Donnerstag, 30. Juni 2011

Das bin ich!



Das ist zwar nicht das Bild, das ich im Kopf habe, aber bei der 47 sec Fotosession mit gestresstem Gatten, heute morgen, gab es leider kein besseres. Ich erzähle euch trotzdem von heute.

Ich schwebte heute durch die Stadt. In jedes Schaufenster mußte ich verliebt schauen, ein paar Sekunden stehen bleiben, mich drehen und wenden und mir zulächeln. Ich war entzückt. Und dann die Erkenntnis: das bin ich! Das bin ich, wie ich bin, wie ich sein will.

Die Erkenntnis war deswegen so spektakulär, so magisch, weil ich  mich in den letzten Jahren verloren hatte - und alle, denen ich davon erzählte, verstanden gar nicht, was ich meine. Klar, jede weiß, dass so nen Babyjahr anstrengend ist und man keine Zeit für sich selbst hat. Aber das meinte ich nicht. Ich rede nicht davon, dass ich, sagen wir mal, nicht optimal aussah und nicht liebevoll gestyled war. Es war einfach so, dass ich mich verloren hatte. Ich war nicht mehr die, die ich vorher war und das war gleichzeitig gut so und hochgradig irritierend.

Und dann kam gestern mein neues Strickjäckchen in mein Leben. Auf einmal war es da und heute gab es die passenden Temperaturen. Und dann dachte ich "Genau das ist es. So bin ich!". Es ist nicht wie bei dem grünen Kleid, das ist "so bin ich ab und zu und das ist die richtige Richtung" und es glücklicherweise auch nicht so wie bei den T-Shirts mit den Pfauen. Es ist nicht so ne halbe Sache wie bei den Valeskas, die sehr ok sind aber eben auch nur ok. Es ist genau richtig. So bin ich. Es fühlt sich gut an.

Also bin ich auf dem richtigen Weg. Natürlich brauche ich dringend noch mehr Kleider. Und so wie es heute ist, denke ich, dass es auch noch diverse Fehlgriffe bezüglich Stoff und Schnitt geben wird. Egal. Ich bin auf dem Weg.

Das, was ich heute sah, ist ein bißchen von früher und doch was neues. Es erinnert mich an Berlin in den 90ern und es ist trotzdem auch ich-in-Hamburg-im-jetzt. Es ist noch ausbaufähig, aber die Richtung stimmt.

Zur Feier des Tages habe ich mir dann dieses wundervolle Buch gegönnt, um das ich letzte Woche schon herumgeschlichen bin.



Und schwarzes, ganz dünnes Garn.



Das wunderbare Strickjäckchen bekommt noch ein i-Tüpfelchen. Das ganze Buch ist eine Häufung von Tüpfelchen und Sahnehäubchen. Für Euch noch eine willkürliche Auswahl. Ich hatte wieder nur 47 Sekundenden zum Fotografieren, diesmal war das Kind genervt. Eigentlich müsste ich alle fotografieren oder ihr müsst es euch einfach mal anschauen....





Das ist wahrscheinlich ein hochgradig wirrer Post. Aber egal. Das musste raus und aufbewahrt werden.

Mittwoch, 29. Juni 2011

MMM-Fortsetzung/Recycling-Projekt



Ich bin sehr zufrieden, obwohl es heute TK-Pizza statt gutem Mittagessen gibt. Aber dafür habe ich keine Zeit. Ich mußte nähen. Der MMM, insbesondere das Jäckchen von Frau Nähnädelchen, hat mich so inspiriert, dass ich die Schere zückte, die Overlock auf schwarz umfädelte und in wenigen Minuten ein bezauberndes neues Kleidungsstück zauberte.



Schon lange nervte mich diese Jacke. Ich mag Viskose, ich mag Strickjäckchen - aber diese nicht. Ich kaufte sie als Ersatz für eine heiß geliebte aussortierte schwarze Viskose-Strickjacke, zweifelte vom ersten Tag an und trug sie so gut wie nie. Noch nicht mal zuhause.

Viel zu viel Stoff vornerum, unvorteilhafte Länge und keine Möglichkeit zum Schließen. Schlimm!

Also habe ich den Schalkragen abgeschnitten. Diesen in der Mitte geteilt und dann als langes Band wieder zursammen genäht. Die Schnittkanten an der Jacke veräubert. Anschließend habe ich das lange Band an die unteren Saumkanten genäht. Ursprünglich mit genauso langen Bändern links und rechts.




Nach der Anprobe gab es folgende Änderungen

  • zwei Abnäher im Taillenbereich vorne da, wo die Seitenteile überlappen
  • Schultern enger genäht (wunderbar mit der Ovi: nähen und schnippschnapp fertig)
  • die eine Seite des Bandes (an der Stelle, die ich ohnehin versaut hatte) abgeschnitten, so dass ich seitlich, statt hinten, binde.
Und das ist das Endergebnis. Ich bin sehr zufrieden!



edit: Ich gestehe, arbeiten fällt heute schwer und ich bin noch ein bißchen MMM-gesurft... und fand das bei Frau Lucy Living: eine Häkelborte am Shrug! Da hätte ich auch drauf kommen können. Der Auschnitt ist ja nach wie vor ein bißchen groß. Ich muß nachher mal schauen, ob ich noch schwarzes Garn habe und da ich gestern Nacht die Anleitung von Frau Lucy Nahtzugabe gefunden habe, wie man ne Häkelborte ansetzt (ich weiß noch wie es geht, habe es aber leider vergessen für euch zu bookmarken), dürfte das ja kein Problem sein. Hach, MMM ist toll

MMM - nackt mit Wollschal...



... dann lieber doch nicht. Weil das Frottekleid nicht fertig wurde, werde ich heute meine bisher einzige für mich genähte Tasche spazieren führen. Ich nähte sie im ersten Nähkurs, im Februar letzten Jahres. Der Nähkurs hatte den Nachteil, dass die Nählehrerin nicht ständig verfügbar war (wie eben in allen Kursen) und man oft ganz schön lange warten mußte, bis sie an einer schwierigen Stelle weiterhelfen konnte. Da ich keine richtige Anfängerin war, weil ich als Teenie ja schon ein bißchen genäht hatte, suchte ich mir ein Pausenprojekt, das ich mit dem gleichen Garn nähen konnte, um die Wartezeiten zu überbrücken. So entstand diese Tasche zwischendurch.

Der Schal ist selbstgestrickt und meterlang. Bei einer ernsthaften Präsentation an einem Winter-MMM werde ich ihn mal messen und wiegen. Das Kleid ist gekauft, aber ich habe es enger genäht und die Träger gekürzt. Ich ärgere mich, dass es so teuer war, denn für den Alltag ist die Kombination aus weit ausgeschnitten aber zu langer Rock unpraktisch und nach zwei Wäschen ergraut der schwarze Stoff schon. Ich sollte Kleider nähen!



An den spackigen Schlaufen der Tasche sieht man, dass sie wirklich oft benutzt wird. Ich trau mich nicht recht, sie zu waschen, weil der rote Blumenstoff bei der schnellen Handwäsche vor dem nähen so fürchterlich ausblutete. Das ist ein Mist, denn ich mag die Kätzchen so gerne. Beide Stoffe sind von Frau Tulpe und den einfachen und einfach praktischen Taschenschnitt gibt es bei Frau Gretelies. 

