Sonntag, 31. Juli 2011

Finale MeMadeTagebuch: Härtetest fürs Knotenkleid



Ok, finde noch eine ruhige Minute heute abend und beende ganz korrekt und formell den MeMadeTagebuch-Monat mit einem anständigen Post. (Vielen Dank für Eure Kommentare zum Fazit. Die beantworte ich dort als Kommentar, bzw. nehme sie zum Weiterdenken.)

Unanständig hätte es werden können, aber die Bilder traute ich mich nicht zu posten. Das Knotenkleid ist ein unanständiges kleines Luder! Ich finde, so richtig kann man erst sagen, ob man ein Kleidungsstück mag oder nicht, wenn man es ein paar Stunden anhatte. Kurz mal reinschlüpfen und fotografieren reicht nicht.

Die letzten Tage wartete ich auf einen Anlass, um das Knotenkleid zum ersten mal auszuführen. Mein Muddileben lässt an schicken Anlässen zu wünschen übrig, so definierte ich den Kindergeburtstag des besten Freundes des Kleinen als würdig genugen Anlass, um das neue Kleid auszuführen. Keine wirklich gute Idee.

Schon, als ich an unserer Haustüre niederkniete, um die Schuhe des Kindes zuzubinden, hatte ich das Gefühl, der Ausschnitt könnte etwas offenherzig sein. Ihr könnt sicherlich ahnen, was passierte, nachdem der Stoff durch ein paar Minuten Tragen mehr und mehr leierte. Zunächst dachte ich, es wäre Einbildung. Wenn man von oben Richtung Decoltée schaut und das Kleidungsstück etwas weiter ausgeschnitten ist, dann sieht man bei großen Brüsten den Schlitz und vielleicht sogar das Mittelteil des BHs. Zumindest bei mir ist das so. Also zog ich das Kleid an den Schultern etwas zurück und ermahnte mich, immer schön damenhaft aufrecht, mit geraden Schultern zu sein. Nun ja, der Alltag mit Kindern ist leider anders. Als der Kleine den Schokoladenkuchen auf dem Boden zerkrümelte, holte ich natürlich einen Handfeger und ein Kehrblech, um es aufzkehren. Sehr zur Überraschung der anwesenden Väter, die wohl mit einer derartigen Unterhaltung nicht auf einem Kindergeburtstag gerechnet hatten. Nach mehreren Stunden hatte man im Sitzen einen freien Blick auf den BH.

Und dann gab es ein Bild von der Rückansicht. Nun ja. Auch das poste ich lieber nicht. Das Bild oben ist also ein geschönter Zustand und nicht das wahre Leben.

Schade, schade, denn das Kleid fühlt sich ganz wunderbar an. Es ist wunderbar, ein Kleidungsstück zu tragen, das nicht in der Taille einschnürt, das weich den Körper entlang fließt, das sanft die Arme umhüllt und das weich um die Beine schwingt. Also ran an die Unterkleider! Das könnte eine Lösung sein.

Samstag, 30. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 30 - Fazit



Das hätte ich heute getragen, hätte ich das Haus verlassen, obwohl ich es gestern schon anhatte. Lieblingssachen kann ich tagelang anziehen. immer schnell abends waschen und lüften und dann wieder an, egal ob trocken oder noch ein bißchen feucht... Habt ihr es bemerkt? Ich habe ein T-Shirt zum Rock gefunden (die Aufhänger könnte ich noch abschneiden). Auf dem Bild sieht es gar nicht so perfekt aus, aber wenn ich das Shirt an den Rock halte, passen die Farben perfekt. Ein bißchen weiter könnte es sein, aber ich will nicht meckern, so ist das eben, wenn man Klamotten kauft....

Das ist jetzt der letzte MeMadeTagebuch-Eintrag, morgen komme ich ohnehin nicht dazu. Also kann ich auch jetzt schon mal einen Rückblick wagen.

Am meisten erstaunte mich, dass ich eigentlich fast jeden Tag etwas Selbstgemachtes trug. Zunächst schob ich es auf den Sommer. In der Tat fällt es mir bei sommerlichen Temperaturen leichter, Genähtes zu tragen. Röcke tragen sich schnell und ist es ein "ohne-Socken-Tag", fällt mir die Auswahl der Schuhe leichter. Dann wurde mir aber klar, dass es ein paar einfache Dinge gibt, die das tägliche MeMade erleichtern
  1. Wenn man einen Mantel oder eine Jacke näht, trägt man dieses Kleidungsstück bei passendem Wetter nahezu täglich.
  2. Gleiches gilt für eine Rumlümmel-Hose oder ein vergleichbares Kleidungsstück, das man gerne zuhause trägt. Weiter Ideen wären: Hauskleider, selbstgestricke Socken, eine Strickjacke.
  3. Selbstgemachte Accessoires, wie Ansteckblumen oder Schals sind schnell gemacht und können auch leicht zum Einsatz kommen, um ein gekauftes Outfit "persönlicher" zu machen. 
Aber eigentlich ging es mir ja gar nicht darum, unbedingt täglich etwas Selbstgemachtes zu tragen, sondern es ging mir wirklich nur darum, zu untersuchen, WAS ich für Kleidungsstücke wähle, warum und wie es mir damit ging. Da ich aber zum einen auf dem MeMade-Trip bin, ein Craftel-Blog schreibe, meine neuen Sachen besonders gerne trage und natürlich die Auswahl nicht ganz unbeeinflusst davon ist, dass ich sie hier präsentiere, ergab es sich natürlich, dass ich mich bemühte, möglichst viel Selbstgemachtes zu tragen. 

  1. Ganz klares Ergebnis des Monats war: Jeans sind nicht das, wofür ich sie hielt. Klar, sie sind irgendwie praktisch: scheinbar passt alles zu Jeans und natürlich sind sie auch nicht so schmutzanfällig. Aber immer, wenn ich Jeans (und T-Shirt) anhatte und mich irgendwo im Spiegel sah, fand ich mich scheußlich. Ganz abgesehen davon, ist ein Röckchen auch viel bequemer. 
  2. Auf einmal hatte ich eine unglaubliche Sehnsucht nach Kleidern. Ich weiß nicht, ob es die späten Wirkungen des Eindruckes von Catherines Blog waren oder ob es insgesamt am MMM lag. Auf einmal wunderte ich mich, wieso ich so eine unglaubliche Lust auf Kleider verspüre aber gleichzeitig so wenig Kleider auf der Straße sehe. 
  3. Es ist nicht damit getan, auf einmal mehr Röcke/Kleider zu tragen. Ich brauche dazu Accesoires. 
Im Laufe des Monats begann ich immer mehr Wünsche zu bekommen. Eine schier unendliche Liste wuchs in meinem Kopf, was ich alles unbedingt (ganz abgsehen von diversen Kleidern)  brauche:
  • SCHUHE. Ich brauche Schuhe, die zu Röcken/Kleidern gut aussehen, in denen ich aber auch laufen kann und die auch, ich wiederhole mich, spielplatztauglich sind. Glücklicherweise entdeckte ich schon letzten Winter DUO, wo man Stiefel mit großem Schaft kaufen kann und besitze schon ein paar tolle Stiefel. Was aber trage ich in der Übergangszeit?
  • MANTEL. Ich brauche definitiv einen Wintermantel, der über einen Rock oder über ein Kleid getragen wird. Da ich aber immer noch Tuniken-über-Hosen als Alternative sehe, brauche ich auch eine Jacke, denn ein ausgestellter Mantel sieht über Jeans ziemlich doof aus - zumindest mein Jeansmantel. 
  • TASCHEN. Ein Satz aus dem Tine Wittler-Stylingbuch hat sich mir im Gehirn eingebrannt. Sinngemäß lautet er: kein feminines Outfit sieht mit einem Messenger-Bag gut aus. Stimmt irgendwie. Da ich Taschen immer so voll packe, sehe ich immer aus, wie auf der Flucht. Ich muß darüber nachdenken, was ich wie mitnehmen will und ob nicht doch das eine oder andere "unpraktische" Täschchen mein Outfit optimieren würde. 
  • STRICKJACKEN/PULLOVER. Ich kann nur noch "Wickel" denken.... Mir ist klar geworden, dass ich verschiedene "Obendrübers" brauche, die figurnah sind. Ich trage schon seit Jahren Pullover aus der Schwangerschaftsabteilung, die länger und figurnah sind. Die sind gut, aber alles andere aus der Pulloverabteilung meines Schrankes werde ich entweder entsorgen oder irgendwie recyclen. Es ist mir ein Rätsel, wieso ich weder das optimale Schnittmuster noch das optimale Strickmuster für eine Traumjacke finde. Das kann doch eigentlich gar nicht so schwer sein!
  • UNTERKLEID Um mehr Röcke und Kleider zu tragen, brauche ich etwas für untendrunter, damit über Strumpfhosen nix krabbelt und es wärmer ist. Der Prototyp ist in Arbeit. Ich träume von einer ganzen "Unter-Garderobe" in diversen wilden Farben, statt nur eines praktischen "kleinen Schwarzen".
  • STRÜMPFE: Auch das wird nicht leicht werden. Bisher trug ich entweder schwarze Feinstrumpfhosen oder wenn ich etwas helleres trug, hautfarbene Feinstrumpfhosen. Das ist noch nicht das gelbe vom Ei. Ich habe wenig Ideen dazu, wie ich das noch optimieren kann. Das wird eines meiner neuen Beobachtungsprojekte. Leider ist aber auch nicht alles, was ich mir so vorstellen könnte leicht umzusetzen, weil mal wieder die Kleidergröße Schranken setzt. 
  • UNTERWÄSCHE Das ist endlich eine Abteilung, in der es wenig zu optimieren gibt. Ich habe einige "Quetschbodies", die unendlich wichtig für Jerseykleider sind. Da geht es eher darum, das vorhandene auch mal an Stelle des gemütlichen Lieblings-BHs und der gemütliche U-Hose anzuziehen. Ich merke, dass je öfter ich sie trage, ich das Schließen mit den Häkchen weniger merkwürdig finde. 
Ich weiß, das das alles nicht von Heute auf Morgen geht. Muß es ja auch nicht. Ich bin ja auch immer noch auf der Suche nach meinem eigenen Stil. Aber im Laufe des Monats merkte ich, dass es eben diese praktischen Aspekte der Stilsuche gibt und nicht nur das Erträumen von bestimmten Kleidungsstücken und der Umsetzung durch Nähen. 

Der Gatte hat einen Spielfilm mit Herrn Clooney angemacht. Dem werde ich mich jetzt widmen, aber das Nachdenken wird nicht aufhören!

Donnerstag, 28. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 28 und Pinterest

Ich merke, ich habe keine Lust mehr auf MeMadeTagebuch. Aber egal, ich mache jetzt noch bis Sonntag weiter und dann gibts nächste Woche was Neues! Lasst Euch überraschen.

Damit mir nicht langweilig wird, habe ich Pinterest ausprobiert. Wer von Euch macht das auch? Und warum? So richtig bin ich noch nicht dahinter gestiegen. Meine Idee war, die doch sehr "bleiwüstige" Seite mit den Anleitungen schicker zu machen. Kann man das ins Blog einbinden?

