Dienstag, 3. Juli 2012

Ode an Jerseykleider

Auf der Suche nach Stil, auf der Suche nach den perfekten Schnittmustern, Farben, Mustern und Stoffen hatte ich schon einige Hochs und Tiefs. Interessanterweise habe ich aber auch Hochs, die einander abwechseln. Schön! Immer noch besser, als ein Tief nach dem anderen und schlechtes Karma. Deswegen heute, nach der Lobpreisung der Kleider und Röcke nun eine Ode an Jerseykleider.




Jerseykleider sind doch auch Kleider, höre ich euch sagen. Da kann ich nur bedächtig mit dem Kopf wackeln und "ja und nein" antworten. Ja, Jerseykleider sind Kleider und die Vorteile von Kleidern treffen klar und deutlich auf sie zu:

"Aber warum ausgerechnet Kleider? Weil ich eine Mischung aus Weiblichkeit und "es muß praktisch sein" bin. Ein Kleid zieht frau einfach drüber und ist angezogen. Gut angezogen. Da passt oben auf jeden Fall zu unten. Ok, frau muß sich Gedanken über Schuhe, Strümpfe, Unterwäsche, Mäntel, Handtaschen und Strickjäckchen machen. Aber selbst wenn dieses Drumherum nicht perfekt ist. Frau sieht gut aus - denn sie trägt ein Kleid. Im Kleid bewegt frau sich anders. Frau ist ganz Frau und sieht einfach bezaubernd aus. Drüberziehen, fertig, gut. So einfach ist das. "
         (Zitat aus der Ode an Kleider von mir hier)




Aber es gibt auch noch ein "Nein", es gibt signifikante Unterschiede zwischen einem Jerseykleid und einem Kleid aus Webware. Den Unterschied kann man nicht nur sehen sondern auch fühlen. Das ist ja das schöne, frau fühlt den Unterschied. Es fühlt sich gut an, Jersey auf der Haut zu haben und sich zwanglos bewegen zu können, weil nichts einengt. Ein Jerseykleid ist also das egoistische Kleid par Excellence. Und was könnte ich besser finden, in meinem Feldzug für glückliche Frauen, als Frauen, die auch mal ganz egoistisch an sich denken.




Aber Jerseykleider sind ehrlich. Sie zeigen, was ist. Diese Ehrlichkeit kann Angst machen. Mit einem Jerseykleid gelingt es nur wenig zu kaschieren, von gefühlten oder scheinbar objektiven Schwachstellen des weiblichen Körpers abzulenken. Da wird nichts überspielt. Wenn wir nicht gerade von wallenden Gewändern sprechen, die vom Hals oder von unter der Brust abwärts fließen und die Frau in eine wandelnde Litfaßsäule verwandeln, dann zeichnet der weichfallende Jersey die Figur der Frau nach und umschmeichelt sie sanft. Na und? Ich finde, das sieht mit dem passenden Schnitt und wenn es unbedingt sein muß (und an manchen Tagen muß es sein) mit der passenden Unterwäsche ganz hinreißend aus. Knackig. Zum Anbeißen.




"Frau sein zu lernen heißt zu lernen, sich scheiße zu finden" heißt der heutige Beitrag von Frau Vorspeisenplatte und passt ganz wunderbar zu meinen Gedanken. Wenn du dich hässlich findest, hast du natürlich Angst vor der Ehrlichkeit der Jerseykleider. Ist das nicht furchtbar? Mir geht es nicht vorrangig um Dicke, denn ich kenne keine Frau ohne Figurprobleme.

Die mehr oder weniger starke Ablehnung des eigenen Körpers ist selbstverständlicher Teil unseres Lebens als Frau - egal, wie wir aussehen, wir finden schon eine Schwachstelle. Die Frauenzeitschriftsmaffia mit ihren Kolleginnen Diätindustrie, Konfektionsgrößen, die Kaschierungsexperten und die uns allgegenwärtig umgebenden gefotoshopten Bilder arbeiten tagtäglich wenig subtil daran uns in dem Glauben zu bestärken, dass wir nicht gut genug sind.




