Dienstag, 10. Januar 2012

Das Näh-Fragezeichen Nummer 22


Das Nähfragezeichen läd Euch heute dazu ein, davon zu träumen, Eure Träume zu verwirklichen.

Angelehnt an das Posting zum gelben Mantel und meiner Feststellung, dass ich eigentlich wie Chuck aus Pushing Daisies aussehe, ergab sich die spannende Erkenntnis, dass ich das äußere Selbst häufig von dem inneren Selbst unterscheidet. Da wir aber alle nähen können (auf welchem Level auch immer, wir können ja Lernen!) sind wir in der Lage, das innere Selbst und das äußere Selbst Schritt für Schritt anzugleichen. Jetzt geht es also nicht um konkrete Vorsätze, sondern um Träume. Vielleicht ist diese Frage für diejenigen, die die Diskussion letzte Woche nicht verfolgt haben zu abstrakt, deswegen noch ein Zitat aus den Kommentaren. 


"Ich habe auch dicke wellige dunkelbraune Haare die mein Gesicht weich umrahmen und trage all die schönen Kleider (die bislang leider nur im großen Planungsteich schwimmen). Aber jedes Mal, wenn ich an einer Schaufensterscheibe vorbeigehe erschrecke ich, weil mir da nur ein langes schmales Gesicht mit Straßenköterschnittlauchflusen entgegenblickt, mit Graumäuschenjeans nebst quadratisch-praktischer Allwetterjacke." 



22. Den "Kopfkleiderschrank" verwirklichen!
Wie siehst du eigentlich, d.h. in deinen Träumen, in deiner Vorstellung von Dir  aus? Welche Kleidungsstücke könntest du nähen, um dieser Vorstellung von Dir, wie du gerne sein möchtest, näher zu kommen? Was hält dich ggf. davon ab? 

Ich bin gespannt auf die hoffentlich zahlreichen Antworten. Herzlichen Dank für die Antworten von letzter Woche! Habt ihr auch Fragen für das Näh-Fragezeichen? Dann immer her damit an Naeh-Fragezeichen at gmx Punkt de.  


Antworten könnt ihr - eine ganze Woche lang - hier in den Kommentaren oder bei Euch im Blog - dann bitte das Bild mitnehmen, auf die Aktion verweisen und bei Mr. Linky bescheid sagen, wo wir Euch und Eure Antworten finden:





Das waren die bisherigen Nähfragezeichen:

Dort findet Ihr auch den Weg zu den Antworten.



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So funktioniert das Nähfragezeichen:

Jeden Dienstag gibt es hier im Blog eine Frage (meist, mit erläuternden und ergänzenden Fragen) rund um das Nähen. Diese könnte Ihr entweder hier in den Kommentaren beantworten oder aber bei Euch im Blog.

Solltet Ihr bei Euch im Blog antworten, tragt den Link zu Eurem Antwortpost bitte auf der Mr. Linky-Liste ein, damit wir Euch finden. Wenn ihr bei Euch im Blog antwortet, hat das für Euch den Vorteil, dass Ihr Euere Beiträge, sozusagen als Tagebuch, leichter sammeln könnt. Dann nehmt Euch einfach das Bildchen mit dem Fragezeichen mit und sagt Mr. Linky bescheid.

Die Fragen kommen von uns allen. Wenn ihr Ideen für Fragen habt, schickt mir eine Mail an
Naeh-Fragezeichen at gmx Punkt de oder hinterlasst die Frage in den Kommentaren zum Nähfragezeichen. Ich bin sicher, so schnell werden uns die Fragen nicht ausgehen. Wenn ich eine Frage von Euch an einem Dienstag veröffentliche, wird sie selbstverständlich zu Eurem Blog verlinkt (es sei denn, ihr wollt das nicht).

