Donnerstag, 1. Dezember 2016

Warum eigentlich Kimonokleid?



Mema hat gestern eine ganz tolle Version des Kimonokleids beim MMM gezeigt, nannte es Westernkleid und - wie so viele von euch - fragte sie, warum das Kimonokleid denn eigentlich Kimonokleid heißt. Nun denn, dann will ich das beantworten, auch wenn ich heute auch ein kariertes Kimonokleid bei rums zeige, das einem Cowgirl alle Ehre macht.



Ich finde es wahnsinnig spannend zu erfahren, wie und warum jemand auf eine gute Idee gekommen ist. Das ist manchmal im Nachhinein gar nicht so einfach zu sagen, speisen sich doch die meisten guten Ideen aus verschiedenen Inspirationen. Als ich die Designerin des Kimonokleides, Lindy Stokes fragte, was sie zum Kimonokleid inspirierte, erzählte sie mir folgendes:

"In meinen Augen ist der Kimono das elegantestes Kleidungsstück", sagte sie. Schon lange war sie von Kimonos fasziniert, aber sie passten schlichtweg nicht zu ihrer Philosophie: Kleidung soll nicht nur schön anzusehen sein, sondern Kleidung muss funktionieren und zum Leben passen. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass das mit einem richtigen Kimono in unserem heutigen Alltag nicht wirklich funktioniert.



Deswegen wollte Lindy ein Kleidungsstück, wie sie sagt, "von ähnlicher Eleganz aus sich selbst heraus" entwerfen, das aber funktionaler ist, als ein Kimono und trotzdem an einen Kimono erinnert, wenn frau genau hinschaut.

Ein wirklich gutes Wickel-Kleidungsstück für eine Kollektion zu entwerfen, das allen Frauen gut passt und alle Bewegungen mitmacht ohne sich selbständig zu machen, ist nicht einfach, deswegen behielt sie den Look des Kragens und entschied sich aber für eine praktischere Knopfleiste an Stelle eines mit Gürtel zusammengehaltenen, gewickelten Vorderteils. Wenn ihr das Kimonokleid tragt, dann merkt ihr, dass das Kimonokleid auch weitere Ärmel hat, als viele andere Kleider. Auch diese erinnern noch an die ursprüngliche Idee.



Der Gedanke, "Eleganz - aus sich selber heraus" leitete Lindy bei ihren weiteren Überlegungen zu dem neuen Kleidungsstück und sie entschied, dass es Designlinien bekommen sollte, die den weiblichen Linien schmeicheln, ohne sie einzuengen. Teilungsnähte zeichnen die weiblichen Formen nach und sind für sich schön - egal, ob das Kleid sehr körpernah oder lässig geschnitten ist. Frauen sollen schön sein und sich bewegen können!

Das Zaubermittel des Kimonokleides ist der schräge Fadenlauf an strategischen Stellen. Das Rückenteil ist im schrägen Fadenlauf geschnitten und schafft Bewegungsfreiheit für Arme und Schultern. Die Linien, die zeigen, wo die einzelnen Schnittteile zusammengesetzt sind und geben Kontur - Eleganz aus sich selbst heraus. Auch die oberen, seitlichen Vorderteile sind im schrägen Fadenlauf. Das ist nicht ganz einfach zu nähen, erzeugt aber eine schöne Brustrundung und zusätzliche Bequemlichkeit, auch wenn das Kleidungsstück eng und auf Figur gearbeitet ist, wie Eluvia mit ihrer Kimonobluse gestern schön zeigte.



Mein, schon im Frühling 2012 genähtes, jeden Winter gerne getragenes, kariertes Kimonokleid mag auf den ersten Blick auch eher an Western erinnern und den Kimono nicht raushängen lassen, das mag sein. Aber es ist ein Kimonokleid, das durch sein Karo die Designlinien schön zur Geltung bringt. Obwohl ich es (in meiner Petticoatphase) eine Zeit lang nur mit Gürtel trug, bevorzuge ich es dieses Jahr lieber ohne. Denn auf den zweiten Blick, hat dieses Kleid eine "Eleganz aus sich selbst heraus", die ich liebe. Und wahnsinnig bequem und muckelig ist es zudem.

Na, hast du jetzt auch Lust auf ein Kimonokleid oder eine lange Kimonobluse bekommen? Das Schnittmuster findest du bei mir im Schnittmusterkiosk. *klick*

Fotos von Monika Lauber

Dienstag, 29. November 2016

Geschenkidee: Buch mit Widmung



Ab sofort gibt es mein Buch "Nählust statt Shoppingfrust" im Schnittmusterkiosk zu kaufen. Und der Clou daran: ihr bekommt es dort auf Wunsch mit Widmung aber genauso versandkostenfrei, wie in andern Buchhandlungen.

