zentimeter. Frau kann doch einfach nachmessen und entsprechend der gedruckten Linie einfach selbst zeichnen, denn auf dem Einzelgrößenschnitt ist das doch sehr übersichtlich. Ab gesehen davon, bin ich mittlerweile großer Fan von eingezeichneten Nahtzugaben.

Natürlich bin ich vor Zeitschriften auch nicht gefeit. Zu groß ist doch das Vergnügen, darin zu blättern und zu träumen. Aber ganz ehrlich, wenn ich überlege, was das Knip Abo kostet und wie wenige Schnitte ich daraus tatsächlich realisiert habe, dann sind die Schnitte doch ziemlich "teuer". Aber wie gesagt, bei den Zeitschriften bezahle ich auch für das Lesevergnügen und ich freue mich immer wie Bolle, wenn es nur noch wenige Tage sind, bis die neue Knip im Briefkasten ist.

Das "zu teuer" habe ich in Anführungszeichen geschrieben, weil ich als Selbständige und als Beraterin ohnehin weiß, wie schwierig Preiskalkulationen sind. Aus der Sicht derjenigen, die einen Schnitt produzieren, sind alle Preise der Schnitte für den Markt der Hobbyschneiderinnen lächerlich billig. Es müssen schon sehr sehr viele Schnitte verkauft werden, bis die kreative Leistung, einen Schnitt zu erstellen, honoriert ist und dazu kommen ja noch diverse andere Leistungen, wie Projektmanagement, Marketing, Verkaufsorganisation etc. Ich wüsste zu gerne mal, wo der "Break-Even" bei einem Schnittmuster liegt, d.h. wie viele Exemplare eines Schnittes verkauft werden müssen, bis erst einmal die entstandenen Kosten gedeckt sind.

Ich verstehe aber, dass für die Kundinnen bestimmte Preisobergrenzen gelten. Wir alle wissen, dass Nähen nicht billig ist. Bis ein Kleidungsstück entstanden ist, geben wir eine Menge Geld für Schnitt, Stoff und Kurzwaren aus - unsere Arbeitszeit gar nicht mit eingerechnet. Interessant fand ich eine Antwort, wo für ein "besonderes Kleidungsstück" der Schnitt auch mal teurer sein darf. Das ist bei mir eigentlich eher umgedreht. Ich würde mehr Geld ausgeben für das perfekte Ding, was ich mehrmals nähe, weil sich dann ein Schnitt eher rentiert.

Und mein Resumée? Mmmh, ich würde sagen, als Kundin entscheide ich sehr wenig rational, sondern gehe eher nach dem Lustprinzip. Den Kostenfaktor lasse ich meist außer acht, weil "ich mir ja sonst nix gönne" *g*. Als Beraterin und zukünftige Produzentin bin ich sehr nachdenklich geworden, denn um wenigstens die Kosten zu decken, müssen schon sehr große Mengen abgesetzt werden und diese Reichweite muß frau erst einmal erreichen.

Und wie immer denke ich über die Wertschätzung von Handgemachtem nach. Sind Schnitte nicht eine handwerkliche Leistung, die von Selbermacherinnen gewertschätzt und gerade anständig entlohnt werden müssten? Oder machen wir Selbermacherinnen uns manchmal etwas vor, wenn wir von dem Wert des Selbstgemachten und der Nachhaltigkeit reden - sind wir vielleicht auch nur gehetzte Konsumentinnen im Konsumrausch, wo alles billig, ständig neu und schnell verfügbar sein muß?


Montag, 13. August 2012

Neues Motto gesucht!

Tja, so ist das mit den lieben Lieben. Den Geburtstag habe ich überstanden - der war gar nicht schlimm, aber den zwei Stunden Feier, hatte ich auch ganz entspannt entgegen gesehen. Wir waren eben nur spät dran mit Geschenken und Vorbereitungen und dann noch die 50 Muffins für die Kita. Da bin ich dann doch nicht entspannt, obwohl ich keine Muddibloggerin bin, die mit wundervollen Bildern aller Welt zeigt, wie sehr sie sich für ihre Lieben verausgabt. Aber ich habe gebackten und wenig kunstvoll mit buntem Zeugs verziert, weil ich es einfach nicht schaffte, einfach nur gekauftes Zuckerzeugs abzugeben. Man weiß ja dann doch nicht, ob hinter vorgehaltener Hand das Rabenmutter-Urteil kommt. Und ich gestehe, ich bin davon auch nicht frei, wenn ich in so manche Brotdose im Kindergarten sehe - wohlwissend, dass gerade auch wir Mütter es uns und den anderen Müttern schwer machen.

