Mittwoch, 31. August 2011

MMM - Wiedersehen nach der Sommerpause



ENDLICH wieder MMM! Ich freue mich schon wie Bolle darauf, bei Euch vorbei zu surfen, und zu schauen, was ihr wieder Tolles tragt und neu oder irgendwann gezaubert hat. Ich lerne immer so viel von Euch und es ist so unglaublich inspirierend. Obwohl ich eine große Projektliste habe, kann ich immer noch und endlich mal wieder in großer Dosis, Inspiration vertragen.

Bei mir gibts heute den altbekannten Regenmantel lmit dem selbstgenähten Schal um die Ohren. Für einen Tagesausflug (ich gestehe: gestern) zu Strand, Aprilwetter und maximal 17 Grad genau das richtige Outfit. Und auch wenn ich theoretisch den Jeans abgeschworen habe, sind sie ja doch irgendwie praktisch. Das Tuch in den Haaren ist ein gedoppelter Schal mit Baumwollstoffen von Frau Tulpe, mit roter Bommelborte und aufgebügelten roten Zwergen (die glücklicherweise kaum jemand bemerkt, denn die würde ich heute nicht noch mal aufbügeln. Nun ja, das waren die Anfänge...)

Ich wollte mal wieder ein Foto mit Kopf, um nicht so massakriert auszusehen, aber die anderen Fotos waren doof und doofe Fotos, auf denen man mich erkennen kann, kommen nicht ins Netz. Deswegen die alberne Geste. Aber so schlimm finde ich es nicht. Ich bin wieder gespannt, was Ihr Euch zu dem Dilemma einfallen lasst. 

SchnittJohanna von Farbenmix
genäht: Oktober 2010, fertiggestellt April 2011
Schwierigkeitsgrad: Regenmantelstoff schneidet sich supereasy zu und näht sich schnell. Da der Mantel ohne Futter ist, ging es wirklich fix. Einziges Manko: Stecken geht nicht gut und Auftrennen auch nicht, denn jeder Stich macht ein Löchlein. An komplizierten Stellen klebte ich deshalb mit Stylefix, statt zu stecken.
werde ich nochmal machen: ich denke schon, jetzt kenne ich die Tücken eines Mantels. Allerdings bin ich immer noch auf der Suche nach einem anderen Mantelschnitt. Sollte ich noch mal einen Regenmantel nähen (bestimmt!), dann mache ich unter den Armen Belüftungsschlitze mit Reißverschlüssen.

Mehr wundervolle genähte und gecraftelte Sachen findet ihr hier:



Und wie immer ganz herzlichen Dank an Catherine für die Initiative und die Organisation

Dienstag, 30. August 2011

Das Näh-Fragezeichen Nummer 3



Immer wieder Dienstags habe ich eine Frage für Euch. Heute gibt es schon das dritte Nähfragezeichen! Wer Fragen für das neugierige Nähfragezeichen hat, mailt sie mir gerne an Naeh-Fragezeichen at gmx Punkt de.


Wo kauft ihr Stoffe und Nähzubehör?
Kauft ihr lieber in den Weiten des WWW oder in einem Stoffgeschäft/auf dem Stoffmarkt? Welche Vorteile seht ihr bei der einen oder anderen Einkaufsquelle. Verratet ihr uns Eure Lieblings-Quellen?





Ganz neu ist die Linksammlung der Antworten zum Nähfragezeichen bei  Mr. Linky. Dort könnt Ihr den Link zu Euren Antwort-Posts eintragen, damit wir sie finden.






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So funktioniert das Nähfragezeichen:

Jeden Dienstag gibt es hier im Blog eine Frage (meist, mit erläuternden und ergänzenden Fragen) rund um das Nähen. Diese könnte Ihr entweder hier in den Kommentaren beantworten oder aber bei Euch im Blog.

Solltet Ihr bei Euch im Blog antworten, tragt den Link zu Eurem Antwortpost bitte auf der Mr. Linky-Liste ein, damit wir Euch finden. Wenn ihr bei Euch im Blog antwortet, hat das für Euch den Vorteil, dass Ihr Euere Beiträge, sozusagen als Tagebuch, leichter sammeln könnt. Dann nehmt Euch einfach das Bildchen mit dem Fragezeichen mit und sagt Mr. Linky bescheid.

Die Fragen kommen von uns allen. Wenn ihr Ideen für Fragen habt, schickt mir eine Mail an
Naeh-Fragezeichen at gmx Punkt de oder hinterlasst die Frage in den Kommentaren zum Nähfragezeichen. Ich bin sicher, so schnell werden uns die Fragen nicht ausgehen. Wenn ich eine Frage von Euch an einem Dienstag veröffentliche, wird sie selbstverständlich zu Eurem Blog verlinkt (es sei denn, ihr wollt das nicht).

Nochmal in aller Kürze die Teilnahmebedingungen

  • Immer Dienstags gibt es ein neues Näh-Fragezeichen
  • Die Antwort kannst du als Kommentar hinterlassen
  • Wenn du in Deinem Blog antworten willst, kopiere den Text der Frage und füge einen Link zum Näh-Fragezeichen dazu. Beantworte die Frage und hinterlasse einen kurzen Hinweis in den Kommentare beim Näh-Fragezeichen, damit die anderen Deine Antwort finden. 
  • Wenn du das Näh-Fragezeichen-Bild mitnehmen willst, speichere die Adresse des Bildes mit der rechten Maustaste und füge das Bild in Dein Antwort-Posting ein. 
  • Für die Teilnahme muß man sich nirgendwo registrieren
  • Du kannst teilnehmen, wann immer du willst. Es besteht keine regelmäßige Verpflichtung.
Ich freue mich, auf spannende Fragen und Antworten (immer her mit den Fragen!) und auf hoffentlich rege Teilnahme! Mitmachen kann man übrigens die ganze Woche und ach - eigentlich immer.

(Meine Antwort gibt es immer Donnerstags!)