Mehr Me-Made-Outfits findet ihr hier



Und wie immer ganz herzlichen Dank an Catherine für die Initiative und die Organisation!

Weil das jetzt nicht so ein wahnsinnig interessantes MMM-Projekt ist, will ich - auch zum Dank für Eure Hilfe in den letzten Wochen - noch ein wenig "liefern", was ich über das Nähen hinaus kann, nachdenken über das Nähen, und euch daran teilhaben zu lassen.

Der MMM ist für mich derzeit ganz fest mit dem Wort Pause verbunden. Catherines vorgeschlagene Sommerfrische, meine derzeitige Konzentration auf die Anliegen meiner Familie und damit nichts Fertiges zum Zeigen. Ich merke aber, wie es mir schwer fällt, eine Pause zu machen. Zu sehr mag ich diese bunte Welle an Besuchen und Gegenbesuchen, die der MMM wöchentlich auslöst. Aber warum ist mir der MMM so ans Herz gewachsen, warum fühlt er sich so wichtig an?

Eigentlich brauche ich den MMM gar nicht, denn mittlerweile trage ich sehr häufig Selbstgenähtes. Ich bin einfach ein im-Sommer-trägt-man-Röckchen-Typ und deswegen habe ich eigentlich bei 18 Grad aufwärts nur noch T-Shirt und Röckchen an. Unter 18 Grad schlupfe ich in Jeans mit irgendwas obendrüber. Deswegen ist seit letztem Sommer bei warmen Temperaturen eigentlich zu 80 Prozent Me-Made angesagt. Ich habe 3 Sommer-Valeska-Röcke, 2 etwas wärmere Langeneß-Röcke und dann das perfekte 18 -22 Grad-Kleid. Morgens, wenn es kühler ist, dann ziehe ich das Recycling-Ding von letzter Woche über und wenn es regnet, trage ich den Regenmantel. Einzig ein 30-Grad-Kleid fehlt noch. Da behelfe ich mich mit Kaufkleidcrn.

Wozu also einen MMM, wenn ich an den meisten Tagen sowieso Me-Made trage? Dazu fallen mir zwei Antworten ein - auf Eure Antworten, wäre ich aber auch gespannt, obwohl ich schon viele bei Catherines Pausenankündigung gelesen habe.


  1. Sommer ist einfach. Sobald aber das herbstliche Schmuddelwetter kommt, werde ich wieder in Versuchung kommen (dauernd) Jeans zu tragen. Das muß nicht sein! Das soll nicht sein! Also brauche ich herbstliche Klamotten, die mich bei meiner Stilsuche unterstützen. Die Kleiderexperimente werden weitergehen und wenn schon Jeans, dann zumindest mit neuen Tuniken oder Blusen (mein noch ganz am Horizont verschwommenes neues Wunschprojekt). Wenn ich richtig gut bin, dann schaffe ich tatsächlich meinen Wunschwintermantel. Dann bin ich sowieso jeden Tag MMM.
  2. Ich freue mich, Euch zu sehen! Auch wenn ich nur in einem Bruchteil der Blogs kommentiere und dann auch oftmals nur langweilig zu lesende Bewunderung, so komme ich bei allen mindestens einmal, oft sogar mehrmals vorbei, lese ganz genau, was ihr schreibt, surfe durch Eure Blogs und schaue mir die Bilder an. Das ist so wunderbar. Das ist, wie im Café sitzen und die wunderschönen Frauen gehen nicht nur vorbei, sondern setzen sich kurz zu mir und erzählen wir etwas von sich und ihren Projekten. Ich sauge diese Inspiration in mir auf und beobachte, wie sie Woche für Woche wirkt. Wenn ich dann Bus fahre und durch Hamburg eile, merke ich, wieviel textile Langeweile mich umgibt. Natürlich achte ich mittlerweile auch bei Kaufklamotten an anderen Leuten auf Stoffe, Schnitte und Verarbeitung, aber es ist viel viel Hässliches, Langweiliges, Austauschbares und Liebloses unterwegs zu beobachten. Aber nicht bei Euch! Alles, das Besondere, aber auch jedes liebevoll genähte, heiß ersehnte und vorgestellte Basic inspiriert mich!
Manchmal, wenn Quatsch in der Glotze kommt, ich zu müde zum Nähen bin oder mir mal wieder schlaflos die Nacht um die Ohren haue, gönne ich es mir, ein ganzes, beim MMM entdecktes, Blog zu lesen. Dann surfe ich von vorne nach hinten und bestaune die Vielfalt und vor allem die Eure Entwicklung, stilistisch und das Können. Das ist so bezaubernd und macht so viel Mut! 

Ich danke euch ganz herzlich dafür, dass es den MMM mit Euch gibt! Und ok, ihr habt Recht. Ich brauche auch eine Pause, damit es frisch und frei wieder herbstlich losgehen kann.

edit: Dieser MMM! Es hat mich nicht losgelassen, was ich ganz schnell ersurfte, statt geduldig auf heute Abend zu warten und brav zu arbeiten. Es kribbelte in den Fingern, die Ovi wurde aufgebaut und ... schaut selbst.

Dienstag, 28. Juni 2011

Das Leben ist schön



Manchmal habe ich nen Flow bei der Arbeit, dann gönne ich mir ein Nähpäuschen. Homeoffice muß ja auch Vorteile haben. Ein Homeoffice auf dem Balkon ist einfach traumhaft! Und da mir der beste aller Ehemänner gestern eine wirklich lange Verlängerungsschnur spendiert hat, kann ich sogar die Maschine mit auf den Balkon nehmen.


Heute, bei so schönem Wetter, guten Nachrichten und einem knappen Stündchen Freizeit, kann mir wirklich nix querkommen. Noch nicht mal der falsch eingenähte Reißverschluß. Trotz erneutem Schlafmangel kann ich darüber lachen - vor allen Dingen mit der Aussicht, morgen nackt-mit-Wollschal zum MMM zu erscheinen. Egal, jetzt noch ne Runde auf dem Balkon ernsthafte Dinge weiterarbeiten und anschließend in den Park mit dem Kleinen plantschen gehen. So lässt es sich leben!





Gute Nachrichten? In meinen Antworten in den Kommentaren hatte ich es angedeutet. Tatsächlich gelangen auf wundersame Weise sowohl Onion 2012 als auch der Knip-Knotenkleidschnitt in mein Leben. Ich könnte jubeln und tanzen! Sicherlich hätte ich auch ohne die beiden Schnitte weiterleben können, aber was mich so glücklich macht ist die Hilfsbereitschaft über das Internet. Ich liebe das WWW schon seit 1994 und habe in den vielen Jahren schon viele wunderbare Menschen über das Internet kennengelernt. Aber genau wie im richtigen Leben, erstaunt und entzückt es mich sehr, wenn Menschen einfach nett sind.  Ich weiß gar nicht, wie ich dafür "Danke" sagen, oder mich revanchieren kann. Ich wiederhole mich gerne: ich freue mich sehrsehr über Eure Hilfe und Kommentare und irgendwie wird es einen universellen Ausgleich geben!

Heute morgen kam übrigens schon Mail von Onion auf meine Frage, ob es 2012 nicht doch noch irgendwo gibt, die will ich euch nicht vorenthalten. Wenn der dänische Onlineshop antwortet, dass man den Schnitt dort auch nach Deutschland bestellen kann, sage ich bescheid.

Hello Meike

Thanks for your mail, but sorry, we do not have any more samples from this pattern.

