Samstag, 12. November 2011


Noch zwei Tage bis zum ersten Tag von Weihnachtskleid-Sew-Along. Wenn ich die Regeln richtig verstanden habe, dann muß ich mich bis Montag oder am Montag für einen Schnitt entscheiden und in der folgenden Woche dann den Stoff aussuchen.

Tja, das hieße, dass ich mir irgendeinen Schnitt aus den Weiten des Netzes, aus meiner Phantasie oder aus den hier herumliegenden Heften aussuchen würde, um dann loszulaufen und einen Stoff dazu organisieren würde.

Ist das wirklich eine gute Idee?

  1. Liegt hier ziemlich viel Stoff herum - der eine oder andere auch in den magischen 3 Metern für ein Kleid. 
  2. Kaufe ich eigentlich meist nur Stoff, für den ich bereits im Kopf ein Kleiderprojekt bzw. einen dazu passenden Schnitt habe. 
  3. Fehlt mir gerade der Wunsch nach einem Kleid, dieses drängende Bedürfnis etwas ganz besonders - über die ohnehin geplanten Projekte hinaus - zu nähen.
  4. Fehlt mir nach wie vor der Anlass, etwas wirklich Schickes zu benötigen.

Irgendwie habe ich das Gefühl, trotz netter Aktion, kein besonderes Brimborium machen zu wollen, weil doch noch einige Alltagsprojekte anstehen. Auf meiner To sew-Liste für die nächsten Wochen stehen
  • Endlich Knöpfe an den Wintemantel
  • drei zugeschnittene Nicky-Pullover sowie mindestens zwei noch nicht zugeschnittene Hosen für den Kleinen
  • ein zugeschnittenes ärmelloses Passt-Kleid, bei dem ich noch nicht weiß, wie ich es irgendwie (mit Taschen oder so) interessanter machen könnte. Das ist das Kleid, dass ich ordentlich zu arbeiten versprochen habe. Der Zuschnitt war EXTREM ordentlich. Da ich noch nicht weiß, wie das Besondere sein soll, ist das Futter auch noch nicht gewählt und zugeschnitten. 
  • ein zur Hälfte zugeschnittenes Blümchenkleid nach neuen Knip-Schnitt für große Größen
  • ein zugeschnittenes und zur Hälfte genähtes graues Kleid aus herbstlich dickerem Jersey (Onion 2007), bei dem im August irgendetwas nicht wirklich funktionierte und das dann irgendwie nie fertig werden wollte. 
  • ein winterlicher Wolljersey, der irgendwie zu einem Kleid werden will, aber mir noch nicht verraten hat, ob er ein Knotenkleid werden will oder etwas anderes. 
  • Ein Baumwoll-Strickstoff mit Löchern, der zu einem Kleid werden will, wenn mir eingefallen ist, was für ein extrem schickes Unterkleid ich dazu nähen würde, damit man den löchrigen Stoff auch als Kleid tragen kann. 
  • Zwei Strickstoffe, die gerne Wickelstrickjacken werden wollen. 
  • Zwei Wollstoffe, die gerne Winterröcke werden wollen, der eine davon will gerne eine Valeska werden. 
  • zwei Cord-Stoffe, die gerne ein Winterrock, z.B. mit Kellerfalte werden wollen. 
  • ein weiterer Wollstoff, der gerne ein Passt-Kleid werden will. 
Puh, das ist eine ordentliche Liste. Woher soll ich nur die Zeit für alles das nehmen? Vernünftig wäre es also, etwas von dieser Liste auszusuchen und in ein Weihnachtskleidprojekt umzutaufen. Was käme dafür in Frage? Drei Möglichkeiten sehe ich. 
  1. Das "ordentliche" zugeschnittene Passt-Kleid hat einen Glitzerfaden im Wollstoff und wartet noch auf Inspiration. Das könnte etwas Besonderes werden. Aber eigentlich ist es langweilig, weil schon zugeschnitten, seit Wochen geplant und gefühlt dringend benötigt.
  2. Der Woll-Jersey, der noch nicht weiß, mit welchem Schnitt er genäht werden will - dann würde ich sozusagen die Reihenfolge von Woche 1 und Woche 2 umdrehen. 
  3. Ich gönne mir noch neuen Stoff für das Darunter-Kleid unter dem schwarzen Strick der ein Kleid werden soll und definiere diese Kombination als Weihnachtsprojekt. 
Mmmmmmhhhhh. Was soll ich tun? Ich neige zu Möglichkeit 2. Was meint ihr? 

Irgendwie habe ich das Gefühl, es müsse so ein "Silvester-Fummel" sein, wie der immer in der Woche vor Weihnachten in den Frauenzeitschriften gezeigt wird. Aber da ich weder auf einer glamourösen Weihnachtsfeier eingeladen bin, noch Silvester mag, ist das wohl ne Schnapsidee. 

