Sonntag, 30. Oktober 2011

Nur noch der Endgegner!

Der Wintermantel ist so gut wie fertig. Ärmel drin. Futter drin! Saum, Steppnähte. Alles gemacht. Puh!

Er sieht gut aus. Ziemlich gut. Ich bin schwer beeindruckt, was ich geschaffen habe. Er ist auch schwer. Viel Stoff. Aber jetzt ist Schluß für heute.

Den Endgegner hebe ich mir noch auf. Da habe ich mal wieder richtig Manschetten: die Knopflöcher.

Achherjee, bisher ist fast nix schief gegangen. Ein paar klitzekleine schiefe Nähte, aber sonst nix. Das ist doch ein gutes Omen, oder?

Nach dem Nähkurs - k.o.



Puh, was sind 6 Stunden Nähkurs anstrengend! Nähen an sich finde ich schon anstrengend und macht mir oft Rückenschmerzen. Aber warum ist der Kurs anstrengender? Vielleicht, weil ich mir so nen Stress gemacht, habe, möglichst viel zu erreichen und lernenderweise mitzunehmen?

Ich bin weiter gekommen, aber ich fürchte, in Berlin gibts kein Himbeersorbet mit Schokolade sondern Hartmut fährt mit. Irgendwie schade, aber realistisch.

Es fehlt noch:
- Ärmel müssen noch eingesetzt werden.
- Futter muß an den Ärmeln und dem Saum angenäht werden
- Knöpfe und Knopflöcher
- sowie das anknüpfbare gewisse Etwas.

Das heißt. Ich habe jetzt eine lange Weste, aus der linke Futterärmel rausschauen aber dafür mit Kragen. Immerhin. Und jetzt aufs Sofa!


Post von Samstag abend - Bild von Sonntag morgen

Schritt-für-Schritt-Merkliste für gefütterterten Mantel

Da ich die Anleitung für den Johanna-Mantel nicht einfach umsetzten kann, weil ich das Futter ganz anders - ganz konventionell mache - schreibe ich noch mal auf, wie ich es im Nähkurs gemacht habe. Für das nächste Projekt und für Euch.


  1. Schnitt kopieren, Schnittteile auf Länge und bezüglich Taillenhöhe, Brustpunkthöhe, Taillenweite, Oberweite und Hüftweite überprüfen und ggf. ändern.
  2. Außenmantel zuschneiden. Dabei an den inneren Nähten 2 cm Nahtzugabe, an den Nähten mit Rundungen nur 1 cm NZ. An den Säumen 4 cm zugeben. 
  3. Taschen in oder auf die Vorderteile arbeiten.
  4. Außenmantel (Vorderteile, Rückenteile, Seitennähte, Ärmel) zusammen nähen, Sitz überprüfen. Ggf. Änderungen. Ggf. Nahtzugaben steppen.
  5. Futtermantel zuschneiden. Dabei das mittlere Rückenteil im Bruch zuschneiden und 2cm Bequemlichkeitszugabe dazu fügen. Unter den Armen auch etwas mehr Nahtzugabe für Bewegungsfreiheit. Am Saum auch 4 cm zugeben. Gekürzt werden kann immer noch. 
  6. Futtermantel nähen. Dabei eine Wendeöffnung an einem Unterärmel lassen. 
  7. Vorderteil-Belege konstruieren, d.h. mittlere Vorderteile von der Schulternaht im Bogen verschmälern. Beleg für Rückenteil nicht vergessen.
  8. Kragen zweimal zuschneiden. Den Oberkragen etwas größer schneiden als den Unterkragen, damit dieser "bequem" über dem Unterkragen liegen kann.
  9. Belege und Kragenteile mit verstärken.
  10. Kragen nähen. Noch nicht steppen.
  11. Alle drei Belege aneinander nähen (d.h. an den Schulternähten schließen).
  12. Belege bis zum Kragenansatzpunkt an die Vorderteile nähen.
  13. Kragen als offenen Kragen arbeiten, d.h. den Unterkragen an die Mantelrückseite nähen und Oberkragen an den Beleg - Aufhänger nicht vergessen! Anschließend die Nahtzugaben aufbügeln. Die inneren NZ nach innen legen und die äußeren NZ zusammennähen - so dass der Beleg anschließend über der Naht liegt. 
  14. Kragen und Vorderseiten steppen.
  15. Das Futter an die Belege (Vorderseiten und Rückenbeleg) stecken und in einem Zug nähen. 
  16. Futter an den Ärmeln befestigen. Hier gibts Info dazu wie man Futter und Ärmel zusammen legt. 
  17. Saum 4 cm umbügeln.
  18. Mantel ordentlich legen, so dass der Außenstoff auf dem Boden liegt. Nun das Futter so abschneiden, dass es einen Zentimeter länger ist, als die Saumkante. 
  19. Mantel wenden. Futter und Außenstoff am Saum verbinden.
  20. Mantel wenden. Entweder am Saum eine Steppnaht oder per Hand unsichtbar anheften.
  21. Fertig. 

Meine Änderungen am Schnittmuster: Schnittmuster um 3 cm verlängert. Brustpunkt tiefer gesetzt und Rundung der Prinzessnaht am Seitenteil dementsprechend verlegt. Vordere Mittelteile parallel um 4 cm in der Mitte verbreitert. Rücken und Ärmel passten gut. 