If you want to investigate, please look at our home-page for the danish shops - you is free to call them to ask - especially the shops in small places could be the best opportunity.

Best regards

Montag, 27. Juni 2011

Me-Made gar nicht so einfach




Der ist natürlich nicht für mich. Da in Hamburg der Sommer angekommen ist und das Kind nach wie vor keine Decke möchte, habe ich gestern "schnell" einen riesigen Schlafsack gezaubert. Hübsch anzusehen, mit dem ollen, oft gewaschenen grünen Vichy, den ich mal auf dem Flohmarkt kaufte und dem grauen Punktejersey (ich weiß auch nicht, wieso der auf dem Bild blau aussieht) sowie den amerikanischen Shabby-Baggern. Ich habe ihn als Wendeschlafsack genäht (und das Wenden bereitete mir diverse graue Haare...) mit ner Applikation auch auf der Vichyseite, damit das Kind sich entscheiden kann, ob es auf kühler Baumwolle oder kuscheligem Jersey liegen kann. Aber ich mag keine Kam Snaps. Abgesehen davon, dass ich jeden zweiten schrotte, ist schon der erste Snap ausgerissen. Ich weiß, ich hätte ne Verstärkungslage an der Knopfleiste machen sollen, aber jetzt isses zu spät. Rettungsvorschläge? Mir fällt nur Klettband ein.

Und was hat das mit Me-Made zu tun? Na, mein wertvoller Nähsonntagabend ist für den Schlafsack statt für das Frotteekleid draufgegangen. Ich war ja optimistisch gewesen, als ich bei Catherine vom 30-Minuten-Schlafsack las. Zu optimistisch. Jetzt kann ich nur hoffen, dass das Frotteekleid und ich morgen abend Erfolge erzielen und nicht wieder unbekannte Gefahren lauern, die die Fertigstellung verzögern. Sonst gibts nen nackten MMM oder ich muß den Strickschal anziehen, den ich euch im Winter nicht zeigte....

Heute abend bin ich zu k.o. zum nähen. Ich habe nen fiesen Sonnenbrand und derzeit kann ich einfach nicht einschlafen und geistere bis 2 Uhr nachts durch die Wohnung. Das hatte ich letztes Jahr auch schon mal wochenlang. Leider habe ich vergessen wie und warum es irgendwann vorbei war und ich wieder schlafen konnte. Sollte das heute wieder so sein, hole ich vielleicht doch noch mal die Nähmaschine raus. Jetzt genieße ich gerade die Abendstimmung auf dem Balkon.

Und dann bin ich etwas deprimiert über Onion 2012. Den gibts wirklich nicht im deutschen Internet. Ich habe ihn in einem Onlineshop in Dänemark gefunden und denen auf englisch gemailt, ob sie auch nach Deutschland versenden. Mal schauen, ob es da Antwort gibt. Durch den dänischen Webshop steige ich nicht durch.

Ach und falls sich jemand fragt, was aus dem Knip-Sommerkleid-Projekt geworden ist. Das Probeoberteil ist ein Desaster. Die aufspringenden Falten sind alles andere als Vorteilhaft für mich. Schade!

Sonntag, 26. Juni 2011

Ach herrjeee - besser ihr entscheidet!



Das macht mich völlig fertig. Erst finde ich gar nix und dann alles auf einmal! Ich brauche Eure Hilfe, denn ich bin in Entscheidungshemmung verfallen. Und ihr kennt das ja sicherlich. Frau braucht Pläne! Immerhin ist das Frotteekleid schon fast fertig (jaja, das sage ich immer...)

Also, ich habe ein Lieblingskleid. Siehe oben. Dieses habe ich aus einem Schwanger-Laden am Prenzlberg vor 4 Jahren, also während meiner Schwangerschaft, gekauft. Es ist herrlich! Es gleichermaßen ein Zuhause-Rumlümmel-Kleid als auch ein Ich-geh-schwanger-auf-eine-Hochzeit-Kleid (da gibt es leider kein Bild davon, aber es sah heiß aus, mit Gürtel zwischen Brust und Bauch und roten Schuhen.) Zuerst fremdelte ich mit dem Kleid, weil mir die Gummibänder an den Handgelenken komisch vorkamen. Damals nähte ich nicht, also ging ich zu einem türkischen Schneiderladen und zickzack waren die Ärmel 3/4 lang und von da an wurde es zum Liebchen. Da die Schwangerschaft schon 4 Jahre her ist, wird der Stoff langsam dünn, durchsichtig und neigt zu Löchern. Es ist ein Drama.



Und dann habe ich noch drei Jersey-Kleider (das rotweiße gibt es auch noch in schwarz) aus alten Zeiten von Hasi und Mausi, die ich auch noch etwas mag, aber nur mit Selbstbewußtsein und figurformender Unterwäsche tragen kann. Ich mag sie, aber ich finde es im Sommer zu warm und ansonsten auch eher unbequem, solche Quetsch-Badeanzüge zu tragen, die zwar eine gute Figur machen, beim Rennen aber den Busen schwabbeln lassen, die Aufenthaltszeit auf Toiletten verlängern und im Sitzen dazu auffordern, dass man nicht genußvoll essen sollte. Das Lieblingskleid hingegen ist so nachthemdig geschnitten, dass es zwar mit Quetsch besser aussieht, aber ohne Quetsch passabel ist.



Das rotweiße und das schwarze ziehe ich nur "für gut" an, weil ich mich im Alltag nicht traue. Seit dem ich nähe, denke ich, dass ich beim nächsten Anlass "für gut", mal was Anständiges brauche. Das grünweiße ziehe ich auch im Alltag an, allerdings dann obenrum was drunter und unten oft Leggins, denn mit oben-rum-was-drunter und unten rum frei, fühle ich mich untenrum nackig. Ich hatte schon überlegt, ob ich es nicht in Tunikalänge abschneide und über Jeans trage.




Seit einem Jahr streichele ich diesen Viscose-Jersey. Ich startete das Projekt noch nicht, weil ich auf die Overlock und den passenden Schnitt wartete. Die Ovi ist nun da.

Und jetzt kann ich mich nicht entscheiden.

Ein Knotenkleid wie aus der Knip aber statt auf holländisch auf dänisch (Onion 2022)?

Pro:

  • feminin
  • Schnitt auch als Tunika schick
  • hübsche Ärmel
Kontra
  • für den Alltag ein zu großer Ausschnitt. Shirt drunter finde ich, zumindest an wärmeren Tagen, doof


Oder doch lieber dieses  (Onion 2007)- wenn ich ohnehin gerade bei Onion schaue...?




Pro:

  • Das ist sozusagen die Jogginghose unter den vorgeschlagenen Kleidern
Kontra
  • Ohne Streifen im Rock sieht es aus wie ein Nachthemd
  • ist wahrscheinlich nett aus grauem Stoff (und egal, dass es dann aussieht wie ein Nachthemd) aber mein Stoff ist nicht ganz der Style - oder gerade deshalb?
Oder doch jenes (Onion 2012)? Auch schick!




Pro

  • feminin
  • Wickellösung ähnlich wie bei dem rotweißem und dem schwarzen Kleid, d.h. nur obenrum gewickelt, aber untenrum "anständig zu".
  • Die Kurz-Arm-Lösung ist für ein anderes Projekt, d.h. einen anderen Jersey, ganz reizend
Kontra:
  • Die Ärmel sind doof (Gummizug am Handgelenk)
  • Seh ich richtig und es wird unter dem Busen gebunden? Dann wäre es vielleicht nicht sooo vorteilhaft für mich, oder? Ich fürchte ich sehe dann ziemlich schwanger aus. 
Oder, damit auf Taillenhöhe gewickelt wird lieber dieses (Onion 2010)?