Also, gestern war ich im unschuldigen Landmädellook bei den drei Bs: Bioladen, Baumarkt und dem Kind zuliebe auf dem Bauernhof und trug

Dann wurde es richtig heiß und ich bevorzuge 
  • ein gekauftes, leichtes Sommerkleidchen
um auf den Spielplatz mit Matschpampe und Plantschbecken zu gehen. 

Heute Vormittag hatten wir Besuch in der warmen Dachwohnung und deswegen trug ich natürlich
Für den Supermarktbesuch mit der ganzen Familie war mir das dann doch nicht recht und ich wechselte noch mal schnell in
Langweilig, oder? Ich habe noch nicht mal was Schlaues dazu zu sagen. 

Dienstag, 26. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 26 Mein erster Unterrock



Neue Klamotten, neue Probleme. Wer hätte mal gedacht, dass ich mich über einen Unterrock wie Bolle freue.

Der türkise Vichyrock, den ich vor zwei Wochen als "schnelles Erfolgserlebnis" nähte, war leider sehr sehr durchsichtig und damit fast ein Teil für die Tonne. Als ich den Stoff für den Unterrock kaufte, war ich etwas schockiert darüber, wie teuer dieses elastische Acetatfutter (es war allerdings auch zu großzügig bemessen) und wie teuer die gewünscht "Gardinen-Bordüre" (Lochstickerei-Band) war.

Aber jetzt ist es egal. Ich finde den Rock mit dem angenähten Unterrock SO TOLL und trage dazu sogar freiwillig ein verhasstes weißes T-Shirt. Ich weiß, ich könnte noch mit einer türkisen Kette optimieren, aber ich bin oft einfach zu faul, mir für obenrum noch was rauszusuchen. Ich fand das Unterrock-Gefühl so toll. Ich fühlte mich wie in schlechten Romanen "sie raschelte aufgeregt mit ihren vielen Unterröcken" obwohl eigentlich gar nichts raschelte. Aber der viele, lockere Stoff um meine nackten Beine gefällt mir verdammt gut. (Vielleicht doch mal einen Tellerrock wagen?) Und die Gardine unten dran ist für ein (zugezogenes) Nordlicht ironisch zu verstehen, ebenso wie die bäuerlichen Spielplatz-Clogs.

**** kurze Werbe-Unterbrechung: Mein Sohn wünscht sich sooo sehr, sein WWF-Tierbilder-Album von REWE voll zu bekommen. Wer Bilder tauschen würde, schaut bitte mal hier auf der neuen Seite ***

Und dann gerate ich immer wieder in einen totalen Rausch, wenn ich die Innenseite des Rockes betrachte. Diese wundervollen Overlock-Nähte! Alles sieht so perfekt aus. Hach! Ich muß sicherlich nicht erwähnen, dass ich den halben Nachmittag auf dem Spielplatz den Rock lupfte, um den Muddis zu zeigen, wie toll mein Rock von innen aussieht... Mein Mann hat übrigens die bestellten Ersatzmesser für die Ovi eingesetzt. Da das Nähmaschinenhaus wegen Renovierung derzeit keine Reparaturaufträge annimmt, habe ich sie im Internet bestellt und er versuchte einfach, ob er sie montieren kann. Hätte es nicht geklappt, hätte ich dann ja in ein paar Wochen die Reparatur machen lassen können. Muß ich aber nicht, denn sie schnurr wieder, mein kleines Maschinchen. Juchhu!

Das Knip-Knotenkleid



Juchhu, das heiß ersehnte Knotenkleid aus der Knipmode 2/2011 ist fertig.

Ursprünglich war ja ein anderer Stoff geplant, der rief nun aber nach "Wickelkleid Onion 2012", also ging ich in die Tiefen des Stoffschrankes und fand den grünen Jersey, der eigentlich für zwei T-Shirts gedacht war. Den T-Shirt Schnitt mag ich auf einmal nicht mehr und T-Shirts auch nicht und da genügend Stoff da war (es war der Rest vom Ballen und so gab es noch etwas oben drauf), reichte es tatsächlich für das Knip-Knotenkleid.


(Dieser Stoff möchte lieber gewickelt werden)

Änderungen:
Aufgrund der Erfahrungen mit dem Probeknotenkleid (Vergrößern von Größe 46 auf Größe 50) ergänzte ich beim vorderen Oberteil je 2 cm (+1 cm Nahtzugabe), um "den Beutel", also die Körbchengröße zu vergrößern, statt dem gesamten Oberteil einfach nur mehr Weite zu geben. Das obere Rückenteil habe ich um 3 cm verbreitert und entsprechend 4 cm mehr Länge zu gegeben. Das Rockteil habe ich um Einiges weiter ausgestellt (und natürlich auch gemäß des Rückenteiles verbreitert), so daß sich die Stoffmenge erhöht hat, weil eine einfach Stoffbreite von 70 cm für den unteren Saum nicht mehr ausreichte. An den Schultern mußte ich auch einige Male "nachnähen", damit sie nicht überstehen. Insgesamt habe ich das Kleid 5 cm länger zugeschnitten. Nach dem Nähen habe ich es vorne einfach ca. 4 cm kürzer geschnitten und die Rundungen am Saum angeglichen, damit hinten mehr Stoff ist, damit der Popo reinpasst. Irgendwie kam ich nun auf eine Gesamtstoffmenge von ca. 3,30 m, was die angegebenen 1,55 m erstaunlicherweise verdoppelt und das Kleid natürlich immens verteuert, aber so ist das eben bei großen Größen.

Weiter im Text, das Fazit:
Mit einem "Quetschbody" darunter sieht es (auch ungebügelt) schon ganz gut aus - ohne geht es nicht, weil man sonst jedes Röllchen sieht. Es ist eben Jersey. Ich finde es im Rücken und auch an der Hüfte noch etwas zu eng, aber da gibt es auch nichts wegzudiskutieren, die Masse ist einfach da und gehört zu mir. Ob ich da einfach einen vertikalen Seitenstreifen an der Seitennaht aus dem gleichen grünen Jersey einsetze? 

Ich überlege das  schwarze Unterkleid so auszuschneiden, dass man es den Ausschnitt entschärft, das würde dann auch gut aussehen, wenn ich schwarze Strümpfe und Stiefel dazu anziehe. Wenn ich das Kleid noch einmal nähe (bestimmt!), dann gebe ich insgesamt noch etwas Weite zu.

Ansonsten bin ich ganz Stolz auf meine Anpassungen und Lernerfahrungen und "ich kann jetzt auch Zwillingsnadel"! Das sieht toll aus!

Witzigerweise fand mein Mann gestern abend das Kleid "etwas schlicht". Ich finde aber, dass das grün und das Decoltée schon genug her gibt und da nicht noch was dran muß.

Montag, 25. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 25

Heute waren wir (zwei Muddis) mit den Jungs Einkaufen, Bücherhalle, Eis-Essen und Kaffeetrinken statt Spielplatz, obwohl doch noch die Sonne raus kam. Aber wir Muddis brauchten dieses Programm, da muß man auch mal Prioritäten setzen. Um ja nicht doch zum Spielplatz überredet zu werden, beschloss ich, mich schick zu machen. Ich beschloss, meinen Schuhschrank nach rocktauglichen Schuhen zu durchforsten, die gut zum Mantel aussehen und die ich nicht auf dem Spielplatz tragen möchte. Ich fand ein Paar schwarze Schuhe, an die ich mich beim besten Willen nicht erinnern konnte und trug dazu

Jetzt habe ich Blasen an den Fersen und den kleinen Fußzehen und weiß wieder, wieso diese Schuhe nie zum Einsatz kommen, obwohl sie zuhause so tun, als wären sie bequem. Mantel-und-Rock fand ich aber super und da ich sonst fast nur Bequemschuhe trage (und dann so tue, als wäre das cool und nicht wegen dem Spielplatz und der Bequemlichkeit) amüsierte mich auch das leise Klackern der Unbequemschuhe. Jaja, ich beginne mal wieder, das (Ver-)kleide zu mögen. 

Am Sonntag traf ich eine Freundin, die viel abgenommen hatte. Als ich sie nach dem Grund fragte, meinte sie, dass es an der Zeit gewesen wäre, sich mal mit mehr Achtsamkeit um sich selbst zu kümmern. Obwohl ich wirklich keinen Wunsch verspüre eine Abnehmaktion zu starten (an deren Erfolg ich ohnehin nicht glaube), hatten wir doch viele Punkte, über die wir beide nachdenken. Ich merke, wie ich derzeit überhaupt keine Lust mehr habe, für den Kleinen etwas zu nähen. Jetzt bin ich dran! Das Leben mit Baby und Kleinkind machte mich sozusagen unsichtbar, ich mußte nur noch funktionieren. Jetzt wird der Kleine größer und ich "darf" wieder etwas für mich tun und überlegen, wer ich nun bin, nachdem ich eindeutig nicht mehr diejenige bin, die ich vor der Schwangerschaft war. 

Habt ihr den MeMadeTagebuch-Post von Frau Nähädelchen gefunden, in dem sie über Röcke/Kleider versus Hosen nachdenkt? Lesen! Hach, das ist alles sehr spannend! (Besonders spannend finde ich die Passage, in der sie schreibt, dass sie sich ein Röcke-Nähverbot auferlegte und dann nur noch Kleider nähte...*g*). 

Mehr Informationen zur MeMadeTagebuch-Aktion gibt es hier. Wer mitmachen will, trägt sich in dem dort angegebenen Mr. Linky ein. 

Sonntag, 24. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 23 und 24

Bildquelle: Gehäkelte DROPS Jacke mit Schalkragen

So, noch schnell das MeMadeTagebuch und dann ab an die Maschine. Es ist Sonntag-Abend und das Wohnzimmer gehört mir!

Gestern trug ich bei den Vorbereitungen das
denn die Schwiegereltern waren schon da, da wollte ich nicht in dem uralt-ausgemustertem-Sommer-und-nun-Hauskleidchen herumlaufen. Kurz bevor die Gäste kamen wechselte ich in 
und bekam viele Komplimente dafür. Auch von meinem Schwiegervater, der sonst nichts zu meinen Sachen sag. 

Heute regnete es quer in Hamburg, d.h. feiner Regen plus Wind von der Seite. Furchtbar, insbesondere für Naturlocken. Ich wusste einfach nicht, was ich für Schuhe zum Kleid oder Rock tragen könnte, deswegen schlupfte ich in
Der Regenmantel ist wie immer super, aber Jeans mit T-Shirt ist sowas von vorbei. Das geht gerade gar nicht mehr. In der S-Bahn las ich das überraschend hilfreiche und ansprechend gestaltete Buch "Pralle Prinzessinnen - Styling für starke Frauen" von Tine Wittler, welche auch eine Lobrede für Kleider hält. Ach, ist das keine originelle Idee von mir? Scheinbar nicht, auch die Berliner Zeitung berichtet von einem "fulminantem Comeback" des Kleides. Schluß jetzt mit bloggen, ran ans grüne Knotenkleid!


Bildquelle: "Pralle Prinzessinnen" von Tine Wittler bei Thalia

Achso, bevor ich es vergesse, oben ist ja das Jackenbild. Ich habe ein dringendes Bedürfnis nach einer Strickjacke und finde aber irgendwie nicht das richtige Muster. Eine Wickeljacke sollte es sein - laut Frau Wittler gehen sowieso nur Wickeljacken oder taillierte Blazer. Ich weiß aber noch nicht so recht, welche Länge sie haben soll. Bei Drops gibts auch ne ganz hübsche Häkeljacke - siehe oben. Vielleicht sollte ich diese probieren?