Freitag, 28. Oktober 2011

Neues von Hartmut

Es ist natürlich ein Irrtum, es wäre möglich, ungeschminkt, mal eben schnell nach Ottensen zu düsen, um DrogerieGeldautomatGemüseaufmMarktundmalebenschnellnocheinSchrägbandbeiFrauTulpe inkognito zu können, um Sekunden später ohne Schwätzchen den Rückweg anzutreten. Dann sollte man dann lieber zur ebenmalschnellJeans ne Tarnjacke anziehen, statt den nun sehr geliebten Hartmut.

Aber so wars besonders nett. Obwohl ich eigentlich überhaupt keine Zeit hatte, traf ich eine nette Bekannte und wurde bei Frau T. mit den Worten begrüßt "oh, die Jacke habe ich doch gerade erst auf deinem Blog gesehen".  Hartmut ist also bekannt wie nen bunter Hund. Sehr schön. Ich mags ja, wenn Kleidungsstücke Namen haben, aber dass ich mal ne Jacke hätte, die Hartmut heißt, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht ausdenken können. Da hat meine liebe Freundin, die mir netterweise die MMM-Fotos gemacht hat, ja was eingebrockt.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Meine Antwort auf das Nähfragezeichen Nr. 11 vom 25. Oktober 2011




Scheinbar unnütze Näh-Werkzeuge und -Materialien
Welche Nähwerkzeuge oder Materialien hast du gekauft und nutzt sie jetzt gar nicht oder nur sehr ungerne, weil Du vielleicht gar nicht genau weißt, wie, wozu und womit, oder der weil ein schreckliches Missgeschick damit passiert ist? 

Ganz klar: das Rädchen. Ich habe das Kopierdings mit den spitzen Zähnen gekauft und exakt einmal genutzt. Das führte dazu, dass der Papierschnitt nun perforiert ist und auseinanderfällt, d.h. nicht mehr für das Arbeiten mit anderen Größen zu gebrauchen ist und dass der Esstisch ebenso perforiert ist. 

Webbänder. Ich habe eine ganze Kiste voller Webbänder (weil ich beim Farbenmix-Lagerverkauf war und in Rausch geriet) und weiß gar nicht recht, wofür ich sie nutzen soll. Die meisten Sachen, die ich fürs Kind nähte, waren aus elastischen Stoffen, da weiß ich nicht so recht wohin mit nem Webband, damit die Elastizität erhalten bleibt. 

"Einen Sack voll Füßchen" für meine Nähmaschine, die ich letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen und noch nicht ausprobiert habe. Es fehlt mir einfach an Zeit und Ruhe, um mich hinzusetzten ein einfach zu probieren. Vielleicht auch an Inspiration. Wenn ich irgendwo ein Projekt sehen würde - inklusive Anleitung für den Fuß - zudem ich unbedingt diesen oder jenen Fuß bräuchte, dann hätte ich wohl auch den Impuls, da ran zu gehen. 

Es gibt bestimmt noch ein paar mehr Dinge, die hier ungenutzt rumliegen. Ich bin aber erstmal gespannt auf Eure Antworten. 

Auch noch mitmachen? Antworten könnt ihr - eine ganze Woche lang - hier in den Kommentaren oder bei Euch im Blog - dann bitte das Bild mitnehmen, auf die Aktion verweisen und bei Mr. Linky bescheid sagen, wo wir Euch und Eure Antworten finden:





Mittwoch, 26. Oktober 2011

MMM - Jetzt kommt der Hartmut



Heute bei mir der MMM ganz im Zeichen der Männerquote. Aber jetzt kommt der Hartmut! Die kleine Katze ist auch schon ganz gespannt.



Oder traut er sich doch nicht? Er flitzt ja schon wieder weg! Ist wohl gar nicht so einfach für Männer, Nähen als Hobby zu haben und dann auch noch beim MMM mitzumachen - bei den vielen schönen Damen! Da kann man schon mal Angst bekommen.



Ok, dann dreh ich mich zur Wand und schaue nicht. Hartmut, du kannst wieder kommen! Den Mädchen gefällts!

Heute mit überarbeiteter Walkjacke, die ich beim MMM am 7. September schon mal mit hängenden Schultern und unzufriedenem Blick gezeigt habe. Darunter versteckt sich dieser Jeansrock. Aber den kennt ihr ja schon zu genüge. Immer, wenn ich ihn anhabe denke ich: "ich brauche noch mindestens zwei solcher Basisteile". Vielleicht ist es die Sehnsucht nach Jeans? Irgendwo habe ich letztens einen Bahnenrock aus alten Jeans gesehen. Vielleicht ist das die Lösung!

Aber zurück zur Walkjacke. Ich habe sie noch einmal komplett auseinander genommen und noch mal genäht. Die Nähte und Nahtzugaben habe ich nach innen verlegt und an den Raglannähten ziemlich viel an Weite weggenommen. Außerdem habe ich die hintere Naht am Hohlkreuz angepasst und hinten auch noch zwei Abnäher hinzugefügt. Wie ihr meinem Gesichtsausdruck entnehmen könnt, trage ich sie jetzt nicht mehr mit hängenden Schultern sondern mit stolz gereckter Brust. Die Menschen, die ich mit ihr traf sagten allerdings alle "die Farbe ist der Hammer" und ahnten nix von Schnittanpassungen - so sind sie die Uneingeweihten...