Donnerstag, 25. August 2011

Meine Antwort auf das Nähfragezeichen Nr. 2 vom 23.8.


Woher nehmt Ihr die Zeit zum Nähen?

Geht es Euch so, dass Ihr das Gefühl habt, von Ideen und Projekten überflutet zu sein und einfach nicht genug Zeit zum Nähen zu haben? Woher nehmt Ihr die Zeit? Worauf verzichtet Ihr? Wie plant Ihr Projekte - ziehen sich Projekte über mehrere Wochen hin oder werden sie an einem Tag fertig gestellt?

Jaaaa, genau so ist es: zu viele Ideen, zu wenig Zeit. 

Ist es wirklich die Zeit, die fehlt? Bei mir fehlt, bei aller Lust, auch oft der Antrieb. Es ist gar nicht so leicht, abends vom Sofa hochzukommen, den Gatten zu fragen, ob man im Wohnzimmer Krach machen darf, den Esstisch aufzuräumen, die Maschine(n) aufzubauen, Stoff, Zubehör und Werkzeug zusammen zu suchen und loszulegen. Ich glaube, oft scheitere ich auch an mir und meiner Bequemlichkeit und Rücksichtsnahme. Denn, wenn ich einmal angefangen habe, ist es ganz wunderbar. Eine versunkene Beschäftigung mit Ergebnis. 

Insofern ziehen sich Projekte bei mir auch weit aus länger hin, als gewünscht. Ich bin jedesmal erstaunt, wie lange es dauert, einen Schnitt abzupausen und zuzuschneiden. Meist habe ich danach schon gar keine Lust mehr, d.h. ein zweiter Anlauf ist unabdingbar. Bei komplizierteren Sachen als einem Sommerröckchen brauche ich dann Wochen, um das Teil an ca. 2 Abenden die Woche fertig zustellen. Deswegen brauche ich zwischendurch auch immer wieder Ein-Abend-Projekte. Ich hoffe, dass mit der Zeit mehr und mehr Schnitte für Basisteile meiner Garderobe zusammen kommen, die schnelle Erfolgserlebnisse versprechen (und halten). Derzeit plane ich eher Großprojekte und selten Wiederholungen, so dass die Herausforderung zwar hoch ist, aber die Lernkurve eher flach verläuft, weil das neu Probierte erst lange Zeit später wieder zum Einsatz kommt. 

Meine drei Rezepte zum Zeitgewinn. 
  1. An einem festen Abend in der Woche gehört das Wohnzimmer mir. Früher habe ich dort alleine Tatort geschaut (weil der Gatte immer nach 3 Minuten wußte wer der Mörder ist und dies natürlich dauernd verriet), jetzt nähe ich meistens. 
  2. Ein Näh-Kränzchen: Außerhalb der Schulferien nähe ich mit einer bunten Gruppe von  wechselnden Frauen einmal pro Woche. Da ich die Organisatorin und Schlüsselverwalterin bin, bin ich im Gegensatz zu den anderen jede Woche dabei - vielleicht bin ich auch einfach nur die Süchtigste bzw. die, die keine anderen Hobbys hat...
  3. Regelmäßig einen Nähkurs zu machen. Ich versuche immer zweimal im Jahr einen ein-Freitag-Abend-und-zwei-Samstage-Nähkurs zu machen. Das ist dann auch fest eingeplante reine Nähzeit. 
Was ich mir wirklich wünschen würde, wäre ein Nähzimmer oder zumindest eine eigene Ecke mit einem Tisch, auf dem ich die Maschinen stehen lassen könnte (von einem Zuschneidetisch wage ich gar nicht zu träumen...). Ich glaube, ich würde dann auch mal zwischendurch eine halbe Stunde (zur Belohnung, wenn ich ansonsten fleissig war) etwas machen, weil ich es ja auch liegen lassen könnte, ohne dass es jemand stört. Aber das ist ein Traum, der sich zumindest in naher Zukunft nicht realisieren wird. Nun ja, aber dafür habe ich ja mein Näh-Kränzchen und bin sehr dankbar, dass wir die Gelegenheit dazu haben!

Nachtrag:
Verzichte ich auf irgendetwas? Nun ja, auf Sport, könnte man sagen. Ich fände es toll, wieder Nia zu tanzen, weiß aber, dass es nur richtig Spaß macht, wenn ich zweimal die Woche tanze, um wenigstens etwas Kondition aufzubauen. Aber dafür nicht zum Nähkränzchen gehen zu dürfen, weil man mit Kind eben nicht ständig aufm Swutsch sein kann? Nee! Ich habe nicht das Gefühl, auf etwas zu verzichten, sondern eher, dass endlich ein Bedürfnis befriedigt wird, was lange unerkannt in mir schlummerte. 

Dienstag, 23. August 2011

Das Näh-Fragezeichen Nummer 2



Das zweite Nähfragezeichen:

Woher nehmt Ihr die Zeit zum Nähen?


Geht es Euch so, dass Ihr das Gefühl habt, von Ideen und Projekten überflutet zu sein und einfach nicht genug Zeit zum Nähen zu haben? Woher nehmt Ihr die Zeit? Worauf verzichtet Ihr? Wie plant Ihr Projekte - ziehen sich Projekte über mehrere Wochen hin oder werden sie an einem Tag fertig gestellt?


(Vielen Dank an Engelenchen für die heutige Frage!) 


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Jeden Dienstag gibt es hier im Blog eine Frage (meist, mit erläuternden und ergänzenden Fragen) rund um das Nähen. Diese könnte ihr entweder hier in den Kommentaren beantworten oder aber bei Euch im Blog (dann wäre natürlich ein Hinweis in den Kommentaren hübsch, damit wir Euren Post auch finden!). Wenn ihr bei Euch im Blog antwortet, hat das für Euch den Vorteil, dass Ihr Euere Beiträge, sozusagen als Tagebuch, leichter sammeln könnt. Dann nehmt Euch einfach das Bildchen mit dem Fragezeichen mit und sagt bescheid.