Das liebevoll gestaltete Geburtstagsshirt wurde leider abgelehnt "Der Mann sieht komisch aus" (ein Supaheld von der Hamburger Liebe, zum Fotografieren bin ich zu faul), aber es konnte auch nur schwer mit dem ECHTEN Trikot vom DFB von Oma und Opa konkurrieren. Nun ja. Dann nähen wir eben zusammen noch ein Shirt mit ner 4 und er sucht das Material aus. Vielleicht erwacht im Laufe des Jahres noch Interessen an Helden. Bisher konkurrenzlos als Held anerkannt: der Lieblingserzieher, denn "der kann alles mit allem!", da bekommen auch die Muddis ganz glasige Augen...

----------------------------------------------

Aber dieser Post hat ja eine ganz andere Überschrift. Also zum Thema:

Der August ist nun fast zur Hälfte um und ich bin irgendwie zwischen Sommerröckchen (derzeit wunderbares hamburger Sommerwetter von 22 Grad) und der Lust auf Cord, Wolle und Walk. Obwohl ich an sich tausend Ideen habe, was sich zum Motto eignen würde, ist so ein Mottomonat doch erst richtig schön, wenn möglichst viele von Euch mitmachen. Also machen wir es dieses Mal demokratisch: erst sammele ich Vorschläge, dann machen wir ne Abstimmung als Meinungsbild und dann entscheide ich *g*.

Ich bin gespannt, welches Motto euch für den Motto-Monat-September reizt. Und das meine ich wörtlich! Vorschläge bitte hier in den Kommentaren. 

Freitag, 10. August 2012

overrockt

Ich bin etwas overrockt derzeit. Sprachlich schöner wäre es schon, wenn ich schriebe, dass ich gerade ein wenig die Röcke über habe und mich merkwürdigerweise nach Hosenbeinen sehne. Aber overrockt beschreibt noch genauer, wie schlapp ich bin. Es hat so was von überfahren und kaputt gerockt. Keine Lust auf Röckchen und schick machen. Ich bin nahe dran, schwach zu werden und die olle Jeans aus der hintersten Ecke des Schrankes zu fischen. Und kommt mir jetzt nicht mit Leggins. Die sind für die kalte Jahreszeit. Per Definition haben wir Sommer.

Aber wahrscheinlich ist mir einfach nach alleine-Rumschlunzen-in-Jogginghose-aufm-Sofa-mit-Mädchen-TV-Programm-und-ner-Großpackung-Taschentücher statt nach Kindergeburtstag-vorbereiten und dem ganzen anderen Kram, der sonst noch gemacht werden muß.

Dienstag, 7. August 2012

Endlich wieder ein Nähfragezeichen



Eine Frage, die mich in den letzten Tagen beschäftige, will ich Euch heute stellen und bin schon gespannt, auf Eure Antworten. Inspiriert wurde ich von einem Kommentar, den ich so oder so ähnlich schon öfters gelesen habe: "für einen Einzelschnitt ist mir das zu teuer". Die Begründung lautete: ich brauche oft oben die eine Größe und unten eine andere, da sind mir Mehrgrößenschnitte lieber. Jetzt gibt es ja verschiedene Möglichkeiten, Schnitte zu kaufen: als Einzelschnitt, als Mehrgrößenschnitt, als E-Book oder als Schnittmuster in einer Zeitschrift. Und dann gibt es diese Angebote noch von unterschiedlichen Firmen mit ganz unterschiedlichen Preisen. Spielt das bei euch eine Rolle?

Schnittmuster-Preise
Was für Schnittmuster kauft ihr am liebsten (Einzelschnitt, Zeitung, siehe oben) und wie viel seid ihr bereit, für ein Schnittmuster zu zahlen. Woran hängt eure Zahlungsbereitschaft (z.B. gute Erfahrung mit der Firma, zahlreiche Variationsmöglichkeiten...)?

