Donnerstag, 7. Juni 2012

Ein Jahr mit der Overlockmaschine



Als ich letztes Jahr den Entschluss fasste, eine Overlockmaschine zu brauchen, habe ich natürlich viel gegoogelt und auch euch, meine lieben LeserInnen, immer wieder gefragt. Die Antworten waren sehr hilfreich und so will heute mal meine Erfahrungen mit meiner Overlockmaschine zusammen schreiben, um Suchenden ein paar Antworten auf die Fragen rund um die Ovi zu geben.

Meine Brother 4234 D hatte ich in England bestellt. Das war eine gute Entscheidung. Dank des günstigen Wechselkurses war sie ca. 1/3 billiger als über deutsche Onlineshops. Außerdem gab es ein großes Paket Zubehör (5 Scheren, 12 Kronen Garn, Nadeln, Bandmaß...) dazu, was ne nette Geste war. Der Adapter für die deutschen Steckdosen und eine DVD-Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen war auch dabei. Die deutsche Bedienungsanleitung habe ich bei Brother heruntergeladen. Ein Problem, was unter Garantie fallen würde, hatte ich bisher noch nicht und im Nähmaschinenladen in meiner Stadt, werden auch Maschinen, die dort nicht gekauft wurden, gegen Gebühr repariert. Wenn ich die Preisersparnis betrachte, kann ich locker mal die Maschine dort zur Wartung hingeben.

Nach fünf Wochen machte ich den typischen Anfängerfehler: ich nähte über eine Stecknadel und die Messer waren kaputt. Mein Mann meinte, die könne er auch selber einbauen, wir bestellten sie im Internet (puh, ärgerliche 50 Euro) und der Einbau ging tatsächlich einfach. Glück gehabt!

In den ersten 7 Monaten fremdelte ich noch sehr mit meiner Overlockmaschine. Sie ist laut und schnell und nach dem Desaster mit den kaputten Messern, war ich sehr sehr vorsichtig geworden. Auch wenn Jersey-Nähen mit der Ovi schneller und leichter geht als auf der Nähmaschine zu zickzacken oder mit den sehr langsamen Kettelstichen zu nähen, wurden meine T-Shirts nicht wirklich gut. Ich hatte mir das einfacher vorgestellt.

Erst im Praktikum, lernte ich die Vorteile einer Overlockmaschine zu schätzen. Ich lernte, meine Arbeitsschritte systematisch zu planen, so dass ich immer mehrere Arbeitsschritte an der Nähmaschine auf einmal mache und dann mehrere Arbeitsschritte auf der Overlock. Vorher war ich ständig am Wechseln und das nervte auch. So, wie ich jetzt arbeite, freue ich mich immer, wenn ich nach dem Zusammennähen, ritschratsch und wunderschön die Nahtzugaben versäubere.

Zunächst war mir auch nicht klar, wie das Vernähen gehen sollte. Mittlerweile vernähe ich nicht mehr. Ich überlege mir, in welcher Reihenfolge ich meine Nahtzugaben versäubere, so dass am Ende immer eine Naht kommt, die die anderen versiegelt. Zum Beispiel beim Bahnenrock: erst alle Bahnen versäubern und dann die Oberkante und den Saum. So sind die Versäuberungen der Bahnen versiegelt.  Kann ich eine Naht nicht mit einer anderen versiegeln, so ziehe ich einen Faden aus der "Raupe" (den ca. 4 cm langen vernähten Fäden, die ich am Nahtende übrig lasse) raus, ribbele die Fäden auseinander und verknoten dann 2 Fäden mit 2 Fäden mit einem Doppelknoten. Das geht am schnellsten.

Meist habe ich nur 3 Fäden gefädelt und nutze nur eine Nadel - und zwar immer dann, wenn ich Nicht-Jersey-Stoffe nähe und die Maschine nach dem Zusammennähen mit der Nähmaschine, nur zum Versäubern verwende. Da ich vorher mit der Nähmaschine die Naht geschlossen habe (und den Sitz kontrolliert habe etc.), brauche ich zum Versäubern nicht mehr die ganz linke Naht.

