Mittwoch, 17. Dezember 2014

Me Made Mittwoch Visualisierungsübung

Heute müsst ihr euch mein Outfit einfach vorstellen :-) Isch abe kein Foto für dich. Also, ich trage einen alten Rock, den ich plötzlich wieder ganz schick finde und die genähte Strickjacke von neulich. Schwarzes Shirt und schwarze Strumpfhose, rote Schuhe.

Ansonsten stricke ich mir die Finger wund, weil ich letzte Woche noch auf die Schnapsidee kam, eine Mütze und einen Rüschenschal verschenken zu wollen und arbeite fleissig an der Crew-Überraschung als Dankeschön für MMM-Spendenaktion.

Nächstes Jahr nähe ich dann auch mal wieder was und blogge auch darüber. Hoffentlich.

Mehr selbstgenähte Outfits an echten Menschen, sogar mit Fotos, finde ihr wie immer Mittwochs auf dem Me Made Mittwoch Blog. Mein Beitrag ist dort natürlich nicht verlinkt. Das wäre ja auch noch schöner!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

MMM - in Hose heute drüben als Gastgeberin


Heute mal wieder drüben auf dem Me Made Mittwoch Blog als Gastgeberin und der Vollständigkeit halber auch hier.

Meine letzten Nähmonate waren ziemlich wild-experimentell und ich muß sagen, meine Näh-Hybris hat dazu geführt, dass ich in den letzten Monaten nicht viel Vorzeigbares produziert habe. Nachdem ich den Badeanzug -leider nur sprichwörtlich - in den Sand gesetzt habe, hatte ich ab Juli Lust, Hosen zu nähen. Das machte ich nicht alleine, sondern im Rahmen der Aktion HosenHerbst.

Das ist meine erste richtige Hose, denn zwei Jerseyhosen, die ich zum Warmwerden nähte, zählen nicht. Die Hose nähte ich nach einem Hosengrundschnitt, den ich zusammen mit einer Lehrerin konstruierte und es bewahrheite sich ihre Prophezeihungen: "es wird nicht leicht" und "eigentlich braucht du für jeden Stoff einen neuen Grundschnitt bzw. zumindest eine Probehose".


Die Probehosen für den Grundschnitt, die ich nähte waren immer wieder zu weit, saßen aber gut. Die dritte Hosen steckten wir dann ab, dass sie nicht mehr ganz so weit war, wie eine Marlenehose, aber das sah an mir stimmiger aus. Genau so eine, wollte ich nun mit einem guten Stoff nähen. Als ich dann mit dem wunderbaren Wollstoff nähte und auch noch auf die grandiose Idee kam, die Hose spontan zu füttern - ohne meine Lehrerin zu fragen, ob ich vielleicht etwas beim Zuschnitt des Futters beachten muß und überhaupt ohne Anleitung, wie man eine Hose füttert - war es ein Desaster.

Die Nähnerds auf twitter feuerten mich aber mit Tipps und Tricks und gutem Zuspruch an, die Hose nicht gleich wegzuwerfen, sondern mich weiter dran zu machen.  Meine Hypothese, dass es an zu engem Futter liegen könnte, bestätigte sich. Als ich das Futter an den Seitennähten löste, so dass es nur noch an der mittleren Beinnaht und der Schrittnaht befestigt ist, konnte ich mich plötzlich in der Hose auch bewegen. Das Innenleben der Hose sieht zwar nun nicht mehr so schön aus, wie geplant, aber jetzt ist sie wenigstens tragbar. Tapfer machte ich sie fertig (hier schrieb ich über die Änderungen) und forschte in meinem Kleiderschrank, was dazu passen könnte.



Obwohl ich einen sehr hohen Bund nähte, gefällt mir die Vorder- und Seitenansicht doch nicht wirklich, so dass ich die Hose vermutlich zwar tragen werde, aber dies wohl doch lieber mit längeren Oberteilen - allerdings: das macht dann, wenn vom Busen abwärts kaschiert wird, wieder genau diese Litfasssäulen-Silhouette, auf die ich eigentlich keine Lust habe....

