Montag, 27. Februar 2012

Frühlingsjäckchen Knit Along: Maschenprobe und so



Endlich geht es weiter mit dem Frühlingsjäckchen Sew Along. Ich hätte nie gedacht, dass mich das so sehr beschäftigen würde. Schon komisch, so ein Projekt so langsam und gründlich zu machen. Aber jetzt ist mein Ehrgeiz gepackt - bei so viel Publikum.

Die Wolle habe ich letzte Woche schon vorgestellt. Sie fühlt sich allerdings weniger luxuriös an, als ich gehofft hatte. Ich versuche, relativ fest zu stricken, so dass es schon ein ziemliches "Frühlings-Brett" wird. Aber in der Abhandlung von  Frau Tichiro "Von der Kunst einen passenden Pullover zu stricken"stand, dass man das machen soll, damit es gleichmäßiger aussieht und elastischer wird. Aber es ist ok. Es fühlt sich ok an und geht auch einigermaßen. Ein Qualitätskriterium für Wolle ist für mich, ob es mir oft passiert, dass man den Faden nur halb erwischt. Ich hatte schon Wolle, wo das ständig passiert ist, hier glücklicherweise nur sehr selten. Ich bin also immer noch zufrieden. Allerdings habe ich nach wie vor nur ein Knäul. Ich hoffe, dass die Bestellung der Restmenge noch klappt, denn ich hätte keine Lust, erneut auf die Suche zu gehen.

Nachdem ich zwei Tage relativ viel Zeit investiert hatte, die englische Anleitung zu übersetzen, bekam ich von zwei netten Leserininnen den Tipp, dass es die Anleitung auf deutsch gibt. Beides gut. Zum einen fand ich heraus, dass das Übersetzen in der Tat möglich ist, zum anderen konnte ich mit der  deutschen Anleitung, meine Übersetzungsversuche verifizieren und bin nun etwas sicherer, dass das mit der Anleitung auch so hinkommt. Verschwendete Zeit war es also nicht.





Stand 27. 2. Ergebnis eines Abends stricken bei dem Film "Der Plan". Film war gut, aber die Hälfte des unteren Bündchens, mußte ich wieder aufribbeln, weil ich bei einer Masche nur die Hälfte des Fadens erwischt hatte und dies im dunklen Filmzimmer nicht bemerkt hatte. Mist!

Ein paar Tage hatte ich damit verdaddelt, mir zu überlegen, wie ich die Strickanleitung hinsichtlich der abweichenden Maschenprobe und der abweichenden Körperform übersetze. Am Samstag abend habe ich dann aber einfach beschlossen anzufangen und das war eine gute Idee. Trotz selbstgemachter Übersetzung, hatte ich bei der theoretischen Bearbeitung noch nicht herausgefunden, dass der untere Streifen andersrum, also um 90 Grad gedreht, gestrickt wird. Das ist doch wunderbar, um die Breite zu bestimmen, dann muß ich ja erst später rechnen! Nach einer halben Stunde hatte ich dann auch kapiert, dass ich nochmal aufribbeln muß, weil ja auch die Reihenzahl meiner Maschenprobe abweicht, aber das war ok. Besser jetzt als später. Bei diesen Überlegungen wurde mir dann aber auch klar, wie ich mit den Umrechnungen verfahren muß. Ich rechne die Maschenrprobe auf einen Zentimeter runter und dann die Anleitung entsprechend hoch. Ich glaube, für das Rückenteil kann ich das so ohne Probleme machen.

Etwas mehr Respekt habe ich da bei den Vorderteilen. Der Ausschnitt soll zwar groß werden, aber die Brüste sollen da schon reinpassen. Ich bin wirklich gespannt, ob das annähernd hinkommt. Beim Nähen von Oberteilen habe ich stets das Problem, dass mein Brustpunkt aufgrund der Schwerkraft, tiefer als im "Ideal-Schnitt" liegt. Ich kann also fast sicher davon ausgehen, dass die Anleitung irgendwie nicht hinkommen wird. Diesbezüglich tröstet mich nur, dass die Bruststeile ja schmal und deshalb schnell zu stricken sind, da werde ich es also halten müssen, wie Karin Sommer und "die Probe aufs Exempel machen". Kennt ihr noch Karin Sommer von Jacobs Kaffee? 13 Jahre hat die Gute mich in Kindheit und Jugend begleitet und bei der Formulierung muß ich immer an sie denken. Merkwürdiger Weise habe ich aber ihren Lieblingssatz "Mühe allein reicht nicht" vergessen, tststsss...



Bildquelle: impulse.de

Weil Mühe alleine nicht reicht, habe ich nun doch das Strickbuch für dicke Frauen bestellt. Leider war es in meiner Haus und Hof-Buchhandlung nicht mehr vorrätig. Ich erinnere mich, dass ich im Herbst schon mal reingeschaut hatte und die Einleitung, in der erklärt wurde, wie man für große Größen strickt und Anleitungen anpasst gut fand, aber von den Modellen nicht begeistert war. Deswegen hatte ich es damals nicht gekauft. Jetzt will ich es aber wissen und lernen (wie man FBA strickt) und bin gespannt, auf das Buch.


Bildquelle: Amazon

Ich bin gespannt, wie weit ihr anderen Mitstrickerinnen seid - der Frühling gibt sich ja derzeit alle Mühe, uns Lust auf Frühlingsjäckchen zu machen. Mehr Jäckchenprojekte gibts wie immer bei unsere Kleider- und Jäckchen-Heldin Catherine.

Kommentare:

  1. sehr hübsch sieht es bisher aus. wirklich toll.
    muster sowie farbe.

    und lass dich nicht entmutigen, wenns mal rückschläge gibt - denn das kleine läppchen sieht echt erfolgversprechend aus!

    glg
    halitha

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  2. Du hast ein halbes Bündchen aufgetrennt wegen einer verkorksten Masche???!! Ich bin tief beeindruckt von Deinem Perfektionismus. Und auch die ganzen anderen Schilderungen- wirklich kompromisslos Dein Vorgehen.
    Mühe allein reicht nicht- wäre jetzt nicht unbedingt mein Wahlspruch (harmoniert jetzt nicht so mit: "was nicht passt, wird passend gemacht" bzw. mit "Faul sein ist wunderschön"), aber Du scheinst das wirklich verinnerlicht zu haben. Chapeau!

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