Pro:

  • eventuell vorteilhafter, weil Taillierung statt Empire
Kontra
  • wickeln braucht bestimmt mehr Stoff
  • Wickeldings sind nicht wirklich praktisch (im Wind oder beim Radfahren), mit dem grünweißem fühle ich mich immer etwas nackig.
  • hat auch doofe Ärmel


Oder doch das Knip-Knotenkleid? 
Hier noch mal von Frau DickesPaulinchen ganz reizend umgesetzt.



Bildquelle: Bild NICHT von mir sondern von hier: http://dickespaulinchen.blogspot.com/2011/04/me-made-mittwoch-3.html

Pro:

  • Ausschnitt scheint etwas kleiner als bei Onion
  • gute Ärmel
  • Es scheint groß auszufallen, d.h. ich müsste nicht viel vergrößern und am Schnitt rumbasteln
Kontra:
  • Heft ist online vergriffen (auf der Knipwebsite habe ich es nicht gefunden und bei dem genannten Onlineshop von Frau Liese gibt es es auch nicht mehr)



Ihr seid gefragt: Welcher Schnitt für meinen Stoff? Ich bitte um Kommentare!

Falls ich mit einem Onion-Schnitt zurecht komme (ich denke, ich muß ein bißchen vergrößern), dann könnte ich mir durchaus vorstellen, ein weiteres Schnittmuster und Jersey zu kaufen. Also ihr dürft ruhig einen zweiten Favoriten mit einem Stoffvorschlag nennen. 

Ich bin sehr gespannt auf Euere Kommentare. Wie immer!

Und nein, ich trenne das Liebchen-Kleid nicht auf und nutze es als Schnittmuster. Noch nicht. Nicht, bevor es mir vom Leib fällt. Und wenn man genau hinschaut, sind die vorgestellten Schnittmuster sicherlich vorteilhafter.

Freitag, 24. Juni 2011

Wer hat die Knipmode 2/2011


Bildquelle: Das Bild ist NICHT von mir, sondern von natürlichkreativ.blogspot.com

Hilfe, ich bin verliebt. Und das schon seit Wochen. Und dann auch noch unglücklich verliebt. Das stille Sehnen muß nun ein Ende haben. Ich bitte euch um Hilfe.

Wer hat ein Exemplar der Knipmode 2/2011 und verkauft sie mir, verrät mir, ob es sie noch irgendwo zu kaufen gibt oder kopiert mir heldinnenhaft die fünf Teile dieses Traumkleides in der größten Größe und bekommt von mir dafür irgend einen Wunsch erfüllt? 

Ich bin dem Kleid wiederholt bei Frau Neu und bei Frau natürlichkreativ begegnet und war jedes mal hingerissen. Und dann gibt es diesen Jersey, den ich soo schön finde in meinem Schrank, der immer laut ruft, dass er endlich ein Kleid werden will. Der Schnitt wäre perfekt. Ich bin einfach sicher, dass das ein Lieblingsteilchen von mir werden würde. Aber das Heft finde ich nirgends. Ob mir in den Weiten des Netzes jemand zu Hilfe kommt? Ach, das wäre zu schön!

edit: Knipmode ist auf holländisch, oder? Schaffe ich aber, oder?

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da



Ist das abgefahren! Und so eine reizende Dame! Ich brauche definitiv noch ein paar Schals, groß und flattrig genug, um sie so elegant zu schlingen. (via Katinka)

Liegt es am hamburger Wetter, in dem ich genauso fröstele, wie Katinka oder an der Tatsache, die mich bleim Bloglesen derzeit ständig irritiert: erste Herbstklamotten - dass das Thema Schal aufkommt?  Angeblich soll es nächste Woche heißheißheiß werden. Ich bin gespannt.

Und dann bin ich gespannt, wie sich das-auf-dem Weg-zum-bald-fertigen Frotteekleid tragen wird. Beim Nähen erinnert mich der Stoff eher an Nicky und ich fantasiere ein langarmiges T-Shirt darunter und denke über ein Unterkleid nach. Also doch in Herbstlaune?

Apropos. Was für einen Stoff nimmt man den für ein Unterkleid? Ich stelle mir etwas flutschiges , dehnbares (in einer heißen Farbe, jajaa) vor. Wie heißt sowas?

Wow, und wenn es wirklich über 30 Grad wird, dann werden ja heiße MMM-Outfits zu sehen sein. Ich bin sehr gespannt.

Mittwoch, 22. Juni 2011

MMM - oder heute mal Keira Knightly



Das neue "Ding" kennt ihr ja schon vom letzten Donnerstag. Dank Eurer netten Kommentare bin ich losgezogen und habe ein reizendes gestreiftes Bändchen gekauft und trage "das Ding" nun wirklich gerne. Die Erfinderin dieses Recycling-Projektes (Shrug aus altem T-Shirt) begeisterte sich in einer Ausstellung über ein Kleidungsstück, dass sie an Keira Knightly in Stolz und Vorurteil erinnerte, schnappte sich ein altes Shirt, bastelte das Shrug und verrät uns die wie es geht. Ha, da wollte ich natürlich auch mal Keira Knightly sein. : - )



Stoff: olles T-Shirt
Schnitt: Anleitung von hier
Schwierigkeitsgrad: supereinfach und superschnell. Projektdauer ca. 15 Minuten
Passform: ein bißchen zuppelig, weil eben nicht gekräuselt sondern nur mit Tunnelzug. Außerdem würde ich beim nächsten Shirt, dass ich nicht trage, weil es ein wenig figurnah und zu kurz ist, statt eines Tunnelzuges einen Jerseystreifen als Tunnelzug rundum anbringen, um etwas mehr Freiheit zu bekommen.
Werde ich nochmal machen: tendenziell ja. Ich brauche noch eine Strickjacke. Allerdings halte ich vorher noch die Augen offen, welche Recycling-Anleitungen es noch für Pullover-in-Jacke gibt. Wenn ihr welche kennt, freue ich mich über Links!

Ich würde soo gerne die unendlich vielen schnellen Shrugs sehen, die ihr in 15 Minuten gezaubert habt!

Mehr MMM-Outfits findet ihr hier



Und wie immer ganz herzlichen Dank an Catherine für die Initiative und die Organisation!

********************************************

Für alle MMM-BesucherInnen, die das letzte Post nicht gesehen haben: es gibt jetzt hier eine Extra-Seite mit kostenlosen Anleitungen (rechts oben), die ich mit fleissigem Surfen, im Laufe des letzten Jahres gesammelt habe. Kleider und Schnickeldi für Erwachsene und Kinder.


********************************************



Heute ist übrigens der "Tag des Frotteekleides" - zumindest bei mir. Aber die Idee ist nicht schlecht, ich hätte nichts gegen einen Internationalen Tag des Frotteekleides. Ich hatte tagelang eine Zuschneidehemmung, dabei streichele ich schon seit zwei Wochen begeistert den froschgrünen Frottee. Irgendwie war das Projekt im Kopf noch nicht fertig. Ich dachte zuerst an eine verlängerte Svea, also mit Teilungsnähten, aber das passte nicht mit dem Bild in meinem Kopf zusammen, dass sich eine A-Form für mich vorstellte. A-Form ist aber bei meiner Figur eher unvorteilhaft. Gestern abend hatte ich dann die rettende Idee: Ich nehme den Burda-Schnitt vom grünen Kleid und die Ideen vom Regenmantel! Ja, so mache ich es und bin schon sehr gespannt, was ich heute abend zaubere.

