Donnerstag, 16. Februar 2012

Meine Antwort auf das Nähfragezeichen Nr. 27




Vielleicht sollte ich auch mal wieder auf ein Nähfragezeichen antworten? Irgendwie hatte ich das letzte (und vorletzte Woche auch?) vergessen. So richtig viel zu sagen habe ich nicht, deswegen gibt es unten noch was anderes:

Näh-Zwickmühle
Näht ihr ganz gezielt, weil etwas ganz bestimmtes in eurer Garderobe fehlt oder näht ihr frisch inspiriert eher aus Spaß etwas, was ihr ganz dringend haben müsst, weil ihr etwas irgendwo gesehen habt? Theresa fragt, weil sie eigentlich 1000 Ideen hätte, aber so viele Taschen, Klamotten etc. eigentlich gar nicht braucht. Steckt ihr auch manchmal in der Zwickmühle: Nähen oder besser nicht?

Ich würde sagen der Ausdruck "was in eurer Garderobe fehlt" ist dehnbar. Streng gesehen braucht es einen Plan ungefähr so: man braucht x Röcke, y Shirts und z Kleider. Wobei Z = 365 ist - denn so sieht es die Kleiderqueen und wer will da schon widersprechen. :-)

Ganz so strukturiert bin ich dann doch nicht, meine Garderobe zu planen. Und auch nicht genauso radikal wie Frau (Mist, wo hatte ich das gestern beim MMM gelesen?), also sagen wir Frau X, die fast den kompletten Kleiderschrank mit ollen Sachen ausgeräumt hat und jetzt ne neue Garderobe aufbaut. Ich finde der Lust zu folgen ist eigentlich ein guter Ratgeber, denn schließlich haben wir das Problem, dass wir erstmal Zeit investieren müssen, um herauszufinden, ob ein Kleidungsstück für uns gut ist oder nicht. Außerdem lernen wir bei jedem Werkstück und irgendwann muß man sich auch eingestehen, dass auch alte genähte Sachen nicht das Gelbe vom Ei sind. Das ist zumindest bei mir so. Habt ihr es gemerkt, ich ziehe die ollen Shirts und die ersten Langeneßröcke nicht mehr an. Das liegt nicht an der Jahreszeit, sondern, weil es einfach "für mich falsche Kleidungsstücke" sind. Irrtümer. Oder positiver formuliert: Lehrstücke. 

Und dann gibt es ja noch die Variante, dass man genau diesen Rock (oder wahlweise jedes andere Kleidungsstück) in verschiedenen Farben, Mustern oder für verschiedene Jahreszeiten braucht. Frau KANN also gar nicht zu viel haben. Höchstens ist die Wohnung zu klein oder man hat schon zu lange nicht mehr ausgemistet. Die Antwort auf die Zwickmühle ist also ganz klar: NÄHEN!

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Ich bin ganz glücklich, dass meine Antwort auf das Frühlingsjäckchenstrickalongdingens jetzt eindeutig STRICKEN lautet. Im Laufe des gestrigen Tages habe ich mich doch SEHR in das Modell Blossom verliebt. Nachdem sich das Problem mit der Anleitung auf wundersame Art und Weise gelöst hat, werde ich mich jetzt frischverliebt dem Thema Wolle zuwenden. Erst wollte ich längere Ärmel einplanen, habe mir aber jetzt gedacht, dass ich ruhig kurze Ärmel mache und dafür so lange wieder aufribbel, bis das Ding WIRKLICH passt. Erinnert mich an den guten Vorsatz, falls ich irgendwann sage "ach, das geht schon und das Ding dann nie anziehe". 

Eure Bedenken, Halitha und Natalie habe ich sorgsam bedacht - wie immer ganz herzlichen Dank für ehrliches Feedback! Es ist verdammt schwer, sich das Ding an ner Frau wie mir vorzustellen und man muß sich immer wieder vergegenwärtigen, dass das anders aussehen wird. Ich glaube aber, dass das Modell funktioniert. Bei meiner Recyclingwickeljacke trage ich es auch meist so, dass es unten abgerundet ist und finde das gerade schick, außerdem werde ich die Ärmelchen etwas länger machen, damit es etwas vorteilhafter wird (das habe ich bei einem ravelry-Modell gesehen).  Ich glaube, es ist einfach verdammt wichtig, dass die Jacke passt! Ich werde also etwas herumdoktoren müssen, dass sie GENAU die richtige Weite hat, die nicht nach Leberwurst aber eben auch nicht nach Sack aussieht (deswegen überlege ich, sie nicht rund zu stricken, sondern lieber einzelne Teile, weil man dann nicht so viel aufribbeln muß, wenns nicht stimmt) und ich muß darauf achten, dass die Taille GENAU an der richtigen Stelle sitzt. Das wird nicht einfach, aber wenn es klappt, wird es gut. Das weiß ich. 

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Danke für das nette Feedback zum Kaufjäckchen. Mit "vornerum" bin ich da noch nicht ganz zufrieden, aber das ist egal bei dem Plastikding. Ich werde euren Tipp aber aufnehmen und mir den Schnitt abnehmen, für Vornerum noch was überlegen und dann das Ding noch mal nachnähen. Ich glaube, das lohnt sich, denn hinten finde ich es wirklich super. Danke für die Erläuterungen zum Schnitt abnehmen, Frau Rubinengel!


1 Kommentar:

  1. Ich habe bisher mit den Kim Hargreaves Sachen nur gute Erfahrungen gemacht. Hingen Verena und Filati Stricksachen bei mir bisher wie ein Sack, sind die die Sachen von Frau Hargreaves schön der Figur folgend. Natürlich passt nicht jeder Schnitt jeder, aber ich hoffe mal, dass sie bei dir genauso funktionieren, weil diese Stricksachen mehr nach "Schnitt" sind und die Muster sehr gut zu dem gewählten Schnitt passen. Du kannst ja stricken, das bekommst in jedem Falle hin, ich bin da ganz zuversichtlich.
    Viele Grüße
    Julia

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