Oder diese?
Bildquelle: DROPS Wickeljacke

Freitag, 22. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 22

Eigentlich .... eigentlich wollten wir heute was Besonderes machen, um den Geburtstag des Gatten zu feiern und eigentlich hätte ich dazu auch gerne was Hübsches angezogen (wo ich doch schon beim Friseur, bei der Pediküre war und auch die Augenbrauen gefärbt habe). Aber, das grüne Knotenkleid ist noch nicht fertig (weil ich jeden abend für morgen backe) und das Besondere ist dann doch ausgefallen, weil wir mal wieder nicht früh genug aus dem Haus kamen und ja doch immer viel für ne Feier vorzubereiten ist. Also gab es nur einen kleinen Spaziergang, für den ich das

  • Hauskleidchen auszog, um ein Ringes-T-Shirt, eine Jeans und den Jeansmantel
anzuziehen. Jaja, der Jeansmantel. Er fühlt sich gut an. Ich mag das flutschige Futter auf nackten Armen. Ich traue allerdings den Knopflöchern nicht wirklich. Und ich mag den lila Jeans nicht über ner blauen Jeans. Muß ja eigentlich auch nicht, denn es sollte ja auch nen Rock-Mantel sein. Schluss: ich brauche noch ne Jacke *g*. 

Und wenn ich daran denke, dann fällt mir ein UFO ein. Eine pinke Fleecejacke mit roten Punkten. Was habe ich mir letzten Herbst nur dabei gedacht! Ich kann mich düster erinnern, dass ich an "Spielplatz" dache. Ohweia! Aber ich denke, für den Dänemarkurlaub sollte ich sie vielleicht trotzdem fertig machen, denn es ist, wenn ich mich recht erinnere, nicht mehr viel daran zu tun....

Donnerstag, 21. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 21

Irgendwie bin ich nen bißchen raus, aus dem Tagebuchschreiben und schon wieder todmüde... Aber ich reiße mich zusammen, denn ich will doch dranbleiben.

Also, gestern trug ich nochmal das Gleiche, wie vorgestern

Heute dann mal wieder

Heute registrierte ich, dass ich anscheind jeden Tag diesen Monats etwas Selbstgenähtes anhatte. Wow! 

Natürlich gibt es Wiederholungen, aber es ist schon erstaunlich, ich habe ständig etwas Selbstgemachtes an OHNE, dass ich mir vorgenommen hatte, nur noch Selbstgemachtes zu tragen. Ich habe einfach nur keine Lust auf Jeans. Das Wetter hilft natürlich. 

Damit ich bei Herbstwetter nicht all zu oft der "Jeans-Versuchung" erliege, habe ich heute elastischen Futterstoff gekauft, um ein Unterkleid zu nähen. Die Overlockmesser sind auch gekommen, fehlt nur noch Zeit, um es zu nähen. Weißen Futterstoff + Lochstickereiborte für die türkise Seersucker-Valeska habe ich auch gekauft und wurde mit zwei Rollen Garn zusammen um 40 Euro ärmer. Das finde ich viel Geld für keine spektakulären Projekte, auf die man sich freuen kann. Ich überlege, ob ich das Unterkleid ganz unspektakulär einfach mit der Ovi zusammenschustere, damit es möglichst wenig aufträgt oder ob ich irgendwie eine spannende Schrägbandlösung mache, damit es mir wenigstens ein bißchen gefällt und Spaß macht. 

Mehr Informationen zur MeMadeTagebuch-Aktion gibt es hier. Wer mitmachen will, trägt sich in dem dort angegebenen Mr. Linky ein. 

Dienstag, 19. Juli 2011

Mal wieder ne Frage, MeMadeTagebuch: Tag 19 und Projektideen


Bildquelle: Stoff und Stil

Meine bestellten Stoff und Stil-Stoffe sind da, auch der heiß ersehnte oben abgebildete Blümchenstoff. Er ist genauso schön, wie auf dem Foto - aber sehr sehr fein. Huch! Ich wollte doch einen Rock daraus machen! Was mache ich nur?  Er ist eher ein Blusenstoff, aber ich ich wüsste nicht, was für ein Oberteil ich daraus machen sollte.  Oder doch ein Rock und füttern? Ich habe 2 m. Hat jemand ne Idee?


Jetzt aber zum MeMadeTagebuch:

Heute trug ich

Mit dem Ding sah es super aus und trug sich fantastisch. Ich hoffte, dass der Gatte motiviert genug für ein Foto wäre, wenn er von der Arbeit kommt, war er aber nicht. Es wird Zeit, dass ich dem fast Dreijährigen das Fotografieren beibringe!

Ich mag den Viscose-Stoff des Probekleides so sehr. Er ist so zart, so Bein-schmeichelnd. Es ist ein bißchen "halbseiden" damit auf die Straße zu gehen und irgendwie gefällt mir das. Wenn der Rock noch etwas mehr schwingen würde, würde dieses Gefühl noch verstärkt werden. Ich weiß, dass "ohne Arme" nicht wirklich vorteilhaft ist, aber es stört mich nicht. Ich weiß auch, dass der Ausschnitt etwas zu groß ist, aber ich mochte mich trotzdem heute genau so. Das Muster des Kleides ist nicht so sehr meines, aber egal, ich mag das Kleid trotzdem. 

Im Moment ist mir sehr nach "uni-mit-weißen-Details". Oder überhaupt nach Uni-Stoffen. Witzigerweise finde ich diese schwieriger zu kaufen, als gemusterte Stoffe, denn sie fallen nicht so ins Auge. Obwohl ich ständig grüne Kleider nähe oder plane, habe ich dauernd "graugraugrau" im Kopf. Es ist, als müsse unbedingt ein graues Jersey- oder Strickkleid in mein Leben. 

Aber auch Strickstoffe finde ich schwierig. Entweder habe ich sie bisher in meinem Leben links liegen gelassen oder es gibt wirklich nicht so viel Auswahl. Dabei habe ich gerade ziemlich viel Vorstellung davon, welche genähten Strickerzeugnisse mein Leben bereichern könnten. Zum Beispiel wäre mindestens eine Strickjacke, eine wirklich coole Strickjacke, immens bereichernd. Und auch das Knotenkleid kann ich mir sehr gut als herbstliche Strickversion vorstellen. 

Und überhaupt, der Herbst. Ich brauche dringend für den Herbst ein Unterkleid. Schon jetzt stelle ich fest, dass Leggins zwar irgendwie doch ok sind, aber vieles krabbelt eben an der Leggins hoch. Ich besitze in der Tat einen Unterrock aus der Omi-Wäscheabteilung und trage ihn auch, aber unter einem Kleid brauche ich ein Unterkleid. Ich weiß immer noch nicht, aus was für einen Stoff man sowas näht. Ich besitze ganz wunderbare Microfaser-Unterhemden - kann man solche Stoffe auch als Meterware kaufen? 

Nochmal zurück zum heutigen Outfit. Ab gesehen davon, dass ich viel gelaufen bin und dann das dicke-Frauen-Sommer-Röckchen-Problem zum Tragen kam (also wunde Oberschenkel, die aneinander rieben), ist für mich derzeit das perfekte Outfit: Kleid + Strickjacke oder Dings. Ich liebe mein grünes Kleid, aber ich kann, aufgrund der voluminöseren Ärmel keine Strickjacke darüber ziehen. Also müsste ich einen Mantel tragen, aber da ich mit dem Jeansmantel immer noch fremdele, bleibt es derzeit manchmal hängen. Für die Kombination Kleid + Strickjacke brauche ich also entweder Jerseykleider, weil diese einen engen Ärmel haben oder aber Trägerkleider, unter die ich im Herbst ein langärmelige T-Shirt anziehe. Und ich brauche für darüber noch mindestens eine Strickjacke, eine Strickweste, mindestens ein Knotendingens und einen Hüftgürtel. Außerdem brauche ich definitiv einen Wintermantel, den man über Kleider und Röcke tragen kann! An Projektideen mangelt es also nicht . Wie schön!

Kreativ Blogger Award




Jetzt hat es mich auch erwischt. Ich habe einen Award bekommen. Vielen Dank liebe Frau Nähnädelchen! *knicks*    Ääähhmmm, das war wohl ein Versehen, also noch mal: Vielen Dank, liebe Frau Pauline! *knicks*

Ich freu mich natürlich. Aber ich gebe zu, dass ich diesen Dingern immer ein wenig skeptisch gegenüber stand. Ich kann gar nicht genau sagen, warum, aber es hat sowas von Beweihräucherung innerhalb einer Szene. Aber es ist natürlich etwas anderes, wenn man selbst einen bekommt. *g*.  Die Begründung las ich sehr gerne.
"Eine liebe MeMadeTagebuchführerin und schrieb gerade einen tollen Livebericht von der Knotenkleidentstehung inklusive Größenanpassung"
Das geht runter wie Öl. Und da ich ja Preisverleihungen sehr gerne in der Glotze sehe - nicht nur, aber natürlich auch wegen der Kleider -will ich nun auch pathetisch werden und Preise verleihen. Und außerdem ist es doch gar nicht schlimm, sich mal gegenseitig ein bißchen zu Beweihräuchern. Zudem liebe ich es doch auch, neue tolle Blogs kennenzulernen, da kann ich euch doch auch mal surfen schicken.

Jetzt fehlt eigentlich noch die pathetische Rede von mir:

".... vielen Dank *schnief*. Aber alles das, was ich geschafft habe, wäre nicht ohne Euch möglich gewesen. Ihr, die ihr mein Blog besucht und mich mit Kommentaren und auch steigenden Statistiken erfreut. Ihr motiviert mich, weiter zu machen und ich kann viel von Euch lernen. Ich liebe Euch alle, die "großen bekannten, erfahrenen Nähbloggerinnen" wie die "kleinen", die gemeinsam mit mir auf Entdeckungsreise in die Welt der Kleider gehen *pathetischePauseunderneutesSchniefen*. Alles das, wäre aber auch nicht möglich gewesen, ohne meinen Mann (sowie den Co-Sponsoren, meine Schwiegereltern), der mir nun schon die zweite Nähmaschine geschenkt hat und weitere Schränke baut, wenn das Stofflager expoldiert, der Schule, in der wir regelmäßig nähen dürfen, meinen Sohn, der gerne meine selbstgemachten Sachen trägt und nicht zuletzt meine Mutter, die mir die Grundlagen beigebracht hat und vorgelebt hat, das Selbermachen zum Leben dazu gehört......"

Meine Auswahl ist gar nicht so leicht, habe ich doch 266 Blogs in meine RSS-Reader, die ich regelmäßige lese. Der Nachteil des RSS-Readers ist zudem, dass ich nur bei ganz wenige Beiträge wirklich die dahinter stehenden Autorinnen identifiziere. Bei einigen habe ich aber doch "ach wie schön, die schon wieder"-Effekte, und die, will ich euch vorstellen, wenn sie nicht schon zu viele LeserInnen haben. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob diese Damen vorher schon genau diese Preis verliehen bekommen haben. Sollte das der Fall sein, haben sie ihn wohl verdient.

