Freitag, 22. Mai 2015

Schluppen-Shirt



Ich wollte schon länger mal testen, ob ich Schluppenblusen mag und dieser Vögelchen-Jersey sprach mich auch schon seit ein paar Wochen an. Ich war ein wenig unsicher, ob er mir nicht doch zu kindlich ist und dachte, dass wenn ich ihn vernähe, es wenigstens ein damenhafter Schnitt sein muss.
Da traf es sich gut, dass mein Arbeitgeber Stoff und Stil mir hin und wieder Stoff sponsort, wenn ich ihn vernähe und dann beim Stoffverkaufen trage, so konnte ich ungehemmt experimentieren. Nun gut, eine Schluppenbluse ist es nicht wirklich geworden, aber ihr kennt ja meine Abneigung gegen blusige Oberteile.

Ich nahm einfach den bewährten Shirt-Schnitt (Schnittbesprechung hier) und kombinierte ihn mit der Anleitung für ein Schluppen-Shirt des Curvy Sewing Collectives. Das ist überhaupt eine tolle Website und es lohnt, dort bei "Tutorials" zu schauen.



Der Trick bei diesem Schluppendings ist, das Vorderteil senkrecht in der vorderen Mitte zu teilen, damit das komplette Shirt durch die Schluppe gezogen wird. Das hat den Vorteil, dass die Naht, mit der Schluppe und Ausschnitt verbunden werden, IN der Schluppe liegt. So ist es schöner und die Schluppe klappt nicht so leicht um. Vermutlich sieht so eine Naht in der vorderen Mitte nicht bei jeden Stoff schön aus, aber in meinem Fall fällt es eigentlich gar nicht auf.

Einziges Problem bei diesem Shirt: Der Vögelchenjersey ist aus Baumwolle, die Schluppe aus Viscose, beide Stoffe dehnen sich sehr unterschiedlich. Ich fand den Viscosejersey jetzt nicht so super geeignet, weil er sich zu doll gedehnt hat und damit auch eher wellig und schief angenäht ist  zur schönen Schleife lässt er sich leider auch nicht binden. Auch an den Armbündchen wirkt es mir ein bisschen zu sehr wie Schlafanzug, aber ansonsten finde ich das Oberteil gar nicht so schlecht. Ich glaube aber, ich probiere diese Schluppenidee noch mal "Ton in Ton", also Schluppe und Shirt aus dem gleichen Stoff.


* Dies ist kein gesponserter Post, aber der Stoff wurde mir von Stoff und Stil gratis zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Schnittmusterbesprechung: Shirt-Schnitt Stoff und Stil 73006



Und weiter gehts mit den Schnittbesprechungen. Heute stelle ich ihn euch meinen Standard-Shirt-Schnitt vor. Es ist nicht so, dass ich schon viele Shirt-Schnitte probiert hätte und gerade deswegen diesen als Standart auserkoren habe. Neee! Aber er hat sich bewährt, er ist speziell für große Größen gemacht und es gibt ihn noch zu kaufen. Also stelle ich ihn euch vor.





FrauCrafteln und das Shirt-nähen

Eigentlich ist das Nähen von Shirts nicht so meines. Das war es zumindest bisher, denn bis vor kurzem gab es beim schwedischen Bekleidungshaus Shirts, die ich sehr mochte. Und dann kamen die einfarbigen Röcke in meine Garderobe und die Idee, doch mal etwas interessante Shirts obenrum zu tragen. Das reichte, um doch mal auszuprobieren, ob das Nähen von Shirts etwas für mich ist.

Sagen wir mal so: meine Leidenschaft ist es sicherlich nicht, Shirts zu nähen, aber es sind schnelle Erfolgserlebnisse und sie bereichern meine Garderobe. Das reicht, um es hin und wieder zu tun. Am besten, nach einem Standardschnitt, bei dem Frau nicht viel überlegen muß. Den habe ich gefunden und will ihn nun hier vorstellen.





Meine Shirts nach Stoff und Stil 73006:

Rotgeringelter Rippjersey,  Blümchen-Shirt, orang-blaue Ringel (noch nicht verbloggt), Vögelchen-Shirt (noch nicht verbloggt)

Größen

Bei 73006 handelt es sich um einen Eingrößenschnitt für Große Größen, den es im Größenspektrum 46 bis 60 (!) gibt.



Gibt es Variationen?

Der Schnitt ist sowohl für Kleider als auch für Shirts gemacht, d.h. es gibt eine Schneidelinie für die Shirtlänge.


Sieht das genähte Kleidungsstück wie auf dem Foto/der technischen Zeichnung aus?

Ja.

War die Anleitung leicht zu verstehen?

Ups, ich glaube, ich habe die Anleitung vor dem Nähen nicht gelesen. Aber ich schaue mal für euch. Also, am Anfang steht, dass alle Borlöcher markiert werden sollen und die Schnittteile mit Nummern versehen werden sollen. Das liegt daran, dass Stoff und Stil-Schnitte aus Vlies sind und keinerlei Aufdruck enthalten. Die Borlöcher sind die Passzeichen und die Löcher, die irgendwo in der Mitte erscheinen sind der Fadenlauf und die vordere Mitte. Ich markiere mir die Passzeichen und den Fadenlauf mit Kuli auf dem Schnitteil.