Kommentare:

  1. Ganz schön lange Liste....naja, ist ja nicht der letzte Winter, grins, vielleicht dauert dieser ja auch ganz lange (hoffentlich nicht..). Also, ich tendiere zu Nr. 2 oder 3. Und ich bin gespannt!
    Herzliche Grüße
    Sabine

    AntwortenLöschen
  2. Also glitzertechnisch gehe ich dieses Jahr davon aus, dass die Christbaumkugeln an den Baum und nicht darunter gehören.;-)
    Ich hatte allerdings mal eine Glitzerphase...
    Und solche Listen müssen per se lang und immer länger und unerfüllbarer sein.
    Viele Grüße
    Julia

    AntwortenLöschen
  3. Ach du lieber Gott, ich könnte problemlos so eine Liste machen mit all den Stoffen und Projekten, die hier rumfliegen. Aber weiß du was, das ist mein Hobby, das soll mir doch Spaß machen, und irgendwie habe ich noch immer irgendwann jeden Stoff vernäht.

    Also, mach einfach das woran du an Weihnachten Spaß hast und den Rest läßt du liegen für die doofen langen Tage im Januar und Februar, die noch so kalt sind dass du deine Winterstoffe locker vernähen kannst. Und wenn du für ein Weihnachtskleid keinen Nerv hast, dann gibt es das halt dieses Jahr nicht.

    Liebe Grüße von Ute

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Meike,
    Ich habe die Aktion eigentlich so verstanden, dass sich jeder ein Kleid näht, das er dann am Weihnachtsabend anziehen kann. Somit ist der Jersey doch toll. :) Dass du dich schon vorher für den Stoff entschieden hast, ist je egal. Du zeigst ihn ja noch nicht. Ich glaube, im Vordergrund sollte auf jeden Fall der Spaß stehen und der zeitliche Rahmen ist eher dafür hilfreich, dass man seinen Beitrag/ Zwischenstand an einem festgelegten Tag an einer definierten Stelle verlinken kann.
    Lieben Gruß
    Minnies

    AntwortenLöschen
  5. Tja, mir gehts ähnlich: ich mache ein seit etwa zwei Jahren mehr der weniger geplantes Kleid zum Weihnachtskleid, das ist zwar vernünftig, aber sehr toll und weihnachtlich fühlt sich das nicht an. Vor meinem inneren Auge sehe ich auch einen dieser Frauenzeitschriften-Weihnachtsfummel (mit Federboa! unbedingt mit Federboa!), aber da müsste ich ja selbst eine Party schmeißen, um eine Gelegenheit zum Tragen zu haben (und wen einladen? die sind doch alle nicht in Berlin um die Zeit!)
    Bei deinen Wahlmöglichkeiten tendiere ich zu 1) - wegen des Glitzerfadens, und weil du Montag beim ersten Akt Ideen sammeln kannst, wie das Kleid zu etwas Besonderem werden kann. Klick dich doch mal duch Seiten wie anthropologie, da findet man manchmal ganz gute Designideen. Und dann hirnen wir alle zusammen am Montag nochmal rum.

    viele Grüße!

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Wiebke,
    es geht doch in erster Linie darum Spaß zu haben.
    Ich würde mir ein Projekt aussuchen, zu dem ich am meisten Lust habe.
    Ich finde es spannend, bei allen die teilnehmen zu verfolgen , wie sie ihr persönliches Projekt umsetzen.
    Wenn dir nach Glitzer ist, machst du eben Glitzer und wenn nicht machst du was anderes.
    Ich habe schon mal Heiligabend zu Hause im Ballkleid mit wallendem Rock verbracht. einfach weil ich ein Ballkleid wollte und auch keine Gelegenheit hatte so etwas zu tragen.
    To-do-Listen sind doch immer lang, was meinst du wie du dich nächstes Jahr im September freust, daß da schon ein Winterstoff fürdein erste Winterkleid liegt.:-)
    Lg, Claudia

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Meike,
    die Definition "Weihnachtskleidung" ist ja zum Glück sehr sehr individuell. Meine Freundin sagt immer, Weihnachten war die einzige Zeit im Jahr, zu der man bei ihnen Straßenschuhe im Haus getragen hat.

    Ich muß gestehen, dass ich gefühlt 50% aller Weihnachtsfeste in meiner gemütlichen Jogginghose mit einer warmen Decke auf dem Sofa verbracht habe- irgendwie breche ich traditionell nach dem Abarbeiten der letzten Weihnachtserledigung krank zusammen.
    Also hatte ich auch schon die Überlegung, mir eine festliche Jogginghose (mit Glitzerfäden oder weihnachtlichen Stickmotiven ;-))zu nähen und irgendwie den Bogen hinzukregen, das ganze als Weihnachtskleidnähen zu verkaufen.