  • Frau Herrlichkeiten habe ich entdeckt, als ich nach bezogenen Knöpfen googlete und bin ihr treu geblieben. Ich mag ihren Stil und ihre Gründlichkeit!
  • Miss Margerite ist vielleicht schon zu bekannt für diesen Award. Aber bei ihr kommt wirklich bei jeden Beitrag dieses "ach wie schön, sie zeigt uns mal wieder was"-Gefühl. Ich bewundere ihre Kreationen, obwohl sie nicht wirklich zu mir passen. Aber ich finde es wunderschön, sie anzuschauen. 
  • Wer Miss Margerite sagt, muß auch Frau Elisadesign sagen. Ich freue mich immer, von ihrer beider Nähfreundschaft und den kreativen Wochenende zu lesen. Und ich gebe zu, ich bin ein wenig neidisch. Auch hier bezaubern mich Farben und Stil, obwohl ich selbst so andere Sachen mache. Aber ich finde es ganz großartig, was ich sehe und ich glaube, ein bisschen Vorbild ist das auch für mich.
  • Frau Hausmaus wollte ich erst gar nicht lesen, weil ich ein merkwürdiges Bild vor Augen hatte, als ich auf ihren Blog stieß. Vor meinen Augen entstanden D*ddl-Mäuse. Aber das war eine Fata-Morgana, denn Frau Hausmaus näht sehr schöne Sachen. Zur Zeit Begeistern mich ihre Fragen! So etwas liebe ich wie Bolle!
  • Bei Frau Rita Pepita war es genau umgekehrt: der Name hat mich gleich angesprochen. Frau Pepita ist für mich eine typische MMM-Entdeckung. Ich freue mich immer sehr, sie am MMM und natürlich jetzt auch öfters, zu besuchen. 
  • Miss Shiva ist eine Jungsmutter, wie ich es auch bin. Von ihr bekomme ich ganz tolle Jungsklamotten-Inspiration. Frau Shiva hat mich zum Lila für Jungs bekehrt und mein Sohn ist glücklich!
  • Von Frau Frisfris habe ich dank ihrer Kommentare schon einiges gelernt. Ich mag es, wie sie ihre Projekte vorstellt und auch mal mehr schreibt. Und das grüne Kleid geht mir natürlich nicht aus dem Sinn.


Herzlichen Glückwunsch den erwählten Damen. Wenn Euch es Euch gefällt, dann dürft ihr den Award gerne weiterreichen.

Es gibt natürlich noch viel mehr Blogs, die ich gerne lese und auch wiedererkenne. Aber die sind bekannt - zu Recht bekannt. Die muß ich euch erst gar nicht vorstellen. Oder vielleicht ein anderes mal, in einem anderen Zusammenhang. Da fällt mir ein, dass meine Linkseite auch fürchterlich schlecht gepflegt ist. Nun ja, ein anderes Mal....

Und nun noch die Regeln für den Award.

Mit diesem Award sind folgende Bedingungen verknüpft:

Das Ziel dieser Aktion ist, dass wir unbekannte, gute Blogs ans Licht bringen. Deswegen würde ich euch bitten, keine Blogs zu posten, die ohnehin schon 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger & Leute, die zwar schon ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.


Erstelle einen Post, in dem du das Award-Bild postest und die Anleitung reinkopierst (=dieser Text). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat und sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst und ihr den Link deines Award-Posts hinterlassen.


Danach überlegst du dir 3 - 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst & die Besitzer jeweils per Kommentar-Funktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.

MeMadeTagebuch: Tag 18

Eigentlich müsste ich ins Bett und eigentlich habe ich gar keine Lust, aber ich will wenigstens kurz berichten.

Heute war ich den ganzen Tag mit Flip-Flops unterwegs und jetzt schmerzen die frisch pedikürten, wahnsinnig toll aussehen Füße. Wer schön sein will, muß leiden. Von den Freuden der Pediküre hatte ich schon mal in kleinformat geschrieben. Jetzt bin ich zu müde zum schwärmen. Entweder ausprobieren (in Hamburg nur da!) oder nachlesen. Den Kinderwagen schiebend, mit dem schon wieder Bindehautentzündungs-darf-nicht-in-den-Kindergarten-und-Mama-wird-dabei-wahnsinnig-weil-alles-liegenbleibt-Kind, trug ich

Ja, ich weiß: schon wieder! Aber so ist das nunmal mit Lieblingsoutfits!

Kurze Reflektion dazu: Im Moment gehen bei mir nur Kleider. Röcke sind so lala, weil ich mich leicht wurstig fühle, wenn die Shirt-Farbe nicht optimal zum Rock passt und Hosen, sprich Jeans, gehen derzeit überhaupt nicht. Was mir an Kleidern ein bißchen fehlt, sind diverse praktische Taschen. Heute hatte ich zum Beispiel ständig einen Schnuller zwischen den Brüsten und eine Monatskarte zwischen den Zähnen. Beides nichts, was ich ständig haben müsste.

Gehört zum MeMadeT auch, dass ich die Overlockmesser bestellt habe? Habe ich. Endlich. Und ich hoffe, der Gatte kann sie montieren. Und dann gehört vielleicht noch dazu, dass ich mich scheue, den grünen Jersey für das richtige Knotenkleid anzuschneiden (den gemusterten Stoff spare ich mir vielleicht noch für Onion 2012 auf, denn der ruft irgendwie nach Wickeln). Es wäre so verführerisch, einfach die abgepaustet Größe zu nehmen, statt mich mit den neuen Näh- und Trageerfahrungen an das Schnitt-möglicherweise-hier-und-dort-vergrößern zu machen. Schon komisch, Samstag war ich so sehr drin in dem Projekt und dann haut es mich wieder komplett raus. 

Eine sehr schöne Reflektion zum Thema Röcke gibt es heute bei Frau Nähnädelchen. So in der Art würde ich auch gerne noch mehr nachdenken, aber derzeit bin ich oft schlichtweg zu müde dafür. Wie schön, dass ich nicht alleine MeMadeTagebuch schreibe! Wer noch mitmachen will, siehe unten. GERNE! Es gibt eigentlich keine Regeln, macht einfach mit. Ich freu mich darauf, eure Beiträge zu lesen!

Mehr Informationen zur MeMadeTagebuch-Aktion gibt es hier. Wer mitmachen will, trägt sich in dem dort angegebenen Mr. Linky ein. 

Sonntag, 17. Juli 2011

Der Trick mit dem Knoten - MeMadeTagebuch: Tag 17



Schön, dass Euch mein Livebericht gefallen hat. Mir hat diese Vorgehensweise auch Spaß gemacht. Leider habe ich nur selten ein paar Stunden die Wohnung für mich alleine und damit die Ruhe, so etwas zu machen. Ich finde auch, dass man aus der Dokumentation der Irrungen und Wirrungen sehr lehrreich ist. Hier noch mal die Links zu den Berichten


Ich hatte mir überlegt, wie man "das Geheimnis" des Knotens am besten lüften könnte, mit Worten alleine geht das wohl kaum. Deswegen habe ich euch noch mal mein Schnitt-Teil mit meinen neuen Notizen fotografiert, für alle, die das Glück haben, die Knip 2/2011 mit der Anleitung zum Knotenkleid haben, aber am Verzweifeln sind, wie zum Teufel das gehen mag.



So und nun der Trick:
Eigentlich ist es ganz einfach: Das Teil an der "vorderen Mitte" wird wie ein Buch "Seitennaht" auf "Seitennaht" zugeklappt und dann die Unterkanten von der "Seitennaht" bis zur Markierung "offen"zusammengenäht.

Das Problem: man kommt nicht drauf. Deswegen ist es auf dem Bild ganz fett an die Unterkanten geschrieben und mit schicker Zackenlinie markiert. "Diese Kante muß rechts auf rechts auf die da -->". Kapiert? Erst anschließend kommt das, was eine in die Irre leitet: Das Oberteil an das Unterteil nähen. Und damit klar ist, was damit gemeint ist habe ich noch ne Pünktchenlinie gemalt. Die obere Kante des Zipfels muß tatsächlich an das Rock-Unterteil genäht werden. Auch wenn ihrs nicht glaubt. So isses! Deswegen steht an der Pünktchenlinie "Das ist die Kante, an die das Unterteil kommt". So und nun faltet ihr mal schön "das Buch" und stellt euch vor, was passiert: Richtig" ihr bekommt ne "Brusttüte" und da passt die Brust schön rein. Fein, oder?

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, jaja, deswegen habe ich euch nochmal "die Tüte" fotografiert. (Schnittmuster mit Nadeln an der Zickzacklinie zusammengeheftet und auf rechts gedreht) Das sieht natürlich nicht ganz korrekt aus, weil die Folie so steif ist, aber worums geht, ist zu erkennen, oder?




Stopp, bevor ihr die andere "Tüte" näht. Zuerst müsst ihr "das lange Anhängsel" durch das Loch namens "offen" stecken und alles so zusammen wurschteln, dass die schöne Seite (rechts) außen ist und fertig ist der Knoten. Anschließend werden auch diese Unterkanten zusammen genäht und dann die "Pünktchenkante" an das Rock-Unterteil.

Und für alle, die sich fragen, ob die Größe stimmt: Die Brust kommt in die Tüte, die aus zwei Teilen besteht: aus dem Teil, was aussieht wie das Vorderteil (also die Seite mit Armloch und Schulternaht) und dem "langen Anhängsel", das daran hängt, umgeschlagen und angenenäht wird. Die "Tüte", die dann entsteht, ist größer als man denkt! Wenn dann der Knoten drin ist und die Seitennähte geschlossen sind, dann schlägt die Tüte Falten und alles passt schön um die Brust rum. Die "Unterkanten-Naht" läuft mittig über die Brust und die Naht, die Oberteil und Unterteil verbindet, ist unter der Brust.

So, ich hoffe, das war nun die ultimative Erklärung und die Welt wird mit noch mehr wunderbaren Knotenkleidern beglückt. Über Links zu Fotos würde ich mich natürlich freuen. Also ran an den Speck! Ich mache mich auch noch diese Woche an das nächste!

.....................................................

Jetzt noch das MeMadeTagebuch von gestern und heute.

Gestern trug ich

  • ein ausgemustertes Sommerkleidchen, was man sozusagen Hauskleidchen nennen könnte. 
War ja niemand hier und warm war es, beim Nähen auf dem Balkon. 

Heute hatte ich fast den ganzen Tag
  • das neue, gestern genähte Knoten-Probekleid an
und als wir nachmittags draußen waren
Alles prima. Beide Kleider sind prima. Alles gut. 

Samstag, 16. Juli 2011

Das Probe-Knotenkleid - Live-Bericht Teil 5



Zwischenstand: Ein Hauch von Nichts. Sehr angenehm auf der Haut, wirklich ein sehr dünner und leichter Jersey. Der hat natürlich den Nachteil, dass man alle Röllchen sieht, aber egal, so ist das im Sommer eben.

Es ist noch nicht fertig, keine Säume, keine Ärmel und das Decoltee ist mir noch ein wenig zu tief. Ich werde die Ärmel weglassen. Jetzt erstmal nen Kaffee trinken und dann überlegen, ob ich mich traue, mit der Zwillingsnadel zu experimentieren. Wann, wenn nicht jetzt. Allerdings ist mein Nacken nun schon sehr verspannt und eigentlich hätte ich Lust, aufzuhören.

