Donnerstag, 28. April 2011

Ein Geschenk



Dies ist ein Utensilo. Komisches Wort oder? Liegt vermutlich daran, dass wohl niemand so recht weiß, was das ist und wofür man es braucht. Ich dachte, es wäre genau das Richtige, für jemand, die schon alles hat und deren Geschmack so speziell ist, dass ich sowie im Stoffschrank nichts habe, was genau den Geschmack trifft.

Also habe ich einfach losgelegt. Ich liebe es, ein Projekt nach und nach entstehen zu lassen. Stoffe rauszusuchen, zusammen zu legen und zu überlegen, unter welchem "Stern" diese Zusammenstellung steht. Und trotzdem weiß ich bei so einem Projekt zu Beginn des Nähens noch nicht genau, wie das fertige Ergebnis aussehen wird.

Zuerst suchte ich das Wachstuch aus, dass meiner Laune von gestern Abend entsprach. Das Graue mit den Sternen war das Edelste, was ich vorrätig hatte - edel sollte es schon sein. Den eher rustikalen Karo fand ich als Kontrast irgendwie gut. Zunächst dachte ich, es wäre irgendwie zu männlich, also mußte noch irgendwas getüdelt werden. Irgendwie hatte ich dann das Wort "Amerika" im Kopf und als ich die Sterne sah, wußte ich, dass ich mit Sternen weitermachen würde.

Das Ergebnis finde ich ganz entzückend. So ganz anders, als das, was ich bisher genäht habe. Und als das Treffen dann beglückend war, freute ich mich, dass ich gestern abend Liebe beim Nähen manifestiert und mit Süßigkeiten befüllt hatte.

Mittwoch, 27. April 2011

Me-Made-Mittwoch



Derzeit mag ich den Valeska-Schnitt wieder sehr gerne. Seit dem das Wetter schön ist, trage ich eigentlich ständig den gleichen Rock. Allerdings nicht diesen. Meine Lieblingsvaleska, die eigentlich nur eine Probevaleska mit Stoff aus dem schwedischen Möbelhaus ist, ist jetzt mal wieder in der Wäsche. Heute ist dann eben Valeska Nr. 2 vom letzten Sommer dran.

Das ist Valeska Nummer 2 und man merkt, dass manche Dinge unter Nähbloggerinnen ansteckend sind. Ich konnte letztens Jahr, zum Beginn meiner Nähleidenschaft gar nicht anders, als Pünktchen zu nähen und zu tüdeln.



Der Rock ist so lálá eher ein Spielplatz- als ein Cafétrinken-Teilchen. Obwohl ich schon finde, dass ich als Moppel so nen Teil tragen kann - und auch sollte, bin ich nicht sicher, ob es wirklich mein Rock ist. Wisst ihr, was ich meine?

Ich mag die Kombination von rot und türkis. Auf der anderen Seite sieht man eine Applikation aus dem Frau-Tulpe-Lieblingsstöffchen, den ich auch für die Taschen verwendet habe. Die Veloursblümchen sind von irgendeinem Velousset, dass ich auf dem Farbenmix-Lagerverkauf gekauft habe und ich glaube, sie waren sozusagen "Abfall". Außerdem erkennt man an diesem Rock mal wieder leicht, dass ich schrägbandsüchtig bin.



Zu Valeska kann ich nur eines sagen. Der erste war zu groß und wurde von mir mittels einer vordern und einer rückwärtigen Mittelnaht sowie vier Abnähern angepasst und sitzt super. Valeska 2 und 3 wurden eine Nummer kleiner genäht und sitzen nicht wirklich toll. Ich sollte meinen Schnitt dementsprechend ändern und noch eine Valeska2011 nähen.

Zusammenfassung:
Schnittmuster: Valeska von Farbenmix
Stoff: Pünktchen, weiß ich nicht mehr, türkiser Blumenstoff und Bündchen von Frau Tulpe
genäht: Juli 2010
Schwierigkeitsgrad: leicht - mit und ohne Anpassungen. Man muß nur das Bündchen ordentlich dehnen.
Passform: nicht wirklich doll bei diesem Modell, siehe oben
werde ich noch mal machen: ja

Mehr Me-Made-Kunstwerke gibt es hier:




Auf Platz 13 scheine ich nen Abo zu haben... Und wie immer herzlichen Dank an Catherine für die Organisation.