Die Anleitung ist knapp, aber ok, aber den Halsausschnitt habe ich anders gemacht.



Aus welchem Material ist der Schnitt

Wie oben beschrieben ist der Schnitt aus einem Vlies, d.h. er kann fertig so auf den Stoff aufgelegt und ausgeschnitten werden. Das ist toll, denn es geht schnell und rutscht nicht.

Mit Nahtzugabe oder ohne?

Enthält 1 cm Nahtzugabe.

Was mochte ich besonders/überhaupt nicht an dem Schnittmuster?

Ich mag das Schnittmuster, weil es - unüblicherweise für ein Shirt - Brustabnäher hat. Bei großen Größen ist meist Vorbau im Spiel, da hilft ein Brustabnäher, das Oberteil schön zu formen und dem Vorderteil die nötige Länge zu geben.

Veränderungen am Schnittmuster (für meine Figur)

Das Schnittmuster hat lange Ärmel, ich habe sie auch schon in 3/4-Länge gekürzt.

Wichtigste Änderung ist der Halsausschnitt, denn der ist viel zu klein. Ich finde, Frauen mit mehr Speck brauchen etwas größere Ausschnitte, damit die Proportionen stimmen. Ich habe ihn freihändig vergrößert.

Das Halsausschnittsbündchen nähe ich meist so: Bündchenstreifen in der Hälfte zusammenlegen, bügeln, rechts auf rechts, leicht gedehnt auf den Halsausschnitt stecken an der hinteren Mitte zum Kreis schließen und mit der Overlock annähen.

Außerdem habe ich das Shirt ein bißchen verlängert. Ich vermute, die Verlängerung brauchte ich, weil ich es eine Nummer kleiner als nach Maßtabelle vorgesehen genäht habe. Das liegt daran, dass ich enge Shirts bevorzuge.


Verwendeter Stoff/mögliche Stoffe

Baumwolljersey habe ich genommen, Es braucht auf jeden Fall einen Jersey, andere Qualitäten wie Strick, Nicky oder Sweat habe ich noch nicht probiert. Bei Sweat würde ich ne größere Größe wählen.

Mit der Nähmaschine und/oder mit der Overlock genäht?

Bis auf Ausschnitt und Saum mit der Overlock genäht.


Welche Unterstützung/Tutorials habe ich genutzt?

Keines

Würde ich das Schnittmuster noch mal nähen?

Ja. Das ist mein Standard-Shirtschnitt für ganz einfache, klassische Shirts.

Fazit:

Es gibt sicherlich aufregendere Shirt-Schnitte, aber es ist gut, einen gut passenden Standardschnitt zuhause zu haben, wenn dringend ein bestimmtes Shirt gebraucht wird. Der Halsausschnitt und die Ärmellänge sind leicht anzupassen, das Vlies liegt gut auf dem Stoff auf. Alles nicht spektakulär, aber brauchbar.


Mittwoch, 20. Mai 2015

MMM - mit heißgeliebten Punkten



Heute komme ich bei Me Made Mittwoch endlich mal dazu, mein schon gar nicht mehr ganz so neues aber wirklich heißgeliebtes Shirt zu fotografieren und euch zu zeigen. Dieses Shirt wird wirklich getragen-gewaschen-getragen-gewaschen-usw. Dabei hätte ich im Vorfeld gar nicht prophezeien können, dass es ein Liebling wird. Es ist eher aus der Not geboren nach dem Motto "ich bräuchte vielleicht mal eine Abwechslung zu Ringel". Die Punkte erschienen mir erst zu groß, aber so ein Shirt ist schnell genäht und damit war das Risiko überschaubar.

Schnitt: Knip Mode 6/2013  (hier Schnittbesprechung)
Stoff: Baumwoll-Jersey von Stoff und Stil





Beim zweiten Shirt nach diesem Schnitt habe ich die Raffung nicht in Falten gelegt, sondern gekräuselt. Es ginge wahrscheinlich ordentlicher und würde dann noch schicker aussehen, aber so ging es schneller und es gefällt mir auch besser, als mit Falten.

Der Vollständigkeit halber: Untenrum trage ich den grünen Rock, den ihr schon kennt. Wie fast immer ein "halber Teller". Er knittert zwar ohne Ende, aber ich trage ihn sehr sehr gerne. Seit dem ich Kniestrümpfe besitze, mal mit mal ohne Petticoat, je nach Temperatur. Eigentlich ist heute noch Strickjäckchen + Petticoatwetter, aber irgendwie habe ich beim Fotografieren die Hälfte vergessen, weil der nahezu leere Akku der Kamera schon heftig blinkte. Da mußte es schnell gehen, aber Strickjäckchen und Petticoat wären sowieso gekauft. Und ganz am Rande: ich brauche dringend einen hellblauen Gürtel zu meinen neuen Schuhen!