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Naeh-Fragezeichen at gmx Punkt de oder hinterlasst die Frage in den Kommentaren zum Nähfragezeichen. Ich bin sicher, so schnell werden uns die Fragen nicht ausgehen. Wenn ich eine Frage von Euch an einem Dienstag veröffentliche, wird sie selbstverständlich zu Eurem Blog verlinkt (es sei denn, ihr wollt das nicht).

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(Meine Antwort gibt es immer Donnerstags!)

Montag, 22. August 2011

Lila, lila, lila, sind alle meine Kleider...



Wenn ich so Reihe um Reihe vor mich hin stricke, dann frage mich mich tatsächlich, ob Stricken sinnvoll ist - nähen geht doch so viel schneller! Mein derzeitiges Strickprojekt, die Strickjacke nach der Dropsanleitung, empfinde ich aber auch besonders frustrierend, da die Vorderteile und das Rückenteil auf einmal auf der Rundstricknadel gestrickt werden und man mit knapp 300 Maschen auf der Nadel besonders lange braucht, um eine Reihe zu vollenden. Diese Vorgehensweise hat natürlich den Vorteil, dass man nicht, wie doch schon das eine oder andere mal passiert (oder zumindest fantasiert) , motiviert ein Rückenteil beginnt, auf dreiviertel der Strecke schlapp macht und dann keine Lust hat weiter zu stricken. Nein, so oft war das rückblickend in meiner Strickkarriere in den 80ern und 90ern gar nicht. Aber ich strickte damals ziemlich viele Pullover ohne Ärmel...

Aber stricken ist was "für den Fernseher". Noch mehr als häkeln, denn beim häkeln muß ich hinschauen. Einfache Muster stricke ich blind. Und Projekte "für den Fernseher" brauche ich auch, denn einfach nur glotzen geht nicht mehr und wenn ich nebenher das Notebook auf dem Schoß habe und surfe, mag ich die Filme nicht mehr, weil ich nur die Hälfte mitbekommen.

Bei Frau Nahtzugabe lese ich immer wieder den Begriff "textiles Arbeiten", der mich berührt und nicht loslässt. Genau das ist es. Erst dachte ich, nähen ist die Lösung. Aber mittlerweile merke ich, dass mich die Gesamtheit der Möglichkeiten nicht loslässt. Stricken ist auch toll und häkeln wieder anders. Das Sticken steht ja auch noch auf meinem Programm. Ich sehe schon, bei meiner Vorliebe zu Farben, werde ich wie damals als Teenie wieder anfangen zu färben. Ich erinnere mich an Bettwäsche, die lila wurde und wurde daraus nicht ein lila Rock? Da muß ich meine Mutter noch mal fragen.

Nun denn, ich suche seit Jahren nach der perfekten Strickjacke und es scheint sie einfach nicht zu geben. Also stricke ich diese und habe außerdem noch einen grauen gelöcherten Wollstoff hier liegen, mit dem ich eine Strickjacke nähen werde, wenn ich endlich hellgraues Overlockgarn habe. Zwei Versuche auf dem Weg zu einer perfekten Strickjacke. Ich fürchte, das gestrickte Teil wird, da mit 4er Nadeln in Wolle/Alpaca gestrickt,  ohnehin ziemlich warm und eher eine "Übergangs-Drüber-Jacke", als ein "Strickjacke-über-Kleidchen-Teil-für-drinnen", dann kann frau auch gut mehrere Jacken gebrauchen.


Bildquelle: Ottobre

Was mich allerdings sehr verwundert ist, dass ich schon wieder lila gekauft habe! Erst der lila Jeansmantel, dann der lila Blumen-Häkel-Seidenschal (ich gestehe, der ist noch nicht fertig) und dann der Traum von der lila Walkjacke aus der Ottobre 2009. Komisch, lila war bisher eigentlich noch nicht wirklich meine Farbe! Nun denn, ich lasse mich mal von lila verführen, immerhin ist es die Lieblingsfarbe meines Sohnes. Und außerdem habe ich noch keinen Walk für die Jacke. Vielleicht wird sie ja doch rot, oder petrol oder grün oder grau?



Und überhaupt Farben! Am Samstag habe ich die zweite Ausgabe meines Knip-Mode-Abos geschickt bekommen, dabei bin ich immer noch dabei, die zwei anderen Knip-Ausgaben in meinem Besitz ehrfürchtig durchzublättern. Immer wieder und immer wieder. Es ist nicht so, dass ich bei allem begeistert aufschreie und alles sofort machen will. Nee, eigentlich ist in jedem Heft nur ein Teil darin, dass ich irgendwann einmal machen will und drei weitere vielleicht irgendwann. Was mich aber so bezaubert, sind die Farben! Ich kann mich nicht sattsehen daran, aus welchen Stoffen, Farben und Mustern die Sachen genäht sind. Nicht alles gefällt mir, aber es ist so inspirierend. So lebendig! Ich mag Farben so gerne! Und ich habe das Gefühl, die Knip hilft mir weiter, auf der Suche nach meinem Stil. Ich blättere sie auf jeden Fall immer wieder mit Genuß durch.

Außerdem finde ich es super, dass sie so viele Jerseykleider-Schnitte haben. Da werde ich sicherlich noch das Eine oder andere ausprobieren! Vielleicht dieses? Das ist eine Tunika oder ein sehr kurzes Kleid mit interessanter Wickelung um die Taille und Ballon unten.

Freitag, 19. August 2011

Auf der Suche nach Stil


Bildquelle: Amazon

Dieses Buch tauchte in den letzten Wochen immer wieder in meinen Empfehlungen beim großen virtuellen Buchhändler auf - und ich fand es seltsam. Als ich es aber in der Bücherhalle zwischen den Handarbeitsbüchern entdeckte (warum auch immer es dort stand), nahm ich es mit. In der Bücherhalle habe ich stets wenig Zeit, etwas für mich auszusuchen, weil der Dreijährige mit dem Konzept "Aussuchen" noch etwas überfordert ist. Aber außer dem Schleppen der schweren Tasche anschließend, ist es kein Risiko einfach mal was mitzunehmen, auch wenn es irritiert. Und wie bei dem Buch von Frau Wittler war ich positiv überrascht.