Mit Jerseynähen bin ich immer noch nicht so recht glücklich, aber ich glaube, da bräuchte ich einfach nur ein bißchen mehr Übung. Da ich bisher wenig Schnitte häufiger genäht habe, nähe ich mittlerweile auch den Jersey wieder erst mit der Nähmaschine zusammen, überprüfe die Passform und mache Änderunge, bevor ich mit der Ovi versäubere. Das wäre natürlich nicht nötig, wenn es sich um ein simples T-Shirt handeln würde, was ich schon 1000 mal genäht habe. Aber so weit bin ich noch nicht.

Ein Nachteil meiner Ovi ist, dass ich gar keine Lust mehr habe, zu einem wöchentlichen Nähkränzchen zu gehen, weil es so aufwendig ist, beide Maschinen mitzuschleppen.

Ich habe schon mehrfach erwähnt, dass ich Ein- bzw. Umfädeln etwas lästig finde. Es ist leichter, als ich befürchtete, aber eben lästig. Auf und in der Maschine sind überall farbige Markierungen, wo der jeweilige Faden durch muß, d.h. ich brauche nicht jedes mal die Bedienungsanleitung hervor zu kramen, wenn ich es mal länger nicht gemacht habe. Die zwei Fäden für die Greifer verknote ich und ziehe sie einfach durch. Bei den Nadeln funktioniert das bei mir nicht. Vielleicht mache ich den falschen Knoten für das kleine Öhr? Ich muß eigentlich bei jedem Gebrauch der Ovi, mindestens einen Faden neu einfädeln, weil die Maschine nach dem Gebrauch wieder in eine Tasche gepackt wird und sich dabei immer irgendwas ausfädelt. Hach, wäre das ein Traum, sie in einem Nähzimmer einfach stehen lassen zu können!

Meine Maschine hat eine Einfädelhilfe für den unteren Greifer, die finde ich ganz nützlich. Den Einfädler für die Nadeln, den ich bei meiner Nähmaschine liebe, den nutze ich bei der Ovi nicht, weil es irgendwie nicht funktioniert. Wenn meine Altersweitsicht noch weiter zunimmt, dann werde ich mich damit noch mal genauer beschäftigen.

Ich habe zwar recht viele Farben Garn geschenkt bekommen, aber ich fädele nicht immer die "am besten passende" Garnfarbe ein. Manchmal finde ich es auch ganz schick, innen andersfarbig versäuberte Nähte zu haben. Man braucht also nicht für jede Farbe, die man näht, 4 neue Kronen. Für Jerseyprojekte, die ich mit der Ovi zusammennähe, habe ich aber gerne eine Krone in der passenden Farbe für den "Zusammen-Näh-Faden" ganz links. Meine bevorzugten Garnfarben sind: schwarz, weiß und grau. Bei mir funktionieren übrigens die billigen Fäden, die etwas dicker sind am besten. Meine Lieblingsquelle dafür ist Schneidereibedarf Werner. Mit dem ganz dünnen, schicken Garn komme ich gar nicht zurecht. Das probiere ich erst nächstes Jahr wieder, wenn ich noch mehr Übung habe.

Achso und Rollsaum kann ich auch. Wenn ich Futter-Unterröcke nähe, versäubere ich sie gerne mit einem Rollsaum. Da ich dafür aber die ominöse "Stichplatte W" herausnehmen muß, was bedeutet, dass ich den Untergreiferfaden neu einfädeln muß und, weil ich immer noch keinen Klebezettel mit den dafür benötigten Einstellungen an die Maschine gepappt habe, mache ich das immer nur im Akkord. Das heißt, ich versäubere die Saumkante des Futterrocks zunächst ganz normal und wenn ich zwei oder drei Röcke fertig genäht habe, stelle ich (ein paar Wochen später) auf Rollsaum um und erfreue mich an den schicken Rollsäumen.

Fazit: ich gebe sie nicht mehr her! Ob meine Maschine nun eine gute oder schlechte ist, kann mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht beurteilen. Ich vermute allerdings, dass es leisere Overlockmaschinen gibt. Sie tut ihren Job und relevanter als die Maschine ist wohl meine (zum Teil noch mangelnde) Übung!