Auf dem Me Made Mittwoch Blog gibt es wie immer Mittwochs noch viel mehr selbstgemachte Kleidung an echten Menschen zu sehen. Heute mit der wunderbaren Claudia als Gastgeberin, die sich ein bißchen schwer mit Röcken tut, obwohl ich es bei ihr auch toll finde. Noch toller finde ich allerdings, dass sie ein ungeliebtes Kleid noch mal anfasste, und es so für sich änderte, dass sie es tragen kann - mich noch mal aufzuraffen, wenn etwas nicht so geworden ist, wie ich es mag, damit tue ich mich verdammt schwer.


Dienstag, 19. Mai 2015

Schnittbesprechung: Shirtschnitt mit asymmetrischem Ausschnitt aus Knip Mode 6/2013



Schon länger hatte ich vor, dem guten Beispiel von Mema zu folgen und ausführliche, subjektive Schnittmusterbesprechungen in extra Posts aufzuschreiben. Um am Ball zu bleiben, mache ich nach dem umjubelten Kleiderschnitt mal weiter "in Jersey"


FrauCrafteln und das Shirt-nähen

Wenn schon Shirts nähen, dann bitte interessant - nach dem Motto "einfache Standardshirts in uni kann ich auch kaufen". Ich war also schon länger auf der Suche nach einem interessantem Shirtschnitt. Jetzt sollte frau denken, dass ich doch auch einfach irgendeinen Schnitt nehmen könnte, den ich für Jerseykleider bereits probiert hätte. Na, so einfach ist das dann doch nicht, finde ich. Aber ich habe drei Jahre lang die Knip Mode aboniert gehabt, so dass ich dort fündig wurde.

Es tut mir leid, dass ich erst jetzt den Schnitt bespreche und hoffe sehr, dass ich euch nicht allzu wild darauf mache bzw. das das Heft noch irgendwie erhältlich ist, falls ihr meint, dass ihr ohne den Schnitt nicht mehr leben könnt. Was ich aber schreibe, gilt sicherlich zum großen Teil für andere Shirt-Schnitte aus der Knip Mode, die es ja seit Anfang des Jahres auch auf deutsch als "Fashion Style" gibt.



Meine Shirts nach Knip 6/2013:

Blumenshirt, Punkteshirt (noch nicht verbloggt)

Größen

Es ist ein Plusgrößenschnitt von 44 bis 56.

Stoffverbrauch
zwischen 0,90 cm und 1,25 m bei 160 cm breitem Jersey. Da der Jersey meist nur 1,40 m breit liegt, nehme ich 1,20 m


Gibt es Variationen?

Nein. Aber bestimmt ist dieser Schnitt in anderen Ausgaben der Knip Mode noch mal als Kleiderschnitt genutzt.

Sieht das genähte Kleidungsstück wie auf dem Foto/der technischen Zeichnung aus?

Naja. Ich finde, die technische Zeichnung verspricht ein deutlicheres Faltendetail. Aber ob das so aussieht, liegt vermutlich auch am Stoff.

War die Anleitung leicht zu verstehen?

Die Anleitung habe ich nicht gelesen. Ich kenne aber schon von der Knip, dass nach den Schnittteilen noch verbal die zusätzlichen Schnitteile beschrieben werden sollen, die zusätzlich zugeschnitten werden sollen ("Knip naar maat"). Hier der Halsbelegt, den ich aber so nicht gemacht habe.

Aus welchem Material ist der Schnitt

Es handelt sich um eine Schnittmusterzeitschrift. Auf dem Bogen sind mehrere Schnitte mehrfarbig gedruckt, die abgepaust werden müssen.

Mit Nahtzugabe oder ohne?

Ohne Nahtzugabe.

Was mochte ich besonders/überhaupt nicht an dem Schnittmuster?

Ich finde, der Schnitt funktioniert nicht so gut mit Halsbeleg, aber vielleicht bin ich dafür einfach nur zu ungeduldig und unordentlich gewesen. Da ich einen wildgemusterten Stoff verwendet habe, habe ich die Schnitte Saumlösung "umschlagen und mit dreigeteiltem Zickzack steppen" gewählt.

Beim zweiten Shirt habe ich keine Falten gelegt, sondern gekräuselt. Wurde genauso doof, wie beim ersten. Beim dritten Shirt würde ich trotzdem wieder kräuseln.


Veränderungen am Schnittmuster (für meine Figur)

Ich habe zwei Größen kleiner statt nach Maßtabelle genäht, da ich enge Shirts bevorzuge.

Halsausschnitt nicht mit Beleg, s.o.

Verwendeter Stoff/mögliche Stoffe

Nur für Jersey, ich habe Baumwolljersey vernäht.

Mit der Nähmaschine und/oder mit der Overlock genäht?

Bis auf Ausschnitt und Saum mit der Overlock genäht.