Nochmal in aller Kürze die Teilnahmebedingungen

  • Immer Dienstags gibt es ein neues Näh-Fragezeichen. Die Frage sollte im Laufe der Woche beantwortet werden.
  • Die Antwort kannst du als Kommentar hinterlassen
  • Wenn du in Deinem Blog antworten willst, kopiere den Text der Frage und füge einen Link zum Näh-Fragezeichen dazu. Beantworte die Frage und hinterlasse einen kurzen Hinweis in den Kommentare beim Näh-Fragezeichen, damit die anderen Deine Antwort finden. 
  • Wenn du das Näh-Fragezeichen-Bild mitnehmen willst, speichere die Adresse des Bildes mit der rechten Maustaste und füge das Bild in Dein Antwort-Posting ein. 
  • Für die Teilnahme muß man sich nirgendwo registrieren
  • Du kannst teilnehmen, wann immer du willst. Es besteht keine regelmäßige Verpflichtung.
Ich freue mich, auf spannende Fragen und Antworten (immer her mit den Fragen!) und auf hoffentlich rege Teilnahme! Mitmachen kann man übrigens die ganze Woche und ach - eigentlich immer.

(Meine Antwort gibt es immer Donnerstags!)



Kommentare:

  1. Liebe Meike,

    diese Frage beschäftigt mich schon eine Zeit lang.
    Ich habe mir irgendwann letztes Jahr vorgenommen, ein kleines bisschen mehr "schick" in meinen Schrank zu bekommen und habe ordentlich ausgemistet. Auch wollte ich nichts mehr für "Gut" aufheben, sondern einfach tragen...
    Aber trotzdem laufe ich die meiste Zeit in Jeans rum...
    Ich bin gespannt, was die anderen hier so schreiben werden, ich werde es verfolgen...
    Liebste Grüße
    Theresa

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  2. Mein Kopfkino zeigt mich in all den schönen Trend-Kleidern die so in Hochglanzmagazinen zu sehen sind ... und zwar NICHT in Gr. 34/36.

    Daher hab ich mir im Moment vorgenommen. Jeden Monat ein paar Kleidungsstücke aus meiner Lieblingszeitung auszusuchen und in MEINER Größe nachzuarbeiten um den Profi-Designern mal zu zeigen, dass "Chic und trendig" nicht bei Gr. 40 aufhört.

    Denn, auch BIG IS BEAUTIFUL!

    Bin schon neugierig was die anderen Mädels so verwirklichen wollen.

    Grüßle

    Steffi

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  3. @Steffi: auch bei Gr. 34/36 heißt das noch lange nicht, dass die Fummel auch passen... bei mir fehlt es dann meistens an Oberweite und je kleiner die Größe, desto kürzer wirds dann auch und kleine Größe heißt ja nicht automatisch - zufriedener mit sich selbst...

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  4. Neeee, so mein ich das ja nich ... alsooo das Schlanke keine Probleme beim Kleiderkaufen haben .... ABER solche Trend-klamöttchen werden halt erst gar nicht in großen Größen angeboten.

    Und isch kenn Dein Problem in umgekehrt. Einige Designer meinen, dass große Größen auch gleich LANG bedeuten. Da isch aber nur etwa 1,60m bin ist z.B. Hosen kaufen bei mir ein absoluter Frustakt.

    Grüßle

    Steffi

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  5. Ich bin in der Frage mit mir im Einklang (außer, dass ich gerade nicht "meine" Figur habe und der Verursacher kann schon mit am Tisch sitzen und ganze Sätze sagen, aber das ist ja nicht gefragt). Ich hatte ein Schlüsselerlebnis ungefähr mit 18. Da habe ich mir irgendwann die Frage gestellt, warum ich eigentlich in linsalternativer Einheitskluft rumlaufe obwohl mein Kleidungsgeschmack der einer Diva aus den 30ern ist (konnte ich damals zwar noch nicht spezifizieren, aber das innere Bild war wohl so). Und damals habe ich von einem Tag auf den anderen meinen Stil geändert. Ein paar Tage blöde Blicke in der Schule aushalten gehörte aber auch dazu. Seitdem mache ich das einfach so, wie ich will. Ich bin immer overdressed (genaugenommen sind die meisten anderen nie nach meinem Niveau angezogen). Vor zehn Jahren trug in meinem Freundeskreis niemand Röcke im Winter, einteilige Kleider, schmikte sich etc. Aber ich bin ich und nach fast zwei Jahrzehnten "zu schick" sein, ganz ehrlich, ich nehme das gar nicht mehr wahr, aber ich fühle mich sehr sehr wohl damit :-)


    Und ich liebe es im letzten Jahr beim bloggen zu sehen, wie viele sich auf ihren Weg machen, das ist wunderschön!

