Donnerstag, 8. März 2012

Brot und Rosen!



Ich bin gerade schwer gerührt von dem Post bei Catherine zum internationalen Frauentag und dem dazugehörigen Lied.

Kurz zuvor habe ich mich in einem Gespräch versucht nicht dafür zu rechtzufertigen, derzeit viel Zeit den "Äußerlichkeiten" zu widmen. Ich hasse es, mich rechtfertigen zu müssen. Wenn meine Gedanken noch nicht zu Ende gedacht sind, dann bin ich mir deren Wert oft nicht bewußt. Obwohl mein Gefühl sagt, dass wir uns hier nicht nur mit Äußerlichkeiten, also Kleidchen, beschäftigen, sondern dass uns viel mehr bewegt und viel mehr geschieht (Nur eines der vielen Stichworte "Kopfkleiderschrank"!). Diese ganzen Gefühle versuche ich seit Monaten zu ergründen und zu beschreiben und oft frustriert es mich, weil vieles noch so diffus ist und oberflächlich klingt. Aber das ist es es nicht! Es geht mir darum, ein gutes Leben für uns Frauen zu machen. Das scheint eines meiner Leitmotive zu sein. Egal, was ich (beruflich) anpacke, irgendwie lande ich immer wieder dort. Gestern hatte ich einen Flow und heute dieses Gefühl. Es wird, es wird!

Wir wollen Brot und auch Rosen! Wir brauchen Brot, um die materiellen Vorraussetzung für ein gutes Leben zu haben aber wir brauchen auch die Rosen, um die Schönheit des Lebens genießen zu können.

In diesem Sinne wünsche ich Euch, meine Lieben, Brot und Rosen.... und viele schöne Kleider. Möge euch ebenso wie mir heute das Lied im Ohr klingen!

edit: Je mehr ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir das Wort "Textilarbeiterinnen". Anfang des vergangenen Jahrhunderts streikten Textilarbeiterinnen und das Lied wurde zu einem Symbol der Frauenbewegung. Und heute, heute hören wir "Textilarbeiterinnen" dank Catherine das Lied wieder und tragen es weiter. Schön!




Ihr könnt es auch als Karaoke Version schmettern :-)


Kommentare:

  1. Schön beschrieben, ich beiße mir auch oft auf die Zunge, um mich nicht zu rechtfertigen für mein Bedürfnis nach Schönheit.
    Ich finde auch das ist ein größerer Komplex, der mit Selbstbewußtsein, Glück und vielem anderen zusammenhängt, aber ich suche auch noch nach Worten. Brot und Rosen beschreibt es wunderbar.
    Ich wünsche dir einen ganz schönen Tag.
    LG, Claudia

    AntwortenLöschen
  2. Ich versuche mich auch nicht mehr zu rechtfertigen, nicht nur im Bereich meiner Näherei und meinem äußeren Selbstbild (dass ja viel mit dem Inneren zu tun hat). Ich sehe das Nähen auch nicht nur als Äußerlichleit, für mich hat es auch etwas mit einer Haltung zu tun, da kommen dann die Themen Nachhaltigkeit, das Verweigern, sich (in der Regel von Männern gemachten) Modediktaten zu unterwerfen........
    Und beruflich lande ich auch sehr oft bei Frauen mit dem Ziel, etwas zu verbessern. Aber es gibt noch viel zu tun, im Kleinen und im Großen.
    Und Eine Rosen sind soooo schön, grün, rot, braun, ich würde sie alle anstecken.
    Dir noch einen schönen Tag,
    herzliche Grüße
    Sabine

    AntwortenLöschen
  3. die Tatsache,dass eine Frau in unsere Zeit näht versetzt in Erstaunen!
    man muss sich fürs "kleidchen nähen" niergendswo mehr schämen,denn die Handarbeit stirbt aus und ist hochgradig geschätzt!

    Kleidchen nähen oder tragen ist eine klare Botschaft, die keine weiter Worte benötigt.jede Kleidung hat eine Aussage oder sogar einen Aufruf oder gar Provokation.
    man muss auch nicht mehr reden.es ist alles damit gesagt.
    mit einem Kleidchen ist mehr gesagt, als hier in tausenden Worten zusammengefasst.
    ich nähe und trage vintage mit stolz. mir ist noch nie in den sinn gekommen ,mich dafür rechtfertigen zu müssen oder gar zu schämen. wenn ich Vintage trage drehen sich sowohl männer als auch frauen um und bleiben stehen. soviel zu feminismus.
    ausserdem das "kleidchen" alleine kann kaum etwas bewirken wenn die persönlichkeit dahinter nciht steht oder man kein charisma hat. z.b. nicht jede Frau kann ein Hut heut zu tage tragen, denn es erfordert jede menge mut und gewachsene, gestandene persönlichkeit. und was ist eigentlich das ziel bei diesen disskusionen??
    männer achten nicht drauaf ,was die frauen anhaben, eh umgekehrt.und zuhören tun sie auch weniger. also, ist die ganze disskusion wieder von den frauen zu den frauen. richtig??
    eine frau,die selbst bewusst genug ist weiß was sie ist und was sie kann, sie muss um ihre rechte nciht kämpfen, sie nimmt sich das und lass bestimmte dinge einfach nciht zu.
    also, das ist kein problem vion den frauen, sondern ein problem der persönlichkeit. IMHO..

    AntwortenLöschen
  4. Oh, ich bin ja so gespannt auf die Ergebnisse deines Flows!
    Freut mich, dass du dich über das Lieb gefreut hast, die Reaktionen auf mein Post von gestern waren jedenfalls ein Highlight meines feministischen Nähbloggerdaseins :-)

    Den Post wegen der Jacke hab ich auch jetzt erst gesehen, ich bin gespannt, auf deine Interpretation!

    Lg! Catherine

    AntwortenLöschen

Ich freu mich sehr über Kommentare! Sie sind kleine Geschenke für mich! Vielen, vielen Dank im Voraus.