Dienstag, 26. April 2011

Die Widersacherin


Bildquelle: www.Baur.de

In jedem guten Roman, wird die Heldin (das Hemdblusenkleid oder ich?) von einer Widersacherin aufgehalten. In meinem Falle ist es ein Frotteekleid. Heute morgen sah ich ein Kleidchen aus gelbem Frottee, das leider in der vorhandenen Größe an mir wie eine Wursthaut aussah, aber ich kann nicht aufhören, an das Kleidchen zu denken. Ich bin jetzt 42 Jahre alt und ich glaube, Frottekleider habe ich seit 35 Jahren nicht mehr gesehen. Das Kleidchen boomte mich in die Kindheit zurück und ich glaube, ich kann nicht ohne ein Frottekleid die nächsten warmen Tage überleben. Achjeee, du grüner Hemdblusentraum, erlaubst du mir etwas Aufschub?

Ich sehe vor meinem inneren Auge eine knallige Farbe, einen ausgestellten Schnitt ohne Ärmel und runde Taschen wie beim Regenmantel.... Oder doch einfach das Obige bestellen (das war nicht das, was ich anprobierte, sondern das schickste, was mir google lieferte) und brav die Projektliste abarbeiten? Mmmm, ich habe ja noch einen FrauTulpe-Gutschein von Weihnachten...

Morgen ist MMM, achdujeee, was ziehe ich nur an? Immerhin habe ich morgen nen Fotografen zur Hand.... Ich freu mich schon auf Eure Bilder!

Achdujeee, habt ihr die Regenmantelstoffe von ottobre gesehen? Brauchen Frauen nicht eigentlich mehrere Regenmäntel?

Montag, 25. April 2011

Neues Projekt


Bildquelle: Burda


Es gab ja Leute, die meinen Fortsetzungs-Krimi mit dem Jeansmantel mit Spannung lasen, beginnen wir also die nächste Geschichte. 


Das Hemdblusenkleid ist nun dran. Beim Abpausen ist es mir noch nicht direkt aufgefallen, aber dann beim Zuschneiden und anschließend bei der Kontrolle, ob ich alles habe. Es sind 43 Schnittteile und eine zweistellige Zahl, die mit Vliseline verstärkt werden soll. Nach dem Zuschnitt war ich erschöpft und eingeschüchtert.

Trotzdem war ich ziemlich angetan, von der alten Frau Burda, gegenüber der ich ziemliche Vorurteile hegte. Der Zuschneideplan und die Beschreibungen, was man braucht. Alles ganz schick übersichtlich.

Ich habe zwar die Nähmaschine mit "in den Ferien" (bei den Schwiegereltern), aber eine erneute schwere Erkältung inklusive des Gefühls, zu Gast zu sein, hält mich neben dem Zweifel, ob der Größe des Projektes ab mit dem Nähen zu starten. Dann fahren wir eben die Maschine und die Tüte mit zugeschnittenem Stoff wieder nach Hause. Auf der Suche nach Knöpfen habe ich "ganz zufällig", statt Knöpfen ein Schnittmuster und Jersey in pink und grün für 3 T-Shirts für mich erstanden. Schwups, nen Fuffie weg. Ganz schön teuer dieses Hobby, vor allen Dingen, wenn man Abend für Abend nicht näht. Und überhaupt Knöpfe. In 3 Läden war ich jetzt erfolglos auf der Suche. Vielleicht mache ich nen Reißverchluß, statt Knöpfe - falls ich nicht zuviel weggeschnitten habe.

Dann habe ich die Anleitung studiert. Auweia, die Anleitung für die Pattentaschen ist chinesisch! Glücklicherweise ist die Nachbarin der Schwiegereltern Schneidermeisterin, also ging ich zu ihr, hörte mir ihr Chinesisch an, versuchte mir alles zu merken und tröstete mich mit ihrem Nachsatz: "wenns nix wird, kann man immer noch Taschen aufsetzen".