Ich habe das Gefühl, dass die Jacke immer noch nicht fertig ist. Mir passt noch nicht, dass sie nur zwei Knöpfe hat (dabei hat der Originalschnitt nur Einen!) und meine Knopflöcher sind auch Mist. Da lasse ich mir nochmal etwas einfallen. Und ich bin auch noch nicht sicher, ob ich sie nicht doch füttern werde. Aber egal, jetzt trage ich sie erstmal, bis der Wintermantel fertig ist.

PS. Ich finde es ja ein bißchen merkwürdig, dass der Rock drunter vorblitzt. Aber das trägt man wohl heutzutage so, als Kurzmantel oder Lagenlook. Wie findet ihr das?
PPS. Ja, jetzt sehe ich es auch. Die hinteren Abnäher müssen noch mal gedämpft werden.
PPPS Ja, diese schrägen Taschen gehen wirklich nicht. Zu Weihnachten wünsche ich mir ne Handtasche.

Schnitt: Ottobre 5/2009
Stoff: Frau Tulpe
Schwierigkeitsgrad: einfach, wenn man die richtige Größe wählt
würde ich noch mal machen? Nein, es hat wirklich einiger Anpassungen gebraucht, bis die Jacke einigermaßen so glockig fiel, wie auf dem Bild in der Ottobre, in das ich mich verliebt hatte. Einziger Punkt, der für die Jacke spricht ist, dass ich Raglanärmel leichter einzusetzen sind als normale Ärmel.

Mehr wunderbare MMM-Outfits findet ihr hier


Und wie immer ganz herzlichen Dank an Catherine für die Initiative und Organisation!

Dienstag, 25. Oktober 2011

Das Näh-Fragezeichen Nummer 11


Blogger spinnt. Ich habe keine Ahnung, wieso der für morgen geplante Post, schon eben erschienen ist. Na gut, dann ist das diese Woche so und es gibt das Nähfragezeichen schon am Montag. Wer noch das Nähfragezeichen für letzte Woche zum Thema Overlockmaschine antworten möchte, ist herzlich dazu eingeladen, es noch zu tun!

Achtung, das neue Näh-Fragezeichen sieht nur ähnlich aus, wie das von vorletzter Woche. Es ist aber eine wertvolle Ergänzung. Dieses Mal geht es mir darum, scheinbar unnützes Zeugs wertvoll zu machen. Was für die Eine vielleicht unnütz erscheint ist für die andere ein Schatz. Ich bitte Euch darum, wenn ihr die Nähfragezeichen der anderen lest, hilfreiche Kommentare zu hinterlassen, falls ihr helfen könnt. 


Scheinbar unnütze Näh-Werkzeuge und -Materialien
Welche Nähwerkzeuge oder Materialien hast du gekauft und nutzt sie jetzt gar nicht oder nur sehr ungerne, weil Du vielleicht gar nicht genau weißt, wie, wozu und womit, oder der weil ein schreckliches Missgeschick damit passiert ist? 

Ich bin gespannt auf die hoffentlich zahlreichen Antworten. Herzlichen Dank allen fürs Mitmachen letzte Woche! Habt Ihr auch Fragen für das Nähfragezeichen? Dann immer her damit an Naeh-ragezeichen at gmx Punkt de.

Antworten könnt ihr - eine ganze Woche lang - hier in den Kommentaren oder bei Euch im Blog - dann bitte das Bild mitnehmen, auf die Aktion verweisen und bei Mr. Linky bescheid sagen, wo wir Euch und Eure Antworten finden:




Das waren die bisherigen Nähfragezeichen:

Dort findet Ihr auch den Weg zu den Antworten.

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So funktioniert das Nähfragezeichen:

Jeden Dienstag gibt es hier im Blog eine Frage (meist, mit erläuternden und ergänzenden Fragen) rund um das Nähen. Diese könnte Ihr entweder hier in den Kommentaren beantworten oder aber bei Euch im Blog.

Solltet Ihr bei Euch im Blog antworten, tragt den Link zu Eurem Antwortpost bitte auf der Mr. Linky-Liste ein, damit wir Euch finden. Wenn ihr bei Euch im Blog antwortet, hat das für Euch den Vorteil, dass Ihr Euere Beiträge, sozusagen als Tagebuch, leichter sammeln könnt. Dann nehmt Euch einfach das Bildchen mit dem Fragezeichen mit und sagt Mr. Linky bescheid.

Die Fragen kommen von uns allen. Wenn ihr Ideen für Fragen habt, schickt mir eine Mail an
Naeh-Fragezeichen at gmx Punkt de oder hinterlasst die Frage in den Kommentaren zum Nähfragezeichen. Ich bin sicher, so schnell werden uns die Fragen nicht ausgehen. Wenn ich eine Frage von Euch an einem Dienstag veröffentliche, wird sie selbstverständlich zu Eurem Blog verlinkt (es sei denn, ihr wollt das nicht).