Nun gut, es ist ein Ratgeber, da kann man schon mal allergische Reaktionen bekommen. Aber nix gegen Ratgeber, ich gebe ja auch von Berufs wegen ständig angebliche Weisheiten von mir. Schon interessant, dass Frauen Ratgeber lesen und Männer Sachbücher.... Und außerdem ist mir schon klar, dass man alleine durch den Besitz von Diätratgebern nicht abnimmt!

Diese etwas ach-so-witzige amerikanische Art, voll locker zu schreiben, liegt mir nur bedingt. Es ist eine Gratwanderung und ich finde Frau Kindel übertreibt es etwas mit witzig, jovial und Begeisterung. Aber es war nur geliehen, also sah ich darüber hinweg und las einfach weiter. Interessant fand ich, dass ich mich, obwohl ständig von 40-Jährigen Frauen (und älter) die Rede war, tatsächlich angesprochen fühlte. Theoretisch bin ich zwar 43 Jahre alt, aber da die Muddis um mich herum alle in den Dreißigern sind, fühle ich mich natürlich wesentlich jünger. Über-40 jährige Frauen waren für mich immer "erwachsene" Frauen, die sich entweder gehen lassen oder teuer-stilvoll kleiden. Je älter die Frau, desto mehr Schmuck. Ich denke "45" und spontan fallen mir Kamelhaar, Kaschmir, Pumps und klirrende Goldketten ein. Irgendwie nicht mein Stil. Ich hänge ja immer noch tendenziell im Berlin der 90er und damit meinen Post-Studienjahren und dem damit verbundenen Style nach.

Aaaaber. Nicht von der Hand zu weisen sind zwei Dinge. Erstens meine Sehnsucht nach Kleidern und damit die Suche nach Weiblichkeit und etwas mehr Engagement für meine Garderobe. Zweitens die Sehnsucht, mit Kleidungsstücken mehr abzubilden, wer ich eigentlich bin. Und vielleicht bedeutet beides zusammengenommen,  dass ich tatsächlich eine Frau "in den mittleren Jahren" bin, die eben auch aussehen sollte, wie eine Frau in den mittleren Jahren - ohne dabei trutschig zu sein. Schließlich ist es, abgesehen von dem Ausdruck "eine Frau in den mittleren Jahren", ganz wunderbar in der Mitte des Lebens angekommen zu sein, zu genießen, was man sich erarbeitet hat und auf die Irrungen und Wirrungen von früher lächelnd zurück zu blicken, wohlwissend, dass es immer noch viel zu lernen gibt.

Ich merke, wie die Lust von Tag zu Tag größer wird, den Kleiderschrank radikal auszumisten. Und gleichzeitig habe ich Angst davor. Angst, Abschied zu nehmen von dem scheinbaren Gefühl der Sicherheit, genug vorrätig zu haben (dabei ziehe ich nur einen Bruchteil der Kleidungsstücke (gerne) an). Angst davor, mich von Träumen wie "das passt irgendwann schon wieder" zu verabschieden. Mein letzter Umzug liegt 5 Jahre zurück. Es ist eigentlich längst mal wieder an der Zeit!

Vielleicht hemmt mich der Mangel an Geld und Zeit, denn es ist klar, dass die Lücken im Kleiderschrank nur sehr langsam geschlossen werden können. Aber ich merke, wie die Argumente im Buch mir ein Kribbeln bereiten, es anzugehen. Ganz besonders ist mir das Kapitel hängen geblieben, in dem es um anspruchsvolles Einkaufen geht. Man soll nur noch Sachen kaufen, zu denen man JA sagt. Sachen, ohne die man nicht mehr leben kann. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt so ein Kleidungsstück im Schrank habe. Und ich weiß auch, dass die von mir genähten Kleidungsstückversuche eigentlich auch noch himmelweit davon entfernt sind, ein überzeugtes JA zu sein. Aber das gehört wohl dazu, dass man sich langsam an das Neue herantastet, in dem Bewußtsein, dass Einer das JA zusteht und nichts anders. Das gefällt mir an dem Buch. Von Diäten und Schönheits-OPs wird abgeraten und den Frauen Mut gemacht, sich per Definition einfach toll zu finden, weil man es wert ist. Ganz meine Rede - auch wenn ich das besser anderen erzählen kann, als es tagtäglich selbst zu glauben.

Skeptisch bin ich allerdings bei dem immer wieder im Buch wiederholten Rat, Dinge zu tragen, die meiner Augenfarbe und meiner Haarfarbe entsprechen. Ich mag weder helles Leder (für Schuhe und Accessoires) noch blau. Nun denn, ich kann ja mit den anderen Tipps anfangen... Und ich denke, es lohnt, sich das Buch (gebraucht) zu kaufen. Ich vermute, dass ich da noch öfters drin blättern muß!

Das Täschchen bzw. die Braut hält mich auf Trab


Bildquelle: http://fabrizierbar.blogspot.com/2011/05/clutch-klatsch.html

Die Braut hat sich nun für ein anderes Modell entschieden. (Für Bräute gibt es Sonderregelungen für Sonderwünsche...) So, soll sie werden. Aha. Mmmmh, das müsste eigentlich machbar sein, auch wenn ich es bisher noch nicht so mit Reißverschlüssen hatte. Gibt es einen Trick, wie ich die Enden es Reissverschlusses verschwinden lasse, ohne das es beult oder fummele ich mir das nur irgendwie zusammen?

Ich glaube die dazu relevante Frage heißt:


Um wieviel ist der Reißverschluß länger als das Täschchen breit ist, damit ich rechts und links etwas verschwinden lassen kann. 


Und: steppe ich bei so dünnem Stoff entlang des Reißverschlusses noch mal parallel ab?