Schenkt es euren Freundinnen, Kolleginnen, Bekannten, Müttern, Tanten, die ihr schon immer mal vom Bekleidungsnähen begeistern wolltet zu Weihnachten oder gönnt es euch selbst. Viel Freude damit.


"Das Buch ist kein reines Näh-Anleitungsbuch, sondern fokussiert das Thema aus einer viel weiteren Perspektive. Es wendet sich nicht nur an Hobbyschneiderinnen, sondern ganz allgemein an Menschen, die das Gefühl haben, den Ansprüchen, die Konfektionskleidung an die Beschaffenheit ihrer Körper stellt, nicht gewachsen zu sein und die sich trotz Massen von Konfektionskleidung aller Preislagen immer schlechter gekleidet fühlen – von Nachhaltigkeit und fairen Geschäftsverhältnissen ganz zu schweigen..." Kitty Koma 

Mehr Informationen zum Buch findet ihr hier.

Freitag, 25. November 2016

Schwarzer Freutag Angebot




Schwarzer Freutag? Was ist das? Ach, egal!

Ich habe mir aber ne absurde Aktion dazu ausgedacht und hoffe, ihr habt Lust auf ganz viele schwarze Kleidungsstücke, (die sich natürlich voll "super" fotografieren lassen, ich weiß).

Heute gibt es die Schnittmuster mit 20% Rabatt, aber ihr könnt auch bis zum 31.3.2017 euer schwarzes Kleidungsstück zeigen und von mir den 5-€-Gutschein bekommen, wenn ihr das Schnittmuster zu einem anderen Zeitpunkt im Schnittmusterkiosk gekauft habt.




Mittwoch, 23. November 2016

Knitterkleid ungeknittert



Ein ungeknittertes Knitterkleid - davon brauche ich noch ganz viele! Endlich ein "stylisher Sack", aber wie für mich gemacht!

Bevor ich die ungeknitterten Kleiderversionen bei Claudia und Dodo gesehen hatte, bin ich ehrlich gesagt gar nicht auf die Idee gekommen, den Knitterkleidschnitt ungeknittert umzusetzen. Aber die Idee ist natürlich großartig, denn eine Knitterversion funktioniert eigentlich nur für den Sommer mit dünnem Batist richtig gut - es wäre doch schade, den wunderbaren Knitterkleid-Schnitt den Rest des Jahres nicht zu nutzen!


mit Taschen!


Ich wählte für meine ungeknitterte Version des Knitterkleides einen Stoff, der sich anfühlt, als wäre er aus einem schwedischen Möbelhaus - allerdings mit Elasthan. Ich hatte meine Zweifel, ob es funktionieren könnte, aber mir gefiel das Muster so gut, dass ich es zumindest versuchen wollte. Es funktionierte - und wie!

Der Stoffbedarf reduzierte sich drastisch ohne Knitter


Der Vorteil: Wenn frau ein ungeknittertes Kleid mit einem elastischen Stoff näht, dann braucht es viel weniger Stoff als in der Tabelle angegeben:

  • du nähst das Kleid eine oder zwei Größen kleiner (Fertigmaßtabelle anschauen!)
  • wenn dein Stoff elastisch ist, legst du die Schnittteile im normalen Fadenlauf auf

--> Für ein ungeknittertes Knitterkleid brauchst du nur 2x die Kleidlänge + die Ärmellänge. Bei mir reichten mit etwas Schieben genau die 2 m, die ich von diesem Stoff hatte. 


Ein Tutorial für den alternativen Ausschnitt


Der Stoff war zu steif für den lockeren Kragen, deswegen konstruierte ich einen Beleg und trage das Kleid mit V-Ausschnitt. Wie ihr ganz leicht einen Halsbeleg selbst erstellen könnt, zeigte ich euch gestern in einem Tutorial.  (*klick*)




Ich liebe das Kleid, auch wenn ich das nächste mal, den Schnitt noch mal eine Nummer kleiner nähen würde, denn ich habe es anschließend an der vorderen Mitte und den Seitennähten noch nachträglich enger gemacht und es könnte noch körpernaher sein, für meinen Geschmack. Hinten sitzt es gut - ich liebe die schwungvolle Weite am Po, aber vorne geht noch was!