Kommentare:

  1. Ich werde mir auch demnächst eine Overlock zulegen, wenn ich über ein Angebot stolpere. Mit meiner alten Haushaltsmaschine ist Jersey nähen fast eine Qual, vom Vorzug von sauberen Versäuberungsnähten mal ganz zu schweigen. Mir Persönlich würden auch weiße, schwarze und vielleicht cremefarbene oder braune Konen reichen, damit deckt man denke ich ein gutes Spektrum ab.

    Das Umfädeln ist lästig, ja, aber mit dem Durchziehen geht's, es sei denn, der Knoten geht auf. Den Nadelfaden kann man doch auch durchziehen, du musst ihn eben aus der Nadel ausfädeln, durchziehen, und wieder einfädeln. Oder machst du das sogar so und ich hab das wirkliche Problem nicht verstanden? :D

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    1. Das Einfädeln des Fadens durch das Öhr macht mir aufgrund meiner beginnenden Altersweitsicht bei schlechtem Licht durchaus Probleme.

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    2. Ich habe die gleiche Maschine und nehme den F.A.S.T. Einfädelhilfe sehr gerne. Es funktioniert ganz einfach, wenn Du folgendes Beachtest: wenn Du die reechte Nadel einfädeln möchtest, Schieberegler auf R stellen, Nähfuß absenken, li. seitlich Hebel langsam drücken: es entsteht hinter der rechten Nadel eine Schlaufe, an der muss man ziehen und fertig. Die Linke Nadel genauseo, den Schieberegler auf L stellen, Nähfuß absenken, Hebel drücken, an der Schlaufe ziehen und fertig: ich finde das super. Ich habe die Maschine Bei Nähpark gekauft, falls mal was ist, schicke ich sie doorthin zur Reparatur. Wenn ich das mit dem englischen Angebot eher gelesen hätte, hätte ich wohl auch dort gekauft, auch weil mehr dabei ist als bei Nähpark. Aber ich finde diese Masdchine wirklich toll, demnächst will ich mein erstes Jerseyshirt nähen, mal sehen wie das geht.

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  2. Liebe Meike,

    sehr interessant, Deinen Erfahrungsbericht zu lesen. Mir geht es mit dem Jersey-Nähen ähnlich. Irgendwie ist die Maschine zu schnell, und der Stoff flutscht nur so durch. Besonders runde Nähte werden dadurch nicht immer so genau, wie ich es eigentlich möchte. Ich schaffe es mit der Overlock auch so gut wie nie, die Nähte aufeinander treffen zu lassen. Manchmal nähe ich deswegen wie Du manche Stellen mit der Nähmaschine vor.
    Aber ich werde weiterprobieren und an der Technik feilen... und hergeben würde ich sie auch auf keinen Fall!

    Liebe Grüße,
    Mond

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    1. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mal einen ganzen Haufen Kinder-T-Shirt zum üben zu nähen (bevor ich viel Stoff für mich "versaue"), aber mein Sohn trägt dieses Jahr nur dunkelblaue T-Shirts mit "P*LIZEI" drauf und verschmäht die vielen schönen Jerseys, die ich gekauft habe. Die dunkelblauen T-Shirts kaufe ich dann lieber, wenn ich schon die Buchstaben applizieren muß.

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  3. Moin Meike,

    ich wollte Dich das schon fragen, also Du aus dem Praktikum berichtet hast, dass Du erst nähst und dann versäuberst: bügelst Du denn die Nähte nicht auseinander? Bei mir ist das irgendwie so drin, dass ich alle Nähte auseinanderbügele und dann quasi auseinandergefaltet z.B. im Saum mitfasse.

    Mit dem Sichern der Nähte habe ich noch eine andere Möglichkeit herausgefunden. Also erstens mache ich es da so wie Du, d.h. möglichst so nähen, dass die Ovi-Naht von einer anderen gesichert wird. Wo dies nicht möglich ist, gehe ich mit einer dünneren Häkelnadel in die Naht und ziehe die Raupe ein Stück rein und schneide dann ab. Hält gut und geht auch schnell.

