Dienstag, 21. August 2012

Volltreffer-Näh-Fragezeichen



Eigentlich kann es gar nicht sein, dass mir die Fragen an das Näh-Fragezeichen ausgehen, sind sie doch sicherlich unendlich. Und wahrscheinlich gibt es noch unzählige scheinbar ganz profane Fragen, deren Beantwortung aber von höchsten Nutzen für die Gemeinde sind - alleine, ich komme nicht darauf. Nachdem ich mir jetzt den halben Vormittag den Kopf zerbrochen habe, nun also diese Frage.

Näh-Volltreffer
Stellt euch vor, eine Freundin interessiert sich latent für das Nähen von erwachsenen Kleidung. Welches Projekt würdet ihr ihr als erste Erfolgserlebnis vorschlagen. Und welches zweite oder dritte. Andersrum gefragt. Bei welchen selbstgenähten Kleidungsstücken habt ihr bisher die meisten Aaahs und Ooohs bekommen. Ohne welche Näh-Erfolge könnt ihr nicht mehr leben. Was waren eure "Volltreffer"?

Antworten könnt ihr ZWEI Wochen lang hier in den Kommentaren oder bei Euch im Blog - Hinterlasst dann bitte bei Mr. Linky einen hinweis, wo wir eure Antwort finden.





Über Fragen von Euch, würde ich mich nach wie vor SEHR freuen. Einfach hier in die Kommentare schreiben.

Kommentare:

  1. Hi,

    vielleicht gab es die Frage schon, aber mich würde (aus aktuellem Anlass) folgendes interessieren:

    Wenn ein Teil einfach nicht passen will oder irgendwas nicht so schön genäht ist, wie frau es sich vorstellt oder es einfach ein Teil für die Tonne ist, was passiert dann damit?

    Wird es so lange geändert, bis es "anziehbar" ist, wird gefühlte 100 x aufgetrennt und wieder neu genäht oder einfach in die Ecke geworfen?

    Wir der Stoff von dem Tonnenteil nochmal verwendet?

    Was gibt Motivation, das Teil fertig oder neu zu nähen?

    Und wie sieht das dann mit dem Schnitt aus, der so gar nicht gelingen wollte? Ist da der Ehrgeiz, ihn nochmals zu nähen und es besser zu machen oder einmal und nie wieder?

    Liebste Grüße
    Theresa

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    1. Hallo Theresa,
      eij, das sind ja meine Fragen, ich wüsste auch gerne mal ob Ihr Nähleichen habt und was aus Ihnen wird.

      Bei mir isr das also so: So lange bei einem Patient noch Hoffnung besteht, trenne ich auch 1000mal auf. Wenn ich allerdings bemerke, dass die Nähte zwar in Ordnung sind, für den Schnitt oder den Stoff aber keine Hoffnung auf Heilung besteht - tja, dann gibt es den Korb, in dem er dann beerdigt wird. Es soll ja auch ein Leben nach dem Tod geben...

      Und wie isses bei dir?

      Liebe Grüße
      Karin

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  2. Ich würde dieser Freundin genau DAS vorschlagen mit dem ich selber angefangen habe: Imke + Römö. Beides zwar nich der Brüller ... AAAABER beides ist einfach und schnell gemacht. Und wenn´s gut läuft und man als Freundin etwas beihilft kann dat Frau am Abend in nem kompletten neuen Outfit dastehen und is stolz wie Oskar . Selber schon so mit ner Bekannten erlebt. Da kommt es nich auf nen mord stylisches Teil an ... sondern das "ICH habe DAS gemacht" läßt die Endorphine überquellen.

    Die meisten Aaaahs und Oooohs gibt es denk ich bei Kleidern und bei gut sitzenden Hosen ... nämlich genau dann, wenn die Leute nich glauben können, dass es tatsächlich selbstgeäht ist und sie verzweifelt nach dem Etikett suchen.

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    1. Ich finde IMKE auch ne gute Wahl, einer meiner ersten Schnitt, zuerst habe ich aber VALESKA genäht, finde ich auch toll Anfänger-geeignet...

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    2. Römö und dazu ein toller Stoff, da kann doch eigentlich nix schiefgehen, oder?

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  3. Einer noch nicht nähenden Freundin würde ich für den Anfang was Einfaches Empfehlen. Vielleicht eine leicht veränderte Imke. Das ist zwar kein spektakuläres Ahhhh-Ohhhh-Echt-das-ist-selbstgenäht?-Teil, aber es geht schnell und ist einfach und daher ist ein Erfolgserlebnis recht sicher.
    Oder irgendeinen simplen Rock, je nach Beristschaft, sich auf was Friemeliges einzulassen, sogar mit RV und Taschen.
    Ahhhs und Ohhs bekomme ich irgendwie nie für meine selbstgenähte Kleidung. Wahrscheinlich weil ich simple schlichte Alltagskleider nähe und nichts Spektakuläres.