Welche Unterstützung/Tutorials habe ich genutzt?

Keines

Würde ich das Schnittmuster noch mal nähen?

Ja, ich mag es gerne anziehen.

Fazit:

Derzeit sind angeschnittene Ärmel in, ich brauchte etwas Zeit, bis sie mir gefielen, aber jetzt mag ich sie. Das Shirt ist trotz interessantem Detail schnell zugeschnitten und genäht. Der geringe Stoffverbrauch und der schnelle Näherfolg macht es mir leicht, mich zum Shirtnähen aufzuraffen.

Montag, 18. Mai 2015

DIY und ich



Dieser Tweet brachte mich gerade zum Nachdenken. Natürlich kenne ich Selbermacherinnen aus Berlin, aber ich fragte mich sofort, ob diese gemeint sein könnten. Verstehen wir #Nähnerds uns als DIY-lerInnen?

Spontan dachte ich "Nein, weil ich ein bestimmtes Bild habe, wenn von DIY die Rede ist". Ich dachte, DIY, das ist mir mittlerweile zu mainstreamig, das Wort wird bestimmt bereits in Fernsehzeitschriften verwendet und ist sicherlich auch nach Osterholz-Scharmbek vorgedrungen, da habe ich nichts mit zu tun. Doch schnell dachte ich "sei mal nicht so arrogant", was spricht eigentlich dagegen, DIY als Oberbegriff für das Selbermachen zu verwenden. Das Nähen gehört doch ganz sicherlich dazu.

Auf twitter gab es zu diesem Tweet Assozisationen von Cupcakes bis Handwerken und ich finde, das trifft die Bandbreite ganz gut. Bei manchen Recherchen lande ich auf Handwerksseiten im Internet, bei denen ich mich überhaupt nicht angesprochen fühle oder auf Bastelseiten, die mich nicht ansprechen. Es scheint also sehr unterschiedliche Menschen zu geben, die etwas selber machen und sehr unterschiedliche Dinge, die selbstgemacht werden können.

In den Anfängen meines Nähbloggens, habe ich auch hin und wieder den Begriff DIY verwendet und auch mein Blogname crafteln referenziert ironisch darauf. "Das Glück, Dinge selbst zu machen", erkläre ich crafteln und schränke es eigentlich nicht ein. Ich versuchte mich mal mit anderen Themen, zum Beispiel mit meiner Erzählung, wie ich Seitan selbst machte. Aber es fühlte sich für mich nicht so richtig an, einen Blog über dies und das zu machen. Mich auf "textile Techniken" zu beschränken, fand ich klarer und übersichtlicher. Wenn ich das so schreibe, dann frage ich mich, ob ich crafteln abseits textilere Techniken damit nicht abwerte. Ich koche und backe sehr viel, ich pflanze sogar manchmal Sachen an, um sie zu essen. Ich reparier manchmal Dinge, ich bastele mit dem Kind und wahrscheinlich gibt es noch eine Menge mehr, was ich selbst mache, was mir aber nicht wichtig genug erscheint, um es zu verbloggen. Interessanterweise stört es mich auf vielen Blogs, die ich lese nicht, wenn es so ein Gemischtwarenladen ist - im Gegenteil, meist probiere ich die Rezepte sogar aus, nach dem Motto "die Frau ist mir sympathisch, das schmeckt bestimmt gut", obwohl das eine mit dem anderen vermutlich wenig zu tun hat.

Würden mehr Menschen meinen Blog finden, wenn ich es DIY nennen (taggen) würde, was ich mache? Würden sich mehr Menschen für meinen Blog interessieren, wenn ich über unterschiedlichere Themen bloggen würde? Will ich das überhaupt?

Treibt mich vielleicht die Sorge, ein Mutti-Image zu bekommen, wenn ich alles verbloggen würde, was ich selbst mache? (Ganz abgesehen davon, dass ich selbst Mutter bin und es eigentlich abturnend finde, wenn Frauen sich gegenseitig abwerten) Was stört mich an dem Image? Welches Image will ich eigentlich haben?

Ich mag es, dass mein Blog nur einen Teilbereich meines Lebens spiegelt. Und ich mag es sehr, andere #Nähnerds zu treffen und sich dem Sog hinzugeben, vollkommen nerdisch nur über das Eine zu reden. Manchmal bleibt es dabei und wir bleiben beim Thema, manchmal nicht und wir geben einander mehr von uns und unserem Leben preis. Aber das muß nicht sein. Genauso wenig, wie es sinnvoll ist, die Freundinnen aus anderen Zusammenhängen mit Nähkram vollzuquatschen, genauso wenig muß es sein, mit Nähfreundinnen mehr zu bereden, als sich ausführlich über Dampfstationen und Paspelknopflöcher auszutauschen. Ich mag das Aufteilen meines Lebens in Teilbereiche, insbesondere im Internet, wo Hinz und Kunz lesen kann, was ich schreibe. Wen ich dann zu meinem Geburtstag einlade, damit sie andere Menschen aus anderen Teilbereichen kennenlernen kann, darf ich ja glücklicherweise selbst entscheiden.