Und heute abend bin ich wieder zu verschnupft zum Nähen. Schade, irgendwie.

Mittwoch, 20. April 2011

Me-Made-Mittwoch



Guten Morgen zum Me-Made-Mittwoch!

Hier ist er nun, der endlich fertige Mantel - mit mir drin, an mir dran. Heute morgen haben wir noch schnell Fotos gemacht und das war gut so, denn auf dem Rückweg vom Kindergarten war mir in dem Übergangsmantel aus lila Jeans schon wieder zu warm.

Ehrlich gesagt, mag ich ihn nicht so sehr. Ich weiß gar nicht so genau, woran es liegt. Ich glaube, es liegt am Modell, also an mir. Ich hatte ihn mir taillierter, Mary-Poppins-Artiger vorgestellt. Vielleicht sollte ich mich noch mal auf die Suche nach einem anderen Mantelschnitt machen. So recht vorteilhaft ist er nicht. Mein Mann meint, dass ein Gürtel fehlt, aber ich tue mich schwer, mit Gürteln. Vielleicht mache ich die Seitennähte noch mal auf und tailliere ihn noch ein bißchen mehr. Da das Futter nun baumelt, komme ich ja überall dran. Jetzt bringe ich mal Mut auf und zeige Euch ein unvorteilhaftes Foto, damit ihr wisst, was ich meine, wenn ich von Litfaßsäule spreche...



Er ist zu sackig und trotz 1000 Korrekturen ist es einfach nicht so perfekt, wie ich es mir gewünscht hatte. Es fehlt ein Brustabnäher...und hinten ist er auch nicht so ganz. An den Schultern könnte man noch mal was machen...

Wer noch wer Bilder sehen will, schaut in den Beiträgen weiter unten. Da geht es auch in verschiedenen Beiträgen ausführlich um den Entstehungsprozess.

Das war das Posting (Ende Februar), bei dem ich zeigte und um Rat bezüglich der "Buntheit" fragte.
Hier hatte ich Ärger mit den bezogenen Knöpfen, aber mein Mann half und THOBI besticke die Tasche. DANKE
Hier kämpfte ich mit dem Futter an die Ärmel und fand hier die Lösung dazu
Hier hatte ich Probleme mit der Passform
Hier hatte ich Probleme mit den Knopflöchern
Hier und hier hatte ich Probleme mit dem Saumstreifen und bekam in den Kommentaren tolle Hilfe!
Hier , vorgestern, ist er endlich fertig - Resumee und Learnings

Was bin ich froh, dass das verflixte Ding endlich fertig ist!




Und jetzt noch die Zusammenfassung:

Schnitt: Johanna von Farbenmix
Stoff: lila Jeans von Mahler Stoffe aus Hamburg
genäht: unzählige Abende zwischen Mitte Februar und Mitte April
Schwierigkeitsgrad: schwer für mich. Belege und Kragen sind nicht ohne und füttern auch.
Passform: so lálá. Der Regenmantel nach dem gleichen Schnitt ist toll geworden, aber irgendwie hatte ich an nen Röckchenmantel höhere Ansprüche.
werde ich nochmal machen: ich bin nicht sicher, im Moment denke ich eher nein.

Achherrje, es ist einfach kein wirkliches LIebchen geworden. Wie schade! Aber dafür wird es jetzt an Ostern schönes Wetter und ich kann Röckchen anziehen, mein Kleid nähen und von Sommerkleidern träumen.

Wer noch mehr Me-Made-Klamotten sehen möchte, klickt hier.



Und wie immer ganz herzlichen Dank an Catherine für die Organisation. Ich freu mich, auf Eure Werke!