    Grüße,
    naehfreundin

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  4. Einer Nähanfängerfreundin (es werden immer mehr!!) empfehle ich meistens einen Rock, RÖMÖ ist dazu sehr gut geeignet. Aber noch besser finde ich eine Tasche, ohne Reißverschluß aber mit Innenfutter. Daran kann man sich auch prima austoben, wer es mag, kann viele verschiedene Farben oder Materialien unterbringen und das beste an einer Ersttasche: sie muss nicht passen. Kleidung finde ich für den Start nicht soo ideal, denn wenn das augedachte Stück dann nicht gut sitzt, ist die eine oder der andere vielleicht enttäuscht und demotiviert.
    Ganz liebe Grüße
    Silke

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  5. Ich möchte gerade starten mit dem Nähen und fragte mich, womit fang ich an. Jetzt habtIhr hier so gute Ideen - aber was ist eine IMKE oder eine RÖMÖ???
    Ich freu mich über einen Hinweis :-)

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  6. Hallo pinksonly, einfach mal "imke schnittmuster" und "römö schnittmuster" googlen, am besten mit der Bildersuche von Google und schaun, ob dir die Ergebnisse gefallen. Und dann findest du auch die Schnittmuster.

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  7. Ich schließe mich an: Ganz klare Antwort: ein Rock! Am besten ein einfaach A-Linien-Rock mit Jerseybund (und für jede, die es tragen kann und jung genug ist, für erste Erfolgserlebnisse ein Gummizug). Auch wenn mein erster Rock ein Wickelrock und der zweite einer mit RV war …

    Jersey-Shirts finde ich immer noch gewöhnungsbedürftig, da ich ja nur eine "normale" Nähmaschine habe. Und Kleider. Nun ja. Wunderschön ist es geworden. Aber es hat auch fast ein halbes Jahr gedauert, uff!

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  8. Also ich hatte mein erstes Erfolgserlebnis mit einer Amy. Mein Typ Rock... aber eben selbstgemacht. Nähe selbst erst ein halbes Jahr und da waren die farbenmix Schnitte für den Anfang echt super. Burda frustriert mich immer noch hin und wieder.

    Lg Elke

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  9. Ich schließe mich auch den Empfehlungen für einen Rock an. Ein bestimmtes Modell kann ich jetzt nicht benennen. Als ich vor vielen Jahren meine Ausbildung zur Schneiderin begonnen habe war der Rock auch das erste Modell, danach kamen Hosen, dann Blusen, Hemden, Kleider und ganz zum Schluß Jacken und Mäntel (leider konnte ich die Lehre nicht beenden). Ich denke aber auch, daß es von der Lernbereitschaft und dem Willen meiner Freundin abhängen würde was sie versucht, habe ich doch in verschiedenen Blogs schon wunderschöne Kleider gesehen, die Erstlingswerke waren.
    Was die Reaktionen auf DIY-Kleidung betrifft, habe ich die Erfahrung gemacht, daß Genähtes nicht so auffällt. Trage ich aber meine gestrickten Kleider spricht mich fast jede(r) zweite darauf an, meist eine Mischung aus Ungläubigkeit und Staunen. Bei Jacken und Pullis kommt dagegen nicht so viel Aufmerksamkeit.

    L.G. Anja

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  10. Ich werde ja auch ziemlich oft gefragt, womit man anfangen könnte und ich antworte immer, dass man am Besten mit dem anfängt, was man wirklich haben will. Und wenn es was komplizierteres ist, dann macht man es im Nähkurs. Ich meine, der wichtigste Rat ist, dass man schön üben muss und dass es am Anfang mit 1 mal die Woche im Nähkurs unter Anleitung nähen keinesfalls getan ist, wenn man ganz gut und autonom werden möchte. Einzig abraten vom Erstlinsprojekt würde ich bei einem Jackett oder einem gefütterten Wintermantel aus dickem Stoff.

    Lg!

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    1. Ich glaube auch, dass man als Anfänger so schön unbedarft ist. Ich habe mir auch ausgesucht, was ich schön fand (einen Rock) und habe einfach drauf los genäht. Erst beim Nähen habe ich mir überlegt, dass es vielleicht sinnvoll gewesen wäre, nicht unbedingt als Erstlingswerk einen Rock mit Taschen zu suchen, aber das war dann so und dann habe ich die Taschen eingenäht und sogar einen Jerseybund... einfach drauf los.