Nicht gut genug für was? Wir leben nur einmal! Was haben wir davon, wenn wir davon träumen, eines Tages - wenn dir gut/dünn/schön/ausgebildet/geliebt/etc genug sind, das Leben leben und die Kleider tragen, die wir uns wünschen? Warum fangen wir nicht hier und heute damit an?




Und deswegen liebe ich Jerseykleider. Jerseykleider ermöglichen mir das Leben zu leben, dass ich leben will. Ich sehe toll aus in Jerseykleidern (egal ob im Geschäftstermin, beim runden Geburtstag oder am Rand der Sandkiste), ich kann genußvoll essen, ich kann mich hinsetzen, ohne dass irgendetwas kneift. Ich habe den ganzen Tag das Gefühl, in meiner Komfortzone zu sein und sehe trotzdem besser aus, als in der Rumlümmelhose.




Jerseykleider unterstützen eine neue Form von Weiblichkeit. Jerseykleidern helfen Frauen Frau zu sein, ohne sich scheiße zu finden. Das ist nicht leicht, wenn frau jahrelange Gehirnwäsche hinter sich hat. Und es funktioniert auch nicht an jedem Tag. Wie oben erwähnt, hilft Unterschwäsche (ich nenne sie Quetschbodys), die ein bißchen die Röllchen verteilt, sich sicherer zu fühlen - und ganz nebenbei bekommt man damit einen aufrechteren Gang - wenn auch der Superbequemeffekt eines Jerseykleides darunter etwas leidet. Aber das neue-Frau-sein kommt nicht in einem Tag. Nicht jeden Tag gelingt es uns, selbstbewußt durch die Welt zu gehen und der Welt zu zeigen, dass wir uns wenigstens darin üben, uns zu mögen, wie wir sind. Ein wunderschönes Kleid kann uns dabei helfen, die Frau aus unseren Träumen zu werden.




Jerseykleid ist nicht Jerseykleid und ich bin auch immer noch auf der Suche nach dem perfekten Schnitt, dem fantastischen Stoff und dem darunter. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Kleidern, die ich genäht habe und schön finde, ziehe ich die Jerseykleider an. Immer wieder: anziehen, waschen, nicht bügeln, anziehen und wohlfühlen. Na, wie wär es. Auch mal (wieder) Lust auf ein Jerseykleid?




Fotos:
in alle Jerseykleidern dieses Beitrages stecke ich. Die oberen 6 Kleider sind von mir genäht, die unteren 3 gekauft.

Kommentare:

  1. Sehr wahr! (Für dich, mir stehen Jerseykleider gar nicht, wirklich).
    Und sofort fällt mir auf, dass du unbedingt noch ein selbsgenähtes Wickelkleid - Jersey - mit breiten Bindebändern brauchst!

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    1. Der Wickelkleidplan steht ja schon lange, aber ich traue mich noch nicht so recht. Wenn Lucy den entknackten Wickelkleid-Code verrät, dann wird das aber noch ein Projekt dieses Jahr.

      Bindebänder in anderer Farbe?

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    2. Spontan würde ich ja sagen, aber das hängt wohl vom Stoff ab.

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  2. Cooler Beitrag!!!! Ich habe ihn schmunzelnd gelesen und muß mir unbedingt den Teil merken "... sich scheiße zu finden...", geil!

    Vielleicht sollte ich mir auch mal ein Kleid nähen...

    Nana

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  3. ohhh meike,
    ich lese ja (bisher immer im stillen) schon eine weile bei dir. ich liebe deinen blog! er ist im grunde ähnlich wie ein jerseykleid, wie sagst du? jerseykleider sind erlich und sie zeigen was ist. wunderbar, einfach wunderbar! ich werde deinen blog mit großer freude weiter verfolgen. oft mache ich mir beim nähen ähnliche gedanken wie du und bei dir findet man eine lösung. ausserdem mir heute abend mal ein gestreiften jersey schnappen (ich liebe streifen) und mir durch deine worte ermutigt ein erhliches, gestreiftes jerseykleid zuschneiden und schauen wie es sich anfühlt.
    herzliche grüße und mach so weiter,
    melanie

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    1. Melanie, danke für die lieben Worte.