Montag, 18. April 2011

Der Mantel ist ENDLICH fertig



Zumindest definiere ich ihn als fertig, obwohl ich die Schwachstellen kenne (Das Futter ist nun zu kurz, aarrgs). Dank der engagierten, netten und so hilfreichen Kommentare von Lucy in the Sky und frisfris habe ich mich dazu entschlossen, das Futter baumeln zu lassen. Das war dann auch DIE Lösung! Dankeschön! Vielen, vielen Dank. Den Saumstreifen hatte ich trotzdem noch mal komplett abgetrennt und neu gemacht. Die Seitennähte des Saumstreifens habe ich dann mit Stylefix geklebt und mit der Hand geheftet, so, dass die Rundung einigermaßen hinhaut. So ging es.

Heute Abend ziehe ich ihn an, wenn ich zum etsybasteln gehe. Angezogene Fotos gibts dann in den nächsten Tagen, wenn ich ne FotografIn aufgetrieben habe.



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Merke!

Ich habe mir fest vorgenommen, die Ahas und Learning (wie sagt man da noch dazu?) aufzuschreiben, denn dies ist ja "nur ein Probemantel".
  • Am allerallerwichtigsten für das nächste Mal: IM VORFELD die Mantel-LÄNGE festlegen und die Schnitteile entsprechend zuschneiden. Die Nahtzugabe sehr sehr groß machen!
  • Mir noch mal erklären lassen/nachlesen, wie das mit Belegen und Kragen geht
  • Ziernähte immer erst GAAAAANZ SPÄÄÄÄT machen
  • Zur Schnittanpassung schauen, ob die vordere Mitte und damit die Breite bis zu den Wiener Nähten stimmt und dort zugeben, die Seitenteile passten eigentlich ganz gut. Und VOR den Ziernähten die Passform anpassen
  • Futter darf unten am Saum baumeln
  • Knöpfe, wenns schwierig wird, vom liebsten Ehemann beziehen lassen
  • Knopflöcher richtig rum anbringen
  • Knopflöcher nicht spät nachts machen
  • Markierungen auf den Schnittteilen beim Übertragen auf den Stoff knipsen (mit der Schere, weil Kreide manchmal verschwindet)
Aber ansonsten würde ich das Ding, also den Johannaschnitt, schon noch mal nähen. Im Moment bin ich aber so erschöpft (von dem Projekt), dass ich mich gar nicht so recht freuen kann. Ich hoffe das kommt noch.

Donnerstag, 14. April 2011

Hamburger Deern glücklich gemacht



So, da isser, mein Emma-Peel-Regenmantel. Man muß nicht so nen irren Blick haben, wenn man ihn trägt, aber man kann *g*.

Die Passform ist nur 80%ig, denn ich hatte ihn ja schon VOR dem Nähkurs zusammengeschustert. Problem: ich hatte schon die Steppähte gemacht und als faules Mädchen habe ich nur die vorderen beiden Steppnähte wieder aufgetrennt, um die Passform zu korrigieren. Bei dem Regenmantelstoff ist Auftrennen sowieso nicht das wahre, denn einmal genäht ist gleich perforiert.

Zunächst wollte ich große weiße Knöpfe nutzen, aber der Regenmantel war etwas eng am Busen, also entschied ich mich für den Reissverschluss und nahm dann dafür an den vorderen Nähten in der Taille und oberhalb des Busens etwas weg.

Kragen und Belege sind leider immer noch nicht meine Freunde. Irgendwas habe ich da noch nicht kapiert. Es war eine furchtbare Mühe und richtig gut ist es leider nicht geworden. Dafür werde ich mir mal eine Stunde bei einer Nählehrerin gönnen oder im nächsten Kurs ein Projekt mit Kragen und Belegen machen.



Dank Stylefix wurde einiges leichter. Stylefix ist ein doppelseitiges, sehr dünnes Klebeband. Bisher konnte ich in die Begeisterungsstürme noch nicht einstimmen, aber bei dem Regenmantelstoff, bei dem Stecken so gut wie unmöglich war, weil man anschließend jedes Loch sieht, war es super, Probezukleben.

Die weißen Streifen sind Schrägband, ich hoffe, sie werden nicht zu schnell schmuddelig. Die Taschen hätte ich etwas größer machen können. Es ist ein freestyle-Entwurf und ich nahm die Teller, die mir gerade ins Auge fielen als Maß.