Bildquelle: siehe oben

Dort, wo ich den Magnetverschluß anbringe, muß ich sicherlich den dünnen Stoff noch mal extra verstärken, damit mir nichts ausreißt, oder? Ich wollte jetzt, aufgrund Eurer wertvollen Tipps, Decovil sowie ein aufbügelbares Volumenvlies in 5mm kaufen. Folgende Stoffe nutze ich: Der Oberstoff ist ein geknittertes dünnes eierschalenfarbenes Synthetik (PE und PA), der Futterstoff ist eine mittelfeste  hellblaue Pünktchenbaumwolle.


Bildquelle: siehe oben

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Das Nähfragezeichen darf man auch noch im Laufe der Woche beantworten!


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Uns fehlt leider immer noch das WWF-REWE-Bildchen Nr. 34 das Seepferdchen. Hat das vielleicht jemand von Euren Kindern doppelt? Ich schicke auch gerne unzählige unserer Doppelten!

Donnerstag, 18. August 2011

Bitte um Hilfe!


Bildquelle: Free Tutorial von alifosterpatterns.com für Clutch

Hilfe, meine Freundin heiratet übernächste Woche und ich habe ihr versprochen eine Clutch (wie die oben abgebildete) zum Brautkleid zu nähen. Das ist an sich noch nicht so schwierig, aber zwei Dinge wollen einfach nicht in meinem Hirn zu einer Lösung kommen:

  1. Ich habe zwei dünne Stoffe (Innenstoff und Außenstoff), die ich sicherlich verstärken muß. Wie stark? Was für eine Vlieseline nehme ich dazu oder sollte ich vielleicht auch noch mit Volumenvlies füttern?
  2. Meine Freundin wünscht sich einen Reißverschluß. Ich habe sie so verstanden, dass sie innen, versteckt, zur Sicherheit einen Reißverschluß haben möchte. Achdumeinegüte. Wie soll denn das gehen? Nähe ich ein RV-Täschchen und nen Klappendeckel dran oder eine Clutch und fummele dann irgendwie, irgendwo den RV an? 


Langsam drängt die Zeit. Habt ihr dazu Ideen? Das kann doch nicht so schwer sein, oder?


Mittwoch, 17. August 2011

Meine Antwort auf das Nähfragezeichen vom 16.8.




Nähen für mich oder für andere? 

Viele nähen Kleidungsstücke für ihre Kinder, Geschenke, Taschen oder Accessoires. Andere gestalten einen Teil oder einen Großteil ihrer eigenen Garderobe. Warum näht ihr hauptsächlich das Eine oder Andere? Oder macht ihr mal dies und mal das? Hat sich etwas im Laufe der Zeit verändert? Warum? 


Meine Antwort zum Näh-Fragezeichen wird normalerweise Donnerstags kommen. Dienstags möchte ich keine Art Vorgabe machen, wie ich mir die Antwort vorstelle und irgendwann kommt Mittwochs wieder der MMM und der ist heilig (geht es nächste oder übernächste Woche wieder los?). Heute ist mir aber nach Antwort und der MMM macht Ferien, also los.

Als Teenie nähte ich für mich merkwürdige 80er-Jahre Klamotten. Leider gibt es keine erhaltene Teile und so weit ich weiß keine Bilder davon. Als ich im Frühjahr 2010 wieder mit Nähen anfing, hatte ich ein 19 Monate altes Kind und war so sehr Nur-noch-Muddi, dass ich mir gar nicht vorstellen konnte, etwas nicht für das Kind zu nähen. Er fand die liebevoll genähte Latzhose scheußlich und trug sie nie.
Statt mich abschrecken zu lassen, nähte ich in den darauf folgenden Monaten diverse Halstücher, Pumphosen und Nickypullis für den Kleinen und verschönerte fast alle T-Shirts mit Applikationen. Das führte zu einer niedlichen, aber auch anstrengenden Anspruchshaltung, so findet er T-Shirts "ohne was drauf" untragbar und geht an meinen Stoffschrank und sucht Stoffe aus, wenn er der Meinung ist, dass er eine neue Hose braucht...

Nach dem Latzhosenfiasko nähte ich eine Tunika für mich und war entsetzt darüber, dass das gar nicht so einfach ist. Nur Teile ausschneiden und zusammennähen wurde meiner dreidimensionalen Figur nicht gerecht. Das klappte dann etwas besser bei den Sommerröckchen. Obwohl die Ergebnisse alles andere als perfekt sind, leckte ich Blut und habe heute eigentlich nur noch Lust, für mich zu nähen, weil es mir eine Vielfalt an Kleidungsstücken ermöglicht, vor der ich vorher noch nicht mal zu träumen wagte. Die Herausforderung, dass ich dazu noch sehr viel lernen muß, reizt mich erstaunlicherweise, statt mich abzuschrecken.

Ein paar Geschenke habe ich auch genäht und sie kamen eigentlich gut an, aber irgendwie bin ich stets unsicher, ob der Beschenkte den Aufwand überhaupt zu schätzen weiß und nur nett sagt, dass es gefällt. Oft komme ich dann zu dem Schluß, dass ich doch besser Zeit für mich investieren sollte, weil Zeit gerade so kostbar ist. Auf der anderen Seite ist Selbermachen manifestierte Liebe und natürlich will ich auch gerne manifestierte Liebe verschenken. Deshalb finde ich es auch so schwierig, ein selbstgenähtes Objekt für den Gatten zu finden. Es soll ja auch toll und nützlich sein und die Liebe widerspiegeln, die ich empfinde.

Andererseits denke ich schon, dass sich-selbst-gut-behandeln eine Grundvoraussetzung für jegliche Art von Erfolg und gutem Gefühl ist, also ist es auch "erlaubt", sich selbst zu verwöhnen. Vielleicht war ich einfach 3 Jahre etwas zuviel selbstlose Muddi und bin deswegen gerade so ego-zentriert. Aber im Großen und Ganzen nähe ich am liebsten für mich. Es gibt so unendlich viel zu tun!