Nochmal in aller Kürze die Teilnahmebedingungen

  • Immer Dienstags gibt es ein neues Näh-Fragezeichen. Die Frage sollte im Laufe der Woche beantwortet werden.
  • Die Antwort kannst du als Kommentar hinterlassen
  • Wenn du in Deinem Blog antworten willst, kopiere den Text der Frage und füge einen Link zum Näh-Fragezeichen dazu. Beantworte die Frage und hinterlasse einen kurzen Hinweis in den Kommentare beim Näh-Fragezeichen, damit die anderen Deine Antwort finden. 
  • Wenn du das Näh-Fragezeichen-Bild mitnehmen willst, speichere die Adresse des Bildes mit der rechten Maustaste und füge das Bild in Dein Antwort-Posting ein. 
  • Für die Teilnahme muß man sich nirgendwo registrieren
  • Du kannst teilnehmen, wann immer du willst. Es besteht keine regelmäßige Verpflichtung.
Ich freue mich, auf spannende Fragen und Antworten (immer her mit den Fragen!) und auf hoffentlich rege Teilnahme! Mitmachen kann man übrigens die ganze Woche und ach - eigentlich immer.

(Meine Antwort gibt es immer Donnerstags!)

Samstag, 22. Oktober 2011

Kerbschnittzange, Knipser, Knipzange....

Bildquelle: Petty Morgenstern

Das hat nen Moment gedauert, bis ich gefunden hatte, wie "das Ding" heißt und wo es das gibt. Hatte ich mir doch gedacht, dass Euch das interessierst.Es ist eine Kerbschnittzange und da und da kann man es kaufen. Man kann sicherlich ohne es leben, aber mit ist es vielleicht schöner!  Ich dachte mir, dass es in unserem Haushalt eine Doppelfunktion haben kann. Mama benutzt es zum Nähen und das Kind kann als Schaffner Fahrkarten entwerten.

Bericht vom Nähkurs:
Puh, das war anstrengend. Es war wohl auch anstrengend, weil ich Donnerstagnacht lang aus war und gestern abend vor Unruhe kaum einschlafen konnte. Ihr wisst ja, dass ich oft vom Nähen träume, da lässt mich ein Wintermantel nicht kalt. Aber nicht nur ich bin geschafft, ich habe auch etwas geschafft.

Soweit man das mit noch nicht eingesetzten Ärmeln sagen kann: der Schnitt passt - ich würde sagen 98 %. Das heißt, ich habe jetzt einen Mantelschnitt, mit dem ich einfach so loslegen und Mäntel produzieren kann. Das ist ja mal nen cooles Zwischenergebnis!

Rückenteile sind zusammengenäht, Vorderteile auch. Eine Pattentasche so gut wie fertig. Ärmel sind auch zusammen genäht.

Plan für die nächsten Tage:
Versuchen, die zweite Tasche alleine hin zu bekommen. Futter zuschneiden, Futtermantel nähen. Belege zuschneiden und verstärken. Steppnähte auf dem Walkmantel anbringen. Schulternähte schließen, Ärmel einsetzen, Kragen nähen. Saumlänge festlegen.

Die Prio liegt auf dem Futtermantel, obwohl ich eigentlich an die Taschen sollte, so lange ich mich noch erinnern kann, was wir besprochen hatten. Dilemma. Na, wir werden sehen!

Plan für den nächsten und leider letzten Nähkurssamstag:
Futtermantel und Mantel an den Ärmeln verbinden. Den Wust aus Kragen, Futter und Belegen zusammenfügen (Aufhänger nicht vergessen!), Futter möglichst an Saum annähen, Knopflöcher und Knöpfe annähen. Konstruktion für anknöpfbaren Fellpuschelkragen entwickeln (analog zum alten Wintermantel).

Ziel:
Mantel mit nach Berlin nehmen.


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Je länger ich über die Erkenntnis mit der Schwerkraft von gestern nachdenke, um so interessanter finde ich es. FBA verstanden zu haben, ist schon ne interessante Sache. Letztlich ist es bei Schnitten mit Abnähern zielführend. Dass aber gerade die Schnitte mit Prinzessnähten, die für GroßeBusenFrauen so vorteilhaft sind, nach einer ganz anderen Logik angepasst werden müssen, ist schon ein faszinierendes Aha-Erlebnis. Danke für Deinen Kommentar Rubinengel. Genau das ist es. Wer nix hat, kann nen bißchen Puschen, aber wer mehr hat und die damit verbunden Schmerzen von einschneidenden Trägern, auch wenn sie breit sind, kennt, die lässt gerne mal etwas locker. Wir sprechen hier nicht vom Baumeln!

Je mehr ich darüber nachdenke, frage ich mich, ob das möglicherweise nicht nur eine Dicken-Diskriminierung sondern auch noch eine Alters-Diskriminierung ist. Leider habe ich da früher nicht darüber nachgedacht und deswegen auch keine Vergleichsmesswerte, aber ich vermute schon, dass ich als junges Mädchen im Gegensatz zur Frau mittleren Alters, die ich jetzt bin, noch nicht so "tiefergelegt" war.

Egal, ich habe jetzt geschnallt, wie ich die Änderungen mache und dass es tatsächlich nur mit messen, messen und selbstkonstruieren geht. Aber dann geht es auch!

Freitag, 21. Oktober 2011

Achso, die Schwerkraft!



Puh, ich bin kaputt. Bis um 10 habe ich noch den Walk - dieses Mal ganz ordentlich, mit angezeichneten Nahtzugaben - zugeschnitten, nachdem ich wieder Einiges gelernt hatte. Als ich "FBA" sagte, sagte die Lehrerin nix. Als ich nochmal "FBA" sagte, fragte sie nach, was das wäre und ich dachte "nun ja, wenigstens hast du am Stück Zeit zu nähen".  Aber ich hatte vorschnell geurteilt es wurde noch gut.