Ich bin gespannt, wie lange das Material hält. Ach und das "Dicht-Band", dass ich auch bei Stoff und Stil kaufte, habe ich auch noch nicht aufgebügelt. Mal schaun, wie das geht. Eigentlich wollte ich noch einen Regenhut nähen, aber nachdem ich für den Kleinen aus den Resten eine Regenhose nähte, bin ich nicht sicher, ob der Stoff noch reicht. Aber egal, der Schal passt zum Schirm und Kapuzen mag ich sowieso nicht. Schirme sind viel schicker.

Hach, ich freu mich sehr über dieses Teil. Nicht total perfekt, aber so speziell!



Schnitt: Johanna von Farbenmix
Stoff: Regenmantelstoff von Stoff und Stil
genäht: Oktober 2010, fertiggestellt April 2011
Schwierigkeitsgrad: Regenmantelstoff schneidet sich supereasy zu und vernäht sich schnell. Es muß nicht versäubert werden. Da, der Mantel ohne Futter ist, ging es fix
Passform: beim nächsten Mal bastele ich an den Ärmeln noch ein bißchen. Außerdem würde ich den Mantel länger machen. Ansonsten ist es ok.
werde ich nochmal machen: Das Schnittmuster Johanna mache ich auf jeden Fall noch mal, denn langsam kapiere ich, worauf es ankommt und ich mag ja diese Wiener nähte, die sind einfach meins.

Teaser



Ja, das ist ein Stück meines r*ttensch*rfen Regenmantels. Ich sollte wohl Sternchen machen, damit sich nicht zu viele merkwürdige Suchmaschinennutzer enttäuscht zu mir verirren.

Genauer gesagt, ist das die Tasche meines so gut wie fertigen Emma-Peel-Regenmantels. Ich hatte ihn heute morgen - im strahlenden hamburger Sonnenschein - an, fand aber niemand, den ich zu einem Foto zwingen konnte. "Fast" fertig, weil man am Kragen noch ne Steppnaht machen könnte, und nen Aufhänger dran und überall schauen, ob ich noch irgendwo geschlampt habe.

Darüber hängt ein Schal aus Frau Tulpe-Stöffchen, den ich letztes Frühjahr als erstes Me-Made-Liebchen genäht habe, um zu schauen, ob er zu dem Emma-Peel-Mantel passt. Er passt ganz hervorragend und ist nicht ungebügelt, sondern täglich getragen. Außerdem "muß" er passen, denn ich habe den passenden Regenschirm dazu und der Mantel hat keine Kapuze.

Heute nachmittag nehme ich den Mantel mit auf den Spielplatz und hoffe, ich finde Muddis, die ich zum fotografieren überreden kann. Es ist ja wieder typisch. Kaum ist der Regenmantel fertig, ist tagelang Sonnenschein angesagt.

Kletteraffenmütze



Obwohl ich es derzeit sehr mag NURNOCH für MICH zu nähen, brauchte der Kleine dringend eine passende Frühlingsmütze. Gestern gab es Kindersachenrabatt bei Dawanda und ich wollte wirklich kaufen. Allerdings fand ich zwar viele Mützen, aber keine, die zur Jacke passt und ideal gewesen wäre (Ich weiß ja schon, dass er die Gretamütze nicht mag und kenne die Vorlieben, des jungen Mannes). Außerdem dachte ich bei allen Mützen, die mir gefielen: den Stoff habe ich auch im Schrank.

Also war klar, dass Mama ran muß. Obwohl ich keine Beanies mag, kaufte ich das Schnittmuster bei nähwahna, in der Hoffnung, dass es doch irgendwie gut aussieht. Erstaunlich, hier laufen ALLE Kinder mit diesen simplen Ringelmützen rum, aber so nen Schnitt fand ich einfach nicht. Also doch nen Beanie. Es ging wirklich flott zu nähen - kann sein, dass nun alle Geburtstagskinder dieses Jahr ne Mütze bekommen.