Die Strickjacke ist gekauft




Sagen wir so. Sie ist garantiert nicht mein vorteilhaftestes Kleidungsstück - aber immerhin kann ich nun nach den Änderungen mit der Hose sitzen, wenn das auch nicht supergut aussieht, weil die Hose an den Oberschenkeln durchaus ein Stückchen weiter sein könnte. Ich würde sagen, es ist eher eine Steh-Hose und ich sollte über Tuniken nachdenken oder vielleicht doch lieber zu den Röcken und Kleider zurück kehren.


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Das sind Luxusprobleme! Insbesondere, wenn ich an das Leben der Frauen in Afghanistan denke, die wir dieses Jahr mit unserer Spendenaktion helfen wollen. 10000 Dank für die unglaubliche Summe, die ihr schon gespendet habt, wir freuen uns wirklich sehr darüber! Bis Weihnachten ist die virtuelle Spendendose noch geöffnet. Mehr Informationen zu unsere Spendenaktion findet ihr hier.

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Aber egal, mögen es Luxusprobleme sein, es ist das, was mich beschäftig und was mich von dem Stress des Alltags ablenkt und entschädigt. Nicht 100%ig gelungene genähte Kleidungsstücke gehören dazu. Ich habe wieder eine Menge dabei gelernt und ich finde, das darf frau beim Me Made Mittwoch durchaus auch mal zeigen!

Wie schaut bei euch aus: alt bewährte Lieblingsstücke oder etwas Neues?

Montag, 8. Dezember 2014

Nähgadgets

Was für eine wunderbare Idee, rechtzeitig vor Weihnachten darüber zu schreiben, welche Nähgagdgets und Näh-Bücher eine toller Wunsch oder eine tolle Anschaffung sein könnten. Wer mag schon Hinstellerchen und blödes Gedöns geschenkt bekommen! Also schreibe ich jetzt mal auf, was ich gerne an Nähwerkzeugen nutze - und was nicht - damit ihr euren Wunschzettel füllen könnt.

Gesammelt werden die Iden bei Frau drehumdiebolzeningenieur. Zu den Büchern komme ich ein anderes Mal. Ich freu mich schon darauf, bei euch zu lesen, was ich noch unbedingt haben müsste.

Heute meinerseits auch "nur Text". Die Zeit ist so knapp. Da muß das reichen.

1. Rollschneider und Schneidematte.

Beides mag ich nicht mehr missen. Ich schneide fast alles damit zu, habe aber die Schere auch zur Hand für kleine Details und die Knipse (Passzeichen). Kragen schneide ich zum Beispiel lieber mit der Schere und überhaupt alles, was ganz genau werden muß. Das zeichne ich sogar vorher an. Aber meist schneide ich mit dem Rollschneider freihand um die aufgelegten Schnitteile.

Mein Rollschneider hat einen Abstandshalter, den ich am Anfang nutze. Mitterlweile habe ich ein gutes Augenmaß für meine üblichen 1,5 cm und die 1 cm für frickelige Details.

Ich besitze eine große Matte (ca. 90 cm) lang und eine kleinere (ca 45 cm lang - ich habe nicht gemessen, weil ich zu faul zum Aufstehen bin). Diese reichen zwar zusammengelegt nicht für alles, aber für fast alles. Weite Rockteile schneide ich eben nur zum Teil mit dem Rollschneider zu und nehme für den Reststoff, der über die Matte heraushängt, die Schere.

Hin und wieder gönne ich meinem Rollschneider neue Klingen. Eine alte Klinge nutze ich als Papierklinge, um Schnitte auszuschneiden.


2. Kreide und Kreidestift
Ich markiere hauptsächlich mit dem Kreidestift und mit Kreidestücken. Der Stift ist ein hübsches Geschenk, weil er in so einem reizenden Kästchen kommt. Ich habe allerdings noch nie die anderen Farben genutzt, weil ich mit weiß und dem Kreidestückchen in pink und gelb, die in meinen Stecknadeln liegen, gut hinkomme.

3. Maßbänder
Ich besitze mehrere Maßbänder. Ein normales, was ich in 98 % der Fälle nutze, eines mit Inches (was ich nie finde, wenn ich es brauche) und eines mit Löchern. Die Löcher sind praktisch, um es in der Taille fest zu machen, um ordentlich zu vermessen. Dazu könnte man aber auch einen Gürtel nehmen.