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  6. ich wäre gern mehr noa noa..so ein bißchen ätherische spitze mit glitzer udn perlchen.
    pelzpelerinen und hochgeschnürten hexenstiefeln.mit hochsteckfrisur und einem zarten "Ach " auf den lippen.bei meiner figur sieht das leider eher suboptimal aus. und ich bin dann doch bequem gewöhnt. also jeans und so. gibt ja auch eine menge fabelhafter gründe um neues nicht zu wagen. wie bei allem was uns über den tellerrand hinaus blicken lässt.

    problem nr. 1

    es gibt kaum schnitte in meiner größe die da ranreichen.

    problem nr. 2
    stiefel ? nur in maßanfertigung möglich und deshalb unerschwinglich.

    problem nr3

    lange haare sind echt toll.
    aber sie behindern stark mein sichtfeld und jucken tuts auch schrecklich ufm kopp.

    ich halte es nie lange durch. und meist nicht bis zum sommer....

    ich bin also noch in der findungsphase, hab aber mittlerweile eine ahnung davon wie es so sein könnte.also bin ich aufm weg.

    auch dank dir !

    liebe grüße
    stella

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  7. Liebe Stella, da muß ich doch schnell antworten, denn ich fragte ja auch, um zu helfen die Probleme aus dem Weg zu räumen.

    Problem 1: Da muß man genauer suchen, ich find z.B. die Knip hat gute große Größen-Schnitt, bei Burda muß man um die Ecke denken und sich den Schnitt einfach in ganz anderem Stoff und so vorstellen und Catherine verlinkte letztens diese Vintageschnitte. Es gibt wohl mehr als man denkt, wir suchen einfach gemeinsam weiter.

    Und dann vermute ich, dass es sich lohnt, Schnitte zu konstruieren. Auch wenn es total vermessen klingt, aber ich werde mir für den Nähkurs im Frühjahr den "gelben Mantel" selbst konstruieren. Ich habe gestern ausführlich in "Schnittkonstruktion für Damenmode" gelesen und gehe einfach davon aus, dass ich das hinbekomme.

    2. Stiefel gibt es ganz wunderbar bei DUO-Boots mit weitem Schaft. Die Investition lohnt sich. Auf einmal tragen sich Röcke und Kleider ganz anders. Stiefel haben vor allen Dingen den Vorteil, dass selbst Frauen, die nicht gewöhnt sind in Pumps zu laufen, mit höheren Absätzen (oder zumindest kleinen die klackern) laufen können, weil sie mehr Halt geben. Ist nicht gerade bei DUO Schlußverkauf?

    3. Lange Haare machen Mühe sind aber toll um dieses "Wind durch die Haare-Gefühl" zu haben. Aber ist das nötig? Etwas mehr Länge würde aber gerade runden Frauen oft gut tun, habe ich das Gefühl, denn "rund und praktischer Haarschnitt" sieht schnell lieblos und freudlos aus. Das "Wind durch die Haare"-Gefühl, lässt sich aber schnell mit dem "mehr Stoff hüllt meinen wunderbaren Körper ein und raschelt so schön"-Gefühl ersetzen, dass durch einen weiteren Rock mit Unterrock erzeugt wird oder durch Stiefel mit Mantel. Und richtig lange Haar braucht es gar nicht. Ein Bob oder ein schulterlanger Stufenschnitt schmeichelt auch sehr.

    Kurz und gut: Stiefel kaufen!