Nun ja, ich finde angezogen sehen die Affen zwar niedlich aus, aber der Mützenschnitt erinnerte mich doch sehr an die türkische Frau mit dem Kopftuch, die neben uns im Bus stand.

Obwohl ich das Bündchen schon viel kürzer, als im Schnittmuster vorgesehen, machte, rutscht dauernd in die Augen. Heute muß der Kleine nun blind im Kindergarten spielen und heute abend mache ich sie enger und nähe noch ein Halstuchschalodersoirgendwas in Äffchen dazu.

Schnitt: Beanie von nähwahna
Äffchenstoff: Stoff und Stil
Bündchen: Frau Tulpe
Band: Farbenmix

Mittwoch, 13. April 2011

Me Made Mittwoch

"Jetzt mach schon, mir ist kalt, der Auslöser ist der große Knopf" Ich sollte etwas freundlicher zu meinen Fotografen werden, schließlich kommen sie nur zufällig zu der Ehre und wissen sowieso nicht, was sie tun. Hier: andere Kindergartenmutter, die auf dem Weg zum Kindergarten spontan verpflichtet wurde, als die Sonne herauskam. Hamburg: 8 Grad, Sturm - die Frisur sitzt nicht. Kopf ab. Aber vor der Mauer mußte ich unbedingt posieren.

Weil Euch letzte Woche die Tunika Svea so gefallen hat, heute das Jersey-Modell. Obwohl ich auch nachträglich an der Passform modellieren musste, war es doch sehr viel leichter, die Tunika aus Jersey zu nähen, denn dieser "verzeiht" und zuppelt sich schon zurecht. Eigentlich ist das eher ein Herbstmodell, mit den warmen Farben und dem schönen flanelligen Jersey, aber hier in Hamburg ist auch gerade Herbst, da passt das gut.

Schnittmuster: Svea von Farbenmix
Stoff: vom Stoffmarkt letzten Sommer
genäht: Juni 2010
Schwierigkeitsgrad: in festem Jersey definitiv einfacher als aus Baumwolle
Passform: gut, nach stecken und anpassen. Sehr bequem.
werde ich noch mal nähen: definiv ja

Wer noch mehr Me-Made-Mittwoch-Outfits sehen will klickt hier:



Ich freue mich schon auf Eure Beispiele und danke ganz herzlich Catherine für die Organisation und Initiative des MMM!

P.S. Und dann verrate ich Euch noch ein Geheimnis. Heute morgen hatte ich den fast fertigen Regenmantel an. Das war gut, denn ich muß noch ein paar Änderungen machen und habe vielleicht heute abend Zeit zum Nähen. Dann gibts vielleicht morgen schon Bilder. Das Teil wird rattenscharf!

Dienstag, 12. April 2011

Laaaangweilich...



.... gehts hier zu. Nix Neues zu sehen. Ich weiß.

Meine Nähfreundin sagte, als ich Freitag abend schon wieder den Nähtreff wegen Krankheit absagen mußte: "Entweder wirst du jetzt schleunigst gesund, dann klappt das auch mit dem Mantel. Oder du machst, verdammt noch mal den Mantel fertig, dann wird die Nase auch wieder frei." Wahrscheinlich hat sie recht, denn seit dem ich "ohhh, fast fertig" sage, bin ich krank - also seit Wochen.

Zwischendurch fotografiere ich einfach mal ein Schnittmuster, in Vorfreude, was ich als nächstes abpause. Ein kleiner Vorgeschmack? Das da - in einem sowas von unglaublichen grün. Hach, was freu ich mich da drauf.






Bildquelle: http://www.burdastyle.de/

Kommentar meines Mannes zu dem Projekt: ach, kaufst du dann auch solche Schuhe? An sowas, wie das wenig dezente Grün ist er ja schon gewöhnt. Allerdings ist das schon nen wunder Punkt. Wieso müssen Burda plus-Modelle an so dürren Frauen fotografiert werden, mit Schuhen, die wirklich nicht spielplatztauglich sind? Eigentlich ne Frechheit.