    LG Gaby

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    1. Häkdelnadel ist ne gute Idee. ich hatte das mal mit ner Stopfnadel gemacht und das ist mir (mit der beginnen Altersweitsichtigkeit) dann doch zu mühsam.

      Im Praktikum habe ich ja ins Industrienähen reingeschnuppert und da wurden tatsächlich beide Nahtzugaben zusammen versäubert und anschließend die Naht von außen aufgebügelt. Ich würde das auch nicht bei jeden Stoff machen, aber bei vielen Sachen geht es und dann ist es immens schnell und es sieht von innen sehr ordentlich aus.

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  4. Ich will auch nicht mehr ohne Ovi, nutze aber auch nicht alle Möglichkeiten. Ich nutze sie auch fast nur zum Versäubern vorgenähter Nähte, je nach Stoff und Kleidungsstück versäubere ich die Nahtzugaben zusammen oder getrennt. Manchmal sieht es nämlich schon schöner aus, wenn die Nahtzugaben auseinander gebügelt werden.
    Was ich auch mit der Ovi (selten) mal mache, sind Rollsäume, da bin ich noch am Probieren, wird immer besser.
    Herzliche Grüße
    Sabine
    P.S.: Mein Kommentar von gestern war ja mal wieder weg, deshalb noch mal kurz: Hat mir super gefallen, Dein "Alltagsoutfit"!

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  5. Liebe Frau Schildkroete, deine Kommentare verschwinden nicht vollständig. Ich lese sie immer und schalte sie dann frei. Ich weiß nicht, warum das bei dir manchmal so ist.

    Achja, Rollsaum habe ich auch schon gemacht. Das ergänze ich oben noch.

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  6. Hallo Meike,
    vielen Dank für diesen wieder total tollen und informativen Post! Ich lese nun schon eine Weile bei dir mit und bisher war bei fast jedem Post etwas dabei, was mir irgendwie Tipps gegeben oder weitergeholfen hat! Und bei diesem Overlock-Post ist das nicht anders. :) Ich hab' deine älteren Posts zu deiner Overlock im Nachhinein nochmal durchgelesen, weil ich seit einiger Zeit auch mit dem Gedanken spiele, mir eine Ovi zuzulegen... Es gibt ja diese bekannte Maschine bei Ama*on, die ja sehr gute Bewertungen bekommen hat und dann wäre da auch noch deine, bei der ich finde, dass sich deine Erfahrungen auch ziemlich gut anhören. Würdest du deine Overlock noch einmal kaufen oder würdest du inzwischen vielleicht eine andere, zum Beispiel eben die W6, nehmen?
    Vielen Dank übrigens für deine Tipps was das Vernähen usw. angeht! Wenn ich dann mal eine Overlock habe, komme ich garantiert auf deine Posts zu dem Thema zurück! :)
    Liebe Grüße,
    Anja

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    1. Das freut mich sehr! Danke!

      Gute Frage, ob ich sie noch mal kaufen würde. Mein damaliges Argument waren die Einfädelhilfen - die ich allerdings so gut wie gar nicht nutze. Ich glaube, da würde ich bei einem erneuten Kauf nicht mehr so viel Wert darauf legen. Ich glaube, bei einem nächsten Mal würde ich darauf achten, dass die Maschine nicht so ein lauter Traktor ist. Ich kann mich zwar nicht wirklich gut erinnern, aber ich kann mir vorstellen, dass die Bernina schon leiser gelaufen ist.

      Aber das Preis-Leistungsverhältnis (insb. mit dem englischen Preis) finde ich nach wie vor gut.

      Eine Maschine von A. kenne ich nicht. Ist das die, die es auch einmal im Jahr bei Penny gibt? Über diese habe ich unterschiedliches gehört, allerdings haben die Frauen sie nur sehr wenig genutzt.

