Sonntag, 29. Januar 2012

Sunday Evening Live Blogging

21.03 Uhr
Ich hatte ein herrliches Wochenende: viel Schlaf und sogar hin und wieder Zeit, in der ZEIT zu lesen. Also bin ich ausgeruht genug, um heute abend zu nähen, will aber vorsichtig sein und nicht zu spät ins Bett gehen, um mein Schlafkontingent in der Alltagswoche nicht wieder zu gefährden.

Heute also wieder mal Sonntag abend, das Wohnzimmer gehört mir, der Tatort läuft (das Konstanzer Team mag ich) und die Maschinen sind aufgestellt und eingefädelt. Schon blöd, wenn man Rüstzeiten von ner Dreiviertelstunde hat. Aber egal, jetzt stelle ich das Macbook zu Seite, kontrolliere noch mal, ob ich die Ärmel richtig und richtig hübsch eingesetzt habe und dann geht es weiter am Stokx-Mantel, den ich in meinem Berlin-Praktikum nicht fertig bekommen habe. Wie aufregend!

21.39 Uhr
Achjeee, die arme Alleinerziehende wars! Die Ärmel sind immer noch nicht drin. Es waren noch ein paar Kleinigkeiten (Tasche in der Seitennaht, Seitennaht) im Vorfeld zu tun. Diese sind jetzt getan und der eine Ärmel schon mal wieder rausgetrennt. Ich habe irgendwie keine Ahnung, wie ich dieses feste, zugleich flutschige Material einhalten kann, um die Mehrweite einzuarbeiten. Noch ein Versuch. Aber jetzt erst mal den melodramatischen Abschluß des Tatorts. Die Neue ist komisch, oder? Bleibt die?

22.50 Uhr
Ich gebe auf. Ich habe jetzt noch 5 mal den oberen Teil des Ärmels versucht möglichst faltenfrei einzusetzen und dabei diese unsägliche Diskussion bei Jauch als Hörspiel verfolgt. Jetzt schaue ich lieber Tagesthemen und räume auf. Und morgen mache ich ein Foto von dem Desaster und schreibe eine Mail an Lindy. Am liebsten würde ich mich in den Zug setzen und nach Berlin fahren. Es ist so verflixt! Dafür sind die Taschen innen, ganz hübsch geworden. Manchmal ist nähen wirklich anstrengend!

Kommentare:

  1. Ach Meike...
    Bloß nicht aufgeben, Du schaffst das schon. Davon bin ich überzeugt.
    Der Mantel wird super!

    Lieben Gruß
    Simone

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  2. Hallo Maike, das Einsetzen der Ärmel klappt schon noch. Manchmal muss man die Arbeit einfach zur Seite legen und später noch einmal ran. Dann klappt es oft und man fragt sich warum das nun doch so einfach ging. Mein Abendprogramm war ähnlich. LG Daniela

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  3. Von Aufgeben war keine Rede! Natürlich mache ich an dem Traummantel weiter. Ich gebe zu, dass schon die nächsten Projekte locken und es ein wenig frustrierend ist, bei diesen Temperaturen etwas für den Frühling, der noch so weit weg scheint, zu produzieren. Aber da muß ich durch.

    Danke fürs Aufmuntern!

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  4. Ich habe gestern den halben Tag mit der Anleitung für ein Knoten-Shirt gekämpft, hab einfach nicht verstanden, was die von mir wollten. Mein Mann meinte, ich solle es doch weglegen. Aber mir ließ die Sache einfach keine Ruhe. Dann bin ich auf Deine Anleitung zum Knip-Knoten-Kleid gestoßen. Und es hat geklappt. Danke! Deshalb niemals aufgeben!

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  5. Ich hab vor einiger Zeit den Tipp gelesen, dass man bein Nähen das eingehaltene Teil, also die Ärnmelseite nach unten legen sollte - angeblich hat der Transporteur der Nähmaschine eine leicht einhaltende Wirkung, ganz von selbst. Ich habs immer andersrum gemacht - weil ich dachte, dass ich so die möglichen Fältchen besser verhindern kann, wenn die Ärmelseite oben liegt. Einmal konnte ich seither den Tipp anwenden, und ich hatte tatsächlich den Eindruck, dass das was bringt. Könnte natürlich auch Glück oder Einbildung gewesen sein. Ich bin gespannt, welche Tipps Lindy für dieses Problem hat.

    viele grüße! Lucy

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Ich freu mich sehr über Kommentare! Sie sind kleine Geschenke für mich! Vielen, vielen Dank im Voraus.