Aber am wichtigsten ist ja das vorläufige Fazit: ich glaube, ich liebe Knip. Mir passt die 46! Wie schmeichelhaft. Juchhuuuuu!

Und natürlich ist das Kleid nicht perfekt. Egal, es ist ein Probekleid. Es hätte etwas ausgestellter sein können, wenn ich mehr Jersey gehabt hätte und und und. Ich werde überlegen, ob ich bei einem festeren Jersey, links und rechts ein Zentimeterchen zugebe, aber mehr ist nicht nötig. Ich kann mir schon noch einige Gedanken zum Schnitt mache. Aber egal. Jetzt freue ich mich erstmal.

Finde ich es schade, dass ich gestern abend "unnütz" den Schnitt vergrößert habe? NEIN! Ich habe viel gelernt und das kann ich sicherlich bei einem festeren Stoff gut gebrauchen.

das Probe-Knotenkleid - Live-Bericht Teil 4



Huch, was ist denn das, werdet ihr denken? Falls irgendjemand tatsächlich live, bei diesem schönen Wetter mitliest. (Gruß an Catherine, fleissiges Mädchen!)

Wo sind denn nun die Punkte? Kaum hatte ich das Knotenprinzip verstanden, schwante mir, dass meine Änderungen wohl doch unnötig waren. Oder zumindest etwas zu gut gemeint. Denn das ach so kleine Teil, was die Brust bedecken sollte, war ja nur das halbe Brustbedeckungsteil! Achsooo!

"Zum Spaß" habe ich beide Knoten-Oberteil-Versionen zusammengenäht und in dem gepunkteten kann man ein paar Zentner Kartoffeln holen...Also habe ich mal mit großem Stich die kleinere Version an das Unterteil geheftet und ich würde sagen "es geht" für nen Probekleid. Es wird vielleicht ein bißchen offenherzig, aber dann lasse ich einfach die Ärmel weg und deklariere es zum Sommerkleidchen, da darf es ein paar Zentimeter kürze und ein wenig offen sein. Ich werde also jetzt mal die anderen Teile zusammennähen und schaun, eigentlich müsste es passen, weil das Rückenteil ja nun größer als das Vorderteil ist. Das ist dann zwar nicht ganz korrekt, weil die Seitennähte nicht richtig sind, aber das sieht bei dem wilden Muster ja niemand. Vermute ich mal.

Mal schauen, wie es weiter geht. Auf dem Balkon wird es jetzt ziemlich heiß und es ist schon halb 5. Wieviel Zeit mir wohl noch bleibt, bis meine Männer wieder kommen? Aber ich vermute, sie stehen im Stau und mir bleibt noch ein bißchen.... Aber die Träume, malebenschnell das richtige, das grüne Kleid zu nähen, habe ich natürlich für heute aufgegeben. Hach!

das Probe-Knotenkleid - Live-Bericht Teil 3



Es ist zum Heulen. Ich bin zu doof für den Knoten!

Wahrscheinlich habe ich schon die Teile falsch zusammen genäht, dabei klang das erst so einfach. "Nähe die oberen Vorderteile jeweils an das Unterteil bis zur vorderen Mitte." Ich wunderte mich zwar, dass am unteren Saum des Vorderteils die "vordere Mitte" nicht angegeben war, nahm dann an, dass es sich um die vordere Mitte des Unterteils handeln würde. Ich musste ganz schön mauscheln. Ich nahm an, dass die 2 Striche Richtung Armloch eine Falte wäre, nähte bis zur Markierung "offen" und nach der Markierung "offen" weiter bis zur "vorderen Mitte. Jetzt baumeln in der Mitte die "Schwänzchen der Vorderteile runter und ich fürchte, dass ich das, was ich bisher tat wieder auftrennen muß, denn nichts geht mehr.

So nett, wie es ist, den Schnitt von einer anderen Frau abgepaust zu kommen, so innovativ es sich anfühlt, in einer anderen Sprache zu nähen. Ich könnte heulen, weil nix geht.

Ich hoffe jetzt, dass das Universum mir eine Antwort schickt, während dessen bastele ich die Rückenteile zusammen und überlege, wo ich überall noch braunen Punktejersey anstückeln könnte, damit es eher gekonnt als gewollt aussieht...

Habe ich schon mal gesagt, dass ich das Internet liebe? (Meine Lieblings-rhetorische-Frage). Ich habe natürlich nicht weiter gemacht, sondern gesurft und bei Frau Paulinchen in den Kommentaren eine Antwort gefunden. Ich lag also komplett falsch, aber ich glaube, jetzt habe ich es verstanden. Nun wird getrennt.

Das Probe-Knotenkleid - Live-Bericht Teil 2

Das gibts doch gar nicht! Wo sind nur meine Gedanken gewesen! Ich habe tatsächlich die Vorderteile nach dem kleinen Schnittmuster statt mit meinem mühsam konstruierten Packpapierschnitt zugeschnitten - und jetzt natürlich kaum ein Fitzelchen Stoff übrig!

MistMistMist. Nur von den Vorderteilen hatte ich zwei Schnittmusterteile, alle anderen hatte ich ja am Muster geändert! Das alte "Vorbildmuster" lag herum und weil ich heute nebenher noch ziemlich aufwühlende Gedanken wälze, habe ich mir einfach alle, Schnittteile, die herumlagen gegriffen und zugeschnitten. Eines war falsch. Mist!

Jetzt habe ich einen gepunkteten Jersey aus dem Schrank geholt, der geradeso von der Menge und vom Muster eher "naja" passt. Nunja, Probekleid!

Das Probe-Knotenkleid - Live-Bericht Teil 1

Zugeschnitten ists! Ich bin so gespannt, ob meine Schnittänderungen sinnvoll sind! Beim Zuschnitt hatte ich das Gefühl, das Rückenteil könnte doch etwas groß sein und fluchte, weil ich vergessen hatte, es vor dem Zuschneiden auf das Lieblingskleid zu legen.

Als ich dann die Unterteile für vorne und hinten zuschnitt, wurde der Stoff knapp. Kein Wunder, ich hatte ihn für eine Tunika gekauft. Merke, für ein Kleid brauche ich eine Rocklänge mehr! Damit es irgendwie ging, habe ich das hintere Rockteil 4 cm schmaler gemacht und anschließend das obere Rückenteil um die gleichen 4 cm verschmälert. So fühlte es sich auch richtiger an.

Das vordere Rockteil ist jetzt nicht ganz so ausgestellt, wie geplant, aber das sieht man hoffentlich bei dem wilden Muster nicht. Außerdem wird es wohl ein ziemlich kurzes Ding werden, weil ich keine Saumzugabe geben konnte, obwohl ich eigentlich sogar geplant hatte, unten noch ein paar Zentimeter zu spendieren. Vielleicht wird es ja doch eine Tunika *g*.

Jetzt bin ich auf das Nähen der dünnen und sehr flutschigen Viskose gespannt, ich glaube, ich werde erstmal mit großem Stich "heften".

Schnittmuster vergrößern - ein Versuch



(Das ist die eine Vorderteilseite. In grau das Teil in der größten im Heft angegebenen Größe, darunter mein Pappschnitt, bretthart, weil an allen Stellen geklebt)

Puh, drei Stunden habe ich gestern abend dran gesessen. Am Schluß war ich verdammt stolz. Das Knoten-Kleid hat zwar nur 5 Teile, aber eines davon (das obere Vorderteil, das dann verknotet wird) ist der Hammer. (Siehe Bild oben) Aber ich coole Socke habe das Kleid mal eben um 2 Kleidergrößen und ca. 2 Körbchengrößen vergrößert. Hoffentlich stimmt das was ich ausgetüftelt habe. Aber wenn ich die Schnittteile anhalte, dann scheint es zu passen. Das wird dann das Kleid hoffentlich auch.

Zunächst dachte ich ganz schlicht, ich messe mal die Oberweite und dann verbreitere ich "einfach" alles um 4 cm. Pustekuchen! Nicht nur, dass dann die Schultern zu breit gewesen wären. Es hätte einfach nicht gepasst. Vielleicht hätte der Jersey einige Denkfehler ausgeglichen - aber einen großen Denkfehler auf keinen Fall!

Der entscheidende Hinweis kam von Frau Gaby (10000 Dank dafür!) : FBA (Full Bust Adjustment) also Vergrößerung der Oberweite. Vornerum ist die Frau besonders dreidimensional! Und genau da muß die zusätzliche Weite hin!

Das habe ich natürlich sofort gegoogelt und eine schlaflose Nacht darüber nachgedacht, wie das wohl gehen könnte, bei so nem Wickeldingens. Erst hatte ich, trotz der tollen Anleitung von Sew'n Sushis Sewing Secrets (auf deutsch) keine Idee, wie das bei so einem Shirt gehen könnte, aber dann malte ich das Oberteil einfach so auf, als wäre es kein Wickeldingens. Als nächstes vergrößerte ich Schulterbreite, Länge des Ausschnittes und Größe des Armloches proportional gemäß der Größenschritte auf dem Schnittmuster.  Dann probierte ich  laut Anleitung von sewnsushi, Linien einzuzeichnen, aufzuschneiden und zu verschieben.

Dabei hatte ich dann die entscheidende Erleuchtung! Ich muß nicht nur Weite zufügen, sondern auch Länge! Eine Brust ist dreidimensional! Ich hielt mir das zu kleine Schnittteil an den Oberkörper und sofort war klar, dass da auch verbreitert nie und niemals meine Brust reinpassen würde. Ich hätte die Naht, die Oberteil und Rockteil verbindet, wie bei vielen beknackten Kaufkleidern irgendwo auf der Brust gehabt, statt darunter!

Also nahm ich das alte Still-Shirt, das ich schon halb für mehrere Recyclingprojekte zerschnitten hatte zu Rat, maß dort und maß gefühlte 1000 Mal bei mir von Schulter bis unter die Brust malte das auf meinen "ist gar kein Wickelteil"-Schnitt und wußte dann, um wieviel ich die Saumlinie des Oberteils zu verschieben hätte. Cool! (Das war gar nicht so einfach, weil dieser "Packpapier-Papierwahlfisch" immer so schief lag, dass ich kaum wusste, wo unten und oben ist. Aber zum Glück gibt es die winzige Gerade "vordere Mitte", diese konnte ich parallel verschieben und hatte so die gedachte Hilfslinie an deren rechten Winkel ich wieder zerschneiden und verlängern konnte. Bei sewnsushi heißt die Linie "Linie 3") Als ich den (nun zusätzlichen) Brustabnäher zusammenklebte, so dass mein Packpapierschnitt nun dreidimensional wurde, stand ich begeistert vor dem Spiegel!

Ich fürchte allerdings, dass die Stoffteile (das "Schwänzchen am halben Vorderteil"), die geknotet werden, nun zu breit sind und deswegen zu sehr auftragen. Aber abschneiden kann ich immer noch, wenn ich kapiert habe, wie das Knoten geht.




(Rückenteil: unschwer zu erkennen: alles, was Packpapier ist, ist meine Vergrößerung. Auch die Schultern sind noch ein bißchen verbreitert, das habe ich etwas unauffälliger mit transparentem Klebeband gemacht.)