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    2. Hallo Meike,
      vielen Dank für deine Antwort! :)))
      Ich glaube, die Maschine von A. ist nicht die, die du meinst. Ich bin mir aber nicht ganz sicher - es kann auch sein, dass die auch einmal im Jahr bei Penny angeboten wird. Ich kenne sie aber nur als Angebot des besagten Onlinekaufhauses und was ich da an Bewertungen gelesen habe, klang wirklich gut. Sie soll anscheinend für ihren Preis eine sehr gute Maschine sein und viel besser als beispielsweise die Overlocks, die's ab und zu bei gewissen Discountern gibt... Ich muss mich aber glaube ich mit dem Thema nochmal ganz genau auseinandersetzen, bevor ich mich endgültig entscheide. :) Deine Maschine hört sich ja auch ziemlich gut an und von Bernina gibt's auch noch eine, die ich ganz gut finde...
      Liebe Grüße,
      Anja

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  7. Vielen Dank für deine übersichtliche Darstellung! Ich merke allerdings, dass sich das für mich so furchtbar kompliziert anhört, dass ich schon wieder von meinem Wunsch Abstand nehme...
    Naja, ich schau mal!
    Liebe Grüße!

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    1. Ach Frau Kirschenkind. Das hatte ich doch für dich geschrieben. Lies noch mal irgendwann in Ruhe. Ne Overlockmaschine ist toll - und man kann auch ganz niedlich "Ovi" sagen!

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    2. Also das Ovi-Argument zieht natürlich schon mal! Ich glaube auch, dass ich über kurz oder lang nicht darauf verzichten möchte, ich muss mich vorher nur wieder in die "it's not a problem, it's a challenge"-Stimmung versetzen (Lieblingsantwort meiner Chefin auf ein verzweifeltes Kirschenkind)! Aber diese vielen Fäden... :-)
      Liebe Grüße!

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  8. Liebe Meike,

    das ich bekennender Ovijunkie bin und alles nur so durchrattern lasse weißt Du ja. Das kommt meinem sehr ungeduldigen Gemüt auch sehr zu Gute! ;-)
    Zu den Konen, mir hat man damals bei der Einführung im Laden auch gesagt Ovigarn müsse sehr dünn und schnittig sein und ich hab von dem teuren gekauft. Mag das aber gar nicht. Wie Du sagst, das billige, dickere ist am tollsten. Vor allem wenn man die Ovinähte außen als Ziernähte einsetzt, kommen sie viel besser zur Geltung.

    Liebe Grüße Shiva

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  9. Ich sag nur: NIE MEHR OHNE! Ich nähe jetzt seit zwei Jahren mit meiner Ovi und mir würde definitiv was fehlen. Allerdings komm ich mit Jersey nich wirklich gut zurecht. Würde den Fehler aber auch eher bei mir als bei der Maschine suchen. Hab aber schon festgestellt, dass man durchaus viele Tipps im Netz finden kann ... z.b. wie man über vier Lagen kommt ohne dass ich dat Janze verzieht ... is nämlich mein großes Manko *grummel, grummel*
    Was ich aber niemand empfehlen kann ist eine Combi-Maschine aus Overlock und Coverlock ... hab ich nämlich. Zum einen is das Umbauen lästig und zum anderen kann meine z.B. nicht wirklich gut covern. Haben leider viele Combi-Maschinen, dass sie nur eine Funktion wirklich gut können.

    Grüßle
    Steffi

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  10. Ich hab mir gleich zu beginn meiner Nähkarriere eine Ovi zum geburtstag gewünscht, ich hab ne bernina 800 dl und ich liebe sie. eigentlich bin ich von anfang an auch mit jersey sehr gut damit zurecht gekommen. ok, ich mußte einige halsbündchen wieder auftrennen, aber ein meister ist ja noch nie vom himmel gefallen!

    ich könnts mir ohne nie mehr vorstellen, auch nicht für baumwolle!

    Lieben Gruß von daxi

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  11. Meine Overlock ist eine Babylock Eclipse und die kann ich wirklich empfehlen. Es gibt kein lästiges Einfädeln weil der Faden mit Luft eingesogen wird, das geht ruckzuck. Ich benutze sie jetzt sei gut einem Jahr und es gab bisher null Probleme oder Einschränkungen oder andere Unregelmässigkeiten. Ich fädele meist irgendwelche Garnreste auf, die ungefähr in der Farbe meines Stoffes sind, es müssen nicht unbedingt Konen sein, ich kann genauso gut ganz normale Garnrollen verwenden.
    Mit dem Nähen von Jersey habe ich überhaupt keine Probleme.

