Dienstag, 17. Januar 2012

Das Näh-Fragezeichen Nummer 23


Die heutige Näh-Fragezeichen-Frage schließt quasi nahtlos an letzte Woche an. Es hat mir viel Freude und gute Gedanken bereitet, dass diese Frage auf so fruchtbaren Boden bei Euch gefallen ist. Ganz herzlichen Dank dafür!

Ganz herzlichen Dank auch für die heutige Frage von Mema. Ich bin schon wie Bolle auf Eure Antworten gespannt!

Vintage-Kleidung 
Warum nähen politisch sehr bewußte und kritisch denkende Frauen Vintagekleidung aus den 40ern bis 60ern. Warum wird die Mode aus der Zeit, in der Frauen eher unterdrückt wurden, zum Vorbild? Kann die Mode getrennt von der gesellschaftlichen Situation gesehen werden, in der sie entwickelt und getragen wurde? Was macht sie so anziehend?

Habt ihr auch Fragen für das Näh-Fragezeichen? Dann immer her damit an Naeh-Fragezeichen at gmx Punkt de.  


Antworten könnt ihr - eine ganze Woche lang - hier in den Kommentaren oder bei Euch im Blog - dann bitte das Bild mitnehmen, auf die Aktion verweisen und bei Mr. Linky bescheid sagen, wo wir Euch und Eure Antworten finden:





Das waren die bisherigen Nähfragezeichen:

Dort findet Ihr auch den Weg zu den Antworten.



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So funktioniert das Nähfragezeichen:

Jeden Dienstag gibt es hier im Blog eine Frage (meist, mit erläuternden und ergänzenden Fragen) rund um das Nähen. Diese könnte Ihr entweder hier in den Kommentaren beantworten oder aber bei Euch im Blog.

Solltet Ihr bei Euch im Blog antworten, tragt den Link zu Eurem Antwortpost bitte auf der Mr. Linky-Liste ein, damit wir Euch finden. Wenn ihr bei Euch im Blog antwortet, hat das für Euch den Vorteil, dass Ihr Euere Beiträge, sozusagen als Tagebuch, leichter sammeln könnt. Dann nehmt Euch einfach das Bildchen mit dem Fragezeichen mit und sagt Mr. Linky bescheid.

Die Fragen kommen von uns allen. Wenn ihr Ideen für Fragen habt, schickt mir eine Mail an
Naeh-Fragezeichen at gmx Punkt de oder hinterlasst die Frage in den Kommentaren zum Nähfragezeichen. Ich bin sicher, so schnell werden uns die Fragen nicht ausgehen. Wenn ich eine Frage von Euch an einem Dienstag veröffentliche, wird sie selbstverständlich zu Eurem Blog verlinkt (es sei denn, ihr wollt das nicht).

Nochmal in aller Kürze die Teilnahmebedingungen

  • Immer Dienstags gibt es ein neues Näh-Fragezeichen. Die Frage sollte im Laufe der Woche beantwortet werden.
  • Die Antwort kannst du als Kommentar hinterlassen
  • Wenn du in Deinem Blog antworten willst, kopiere den Text der Frage und füge einen Link zum Näh-Fragezeichen dazu. Beantworte die Frage und hinterlasse einen kurzen Hinweis in den Kommentare beim Näh-Fragezeichen, damit die anderen Deine Antwort finden. 
  • Wenn du das Näh-Fragezeichen-Bild mitnehmen willst, speichere die Adresse des Bildes mit der rechten Maustaste und füge das Bild in Dein Antwort-Posting ein. 
  • Für die Teilnahme muß man sich nirgendwo registrieren
  • Du kannst teilnehmen, wann immer du willst. Es besteht keine regelmäßige Verpflichtung.
Ich freue mich, auf spannende Fragen und Antworten (immer her mit den Fragen!) und auf hoffentlich rege Teilnahme! Mitmachen kann man übrigens die ganze Woche und ach - eigentlich immer.

(Meine Antwort gibt es immer Donnerstags!)


Kommentare:

  1. Hallo Meike,
    eine sehr interessante Frage, die Mena da aufwirft.
    Ich nähe (bisher) keine Vintage-Kleidung. Das Nähen und Tragen von Vintage-Kleidung hat in erster Linie wohl damit zu tun, dass sie gefällt.
    Die Rolle der Frau hat sich gewandelt, klar. In früheren Zeiten war es unanständig, Hosen zu tragen. In den 80ern und 90ern haben sich Frauen in männerähnliche Klamotten geschmissen, um sich den Männern anzupassen und nicht als Frau aufzufallen (Ich meine das jetzt insbesondere in beruflichen Situationen). Ich denke, dass es zu einer Rückkehr zur Weiblichkeit gekommen ist. Frauen müssen sich nicht (mehr) als Männer verkleiden, um ernst genommen zu werden.
    Fakt ist, dass Vintagekleider sehr weiblich sind und natürlich einen ganz eigenen Stil ausstrahlen. Die meisten aus unserer Näh-Blogger-Welt möchten sich doch individuell und nicht 08/15 kleiden. Was passt da besser als Vintagekleider?
    Heute haben wir die Freiheit zu wählen, was wir tragen wollen und was nicht. Frauen, dürfen wie Frauen aussehen, ohne befürchten zu müssen nicht ernst genommen zu werden oder in die Schublade "Weibchen, schön aber hohl" gesteckt zu werden.