Dann veränderte ich noch die Veränderungen, die ich bereits am Rückenteil vorgenommen hatte. Ich verbreiterte die Schulter nur nach den Proportionssprüngen des Schnittmusters und legte die zusätzliche Weite parallel zu den Seitennähten. Ich war allerdings unsicher, ob ich tatsächlich soviel Weite zugeben muß, weil ich hinten ja flacher gebaut bin, als vorne. Aber das sehe ich dann, wenn ich anprobiere. Die Weite aus den Seitennähten rauszunehmen ist ja ein Kinderspiel.



Jetzt kann es natürlich sein, dass die Ärmel (die ich natürlich auch in der Weite anpasste), zu weit werden. Nun, dicke Frauen haben auch starke Arme. Ich habe die Armkugel gemäß der Weitenzulage vergrößert und das die Ärmel mit nur 1 cm Weitenzugabe zulaufen lassen. Da bin ich mal gespannt, ob das hinhaut. Die Rockteile hatte ich schon vorgestern verbreitert, aber zu guter Letzt ist mir noch der Beleg eingefallen. Der war natürlich ruckzuck neu gemacht. Dann bin ich- voller Stolz, Vorfreude und Aufregung - ohne Zuschneiden ins Bett, weil das Unbewußte daran weiter arbeiten und mögliche Fehler finden sollte. Es hat aber keine Fehler gefunden, das fleissige Unbewußte, also schneide ich jetzt zu. Puh, ist das aufregend!



(hier habe ich mit breitem transparentem Klebeband verbreitert)

Hinterher dachte ich. "Mensch, hättest erst mal mit so etwas Einfachem, wie Onion 2007 anfangen können, das Vergrößern zu üben....". Aber es kam eben anders. Wo die Liebe eben hinfällt und sie fiel eben zum Knotenkleid.

Wenn das wirklich so klappt, wenn das nun ein Schnitt wäre, der mir wirklich passt, dann wäre ich nicht nur glücklich ein wunderbares Kleid zu haben, sondern verdammt stolz auf mich. Und ich hätte verdammt viel gelernt. Passt es nicht, dann muß ich wohl noch verdammt viel weiterlernen. Aber Spaß hat es schon gemacht.

Freitag, 15. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 15

Heute hatte ich meinen langersehnten Frisörtermin. Leider dauert es bei meinem Frisör immer ein paar Tage, bis man dran ist und leider rufe ich immer erst dann an, wenn ich mich gar nicht mehr ertragen kann. Die Zwischenzeit ist hart.

Ich weiß nicht, warum, aber ich muß mich zum Frisör immer besonders cool und chic anziehen. Keine Ahnung, wie ich auf diese Idee gekommen bin, aber ich bin der festen Überzeugung, dass ich eine total mies geschnittene, trutschige Frisur bekomme, wenn ich in Jeans und T-Shirt hingehe. Dabei sitzt man die ganze Zeit unter dem Umhang! Ob es stimmt oder nicht, weiß ich nicht. Da ich nur zweimal im Jahr zum Frisör gehe, kann ich es mir nicht leisten, es zu probieren. Also trug ich heute

Es hat funktioniert! Natürlich sehe ich umwerfend aus. Jetzt Montag noch zur Pediküre, dann bin ich wieder komplett saniert. 

So und jetzt muß ich mich den Schnittänderungen widmen, denn morgen habe ich ein paar Stunden Mann-und-Kind-frei, die natürlich genutzt werden wollen. Heute Nacht hat mich das Projekt stundenlang beschäftigt und heute morgen glaubte ich milimeterkurz vor der Lösung zu stehen. Jetzt bin ich müde und bin mir da auch nicht mehr so sicher. Schaun wir mal. Ich habe noch einen "Probejersey" gefunden und alle drei möglichen Stoffe mit Stärke gewaschen. Jetzt riechen sie zwar seltsam und ich bin nicht sicher, ob es was genützt hat, aber ich bin bereit. 


Donnerstag, 14. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 14

Achdujeee, da hätte ich doch fast das Tagebuch vergessen vor lauter Schnittanpassungsgrübeln und MMM-Surferei.

Heute morgen regnete es in Strömen, als ich aufstand. Da ich aber immer noch aufsteigende Hitzewallungen, sprich erhöhte Temperatur, hatte, konnte ich mir den Regenmantel beim besten Willen nicht vorstellen, um den Kleinen in die Kita zu bringen. Lieblos wählte ich

Beim Blick in die spiegelnde Fensterscheibe des Busses, fand ich mich scheusslich. Jeans und T-Shirt gehen überhaupt nicht. Die Proportionen stimmen nicht, ich sehe aus wie ne dicke Wurst. Das T-Shirt ist zu kurz und die Jeans drückt wohl von unten. Jedenfalls sieht das gleiche T-Shirt, was über nem Rock perfekt ist, mit der Jeans schlimm aus. Ich beschloss mich damit nicht fertig zu machen, sondern es als weiteren Ansporn zur Stilsuche und zum Nähen zu sehen. Ein Kompliment zum Mantel einer Kindergartenmutti erfreute zwar ein bißchen, da ich aber immer noch ein gespaltenes Verhältnis zu dem Mantel habe, war es nicht wirklich fruchtbar. 

Zweiter Anlauf: erneutes Verlassen des Hauses, um den Kleinen wieder von der Kita abzuholen. Kein Regen, einige Grad wärmer, aber alles andere als sommerlich. Eigentlich war es egal, was ich anziehe, aber ich wollte partout nen Rock statt Jeans. Weil es schnell gehen mußte, zog ich einfach schnell noch mal das MMM-Outfit

an. Der 
  • Jeansmantel 
darüber sah absurd aus. Die Leggins schauten unten raus und der Rock stach zu sehr ins Auge. Also band ich mal wieder die geliebte
um. Und wie fühlte sich das an? Zu luftig untenrum und zu bunt für das Wetter. Hamburg versucht mir ja immer durch hohe Luftfeuchtigkeit die Strickjäckchen abzugewöhnen. Aber ich bin stärker. Zu dem Rock, der Farbe und dem, was ich dazu anziehe, muß ich mir noch was einfallen lassen. Aber das hat keine Prio. Gute Nacht!

Noch ne Frage: Schnitt vergrößern



Hallo mein Lieben. Mit dem Overlock-Problem habe ich  mich versöhnt. Es wird halt neue Messer geben und das Lehrgeld soll mir eine Lehre sein. Danke für die Antworten.

Wie schon erwähnt, ist mir der Knip-Knotenkleid-Schnitt zugeflogen und ich bin nun dabei, die Größe anzupassen. *Räusper*, ich brauch 16 cm mehr Oberweite. Ich bin laut Lehrbuch vorgegangen und habe durch Längsstreifen das Rückenteil verbreitert, stolpere nun aber über eine 4 cm längere Schulterbreite und folgenden Satz im Buch:

"Die Schulterbreite wird selten verändert werden müssen, sie wird nach der alten Schnittlinie wieder auf ihre Breite gebracht." 

Ich habe jetzt 4 cm Schulterbreite zuviel! Und die sollte weg, denn sonst stehen die Schultern über und ÜBER der Brust ist zuviel Weite.

Wie soll denn das gehen? Irgendwo müssen die Zentimeter doch hin. Entweder verschiebt sich das Armloch gen Arm und die Schulter wird eben breiter oder aber der Ausschnitt wird riesengroß. Oder muß ich den Winkel des Armloches verändern (also das Armloch "hin zum Hals kippen")?

Es gibt in dem schlauen Buch noch folgenden Hinweis:

"Der Schulterabnäher wird auf diese Weise tiefer." 
Heißt das, ich muß einen - bisher noch nicht geplanten, senkrechten Schulterabnäher machen? Das erscheint mir logisch, ist es doch ein wenig wie bei einer Prinzessnaht, die mein Problem recht gut in den Griff bekommt, wenn ich sie anpasse, also über der Brust Stoff wegzunehmen, den ich dort nicht brauche.

Was meint ihr?

Da das Vorderteil aufgrund des Knotens doch um einiges komplexer ist, sollte ich, bevor ich den Schnitt auseinander schneide ein klares Konzept haben...ne?!

edit: ooooooooohgott, ich habe eben mal durch die Jerseyvorräte gewühlt, weil ich ja Stoff für ein Probekleid BRAUCHE und habe diesen giftgrünen Viskosejersey gefunden..........achdujeee, ich will SOFORT anfangen! Aber besser wäre es wohl, dieses Stärkezeugs zu kaufen, denn der ist echt flutschig!

Mittwoch, 13. Juli 2011

Hilfe, die Overlock spinnt!




Nun zu meinem Problem mit der Overlock. Es würde mich freuen, wenn ihr Ideen oder Lösungen dazu haben, denn es wäre natürlich sehr traurig, das neue Ding jetzt schon zur (langwierigen) Reperatur zu geben. Da rächt es sich, dass ich in England bestellt habe und nicht einfach so im Nähmaschinenhaus vorbei fahren kann...

Der Tat-Hergang: Ich gestehe, ich habe eine Stecknadel übersehen. Und rummst, war ich drüber oder drauf oder so. Nix ging mehr. So genau kann ich  mich nicht erinnern. Auch nicht, wie ich den Stoff befreite - wahrscheinlich mit Zuppeln. So verärgert war ich. Ich habe die Maschine dann gleich weggepackt und bin ins Bett, schließlich war es schon spät und ich weiß, wie ungeduldig ich nachts werden kann. 

Am übernächsten Tag hatte sich das Problem leider aber noch nicht auf wundersame Weise gelöst. Zunächst sah es so wie oben aus. Nix ging mehr. Alles klemmte. Ich habe dann vorsichtig am Rad gedreht und am Stoff gezuppelt, bis ihn draußen hatte. Das sah dann so aus.





Dann habe ich noch mal versucht im 90 Grad-Winkel zur Webkante zu nähen. Aha, ich würde sagen, die Maschine näht, aber sie schneidet nicht.



Das Graue ist die Webkante. Es sieht so aus, als wäre die Webkante mit eingenäht worden, obwohl ich doch eigentlich 90 Grad dazu nähen wollte.....

Natürlich habe ich gegoogelt und in der Bedienungsanleitung gelesen. In der Bedienungsanleitung steht nicht von "Messer austauschen".

Was meint ihr?

Das ist so unglaublich traurig, denn der Schnitt des heiß ersehnten Knip-Knotenkleides ist auf wundersame Weise bei mir angekommen und ich würde zu gerne ein wenig Jersey nähen... 1000 Dank an die holländische Grenze!

MMM und MeMadeTagebuch: Tag 13



So, der letzte MMM vor der Sommerpause. Da muß ich natürlich mitmachen, auch wenn es mir die letzten Tage nicht gut ging. Gestern abend habe ich noch mit der normalen Nähmaschine das Jerseybündchen an den neuen Valeska-Rock angenäht, um etwas zu zeigen - und war ganz traurig, dass die Ovi auch mit neuen Nadeln nicht funktioniert. Ich hatte aus Versehen über eine Stecknadel genäht und jetzt denke ich, dass irgendwas mit dem Messer nicht hinhaut. Ich mache heute abend mal ein Foto davon und zeige es euch.

Dieser Valeska-Rock ist ein Schnell-Schnell-Projekt aus den Stoffvorräten, weil ich ein schnelles Erfolgserlebnis brauchte. Ich mag türkis sehr, als ich aber bei dem schwedischen Klamottenhaus ein passendes türkises T-Shirt kaufen wollte, merkte ich wie out türkis ist. Schade! Heute morgen ist es draußen noch ziemlich frisch, also ziehe ich mangels weißer Leggins, schwarze Leggings dazu an und ergänze das Strickjäckchen.