Blush! Das größte Kompliment überhaupt!



Und wisst ihr, was das Tollste an dem Kleid ist? Als die Designerin des Schnittmusters Lindy Stokes mein Kleid sah, war sie so begeistert, dass ich ihr den Stoff besorgen musste, damit sie sich das gleiche Kleid auch noch mal nähen kann. Na, wenn das kein Kompliment ist!

Wie schauts aus: habt ihr jetzt auch Lust auf ein ungeknittertes Knitterkleid? Pro-Tipp: es ist als Weihnachtskleid super geeignet: nichts kneift und zwickt und es macht trotzdem eine gute Figur. 

Verlinkt bei rums

Tutorial: Halsbeleg selbst konstruieren und annähen





Wenn ich ein Kleidungsstück mit einer veränderten Ausschnittsform nähe oder aber einen Kragen weglasse, dann konstruiere ich für den Ausschnitt einen Beleg. Der Beleg liegt anschließend innen im Kleidungsstück. Dadurch entsteht eine schöne Kante ohne ein zusätzliches Bündchen.

Einen Beleg zu konstruieren, geht ganz einfach. Du brauchst dafür nur etwas Schnittmusterpapier oder Folie, einen Stift, Klebeband, ein Geodreck und eine Schere.

Diese Anleitung bezieht sich auf den Schnitt Knitterkleid, welches Raglanärmel hat. Deswegen sieht das erste Bild gleich so "merkwürdig aus" - bei Raglanärmeln ist die Oberkante des Ärmels auch Teil des Halsausschnittes. Wenn du einen Halsbeleg für ein Oberteil ohne Raglanärmel konstruieren willst, brauchst du das erste Bild dieses Tutorials nicht beachten.






Zuerst klebe ich den Schulterabnäher eines Ärmels zusammen (Achtung, Schnitt enthält Nahzugabe, deswegen klebe ich überlappend). Anschließend verbinde ich den Ärmel, Vorderteil und Rückenteil mit Klebestreifen so, dass halbrund die Hälfte des Halsausschnitts sichtbar wird. (Von links nach rechts: Vorderteil mit spitzem Ausschnitt, Ärmel, Rückenteil)




Anschließend legte ich Schnittmusterpapier darüber und kopiere diese Rundung. (Wenn du ein Oberteil mit einem normalen Halsausschnitt hast, mußt du eben nur Vorderteil und Hinterteil berücksichtigen.)



Den Beleg zeichne ich mit Hilfe meines Geodreiecks 3cm breit und fertig ist mein Schnittmuster für den Beleg.

Damit ich nicht durcheinanderkomme, markiere ich mir, wo die vordere Mitte ist und setze Passzeichen dort, wo mein Beleg die Raglannähte trifft.



Die zwei Belegteile verstärke ich mit Einlage. Anschließend nähe ich sie an der vorderen und hinteren Mitte zusammen und dann den Beleg an den Ausschnitt. Damit sich der Beleg nicht umgklappt  und schön liegt, schneide ich die Nahtzugabe an der vorderen Mitte mehrmals ein und steppte die Nahtzugabe anschließend auf den Beleg. Anschließend sichere ich den Beleg von innen noch mit ein paar Handstichen auf den Nahtzugaben von vorderer und hinterer Mitte sowie an den Schulterabnähern.

Und jetzt seid ihr sicherlich gespannt auf mein Kleid - ganz ungeknittert! Das zeige ich euch morgen!

Freitag, 18. November 2016

Weihnachtskleid Sew Along



Der Weihnachtskleid-Sew-Along und ich. Auch 2016 wird es nicht leicht werden; der Ausgang ist offen. Ob ich es wohl dieses Jahr schaffe, das Kleid vor Weihnachten fertig zu stellen? Je länger ich nähe, desto schwerer wird es, Sew Along-Termine einzuhalten. Aber es ist eine bezaubernde Idee, dass so viele Frauen in der hektischen Weihnachtszeit es sich nicht nehmen lassen, immer mal ein paar Minuten für sich selbst zu reservieren, um sich ein Kleid zu nähen. Deswegen versuche ich es. Ich möchte einfach dabei sein.

Wie fange ich an? Beginne ich einfach mit dem Rückblick, denn immerhin habe ich schon mal ein Weihnachtskleid genäht und pünktlich fertig genäht: 2011 und es war eines meiner ersten Kleider oder war es sogar das erste? Ich weiß es noch nicht mal genau. Vermutlich war es das Erste!