Antworten könnt Ihr zwei Wochen lang hier in den Kommentaren oder bei Euch Blog. Über eine Verlinkung bei Mr. Linky oder einen Hinweis hier, würde ich mich freuen.


Montag, 6. August 2012

Shirts nähen

Unbenannt

Im Nähfragezeichen hatte ich danach gefragt - und viele Antworten bekommen - ob es sich lohnt, Shirts zu nähen. Eine richtige Notwendigkeit bestand diesbezüglich für mich nicht, sind doch einfache, schlichte Basis-T-Shirts mit guter Passform, Elasthan-Anteil und wahlweise V-Ausschnitt oder rundem Ausschnitt das einzige Kleidungsstück, für das ich die perfekte Bezugsquelle für mich gefunden habe.

Als in den letzten Wochen meine Rockleidenschaft wiedererwachte und ich einen Faible für schlichte einfarbige Röcke entdeckte, fragte ich mich, ob ich wohl gemusterte, etwas aufregendere Shirts mag und das Shirt-nähen-Experiment wagen sollte. Aufgrund von ziemlich schrecklichen Shirts, die ich am Anfang meiner Nähkarriere nähte, war ich allerdings skeptisch. Ich glaube noch nicht mal, dass die Shirts wirklich schrecklich waren; Alleine - sie passten irgendwie nicht zu mir.

Jetzt habe ich in den letzten Tagen zwei Shirts genäht. Das Gepunktete ganz oben ist gestern fertig geworden, das Gestreifte kennt ihr schon. Und obwohl ich gestern abend dazu neigte, gleich noch ein Shirt zu nähen, weil es so schön schnell geht - Zuschneiden ist easy, weil es nicht so große Teile, wie bei einem Kleid sind, nähen geht schnell, weil nur wenige Nähte - also obwohl ich gestern im Rausch fast noch eines nachgeschoben hätte, bin ich heute morgen etwas ernüchtert. So richtig gut isses nicht, mein neues Shirt. Zwar raffiniert und anders, aber gleichzeitig nicht perfekt in der Passform und einen Tick zu damenhaft für mich.

Mit dem Schnitt China-Shirt von der Schnittquelle* bin ich recht zufrieden. Ich finde die Idee gut, mithilfe der kurzen Raglanärmel einen schönen Ausschnitt zu arbeiten. Beim nächsten Mal würde ich an den Raglannähten vorne (und vielleicht auch an den Schulternähten) noch mehr wegnehmen, als ich das im Korrekturschritt schon getan habe.  Ich vermute, dass es mein übliches Problem ist: die große Brust hängt zu tief, auf Achselhöhe entstehen Falten, die einen Abnäher vermissen und über der Brust beult es. Nicht jeder Jersey kann eben alles hin und herzaubern. Ich werde in den nächsten Monaten weiter beobachten, was es mit Jerseyoberteilen auf sich hat, denn ich vermute, auch bei Jersey muß man sich für große Größen etwas Spezielles einfallen lassen. Ich denke aber, dass nur wir Näherinnen so hohe Ansprüche an die Passform haben und das meine Mäkeleien niemand sonst auffallen würden.

Aber eigentlich ist es wunderbar: Man hat aus 4 Teilen schnell ein interessantes Shirt gezaubert  das ein wenig mehr her macht, als ein schnödes Basis-T-Shirt. Doch ich glaube, ich bin dann doch eher der schnöde Basis-T-Shirt Typ. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja doch mal wieder den Stoff, den Rock oder den Anlass, der nach einem damenhaften Modell verlang - dafür bin ich mit dem China-Shirt-Schnitt gutgerüstet.

Eine Neuentdeckung hilft mir bei der Motivation, mich weiter "in Shirts" zu probieren: der dreifache Zickzack! Obwohl ich mit der Zwillingsnadel "okaye" Ergebnisse erziele (Hauptsache, sie ist breit genug) ist es immer ein Akt, ich brauche zwei Garnrollen und manchmal reißt mir sogar die Naht, wenn der Saum zu sehr gedehnt wird. Letzteres passiert leider nicht, bei wilden Liebesspielen (hallo neue Leser, die ihr so auf mein Blog gefunden habt), sondern eher im alltäglichen Leben mit Kind. Der dreifache Zickzack macht die Sache sehr viel einfacher. Er ist schön elastisch und geht schnell  und einfach von der Hand. Er sieht zwar nicht aus wie "gecovert" - aber das sehen meine Zwillingsnadelnähte bei rutschigem Viscosejersey auch nicht.