Dienstag, 16. August 2011

Das Näh-Fragezeichen




Das erste Näh-Fragezeichen:

Nähen für mich oder für andere? 

Viele nähen Kleidungsstücke für ihre Kinder, Geschenke, Taschen oder Accessoires. Andere gestalten einen Teil oder einen Großteil ihrer eigenen Garderobe. Warum näht ihr hauptsächlich das Eine oder Andere? Oder macht ihr mal dies und mal das? Hat sich etwas im Laufe der Zeit verändert? Warum? 

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Heute geht es los! Die versprochene neue Aktion: Das Näh-Fragezeichen. 

Schon seit längerem verfolge ich gespannt, die Fragen und Antworten des Wollschafs zum Thema Stricken und Wolle. Das ist eine tolle Aktion! Zum Nähen gibt es mindestens genauso viele Fragen und darauf unzählige Antworten! Hier und da tauchen sie auf, wie zum Beispiel die spannende Frage nach der Nahtzugabe von Frau Hausmaus oder das Nachdenken von Frau Nähnädelchen über Hosen und und Kleider, nicht zuletzt die Geständnisse meiner wunderbaren Leserinnen zum Untendrunter in Herbst und Winter

Ich liebe solche Fragen und ich liebe die vielfältigen und aufschlußreichen Antworten. Ich finde die Gedanken inspirierend und liebe es, immer wieder etwas Neues zu lernen. Und ich liebe es, die Fragen und Antworten auch wiederzufinden, wenn ich sie suche. 

Das soll es nun regelmäßig und einfacher geben, denn nun gibt es das Näh-Fragezeichen!


Jeden Dienstag gibt es hier im Blog eine Frage (meist, mit erläuternden und ergänzenden Fragen) rund um das Nähen. Diese könnte ihr entweder hier in den Kommentaren beantworten oder aber bei Euch im Blog (dann wäre natürlich ein Hinweis in den Kommentaren hübsch, damit wir Euren Post auch finden!). Wenn ihr bei Euch im Blog antwortet, hat das für Euch den Vorteil, dass Ihr Euere Beiträge, sozusagen als Tagebuch, leichter sammeln könnt. Dann nehmt Euch einfach das Bildchen mit dem Fragezeichen mit und sagt bescheid.

Die Fragen kommen von uns allen. Wenn ihr Ideen für Fragen habt, schickt mir eine Mail an
Naeh-Fragezeichen at gmx Punkt de oder hinterlasst die Frage in den Kommentaren zum Nähfragezeichen. Ich bin sicher, so schnell werden uns die Fragen nicht ausgehen. Wenn ich eine Frage von Euch an einem Dienstag veröffentliche, wird sie selbstverständlich zu Eurem Blog verlinkt (es sei denn, ihr wollt das nicht).

Nochmal in aller Kürze die Teilnahmebedingungen

  • Immer Dienstags gibt es ein neues Näh-Fragezeichen
  • Die Antwort kannst du als Kommentar hinterlassen
  • Wenn du in Deinem Blog antworten willst, kopiere den Text der Frage und füge einen Link zum Näh-Fragezeichen dazu. Beantworte die Frage und hinterlasse einen kurzen Hinweis in den Kommentare beim Näh-Fragezeichen, damit die anderen Deine Antwort finden. 
  • Wenn du das Näh-Fragezeichen-Bild mitnehmen willst, speichere die Adresse des Bildes mit der rechten Maustaste und füge das Bild in Dein Antwort-Posting ein. 
  • Für die Teilnahme muß man sich nirgendwo registrieren
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Ich freue mich, auf spannende Fragen und Antworten (immer her mit den Fragen!) und auf hoffentlich rege Teilnahme!



Sonntag, 14. August 2011

Zur Abwechslung mal stricken!

Bildquelle: http://www.garnstudio.com/lang/de/visoppskrift.php?d_nr=111&d_id=26&lang=de

Hui, unser Dänemark-Urlaub naht. Das muß gut vorbereitet werden. Letztes Jahr hatte ich die Nähmaschine mit und ziemlich viel Zeit zum Nähen, weil wir mit den Schwiegereltern in Urlaub waren. Dieses Jahr wollte ich sowohl die Schwiegereltern als auch die Nähmaschine wieder mitnehmen. Hatte sich ja bewährt! Allerdings weiß ich nicht so recht, welche Projekte ich dort nähen soll. Derzeit bin ich voll auf Jerseykleider! Aber die Nähmaschine und die Overlock sind dann doch wohl etwas übertrieben im Reisegepäck. Eigentlich war das Wintermantelprojekt für den Urlaub geplant, aber zum einen werde ich im Oktober wieder zwei Tage Nähkurs machen, was natürlich für die schwierigen Stellen des Mantels eine gute Gelegenheit wäre und zum anderen habe ich dafür weder Stoff noch Schnitt.



Bildquelle: http://www.silkes-naehshop.de/

Ich könnte den Rock Onion 3019 (ohne Zipfel) nähen, für den ich sowohl das Muster abgepaust, als auch eine Vorstellung davon, wie er werden soll. Aber so richtig fehlt mir dafür der Schwung. Wahrscheinlich werde ich einfach diverse Schnittmuster einpacken und gleich am ersten Urlaubstag zu Stoff und Stil fahren.

Und abends stricke ich dann die obige Jacke - in lila. Die Wolle habe ich eben bestellt. Danke "Kleine Kringel" für den Vorschlag in den Kommentaren! Ich bin schon sehr gespannt, wie es mir damit geht, so ein großes Projekt zu stricken. Das habe ich schon ewig nicht mehr gemacht.

Damit die Ungeduld nicht zu groß ist, habe ich noch einen hellgrauen Strickstoff gekauft, aus dem ich eine Wickel-Strickjacke nähen will. Was meint ihr, brauche ich dafür hellgraues Overlockgarn oder könnte ich das auch mit weiß oder schwarz oder sogar türkis nähen? Mein Problem ist, dass das im Internet bestellte Garn total gut funktioniert, aber das dünne Garn, dass ich bisher in den hamburger Geschäften fand, mich in den Wahnsinn treibt.