Dienstag, 21. Juni 2011

122 Tutorials - Ein Geschenk für alle



Gestern habe ich zum ersten Mal etwas bei einer Blogverlosung gewonnen. Wow. Cool! Ich bin megagespannt auf das Retro-Paket von Frau Nähmarie und freue mich jetzt schon wie Bolle. Ganz herzlichen Dank!

Seit Wochen will ich auch mal etwas verlosen, aber bisher kam mir nicht recht die Idee, was der Hauptpreis sein könnte. Als "Trostpreis" bereitete ich etwas für alle zu: eine Seite voller Gratisanleitungen für dies und das, die ich in einem Jahr surfen zusammen getragen habe. Anleitungen für Kinder und Erwachsene, für Kleidung und Schnickeldi sowie Tipps und Tricks, die ich nützlich finde.

Jetzt habe ich 20 LeserInnen, das wäre ja mal ein Grund zu feiern - immerhin, selbst schuld, wenn man mit dem Blog umzieht, wenn man 50 hatte.... Aber egal, es zählt nicht die sichtbare Masse, sondern jede von Euch, die vorbei kommt, Inspiration mitnimmt (so, wie ich bei Euch) oder mir einen Kommentar schenkt. Ich freue mich wirklich sehrsehrsehr über Eure Kommentare! Also, keine Feier, das passt sowieso derzeit nicht in mein Leben, aber ich schalte jetzt einfach mal spontan, ohne großes Tamtam die Seite mit den Anleitungen frei. Einfach so. Für Euch, meine Lieben. Und wenn ich mal Zeit finde, dann sortiere ich sie noch ein bißchen besser. Jetzt erstmal viel Spaß beim Stöbern und Nachmachen! Und immer mal wieder vorbei schauen, denn es werden täglich mehr!

Montag, 20. Juni 2011

Bin ich das wirklich gewesen?



Ich habe was ganz merkwürdiges gekauft. Ein Stickset! Für einen Tischläufer! So merkwürdig, dass ich es zuhause gleich im Schrank versteckt habe. Bin ich jetzt total spießig geworden? Weder das Thema Tischläufer noch das Thema Sticken spielten bisher in meinem Leben eine Rolle.

Die Decken, die meine Oma stickte, fand ich zwar irgendwie schön und rührend, aber weder die Blümchen noch die Nikoläuse konnte ich mir in meiner Wohnung vorstellen.

Eher vorstellen kann ich mir gestickte Wörter als Rockverzierung. Also ging ich los und wollte, neben einem Reißverschluß für mein Frotteekleid (juchhu, das nächste Projekt), einfach mal nen bißchen Stickgarn kaufen und einen Stickstoff zum Üben.

Und dann sah ich diese Pakete. Eines hässlicher als das andere. Ich wühlte mich durch die Pakete, in der Hoffnung irgendetwas halbschlimmes zu finden, was man notfalls verschenken kann. Und dann sah ich dieses und fand es.... nicht schlecht....irgendwie ganz gut..... vielleicht doch nicht sooo schlecht?



Nun denn, ich häkele fleißig am Blümchenschal und da ich schon weit über 30 Blumen habe, muß ich ja bald wieder ein neues Vor-der-Glotze-Projekt haben. Ob ich allerdings genug Licht dafür habe? Und überhaupt, kann ich mich mir eigentlich nur sehr schwer mit Stickrahmen in der Hand vorstellen.

Schon komisch, aber ich habe es gekauft und im Schrank versteckt. Ich bin gespannt, wann ich es hervor hole und ob ich es zu Ende bringe. Zum Üben habe ich mir allerding noch weißes Stickgarn gekauft, um mal ein verwegenes "Ahoi" auf dunkelblauen Stoff zu sticken, denn davon habe ich noch ne Menge. Und nen Buch habe ich mir auch aus der Bücherhalle ausgeliehen. Es scheint also doch irgendwie ernst zu sein. Als die Verkäuferin allerdings sagte, dass man den fertig gekauften Faden aufribbeln muß, um dann zweifädig zu sticken, fand ich das schon sehr skurril.

Sehr merkwürdig, wo das crafteln hinführt! Gibt es noch (schlimmere) Steigerungsmöglichkeiten? Mir fallen da spontan nur die Würmer von Frau Liebe ein....

Samstag, 18. Juni 2011

Guerillia Knitting - häkeln in Hamburg

So kommts bei den Hamburgern an. Hier, sehr nett beschrieben. Schon klar, es gibt sie nicht, die Hamburger. Aber ich denke es ist schon beispielhaft.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Therapeutisches Nähen



Das brauchte ich jetzt! Heute morgen hatte ich immerzu das Gefühl "ich muß was zerschneiden, ich muß was zerschneiden, ich muß einen Pullover zerschneiden...". Da hatte ich dann doch ein wenig Angst, dass ich ein Teil für die Tonne produzieren und mich anschließend ärgern würde. Derzeit ist meine Konzentration auf andere Dinge gerichtet, was zu schlechten Nähergebnissen geradlinig führt und es ist natürlich schade, wenn man ein schönes Stöffchen versaut.

Gestern sah ich diese Anleitung für einen Recyclings-Shrug. Shrugs mag ich, hellblaue T-Shirts, die zu kurz sind, mag ich nicht. Also schnippschnapp und 15 Minuten später, kam das dabei raus. Ich würde sagen, es lohnt, dafür ein hübsches Satinband zu kaufen, oder?

Mittwoch, 15. Juni 2011

To-Read-Liste

Das sind noch zwei Posts zum Thema Overlock, die ich noch lesen will bei male pattern boldness und knit fear. Jetzt bin ich zu müde und schmökere lieber noch ein bißchen MMM.

Und diesen Galileo-Beitrag über Recycling, den ich bei mystolt gefunden habe, schaue ich mir morgen an.

Und dann wäre noch Michous Beitrag über Abnäher und Größenänderungen, der sicherlich eine ruhige Minute verdient.

Liebe statt MMM



Hier dominieren in den letzten zwei Wochen die Sorgen. Zum Nähen kam ich in der letzten Woche so gut wie gar nicht und wenn, dann produziere ich für die Tonne, weil ich nicht richtig dabei bin. Obwohl ich das pinke Shirt, letzten Samstag dringend brauchte, konnte ich das an allen Ecken nicht passende Teil einfach nicht geduldig fertig machen, weil ich so wenig bei mir bin. Dann mußte ich eben ein olles pinkes T-Shirt anziehen, mit ner ollen Strickjacke drüber und habe diese Woche nichts für den MMM.

Nicht, am MMM teilzunehmen, macht mich traurig. Es fühlt sich an, als ob einmal kneifen die Disziplin schwächt. Das erste Mal schwänzen fällt schwer aber dann schwänzt es sich leichter und schwups ist man draußen. es schmerzt besonders, weil es darum geht, "etwas für sich zu tun" und genau das kommt in den letzten Tagen zu kurz. Eigentlich sollte man genau dann, wenn man zu kurz kommt, etwas für sich tun. Aber irgendwie ist das derzeit nicht möglich.