4. Schrägbandformer
Finde ich gut, nutze ich aber extrem selten. Das Problem damit ist, dass der Stoff in der Diagonalen genommen werden muß, um Schrägband zu erstellen, dass leicht dehnbar ist. Damit verbraucht das Schrägband relativ viel Stoff. Uni-Schrägband kaufe ich lieber, aber ich finde es gut, den Former zu haben, um hin und wieder gemustertertes Schrägband einzusetzen.

5. Sonderfüßchen
Sonderfüßchen besitze ich einige, nutze ich aber nie, weil ich nie Lust und Ruhe habe, mich hinzusetzen und nur zu probieren.

6. Nadelkissen und -Aufbewahrungen
Da gibt es sicherlich einiges. Ich nutze aber nur das schnöde Döschen. Ich habe dieses Magnetding, dass wir ein Lippenstift aussieht und finde es total unpraktisch. Außerdem habe ich zwei Magneten, aber die nutzt auch nur mein Kind zum spielen.

7. Lineale
Zum Konstruieren benutze ich einen Schneiderwinkel und ein Meter-Lineal. Das lange Lineal ist aus Alu und wurde von meinem Kind für Schwertkämpfe genutzt und jetzt ist es verbogen. Ich hätte also lieber ein Plastiklineal, aber das wäre vermutlich bei Kämpfen abgebrochen. Ich habe auch kleine Kurvenlineale, aber die finde ich derzeit nicht, würde sie vermutlich aber auch nicht nutzen.

Das ALLERBESTE Lineal ist mein Geodreieck mit einer Seitenlänge von 30 cm und Handgriff. Das nutze ich wirklich dauernd und insbesondere dann, wenn ich Nahtzugabe ausnahmsweise einzeichne. Das ist aber total billig.

8. Papier
Früher nutze ich Baumarktfolie zum Schnitte kopieren, mittlerweile bevorzuge ich das Schnittmonsterpapier von Stoff und Stil. Es ist umweltfreundlicher und hat für die optimale Dicke und Durchsichtigkeit. Ich nutze es mittlerweile auch zum konstruieren, weil ich es besser zusammen legen kann, als Packpapier. Mittlerweile habe ich es auch in kariert. Für mich ist das Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar und der Aufwand, es zu beschaffen gering.

Meine fertigen Grundschnitte und Schnitte, die ich besonders liebe, übertrage ich auf Vlies, auch von Stoff und Stil. Das ist so eine Art billiger, dünner Stoff aus dem auch die Stoff und Stil Schnitte sind. Es ist fester als Papier, frau kann es auch mal zusammenstecken oder zusammennähen und es lässt sich leicht und platzsparend zusammenlegen.

9. Scheren
Eine gute Schere ist selbstverständnlich. Immer schön darauf aufpasssen und niemals Papier damit schneiden. Seid auch vorsichtig mit Fleece, Tülle oder Pailletten, auch die machen die Schere stumpf.

Ich habe noch eine Overlockschere, die ich nie nutze und die kleine Stickschere habe ich bei den Handnähsachen, da sie mir zu schwergängig ist. Neben der Nähmaschine liegt meist meine große Stoffschere, da könnte ich eine gute kleine Schere gebrauchen.

Eine Zackenschere finde ich nicht schlecht, meine billige ist allerdings stumpf, nachdem ich Wachstuch damit geschnitten habe. Ich habe zum Beispiel meinen Regenmantel die Nahzugabe mit der Zackenschere geschnitten, weil er ungefütter ist. Das sieht schön aus, machte aber die Schere stumpf.

10. Spulen
Spulen kann frau nie genug haben. Ich habe ca. 30 im Dauereinsatz und lagere sie in einem Ring. Warum der so toll sein soll, ist mir ein Rätsel. Da ich aber zwei davon habe, werde ich nie ein Kästchen ausprobieren können, weil zwei Ringe und die dazugehörigen Spulen reichen.  Der einzige Vorteil des Ringes ist, dass er vorne in das Fach des Nähmaschinendeckels passt.

11. Nahttrenner
Neben dem Nahttrenner in der Nähmaschine habe ich einen zweiten, etwas größeren, der immer zur Hand ist, wenn ich ohnehin schon verärgert bin. dann habe ich nicht auch noch Lust, den Nahttrenner zu suchen.