    P.S. Ich weiß, was du "ätherisch" meinst - das werden wir nie!

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  8. Ich finde das sehr schwierig, eigentlich kann ich mich in Deiner Frage überhaupt nicht wiederfinden. Dazu bin ich einfach zu bodenständig, vermutlich!

    Ich versuche, mir Dinge zu nähen, die zu mir passen wie ich bin (jetzt!) und nicht mein Äußeres durch Kleidung einem bestimmten Ideal anzunähern, welches ich sowieso nie erreiche und eigentlich auch wirklich nicht erreichen will. Tolle rauschende Kleider a la Sissi oder Kleider aus den 20ern und 30ern - ja, aber das meiste würde mir einfach nicht stehen, weil ich nicht der entsprechende Typ bin und auch nicht die Statur dazu habe. Marlenehosen - schön, aber nicht an mir. Trotzdem kann ich es ja an anderen schön finden.

    Was ich dann trage? Ich laufe auch mit Jeans rum, sie stehen mir gut, und ich finde sie bequem. Prinzipiell stehen mir eben bestimmte Kleiderformen besser - eher A-förmiges, z.B., weniger tailliertes etc. - und dann nähe ich eher in diesem Bereich, Experimente nicht ausgeschlossen.
    Eigentlich bin ich damit auch völlig zufrieden. Mode ist für mich auch eher relativ, wenn mir wadenlange Tellerkleider partout nicht stehen, lass ich lieber die Finger davon. Auch wenn ich den New Look von Dior z.B. sehr mag.

    Allerdings habe ich mich immer recht wenig um anderer Leute Meinung geschert (meine Mutter singt heute noch ein Lied davon), und mich vielleicht schon immer seltsam und eigenwillig angezogen. Heute fällt das ja weniger auf, weil einerseits "mehr geht", und ich vielleicht auch manchmal Unauffälligeres bevorzuge.

    Tja, also, nicht alle haben so ein Ideal ;)
    Ich bin schon zufrieden, wenn es mir steht.

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  9. Liebe Frau Frisfris, danke für Deinen "bodenständigen" Kommentar. Diese Sichtweise gehört natürlich auch dazu!

    Ich glaube, es ist verdammt schwierig, herauszufinden, was einer wirklich steht. Auf diesem Weg hin zum passenden Inneren und Äußerem gibt es oft scheußliche Irrungen und Wirrungen. Aber vermutlich muß man das auch durch gemacht haben, bis man ans Ziel kommt.

    In diesem Sinne finde ich es extrem spannend zu überlegen, wie man herausfinden kann, was einer steht - und gleichzeitig den Horizont der Sehgewohnheiten dabei erweitert, um nicht vorschnell zu urteilen.

    Und wenn man das dann herausgefunden hat, gilt es auszuhalten, dass man damit möglichst wenig oder möglichst viel gesehen wird. Sehr spannend das alles!

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  10. Ja, und dann kommt natürlich dazu, dass das, was man an sich selbst gern sieht und für vorteilhaft hält anderen Leuten die Zehennägel hochrollen lässt ;) Bestimmt würden viele auch über mich sagen, ich trage Dinge die mir nicht stehen. Und es wird vermutlich ebenso sein, dass ich alle paar Jahre zurückblicke und denke "wie konnte ich nur" ;)
    Dummerweise altert man ja auch noch, und ist irgendwie gezwungen, den sich verändernden Körper auch vielleicht anders einzupacken, um sich wohlzufühlen. Statisch ist dieser Zustand: "das steht mir/entspricht meinem Geschmack" dummerweise/glücklicherweise(!) ja nie.

    Sehgewohnheiten ändern: das ist wohl war. Wie schön, dass man inzwischen wirklich ungestraft alles tragen und zeigen kann! Zumindest theoretisch als Erwachsener in der Freizeit. Dass es so viele unterschiedliche Stile gibt, das ist wirklich schön. Die Welt ist schon toleranter geworden, in dieser Hinsicht.
    (Arme Kinder, die sind eigentlich wirklich eingeschränkt von außen, sowohl in Farbe als auch Stil (Jungs-bzw. Mädchen"typische" Kleidung). Aber das führt jetzt hier wirklich viel zu weit vom Thema weg.)