Also, was ist das jetzt mit mir und dem DIY?

Ich weiß es nicht. Eine Zeit lang, hatte ich die Sehnsucht, einen deutschen Begriff zu finden, der mehr sexy ist, als Handarbeiten, vielleicht, weil ich merkte dass Crafting und DIY auch nicht so recht zu mir passten. Daraus entstand als Witz "crafteln" - bayrisch ausgeprochen von einer Bayerin - und in Ermangelung einer besseren Idee, wurde es zum Blognamen. Und da ich weder Lust habe, mich um Blogdesign noch um einen neuen Namen zu kümmern, blieb es bisher einfach dabei.

Ich glaube, ich habe es mir in unserer kuscheligen kleinen Ecke des Internets einfach gemütlich gemacht. Zur Zeit reicht es mir, mich mit #Nähnerds auszutauschen. Die Welt ist komplex, dieses gemütlich machen dient der reduktion von Komplexität und so lange es mich zufrieden macht! Ich bin ja begeistert, was sich alles in unserer Nische tut, da fühlt es sich gar nicht notwendig an, mich mit Hobbyhandwerkerinen und Cupcakebäckerinnen auszutauschen. Aber wenn ich es doch schätze, bei anderen Nähnerds über den Tellerrand zu blicken, vielleicht sollte ich mir doch auch hin und wieder überlegen, ob ich mich nicht zu sehr selbst beschränke - und schlimmer noch - das, was ich tue und damit mich selbst abwerte, wenn ich manches Selbermachen lieber verschweige.

Samstag, 16. Mai 2015

#Stoffwechsel: der Steckbrief

P


Hach, ich freue mich, wieder beim Stoffwechsel mitzumachen. Die letzte Runde im Herbst hatte ich ausgelassen, weil es irgendwie zu kurz nacheinander war. Jetzt habe ich zwar auch nicht mega viel Zeit, aber ich mag es, mich ein wenig Schubsen zu lassen und mich auf die Erfahrung einzulassen.

Für alle, die noch nicht wissen, was #Stoffwechsel ist: Stoffwechsel wird organisiert von Frau 700Sachen und Lottikatzkowski. Es geht darum, für eine andere, zugeloste Nähnerd, einen Stoff auszuwählen und ihr zu kaufen. Im Gegenzug erhalte auch ich einen Stoff von einer Stoffpatin, deren Namen ich nicht weiß und verspreche, mich auf diesen Stoff einzulassen und in einer bestimmten Frist etwas daraus zu nähen. Damit meine Stoffpatin es einfacher hat, schreibe ich im Vorfeld einen Nähnerd-Steckbrief und genau das ist heute dran. Damit es auch für mich spannender wird, lese ich jetzt nicht noch einmal meinen alten Steckbrief vom Sommer 2014, sondern schreibe ihn neu - vielleicht hat sich ja das eine oder andere geändert. (Edit: nö, eigentlich nicht. Gilt auch alles noch) 

Vielen Dank für die vorbereitenden Fragen und die Organisation, liebe 700Sachen und Lotti!



Was nähtst du am liebsten für dich?

Am liebsten nähe ich Röcke, denn das sind schnelle Erfolgserlebnisse, die ich auch gerne trage. Noch praktischer trage ich Kleider, denn da muß ich morgends nicht darüber nachdenken, was ich obenrum dazu anziehe. Aber Kleider nähen, kann schnell ebenso aufwendig werden, wie z.B. ein Mantel, wenn diese aufwendige Kragen, Taschen, Knopfleisten etc. haben. Ich hätte große Lust, auf einen neuen Kleiderlieblingsschnitt, bin aber derzeit ratlos, was eine Alternative zu dem Frau-Kirsche-Kleid (Webware) oder Ajaccio/Tiramis (Jersey) sein könnte. Eigentlich sind Mäntel und Jacken auch tolle selbst genähte Projekte, weil frau sie oft trägt, damit "rentieren" sie sich mehr als Kleider, aber ich bin so unglaublich unglücklich darüber, aus meinem Jacken-Grundschnitt immer noch nicht den perfekten Jackett-Schnitt entwickelt zu haben und habe zwei unfertige Jacketts und einen unfertigen Mantel im Schrank hängen, dass diese Kleidungsstücke als Plan erstmal ausscheiden. Es wäre schade um den Stoff.


Hast du dir für diese Frühjahrs/Sommersaiosn Plänte gmeacht, etwas bestimmtes vorgenommen? Was wirst du wohl als nächstes nähen wollen?

Näh-Pläne mache ich nie. Wie gesagt, bin ich auf der Suche nach guten Kleiderschnitten, aber ehrlich gesagt auch ein bißchen zu faul derzeit dafür. Ein Thema, das mich in den nächsten Monaten ganz sicherlich beschäftigen wird, sind raffinierte Rockschnitte. Ich glaube, da geht noch was für mich. Bisher habe ich ja reihenweise Bahnenröcke und halbe Teller genäht. Ich hätte Lust, Variationsmöglichkeiten für Rockschnitte zu entdecken.

