Montag, 2. April 2012

Meine Antwort auf das Nähfragezeichen Nr. 34





Stoff-Fitzelchen
Beim Zuschneiden bleibt immer Stoff übrig, mal mehr, mal weniger. Immer bleiben aber auch recht kleine Fitzelchen übrig. Ab welcher Größe hebt ihr Reststückchen auf und wenn ja wie? Und warum? Was macht ihr mit den Resten?

Schade, diese Woche gibt es noch nicht so viele Antworten zur für mich sehr spannenden Frage des Nähfragezeichens, auf die ich wirklich keine gute Antwort habe. Es wäre toll, noch mehr Inspiration zu bekommen. Macht doch auch noch mit!

Also: theoretisch kann man mit Stoffresten Applikationen machen. Praktisch steht mein kleiner Mode-Zar aber derzeit nicht auf niedliche Applikationen sondern nur auf die Bustaben P - O - L - I - Z - E - I aus Reflektorstoff auf dunkelblauer Baumwolle. (Da muß ich mir gleich auch noch mal Gedanken über eine Lenkertasche für den Roller machen, den der Osterhasen bringen wird - da gabs doch 1000 Anleitungen dazu ...). Die Frau Mama mag es derzeit auch lieber stylish und ist damit von den Anfängen und den Stilvorgaben der F*rbenmix-Gang ziemlich ab. Also eigentlich könnte ich mich von den Stoffresten trennen. 

Wenn da nicht noch andere Vorhaben wären, denn 
  1. braucht jede Frau zu jeden Kleidungsstück eine passende Tasche
  2. kann man aus den kleinsten Fitzelchen noch Ansteckblumen basteln.
Ach herrjee, als hätte ich jemals eine Tasche genäht! Selbst die schnell-schnell-Version, einen Tausche-Deckel zu beziehen, realisiere ich trotz Rohling nicht. (Tausche sind die von uns seit vielen Jahren bevorzugten Planentaschen, bei denen man den Deckel mit einem Reißverschluß austauschen kann.) 

Ihr seht, ich habe eigentlich keine Antwort auf die Frage. Aber ich formuliere an dieser Stelle einfach mal ein paar gute Vorsätze und hoffe, auf noch bessere Ideen von euch.

  • kleine Reste, die für Ansteck-Blumen vorgesehen sind, sofort zu 10 kleinen Quadraten zuschneiden und an einem speziellen Platz der "Material für Blumen" heißt ablegen. 
  • größere Reste aus Baumwolle ordentlich zusammenlegen (statt zu knüllen) und in den Baumwollschrank ordentlich legen.
  • Jerseyreste, die sich für Kinder eignen in eine Jersey-Kiste legen oder sofort ein Kinder-T-Shirt zuschneiden. Dafür muß ein Kinder-Shirt-Standard-Schnitt her, der griffbereit in der To-Sew-Ecke liegt. 
  • Jerseyreste für Erwachsene in eine Entsorgungstüte packen.
  • Den Kindergarten fragen, ob sie an Stoffresten interessiert sind. Falls ja, sofort schauen, ob da nicht schon was da sein könnte und die Entsorgungstüte regelmäßig dort abliefern.
  • Lösung für Walkreste, die so viel Platz wegnehmen, finden.
  • Alles was wirklich fitzelklein ist, sofort wegschmeißen

Glücklicherweise realisiere ich schon den letzten Vorsatz. An den anderen muß ich noch arbeiten. Und ihr so?



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Auch noch mitmachen? Antworten könnt ihr - eine ganze Woche lang - hier in den Kommentaren oder bei Euch im Blog - dann bitte das Bild mitnehmen, auf die Aktion verweisen und bei Mr. Linky bescheid sagen, wo wir Euch und Eure Antworten finden:





Kommentare:

  1. Das mit den Ansteckblumen wäre ja noch so ein Projekt.....hm, mal schauen. Möglicherweise kommt das Gleiche dabei raus, wie bei dem auch schon mal vorhandenen Taschennähplan.....nämlich nix.....
    Herzliche Grüße
    Sabine

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  2. Mir fällt da nur eine für mich sinnvolle Verwendung ein. Ich den letzten drei Monaten habe ich die Schnipsel noch kleiner geschnitten und mit den Resten von der Overlock in mein Bügelei (http://vonmema.blogspot.de/2012/01/nahwerkzeuge-das-bugelei.html) gepresst. Noch passt was rein, also werde ich noch zwei weitere Monate einen guten Ort für die Schnipsel haben. Normalerweise werfe ich die kleineren Teile in den Müll. Größere Stücke rolle ich zusammen und versenke sie in das unterste Fach meines Stoffregals. Sie werden benötigt zur Veränderung oder Reparatur von Kleidung. Ist das Original nicht mehr da, dann kommt auch das Restebündel weg. Ganz große Stücke (über 0,5 Meter) kommen ins Stofflager. Ich habe keinen Ergeiz alle Stoffschnipsel aufzubrauchen. Wenn ich aber ein Yogasitzkissen oder ein ähnliches hartes Kissen nähen wollte, dann hätte ich für Jahre einen alternativen Platz für kleine Stoffreste.
    Gruß Mema