    Grüße von Immi

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  13. Hallo 'Meike,

    als normalerweise "stille" leserin, da ich selbst keinen Blog habe, möchte ich Dir zum Thema Ovi ein paar tipps geben. Einfädeln der Greifer geht ohne Probleme und ganz fix, wenn Du den neuen Faden an die alte Farbe anknotest und dann PER HAND (!!!) durchziehst. Das Buch von Gaby Seeberg-Wilhelm "Overlock - die ersten Stiche" kann ich dazu allerwärmstens empfehlen. Habe bei ihr einen Kurs gemacht, da sie netterweise in Karlsruhe (bei mir in der Nähe)arbeitet. Ihr Buch gibt zu vielen im Nähalltag mit der Ovi auftretenden Schwierigkeiten ganz praktische Hilfen. Auch wie man den Differentialtransport regelt, wenn sich Unregelmäßigkeiten am Stichbild ergeben etc.

    Fröhliches Ovi-locken wünscht Birgit

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  14. Liebe Meike, diesen Post finde ich für mich absolut informativ, auch, oder gerade weil ich eine Overlock besitze. Die Informationen über deine Maschine und dein Handling sind für mich eine gute Vergleichsbasis, um mein Arbeiten und meine Maschine beurteilen zu können, z.B. Einfädeln, Sichern, Arbeitsschritte. Danke. Liebe Grüße!

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  15. Hallo Meike,

    danke für deinen tollen 1-Jahres-Bericht. Schließlich kann ja jeder kurz nachm Kauf schreiben wie toll die neue Maschine ist. Finde es immer wieder interessant zu Lesen mit welchen Maschinen andere nähen.

    Ich muss sagen, mein Vater (der Näherfahrene in der Familie) musste mich zu meiner Ovi überreden. Ich war erst unsicher, ob ich da nicht Geld ausm Fenster geschmießen habe aber er hatte Recht: Nie wieder ohne.
    Die Ovi reist mit mir auch zu den Nähtreffen. Meine genähte Ovi-Haube verhindert, dass die Fäden sich verhädern. Neueinfädeln geht bei mir inzwischen schneller als Fäden anknoten und durchziehen, glaube da hat jeder Näher so ihre bevorzugte Vorgehensweise.

    Ich nähe meist mit 4-Fäden. Die Nadelfäden in einer zum Stoff passenden Farbe und die Greiferfäden aus Faulheit meist einem Grauton. Den Rollsaum verwende ich gerne zum Säumen vom Futter. Bei meiner Ovi muss dazu nur der Fuß getauscht werden.

    Allerdings habe ich jetzt den Rollsaum einer Nähmaschine entdeckt und werde den auch mal für das Versäubern von Futter austesten.

    Lieber Gruß, Muriel

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  16. Hallo Meike!

    Ich würde meine Overlock AUF GAR KEINEN FALL nochmal hergeben.

    Ich bin jetzt überhaupt kein Experte, aber vielleicht sind das noch 2 nützliche Tipps:

    EINFÄDELN: Bei meiner Maschine muss in folgender Reihenfolge eingefädelt werden: Rot-gelb-grün-blau.
    Da ich auch ständig meine Anleitung hervorkramen musste, merke ich mir es jetzt mit der Ampel:Verkehrsampel von oben nach unten und dann noch blau hinterher. Bis ich auf diese tolle Idee gekommen bin hat es aber auch etwas gedauert...hüstel...schlag auf die Stirn...

    JERSEY: Ich bemühe mich immer, die Nadeln in der oberen Position zu haben, schiebe dann beide Lagen Jersey unter das Obermesser und senke den Fuss. Ich habe für mich festgestellt, dass die Lagen dann nicht unterschiedlich schnell transportiert werden.

    Bei mir klappt das ganz gut. Außerdem habe ich mit das Buch "Praxiswissen Overlock" zugelegt; das gefällt und hilft mir auch ganz gut.