    Ich hoffe, das war jetzt nicht zu wirr.

    Viele Grüße
    Gaby

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    1. Stimmt genau was du da sagst:
      Vonwegen der andorgynen Phase in den 80ern u. 90ern,ich denke da insbesondere an die breiten Schultern mit den Polstern! In dem Zusammenhang habe ich die Schulterpolster-Mode noch gar nie betrachtet. Und das mit der Weiblichkeit und dem Frau-sein stimmt auch.

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  2. Liebe Meike, Du hast hier wieder eine ganz interessante Frage gestellt. Ich weiss noch nicht, ob ich dazu ein Post schaffe, aber ich äußere mich einfach mal kurz hier.
    Ich denke schon, dass man die Mode getrennt von der gesellschaftlichen Situation sehen kann. Mode ist doch eine Hure. Natürlich gilt das nicht für ganz spezielle "Uniformen", die ein politisches oder gesellschaftliches Statement widerspiegeln und/oder unterstreichen.
    Die Mode aus den 40er und 50er besticht mich aus ästhetischen und nähtechnischen Aspekten. Die Schnitt sind raffinierter und bestechen teilweise durch eine schlichte Eleganz, die man sonst suchen muss. Gleichzeitig sind es aber alltagstaugliche praktische Schnitte, denn der Alltag in dieser Zeit ähnelt schon eher dem heutigen, als wie es noch 50 Jahre zuvor war. Mode im Stil der 40er war auch schon mal in den 70ern en vogue, eine Zeit, in der auf Emanzipation eigentlich mehr Wert gelegt wurde als heute.
    Zu den unterdrückten Frauen muss ich nun ganz provokativ die Frage stellen. Hat sich wirklich soviel geändert?
    Wieviel weniger sind wir heute "unterdrückt"? Wieso akzeptieren wir Frauen nach wie vor still schweigend die Ungerechtigkeiten im Berufsleben, sind zufrieden damit, dass unsere Arbeit vor allem finanziell weniger honoriert wird als die der Männer. Ich meine jetzt nicht irgendwelche verqueren Voschläge nach mehr weiblichen Vorständen in Dax-Unternehmen. Die sind mir pieps. Mir geht es um das Alltagsgeschäft, dass "weibliche Berufe" schlechter bezahlt sind als "männliche", obwohl es in Zukunft mehr Bedarf an ihnen geben wird. Dass Frauen bei Gehaltsverhandlungen immer den kürzeren ziehen, weil diese nach männlichen Spielregeln stattfinden. Dass man unter den Geschlechtsgenossinnen als Feministin "verschrien" ist, wenn man so was äußert, dass man entweder Rabenmutter oder Heimchen am Herd ist...
    Oh weh, jetzt habe ich dein Kommentarfeld missbraucht... nicht böse sein.
    Aber deine Fragen treffen einfach den Nerv.
    Viele Grüße
    Julia

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    1. Ja Julia, und diese Tatsache dass Frauen für die gleiche Tätigkeit weniger Geld (und auch Anerkennung)bekommen wie ihre männlichen Kollegen trifft leider ganz besonders im europäischen Vergleich für die deutschen Frauen zu. Und ich wage jetzt kühn zu behaupten, dass die deutschen Frauen sich im Vergleich auch am wenigsten elegant und weiblich kleiden!?!

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  3. Ähnlich wie bei Julia fühlen sich meine Nerven auch getroffen - Antwort unter Mister Linky im Blog. Da hat's gleich (und sehr lang) in den Fingern gejuckt.

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  4. uiuiuiui..ich geh mal denken...

    stella

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  5. Ui, da hast du aber eine heiße Kartoffel getroffen. tatsächlich hab ich mich das auch am Anfang mal gefragt. Da bin ich auf die Antworten gespannt. Ach Meike, du hast da eine richtig tolle Aktion am Laufen. Auch wenn ich nie antworte, lese ich doch sehr gern. Wunderbar!

    Liebe Grüße,
    Pauline

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  6. Olala, was für eine spannende Frage!!! Meine Antwort ist dann doch etwas länger ausgefallen. ;) Ihr findet sie deshalb bei mir im Blog. Liebe Grüße, Zuzsa

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  7. Hi! Habe diesen Blog gestern gefunden und spontan geantwortet - auf meinem Blog.
    Vielen Dank für diese Anregung!
    SusuKo.

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  8. Hallo Meike,

    gute Frage ...
    mich spricht diese Vintage Mode an, da ich mich so angezogener fühle als in einem Bleistiftrock und Co. Die Schnitte von damals sind meist sehr stoffverschwenderisch aber ich genieße es z.B. in einem Tellerrock durch die Gegend zu schweben.

    Aber der große Stoffverbrauch ist es auch, der mich momentan noch davon abhält mehr von diesen Schnitten zu nähen :-)

    Lieber Gruß, Muriel

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  9. Über Vintagemode werde ich noch länger nachdenken müssen nachdem ich jetzt alle Beiträge gelesen habe. Meinen Beitrag anderere Art dazu habe ich verlinkt. http://vonmema.blogspot.com/2012/01/nahhilfe-vintage-nahmaschine.html
    Freundlicher Gruß
    Mema

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