      Aber trotz Ode an Jerseykleider - vorsicht bei den Streifen! Ich bin da ehrlich gesagt etwas misstrauisch, was gestreifte Jerseykleider anbelangt. Sie sehen sehr schnell nach Strandkleid oder Nachthemd aus. Ich bin hin und hergerissen, auf der einen Seite will ich natürlich deinen Elan nicht bremsen auf der anderen Seite hoffe ich sehr, dass es ein guter Jersey für ein gutes Kleid ist.

      Was für einen Schnitt willst du nehmen? Hat er irgendwelche Unterbrechnungen (wie z.B. beim Knotenkleid) oder kannst du den Stoff auch bei manchen Teilen in anderer Richtung verwenden?

      Das war jetzt eben so offen und ehrlich.

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    2. Ich muß gleich los, aber eine Idee habe ich noch. Streifen und Uni kombinieren?

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  4. hihi du hast recht mit streifen und jersey - ich weiss das wohl - die gleichen gedanken habe ich auch... grins aber ich wollte schon immer mal ein gestreiftes jerseykleid, bestimmt wird es nicht nur gsstreift sein.... einen schnitt muss ich noch suchen. und das tolle ist an streifen und jersey sie sind beide toll für strand und bett - so für den fall das es sich doof anfühlt.... von daher: den mutigen gehört die welt ; D danke für deine erlichkeit!

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    1. Prima! Dann bin ich sehr gespannt auf das Ergebnis. Gutes Gelingen!

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  5. Grade mußte ich feststellen wie wunderbar die große Blumenmuster stehen!!! Grade auf dem ersten Foto *wow* so viel Power und Lebensfreude die du rüber bringst. Also weg von den zierlichen, romantischen Streublümchen, das bist nicht du, viel authentischer wirkst du in den anderen Kleidern.
    Zu den Streifen mache ich mir heute auch noch Gedanken, ich mag Streifen, weil sie nicht wild sind, man kann so schöne logische Muster damit machen *hachja*
    viele liebe Grüße Rubinengel

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    1. Auja, mach mal Muster mit Streifen. Da freu ich mich drauf.

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  6. Meike, das grüne Kaufkleid steht dir auch phantastisch!

    Lg
    Salo

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    1. Das dachte ich auch als ich das Foto sah und habe mich prompt umgezogen.

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  7. Super Text! Und das grüne Kleid steht dir besonders gut; es sind wirklich die großen Muster, die beser rüberkommen, da hat Rubinengel schon Recht!

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  8. Danke!
    ...und ich habe keinen Jersey mehr zu Hause, Mist...

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  9. Schöner Beitrag! Ich sollte mir da einiges zu Herzen nehmen, denn obwohl ich ganz schlank bin, find ich immer was, was nicht paßt! Oder ganz enge Kleider würd ich sowieso nicht anziehen! Ich find dich cool.

    Im grünen blumenkleid gefällst du mir am besten!

    Lieben Gruß von daxi

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  10. Liebe Meike,
    an deinen Blog kann ich mich echt gewöhnen (zwinker, zwinker)!!! Sehr schön!! Mir gefällst du gut in den Knotenkleidern und auch in dem scharfen neuen schwarz-weiß-türkisen Teil.

    Aber findes du wirklich, dass die Jerseykleider so unbarmherzig sind? Ich meine, gerade in gemusterten Jerseykleidern lässt sich eine Menge verstecken. Je nachdem wie der Schnitt ist, fallen sie so schön drübber!!! Bei den uni Kleidern geb ich dir recht. Da muss man schon zu jedem Röllchen stehen.

    Lieben Gruß
    Karin

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    1. Stimmt, Muster lenken ab und das grüne Knotenkleid ist besonders unbarmherzig.

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    2. Nachtrag: aber mit "Je nachdem wie der Schnitt ist, fallen sie so schön drüber" hab ich es überhaupt nicht am Hut. Das fällt für mich unter die Kategorie "Kaschieren funktioniert nicht". Ich finde, "locker drüber fallen" macht eher zur Litfasssäule. Aber jede nach ihrer Facon!

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    3. Also für mich "fällt 's beim ersten, zweiten, dem neuen und dem letzten schön drüber" und ich finde halt, in denen siehst du am (sahne)-schnittigsten aus.

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    4. Nochmal geguckt. Ich seh das auch nix säuliges!!!