    Liebe Grüße in die alte Heimat,
    BuxSen

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  17. mensch..... na eben.... was für eine gute idee!!!
    einfach nur den ganz linken faden passend zu nehmen
    *bonk*
    denn ich mag das manchmal auch sehr gerne: innen kontrastiges garn
    aber dann störte mich immer, dass man es auch außen sehen konnte (bei dehnung)
    da bin ich echt nicht drauf gekommen *haha*

    das mach ich gleich mal
    danke und viele grüße
    einchen

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  18. Vielen Dank für den superinteressanten Post. Ich habe keine Ovi und auch noch nie mit dem Gedanken gespielt mir eine zuzulegen (vor 2 Jahren reizten mich Stickmaschinen sehr, aber letztendlich bin ich froh, keine gekauft zu haben). Ich dachte nämlich, man nimmt die Ovi vor allem und ausschließlich, um damit Jersey zu nähen, was mit meiner mehr als 30 Jahre alten Nähmaschine super klappt. Ist der Vorteil der Ovi vor allem die Zeitersparnis (weil sie gleichzeitig versäubert und abschneidet) und dasss die Nähte professioneller aussehen - oder wie?LG Anja

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    1. Liebe Anja, Zeitersparnis habe ich nur, wenn ich bei Jersey vernähen und versäubern in einem Schritt mache. Zeitersparnis hätte ich vielleicht auch bei einem Schnitt, von dem ich GENAU weiß, dass er passt, gleichzeitig vernähe und versäubere. Das mache ich allerdings nur bei den Pumphosen für den Jungen, denn da ist Passform sowieso relativ.

      Aber ein wenig Zeit spart die Overlock schon, denn versäubern geht wesentlich schneller als mit dem Zickzack der Nähmaschine. Es geht schnell und sieht super aus. Aber ob man sie wirklich braucht? Ich bin nicht sicher, aber ich würde sie auch nicht mehr hergeben, weil es eben toll aussieht.

      Richtig schnell geht es bei dem "unschicken" versäubern, also beide Nahtzugaben zusammen versäubern, nachdem die Passform kontrolliert wurde. Dann werden einfach im Anschluß ritschratsch die Nahtzugaben zusammen versäubert und fertig. Aber die ordentliche Schneiderin älteren Formats würde natürlich die Nahtzugaben einzeln versäubern, zusammen nähen und aufbügeln.

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  19. dieser Post liebe Meike war super.
    ich möchte mir neben meiner superzuverlässigen veritas Baujahr 1976 :) jetzt eine Ovi zulegen und favorisiere die 4234D - hmh der Pfaffhändler meines Vertrauens meint bernina ist überteuert und selbst die Pfaff hobbylock 2,0 überzeugt ihn nicht - er empfahl mir die 4234d - nun werde ich die vermutlich auch bestellen - oder sagst du jetzt zwei Jahre nach deinem Kauf - nie wieder....?
    Und zur Lautstärke - wenn ich auf meiner veritas nähe, muss ich wohnzimmertür, schlafzimmertür schließen um meine Kinder nicht zu wecken :) ist die Brother auch so laut?
    Kannst du dich nebenbei noch unterhalten....
    lieben Gruß und danke für deine Antwort
    kryssy

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    1. Ich schließe auch die Tür, um den Rest der Familie nicht zu stören/wecken und ich nutze die Overlockmaschine ungern nach 21 Uhr oder auf dem Balkon, weil sie so laut ist. Ich muß dich leider enttäuschen, aber ich würde sie nicht noch mal kaufen.

      Letztlich ist es eine Frage, wieviel Geld man in die Hand nehmen will und wieviel man näht. Für wenig-Näherinnen, mit eigenem Nähzimmer, bei dem die Maschine stehen gelassen und die Tür geschlossen werden kann, ist die Brother sicherlich ne gute Option. Für mich, die ich die Maschine jedesmal wegräumen muß und nur abends Zeit habe, um mit etwas Zeit am Stück zu nähen, ist sie mir einfach zu laut und irgendwie traktorig-unsympatisch.

      Natürlich nutze ich sie noch und ich weiß nicht, ob ich jemals viel Geld auf den Tisch legen werde, um sie zu gegen ein besseres Modell auszutauschen. Aber ich würde sie nicht empfehlen und nicht noch mal kaufen.

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