Die ganz Genauen von Euch werden merken, dass ich eine Häkelborte an den Ausschnitt des Jäckchens angefügt habe. Ich hatte eigentlich noch mehr gehäkelt, also eine breitere, gerüschtere Borte, dass passte nicht zum Stil der Jacke. Ich bin noch nicht ganz glücklich mit dem Bünchen, es müsste irgendwie elastischer sein, damit es nicht so absteht. Mal schaun, ich glaube, ich gehe da bei Gelegenheit nochmal dran und nehme weniger Maschen auf.

Zurück zum Rock:

Zusammenfassung:
Stoff: Baumwoll-Polyester-Seersucker von Alfatex , BW-Pünktchen vom Stoffmarkt, Jerseybündchen altes Still-T-Shirt von mir
genäht: Sommer 2010
Schwierigkeitsgrad: einfach
Passform: Valeska fällt nunmal breit aus. Für mich ist es am Besten, die Valeska in der größeren Größe zu nähen und am Bruch in der Mitte was wegzunehmen. Diese Valeska ist in der kleineren Größe genäht und ok, aber nicht perfekt. 
werde ich noch mal machen: klar! Ich mag den Schnitt - insbesondere wegen der Taschen (für Heuschnupfen-Geplagte, muß immer ein Taschentuch in Reichweite sein)




Der Rock ist zwar ganz hübsch geworden, allerdings sehr luftig und damit meine ich auch durchsichtig. Ich denke, ich werde da noch ein Unterröckchen aus luftigem Batist mit einer Spitzenborte drunter machen. Ich weiß nicht recht, wie diese Spitzen heißen, ich meine aber nicht etwas gewebtes oder gehäkeltes, sondern so ein Baumwollstoff, der bestickt ist und wo Löcher drin sind. 




Nach der Fotosession habe ich ein schwarzes T-Shirt angezogen und fühle mich damit wohler, obwohl es eigentlich nicht so toll zum Rock passt. Da stand der Mann dann aber schon unter der Dusche, deswegen ist es selbst am Spiegel fotografiert und schlecht retuschiert.

Mehr MMM-Sachen gibt es von hier aus zu bewundern



Und wie immer: herzlichen Dank an Catherine für die Initiative und Organisation!

Dienstag, 12. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 12

Nur noch zeitweise erhöhte Temperatur und deswegen auch nur

  • ein Nachthemdchen
durchgeschwitzt. Aber, ich habe den türkisen Rock fertig genäht (und leider damit irgendwie die Ovi geschrottet). Nunja. Ich habe schon Schöneres produziert. Aber morgen ist MMM, da muß der irgendwie an. Ick freu mir!

Montag, 11. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 11

Gestern genäht. Nach gefühlt langer Zeit mal wieder. Mir war nach Valeska, da die Stoff und Stil-Bestellung zwar in HH aber noch nciht bei mir ist, den Schrank geplündert und türkis gefunden. Rock fast fertig. Beim Annähen des Bündchens eine Stecknadel übersehen und beide Nadeln abgebrochen. Dann hatte ich keine Lust mehr.

Heute vormittag

  • Lieblingskleid.
Lieblingskind gesundend zuhause. Das ist ja fast noch schlimmer als krankes Kind. Ab Mittag hatte ich selbst Fieber, Ohrenschmerzen und Halsschmerzen, dewegen
  • Nachthemd, dicke Decke und Kuschelsocken. 

Sonntag, 10. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 10



(Bild nicht von heute)

Ich wünschte, ich könnte mal sowas schreiben wie: Heute morgen, zum Besuch in der Notfallpraxis mit Mittelohrenzündetem Kind trug ich
und heute abend, gehe ich ganz toll aus und trage.....

Leider stimmt nur ersteres. Was war genau noch mal Ausgehen?

Leider sagte die Kinderärztin auch, dass das Kind vermutlich die ganze nächste Woche nicht in den Kindergarten gehen wird. Puh, das wird nicht nur ein langweiliges MeMadeTagebuch. 

In der Tat war ich gestern etwas schlecht gelaunt; das war nicht zu übersehen. Über den Tipp mit den Rockbügeln habe ich mich aber sehr gefreut. Mann und Sohn auch, denn die lieben das schwedische Möbelhaus, Zweiterer wegen der Rutsche. 

Merke: ich mag keine weißen T-Shirts. Fragt mich nicht, warum, aber ich fühlte mich total wurstig. Ich habe diese T-Shirts in allen Farben, weil sie einfach perfekt sind (Dehnbarkeit, Länge, Größe des Ausschnittes) aus dem schwedischen Bekleidungshaus und natürlich habe ich auch diverse weiße Shirts. Im Winter sieht das ja ganz schick aus, wenn irgendwo ein weißes Shirt rausblitzt, aber im Sommer, so pur übern Rock, fühle ich mich ganz furchtbar damit. Es ist einfach nicht vorteilhaft für ne Wurst wie mich. Mit dunklen Shirts fühle ich mich definitiv wohler. 

Die dezentere Valeska war super. Dazu passen die bequemen braunen Schuhe und ich fühlte mich wesentlich besser als in dem roten Modell gestern, obwohl ich den Bund immer noch etwas unbequem finde. 


Samstag, 9. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 9

Heute vormittag waren wir einkaufen und nachmittags wie gewohnt wochenendfaul. Gemeinsam aus dem Haus gehen, ist trotz der geringen Anzahl der Personen, bei uns immer hektisch. Erst gammeln alle herum und auf einmal gibt es Hektik. Ich ziehe mich meist als Letzte an, damit nicht wieder die Zahnpasta und die Sonnencreme auf meinen Klamotten landet. Dementsprechend lieblos ist häufig meine Kleiderwahl, für solche Nebensächlichen Events wie Einkaufen. Ich trug

Für meine Laune war die Valeska zu bunt. Ich hätte lieber etwas weniger auffälliges angezogen. Mich nervt auch, dass meine Röcke immer so zerknittert sind weil ich noch keine optimale Aufbewahrungsmöglichkeit für sie habe. Vielleicht sollte ich doch so Schlaufen annähen, mit denen man sie auf Kleiderbügel hängt? Oder ich bräuchte Kleiderbügel mit so ner Art Wäscheklammer. Wo kauft man sowas? 

Das etwas zu enge Bündchen nervte mich auch, denn ich fühlte mich damit wurstig und fand es auch zu warm am Bauch - im Kontrast zu der luftigen Baumwolle. 

Meine Beschwerden zur Outfitwahl haben aber nix mit selbstgemacht oder nicht selbstgemacht zu tun. Es war einfach nur ein zu schneller Griff in den Schrank mit mäßiger Laune, ob der tollen Beschäftigung. 

Freitag, 8. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 8

Heute habe ich zum ersten mal etwas Selbstgenähtes beim Kundentermin angehabt


  • das grüne Kleid mit gehäkelter Blumenbrosche sowie türkisen "String-Tangas-für-die-Füße" (also Sandälchen)
Mir fehlt eine türkise Tasche! 

Auf dem Hinweg fühlte ich mich total unsicher mit dem Kleid. Ich kann es gar nicht genauer beschreiben. Ich hatte Angst, dass ich zu sehr schwitzen würde, wenn es heißer als 22 Grad sein würde, ich hatte Angst, dass irgendwo ein Fädchen hängt, dass ich falsch angezogen wäre. Eigentlich irrsinige Ängste, denn zumindest die ersten beiden Punkte wären kein Weltuntergang. Ich war so nervös im Vorfeld, dass ich beim Bügeln das Eisen zu heiß stellte und genau über der Brust ein merkwürdiges Muster bügelte, von dem ich hysterisch annahm, dass das Plastik geschmolzen sei. Ich glaube, der Stoff hat in der Tat etwas gelitten, aber ich vermute, dass das niemand außer mir sieht. 

Während des Termines fühlte ich mich dann aber total klasse, stylisch und gut angezogen. Das lag auch an dem Kompliment zur Begrüßung von der Kollegin. Das konnte ich aber nicht ganz annehmen, weil ich ihr zur Begrüßung auch ein Kompliment machte, was mir spontan rausrutschte, weil sie wirklich gut aussah. 

Fazit: Insgesamt fühlte ich mich mit einem Kleid sehr "angezogen". In meinem Job tragen viele Frauen Hosenanzüge und das war mir im Sommer sowieso immer schon viel zu warm. Da ich es auch nicht so konventionell mag, habe ich schon immer versucht, diese Hosenanzugs-Konvention etwas schräger oder/und weiblicher umzusetzen. Mit dem Kleid war das eine gute Sache und ich hatte das Gefühl, sehr bei mir zu sein - es muß ja auch Vorteile haben, wenn man selbständig ist, dann hat man zumindest niemand, der einem vorschreibt, was man anziehen muß. Ich weiß, dass das Kleid auffällig ist und sicherlich nicht den Geschmack aller Welt trifft. Aber das ist bei meiner Arbeit auch der Fall und jede bekommt die Kunden, die sie verdient. Insofern war das Kleid eine gute Wahl. 

Ich wünschte mir, ich hätte noch mehr Kleider, die "angezogen" aussehen, ohne dabei unbequem zu sein, oder zu "anders-mutig" oder zu übertrieben-aufdringlich weiblich. Natürlich brauche ich auch "Freizeit-Kleider", die von allem ein bißchen mehr sein dürfen. Aber ein paar "Business-Uniformen" wären schon nicht schlecht. Oder zumindest noch eine oder zwei. Ich brauche mehr Kleider!

Donnerstag, 7. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 7

Kind hat Fieber und mir geht es auch eher naja. Deswegen trage ich heute

  • Sommerkleid oder Nachthemd
Definitionsphase für dieses gekaufte Kleidungsstück ist noch nicht abgeschlossen. Jedenfalls ist es das "wenigste", was ich anziehen kann bei knapp 30 Grad in der Wohnung und den ganzen Tag (bis auf jetzt gerade, weil Mittagschlaf) fiebrigen Kind auf dem Arm. Also fühlt es sich gut an. 

Mittwoch, 6. Juli 2011

Trend

Habe ich schon mal gesagt, dass ich den MMM liebe?

Ab gesehen davon, dass ich heute schon gelernt habe, dass dünner Jersey vorher ein Stärkebad bekommt und so leichter zu nähen ist und... Mist, schon wieder vergessen, was es noch alles war, formiert sich gerade eine "üppige-Frauen-wollen-schöne-Kleider-tragen"-"Selbsthilfegruppe. Nein, Selbsthilfegruppe ist ja gar nicht war, bei so viel wohlwollender Beratung in den Kommentaren.

Ich finde das so unglaublich wunderbar, Euch bei Euren Experimenten und Kunststückchen zuzusehen und die ganzen Kommentare zu lesen. Danke!

Und ich bin wahnsinnig gespannt, was wir mit dem Trend machen. Egal, ob auf einmal alle uns folgen, aber wenn sich über die Republik verteilt immer mehr Frauen trauen, zu ihrer Weiblichkeit zu stehen und sie zu genießen, dann ist das eine wunderbare Sache!