"Eigentlich brauchst du einen Maßschnitt," meinte sie. Ich kam nicht dazu, zu vom Passt-Fast-Kleid zu erzählen. Dann half sie mir, das Vorderteil von Johanna anzupassen. Ohne FBA-Anleitung. Sie vermaß mich und dann kam raus, was mir zwar schon schwante, mich aber noch nicht zu den richtigen Schlüssen befähigte. Einerseits fehlen bei Johanna um die Brust rum ein paar Zentimeter, aber andereseits ist es nicht nur das! Meine Möpse sind gerutscht! Theoretisch, also laut Schnittmuster, sollten sie weiter oben sitzen, deswegen passt es auch so ganz und gar nicht und deswegen muß ich über der Brust auch immer so viel wegnehmen. Das ich da nicht selbst drauf gekommen bin! Die Schwerkraft!



Und dann habe ich noch "den Knipser" kennegelernt. Das ist ein schönes Ding! Ich, chronische Passzeichenvergesserin, mochte noch nie Anzeichnen oder kleine Dreiecke in die Nahtzugabe schneiden. Aber einen kleinen eleganten Schnips finde ich ganz entzückend. Der Knips kommt auf meine Wunschliste! Und nen großes Geodreieck und nen Kurvenlineal brauche ich auch.

Das Wintermantelprojekt



Ich bin so aufgeregt, gleich gehts los. Um 18 Uhr beginnt der Nähkurs. Vorher werde ich mal austesten, ob ich ne FBA bei Prinzessnähten auch alleine hinbekomme. Den Johanna-Schnitt habe ich noch mal auf Baufolie abgepaust, damit daran gebastelt werden kann. Glücklicherweise passt die Nähmaschine, der dicke Berg Stoff und die Tasche mit dem Sonstigen in den Riesenkoffer meines Mannes, so dass ich auch ohne Auto hin komme. Oh ist das aufregend! Schon verrückt. Eigentlich habe ich den Schnitt schon zweimal genäht. Aber mit teurem Wollstoff ist es doch noch mal was ganz anderes. Und natürlich hoffe ich (wie immer, wenn ich Näh-Lehrerinnen treffe), dass ich es schaffe auf dem Schnitt alles einzuzeichnen, dass ich dann einen fertigen "Maß-"Schnitt für mich habe. Ob es dieses Mal klappt?

Aber was hat das mit dem Bild zu tun? Ganz einfach. Kein Mantel ohne Accessoires! Ich kann doch einen Mantel mit Revers schlecht ohne Schal tragen! Also habe ich aus den Tiefen des Stash (cool für Wollvorrat) ein graues Mohairgarn rausgekramt. Frau Catherine will den Mantel in zwei Wochen sehen, also muß ich mich ran halten. Frau Catherine meinte zwar auch, ich solle ein Lacetuch fürs Passt-Fast-Kleid stricken, aber neee, dafür habe ich keine Zeit. Ab gesehen davon habe ich keine Ahnung, wie man ein Lace-Tuch trägt. Ich stricke nen Schal mit Ajour-Muster. So hieß das damals noch, als ich diesen Schal dreimal strickte, für Muttern, Schwiegermuttern und für mich, damals, bevor ich Mitglied bei Ravelery wurde, Strickblogs kannte und nach Lochmustern googlete.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Meine Antwort auf das Nähfragezeichen Nr. 10 vom 19. Oktober 2011



Wozu braucht man eine Overlock-Maschine
Wofür, für welche - Materialien, Kleidungsstück, Nähte - nutzt ihr eine Overlockmaschine? Wo hat sie sich bewährt? Was geht besonders gut damit? Wo sollte man lieber vorsichtig sein bzw. besser die normale Nähmaschine benutzen? 

Tja, die Ovi! Theoretisch ganz wunderbar finde ich sie für T-Shirts, Nicky-Pullover und Pumphosen für den Kleinen. Theoretisch schneide ich mehrere passende Shirts, Hosen oder Pullover zu und rattere sie dann nacheinander durch. Theoretisch. Praktisch ist es bisher nur bei diesem Plan geblieben, denn die Pullover vom letzten Jahr passen noch "naja" und Hosen sind derzeit genügend da. Und an die schönen Jerseys, die sich hier häufen, traue ich mich oft nicht ran. 

Praktisch habe ich also hier und da mal ein T-Shirt oder eine Mütze genäht. Das ging schnell - wenn die Maschine denn eingefädelt war und nicht wieder unter hinstellen, wegräumen, in Tasche packen und Transport im Auto gelitten hatte, dann muß meist alles neu eingefädelt werden. 

Nach dem Mißerfolg mit den zu schnell geratterten Prinzessnähten bei meinem Kleid, bin ich etwas vorsichtiger geworden. Theoretisch habe ich eine Regel gelernt.

Nutze die Ovi, wenn du sicher bist, dass die Passform stimmt. 