Ich verbringe meine Tage mit Zuhören. Eigentlich ist das mein Job, aber wenn man das Zuhören beruflich macht, dann kann man anschließend auch wieder ins eigene Leben wechseln. Da ich nun meinem Mann zuhöre, kann ich das nicht, zuviel betrifft mich und uns einfach auch. Das Einzige, was dabei geht ist häkeln. Also häkele ich und häkele ich und habe schon 17 Blumen für meinen Schal fertig.

Oder ich materialisiere Liebe in Essen. Ich koche gut, geschmackvoll, gesund und reichhaltig, um Liebe und Stärke zu schenken. Und damit der Kleine nicht traurig ist, wenn er in den Kindergarten geht, während ich zuhöre, bekommt er besonders schöne Brotdosen. Vor ein paar Jahren surfte ich begeistert durch Bento-Blogs (also Menschen, die ihre Brotdosen fotografieren und darüber bloggen) und fand es schade, dass ich niemanden hatte, dem ich Liebe einpacken kann. Wie schön, dass das jetzt anders ist.



(mit dem Nudelholz platt gemachter Toast mit Salami und Margarine, Heidelbeeren, Nudeln und Kohlrabi)

Freitag, 10. Juni 2011

Erfahrungen mit der Overlock



Eine Woche wohnt sie jetzt hier, die neue Mitbewohnerin, meine Brother 4234 D, und ich kann sagen: ich mag sie.

4 Shirts habe ich genäht und ein UFO (der pinke Viskosejersey...) ist noch nicht fertig. Interessanterweise habe ich andere Schwierigkeiten, als ich im Vorfeld vermutete. Das Einfädeln ist gar nicht so schwer, wie ich dachte. Es war sehr gut, am ersten Abend, noch sehr motiviert, das Problem zu haben und dann ausführlich zu üben.  Ich finde es leichter, neu einzufädeln, als Faden anzuknoten.

Letztlich habe ich zwei Probleme, für die ich sicherlich noch eine Lösung finde. Problem 1 ist nach wie vor das Vernähen. Ich habe es jetzt versucht, mit der anderen Nähmaschine zu versiegeln. Das ist letztlich doch umständlich und ne unerwünscht Extraarbeit. Mein Traum wäre es, dieses Drehen und Vernähen mal gezeigt zu bekommen, mal jemand über die Schulter zu schauen. Nun gut, irgendwo werde ich es irgendwie lernen.

Problem 2 ist der Transport. Wenn ich zu meinem geliebten wöchentlichen Nähtreff gehe, muß ich nun zwei Maschinen mitnehmen. Die Overlock ist nicht wirklich dafür ausgerichtet. Die ausziehbare Fadenführung arretiert nicht unten und baumelt beim Tragen genauso wie die zu langen Fäden herum. Einen Tragegriff, der auch nach 4 Stockwerken irgendwie in der Hand liegt, gibt es leider nicht, sondern nur so einen "Freiraum", in den man reingreifen kann. Vom Parkplatz, der beim Nachhausekommen meist weit weg vom Haus liegt, über die Stockwerke bis ins traute Heim ist es nicht wirklich angenehm, das Ding irgendwo anzufassen. Ab gesehen davon, habe ich keine Ahnung, wie ich sie - mit einer Hand- im Regen transportieren könnte. Ob das dünne Häubchen dicht ist? Ich brauche eine Kiste mit Griff!

Vorläufiges Fazit. Die Sachen sehen innen schick aus und die Maschine näht schön flott. Ich freue mich schon darauf eine Svea aus Jersey zu nähen, denn da waren diese endlosen Bahnen echt öde zu versäubern und zu nähen. Und ich glaube, dass es sinnvoll ist, eine kleine Kollektion zu nähen. Also für den nächsten Sommer T-Shirts für den Kleinen, in Serie zugeschnitten und genäht. Dann geht es bestimmt wirklich flott.

Und dann schnalle ich auch, wie so nen T-Shirt wie oben richtig geht. Das T-Shirt ist, aufgrund des reizenden Stoffes von der Glücksmarie, nett, auch wenn der Ausschnitt (auch mit den Kam Snaps) schlackert. Ich meinte es wohl zu gut mit den elastischen Stichen auf dem Jerseyschrägband. Nun ja, das nächste wird besser und der Kleine mag den grünen Affenjersey sowieso lieber.

Häkeln!



Ich konnte es nicht lassen und habe mal eben schnell ein Blümchen gehäkelt. Es ist noch etwas krumm und schief, aber das macht nix, denn ich mache es sowieso noch mal auf, denn es ist noch nicht perfekt. Ich hatte die englische Anleitung genommen, mir ein paar Notizen gemacht und ohne Bilder zur Hand und frei Schnauze nachgehäkelt. Jetzt habe ich raus, was ich noch anders machen will.

Beim recherchieren habe ich eine ganze Flickr-Gruppe für japanische Häkel-Blumen gefunden. So entzückende Sachen! Ich liebe das Internet. Mit den Flickr-Bildern und meinem Probeblümchen ist es jetzt auch klar. Häkeln!

Schade, dass man auf dem Bild nicht sieht, was für ein unglaublich leuchtendes Lila das ist!

Danke Kaeru für die Tipps zum Spannen! Ich kannte immer nur dämpfen, lerne aber sehr gerne dazu!

Stricken oder häkeln?




Ich kann nicht mehr einfach nur dasitzen und den Fernseher dudeln lassen oder zuhören. Ich kann aber auch nicht immer nebenher surfen, denn zwei halbe Sachen sind eben zwei halbe Sachen und was Aufmerksamkeit anbelangt, bin ich nicht multitaskingfähig.  Außerdem beginnt jetzt langsam die Phase, wo ich auf dem Spielplatz auf der Bank sitzen kann und nicht mehr am Rand des Sandkastens oder Hilfestellung beim Rutschen geben muß. Die Zeit kann ich nun sinnvoller nutzen. Also brauchte ich dringend ein To-go-Projekt zum Stricken oder Häkeln.

Einen lila Schal brauche ich dringend. Klar, für den lila Jeansmantel, der nur mit offenem Revers schick aussieht, aber am Hals natürlich viel Lüftchen ranlässt. Aber was für einen? Luftig soll er sein, wärmend aber nicht zu warm. Ich träumte von Seide. Meine Wolle kaufe ich in einem ganz merkwürdigen Laden, in dem es viel Wolle auf Spindeln gibt, nicht beschriftet, man kann immer nur schätzen, wieviel und was es ist. Die Ladenbesitzerin ist etwas schrullig und je nach Laune bekommt man einen netten Tip oder fühlt sich als Zumutung, dass man den Laden betreten hat. Gestern war leider Letzeres der Fall, aber nachdem ich die Seidenspindel gestreichelt hatte, mußte ich sie kaufen, auch wenn aus der Frau nicht herauszulocken war, was für ein Projekt sie mir empfiehlt oder ob die Menge reichen könnte.