Den Schnitt kennt ihr, aber ihr kennt die kleine Schwester des Kleides besser, das graue Reisekleid. Eben jenes wird häufig getragen, das Original in lila war der erste Versuch. Aber das war ok, denn der  Stoff war eine Onlinebestellung bei der ich geschockt von der Farbe war, als sie geliefert wurde - das minimierte das Risiko und wenn dann ein Kleid rauskommt, dessen kleine Schwester ich wenigstens trage, dann ist das doch super!



Das Weihnachtskleid 2012 wurde im Frühjahr 2012 fertig und wurde damit zum Anlasskleid. Ich trage es eigentlich zu selten. Aber wenn, dann finde ich es super. (Und ich habe letzte Woche spontan eine graue Version dieses Kleides genäht.)




Das Weihnachtskleid 2013 ist bei meinen Leserinnen am besten angekommen, aber es passt nicht wirklich in mein Leben. Es ist irgendwie cool, aber wann geht frau schon mal als Erdbeere?




Auch das Weihnachtskleid 2014 wurde erst im Januar 2015 fertig gestellt. Das finde ich echt schön und trage es gerne.



Naja und irgendwann wurde es dann quasi Tradition, mein Weihnachtskleid erst zu Beginn des folgenden Jahres zu beenden, da machte ich dann mit dem Weihnachtskleid 2015 auch keine Ausnahme. Im Februar war es fertig und das Kleid mag ich echt gerne. Diese Woche hatte ich es schon an!

Und 2016?

Nun ja, ihr könnt euch natürlich vorstellen, was dieses Jahr mein Problem ist. Ich nähe zwar, aber natürlich nähe ich hauptsächlich "meine" Schnitte. Sie sind toll und ich muß ja auch Werbung machen, aber Werbung gehört natürlich nicht auf den Me Made Mittwoch-Blog. Also muß zum Sew Along was anderes her.

Was für einen Schnitt, das weiß ich noch nicht, aber mit 3 Jahren Knip-Mode im Schrank, werde ich schon was finden, denn das Ziel ist ein Jerseykleid. Weihnachten ist bei uns nicht so schick, sondern eine Zeit, in der wir uns auch mal schick ausruhen. Da ist eine schicke "Jogginghose" eigentlich genau das, was fein ist.

Seit Wochen denke ich, dass ich unbedingt ein schwarzes Kleid will, aber heute begegnete mir eine Frau mit grüner Jacke und seitdem bekomme ich die Farbe "knallgrün" nicht mehr aus meinem Kopf.... wir werden sehen. Als ich eben von der Jogginghose schrieb, dachte ich, dass das ja eigentlich auch eine Idee wäre, denn eine gute Rumlümmelhose könnte ich durchaus gebrauchen. Das wäre Plan B oder C.

Am realistischsten wäre aber auf jeden Fall ein schwarzes Jerseykleid. Darauf habe ich Lust, das möchte ich haben und das ist ein übersichtliches Projekt, wenn ich mich irgendwann für einen Schnitt entscheiden kann. Aber auch falls nicht, gibt es ja noch den einen oder anderen bewährten Jerseyschnitt im Regal und Stoff gäbe es auch schon. Deswegen bin ich mutig und reihe mich in die über hundert Beiträge umfassende Liste kurz vor Schluss noch ein und sage ja, ich will ein Weihnachtskleid mit euch zusammen nähen! Und ich freue mich drauf!

1000 Dank an Dodo und Yvonet, dass ihr dieses Jahr die Riege der Weihnachtskleidnäherinnen auf dem Me Made Mittwoch-Blog anführt!


Donnerstag, 17. November 2016

Vortragskleid II - die Wintervariante



Das pinke Vortragskleid II, das ich für meinen Vortrag im Mai über die Kraft und Wirkung von Nähblogs genäht habe, ist eigentlich ein Sommerkleid - aber erstaunlicherweise trage ich es mit Strumpfhose noch lieber. Nachdem es einige Monate im Schrank verbracht hat, ist es nun zu einem absoluten Liebling geworden.

Am Vortrag interessiert? Hier gibts ein Video davon - allerdings mit anderem Kleid.




Es ist das Kimonokleid in nahezu Blusenlänge aber mit geradem Saum. Weil man wenig von der Schnittführung des Kleides erkennen kann - jaja, der Herbst und das Tageslicht, ihr wisst schon - hier noch mal die technische Zeichnung. Ich mag diese Taillierung ohne Gürtel einfach sehr!





