Freitag, 10. Juni 2011

Erfahrungen mit der Overlock



Eine Woche wohnt sie jetzt hier, die neue Mitbewohnerin, meine Brother 4234 D, und ich kann sagen: ich mag sie.

4 Shirts habe ich genäht und ein UFO (der pinke Viskosejersey...) ist noch nicht fertig. Interessanterweise habe ich andere Schwierigkeiten, als ich im Vorfeld vermutete. Das Einfädeln ist gar nicht so schwer, wie ich dachte. Es war sehr gut, am ersten Abend, noch sehr motiviert, das Problem zu haben und dann ausführlich zu üben.  Ich finde es leichter, neu einzufädeln, als Faden anzuknoten.

Letztlich habe ich zwei Probleme, für die ich sicherlich noch eine Lösung finde. Problem 1 ist nach wie vor das Vernähen. Ich habe es jetzt versucht, mit der anderen Nähmaschine zu versiegeln. Das ist letztlich doch umständlich und ne unerwünscht Extraarbeit. Mein Traum wäre es, dieses Drehen und Vernähen mal gezeigt zu bekommen, mal jemand über die Schulter zu schauen. Nun gut, irgendwo werde ich es irgendwie lernen.

Problem 2 ist der Transport. Wenn ich zu meinem geliebten wöchentlichen Nähtreff gehe, muß ich nun zwei Maschinen mitnehmen. Die Overlock ist nicht wirklich dafür ausgerichtet. Die ausziehbare Fadenführung arretiert nicht unten und baumelt beim Tragen genauso wie die zu langen Fäden herum. Einen Tragegriff, der auch nach 4 Stockwerken irgendwie in der Hand liegt, gibt es leider nicht, sondern nur so einen "Freiraum", in den man reingreifen kann. Vom Parkplatz, der beim Nachhausekommen meist weit weg vom Haus liegt, über die Stockwerke bis ins traute Heim ist es nicht wirklich angenehm, das Ding irgendwo anzufassen. Ab gesehen davon, habe ich keine Ahnung, wie ich sie - mit einer Hand- im Regen transportieren könnte. Ob das dünne Häubchen dicht ist? Ich brauche eine Kiste mit Griff!

Vorläufiges Fazit. Die Sachen sehen innen schick aus und die Maschine näht schön flott. Ich freue mich schon darauf eine Svea aus Jersey zu nähen, denn da waren diese endlosen Bahnen echt öde zu versäubern und zu nähen. Und ich glaube, dass es sinnvoll ist, eine kleine Kollektion zu nähen. Also für den nächsten Sommer T-Shirts für den Kleinen, in Serie zugeschnitten und genäht. Dann geht es bestimmt wirklich flott.

Und dann schnalle ich auch, wie so nen T-Shirt wie oben richtig geht. Das T-Shirt ist, aufgrund des reizenden Stoffes von der Glücksmarie, nett, auch wenn der Ausschnitt (auch mit den Kam Snaps) schlackert. Ich meinte es wohl zu gut mit den elastischen Stichen auf dem Jerseyschrägband. Nun ja, das nächste wird besser und der Kleine mag den grünen Affenjersey sowieso lieber.

Kommentare:

  1. Drehen und vernähen? Klingt gut, probier ich mal aus.

    Meine Lehrmeisterin (meine Mutter) sagt, richtigerweise muss der Faden von Hand in den genähten Stichchen versteckt werden. Weisst du was ich meine? Umständlich aber dann ist er wirklich ordentlich versorgt.

    Ansonsten...lässt du es uns wissen wenn du DIE Lösung gefunden hast?

    Liebe Grüsse, Tina

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  2. Wegen dem Transport: Vielleicht nähst du dir aus Jeans, oder einem ähnlich festen Stoff eine hübsche Transporttasche?

    LG

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  3. Hallo Meike,

    ich fädel auch lieber neu ein, als anzuknoten. Irgendwie raffe ich es nicht!
    Vernähen mache ich entweder, wenn ich noch mal drüber nähen muss, also z.B. Schulternähte geschlossen und wenn ich dann das Bündchen für den Halsausschnitt annähe, ist die Schulternaht mitgesichert. Die Naht des Bündchens sichere ich dann von Hand, in dem ich mit ner Stopfnadel den Faden zurück in die Naht führe und dann abschneide. Diese Technik, von der Du schreibst würde ich aber auch gerne mal sehen.

    Liebe Grüße
    Gaby

    P.S. Den Affenjersey liebe ich!

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  4. Das Sichern mit anderen Nähten kapiere ich deswegen nicht, weil man ja das Ende abschneidet. Ist das egal?

    Ne Tasche nähen finde ich gar nicht so schlecht. Ich hätte ja die komische Hülle als Schnittmuster. Ich könnte sie vielleicht sogar als Regenschutz irgendwie einnähen. Da denke ich mal drüber nach, obwohl natürlich 1000 andere Projekte warten.

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  5. So wunderhübsch die Affen. Kaum angekommen schon vernäht, vermute ich.

    Du, eine Frage in eigener Regie: ist der Freiarm der Brother ausreichend klein für Kinderarmbündchen? Das wär so lieb, wenn Du mir das sagen könntest.

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  6. Gute Frage, Denise. Ich weiß es nicht. Ich nähe Ärmelbündchen vor dem Schließen der Ärmelnaht und dann ist es ja egal, wie groß der Freiarm ist.

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