12 Stecknadeln
Nach ein paar Jahren Nähens, habe ich langsam das Gefühl, dass meine Stecknadeln stumpf werden und das da noch was geht. Ich könnte mir vorstellen, dass es sinnvoll wäre unterschiedliche Stecknadeln für unterschiedliche Verwendungszwecke zu haben.

13. Ein Koffer für Garne
Ich habe einen Koffer für Garnrollen. Der ist wenig schön aber praktisch, weil ich ja kein Nähzimmer habe und immer alles wegräumen muß. Am Anfang dachte ich "der ist ja riesig". Mittlerweile ist er tatsächlich fast voll.

Overlockkronen habe ich in einer Kiste und vermutlich genug für die nächsten 10 Jahre. Ich habe verschiedene Farben, nutze aber in 95% der Fälle nur schwarz und weiß. Wenn ich mit der Overlock zusammennähe, wechsele ich manchmal die ganz linke Krone für die passende Naht.

Irgendwie ist das noch nicht alles, aber die Zeit rennt, Weihnachten rückt näher und ich habe keine Zeit zum Schreiben mehr. Aber vielleicht ist für die eine oder andere ja doch etwas nützliches dabei.


Montag, 1. Dezember 2014

HosenHerbst: Defilée und Resumée

Herzlich willkommen zum letzten Monat des HosenHerbstes. Wie geht es euch? Kam der Dezember für euch auch so plötzlich?

Ich war letzte Woche in Urlaub und schaffte es, vor dem Abflug nicht mehr, mich adäquat auf das große HosenHerbst-Finale vorzubereiten. Weder habe ich eine, genauer gesagt die Hose fertig, wegen der die ganze Aktion überhaupt entstand, noch hat es geklappt, den Beitrag dazu zu schreiben, der eines Finales würdig wäre. Aber egal: dieser spontane und ganz anders organisierte Sew Along hatte von Anfang an das Ziel, keinen Stress aufkommen zu lassen.

Da wir uns stets am Anfang UND am Ende eines Monats treffen, ist ja heute eigentlich auch noch gar kein richtiges Finale. Die letzten drei Tage im Dezember sind unser offizielles Finale und da die eine oder andere zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich auch Urlaub macht, werde ich am Ende des Monats die Linkliste dann ein paar Tage länger auflassen und zwar bis zum 6.1. Also spätestens wenn ihr den Tannenbaum entsorgt, solltet ihr daran denken, eurer Hosen-Resumée zu veröffentlichen und zu verlinken.

Dezember
1. Dezember 2014: Defilée und Resumée
Zeigt her eure Hosen? Seid ihr zufrieden? Tragt ihr eure Hosen? Mit was kombiniert ihre eure Hosen (Oberteile, Jacken, Schuhe)? Näht ihr noch weitere Hosen? Warum? Oder warum nicht?

Heute wollte ich eigentlich zur Einstimmung zwei Interviews zum Thema Hosen veröffentlichen. Doch leider habe ich nur von einer Interviewpartnerin bisher Antworten erhalten. Das ist ein bisschen wenig, ich bleibe also im Laufe des Dezembers noch dran und versuche noch mehr über Hosen von unterschiedlichen Expertinnen zu erfahren. Und natürlich nähe ich auch noch die Hose, damit ich auch ganz persönlich resümieren kann.

Damit ihr zum Thema Hosen bis zum Ende des Monats nicht ganz auf dem Trockenen sitzt (sicherlich habt ihr, wie die meisten Menschen im Dezember unendlich viel Zeit und Langeweile...haha), empfehle ich euch den spektakulären Beitrag (mit ganz vielen Bildern) von Suschna zum Thema "Hosen an der Heimatfront: Frauenbeinkleider 1914 - 1918" anzuschauen! Danke Suschna!

Und für die ganz Fleissigen, die stolz zeigen und fröhlich resümieren wollen, gibt es natürlich auch jetzt schon eine Linkliste. Vorhang auf!




Hier findet ihr weitere Informationen zum HosenHerbst (Ablauf Inhalte und Teilnahmeregeln).