Ich glaube, es ist zu kurz für die Schau-mich-an-Farbe mit nackten Beinen. Aber mit dunkler Strumpfhose und Strickjacke und ohne Strickjacke ist es prima. Ich bin ja sowieso so ein Strickjacke-an-Strickjacke-aus-Mensch. Die meisten Räume sind für meine Geschmack ohnehin viel zu beheizt.




Das Kleid ist aus einem....jaaaa, wie heißt das... ich würde sagen "Gabardine" genäht, Zusammensetzung unklar, Quelle auch. Ich glaube, ich habe ihn mal bei einem Lagerverkauf gekauft. Jedenfalls wäscht und trägt er sich sensationell. Einfach nach dem Waschen in der Maschine auf einen Bügel hängen und trocknen lassen. Bügeln ist nur für ganz besondere Anlässe notwendig.





Die Knöpfe habe ich  im Nähkontor beziehen lassen. Kennt ihr diesen wunderbaren Stoff- und Kurzwarenladen in Berlin? Sie haben auch einen Onlineshop und wenn ihr Knöpfe oder Gürtelschnallen beziehen lassen wollt, braucht ihr nur ein Stück Stoff nach Berlin schicken. Ich liebe die bezogenen Knöpfe am Kleid. Das ist so ein gewisses Extra, was ich am Selbernähen schätze. Besonders liebe ich die sinnlosen drei Knöpfe am Ausschnitt.






Und jetzt hätte ich am liebsten das Outfit noch mal umgekehrt: das Kimonokleid in schwarz, bitte, mit pinker Strickjacke!


Verlinkt bei rums.

Dienstag, 15. November 2016

Eure Meinung ist gefragt: Thema Workshops zum Thema Schnittmuster anpassen

Ich bin total begeistert von euren wertvollen Kommentaren gestern hier im Blog. 1000 Dank dafür.

Heute bin ich dabei, meine Workshop-Planung für 2017 zu machen. Als mir das Hirn wirklich zu rauchen begann, dachte ich, ich frage euch einfach noch mal um Rat.

Heute frage ich diejenigen unter euch, die eine "Große Größe" tragen (wo auch immer die beginnen mag...) bzw. eine größere Körbchengröße (als B, also Kandidatinnen für die FBA)
Ganz herzlichen Dank für Eure Unterstützung!


Übrigens: für den Workshop "Oberteile anpassen" in Hamburg am nächsten Sonntag sind noch Plätze frei. 


Wie lernt ihr am liebsten (Mehrfachantworten sind möglich)?

Wohnt ihr in Hamburg oder würdet ihr für einen Workshop extra nach Hamburg kommen?

Mögt ihr lieber einen Tagesworkshop oder einen Kurs 1x die Woche?

Welche Uhrzeit wäre für einen Kurs unter der W, (einmalig oder mehrere Wochen) für euch praktisch?


Habe ich noch etwas vergessen? Falls ja, dann schreibt mir bitte in die Kommentare, was euch noch zum Thema Workshops bei mir einfällt. Was wünscht ihr euch noch?

Montag, 14. November 2016

Winterkleiderstoffe - ein Rätsel

Ich fröstele allein, wenn ich das Bild sehe


Heute muß ich euch um eure Hilfe bitten. Ich möchte unbedingt ein schwarzes Kimonokleid für den Winter nähen, denn meine dünne Sommerversion ist nun auch mit Strickjäckchen und Strumpfhosen definitiv zu dünn. Doch nun komme ich nicht weiter, denn ich weiß nicht, nach was für einer Stoffqualität ich suchen soll. 

Was sind geeignete Stoffe für Winterkleider?


Die Frage finde ich  wirklich schwer zu beantworten. Weder kann ich mir den Stoff so richtig vorstellen, noch weiß ich, wie diese Qualität heißen könnte, um danach zu suchen. 

An Winterstoffen fällt mir ein:

Wollstoffe/Woll-Gemisch:


Ich liebe solche Stoffe, gibt es sie doch in so herrlichen "Büro-Farben und -Mustern" und in Karo und Tweed und grau und grau und grau.... Wollstoffe lassen sich super verarbeiten. Ich mag es sehr, sie zu vernähen und hätte auch noch den einen oder anderen, für einen Rock oder Jackett geeigneten Wollstoff im Lager. Aber für ein Kleid sind sie irgendwie nichts. Kleider aus Wollstoffen gehen meines Erachtens nur, wenn es ein gefüttertes Trägerkleid ist und ich ein langärmeliges Shirt darunter trage. Das weiß ich ganz sicher, denn ich habe ein bereits ein Kimonokleid aus Wollstoff, das ich noch nie getragen habe, weil ich immer noch auf der Suche nach einem langärmeligen Unterhemd aus flutschigem Stoff bin. 