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  11. Liebe Meike,

    das ist ja mal ne Frage!

    Ich bin noch auf der Suche nach meinem Style. Mittlerweile, ahne ich, wohin die Reise geht..aber oftmals fühlt es sich noch fremd für mich an, relativ "overdressed" unter all den Jeans-und-Chucks-Trägerinnen. Und ich gestehe, ich liebe Jeans und Chucks. Super bequem, aber für mich wirklich nicht die perfekte Kleidung (optisch).

    Meinen Traumstil kann ich nicht verwirklichen, da dieser ganz stark mit meiner Figur zusammenhängt und eine Umsetzung schlicht unmöglich ist: ich wäre gerne superdünn und flachbrüstig (mein Mann würde vor Entsetzen aufschreien, wenn er das lesen würde!). Meine ganz persönliche Stilikone ist nämlich Audrey Hepburn. Da ich figürlich aber definitv mehr Liz Taylor in üppigen Jahren bin, passt Audreys Style überhaupt nicht zu mir.

    Lange Haare finde ich super und hätte ich auch gerne. Aber nach zwei Schwangerschaften und hammerhartem Haarausfall, der seine Spuren hinterlassen hat, ist bei mir nur noch Kurzhaar angesagt, was ich aber auch gerne mag und was mir, wie ich finde, auch sehr gut steht.

    Und somit bleibt für mich, weiter an der Entwicklung meines ganz eigenen Stils zu arbeiten, mit dem ich mich identifizieren kann und in dem ich aber auch nicht 08/15 rüberkomme.

    Viele Grüße
    Gaby

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  12. Liebe Meike,
    Wenn Du mich schon für Dein Nähfragezeichen zitierst, muss ich mich doch auch mal aus der Nur-Nähfragezeichen-Leserschaft herausbequemen und was dazu schreiben *rotwerd*
    Ich mag schon immer feminine Kleider. Am liebsten wäre mir dieses schon so schön beschriebene ätherische NoaNoa, aber das bin ich nicht. Aber taillenbetonte Kleider, weite schwingende Röcke, am liebsten auch Puffärmel, runde Bubikrägen, die eine oder andere Rüsche, das wünsche ich mir schon immer. Und jetzt habe ich bei meinen ersten Kleidversuchen extrem alltagstaugliche, wenn auch noch seeehr schlichte Werke schaffen können, die noch dazu Hundehaare vertragen, Busfahrten, Büroalltag und sogar die eine oder andere Hausarbeit. Ich hab kapiert, dass "Kleid" und "schick aussehen" nicht automatisch "unbequem", "immer aufpassen, das nix passiert" und "das passt doch nicht zu mir" bedeuten muss. Vielleicht schaffe ich es nun auch, mehr von meinem Innen nach Außen zu schaffen? Mir geht es dabei nicht um Mode und die Wirkung nach außen, mir geht es um die Wirkung meines Äußeren auf mein Inneres. Ich muss mich wohl fühlen. Mit rot zum Beispiel fühle ich mich wohl. Ich brauche die Wärme und Energie von außen. Wenn ich keine Farbe trage, bin ich automatisch down. Das gleiche passiert aber auch beim Blick in den Spiegel, wenn ich nur Jeans und Pulli an habe. Und in einem bequemen figurbetonten und doch weiten Kleid, in dem ich meinen Bauch nicht einziehen muss, fühle ich mich eindeutig besser, als in einer einschnürenden Jeans, deren Spuren ich auch noch nach einer Stunde am Körper sehen kann.
    Wollte ich das alles wirklich hier schreiben? Egal, ich schick trotzdem mal ab, bin zu müde um Korrektur zu lesen ;-)
    Liebe Meike, ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf, mich hier von Deinem Weg inspirieren zu lassen, und hoffe, den meinigen genauso in Angriff zu nehmen.
    Liebe Grüße, Verena