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  11. Hallo Meike,
    Du siehst fantastisch aus in den Jerseykleidern. Und die großen Muster stehen Dir besonders gut. Ganz toll das erste Kleid.
    Je nach Wetter und Gefühlslage ziehe ich mir einfach ein Jäckchen drüber, dann habe ich das Gefühl, daß ich den Bauch nicht mehr einziehen muss, haha...
    Weiter so!
    Liebe Grüße
    Alexandra

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  12. Die Kleider mit den großen Mustern sehen richtig richtig gut aus an Ihnen. Uni ist auch ok. Vergessen Sie die Blümchen ;-).

    Alles Liebe

    Petra (stille Mitleserin und Nähinteressierte)

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  13. Ich mag das Grüne und das Rote an dir. Auch wenn sie »nur« gekauft sind. Vielleicht sind es die Bindegürtel, die das gewisse Etwas ausmachen. Du solltest dringend an deinem Gürtel weiterplanen :.)

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    1. Hab ne Schnalle gekauft - das ist der Anfang!

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  14. Was für eine schöne Galerie. Ich stimme dir zu, Jerseykleider stehen dir super! Und wenn du dich in ihnen auch noch so wohl fühlst, ist es ja perfekt! Ansonsten kann ich den andern nur zustimmen, die Wickelkleider und großen Blumen sehen besonders spitze aus. LG, Zuzsa

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  15. Liebe Meike, einen tollen Beitrag hast du hier geschrieben. Ein bißchen, als ob du dir Frust von der Seele schreiben wolltest. Ich hoffe nicht. Das hast du nicht nötig. Ich mag dich in Jerseykleidern. Am liebsten in denen mit großen Mustern. Das erste ist toll, dann das grüne und das rote am Ende. Ich habe den Zugang zu Jerseykleider leider noch nicht gefunden. Liegt es am Schnitt, am Stoff oder an der Figur? Von jedem wahrscheinlich ein bißchen. Vielleicht nach dem Streifenmonat ein Jerseymonat? Da können wir uns über Stoffe und Schnitte austauschen. Liebe Grüße Andrea

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    1. Nö, Frust nicht, es ist eher eine Mission.

      Über den "Jerseymonat" werde ich nachdenken. Es gibt ja so viele tolle Ideen für Motti!

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  16. Meine Favoriten : Die selbstgenähten Nr . 1 und Nr. 4 ! Ich wiederhole mich , aber egal, grosse graphische oder Retromuster stehen Dir sehr gut und bringen genau die Power rüber , die Du so ausstrahlst. Und vielleicht sind Jerseykleider das , was für die anderen die Jeans sind : frau kann damit überall hingehen , aber ist nicht zu aufgebrezelt
    Liebe Grüsse Dodo

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  17. Unbarmherzig sind sie manchmal wirklich. Ich hadere grad sehr, sehr mit dem an sich schönen Vogue-Kleid, dem halben Blusenkleid aus Jersey, mit den großen Blumen. Der Jersey ist zu dünn für den Schnitt. Das kleid bollert vorne und ist im Bauch-Hüft-Bereich absolut unbarmherzig. Heute, im Meeting, war es so stickig und nervig, dass ich die Leggings ausziehen "musste" (also nicht direkt im Meeting :-) und mich sehr über den Schwabbelbauch geärgert habe. Bei anderen Schnitten - Knotenkleid und Wasserfallkleid - ist das nicht so...
    An sich bin ich aber auch Fan von Jerseykleidern!

    Melleni

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    1. Doofer Jersey ist eben doof. Da kann man wahrscheinlich kein gutes Kleid drauß machen. Wichtig ist aber, dass frau sich nicht davon den Spaß verderben lässt.

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  18. Stimme Dir ja eigentlich komplett zu.
    Aber ich muss gestehen, dass ich - je aelter ich werde - umso gluecklicher bin/werde, dass ich eigentlich noch nie in meinem Leben an 'figur-schmiegende' Schnitte gewohnt war = jetzt wird's mitunter zum 'Vorteil' - auch wenn das landlaeufig unter 'kaschieren/verstecken' laeuft!