In den letzten Wochen habe ich auch ein paar Shirts genäht, was ich eigentlich ganz gut finde ("schnelles Erfolgsprojekt") und ja auch praktisch zu den Röcken ist - vor allem, da das schwedische Bekleidungshaus empörenderweise meine Lieblingsshirts aus dem Programm genommen hat. Ich bin immer auf der Suche, nach guten, erwachsenen Baumwolljerseys, interessanten Shirtschnitten ("wenn ich schon selbst nähe, dann bitte kein Standard"). Ich würde auch zu gerne mal Oberteile aus Webware, insbesondere Viscose nähen, habe aber das Gefühl, diese Oberteile müssten weiter geschnitten sein, was ich aber für meine Proportionen etwas unvorteilhaft finde. Das ist auch so nen Thema, das als Aufgabe bei mir schlummert, ohne wirklich schon angegangen zu sein.

Wenn ich so darüber nachdenke: eigentlich muss ein Kleid nicht so viel aufwendiger sein, als ein Rock, wenn der Schnitt schon bewährt ist. Also wäre es schon effizient, endlich mal wieder einen neuen Lieblingskleiderschnitt zu finden. Und zum Thema Viscose: Frau Nahtzugabe zeigte mir letztens schöne, fließende, geblümte Viscosestoffe auf dem Markt und seit dem lässt mich der Gedanke nicht mehr los. Würde es sich nicht toll anfühlen, für heiße Tage ein Kleid aus so einem fliessenden Stoff zu haben. Aber wie müsste es geschnitten sein?

Die Glaubensfrage: Webstoff oder Jersey? Oder doch beides?

Beides! Es ist unglaublich befriedigend einen Baumwollstoff zu vernähen, weil er so sanft durch die Maschine gleitet. Allerdings ist es echt schwierig, Baumwollstoffe, insbesondere am Oberteil so in Form zu bringen, dass sie meinen dreidimensionalen Körper vorteilhaft umgeben, denn "blusig" oder "lässiger 80er Stil" geht gar nicht. Deswegen ist Jersey einfacher bzw. einfach vorteilhaft. Für mich fühlt sich Jersey auch immer so angenehm "jogginghosig" an. Aber ich mag es auch, mit in Webware "angezogen" zu fühlen.

Welches Material vernähst du am liebsten? - gegen was hast du eine (starke) Abneigung. 

Ich vernähe gerne "freundliche" Stoffe. Alles was sich schon beim Kauf zickig anfühlt, ist nicht so mein Ding. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich mittlerweile schon etwas besser mit "zickig" umgehen kann, allerdings setzt meine Maschine ohne Obertransport mir da auch Grenzen. Nachdem ich einmal Flutschstoff mit einer Maschine mit Obertransport genäht habe, habe ich mir vorgenommen, mich mit meiner Maschine nicht mit so einem Material zu quälen.

Positiv formuliert: Bei den Sommerstoffe vernähe ich gerne Jersey (auch flutschigen Viscosejersey) und Baumwolle. Leinen finde ich zu ökig und Chiffon zu tussig. (Bitte nicht persönlich nehmen, das sind billige klischeehafte Vorurteile und ganz sicher nicht wahr.) Fliessende Viscose reizt mich gerade sehr, aber ich habe keine Ahnung, welchen Schnitt ich dafür benutzen könnte.

Reines "Plastik" geht gar nicht, es sei denn, es wäre so nen funktionaler Sportstoff, der wirklich funktioniert. Ich bevorzuge Baumwolle, Viscose und werde leicht schwach, wenn Seide drin ist. Gegen Angora bin ich allergisch, aber das ist bei den Sommerstoffen weniger das Problem. Elastan ist TOLL und auch Gemische finde ich nicht schlecht, wenn sie die Pflege oder Trageeigenschaften verbessern.

Welches sind deine Lieblingsfarben, welche stehen dir gut? Welche gehen gar nicht?

Achja, die Farben. Ich verweise dazu mal auf meinen Post zur Farbberatung. Aber ich muß zugeben, obwohl ich doch stark über diese Beratung lästerte, hat sich mich doch beeinflusst. Trotzdem stehe ich zu meiner Aussage: ich mag klare Farben, die ein Statement abgeben, auch wenn mir angeblich die gedeckteren Farben besser stehen. Außer bei Petrol und Türkis mag ich am liebsten die ungemischten Farben, also Rot, Blau, Grün, Gelb. Rosa ist so ne Sache, wenn dann eher Pink als rosa. Orange mag ich, aber ich fürchte "das tut nix für mich", wie der Guido sagen würde.

Gar nicht geht Beige und Braun, Pastell und gepudert. Schwarz spricht mich auch nicht so sehr an, das hatte ich früher zu oft. Allerdings, wenn ich bei Wiebke schwarze Kleider sehe, will ich auch immer sofort so eines...