Die bisherigen Monatsthemen:

August: Hosenformen, Hosenmoden, Hosenschnitte (hier und hier)
September: Passform I - Ansprüche
Oktober: Im Detail liegen die Tücken
November: Passform II - Mängel erkennen und beheben
Dezember: Defilée und Resumée


Donnerstag, 27. November 2014

Die HosenHerbst Linkliste ist noch mal geöffnet

Hallo allerseits. Eben fiel es mir siedendheiß ein, dass ich euch ja versprach, jeweils am Ende des Monats, noch mal die Linklisten zu öffnen. "Aus Gründen" wie es oft so schön auf Twitter heißt, bin ich heute geizig und es gibt nur eine Linkliste. Das muß reichen. Und für alle, die jetzt auch hektisch werden: das große Finale ist erst Ende Dezember!

Montag, 24. November 2014

Nur Text

Eigentlich, ja eigentlich bin ich derzeit sehr fleissig am Nähen und nutze jedes kleine Zeitfenster, das sich ergibt. Nur mit den Fotos zum zeigen ist es um diese Jahrzeit schwierig, ihr kennt das ja.

Aber irgendwann, dann zeige ich euch den Hosenrock, der nur noch gesäumt werden muß (wenn ich jemand gefunden habe, der mit mir die Länge bespricht und absteckt), oder die Hose, die ich für  meinen Mann genäht habe. Und irgendwann wird vielleicht auch meine HosenHerbstHose fertig sein.

Der Grundschnitt hatte ewig gedauert, weil ich dauernd den Kurs verschieben mußte. Erst hatte ich keine Zeit für die Hausaufgaben, dann keine Zeit für den Unterricht. Aber jetzt ist der Grundschnitt, nach zwei Probehosen, fertig und ich habe schon eine richtige Hose aus feinem Wollstoff zugeschnitten und angefangen zu Nähen. Ob ich es bis zum 1.12. schaffe, steht noch in den Sternen. Aber der HosenHerbst geht ja bis Ende Dezember. Bis dahin schaffe ich es ganz bestimmt. Und dann muß ich auf jeden Fall endlich mal wieder ein Kleid nähen. Ich weiß ja schon gar nicht mehr, wie das geht! 

Freitag, 21. November 2014

Ein Podcast! Mit mir!

Ich hatte euch ja schon von Muriels neuem Nähpodcast berichtet. Nach wie vor bin ich schwer begeistert von der ganzen Sache. Es war ja ein offenes Geheimnis, dass Folge 2 mit einem Interview mit mir ist. Ich bin schon ganz aufgeregt, denn ich habe es auch noch nicht gehört. Und ich gebe zu, ich war auch während der Aufnahme aufgeregt, nicht die ganze Zeit, aber immer mal wieder zwischendurch. Im Großen und Ganzen überwog aber das tolle Gefühl, Teil einer spannenden Sache zu sein und die Freude darüber, mit Muriel zu sprechen. Vielen Dank, liebe Muriel!

Folge 2 des Podcastes findet ihr ab heute, Samstag, auf Muriels Blog - falls ihr den Podcast noch nicht abonniert habt und schon bescheid wisst. Viel Spaß beim Zuhören!

P.S. Aber eins muß ich noch nachtragen: eigentlich heißt mein Blog "crAfteln" ( mit einem a, wie in "arbeiten") und nicht  "crÄfteln", ich spreche das eher deutsch als amerikanisch aus. Aber als Muriel das zur Begrüßung so sagte, war ich noch viel zu schüchtern, sie zu verbessern.

Montag, 17. November 2014

Weihachtskleid Sew Along - Teil 1



Ich rang mit mir, bezüglich des Weihnachtskleid Sew Alongs, aber das gehört vermutlich dazu. Eigentlich habe ich keine Zeit, denn zum Beispiel die Hose für den HosenHerbst ist noch nicht mal begonnen! Aber andererseits kann ich mich schon gar nichtmehr daran erinnern, wann ich überhaupt das letzte Kleid genäht habe und finde, es ist mal wieder an der Zeit.

Geplant sind konkret zwei Kleider, die ich zumindest diesen Winter nähen will, ohne mir jetzt schon all zu viel Zeitdruck zu machen: das "Bürokleid" B6018 aus grauem Tweed und ein Frau-Kirsche-Kleid aus der rotkarierten Version des Stoffes, aus dem ich schon mal ein blaukariertes Hemdblusenkleid nähte. Vermutlich wird das rotkarierte Kirschenkleid das Weihnachtskleid, weil es


  • ein überschaubares Projekt ist, das in der Zeit zu schaffen ist
  • ich froh bin, dass ich endlich weiß, was ich aus dem Streichelstoff nähen will. 
  • der Stoff nicht ganz so wärmt, wie der Tweed und es Weihnachten immer so heiß her geht. 
  • und rot so schön weihnachtlich ist. 