In der Schnitquelle-Anleitung steht zwar, man solle einen Rollsaum-mit-der-Nähmaschine (und nicht mit der Overlock) an den Ausschnitten und am Saum machen - falls ich das richtig verstanden habe. Aber das hat bei mir, selbst mit dem nähleichten Baumwolljersey von Stoff und Stil nicht geklappt. Also habe ich den dreifach Zickzack genommen und war zickizacki fertig.

edit:
Was ich zu erwähnen vergaß: Auch beim China-Shirt hatte ich das theoretische Problem, dass laut Maßtabelle, meine Taille zu moppelig für die angegebenen Größe ist. Praktisch war das aber kein Problem. Nach den Erfahrungen des Sommerkleides habe ich mutig genau nach Schnitt zugeschnitten und auf die Dehnbarkeit des Jerseys gehofft. Und siehe da: es ist nicht zu eng und passt in der Taille perfekt.


Frau Blüm von der Schnittquelle hatte mich nach meiner "Ode an die Jerseykleider" gefragt, ob ich Lust hätte, Schnittquelle-Schnitte in Hinblick auf große Größen zu testen. Klar, hatte ich Lust! Das ist doch mal ne Mission! Ich mache mir schließlich dauernd Gedanken, wie das so mit den großen Größen ist, was geht und was nicht geht, warum und überhaupt, wie gehe ich mit diesen merkwürdigen Phänomenen um, dass die Brüste tiefer hängen und die Taille nur noch schwer zu finden ist... Also, wer sich wirklich für schicke Sachen für Frauen mit unpopulären Format interessiert, wer, wie ich die Mission hat, alle Frauen glücklich zu machen, bekommt von mir natürlich Unterstützung. Nur um das Klarzustellen: Für dieses Blogposting bekomme ich nix, außer den Schnitten, die ich mir zum Probieren rausgesucht habe und Schnittquelle bekommt von mir Feedback zum Schnitt. 

Sonntag, 5. August 2012

Live vom ....

20.11 Uhr
Nähtisch. So richtig motiviert bin ich heute abend mal wieder nicht. Es liegt nichts Neues und Aufregendes vor mir. Das liegt natürlich daran, dass hier so viel Angefangenes und Unvollendetes herumliegt. Was könnte ich tun?
  • das zugeschnittene Punkte-Shirt nähen
  • bei dem wiedergeborenen Streifenshirt die Steppnaht am Ausschnitt machen und den Saum nähen
  • dem Streifenrock ein paar Gürtelschlaufenn spendieren
  • das Knotenkleid, das noch ein bißchen zu warm für über 20 Grad ist, fertig machen
  • oder vielleicht doch das Praktikumskleid mit Knopflöchern und Knöpfen versehen, obwohl es immer sagt, dass es gar nicht ein Kleid für mich ist. 
Es wäre also schon was zu tun. Oder ich schneide das nächste Jerseykleidprojekt zu? Das wäre auch noch ne Idee, aber für das Wickelkleid hätte ich gerne noch einen uni-farbenen Stoff, um die Kanten abzusetzen. Mittlerweile habe ich zwar ein paar Unis hier, aber irgendwie wären die Kombinationen doch wohl ein wenig zu schräg. 

Ich denke, ich fange mal mit dem Punkte-Shirt an. Das reizt mich am meisten. 

Und ihr so?

20.25 Uhr
Man muß es einfach angehen. Also habe ich jetzt ein paar Entscheidungen getroffen. Der Tatort bleibt aus, denn den kenne ich schon, dafür gibts dann nachher "Twiggy"" auf ARTE und jetzt hole ich die Ovi raus und nähe erst das Shirt zusammen und dann baue ich die Nähmaschine auf für die Säume und Steppnähte.

Und wo steckt ihr?

21.44 Uhr
Schön, von Euch zu lesen. Ich freue mich immer, wenn wir zumindest ein virtuelles Näh- und Plauderkränzchen machen.