Beerentöne mag ich auch, aber Weinrot ganz und gar nicht. Da bin ich ein bißchen heikel. Aber Himbeerrot finde ich unglaublich toll, ebenso wie Petrol, aber beides ist schwer zu kriegen. Ich mag rot-rosa-pink in Kombination sehr gerne und auch gerne dunklen Jeans und manchmal auch Marine (immer noch ein zarter Flirt)

Welche Muster magst du? Groß oder klein? Blumen, Streifen, Punkte? Oder sind Muster vielleicht gar nicht so deins?

Ich mag Muster, am liebsten Große! Kleine Muster sehen von weitem immer so verschwommen aus und vor allen Dingen bei Blümchen ist mir das dann zu lieblich. Ich bin eine großflächige Frau, die sich nicht versteckt, ich mag es schon, große und auffällige Muster zu tragen. Dabei meine ich allerdings eher Retromuster als Wachsprint. Streifen finde ich auch gut, aber anstrengend zu nähen. Die mag ich besonders, wenn sie wie beim Tiramis als Effekt eingesetzt werden und ich finde auch nach wie vor Streifen mit Blumen drüber toll. Ich liebe skurrile Motive, Tiere und vor allen Dingen Vögelchen - so etwas zu kaufen ist aber schwierig, weil der Übergang zu den Kinderstoffen so fließend ist. Punkte gehen immer, die sind einfach und einfach schön, aber eher Punkte als Pünktchen, zu klein dürfen sie nicht sein. Karos finde ich auch toll, aber eher für den Winter. Außerdem braucht es da immer ausreichend Stoff, um ordentlich zuzuschneiden und nicht immer bin ich motiviert, so ordentlich zu sein.

Ich mag auch einfarbige Stoffe, bei denen das Muster durch Struktur, Prägung etc entsteht. Sehr fremdele ich mit diesem neumodischem Metallic-Kunstleder-etc-Zeugs.

Was sind Kleidungsstücke, die dir (in letzter Zeit) in deinen Augen am besten gelungen sind? Sind welche dabei, die du vor allem wegen ihres Stoffes magst?

Die meisten Komplimente habe ich im letzten Jahr für dieses graue Kleid mit den weißen Punkten bekommen. Eigentlich ist es auch viel zu billigem Stoff "für gut"und eigentlich war das Grau eher als Alltagskleid geplant gewesen. So kann sich frau irren.



Am liebsten und in allen Situationen trage ich meine halben Teller: ganz weit vorne voran, der Rote, aber dicht gefolgt von dem schwarz geblümten (seit dem ich ihn neu gesäumt habe) und dem Grünen (der leider stark knittert).



Ein weiterer Favorit meines Kleiderschrankes ist dieses heißgeliebte Ajaccio im Retromuster. Obwohl es ein wirklich wildes Muster ist und für mich eigentlich gar nicht meine Farben erster Wahl, habe ich doch das Gefühl, es zu ganz vielen Gelegenheiten anziehen zu können und gut und richtig angezogen zu sein.



Mein derzeit liebstes Kleidungsstück, was nach dem Waschen sofort wieder angezogen wird, ist mein neues dunkelblaues Shirt mit den weißen Punkten, das sowohl zu dem roten als auch zu dem grünen Rock passt. Aus diesem Stoff muß ich unbedingt noch ein Kleid nähen! Aber das Shirt ist leider noch nicht fotografiert.

Wieviel Stoff verbrauchst du ca. für einen Rock, ein Oberteil, ein Kleid? Welches Mindestmenge benötigst du für die Verarbeitung? Oder hast du sogar ein Maximalmaß für Stoff?

Das ist die Frage, die ich am wenigsten gerne beantworte, weil ich sie so peinlich finde. Aber es ist leider so, dass ich mit einem Meter nichts anfangen kann. Falls sich meine Stoffpatin finanziell arg aus dem Fenster lehnen muß und sich das doof anfühlt, dann revanchiere ich mich gerne mit einem Dankesstoff oder Kurzwaren, denn ich sitze ja an der Quelle.

Enge Röcke habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr genäht, aber ich glaube, selbst dafür brauche ich, wenn sie ein bißchen ausgestellt sind 1,50 m. Für einen halben Teller kaufe ich 2m und das funktioniert auch nur, wenn der Stoff wirklich 1.40m breit liegt. Um sicher zu gehen, muß ich bei einem weiten Rock mit raffinierten Details, wie Falten, wahrscheinlich mehr als 2 m haben. Ich nehme mir immer vor, auch mal 3/4 Teller zu nähen, das scheiterte aber bisher daran, dass ich nicht wusste, wie viel Stoff ich dafür brauche.

Für ein Kleid kaufe ich meist 3 m manchmal sogar auch 3,5m oder 4 m. Je nachdem, wie breit der Rock ist und wie lange die Ärmel werden. Da es sich um den "Sommer-Stoffwechsel" handelt - d.h. kurze Ärmel, sind 3m wohl eine sichere Sache. Ein Ajaccio (mein übliches Jerseykleid) nähe ich aus 2,50 m für Tiramisu brauche ich 3m.