Also versuchte ich ein Muster (Lacetuch Harlekin), aus dem ich mit Mohair schon Mutter- und Schwiegermutterschals als Weihnachtsgeschenk fabriziert hatte. Ich würde sagen, ungeeignet für Seide. Oder meint ihr, da kommt noch was beim bügeln? Also werde ich es wieder aufrippeln und mich an einem Blumenschal wie der von Rosa P. versuchen. Leider gibt es die Anleitung für die Blümchen nicht mehr. Kennt ihr eine geeignete Blümchenanleitung? Wenn nicht, versuche ich mir selbst was zusammenzuschustern. Oder ich probiere den noch mal? Also, den habe ich noch nicht gestrickt, aber schon lange bewundert. Mit "nochmal" meinte ich stricken statt zu häkeln. Achjeee, es dauert immer so lange, bis das Projekt Formen annimmt....

edit: habe jetzt rausgefunden, dass diese Häkel-Blumen "japanese flowers" heißen, aber so ne richtig verständliche Anleitung habe ich noch nicht gefunden. Nur zum Beispiel diese auf englisch und der G*gle-Übersetzer ist wirklich putzig. Ich versuche es trotzdem heute abend mal und bin gespannt.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Besser?



Ein kleines Suchbild zum Mitraten.

Ich mag das grüne Kleid echt gerne. Angezogen, gewaschen, ratzfatz trocken, auch ungebügelt ansehnlich (wenn auch gebügelt noch hübscher). Wenn es so um die 20 Grad hat, ist es optimal, bei etwas weniger mit Leggins auch. Eigentlich könnte ich es jeden Tag anziehen.

Aber ihr wolltet ja noch ein türkises Detail. Die "Bijumuschi-Kette" (ihr wisst schon, oder?) sah mir zu billig aus und passte nicht zu meinem "edlen" (weil selbstgemachten und stolz drauf) Fummel. Also ein Blümchen. Besser so? Ich finde es cool so.

1000 Dank für Eure tollen Kommentare gestern. Mehr dazu heute abend. Und Overlock-Berichterstattung bin ich euch ja auch noch schuldig, aber ich erwähnte es ja schon. Bei uns ist zur Zeit nix, wie es sein soll und ich komme zu nix.

Mittwoch, 8. Juni 2011

MMM



Eigentlich passt es gerade gar nicht. Bei uns geht es drunter und drüber und wir sind mit lauter doofen Dingen beschäftigt, aber manchmal bringen Routinen auch Ruhe ins Leben - oder Spaß. Und irgendwie mag ich den MMM und die damit verbundene Routine. Ich mag es, Teil eines Ganzen zu sein, das so speziell ist. Ich finde es wunderbar, Eure Werke zu sehen, euren Mut, uns etwas von Euch zu zeigen, mit Euch gemeinsam zu Lernen und zu freuen. Tagelang surfe ich zu Euren Bildern, freue mich, neue Blogs kennenzulernen und lese mit großem Interesse die Kommentare. Leider habe ich oft nicht die Ruhe, Konzentration und gute Ideen, um bei Euch zu kommentieren, aber ich schauen mir wirklich alles an! Also bin ich auch diese Woche dabei, obwohl es wirklich eigentlich überhaupt nicht passt.


Das Shirt oben ist mal wieder ein Probeshirt, schnell fotografiert und  ungezuppelt. Die neue Overlock soll ja nicht nur dazu da sein, dem Kleinen Shirts zu nähen. Bevor ich den Viskosejersey anschneide, der sich so schön anfühlt, vor dessen Glitschigkeit ich aber Respekt habe, habe ich einen Jersey aus dem Regal genommen, den ich eigentlich schon bei im Auktionshaus verkaufen wollte. Ich kaufte ihn auf dem Stoffmarkt im Rausch und dann lag er ein Jahr herum. Ich bin immer noch nicht sicher, ob das mein Stil ist - eher nicht, würde ich sagen, auch wenn ich den (für andere Frauen) Stoff hübsch finde. Trotzdem finde ich das Shirt ok, denn es hübscht eine Jeans im Alltag auf. 

Ich bin auch nicht sicher, ob ich den Schnitt wirklich mag. Die Raffung in der Mitte ist super. Figurbetont mag ich ja. Aber die Puffärmel, in Kombination mit diesem Stoff, der mir sowieso irgendwie fremd ist, sind mir irgendwie zu trutschig. Vielleicht muß ich diesen Schnitt mal in nem coolen Stoff nähen, dann kann ich vielleicht mit den Puffs leben. Ich habe einen ähnlichen Jersey (den ich noch viel mehr als Fehlkauf sehe) nach dem gleichen Schnitt in der ärmellosen Version zugeschnitten und bin gespannt auf das Ergebnis. Ärmellos ist zwar nicht wirklich vorteilhaft, aber wenn es warm ist, einfach angenehm. Da mein Viskose-Jersey pink ist und ich unbedingt am Samstag ein pinkes Oberteil brauche, bin ich nun schwer am überlegen, ob ich es morgen mit Ärmeln oder ohne Ärmel zuschneide. Soll ich vielleicht "normale" Ärmel machen? Oder sieht das doof aus, wenn an dem engen Shirt normale T-Shirt-Ärmel flattern? Oder wie wäre es mit so engen 3/4 Ärmeln? Was meint ihr?

Achso, in die Schultern hätte noch irgend ein Formband gebügelt werden sollen. Das habe ich zwar gekauft, aber ich weiß nicht, wohin ich es geräumt habe....dann wären die Ärmel vielleicht schicker.

Zusammenfassung:
Schnitt: Burda Plus FS/2011 Schnitt 420
Stoff: Stoffmarkt 2010
genäht: Juni 2011 mit der Overlock
Schwierigkeitsgrad: einfach. Was, wo, wie gekräuselt wird muß man eben genau nachlesen und nicht wie ich ein paar Zeichen beim Abpausen vergessen. Die Ärmel sind gedoppelt, aber das bekommt man auch leicht hin.
Passform: super, aber das ist bei Jersey und Raffung auch kein Problem. Den Ausschnitt finde ich zu groß, obwohl ich große Ausschnitte mag
Werde ich noch mal machen: ja, aber jetzt erstmal ohne Ärmel und eventuell mit 3/4 langen schmalen Ärmeln

Erst dachte ich, dass es eigentlich Quatsch ist, Shirts zu nähen, aber nachdem ich zwei für den Kleinen und eines für mich genäht habe, finde ich es eigentlich doch ganz gut für eben diesen "Jeans-aufhübschen-Look". Denn so gut ich Kleider finde, kostet es mich immer noch Überwindung, morgens ganz selbstverständlich in ein Kleid zu hüpfen. Wie einfach ist es doch, schnell ne Jeans anzuziehen. Aber Jeans mit Basics und bequemen Schuhen sind auch nicht das, was ich mein Leben lang tragen will.  Nen schickes Shirt ist schon ne gute Lösung für eben-mal-schnell. Ich werde also weiter Ausschau nach coolen/besonderen Jerseys halten und nach dem optimalen Schnitt suchen. 

Mehr schicke MMM-Outfits findet ihr hier:



Und wie immer herzlichen Dank an Catherine für die Initivative und die Organisation

Donnerstag, 2. Juni 2011

Erster Versuch mit der Overlock



Mein erster Abend mit der neuen Mitbewohnerin. Ich streichelte sie und suchte die kleinen Plätzchen, wo man überall Zubehör verstecken kann. Das finde ich ganz reizend. Allerdings ist es nicht zu Ende gedacht, denn es bleibt ein schnöder Plastikbeutel mit weiterem Zubehör übrig. Aber vielleicht sind das die Sachen, die man nicht so oft braucht.