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  13. Nachdem ich nun mich selbst reflekiert habe, möchte ich noch was zu den Kommentaren hier sagen: Natürlich kann man mit Klamotten aus einer üppigen Frau kein zartes Mädchen machen, aber ich glaube die Frage von "Stehen" hat ganz viel mit dem eigenen Gefühl, Ausstrahlung und Details zutun.
    Es müssen ja nicht immer rauschende Kleider sein, aber etwas Perlenbesticktes hier oder ein Pelzkragen am Mantel. Und auch wenn die Welt das kaum zur Kenntnis nimmt, aber vielleicht lächelt man sich dann doch zufällig selbst im Schaufenster an.

    Nur eine Idee.

    Grüße und Danke für's interessante Nähfragezeichen.

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  14. Was ne Frage!
    Auch bei mir gibt es eine Kluft zwischen Ideal und Ist. Aber ich merke, dass es nach und nach weniger wird. Elegant hat mir schon immer besser gefallen als sportlich und so saß ich schon beim Abi mit weißer Bluse neben den anderen im Schlabberlook. Aber wenn ich selbstbewußter gewesen wäre, hätte es durchaus noch etwas mehr sein können. Jeans hat es bei mir immer gegeben, aber wenn ich welche trage, dann versuche ich mir beim Obenrum besonders Mühe zu geben. Ich denke nämlich nicht, dass sich feminin/elegant und Jeans ausschließen, es ist immer eine Frage der Umsetzung, der Acsessoires, des Gesamtbildes. Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären. Wieso muss man lange Haare haben, um Kleider zu tragen? Ich habe seit über 10 Jahren kurze Haare und das bin vielmehr ich. Lange Haare verleiten mich dazu, schnell nach hinten gebunden zu werden und fertig.
    Die Schuhe sind bei mir oft ein Hinderniss. Am liebsten würde ich nur in schicken Pumps rumlaufen, das würde besser zu meinem inneren Bild passen :-) Aber das halten meine Füße nicht aus. Dennoch würde ich nie (wirklich nie!) im Alltag mit Outdoor-Sandalen rumlaufen oder Crogs.
    Wenn wir mal ehrlich sind, muss man seinen Stil nicht erst finden, er ist eigentlich immer da, wir müssen ihn nur rauslassen. Das ist schon schwer genug.
    LG
    anne (die mal wieder gut reden hat)

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  15. Eine wirklich gute Frage. Noch nie habe ich so lange über einen Bogpost gegrübelt. Und wenn ich sehe, wie wenige mitgemacht haben, geht es bestimmt vielen ähnlich.
    Ich finde der persönliche Style hat nichts mit der Figur zu tun. Ich war schon dicker und auch dünner, das hat vielleicht etwas an den Schnitten veränert: mehr Taille oder weniger, aber nicht am Style.
    SEHR spanend auch all die Kommentare zu lesen. :-)

    Liebe Grüße, Smila

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  16. Was für eine spannende Frage! Ich habe zwar mittlerweile meinen Stil ganz gut gefunden, aber ihn auch wirklich nähtechnisch umzusetzen, ist mir noch nicht gelungen … auch wenn es bei mir so einfach wäre …

    Wie ich mich sehe und was mir an mir gefällt, habe ich mal auf meinem Blog breitgetreten :.)

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  17. Hallo Meike,
    ich nochmal... mich würde ja dann auch noch interessieren (vielleicht ein weiteres Fragezeichen): Wann werden die ganzen genähten Sachen getragen??? Mir macht es super viel Spaß Kleider und Röcke zu nähen, aber ich könnte sie nie und nimmer alle ausreichend anziehen.
    Also, Nähen zur Entspannung oder weil der Schrank leer ist oder zu bestimmten Anlässen oder Nähen um des Nähens willen?

