Samstag, 5. Februar 2011

Bewegung

Ich "stolpere" immer wieder über den DIY-Trend. Gestern sah der Gatte "buten und binnen" und dort wurde über eine spannende Doktorarbeit berichtet.





"Stricken, Sticken, Häkeln, Nähen – Handarbeiten sind essentieller Bestandteil des bürgerlichen Frauenideals im 19. Jahrhundert. Bärbel Ehrmann-Köpke macht unter Berücksichtigung vielfältiger Quellen wie Ego-Dokumenten, nicht-amtlichem Schriftgut von Schulen und Frauenvereinen aus den Hansestädten Hamburg, Bremen und Lübeck sowie einschlägiger Forschungsliteratur die Bedeutung von Handarbeiten für die Etablierung bürgerlicher Lebenswelten im 19. Jahrhundert sichtbar.Untersucht werden die im Leben bürgerlicher Mädchen und Frauen allgegenwärtigen weiblichen Arbeiten im Spannungsfeld von „demonstrativem Müßiggang“ und „rastloser Tätigkeit“. Häusliche Handarbeiten waren repräsentativer und distinktiver Ausdruck einer erreichten ökonomischen und gesellschaftlichen Stellung, zugleich aber oftmals Mittel zum Zuerwerb durch textile Heimarbeit. In der höheren Mädchenbildung hatte der Handarbeitsunterricht daher einen hohen Stellenwert und war fest verknüpft mit erzieherischen und disziplinierenden Bestrebungen, oftmals verbunden mit gesundheitlichen Schädigungen, die von Haltungsschäden über Kurzsichtigkeit bis zu Nervenerkrankungen reichten. Mit zunehmendem ehrenamtlichen Engagement bürgerlicher Frauen im 2Wohltätigkeitssektor eroberten Handarbeiten schließlich auch einen Platz im sozialen, außerhäuslichen Bereich."


Verlagstext, Zitat und Bild von neuebuecher.de


In einem Artikel über sie im Weser Kurier steht auch noch die Mailadresse. Vielleicht ergibt sich ja mal ein Interview. 



Und eben entdeckte ich noch ein spannendes Blog. Frau Rauschmittel schreibt über "Making Stuff oder KaufDichGlücklich".  Bin aber nicht tätowiert und werde auch weiterhin darauf verzichten. Trotzdem ein lesenswerter Artikel.


Nachtrag: Auszüge aus der o.g. Doktorarbeit kann man hier nachlesen. Inhaltsverzeichnis und Einführung. 

1 Kommentar:

  1. Danke, dass Du meinen Text empfohlen hast. Ich bin auch nicht tätowiert, ;-) Lieber Gruß, Antje

    AntwortenLöschen

Ich freu mich sehr über Kommentare! Sie sind kleine Geschenke für mich! Vielen, vielen Dank im Voraus.