Aus Zeitmangel werde ich also vermutlich die nächsten Sew Along Termine schwänzen und bei Gelegenheit wieder einsteigen. Stoff habe ich schon und die einzige Herausforderung ist nur "nur noch", einen neuen Kleidergrundschnitt zu erstellen, bei dem der Brustpunkt 4 cm weiter oben liegt, damit ich mit dem neuen Untendrunter neue Kleider nähen kann.

Mehr Weihnachtskleidprojekte gibt es auf dem Me Made Mittwoch Blog, auf dem den diesjährigen Weihnachtskleid Sew Along die liebreizenden Nähfreundinnen Dodo und Frau Kirsche anführen.

Achsoooo, die alten Weihnachtskleider fehlen ja noch!

Weihnachten

2013


2012 musste ich vorzeige aufgeben und habe das Kleid dann erst Anfang des Jahres genäht



2011


Alles uni und aus Jersey. Da wird es Zeit, dass ich mal ein gemustertes Weihnachtskleid aus Webware nähe!

Donnerstag, 13. November 2014

Neuigkeiten aus der Nähnerd-Welt: der Weihnachtskleid Sew Along und der neue Nähpodcast



In der Nähnerd-Welt wird es einfach nicht langeweilig. Ich bin extrem entzückt, dass immer wieder neue gute Ideen das Tageslicht erblicken und mache auch gerne ein bißchen Werbung dafür.

Gestern habe ich schon darauf hingewiesen dass die Frau mit der wirklich eindrucksvollen Nahtzugabe, Muriel von Nahtzugabe_5cm, auf die grandiose Idee gekommen ist, einen Nähpodcast zu initieren. Aber nicht nur das! Sie hat sich in die bestimmt verzwickten technischen Voraussetzungen eingearbeitet, verschiedene Nähnerds kontaktiert und sich auch mit interessanten Fragen gründlich auf die Interviews, die sie mit wechselnden Partnerinnen führen wird, vorbereitet. Hut ab! Ich finde es großartig und sage DANKE!

Was ist eigentlich ein Podcast? Ein Podcast ist so ähnlich wie eine Radiosendung oder Fernsehsendung, in diesem Falle "nur" Ton, kann aber zu jedem beliebigen Zeitpunkt gehört werden. Ihr könnt ihn direkt vom Blog von Frau Nahtzugabe5cm starten oder aber auch herunterladen. Wenn ich es recht verstanden habe, bedeutet Podcast auch, dass es sich nicht nur um einmalige Gelegenheit handelt, sondern dass eine lockere Reihe von Interviews geplant ist - sollten sich genügend Menschen dafür interessieren - die dann auch abonniert werden können. Und das ganze ist gratis!

Ich war sehr berührt davon, den ersten Podcast anzuhören, in dem Frau Nahtzugabe5cm Frau drehumdiebolzeningieur interviewt. Es fühlt sich an, als würden wir zusammen Kaffee trinken (nur, dass ich nicht meinen Senf dazu geben kann) oder zusammen nähen. Sie sitzen neben mir und erzählen mir etwas. Obwohl ich beide Blogs schon seit Ewigkeiten lese, habe ich eine ganze Menge Dinge erfahren, die ich noch nicht von den beiden wusste. Mein Bild der Menschen hinter den Blogs ist präziser geworden, es fühlt sich gleich noch ein bisschen vertrauter an - obwohl wir uns noch nicht "in echt" getroffen haben.

Früher, als ich noch nicht genäht habe, waren mir Menschen mit einem Hobby etwas suspekt. Diese extreme Faszination für ein Thema! Ich hatte Menschen vor Augen, die in ihrem Hobbykeller für Stunden und Tage verschwanden und nichts Interessantes zu erzählen haben, weil ihnen außer ihrem Hobby nichts einfällt. Für Außenstehende ist natürlich etwas strange - aber wer im Thema drin ist, kann sich eigentlich nichts schöneres vorstellen, als über das Thema mit Gleichgesinnten zu reden. Da das, aufgrund unserer räumlichen Distanzen nicht immer so einfach möglich ist, ist ein Podcast ein nette Möglichkeit, das Flauschgefühl heraufzubeschwören, obwohl diverse Kilometer zwischen und liegen.  Hört auf jeden Fall mal in den ersten deutschen Nähpodcast rein - es lohnt sich!