Vernünftige Mädels sollten sowieso erstmal die anderen Sachen fertig machen. Erwähnte ich schon den Regenmantel, die Fleecejacke und, dass der Sohn keine gescheite Frühjahrsmütze hat?

Hinter den Kulissen, da tut sich auch was. Ich nähe zur Zeit wenig, schreibe dafür umso mehr. Lasst Euch überraschen. Außerdem wird dieser Blog in kürze Umziehen - ich hoffe, ihr kommt dann alle mit! Habe ich schon gesagt, dass ich mich über die vielen neuen LeserInnen freue? Jawohl, ich freu mich sehr! Meine Sachen bekommen ein neues Zuhause, da probiere ich derzeit auch an virtuellen Gardinen etc. herum. Grün ist zwar hübsch, aber nen bißchen fantasievoller könnte das Layout schon sein, oder?

Und morgen ist wieder MMM - da freu ich mich drauf!

edit: in Anbetracht des hamburger Wetters (feucht!), einer netten Fristverlängerung (klasse, Dolores, danke!) und der Zufriedenheit, was ich heute geschafft habe, habe ich statt etwas gesundes zu Kochen, ne Pizza in den Ofen geschoben und am Regenmantel weitergemacht. Hach, ist das schön, zu nähen, auch wenn der Auftrenner wiedermal mein bester Freund ist.

Freitag, 8. April 2011

Schneller Erfolg



Ich brauchte ein schnelles Erfolgserlebnis. Da kam diese Rumlümmel-Hose gerade recht.

Den gestreiften Viscosejersey hatte ich noch. Ich hatte ihn vor einem Jahr gekauft, um ein Sommerkleidchen daraus zu nähen, hatte dies aber bisher noch nicht getan, weil ich vermutete, dass es zu sehr nach Nachthemd aussehen würde. Als ich im Winter nachts immer so fror, sagte mein Mann, ich solle doch nen Schlafanzug anziehen. Spinnst du, antwortete ich, Schlafanzüge sind sowas von uncool, dann können wir gleich getrennte Schlafzimmer haben.

Aber jetzt bin ich krank (Stirnhöhlen-Aua und todmüde) und freue mich sehr an meiner vorgestern Abend genähten unmöglichen Rumlümmelhose. Und wenn ich genug gelümmelt habe, dann versuche ich mich wieder an dem Mantel.

P.S. Ja, ich steige mit Rückenschmerzen und nem dicken Kopf auf einen Hocker, um mich im Flur vor dem Spiegel, der nicht bis zum Boden geht, zu fotografieren. Das ist Einsatz!

Mittwoch, 6. April 2011

Me Made Mittwoch




"Jetzt mach mal schnell nen Foto!" war vielleicht nicht das beste Briefing an meinen Fotografen. Als ich die Fotos eben anschaute, verstand ich seine Bemerkung "ich wußte gar nicht genau, was ich fotografieren sollte", die ich schnöde mit "Mann, es ist Mittwoch!" beantwortete. Etwas mehr Kommunikation wäre vielleicht sinnvoll.

Diese Tunika trage ich sehr oft, weil ich sie aus dem gleichen Stoff gleich zweimal als "Probetunika" genäht habe. Beide Modelle sind nett und haben jeweils andere Tücken. Mein Traum war es damals (vor einem Jahr) gewesen, aus dem Probestoff die "perfekte" Tunika zu nähen, diese Erkenntnisse auf den Schnitt zu übertragen und dann "für immer" den perfekten Schnitt zu haben. Die beteiligten Nählehrerinnen verstanden mein Anliegen aber nicht, steckten hier, steckten dort, so dass die Dinger nun ganz schick sind. Aber die Nählehrerinnen waren leider nicht gewillt (oder in der Lage), mir die Tricks zu verraten und diese auf den Schnitt zu übertragen. Aus diesem Grund blieb es, bis auf ein Jerseymodell, bei zwei dieser Svea-Probe-Tuniken, denn ich habe ja noch immer nicht den perfekten Schnitt.