Theoretisch weiß ich also, dass ich die Ovi nehmen kann, wenn ich ein (Jersey-) kleid ein zweites Mal nähe und meine Änderungen auf den Schnitt übertragen habe. Ob ich das aber praktisch mache? Da Kinderkleidung gerader, zweidimensionaler, einfacher ist und nicht so passformgenau sein muß, kann ich die obige Regel auch ziemlich bedenkenlos auf Kinderkleidung anwenden. 

Ansonsten habe ich die Antworten der letzten Tage so verstanden, dass man die Ovi durchaus einfach nur zum Versäubern nutzen kann und dann ganz normal mit der Nähmaschine weiternäht. Das erscheint mir plausibel, für mich aber ziemlich aufwendig, da ich entweder zum Nähtreff fahre und dann beide Maschinen einpacken muß oder aber hier zu Hause immer alles auf- und abbauen muß. Ich fürchte, da wähle ich dann hin und wieder die faule Variante und zickzacke. Wir werden es sehen. 

Was ich nicht verstanden habe:
  1. Wenn ich elastische Teile, die ich zum ersten Mal nähe, vorher mit der normalen Nähmaschine zusammen nähen, um zu sehen, ob es passt, und dann anschließend mit der Ovi noch mal drüber gehe - welchen Stich wähle ich dann bei der normalen Maschine? Muß der dann nicht auch elastisch sein?
  2. Wenn ich einen krisseligen Saum unten an ein Shirt oder Kleid nähen will. Heißt das dann Rollsaum und was muß ich anders einstellen, als beim Rollsaum an meinem Futter, damit es so schöne Wellen macht - oder passiert das automatisch?
  3. Soll ich die Ovi einpacken, wenn ich am Wochenende im Nähkurs den Wintermantel nähe? Eigentlich bräuchte ich sie doch nur für das Futter, aber das Futter beim Jeansmantel habe ich auch nicht versäubert (laut Anweisung der Nählehrerin). 


Irgendwie ist für mich die Ovi immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. So richtig anfreunden kann ich mich noch nicht mit diesem lauten, wie ein Traktor nach Öl riechendem Ding, obwohl ich das Einfädeln weniger schlimm finde, als ich befürchtete. Aber immer und immer wieder liest man, dass Näherinnen nicht mehr auf ihre Ovi verzichen wollen. Irgendwas wird dran sein an dem Ding. Ich hoffe, das erschließt sich mir nach und nach. Eines finde ich aber wirklich super. Wenn es denn funktioniert, sehen die Nähte und die Innenseiten von Kleidungsstücken echt toll aus. Nur manchmal frage ich mich, ob das sein muß - ist doch selbstgemacht. 

Mittwoch, 19. Oktober 2011

MMM - Passt-Fast-----> fertig!



So, heute gibts endlich mal wieder etwas Neues am MMM: Das "Passt-Fast-Kleid", ein Maßschnitt für ein Kleid mit Prinzessnähten aus dem Buch "Passt - selberschneiden nach Mass" ist seit Montag nachmittag 17.54 Uhr endlich fertig und wurde abends auch gleich zum Chor ausgeführt. Deswegen ist es auch jetzt ein wenig ungebügelt und man sieht noch Kreide am Saum. Da ich aber sowieso gleich nur kurz aus dem Haus eile, um Knöpfe und Garn für den Wintermantel zu kaufen, geht es auch so. Geplant war das Kleid als "schnelles Erfolgserlebnis für zwischendurch", was sich dann doch wochenlanges Projekt realisierte. Aber immerhin, fertig isses und es passt gut.

Und oben drüber die zwar auch selbstgestrickte aber irgendwie ungeliebte Strickjacke. Das hätte ich mir denken können, dass sie zu warm für ne Drinnen-Jacke ist und für draußen ist der Ausschnitt zu groß. Nun ja, wir werden sehen, ob wir uns langsam nächsten Frühling anfreunden werden. Heute ist viel Wind in Hamburg, da ziehe ich lieber noch den Mantel drüber.



Das Passt-Fast-Kleid hätte wahrscheinlich besser gepasst, wenn ich es, statt mit der Overlock-Maschine zusammenzuschustern, ordentlich an den (nicht vorhandenen) gezeichneten Nahtlinien mit der Nähmaschine zusammen genäht hätte. Shame on me - allerdings eine nachdrückliche Lernerfahrung, in Zukunft ordentlicher zu arbeiten. Insofern ist auch noch keine finale Aussage darüber möglich, ob es ein Passt-Fast-Kleid oder ein wirkliches Passt-Kleid ist. Ein nächstes Projekt nach dem Schnitt ist aber schon geplant, so dass es irgendwann meine Einschätzung geben wird, wie gut dieser Maßschnitt ist. Vorerst kann ich nur sagen ziemlich gut! Auf Anhieb passte das Kleid besser, als alles, was ich vorher genäht hatte. Ich habe aber dann doch noch die üblichen Prinzess-Änderungen gemacht, d.h. Hohlkreuzanpassung und vorne über und unter dem Busen etwas wegnehmen. Das ist aber bei den Teilungsnähten eine wirklich leichte Übung, die ich auch ohne Hilfe mache, in dem ich mich in kleinen Schritten dem Ergebnis annähere. Ich weiß, am Busen sind noch Falten - man könnte die Nähte noch besser aufbügeln.