Samstag, 13. August 2011

Live-Bericht Onion 2007 Teil 3



Puh, nun ist das müllsackgraue Jersey-Kleid, das irgendwann mal mein ermüdetes Lieblingskleid ersetzen soll, zugeschnitten. Weitesgehend. Denn eigentlich brauche ich noch das Bündchen und eine Paspel. Es soll ein graues Herbstkleid werden, mit schwarzem Bündchen und schwarzer Paspel. Gemütlich und bequem aber trotzdem ein bißchen besonders.

Die Idee ist, dass ich gar nicht darüber nachdenken möchte, was ich anziehe. Unterwäsche, schwarze Strumpfhose an, schwarze Stiefel, Kleid drüber und fertig. Nur mit so einfachen Kleidungsstücken kann ich den schnellen Griff zur unvorteilhaften Jeans vertreiben.

Aber ich habe gerade überhaupt keine Lust, die Ovi auszupacken und umzufädeln.

Teil 1 des Live-Berichtes gibt es hier.
Teil 2 des Live-Berichtes gibt es hier.

Leider habe ich auch keine Lust, einen Schnitt für das Unterkleid zu basteln. Ich sage mir ständig: "Hey Meike, das ist doch nicht so aufwändig, du hast dir doch überlegt, welches Sommerkleid und welches Unterhemd du einfach auf die Folie legst..." Aber ich habe einfach keine Lust. Das liegt wohl daran, dass hier seit Tagen zum ersten Mal wieder die Sonne scheint. Ich werde jetzt aufräumen und den Lockrufen des Balkons  und des Krimis nachgeben. Wer braucht schon ein Herbstkleid und ein Unterkleid, wenn der Sommer gerade den Versuch unternimmt, mal wieder vorbei zu kommen!

Ich finde diese Nähvorbereitungen echt ätzend. Schnitt abpausen ist doof, Schnitt vergrößern zwar irgendwie spannend, aber mühsam (vor allen Dingen, weil ich mir dabei ständig einen Standardkörper wünsche), auf-dem-Boden-Zuschneiden finde ich einfach nur anstrengend. Geht euch das auch so?

Es war auch total doof, dass mein grauer Jersey nicht ausreichte. Ich Naivchen hatte einfach ein bißchen mehr als auf dem Schnitt angegeben gekauft, aber ich muß mir wohl eingestehen, dass ich bei Schnitten, die ich um zwei Größen vergrößere, wohl "einmal die Länge mehr" brauche. Puh, das wird ein teuerer Wintermantel. Erst überlegte ich, ob ich diesen angeschnittenen Teil unten aus schwarzem Jersey mache, aber irgendwie habe ich die Paspel im Kopf. Also habe ich ein wenig undogmatisch den Fadenlauf bei den Ärmeln ignoriert (nicht komplett nur ein kleines bißchen verschoben) und das hintere Unterteil im rechten Winkel zum Fadenlauf zugeschnitten. Das ist dann Design....

By the way: ich suche immer noch einen schönen Mantelschnitt: für über Kleider, tailliert, einreihig und am liebsten in großer Größe. Ich fürchte, den gibt es einfach nicht.

Achso, und bevor ich es vergesse: Unser WWF-REWE-Tierbilder-Sammelalbum ist fast voll. Es fehlt nur noch Nr. 34 das Seepferdchen. Hat das vielleicht jemand doppelt?
Ich verschicke auch gerne noch gewünscht Bilder, die wir doppelt haben. Einfach hier schauen und mir ne Mail mit den gewünschten Bildnummern schicken!

FBA mit Raglan geht doch! - Live-Bericht Onion 2007 Teil 2


So, ich habe eine Lösung gefunden.

Den ersten Teil des Live-Berichtes "Onion 2007 vergrößern" gibt es hier.

 Ich habe das Schnitt-Vorderteil auf den Tisch geklebt und den Ärmel daran. Dort die Schulterlinie angezeichnet (und festgestellt, dass der Ausschnitt glücklicherweise größer ist, als ich zunächst vermutete. Raglan eben!) Dann habe ich ein T-Shirt von mir genommen und ungefähr auf Seitennaht und Schulternaht gelegt und auf dem Ärmel-Schnittteil den gedachten Armausschnitt angezeichnet. Dann habe ich am T-Shirt die Weite des Armausschnitts gemessen, gedrittelt und konnte so die Hilfslinie für den zusätzlichen Brustabnäher zeichnen. Nach einigem Hin und Her, aber ich es jetzt geschafft und hoffentlich ein passendes neues Vorderteil mit zusätzlicher Brustweite und zusätzlichem Brustabnäher. Ich bin gespannt.

Die unordentlich schraffierte Fläche ist der neue Brustabnäher und die Pfeile zeigen, wo zusätzliche Weite eingefügt wurde.

Jetzt lege ich dieses zusammengeklebte Schnittmuster noch mal auf meine tolle neue Baustoff-Folie und mache darauf noch mal ein "ordentliches" Schnittteil. Nicht wundern über die schräge Unterkante. Ich mache Modell B, also das, was man auf dem Bild sieht!

Eigentlich war es wieder gar nicht so schwer! Man muß nur erstmal darauf kommen, an welchen Punkten sich der Raglanärmel von dem normalen Ärmel unterscheidet und dann Schritt für Schritt die FBA machen.

FBA mit Raglan? - Live-Bericht Teil 1



Bildquelle: Schnittmuster.net

Heute ist wieder "mein" Tag, denn meine Männer sind mal wieder bis am späten Nachmittag unterwegs. Die hälfte meines Tages habe ich allerdings schon mit Stieg Larsson verdaddelt. Aber das muß ja auch mal sein. Plan für heute war "mal eben schnell" ein Unterkleid soie  Onion 2007 zu nähen. Vielleicht hätte ich mit dem Unterkleid (für ein schnelles Erfolgserlebnis) anfangen sollen? Mal schauen, ob ich zum "Life-Bloggen" komme.