Dann schaute ich brav die DVD und war entzückt. Huch, das sah ja alles so einfach aus und die Bilder waren so klar und überhaupt. Alles toll, ich war begeistert. An der Maschine sah das dann schon ein wenig anders aus. In meiner dunklen Ecke konnte ich nur mit Taschenlampe erkennen, wo wie lang man und überhaupt was für Teile. Es waren Fäden voreingezogen und ich knotete vier verschiedenfarbige Konen an. Ein Traum von einer Naht und in dem Abfalleimerchen landete ein entzückendes Häufchen Stoff mit bunten Fädchen.

Dann fiel mir ein, dass ich in der Bedienungsanleitung gelesen hatte, dass man für dehnbare Stoffe "Stich finger W" einbauen sollte. Aha, das war schnell getan. Allerdings sind irgendwie um Stich finger W" die Fäden und von da an ging gar nix mehr, weil irgendwie die Fäden nicht mehr am richtigen Ort waren. Also lernte ich Einfädeln. Mit englischer Bedienungsanweisung ging gar nix, immer wenns schwierig wurde stand da "Guide the thread down the channel an pass the thread through the threading points 5,6,7,8..." und das dazugehörige Bild war miniklein. Ich kam zwar einigermaßen souverän durch 5,6,7, und 8 aber dann wusste ich nicht wohin mit dem Faden und legte ihn so, dass er beim ersten Stich direkt abgeschnitten wurde. Wie gut, dass es die DVD gibt. Nochmal geschaut, was die nette Dame mit der Fahrstuhlmusik macht und dann ging es. Puh!

Gestern abend hatte ich frohen Mutes ein Shirt für den Kleinen zugeschnitten. Beim Stecken merkte ich schon, dass der Schnitt (eine geschwungene Raglannaht) zu schwierig für nen ersten Versuch war. Nun, vergiss den Schwung, dachte ich, dann wird es halt gerade und setzte mich an die Maschine und nähte drauf los. Eigentlich alles prima, nur das easy vernähen, wie es die Fahrstuhldame mit dem undefinierbaren Akzent gezeigt hatte, stellte sich in der Realität schwieriger dar, als gedacht. Mitnähen am Anfang geht ja gerade noch, aber am Schluß den Stoff rumdrehen und dann noch mal drüberhuschen - genau dort, wo man vorher war - es ist mir ein Rätsel, wie das gehen soll. Also beschloß ich das zu machen, was hier im Blog eine schrieb: immer mit der nächsten Naht diese Fadenreste zu vernähen. Tja und dann schnippelte ich sie jedes Mal ab. Jetzt habe ich zwar ein ganz witziges, viel zu großes, T-Shirt, aber es wird wohl nur wenige Wäschen überleben, weil es wenig gesichert ist. Schon schade.

Wie sichert ihr die Overlock-Nähte? Das kann doch nicht so schwer sein? In welcher Reihenfolge näht ihr die Teile bei einem Shirt zusammen, so dass man mit der nächsten Naht sichern kann. Und wie macht ihr den Saum unten, wenn es keine Coverlock ist? Und überhaupt, wie geht das mit dem Bündchen?

Neue Mitbewohnerin



Ist sie nicht wunderhübsch, meine 4234D?

Und das gabs auch noch dazu:



Weil wir nicht wussten, wie cool der Laden in England ist, wurden zu dem Geschenk noch 4 Farben Overlockgarn bei ebay dazu bestellt. Aber als nach sage und schreibe 3 Tagen nach der Bestellung der Maschine ein Riesenpaket aus England kam, waren wir doch überrascht. Zu der um ca. 100 Euro billigeren Maschine (im Vergleich zu deutschen Händlern), gab es noch einen Blindstichfuß, 5 Scheren und 3x4 Spulen Garn sowie zwei Packungen Nadeln. Klasse oder? Und es schadet sicherlich nix, 8x weiß und 5 weitere Farben zu haben... Der beste aller Ehemänner hat mir noch einen Schrank dazu geschenkt, damit die neue Mitbewohnerin auch Platz findet.

Ein Adapter für das deutsche Stromnetz und eine DVD mit mehreren Sprachen Anleitung war im Lieferumfang enthalten. Die Anleitung ist auf Englisch, aber das ist kein Problem, denn bei Brother kann man die deutsche Anleitung runterladen.

Das Buch ist natürlich ein Extrageschenk und nicht von den Engländern. Sieht aber auf den ersten Blick auch sehr vielversprechend aus.

Hach ich freu mich so. Hoffentlich geht der Kleine bald ins Bett, damit ich spielen kann .... : - )

Mittwoch, 1. Juni 2011

MMM



Heute ein etwas improvisierter MMM von meiner Seite. Kind ist krank und ich komme zu nichts. Natürlich auch nicht zum Nähen. Also wird der "Notfall-Valeska" gezückt, das einzige selbstgenähte Teil, was ich euch noch nicht gezeigt hatte - außer der Rumlümmelhose. Eigentlich sollte ich euch die Rumlümmelhose zeigen, denn eigentlich ist es das Kleidungsstück, dass ich am Häufigsten trage, aber es kommen so viele Leute mittwochs hier vorbei, die ich nicht gleich wieder verscheuchen will.

Ich gebe zu, das Bild ist nicht von heute, aber ich gelobe, die Kombination so anzuziehen. Die Wettervorhersage verspricht, dass es ein passendes Outfit ist. Leider habe ich mir den kleinen Fußzeh gebrochen oder arg gezerrt oder so was, jedenfalls kann ich in den dazu passenden entzückenden türkisen Riemchensandälchen ("String-Tangas-für-die Füße") nicht laufen. Das ist sooo schade!



Ich liebe den Stoff, Farben und Muster sehr, er ist zwar etwas steif und ein bißchen kratzig, aber er sieht einfach toll aus. Diese Version ist mit Bund statt mit elastischen Bündchen. Nun ja, nicht ganz so bequem, aber schick. Für die Taschen und das Bündchen habe ich den Stoff einfach von links genommen. Sieht zwar niemand außer mir, weil ich immer nen Shirt drüber habe, aber ich freue mich daran. Und Schrägband mußte natürlich sein. Ich kann einfach nicht ohne.

Zusammenfassung:
Schnitt: Valeska- Farbenmix
Stoff: Baumwoll-Plastikmischung vom Stoffmarkt
genäht: Sommer 2010
Schwierigkeitsgrad: einfach
Passform: Valeska fällt nunmal breit aus. Für mich ist es am Besten, die Valeska in der größeren Größe zu nähen und am Bruch in der Mitte was wegzunehmen. Diese Valeska ist in der kleineren Größe genäht und ok, aber nicht perfekt. Ich habe sie mit Bund genäht, bevorzuge aber die Version mit elastischen Bündchen und überlege, den Bund nochmal abzutrennen und durch ein Bünchen zu ersetzen, weil es wesentlich bequemer ist.
werde ich noch mal machen: klar! Ich mag den Schnitt - insbesondere wegen der Taschen

Für nächste Woche habe ich also nun nichts mehr zum Zeigen. Entweder wird es ein Me-Naked-Mittwoch oder ich bekomme ganz zufällig in den nächsten Tagen ne Overlock und etwas Zeit geschenkt und traue mich nach den ersten Versuchen Erwachsenenshirts zu Kindershirts zu recyclen an den ganz zufällig vorrätigen pinken Jersey.... ich geh dann mal abpausen!

Mehr MMM-Sachen gibt es von hier aus zu bewundern


Und wie immer: herzlichen Dank an Catherine für die Initiative und Organisation!