      Heute schaue ich mir die Schnittmuster viel genauer an und habe dann eher Zweifel, ob ich es überhaupt schaffen könnte...

      LG
      Theresa

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  11. Oweia, mein Erstlingswerk war ein 4 Bahnenrock fuer meine Puppe, als ich schon 12 war.
    Komischerweise schauten mich alle Erwachsenen an, als ob ich vom Himmel gefallen waere und predigten mir von da an einen tollen Lebenslauf als Naeherin = Satz mit X - wurde nix!
    Im Nachhinein, wundere ich mich heute selbst ueber diese Anfangsleistung, ABER: was hatte ich zu verlieren? Nix - alles weggeworfene Restl meiner Mutter - von welcher ich ja auch zufaellig gesehen habe, wie das im Gross-Format geht!
    Kann mich allerdings an eine viiiiel bessere Story erinnern: kleiner Bruder von Jemanden brauchte einen neuen RV in seine Jeans und deren Mutter fand keine Zeit dazu. Eines Tages entdeckte seine Mutter, dass er die vermeintlich zu reparierende Jeans aber (schon wieder) traegt. Eine Nachfrage ergab: selbst gemacht. Einziges Problem: "die doof Naema naeht ja nur rueckwaerts Mama, das ist aber damit schwierig zu kontrollieren, was man naeht!"
    Die Naema war nach der letztgen Benutsung durch die Mutter noch auf rueckwaerts eingestellt, nachdem 'Mann' ausgerechnet diesen zustaendigen Umstellknopf nicht fand ... naehte er eben rueckwaerts!!! (der Hoerr naehte vorher niiie!).

    Also dann: an Freundin - besser doch einen harmlosen Rock! Romoe steht den meisten und schaut auch nicht uebel aus, oder?!

    LG, Gerlinde





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  12. Mein Erstlingswerk war eine Hannah von Farbenmix für meine Tochter, für die es viele Komplimente gab. Seitdem habe ich den Schnitt noch ein paar Mal wiederverwendet, da kann man so schön mit den Stoffen variieren.

    Für mich selbst waren einfache Shirts der Anfang, aber leider komme ich nicht so häufig dazu, Dinge für mich selbst zu nähen :-(

    LG, Petra

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  13. Habe kürzlich mit einer Freundin ein locker geschnittenes, einfaches Kleid genäht. Burda 05/2012.
    Wir wollten beide ein Kleid nähen. Okay, es ist ein sehr einfach geschnittenes Hängerchen. Wir konnten aber beide dem Schnitt etwas abgewinnen. Trotz unterschiedlicher Figur haben wir beide ein schönes tragbares Ergebnis erzielt.
    Es war ein unglaublich heisser Sommertag in den Ferien, den man nur drinnen verbringen konnte. Alle unsere Kinder waren verschickt und wir hatten einen kompletten Tag nur zum Nähen zur Verfügung. Essen waren wir rasch mittags beim Asiaten. Es war herrlich!!!
    Und, das Tolle an diesem Kleid sind die Nahttaschen!
    VG, Birgit

    http://www.lilaundgelb.blogspot.de/2012/07/mein-neues-kleid.html

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  14. Ich würde auch einen Rock empfehlen. Ruhig gleich mit Taschen und Reißverschluss. Da das nicht so schwer ist, wie viele denken, hat man schon gleich einen angstgegner besiegt bevor er einer werden konnte. Es gibt so gute Fotoanleitungen im Netz, dass jeder es hinkriegt!

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  15. Hallo zusammen

    Ich nähe erst seit ca. 2 Monaten wieder, nachdem ich das letzte Mal in der Schule im Nähunterricht genäht habe. Ursprünglich wollte ich mir nur eine sehr günstige Nähmaschine kaufen (die vom Schweden), damit ich meine Arbeitshosen kürzen kann und mitlerweile bin ich richtig süchtig geworden :-)


    Ich habe mit einer Shelly von Farbenmix begonnen (hab heute mitlerweile die 5. gemacht :-) ) und finde den Schnitt einfach genial und ich hatte als Anfängerin keine Probleme. Für meine erste Shelly bekam ich im Büro ein ungläubiges "Das hast Du selbst gemacht?" zu hören, was mich schon ein wenig stolz gemacht hat :-) Deshalb würde ich einer Freundin auch eine Shelly empfehlen.

    LG Maja

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