Mittwoch, 28. September 2011

Wir haben auch Markt, wir HamburgerInnen



Heute habe ich es endlich mal geschafft. Inspiriert von den Maybachmarkt-Käufen der Berlinerinnen, wollte ich seit Wochen mal Mittwochs zum Markt auf der Großen Bergstraße in Altona. Wie ich aus Vor-Näh-Zeiten weiß, gibt es dort auch Stoff. Aber genauer hatte ich da noch nie hingeschaut. Das sollte jetzt mal sein, schließlich war ich auf der Jagd nach einem billigen Wollstoff als Passt-Probekleid-Zwei, aber die letzten Wochen schaffte ich es einfach nicht, mal ein Stündchen für mich an einem Mittwoch abzuzwacken.

Es gab nur einen Stoffstand. Dieser war umringt von Frauen, viele mit Kopftuch. Es gab keinerlei schriftlichen Informationen bis auf vereinzelt herumstehende Preisschilder. Das ist aber wohl auch nicht nötig, scheinen doch die Stoffe weitesgehend aus Erdöl zu bestehen.

Eeeeiigentlich bin der Meinung, dass man, wenn man schon so viel Arbeit in ein Kleidungsstück reinsteckt, auch gutes Material kaufen sollte. Aber andererseits lerne ich gerade, dass viele Sachen einfach doch nciht so perfekt werden, wie man davon träumt. Da ist es vielleicht sinnvoller in der Kategorie "Probemodell" zu denken, auszuprobieren und zu lernen, sich daran freuen, wenn man es trotzdem mag, obwohl es aus Plastik ist und dann nochmal die "Edelversion" machen. Ich versuchs mal.



Ich habe richtig zugeschlagen - am 2, - Euro/Meter Teil des Standes, ich Luxusweibchen! In meine Tüte wanderten 3 Meter glitzernder brauner wollähnlicher Stoff. Am Stand nebenan gab es den passenden nahtverdeckten Reißverschluß (Angstgegner besiegt, dazu ein anderes mal mehr). Ich zögerte kurz, ob ich das farblich nur mäßig passende Futter für 50 Cent/Meter dazu nehmen sollte. Es hatte diesen Farbton wirklich fieser Strumpfhosen und ich stellte mir vor, wie es wohl wäre, in zwei Lagen Plastikfolie eingepackt zu sein. Da verzichtete ich lieber und gönnte mir ums Eck, zwischen Babymüttern und wahnsinnig coolen Menschen, einen Cappuccino und eine halbe Stunde Handmade Kultur. Ein gelungenes Heft!


Und diese Lampe will ich - wie wahrscheinlich alle - auch sofort machen! Die Anleitung dazu gibts in der neuen Ausgabe von Handmade-Kultur. Eigentlich hätte man da selbst drauf kommen, wie bei fast allen Craftel-Projekten. Aber egal, natürlich ist es schöner, wenn man es genau erklärt bekommt, wie ein Luftballon, eine Häkelnadel und etwas, von dem ich noch nicht weiß, was es ist (Stoffsteife) zu einem bezaubernden Lampenschirm werden.

Kommentare:

  1. Wirklich eine tolle Lampe.
    Ich glaube "früher" hat man das Gehäkelte mit Zuckerwasser in "Form" gebracht.
    Aber ob das wirklich funktioniert und hält, keine Ahnung.
    Iich bin gespannt auf Deine Lampe...
    LG
    Theresa

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  2. Um diese Ecke bin ich heute gefahren;-) vielleicht sind wir an einander vorbei gegangen ohne es zu wissen?
    Freitag bin ich höchstwahrscheinlich wieder in Altona....
    viele liebe Grüße Rubinengel

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