MMM und MeMadeTagebuch: Tag 6



Lieblingsvaleska heute mal wieder ohne Quetschunterwäsche und in zerknittert

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Für alle, die es noch nicht kennen. Ich schreibe ein MeMadeTagebuch, das heißt, ich notiere jeden Tag, was ich anhabe und wie es mir damit geht. Im Gegensatz zum MMM, an dem ich bewußt etwas Selbstgemachtes anziehe, geht es mir beim MeMadeTagebuch darum, "ohne Nachzudenken" in den Kleiderschrank zu greifen, zu schauen, wie oft ich Selbstgemachtes und wie es mir damit geht.

Mehr Informationen zur MeMadeTagebuch-Aktion gibt es hier. Wer mitmachen will, trägt sich in dem dort angegebenen Mr. Linky ein. 


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Jetzt aber zum MMM.

Heute gibt es das erste Mal eine Wiederholung, aber ich finde das auch regelkonform. Heute ist mal wieder sommerliches Wetter angesagt und die Sonne scheint schon verheißungsvoll in Kombination mit einem hamburger Lüftchen. Deshalb griff ich heute Morgen mal wieder zu einem
  • Valeska-Rock, einem T-Shirt mit selbstgehäkelter Ansteckblume
und fühlte mich trotz diverser Zipperlein ganz wunderbar und hübsch. Ich mag diesen Valeska sehr, denn dadurch, dass das Material etwas fester ist, steht er so schön. Das bringt laues Lüftchen an die Beine und sieht irgendwie so angezogen aus (auch wenn er nicht gebügelt ist und das T-Shirt irrtümlicherweise vor dem Zähneputzen des Sohnes angezogen wurde und damit voller Zahnpasta ist...)

Die Zusammenfassung kopiere ich einfach mal aus der Vorstellung des Rockes beim MMM Anfang Juni.

Zusammenfassung:
Stoff: Baumwoll-Plastikmischung vom Stoffmarkt
genäht: Sommer 2010
Schwierigkeitsgrad: einfach
Passform: Valeska fällt nunmal breit aus. Für mich ist es am Besten, die Valeska in der größeren Größe zu nähen und am Bruch in der Mitte was wegzunehmen. Diese Valeska ist in der kleineren Größe genäht und ok, aber nicht perfekt. Ich habe sie mit Bund genäht, bevorzuge aber die Version mit elastischen Bündchen und überlege, den Bund nochmal abzutrennen und durch ein Bünchen zu ersetzen, weil es wesentlich bequemer ist.
werde ich noch mal machen: klar! Ich mag den Schnitt - insbesondere wegen der Taschen

Von dort habe ich auch nochmal das Detailfoto des Stoffes. 



Ich warte sehnsüchtig darauf, dass unsere Sammelbestellung von Stoff und Stil ankommt, damit ich aus diesem Stoff noch eine Valeska (und ein passendes lila T-Shirt) machen kann. Jetzt, wo ich die beiden Bilder im Vergleich sehe, merke ich erst, wie ähnlich die beiden Stoffe sind. Ich vermute aber, dass der lila Rock ganz anders aussieht, weil vermutlich der Stoff weicher fällt und das Muster größer ist. Außerdem brauche ich dringend ein schnelles Erfolgserlebnis!


Bild und Stoffquelle: Stoff und Stil Baumwolldruck Retromuster Helllila (für sagenhafte 3,95 Euro/m)

Und dann habe ich gestern beim Aufräumen endlich den zweiten Garnrollenhalter für meine Nähmaschine gefunden und bin ganz heiß darauf, meine Zwillingsnadel auszuprobieren. Ich sage euch: Jerseyprojekte kündigen sich an. Ich freu mich schon wie Bolle darauf. Als ich im Netz ein bißchen zum Thema Zwillingsnadel rumsurfte, las ich auf einmal, dass man die Zwillingsnadel für elastische Stoffe zum Säumen nimmt, weil auf der Rückseite ein Zickzackstich entsteht, wenn man einen Unterfaden aber zwei Obefäden hat. Achsooo! Ich hatte mich schon immer gefragt, wie und warum das funktioniert! Cool!

Mehr MMM-Sachen gibt es von hier aus zu bewundern


Und wie immer: herzlichen Dank an Catherine für die Initiative und Organisation!

Dienstag, 5. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 5

Ich war gestern noch beim Grillen, obwohl ich diese Grillmanie absurd finde: egal, ob die Sonne scheint, die Temperaturen über 20 Grad sind, kalendarisch der Sommer ausgerufen wurde - das Volk stürmt los, kauft täglich tonnenweise Fleisch (ohne darüber nachzudenken, dass Tiere dafür gestorben sind und die Pupse das Klima kaputt machen) und kann gar nicht mehr anders als zu grillen. Ich esse Fleisch, aber nur selten und nur teures Biofleisch. Ich kann nur eben dieses zwanghafte Grillen nicht verstehen. Ab gesehen davon, dass ich ungerne auf Decken sitze statt auf Stühlen und es bei den gestrigen Temperaturen in einer ordentlichen Kneipe, in die ich ein hübsches Kleidchen hätte ausführen können, angenehmer gefunden hätte.

Aber ich bin doch hin und es tat mir gut. Es tat mir gut "meine Jungs" wieder zu sehen und ich habe sogar Fleisch und Wurst gegessen, ohne allzulange Vorträge zu halten. (Ich habe das Buch von Karin Duve gelesen....)

waren praktisch, wenn auch nicht warm genug. Eine Frau kam mit Winterjacke - das gibts auch nur in Hamburg. Aber sie hat bestimmt als einzige nicht gefroren. Meine Klamotten liegen jetzt auf dem Balkon, denn sie stinken wie Hulle - noch ein Argument gegen Grillen.

Heute morgen mußte es wieder schnell gehen und die Stimmung war etwa angespannt. Also zog ich, ohne groß darüber nachzudenken
Die zwei Stunden, ich beim Arzt im Wartezimmer saß, verfluchte ich das kurze Ding, denn es zog an den Nierchen. Trotzdem war ich irgendwie froh, etwas Selbstgemachtes dabei zu haben. Die Zeit nutzte ich und las heftig nickend "Made by Hand - Searching for a Meaning in a Throwaway World" und jetzt überlege ich, ob ich nicht doch noch mal an das Frotteekleid ran soll, dass mich letzte Woche dann doch frustrierte, damit ich morgen etwas zum Anziehen habe.... Ich sollte! Schließlich nickte ich motiviert, als ich von den Irrtümern und Fehlversuchen las.

Für heute Mittag waren eigentlich 23 Grad angesagt und Sonnenschein. Es sieht aber verdammt nach Jeans, Turnschuhe und Regenmantel aus....

edit: Kompromiß:

  • Jeans ja, Turnschuhe auch, aber mit selbstgenähter Tunika
Bei der Tunika kann ich mir immer wahlweise einreden, dass sie warm ist, weil der Stoff innen angeraut ist oder luftig, weil es eben ein Flatterteilchen ist. Sie war für das Wetter und die Situation perfekt. 


Mehr Informationen zur MeMadeTagebuch-Aktion gibt es hier. Wer mitmachen will, trägt sich in dem dort angegebenen Mr. Linky ein. 

Montag, 4. Juli 2011

MeMadeTagebuch: Tag 4



(Das Bild ist nicht von heute, von Sonne können wir heute nur träumen)

Ich wusste doch, dass sich etwas - alleine durch die Selbstverpflichtung, es aufzuschreiben, ändert: Ich denke mehr über mein Outfit nach!

Zugegeben, das würde ich auch, wenn ich "richtig arbeiten" gehen würde, aber mein Leben als Homeoffice-Teilzeit-Muddi verlangt selten gutes Styling. Außer den zwei oder drei Terminen pro Woche, wo ich "normale", also nicht Muddi-Menschen treffe, ist es schnurzpiepegal, was ich trage. Also gehöre ich oft zu den belästerten Muddis, die ungeschminkt in gesunden Schuhe und Jeans das Kind in den Kindergarten bringen. Schlimm!

Jetzt geht das natürlich nicht so ohne weiteres, denn wäre es so, müsste ich euch davon berichten. Heute morgen saßen mal wieder Schickchen und Bequemchen auf meiner Schulter und rangen um meine Aufmerksamkeit. Schickchen meinte ich müsse ein Kleid anziehen mit Klickerklacker-Schuhen und Bequemichen meinte, es gäbe wichtigere Dinge, als darüber nachzudenken, was ich anziehe, Jeans und T-Shirt wären doch immer eine feine Sache. Außerdem erinnerte mich Bequemchen daran, dass ich meist nassgeschwitzt bin, bis ich endlich, viel zu spät, mit allen Sachen und dem angezogenen Kleinen das Haus verlasse und dass die Situation im Bus aussteigen mit kleinem Kind, dass immer spezielle Sitzplatzwünsche hat, Tasche mit Kindsrucksack drin (es ist mir ein Rätsel, wieso das Kind ihn nicht tragen kann), Laufrad und Helm auch komplex genug für Jeans und T-Shirt ist und nicht noch durch schicke Kleidung komplexer werden muß. Puh. Bequemchen war ganz schön überzeugend!

Trotzdem entschied ich mich für ein Kleid. Ich wählte
  • das bequeme Lieblingskleid, Leggins, Ballerinas von Nike (also quasi Turnschuhe) und den von mir genähten Jeansmantel
Das war ok. Ich denke, sowohl Bequemchen als auch Schickchen waren mit mir zufrieden. Ich glaube, ich wäre doch irgendwie zufriedener gewesen, hätte ich Klickerklacker-Schuhe angehabt, um die Wirkung von Kleid und Mantel zu verstärken. Nein, keine hohen Absätze, darin kann ich sowieso nicht mehr laufen. Aber wenigstens anständige Schuhe, die beim Laufen wenigstens ein bißchen Geräusch machen, statt wir Turnschuhe zu schleichen. 

Mit dem Jeansmantel habe ich immer noch Probleme. Ich habe immer das Gefühl, dass alle Leute auf mich mit dem Finger zeigen und auf die geschlampten Stellen hinweisen. "Schau mal, der Saum zipfelt", "Wie kann man nur mit so einer gemurksten Naht herumlaufen", "Und überhaupt, haben Sie gesehen, dass das baumelnde Futter zu kurz und schief ist". "Die traut sich was". Ich bin wirklich bescheuert - ich glaube, es sah ganz gut aus, aber es fühlte sich nach wie vor komisch an.

Aber, ich gebe zu, er trägt sich sehr angenehm. Der Regenmantel ist zwar witziger, aber eben auch extrem schwitziger, weil nahezu luftdicht. Obwohl der Jeansmantel ein Plastikfutter hat, war er heute wirklich perfekt für die Temperaturen.

Heute abend muß ich zu einem Grillfest auf die andere Seite der Alster. Ich weiß noch nicht, ob ich hingehe. Da gibts keine Parkplätze, trinken ist auch nix, wenn ich mit dem Auto fahre, mit dem Bus dauert es unendlich lange und was zieht man an, wenn Regen und 17 Grad angekündigt ist und die Menschen partout auf Decken rumsitzen und Grillen wollen. Das schreit doch förmlich nach Jeans. 


Mehr Informationen zur MeMadeTagebuch-Aktion gibt es hier. Wer mitmachen will, trägt sich in dem dort angegebenen Mr. Linky ein.