    Bei mir kommt jetzt nur - schoen langsam aber sicher - dazu, dass ich mich vielleicht doch 'ein wenig' an eine Art von 'bischen Aermel' gewoehnen sollte (ungewohntes Gefuehl, kann ich Dir/Euch sagen!). Grund: juenger werd' ich mit Sicherheit nicht und ich will dann nicht in immer kuerzeren Abstaenden meine Garderobe meinen Koerperbeduerfnissen und Schwaechen anpassen muessen.
    Gut, ein gewisses Mass an Bauch und Rundum-Zusatzgewicht habe ich meinem Arzt schon abgezwungen, in dem ich ihm mal (auch wenn nur geistig) auferlegte, dieselben Arbeiten wie ich sie habe taeglich zu tun. Ergebnis: hat er dann sogar als Mann gejapst; jetzt einigen wir uns auf ein, aeh, 'medizinisches Mittelding'. D.h.: fuer mich noch 'Schnuersenkel' sehen wollen und fuer ihn, dass er NIE eine Barby-Pupppe aus mir machen kann!
    'Die Aermel': weil ich es immer schlimmer finde, bei alternder Haut die Unterarmbehaarung zu entfernen, also: besser 'some Versteckerlie's '!
    ABER: Jersey mit seiner absoluten Wohlfuehl-Gabe ist auch fuer mich immer wieder ein Traum. Lieber ist er mir allerdings, wenn er entweder doppelt ist (Kleid im Kleid als 'pseudo-Futter')
    kraeftig genug in sich selbst ist oder einfach ohnehin auf der blanken Haut nicht 'haken' und klettern kann (= noooch nicht; keine Ahnung, wenn er mal an vermehrten Falten 'Leiter klettern' macht ;-) ! ) Denn leider faellt unter mein 'Platz-Angst-Empfinden' auch jedwede auch nur enganliegende Art von Unterwaesche; wenn sog. 'Form-Waesche' mit ihrer etwas eingeschraenkteren Atmungsfaehigkeit, brauche ich ja bald eine Sauerstoff-Maske (bzw. 'Die Tuete' fuer Angst- oder Aufregungs-Hyper-Ventilation)
    Leider weiss ich jetzt nicht, ob mein eher 'Zelt-Stil' von obigen Platz-Aengsten ausgeloest/beguenstigt wurde oder umgekehrt das versehentliche Angewoehnen von Zelt-Stil dann Panik-Attacken bei (auch langsamen; durch Gewichtszunahmen) 'an den Leib schrumpfen' verursacht. Abgesehen davon: dass mehrere Bluts-Verwandte aehnliche 'Probleme' haben!
    Meine Feststellung ist allerdings: sich einmal eine gewissen Art von 'Kleid zu Koerper Distanz' angewoehnt zu haben heisst: man wird sie kaum mehr los; ob sinnvoll oder nicht!
    Versucht bitte das mal selbst ein wenig zu durchleuchten - ich laege hier mit Begeisterung falsch mit meiner Feststellung!

    Liebe Gruesse,
    Gerlinde

    (wobei ich sagen muss: Jersey gemustert, ist absolut 'nicht ganz sooo boese' fuer kurvigere Frauen wenn als 'Leicht-Pelle' getragen!)

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  19. Zu schade, daß Du so weit weg wohnst...für diesen Beitrag möchte frau ( also ich )Dich knutschen !
    Danke !!

    Knuddelgrüße, Katja

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  20. Die Jerseykleider stehen dir wirklich ausnehmend gut. Und ich kann deine ganzen Lobesgründe sehr gut verstehen. Leider habe ich gar kein Jerseykleid - das sollte ich wohl mal ändern :-)

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  21. i love you ! deine antworten die du gibst auf die die frauen kaum zu hinterfragen wagen...toll !

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  22. Mein Favorit sind ja leicht taillierte Hemdblusenkleider aus Baumwolle, weil die Knopfreihe schon ein bisschen optisch auflockert. Gerne mit großen Taschen und schönem Kragen. Aber auch Wickel-Jerseys sind klasse. Wo hast Du denn das grüne Kauf-Jersey her, wenn ich fragen darf?