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  3. Ich habe mir vor einiger Zeit schon angefangen, jeden Stoff, aus dem ich was genäht habe, "gesäubert", d. h. ohne hier ein Stückchen und dort ein Streifen, welche am Großen-Ganzen hängen, einzusortieren.
    Die kommen dann auch gleich in den Müll.
    Ich sammel ansonsten auch sehr gerne, aber wenn ich ehrlich bin, ich verwende meine Reste nicht wirklich.
    Meistens sind sie zu klein, oft auch zu klein für Ansteckblumen, für Tatütatas sind sie zu unförmig usw.
    Somit landet immer ein großer Teil im Kindergarten.
    Fürs kleine Fräulein brauch ich immer mal wieder was.
    Sicherlich würde die Sache auch noch anders aussehen, wenn ich eine Stickmaschine hätte.
    LG
    Theresa

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  4. Ich habe für meine Stoffreste ein 3-Kisten-System: Die erste für Knöpfe und Buttons, da kommen kleine Stoffreste hinein, mit passenden Mustern. In der zweiten Kiste landen mittelgroße Stoffreste, aus denen sich noch kleine Täschchen u.ä. nähen lassen. In die dritte Kiste packe ich Stoffreste, mit denen ich nichts mehr anfangen kann, die aber zum wegwerfen zu schade sind. Wenn die Kiste voll ist, verschenke ich sie. Die Schwierigkeit besteht bei mir darin, Buttons und kleine Täschchen zuerst aus den Stoffen in den Kisten 1 und 2 anzufertigen und nicht zum gestern neu gekauften Stoffstück im Regal zu greifen. Klappt aber mit etwas Disziplin meist doch ganz gut. ;)

    LG, maria

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  5. Meinen Beitrag schreibe ich in meinem Blog.
    LG Tina

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  6. Ganz kleine Reste werfe ich weg. Größere Reste spende ich Tochters Schule (ein Stück hebe ich aber auf, da ich für Tochter einen Quilt plane, in dem alle für sie vernähten Stoffe enthalten sind). Der Rest landet in einer Kiste für Mug Rugs oder Wimpelketten.

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  7. Mit Stoffresten habe ich gar kein Problem, weil ich ja ab und zu Restepatchwork nähe - dafür ist es ideal möglichst viele verschiedene Reste aus verschiedenen Materialien zu haben. Gerne auch ein paar Restefitzel von anderen, denn die eigene "Restemischung" ist oft etwas zu homogen. Insofern werfe ich nix weg.
    Abgesehen von Patchwork gibt es nicht allzu viele wirklich sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten für Reste: man kann kleine Reißverschlusstäschchen daraus nähen und hat dann immer ein Geschenk parat. Den Kinder-T-shirt-Plan finde ich gut, manche nähen auch Schlüpper (für sich oder fürs Kind) aus den Jerseyresten.

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  8. Walkreste horte ich immer separat. Ich brauche sie für meine ehrenamtlichen Näh- und Bastelkurse im Kindergarten. Sie sind letztlich eine Spende. Wie die Kurse auch. Wir nähen Kleidung für Puppen und auch Blumenkinder zum Verkaufen, z. B. sehen Schlittenbuben in Walkkleidung besser aus als aus Wollfilz. Wenn du also ans Entsorgen denkst ...?
    Stoffreste horte ich auch gerne in Massen. Ich sortiere und verschenke sie dann, wenn mir der Berg über den Kopf zu wachsen droht an Schule, Kindergarten, Ferienfreizeit oder an die Tochter meiner Freundin, sie ist 10 Jahre alt und begeistert sich für's Nähen.
    Ein winziges Stückchen Stoffrest wird übrigens immer in der Folie mit dem genähten Schnitt abgeheftet, das ersparte mir schon manches mal das Suchen nach einem bestimmten Schnitt.
    lieben Gruß, Friederike
    übrigens: diese Frage wollte ich dir als Vorschlag schicken, dann war sie aber schon da.

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  9. Am Anfang hab ich alles ab 10x10cm aufgehoben und bin irgendwann in Stoffresten ersoffen.

    Heute flieg nach Vollendung eines Kleidungsstückes JEDER Rest raus. Frau brauch schließlich Platz für neue Stöffkes. ;-)

    grüßle

    Steffi

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  10. Bei mir fliegen alle Reste weg, die so klein sind, dass sie nicht mehr für Puppenkleider taugen. Alles was größer ist wandert in einen Korb und stehen den Schneckennasen für diverse Kreativprojekte zur Verfügung, die wissen dann, alles was in dem Korb ist, ist erlaubt, alles andere unter Todestrafe verboten. Ich selbst gehe da nie ran.

    Reste die noch größer sind, bleiben im Stoffstapel für was auch immer.

    Aber ich habe ja auch nicht sooooo große Stofflager.

    Gruß Ute

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  11. Also ich mache aus den Resten gerne Haargummis! Ich habe kein Kleid oder Shirt zu dem ich nicht das passende Haargummi hätte!

    Wenn größere Reste über sind, dann mache ich gerne Schlauchschals draus. Oder ich habe sie auf für Futter von Taschen. (ja, gut, davon habe ich auch noch nicht sooo viele gemacht, aber ich habe es vor :-))

    Gruß
    Heike

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  12. Damit du noch eine Antwort hast, habe ich in meinen Blog noch eine Antwort eingefügt. Viele Grüße, Petra http://nadelstaerken.blogspot.de/2012/04/nahfragezeichen-nr-34-fragt-nach.html

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Ich freu mich sehr über Kommentare! Sie sind kleine Geschenke für mich! Vielen, vielen Dank im Voraus.