Der selbstkonstruierte Peter-Pan-Kragen hat mich einiges an Nerven gekostet und ist letztlich auch der Grund, wieso ich an diversen Abenden keine Lust hatte, an dem Projekt weiter zu arbeiten. Das Abstehen milderte ich, in dem ich den Kragen insgesamt schmaler Schnitt. Ich hätte allerdings die "Prinzess-Änderungen" vorher machen sollen, denn dadurch veränderte sich ein weiteres Manko "der zu große Ausschnitt" merklich. Durch die verbesserte Passform saßen die Schulternähte auf einmal fast da, wo sie hingehörten und der Ausschnitt gab nicht mehr komplett die BH-Träger frei, somit lag der Kragen dann auch besser.



Das hübsche Detail basierte natürlich auch aus einem kleinen Missgeschick aus Schlamperei. Bei Nähen mit der Ovi ratterte ich nicht nur die Nähte zusammen, sondern fasste außerdem ein Stück in der Mitte des Schnitteiles des Futters mit. Was tun? Abgeschnitten und Flicken drauf. Erst auf die falsche Seite. Oder war es doch die Richtige? Wie rum nähe ich das Futter in das Kleid ein? Jetzt sind die Nähte des Oberstoffs und die Nähte des Futters auf einander, so dass das Kleid von innen hübsch aussieht. Beim Lupfen sähe man dann aber den schicken Flicken nicht, deswegen hat das Futter nun von beiden Seiten aus einen Flicken. Falls ich mal Lupfe. Und wie ich mich kenne, lupfe ich wahrscheinlich ständig, weil ich so stolz auf "ich kann jetzt auch Rollsaum" bin.

Derzeitiges Fazit: ich mag diesen ironischen Schulmädchen-Look, bin aber nicht sicher, ob die Welt die Ironie verträgt. Außerdem ist der Ausschnitt ziemlich groß und damit ist es eine ziemlich zugige Angelegenheit. Insofern bin ich noch nicht sicher, wie oft und zu welchen Gelegenheiten ich das Kleid tragen werde. Das ist aber ok, denn es ist ein Probekleid aus günstigem Stoff (Stoff und Stil) und da sich der Schnitt bewährt hat, werden noch andere folgen.

Ich weiß, der Text ist für nen MMM zu lang, aber wer die Projekt- und Schnittbesprechung lesen will, der macht es und wer nicht, schaut einfach Bilder an. 

Mehr schöne Outfits findet ihr wie immer hier



Ganz herzlichen Dank an Catherine für die Idee und Organisation des MMM. Gute Besserung, Catherine!

Dienstag, 18. Oktober 2011

Das Näh-Fragezeichen Nummer 10


Aus aktuellem Anlass und auf besonderen Wunsch von Theresa und Kate (Danke!) gibt es heute eine Frage zum Thema Overlockmaschine. Die Frage, die eigentlich kommen sollte, wird einfach auf nächste Woche verschoben. Das Nähfragezeichen ist flexibel und freut sich immer über Fragen. 

Herzlichen Dank allen fürs Mitmachen letzte Woche! Habt Ihr auch Fragen für das Nähfragezeichen? Dann immer her damit an Naeh-ragezeichen at gmx Punkt de.

Wozu braucht man eine Overlock-Maschine
Wofür, für welche - Materialien, Kleidungsstück, Nähte - nutzt ihr eine Overlockmaschine? Wo hat sie sich bewährt? Was geht besonders gut damit? Wo sollte man lieber vorsichtig sein bzw. besser die normale Nähmaschine benutzen? 

Erinnert ihr euch? Ich dachte, es wäre eine clevere Idee, die Teilungsnähte meines Kleides mit der Ovi zu rattern. Leider wurde das ganze dann sehr unpräzise. Was wäre die Alternative gewesen? Mit der Nähmaschine vornähen und dann mit der Ovi versäubern? Oder erst versäubern? Der Teufel liegt wie immer im Detail und merkwürdigerweise findet man solche konkreten Fragen nicht in den Büchern beantwortet. 

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Antworten könnt ihr - eine ganze Woche lang - hier in den Kommentaren oder bei Euch im Blog - dann bitte das Bild mitnehmen, auf die Aktion verweisen und bei Mr. Linky bescheid sagen, wo wir Euch und Eure Antworten finden:



Das waren die bisherigen Nähfragezeichen:

Dort findet Ihr auch den Weg zu den Antworten.

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So funktioniert das Nähfragezeichen:

Jeden Dienstag gibt es hier im Blog eine Frage (meist, mit erläuternden und ergänzenden Fragen) rund um das Nähen. Diese könnte Ihr entweder hier in den Kommentaren beantworten oder aber bei Euch im Blog.

Solltet Ihr bei Euch im Blog antworten, tragt den Link zu Eurem Antwortpost bitte auf der Mr. Linky-Liste ein, damit wir Euch finden. Wenn ihr bei Euch im Blog antwortet, hat das für Euch den Vorteil, dass Ihr Euere Beiträge, sozusagen als Tagebuch, leichter sammeln könnt. Dann nehmt Euch einfach das Bildchen mit dem Fragezeichen mit und sagt Mr. Linky bescheid.

Die Fragen kommen von uns allen. Wenn ihr Ideen für Fragen habt, schickt mir eine Mail an
Naeh-Fragezeichen at gmx Punkt de oder hinterlasst die Frage in den Kommentaren zum Nähfragezeichen. Ich bin sicher, so schnell werden uns die Fragen nicht ausgehen. Wenn ich eine Frage von Euch an einem Dienstag veröffentliche, wird sie selbstverständlich zu Eurem Blog verlinkt (es sei denn, ihr wollt das nicht).