Sehr nett finde ich es, wenn ich von Frauen auf der Straße (letzten Frühling, bei ohne-Jacken-Wetter) darauf angesprochen werde "ach, aus dem Stoff habe ich einen Vorhang, das sieht aber hübsch als Bluse aus....". Das ist mir häufiger passiert. Kein Wunder, bei der Stoffquelle!

Auf dem Foto sieht man leider nicht, dass sie wirklich gut sitzt und die "Dirndl-Figur" gut zur Geltung bringt. Außerdem mag mein kleiner Sohn sie gerne, weil er immer Vögelchen suchen kann.

Also - obwohl ein Probeteilchen, durchaus ein geliebtes Liebchen!

Schnittmuster: Svea von Farbenmix
Stoff: vom schwedischen Möbelhaus
Schwierigkeitsgrad: mmmh, eigentlich mittel, weil es werden nur 6 Bahnen aneinander genäht und dann die Ärmel dran. Aber dann braucht man jemand zum stecken, um nachträglich die Figur zu "modellieren".
Passform: siehe oben.
werde ich es nochmal nähen: definitiv "JA". Für mich sind so taillierte Dinge in der Länge einfach vorteilhaft. Außerdem mag ich es zur Jeans hübsch-und-weiblich angezogen zu sein.

Wer mehr Me-Made-Mittwoch-Outfits sehen will, klickt hier



Ich freue mich schon auf Eure Beispiele und danke ganz herzlich Catherine für die Organisation und Initiative des MMM!

Montag, 4. April 2011

Das geht gar nicht



Manchmal hoffe ich, dass sich frustrierende Dinge im Schlaf von selbst erledigen. Ich weiß, das ist total naiv, aber gestern abend konnte ich einfach nicht mehr und ohne Spiegel war das Ausmaß des Schadens ja auch nur zu erahnen.

Fakt ist: Es geht gar nicht. Es sieht nicht nur ein bißchen schlimm aus. Es sieht sehr schlimm aus. Ich muß da noch mal ran. MistMistMist.

PS. Keine Sorge, Euer Display ist nicht dreckig, sondern unser schräg stehender Spiegel. Den hätte ich natürlich entstauben können, bevor ich schnell auf den Stuhl kletterte und das iphone zückte, um mir das Desaster anzusehen.

Sonntag, 3. April 2011

Frust



Frust, statt Hochgefühl. Der Mantel ist fertig und ich bin unglücklich. Ich habe drei Abende versucht, das finale Problem zu lösen. Ich bekomme es nicht hin, jetzt mag ich nicht mehr.

Ich Hirni hatte vergessen, dass man unten mehr Nahtzugabe zuschneidet (wieso wird das eigentlich im Schnitt nicht berücksichtig?). Da ich den Johanna-Mantel in "edel" machen wollte, also nicht diese "Futter-hängt-unten-raus-Variante", habe ich am Schluß nicht mehr in die Anleitung geschaut, sondern nur noch das gemacht, was mir meine Nählehrerin schnell noch diktiert hatte, bevor der Kurs zu Ende ging. Der Mantel hatte ohne Saum eine gute Länge, also schnitt ich beherzt 4 cm ab und machte einen Saumstreifen. Natürlich hatte ich keine Ahnung, wie man einen Saumstreifen macht, aber ich dachte eine Woche darüber nach, wie es wohl gehen könnte. Ich schnitt ihn rund zu und entschied, zwei Lagen zu machen, die ich verstürzen wollte. Theoretisch alles ne gute Idee, aber praktisch haute es nicht hin.

Resultat: an zwei Stellen habe ich eine Falte. Wenn der Mantel am Boden liegt, sieht es schlimm aus. Ich kann, mangels Spiegel und der Fähigkeit, meinen Kopf einfach nach hinten zu drehen, nicht beurteilen, ob es angezogen auch so schlimm aussieht und gehe jetzt erst mal traurig ins Bett. Ich hatte den Saumstreifen unzählige Male wieder aufgetrennt, gesteckt, gesteckt, gesteckt, angenäht und wieder aufgetrennt und gesteckt und genäht und aufgetrennt. Ich kann und mag nicht mehr.