Das neue Shirt ist fertig und für gut befunden - sowohl von mir als auch vom Gatten. Also so gut wie fertig. Unten fehlt noch der Saum, aber den wollte ich erst nach Anprobe machen, um zu schauen, wie lang es ist. Aber es ist nahezu perfekt. Bild und Text folgen in den nächsten Tagen. Jetzt ist es zu dunkel und der Gatte beschäftigt.

Ich hätte ja Lust, gleich noch eines hinterher zu nähen. Immerhin gibt es noch den ganz fein rot-weiß-geringelten Jersey aus Berlin. Aber bisher hatte mir dieser noch nicht verraten, welches Schnittmuster ihm gefallen würde und nach dem schnellen Erfolgserlebnis wäre es vielleicht zu sehr im Rausch, gleich noch ein Shirt dieses Schnittes hinterher zu schieben, bevor es einen Probetragetesttag bestanden hat. Also zähme ich das Verlangen. Für die ganz neugierigen unter euch: das Pünktchenshirt ist das China Shirt von der Schnittquelle, das gerettete Ringelshirt nach dem Schnitt "Rosen-Top, Nr. 5" aus der Ottobre 2/2007.

Schon erstaunlich, wie schnell so nen Abend rumgeht. Eben fing ich an, dann klingelte eine Freundin, die ich mit "Mad Men" angefixt hatte und die unbedingt HEUTE NOCH Staffel 3 BRAUCHTE und jetzt könnte ich schon "Twiggi" anmachen, dabei habe ich erst eines der angedachten Projekte erledigt. Und dann hat der Junge auch noch nächstes Wochenende Geburtstag und wenn ich schon so selten für ihn nähe, sollte ich ihm zumindest ein Geburtstags-Shirt machen.....

22.09 Uhr
Die Twiggy-Doku ist super. Ich glaube, ich höre auf und räume auf. Immerhin habe ich ja ein fertiges Ding. Oder doch noch schnell die rote Steppnaht? Das wäre vernünftig. Aber..mmmhh.... ich ringe mit mir. Es ist so toll, diese Sendung auch zu sehen, statt nur zu hören. 

Absperr-Band-Rock

Unbenannt

Auch wenn ich irgendwie in den letzten Wochen wenig näh-inspiriert war und schon gar nicht zum Thema Streifen, fühlte ich mich doch dem Mottomona verpflichtet. Ein Streifenprojekt, einen rotweißen-Vierbahnenrock, hatte ich schon länger vor und wollte es unbedingt schnellschnell realisieren - dass es dann wochenlang dauernd würde, damit hatte ich nicht gerechnet.

Mein Sohn findet den gestreiften Köper toll, aus den Resten mußte ich ihm unbedingt Absperr-Band schneiden - daher der Rockname. Da ich einen neuen Schrägbandformer habe, habe ich dann auch gleich Streifenschrägband produziert. Was ich nicht bedachte war, dass die Streifen auf dem Rock auch im schrägen Fadenlauf sind und dass das Schrägband bei der einen Bahn "richtig" gewesen wäre und bei der anderen Bahn falsch - das hätte sicherlich merkwürdig ausgesehen. Aber da ich Schrägband liebe, wartet das "Absperrbann" nun auf ein anderes Projekt und nach der Qual der Wahl aus den Schrägbandvorräten, habe ich mich für die kompletmentärste und schrägste Lösung entschieden - und finde sie prima.

Den Schnitt habe ich selbst gemacht. Hüfte und Taille gemessen und überlegt, dass der Rock genauso weit ausgestellt sein soll, wie meine derzeitgen Lieblings-Acht-Bahnenröcke. So weit so gut. Allerdings fand ich das "Anpassen auf Figur" sehr viel komplizierter, als beim Acht-Bahnenrock. Zuerst hatte ich vorne und hinten Abnäher, aber abgesehen davon, dass die vorderen Abnäher sich nicht so schön auf dem Muster ausmachten (hinten sehe ich es ja nicht), saß der Rock einfach nicht.

Eine weitere Schwierigkeit hatte ich mit dem normalen Reißverschluß. In letzter Zeit hatte ich nur noch nahtverdeckte Reißverschlüsse genutzt, doch leider hatte ich mich verkauft. Mit dem normalen Reißverschluß, hatte ich Schwierigkeiten, den Musterverlauf hinzubekommen und die Seitennaht so zu machen, dass sie gut sitzt. Also hat der Rock ein paar Wochen in der Ecke gelegen, weil er irgendwie doof geworden war.