Derzeit brüte ich über "FBA mit Raglan". Ha, ich dachte, ich mache mal eben schnell Onion 2007. Das Rückenteil war flugs vergrößert, aber als ich schematisch auch am Oberteil Weite zugeben wollte, fiel mir das magische Wort FBA  (vgl. Anleitung "Schnittänderungen für große Oberweiten" bei sewn Sushi) ein. Meine Güte, es ist erst 4 Wochen her, dass ich etwas über "den Beutel vergrößern" lernte und es war schon wieder weg! Man muß Sachen wirklich öfters tun, damit es hängen bleibt. Zumindest bei mir. Also habe ich das Vorderteil nochmal abgepaust, Lineal etc. dazu gelegt und nun festgestellt, dass ich das Armloch gar nicht ausmessen kann, weil es ja gar kein normales Armloch ist. Und nun? Die englische Anleitung verstehe ich nicht. Ich muß mir also selbst was einfallen lassen.

Ziel ist es, den Onion-Schnitt um ca. 2 Größen zu vergrößern, d.h. das Rückenteil zu verbreitern und Einiges an Oberweite zuzufügen.


Mittwoch, 10. August 2011

Große Ereignisse



Alles Ok. Danke der Nachfrage! Bei mir ist alles in Ordnung. Wir sind spontan ein paar Tage weggefahren und jetzt mit den Vorbereitungen zum großen Ereignis beschäftigt. Ab Freitag ist alles wieder "normal" und dann melde ich mich auch wieder regelmäßiger. Die "Überraschung" habe ich nicht vergessen, auch wenn es sich nun um zwei Wochen verschoben hat. Am Dienstag ist es soweit!



Ich weiß, man hätte an den T-Shirts noch mehr machen können, aber irgendwie war ich nicht inspiriert. Das rotweiße hatte ich für die Lieblingsfreundin des Kleinen gemacht und jetzt musste unbedingt noch mal GENAU das gleiche haben. Nun denn, wenns ihn glücklich macht! Immerhin hat das Gestreifte hinten noch einen Anker drauf, aber der Auftragsfotograf hat vergessen die Rückseite zu fotografieren, bevor das Geschenk verpackt wurde.

Bei dem lila T-Shirt habe ich mal ausprobiert, wie ein kreuzstichartiger Zierstich meiner Maschine zum Applizieren geht. Normalerweise appliziere ich ja "shabby" mit dreimal Geradestich, aber dazu war ich desnächtens zu faul. Ich bin gespannt, wie es beim Waschen franst.

Mittwoch, 3. August 2011

"Bermesenzer"

Ich könnte mich seit Tagen beömmeln, seit dem ich von den in den Kommentaren "eine Art Omaschlüpper aus dem Naturwarenversand "oder  "eine schöne Woll-Unter-Überhose" als Winteraccessoires für Kleider und Röcke las. Meine Güte, so etwas war seit ungefähr knapp 40 Jahren aus meinem Leben verschwunden. Köstlich!

Meine Mutter nannte es "Bermesenzer". Angeblich hat das Wort folgende Bedeutung: eine Tante, Großtante oder Ähnliches meiner Oma kam aus Pirmasens und strickte gerne wollene Unterhosen, damit es die Mädchen der Familie unter den Röcken warm hatten und keine Blasenentzündung bekamen. Spricht man jetzt "Pirmasenzer" frankfurterisch aus, dann heißt es eben "Bermesenzer", wobei das "z" ganz weich gesprochen werden muß und das "e" einem "ä" schon sehr ähnlich klingt.

Ich erinnere mich an zwei Exemplare, die irgendeine weibliche Verwandte für mich gestrickt hatte, sie waren rosa-orange. Interessante Farb-Kombination. Anscheinend waren sie irgendwann zu klein, so dass sie irgendwann aus meinem Leben verschwanden. Ich erinnere mich auch, dass die Mutter einer Freundin aus dem gleichen Grund eine schnelle Lösung favorisierte: sie schnitt kaputte Strumpfhosen ab und zog diese ihrer Tochter über die Strumpfhose. Diesen Trick wende ich manchmal an, wenn eine Strumpfhose einen Tick zu klein ist und der Schritt tiefer und tiefer rutscht. Mit einer abgeschnittenen Strumpfhose drüber rutscht es meist nicht mehr.

Die in den Kommentaren erwähnten Bermesenser liessen mich aber nicht mehr los und obwohl der Winter glücklicherweise noch nicht vor der Tür steht, googlte ich mal.


Montag, 1. August 2011

Verzückung!



Elmo ist sie ein bißchen zu groß, die Mütze nach dem Ottobre-Freebie-Schnitt und bis zum Winter ist es glücklicherweise noch ein bißchen hin, aber ich dachte, der beste Freund des Kleinen kann trotzdem eine Mütze zum Geburtstag bekommen, die den Schal ersetzt, denn letzten Winter hatte ich immer Angst, dass er sich beim Spielen mit seinem Schal erwürgt. Und außerdem liebt er lila. Ich hoffe, sie passt.

Eigentlich habe ich ja gar keine Lust mehr für den Kleinen zu nähen und schon gar nicht für andere Kinder - wo ich doch so viele Wunschprojekte für mich habe. Aber so ne Mütze wollte ich schon länger probieren und da bot es sich irgendwie an. Aber warum ich sie euch zeige. Ich finde sie von inen viel schöner und gerate in totales Entzücken ob der wunderbaren Ovinähte. Es gibt tatsächlich ein Leben vor der Ovi und eines danach! Ist es nicht total verrückt, sich für schöne Nähte zu begeistern und das überhaupt nicht schlimm zu finden? *g*



Und trotzdem würde ich die Mütze für meinen Kleinen mit Jersey füttern, so dass sie zum Wenden und wohl auch etwas bequemer ist.