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    1. Das grüngemusterte Kleid ist von H-und-M. Das habe ich vor vielen, vielen Jahren gekauft. Ich vermute ungefähr vor 8 Jahren. Es kann aber auch schon länger her sein. Es war aber in diesem Jahrtausend.

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    2. Ha! Es kam mir gleich so bekannt vor. Ich glaube, ich habe das gleiche Exemplar in grau :)

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  23. Liebe Meike,
    das hast du wunderbar geschrieben. Es ist einfach die Wahrheit. Welch schreckliches Lebensgefühl: sich immer irgendwie verbergen, sich kaschieren, nicht gut genug sein .... wieviel Lebensfreude geht uns verloren! Wir sollten einfach zu uns stehen - so wie wir sind - egal ob dünn, dick, groß, klein usw. - jede von uns ist einzigartig. Ich bin immer wieder begeistert davon, mit welcher Freude du nähst und dich selbst in Szene setzt - einfach phantastisch. Und ich liebe auch Jerseykleider - es gibt nichts bequemeres und nichts, was uns weiblicher macht - sogar unsere kleinen Unvollkommenheiten!
    Liebe Grüße
    Antje

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  24. Deine Ode kann ich in vielen Punkten unterschreiben!!!
    Aus deiner Kollektion mag ich das neue mit den wilden Punkten am liebsten...
    Nachdem ich beim Nähen des ersten Kleides noch skeptisch war,(Nachthemdgefühl) gefallen mir meine Jerseykleider zunehmend....

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  25. Ja, genau! Du triffst es. Ich habe Jerseykleider ja diesen Sommer richtig für mich entdeckt, angeregt sicher durch die vielen schönen Modelle, die ich bei meinen Blogspaziergängen gesehen haben.
    Ach, ich kam nicht dazu: Ganz toll fand ich auch Deinen Beitrag zur "Versöhnung mit meiner Mitte"!
    Herzliche Grüße
    Sabine

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  26. Mensch, ich wollte gerade nachfragen, nach welchem Schnittmuster das grüne Kleid genäht ist :)
    Ja, Jerseykleider sind toll, das merke ich auch gerade. Drei habe ich bisher genäht und ich finde ja, ich brauch noch mehr. Sie sind wirklich bequem! Und wenn es bequem ist, dann geht es mir gut und wenn es mir gut geht, dann seh ich gut aus, oder?
    Ich habe übrigens auch ein schräg gestreiftes Jerseykleid, nur bisher nicht fotografiert.

    Liebe Grüße

    sabine

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  27. Ja. Ich hab mir jetzt auch überlegt, was ich wohl auf die Hochzeit im Sommer anziehen werde und kam zu dem Schluß, dass nur ein Jerseykleid meinen Ansprüchen genügen wird. Wie sonst kann man gut gekleidet und dennoch mobil genug für drei Jungs sein ...
    ... schnell hatte ich mir dann viele Kleider bestellt und wurde herbe enttäuscht. 1 von 5 war tragbar (das sah dann aber auch wirklich richtig gut aus). Die anderen konntest vergessen.

    Ich find übrigens, dass Dir auch die kleingemusterten Stoffe stehen. Nur die einfarbigen finde ich unbarmherzig ...
    Ich schick Dir liebe Grüße,
    Simone

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  28. ein toller eintrag!

    (ans jersey-nähen hab ich mich allerdings noch nicht wirklich rangetraut)

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  29. Du hast es geschafft, ich habe mir gestern meinen ersten !! Kleiderschnitt gekauft! Ich kanns kaum erwarten, damit anzufangen.
    LG und Danke fürs Anschubsen
    Annette

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  30. Wow, Meike, das lilafarbene Kleid vor dem Weihnachtsbaum ist einfach supertoll. Und das Grüne (leider ein Gekauftes, aber dennoch) finde ich auch sensationell an Dir.

    Hast Du toll geschrieben- und ich liebe solche Kleider ebenfalls.
    Liebe Emigrüße

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  31. Wow, da ist ja ein Kleid schöner als das andere... und überhaupt find ich deinen Blog klasse, da meld ich mich gleich mal an:-)
    Liebe Grüße
    Dagmar

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Ich freu mich sehr über Kommentare! Sie sind kleine Geschenke für mich! Vielen, vielen Dank im Voraus.