Cord


Ja, Cord ist ein Winterstoff. Aber ist er auch schön? Breitcord ist eher was für Hosen und Röcke oder vielleicht noch für eine Jacke im 70er-Jahre-Style. Aber für ein Kleid? Babycord ist zwar ganz nett, aber er ist doch eigentlich nichts Halbes und nichts Ganzes. Warm ist er irgendwie nicht und ich vermute, dass der Rock an den Strumpfhosen hängen bleibt. Könnt ihr euch ein Hemdblusenkleid aus Cord vorstellen? Ich bemühe mich. 

Baumwolle

Baumwolle ist perfekt für ein Hemdblusenkleid, aber sie fühlt sich schon sehr dünn und sommerlich an. Irgendwie ist Baumwolle, selbst wenn ich mir vorstelle, eine dickere Qualität zu verarbeiten, nicht richtig als Winterkleid an. 

Romanit/schwerer Jersey

Im Winter trage ich gerne Kleider aus Romanit. Aber das Kimonokleid ist ein Schnitt für Webware. Es ist unter anderem deswegen so genial, weil es an den entscheidenden Teilen im schrägen Fadenlauf genäht wird und dadurch eine gewisse Elastizität bekommt. Ein dehnbarer Stoff ist also nicht nötig, um ein Wohlfühlkleidungsstück zu erzeugen. Irgendwie kann ich mir auch nicht recht vorstellen, dass das funktionieren kann. 

Crepe

Ich hätte noch einen Viscose-Crepp, der mir für ein Sommerkleid zu dick wäre. Aber ist er für ein Winterkleid geeignet? Ja, vielleicht für ein festliches Winterkleid, aber mir schwebst so ein schwarzes Hemdblusenkleid-für-alle-Fälle vor und irgendwie fühlt sich da Crepe zu vornehm an. 

Lederimitiat

Vielleicht sollte ich mir ein Kleid nähen wie Nscho-tschi, die Schwester von Winnetou? Also nicht in beige sondern in schwarz. Wäre das eine Idee?


Die Qual der Wahl - mir fehlen die Worte


Ihr seht schon, ich brauche wirklich Hilfe. Vielleicht stehe ich mir mit meinen Stoff-Vorurteilen selbst im Weg und die Lösung wäre sehr naheliegend? Ich weiß es nicht, hoffe aber auf das Crowd-Wissen meiner klugen Leserinnen!

Ein tolles Kimono-Winterkleid habe ich übrigens: Das Karokleid. Der Stoff funktioniert ganz hervorragend, da ich ihn aber auf dem Mark kaufte, habe ich keine Ahnung, was für eine Qualität er ist bzw. wie man so etwas nennt. Ich vermute, es ist ein Plastik-Stoff-in-Woll-Optik - was wäre das bessere Wort, um nach so etwas zu googlen?

Genau so eines - nur in schwarz, bitte!


Sonntag, 13. November 2016

Kleider-Schnittmuster im Angebot



Auch wenn es gefühlt noch ewig hin ist: morgen beginnt der Weihnachtskleid-Sew Along, auf dem Me Made Mittwoch-Blog. Das ist eine tolle Aktion, bei der jedes Jahr ganz viele Frauen sich in der hektischen Vorweihnachtskleid immer mal etwas Zeit für sich nehmen, um sich selbst ein schönes Geschenk zu bereiten: ein Kleid für die Weihnachtsfeiertage. Viele nähen im Rahmen des Sew Alongs sogar ihr erste Kleid!

Wenn bei euch jetzt auch schon die Köpfe heiß laufen, wie euer Weihnachtskleid aussehen soll und ihr euch noch nicht entscheiden könnt wie euer Weihnachtskleid 2016 denn aussehen soll, dann hätte ich da was für euch:

Kimonokleid und Knitterkleid - beide Schnittmuster sind im Schnittmusterkiosk gerade im Angebot. 

Das Kimonokleid hat natürlich eine Einführungspreis bekommen. Weil ich mich so freue, dass es endlich fertig ist und weil es natürlich toll wäre, wenn es ganz viele stokx-Kleider unter dem Weihnachtsbaum gäbe, habe ich dem Knitterkleid auch noch einen Sew-Along-Rabatt spendiert. Beide Angebote gelten bis zum 22.11. Viel Freude damit!