    Aber andererseits ist diese Alktion einfach eine wunderbare Gelegenheit, was besonderes zu nähen- und was "besonders" für dich bedeutet definierst letztlich DU.

    Ich tendiere zu Variante 3- das erscheint mir persönlich als besonders reizvoll, weil sozusagen am "überflüssigsten" und trotzdem eine Herzensangelegenheit. Und es passt am besten in die Kategorie Federboa.....

    Und denke daran, dass du das Geschenkpapier passend zu deinem Kleid auswählen solltest....

    LG
    Wiebke

    AntwortenLöschen
  8. Ich bin zufällig hier reingeschneit ... wahrscheinlich auch auf der Suche nach der besten Idee für diese Aktion ... und kenne genau diese Gedanken sooo gut.

    Glitzerfummelaktivitäten sind mir auch sehr fern und zum Weihnachtfest mit Kindern bzw. dann mit den Großeltern dazu mag ich zwar schick sein, aber das neue Outfit sollte durchaus öfter tragbar sein.

    Und so drehe ich die Reihenfolge auch einfach gedanklich um, nehme die Aktion zum Anlass, einen gut gelagerten Wollstoff endlich jahreszeitgemäß zu vernähen. Bisher lag er eher aus einer Kombination aus Feigheit und Faulheit im Schrank, Feigheit aus Angst, weil er ein Shiftkleid werden soll und das muss wirklich richtig gut sitzen, sonst muss ich den Stoff in die Tonne hauen, Faulheit, eben weil so ein Kleid unbedingt vorher als Probemodell genäht werden sollte.

    Und genau deshalb mache ich die Aktion mit, lass mich motivieren zu genau dem Kleid, vor dem ich innerlich schon so lange blockiere.

    Liebe Grüße von der Trolljente

    AntwortenLöschen
  9. liebe Meike,
    willkommen im Land der Listen und Pläne. Mir geht's grad ähnlich: Je mehr ich "abarbeite" um so länger scheint die Liste zu werden. Da kommt mir die Weihnachtskleid-Aktion gerade recht, den Stoffberg mal wieder zu erklimmen und ein Steinchen abzutragen. Nach maximalen Vorstellungen, was das Kleid alles erfüllen soll, bin ich mittlerweile bei "schlicht" und "alltagstauglich" gestrandet. Denn bei uns ist Weihnachten zurückgezogen, bequem und kuschelig. Und dementsprechend wird mein Kleid. Für ein effektvolles hätte ich keine Gelegenheit, das wäre schade.
    Bei mir steht wohl zuerst die Stoffwahl an, dann weiß ich hoffentlich welchen Schnitt ich nehme. Momentan kann ich mich nicht entscheiden. Du bist also nicht die einzige mögliche "Umdreherin".
    Deine Variante 1 finde ich übrigens gar nicht langweilig. Waum auch? Ich fand deine "Passt-fast"-Posts sehr spannend, das Kleid zum Schluss gelungen und ich könnte mir hier eine schöne Fortsetzung vorstellen.
    lieben Gruß von Friederike

    AntwortenLöschen
  10. Hallo MEIKE,
    ich war wohl heute morgen noch nicht wirklich wach. Entschuldigung, ich meinte wirklich dich. LG, Claudia

    AntwortenLöschen
  11. Hallo Meike,

    also wenn Du liebe keinen neuen Stoff kaufen möchstest (verstehe ich) würde ich auch vorschlagen die Reihenfolge einfach herum zu drehen. Erst den Stoff auswählen und dann den Schnitt.

    Ich finde nicht, dass Weihnachten bzw. Silvester etwas mit Glitzer zu tun hat ... denke das denken nur die Modezeitschriften. Ich zumindest kenne niemanden der an Weihnachten in einem Glitzeroutfit unterwegs ist.

    Andererseits wenn Du schreibst: "Fehlt mir gerade der Wunsch nach einem Kleid, dieses drängende Bedürfnis etwas ganz besonders - über die ohnehin geplanten Projekte hinaus - zu nähen." -> Du musst ja nicht mitmachen. Wir schauen Dir auch gerne bei deinen "normalen" Projekten zu oder Du taufst dein neue Past-Kleid zum Weihnachtskleid um und schon bist Du dabei :-)

    Mir geht es auch so, dass ich eigentlich immer eine lange Liste an Projekten habe und irgendwie nicht hinterher komme aber irgendwie schaffe ich es dann doch die Projekte, die mir wirklich wichtig sind zu nähen.

    Lieber Gruß,

    Muriel

    AntwortenLöschen

Ich freu mich sehr über Kommentare! Sie sind kleine Geschenke für mich! Vielen, vielen Dank im Voraus.