Samstag, 28. Januar 2012

Heute wieder etwas ausführlicher

Bevor der Telegrammstil hier zur Gewohnheit wird, versuche ich mich doch mal wieder in ganzen Sätzen.

Die Overlock klang vor zwei Wochen schon so komisch. Mich wunderte allerdings, dass sie auch nach dem Saubermachen und Ölen immer noch so komisch "schlug". Mein Verdacht fiel auf "Stichzunge W", die man wohl zum Jerseynähen braucht, die ich aber aus Bequemlichkeit immer drin lasse. Bisher hatte sie mir keine Probleme bereitet. Als mir meine Mutter beim Rock-nähen über die Schulter schaute, wurde ich nervös und versucht Stichzunge W richtig rein zu machen oder zu entfernen und dann klemmte sie. Der Gatte hat sie nun wieder richtig in Position gebracht und nun näht die Maschine wieder - "schlägt" aber immer noch manchmal komisch. Da muß der Gatte wohl noch mal schauen. Vielleicht sind es die Messer?

Trotz hin und wieder Klackern habe ich mal eben schnell dem Kind noch eine wärmere Mütze (Sturmhaube nach der kostenlosen Anleitung von Ottobre) genäht. Irgendwo hatte ich es mal in einem Blog gesehen, an das untere Teil der Mütze, bei der gefütterten Version kein Bündchen anzunähen, sondern nur die beiden Lagen zusammenzulocken. Das ist super, das geht ja richtig schnell! Er liebt seine gedopptelte Jerseymütze und Muttern hatte immer ein schlechtes Gewissen, ihn mit der dünnen Mütze zu sehen, also mußte endlich eine neue ran. Ich hoffe die Jersey-Nicky-Version ist warm genug.

Ich finde es immer zu süß, wenn er die Stoffe mit aussucht. Hauptsache lila! Das macht wirklich Spaß und ist eine wunderbare Rechtfertigung für das umfangreiche Stofflager. Ein Foto gibt es nicht. Da habe ich ein wenig Paranoia, dass man mein Kind an der Mütze erkennen könnte. Bei Pullis oder Hosen finde ich das nicht so dramatsich, aber ne Mütze oder Jacke wird jeden Tag getragen, da fängt bei mir die Paranoia an.

Aus dem Stofflager zauberte ich auch den Rock für meine Mutter. Das ist schon toll, wenn man alles da hat und ganz spontan aus Lust und Laune einen Rock nähen kann. Notiz an mich: immer etwas Futterstoff, Vlieseline und nahtverdeckten RV da haben. Der Rock sieht super aus, ich bin gespannt, wie er sich trägt, denn er verzog sich doch sehr beim Nähen. Es war aber auch die 2 Euro-Version vom Maybachufer, da kann sowas schon mal passieren. Genügend Stoff für einen Rock für mich wäre auch noch da. Wenn die Ovi wieder zuverlässig gehen sollte, geht das dann ja ganz schnell.

Meine Mutter lobte mich, wie schnell und souverän ich nähen würde. Außerdem half ich ihr bei einem Strickproblem. Das war irgendwie komisch für mich, habe ich doch diese Sachen von ihr gelernt. Klar, gibt es auch andere Sachen, die ich kann und die sie nicht kann, aber bei Fertigkeiten, die ich von ihr gelernt habe, ist es komisch, auf einmal besser zu sein. Wahrscheinlich muß man sich daran gewöhnen. Ein bißchen stolz bin ich schon.

Kommentare:

  1. Liebe Meike,

    da darfst du auch stolz sein! Meine Mutter ist gelernte Schneiderin, näht aber mittlerweile kaum noch. Ich war stolz wie Oscar, als sie meinte, Sie würde das nicht mehr so gut hinbekommen wie ich.

    Ein wunderschönes Wochenende wünscht
    Steffi

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  2. Ich war vor kurzem auch mit der Nähmaschine bei meiner Mutter (ihre ist gerade kaputt) und habe ihr geholfen einige Sachen zu ändern. Als sie freimütig eingestand, dass sie sich an Jersey nicht rangetraut habe und ich das ja sehr souverän machen würde, fand ich das auch zunächst etwas befremdlich. Noch mehr geht es mir bei meiner Schwiegermutter so, die eigentlich in meinen Augen alles nähen kann (und zwar alles auf einer 30Jahre alten Bernina). Auch die sagt manchmal: Nee, das würde ich nicht angehen. Ich glaube, das hat viel damit zu tun, dass ich mich einfach mehr traue. Im Zweifel schneide und nähe ich einfach drauflos und vertraue darauf, dass ich es dann schon hinkriege. Da ist die etwas ältere Generation, die das schneidern noch ordentlich in der Schule lernte vielleicht eher "regelkonform".

    Schön wieder ausführlich von dir zu lesen!

    Schönes Wochenende

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