Da nun aber übermorgen die vorletzte Frist für den Streifenmonat abläuft, habe ich mir diese Woche vorgenommen, mich an das ungeliebte Ding dranzusetzen, um auch mal etwas zeigen zu können. Richtig fertig ist er noch nicht. Wie man vielleicht sieht, ist der grüne Gürtel (vom OP-Kleid geliehen) nur ein Fake-Gürtel (hinten gebunden). Ich möchte noch einen richtigen Gürtel dazu basteln, inklusive Gürtelschlaufen und natürlich weißer Schnalle.

Außerdem hat der Rock keine Taschen. Ich habe wochenlang darüber nachgedacht, was für eine aufgesetzte Tasche auf das Muster passen würde. Oder doch zumindest die eine Seitennaht aufmachen (der RV sitzt links) und eine Nahttasche arbeiten - ich habe Sorgen, dass sie klaffen könnte. Ich hätte den RV nach hinten machen sollen. Darauf bin ich irgendwie nicht gekommen. Aber jetzt ist es zu spät.

Und eigentlich hatte ich noch die Idee, ein weißes T-Shirt mit etwas Grünem zu pimpen, um es passend zum Rock zu machen. Ein Schleifchen? Oder vielleicht nähe ich doch mal so einen Loopschal, wie sie letzten Sommer modern waren. Mal schaun. Ich bin gespannt, ob ich mich noch zu den zusätzlichen Arbeiten motivieren kann. Denn: einen Streifenstoff hätte ich noch, der ein Shirt werden soll. Aber um zu entscheiden, welcher Schnitt dafür genommen wird, nähe ich heute abend erstmal das bereits zugeschnittene Shirt mit den Pünktchen und dann sehe ich weiter.


Samstag, 4. August 2012

Gerettet

Unbenannt


Ich bin ein Thrillseeker und habe deswegen euch zu liebe, ein Foto des furchtbaren Shirts hochgeladen. Glücklicherweise hat das die neue Festplatte überlebt. Mein Mann ist ein Held, alle Daten sind noch da und ich habe eine wirklich schöne neue schnelle Festplatte. Er betont aber ausdrücklich, dass ich allen sagen soll, dass ich die Schuld habe und nicht die tollen Apfelcomputermacher. Ich kann diesen Post einfach nicht mit dem hässlichen Foto beginnen, deswegen seht ihr oben, die neue Version.

Nachdem ich wusste, dass die Festplatte kaputt ist, habe ich das ungeliebte Burda-Shirt zerschnitten. Das war gut zum Frustabbau. Ich habe einfach die Nähte abgeschnitten und gehofft, dass die Teile für einen anderen Schnitt passen. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass die Raglannähte so tief sitzen. Da ging irgendwie gar nix - auch kein anderer Raglanschnitt. Also habe ich gestückelt. Vorne sieht man die Teilung als mittlere Naht. Hinten die Querteilung fällt nicht so sehr auf. Mein Mann findet die mittlere Naht furchtbar. Sollte ich da vielleicht einfach ne rote Zackenlitze draufnähen?

Ich bin mir nach wie vor nicht wirklich sicher, ob ich das Shirt mag. Mit "weniger rot dran" ist es besser, aber optimal ist es immer noch nicht. Aber vielleicht gefällt es mir auch deswegen auf dem Foto nicht so gut, weil ich das Shirt nicht im Rock und keinen Gürtel trage.


Unbenannt


Das  nun zerschnittene, hässliche Shirt hat einen wirklich unvorteilhaften Schnitt. Einfach zu viel Stoff unter den Achseln. Es sieht nur gut aus, wenn ich Sirtaki tanze - aber das mache ich eher selten. Insofern ist es gut, dass es nicht mehr existiert. Vielleicht wäre das alles gar nicht so schlimm gewesen, wenn ich Stoff genug gehabt hätte, den Wasserfall in gestreift zu machen. 

Was ich allerdings zugeben muß ist, dass der weichfallende Viscosejersey etwas besser zu dem zerschnittenen Shirt passt als zu dem konventionellem neuen Ringeldings. Aber das verbuche ich unter Lernerfahrung. Das nächste Shirt ist schon zugeschnitten. Aber vorher zeige ich euch noch einen Streifenrock.