Nochmal in aller Kürze die Teilnahmebedingungen

  • Immer Dienstags gibt es ein neues Näh-Fragezeichen. Die Frage sollte im Laufe der Woche beantwortet werden.
  • Die Antwort kannst du als Kommentar hinterlassen
  • Wenn du in Deinem Blog antworten willst, kopiere den Text der Frage und füge einen Link zum Näh-Fragezeichen dazu. Beantworte die Frage und hinterlasse einen kurzen Hinweis in den Kommentare beim Näh-Fragezeichen, damit die anderen Deine Antwort finden. 
  • Wenn du das Näh-Fragezeichen-Bild mitnehmen willst, speichere die Adresse des Bildes mit der rechten Maustaste und füge das Bild in Dein Antwort-Posting ein. 
  • Für die Teilnahme muß man sich nirgendwo registrieren
  • Du kannst teilnehmen, wann immer du willst. Es besteht keine regelmäßige Verpflichtung.
Ich freue mich, auf spannende Fragen und Antworten (immer her mit den Fragen!) und auf hoffentlich rege Teilnahme! Mitmachen kann man übrigens die ganze Woche und ach - eigentlich immer.

(Meine Antwort gibt es immer Donnerstags!)

Montag, 17. Oktober 2011

Meine Antwort auf das Nähfragezeichen Nr. 9 vom 11. Oktober 2011



Näh-Werkzeuge
Gibt es ein Näh-Werkzeug, dass du (erst gar nicht haben wolltest) jetzt aber nicht mehr missen möchtest. Wofür und wie benutzt du es? Natürlich sind Mehrfachnennungen erlaubt!

Na, ihr habt sicherlich schon unruhig mit den Füßen gescharrt, ob ich meine Antwort vergesse. Hatte ich irgendwie auch, aber das lag daran, dass mir nicht so recht eingefallen ist, was ich wirklich toll, also ganz besonders toll und empfehlenswert finde. 

Zunächst ist mir nur die Schere eingefallen. Immer dann, wenn ich meine gute Stoffschere verlegt habe und mit einer anderen schneide, weiß ich, was ich an ihr habe. Also eine gute Schere ist wichtig. Allerdings fand ich den Bohai, den diese frankfurter Kurzwarendame darum gemacht hatte, von wegen, die muß man selbst ausprobieren, ob sie gut in der Hand liegt und sie darf nicht mit der Post geschickt werden, doch etwas übertrieben. Meine Schere ist gut, aber die Schere, die alle meine Nähfreundinnen nutzen und bei Frau Tulpe gekauft haben, finde ich noch besser. Aber dass ich ne gute Schere brauche, war mir schon klar. 

Ich glaube, es gibt nix, was ich erst nicht haben wollte und jetzt liebe. Vielleicht wird das mal der Rollschneider und die Matte, die ich mir zu Weihnachten wünsche. Den wollte ich erst nicht haben und jetzt wünsche ich mir ihn. 

Heute morgen hatte ich aber noch eine Erkenntnis. Eine Nähfreundin fragte mich in den letzten Wochen immer wieder, wie ich meine Overlockmaschine finde. Ich wusste, dass sie monatelang auf eine Ovi gespaart hatte und sich das Kaufdatum näherte, deswegen fiel mir die Antwort stets schwer. So recht begeistert bin ich nicht. Ich habe immer noch nicht wirklich raus, was ich mit der Ovi machen soll/kann. Klar, ich könnte Kinder-Shirts nähen, aber das tue ich ja nicht dauernd. Mein Versuch, ein Kleid innen schön zu machen mit der Ovi ist ja gescheitert und ihr rietet mir alle dazu, mit der normalen Maschine zu nähen - anschließend mit der Ovi versäubern? 

Aber heute morgen. Gestern abend wollte ich mich der Fertigstellung des Passt-Fast-Kleides nähern, da stand an, das Futter zu säumen. Tja, wie säumt man Futter? Da hatte ich mir noch gar keine Gedanken darüber gemacht. Als ich so vor mich hin zickzackte und darüber nachsann, ob ich den Saum bügeln sollte, bevor ich ihn annähte, erinnerte ich mich, dass ich eine Ovi habe. Natürlich funktionierte sie nicht auf Anhieb und nach 3 maligen Einfädelversuchen gab ich gegen halb eins auf. Das war gut so, denn beim Aufwachen erinnerte ich mich an das Stichwort "Rollsaum". Und, juchhu, ich kann jetzt Rollsaum. Und finde das ne gute Lösung für den Unterrock. Da habe ich gleich noch mal das Unterkleid rausgekramt und dort den Saum und die Armausschnitte noch mal ordentlich gerollsaumt. Jetzt gefällt es mir noch besser und ich bin für andere Unterkleider motiviert. So geht das ja wirklich ratzfatz! Ich bin also wieder mit der Ovi versöhnt und möchte sie nicht mehr missen. Auch wenn es schon toll wäre, noch mehr zu lernen, wo und wann und wie ich sie sinnvoll einsetzen könnte. Ich habe zwar zwei Bücher gelesen, aber irgendwie passten die so überhaupt nicht zu meinen Nähprojekten. 



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