Freitag, 2. Dezember 2011

Mein Senf zu Weihnachten



Das neue kleinformat landete vor ein paar Tagen in meinem Briefkasten und ich habe es, wie immer, in einem Rutsch durchgelesen. Ich weiß gar nicht, wie man es bis auf den Spielplatz damit schaffen soll. Ganz besonders gerne "luschere" ich ja in die Wohnung anderer Leute. Super Idee, sich einfach auf Dreiecke zu spezialisieren!

Wie ihr vielleicht schon gesehen habt, habe ich die Kolumne geschrieben. Dieses Mal gab es "meinen Senf zu Weihnachten", inklusive Senfrezept. Da Kurzfassen nicht meine Stärke aber der Platz begrenzt ist, fehlen da genauere Informationen, wie das denn nun geht mit dem Senf. Das kleinformat und das Internet gehören bekanntlich zusammen, also gibt es die ausführliche Ergänzung, wie man die angegebenen Zutaten mischt und hokuspokus daraus Senf zaubert eben hier. Das Rezept habe ich aus der Brigitte Kochbuch-Edition: Weihnachten, 1. Auflage 2008

Orangen-Ingwer-Senf
80 g helle Senfkörner
20g dunkle Senfkörner
140 ml Apfelessig
100 ml Apfelwein* (Cidre)
2 Bio-Orangen
1 Stück eingelegter Ingwer (ca. 16 g)
4 EL Honig
1 Prise Salz


  • Helle und dunkle Senfkörner mischen und mit Essig und Wein in eine Glas- oder Kunststoffschlüssel geben und verühren. mindesten 24 ziehen lassen (dabei werden die Bitterstoffe im Senf zu scharfen Senfölen umgewandelt). Ich fand mehr ist mehr und ließ das Zeug 48 Stunden ziehen, lupfte alle paar Stunden das Geschirrtuch über dem Hexenkessel und rührte fasziniert in der Brühe
  • Senfkörner mit einem Stabmixer grob pürieren. Orangen heiß abspülen, trocken tupfen und die Schale abreiben.
  • Ingwer fein hacken und dabei viel Ingwer naschen, denn in einem Glas ist sowieso mehr als 16g drin, selbst wenn man gleich die dreifache Portion Senf macht. 4 TL Orangenschale (oder mehr, denn mehr ist mehr) und Honig mit dem Senf verrühren. Mit Salz abschmecken.
  • Senf in zwei heiß ausgespülte Gläser füllen und gut verschließen. Senf im Kühlschrank aufbewahren. 
Laut Rezept hält sich der Senf drei Monate im Kührlschrank. Wir fanden heraus, dass er erst nach ca. 6 Wochen sein volles Aroma entfaltet und bei den einen noch länger im Kühlschrank wohnte und dabei besser und besser wurde und bei anderen in wenigen Tagen aufgegessen war. 

Ein wunderbares Geschenk für ErzieherInnen, NachbarInnen, Verwandte, PostbotInnen und so. Ihr wisst schon. Preisgünstig, insbesondere, wenn man Marmeladengläser gesammelt hat, und super schnell gemacht. Am Längsten dauerte es, die Schleifchen hübsch zu binden.

* Ebbelwoi! Natürlich habe ich als "frankfurter Mädscher" orischinal Ebbelwoi genommen!

Kommentare:

  1. Einen weiterer Punkt auf meiner Liste "Was ich immer schonmal selber herstellen wollte" könnte ich mit Deinem schönen Rezept abarbeiten. Wir lieben Senf und das Rezept hört sich köstlich an!
    Danke!
    Grüße von
    Katja

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  2. Oh, das hört sich ja voll lecker an, muss ich mal ausprobieren. Wahrscheinlich kann man so ähnlich auch Apfelweinsenf machen, den hat eine Bekannte am Samstag superteuer in einem Touriladen am Römer erstanden.

    Ich war übrigens noch nicht in der DIY Ausstellung (die hatte ich völlig vergessen, danke für die Erinnerung...), aber dafür Samstag zwei Stunden in der Warteschleife im Museum für Angewandte Kunst, weil Töchterlein im Keramik Workshop weilte.

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  3. @Katja: Der Senf geht wirklich superschnell. 1. Schritt: alles in eine Schüssel schmeißen dauert mit Schüssel und Kram suchen ca 2 Minuten. 2. Schritt pürieren. 1 Minute. Orangen schälen, ok, 2 Minuten. 3. Schritt Ingwer naschen und Senf abschmecken - je nachdem *g*. 4. Schritt einfüllen, Aufkleber drauf Schleifchen machen. 4 Minuten. Das ist doch wirklich schnell, oder?

    @ Anja. Natürlich habe ich als "frankfurTer Mädscher" orischinal Ebbelwoi genommen! Das habe ich noch ergänzt.

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  4. Mhm, hört sich lecker an ! Und dann auch noch Ebbelwoi! Danke für das Rezept.
    Lg ela

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  5. Lecker, ich liebe Senf, muss ich mal probieren (und da ich "um die Ecke" von Frankfurt wohne, auch mit Eppelwoi, prost!).
    Herzliche Grüße
    Sabine

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  6. Vieloen dank für das rezept, muß ich auch unbedingt mal ausprobieren...Lustigerweise habe ich dei der Überschrift zu diesem post eine gelbe Klamotte erwartet....
    LG
    Wiebke

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  7. Possmann Ebbelwoi gibts auch bei uns in Hamburg. Der schmeckt zwar im Exil nicht so gut, aber für den Senf war er super. Es kann sein, dass der Senf mit Cidre etwas lieblicher wird, aber ich hatte ja auch ordentlich mit Honig abgeschmeckt, so dass er süß-scharf wurde.

    @Wiebke. Du bist ja total verweihnachtkleidet (da fällt mir ein, dass ich irgendwann auch mal an das Projekt gehen sollte...). Senf als Farbe überlasse ich leider den Brunetten. Wenn ich gelb trage, sehe ich leider immer ziemlich krank aus.

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  8. Aaaaah, ja .... ich hab Deine Kolumne gelesen und mich tierisch gefreut, weil ich Dich ja "in echt" kennengelernt habe und ich es immer höchst erfreulich finde, wenn man jemanden in einem anderen "Medium" sieht/liest, als üblich!
    Den Senf werde ich sicherlich ausprobieren, aber vermutlich erst im nächsten Jahr, denn im Moment bin ich froh, wenn ich mein Tagwerk halbwegs ordentlich schaffe ....

    Christel

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  9. Liebe Meike,

    jetzt wollte ich spontan den Senf machen und habe keinen Apfelwein. Mist. Geht da auch was anderes?

    Ich suche jetzt erstmal weitere Senfrezepte, dann muss ich deinen eben später machen.

    LG aus Leipzig

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