    LG
    Theresa

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  18. Gute Frage!!!! Ich glaube schon, dass ich den meinen gefunden habe. Ich hab aber auch nie wirklich danach gesucht, das hat sich eher so ergeben. Als Kind wurde ich von meiner Mutter von oben bis unten eingenäht. Etwas gekauftes gab es so gut wie nicht, was ich damals immer "doof" fand. Daher kann ich es aber nur sehr schwer ertragen, wenn jemand auf der Straße den gleichen Rock oder ähnliches trägt, wie ich. Das bin ich sozusagen nicht gewohnt gewesen. Kleider und Röcke hab ich schon immer gern getragen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich mich ,vielleicht mit 8, auf den Frühling freute, weil ich dann wieder im Rock und mit Kniestrümpfen raus gehen konnte. Das Gefühl hab ich heute noch, dieses luftige und irgendwie auch freie Gefühl, was mir persönlich Kleider und Röcke geben. Ich mochte auch schon immer A - förmige Kleider und Knielänge. Leider hab ich keine wirkliche weibliche Tailie und ich glaube, daher kommt auch diese Vorliebe für die 60iger Jahre, bewusst oder unbewusst. Ich mag das einfach so. Jeans mochte ich noch nie... Die Dinger engen mich irgendwie ein..... Nun ja, und bekannt bin ich für meine Vorlieben für rot und für Punkte.... Ich bin jedenfalls mit meinem Stil ziemlich zufrieden. Er entspricht meinen Vorstellungen von mir selbst. Ich trage seit Jahren so ziemlich die gleichen Schuhe, immer wieder die selbe Art von Schuhen. Meine Kleider und Röcke sehen auch irgendwie immer ähnlich aus, aber es ist eben mein Geschmack. Ja, so ist das :)

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  19. Allerdings gute Frage. Eine, die mich nu schon seit ner sehr langen Woche beschäftigt, zu allerlei Überlegungen angestiftet hat, die aber noch nicht in wirklich klaren Gedanken vor mir stehen.
    Ich laboriere seit der Teenagerzeit daran, daß es vieles, was ich tragen wollen würde, nicht in meiner Größe gibt. Dann hatte ich irgendwann Größe 40 und endlich eine Gaderobe, die mir gefiel (bis ich hörte wie eine meiner schauspielernden Kolleginnen meinen Stil als sexy secretary einstufte - hoppla, sexy war ja toll, aber ich arbeitete auf den Intendantenposten hin - ). Nu bin ich nach der Schwangerschaft zurück im alten Kampfgewicht und bei Größe 46 und kann nun zumindest selbst nähen.
    Aber das macht dann immer noch keine Jean Harlow aus mir. Oder doch? Kommt mit der Klamotte auch das Lebensgefühl und das erotische Selbstbewußtsein?
    Nun könnte ich mir also nähen, was mein Innerstes ersehnt, aber was will es denn? Mein Kopfkino sieht mich entweder als Ginger Rodgers oder Jacky Kennedy und wenn's hart professionell werden soll, dann als Steve Mc Queen in Bullit. Hu?
    Ich schätze, die Suche nach meinem Stil wird mich nicht zu einer einheitlichen, perfekt sitzenden und im Dunkeln gedankenlos greifbaren Uniform führen, sondern zu einer recht eklektischen Mélange.
    Und die muß dann auch Mishandlungen in der Waschmaschine aushalten und dazu taugen, über Zäune zu steigen und unter Sofas zu kriechen. Bißchen viel verlangt? Je ne sais pas.
    Ich finde es natürlich klasse, wenn der Herr der Schöpfung (auch wenn er mich gar nicht kennt) die Kaffeehaustür für mich aufreißt, während ich in heels, Kostümchen und Stola an ihm vorbeiflaniere. Nur hab ich zur Zeit beim Kaffee trinken meist einen sehr wendigen 21 monatigen Entdecker an der Hand, den ich mit hohen Hacken und engen Röcken nicht mehr einhole.
    Geht schick UND mamaalltagstauglich? Nach dieser Verbindung suche ich glaub ich gerade.

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