---------------------------------- nächstes Thema ----------------------------------

Oben seht ihr das Logo des diesjährigen Weihnachtskleid Sew Alongs. Das ist ja mittlerweile schon eine schöne Tradition in der Nähnerd-Welt, sich etwas besonders schönes zum Jahresende zu nähen. Ein Anliegen der Me Made Mittwoch Crew ist ja, Frauen dazu zu ermuntern,  mehr zur "selfish seamstress" zu werden, also "für euch" statt nur für andere (meist die Kinder) zu nähen und das ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben - daher auch der Name "Me Made Mittwoch". Gerade in der Vorweihnachtszeit sind viele von uns extrem gestresst, weil sie für andere ein schönes Weihnachtsfest organisieren wollen. Das ist eigentlich ein schöner Plan, aber gerade dann, wenn die Wellen besonders hoch sind, finde ich es nützlich, immer mal ein paar Minuten freizuschaufeln, um etwas "für mich" zu machen. Sich selbst ein Weihnachtskleid - oder auch ein Weihnachtsnachthemd etc.., Hauptsache in "besonders schön" - ist eine schöne Jahres-End-Belohnung und schafft kontemplative Ruhe und Entspannung.

Für mich war mein erstes Weihnachtskleid damals 2011 auch gefühlt der Anfang meiner Kleidernäherei, die mittlerweile zur Gewohnheit geworden ist. Ich bin aber dankbar für den Schubs, denn ich durch den Sew Along bekommen habe. Jedes Jahr überlege ich, ob ich nicht auf den #WKSA verzichten sollte, weil ich ja ohnehin dauernd Kleider nähe. Aber wahrscheinlich wird es auch dieses Jahr so sein, dass ich zögere und dann doch mit mache, weil es einfach eine schöne Aktion ist und es so wunderbar ist, an Weihnachten die virtuelle Modenschau zu bestaunen und sich damit ein wenig aus der familiären Aufregung zurück zu ziehen. In sofern kann ich nur jede ermuntern, sich ein Weihnachtskleid zu nähen - gerade auch diejenigen, die vielleicht sonst wenig Kleider tragen oder nähen. Gönnt euch was! Am Sonntag geht es los!

Mittwoch, 12. November 2014

Rosaroter MMM - ich darf das!



Heute gibts bei mir wieder nix neu genähtes am Me Made Mittwoch zu sehen, aber neben viel Links ein Outfit, was ich sehr mag und euch zeigen möchte. Als ich gestern die Plus Size-Bloggerin missBartoz auf einen ausführlichen und inspirierenden Plausch traf, trug ich Rosarot. Nicht jeder Tag ist ein Tag für Rosarot, aber als ich mich morgens im Spiegel betrachtete und mich fragte, ob ich es gerade ok finde, als "erdbeerroter Feuermelder" das Haus zu verlassen, dachte ich "ich darf das" und fand, dass das passt; denn "ich darf das" ist das Motto der lesenswerten Beiträge zum Thema Selbstermächtigung von missBartoz.

Von mir gibts nur heute nur noch die Auskunft, dass der rote Lieblings-halber-Teller-Rock (nach eigenem Schnitt) selbstgenäht ist, aber das wisst ihr ja schon, weil ihr ihn schon oft gesehen habt. Das rosarote Shirt und der Rest ist gekauft. Für alle, die auf der Suche nach guten Strumpfhosen, auch für dicke Frauen, sind - die gibts bei ZE und AA. Mehr wunderbare selbstgemachte Outfits an echten Menschen gibt es wie immer Mittwochs auf dem MMM-Blog, heute mit der gar nicht biederen Gastbloggerin Nastjusha von minervas Pool. Selbst zu nähen macht eben aus jeden Kleidungsstück etwas ganz Besonderes!

Und sonst so? Gestern hatte ich einen interessanten Beitrag zum  Thema BHs geschrieben, aber der allerneuste Schrei im Näh-Bloggerinnen-Land ist der Näh-Podcast von Muriel von Nahtzugabe5cm mit einem Interview mit Miriam drehumdiebolzeningenieur. Hören!