Für Shirts kaufe ich 1,60 m, dann kann ich auch eventuell lange Ärmel machen. Meinen neuen Shirtschnitt mit dem asymmetrischen Ausschnitt brauche ich nur 1,20 m für ein China-Shirt 90 cm.

Gibt es sonst noch etwas, das dich als Näh-/Stofftyp in deinen Augen ausmacht?

Ich bin nicht sehr geduldig, das das Nähen anbelangt und auch nicht diejenige, die herausragend ordentlich arbeitet. Obwohl die Gier, möglichst viele selbstgenähte Kleidungsstücke zu besitzen schwächer geworden ist, mag ich doch gerne schnelle und sichere Erfolgserlebnisse, vor allem, weil ich 2014 so viel Murks produziert habe. Ich fürchte, ich bin in den nächsten Monaten auch mit Arbeit gut ausgelastet, so dass ich beim Nähen vermutlich eher Erholung als Herausforderung suchen werde und deswegen verstärkt auf "schnelle Erfolgserlebnisse" mit einfachen, schon bewährten Schnitten setzen werde. Was nicht heißt, dass mich ein besonderer Schnitt oder ein Stoff, der mit mir spricht mich nicht zu einem ganz anderem, sehr aufwändigen Projekt verleiten könnte. Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!

Was mich auszeichnet ist mein Mut, auch Schnitte auszuprobieren, die eigentlich für kleine Größen gemacht worden sind. Silhouetten und Formen, die landläufig dicken Frauen nicht zugetraut werden. Das finde ich spannend und nehme dann auch schon mal die Mühe auf  mich, Gehirnschmalz in die Erstellung eines eigenen Schnittes zu investieren. Aber leider musste ich lernen, dass zum Beispiel Halterneck bei großem Busen einfach nicht geht, d.h. die Statik setzt mir natürlich Grenzen, aber grundsätzlich finde ich es spannend, die Grenzen erstmal in Frage zu stellen. Ob ich für solche Spielereien allerdings im Sommer allerdings Zeit und Muße finde, weiß ich gerade nicht. Allerdings bin ich sehr brav: das heißt, wenn ich schon beim Stoffwechsel mitmache, dann ziehe ich das dann auch durch. Egal, ob mir der Stoff gefällt oder nicht, ob das Projekt einfach oder herausfordern wird, ich gebe alles, um zum Termin fertig zu werden, denn so eine Aktion funktioniert nur für mich, wenn ich sie konsequent durchziehe.

Mein Schlußwort:

Ich freue mich, beim Stoffwechsel dabei zu sein. Ich freue mich auch schon auf die mögliche Herausforderung, einen erstmal ungeliebten Stoff zu verarbeiten. Beim Stoffwechsel 1 war das eine super Erfahrung für mich. Obwohl ich mit dem Stoff zunächst fremdelte, habe ich dann ein Kleid daraus genäht, was ich sehr gerne mag. Ich habe ihn - und damit auch mich - bezwungen. Das war ein tolles Erlebnis, auf das ich stolz bin. Ich war so stolz auf mich und mein Ergebnis, dass ich das Kleid sogar zu einem wichtigen Ereignis getragen habe - na, das ist doch was, oder?



In diesem Sinne hoffe ich, dass meine Stoffpatin einen Stoff für mich heraussucht, der durchaus nicht aus meiner Komfortzone sein muß. Ich gelobe, ihn auch zu vernähen, selbst wenn ich ihn zunächst scheußlich finden sollte, denn ich bin der festen Überzeugung, dass meine Stoffpatin sich viel Mühe und Gedanken gemacht hat und ich ganz bestimmt einen blinden Fleck habe, wenn ich das dem Stoff nicht auf Anhieb ansehe. Genau das ist die Herausforderung, die ich an der Aktion Stoffwechsel so mag.

Und jetzt freue ich mich wie Bolle darauf, zu erfahren, wem ich einen Stoff kaufen darf, ihn auszusuchen und zu verschicken und dann zu lesen, wie er ankommt. Und natürlich bin ich auch jetzt schon gespannt auf meine Stoffüberraschung und mein Gesicht dazu, beim Öffnen des Paketes. Und dieses Wochenende freue ich mich erstmal auf die Steckbriefe!

Falls ihr bisher noch nichts von der Aktion #Stoffwechsel gehört habt und nun denkt "oh, da würde ich auch gerne mitmachen" - das geht leider nicht, denn aufgrund des großen Interesses wurde die Anzahl der Teilnehmerinnen beschränkt. Ich denke, es spricht aber nichts dagegen, eine ähnliche Aktion selbst zu organisieren. 


Mittwoch, 13. Mai 2015

MMM - FrauCrafteln und die Wickelkleider

Heute ist Wickelkleid-Motto-Spezial-Mittwoch auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog und da ich leider kein neues Wickelkleid mehr geschafft habe für den heutigen Reigen zu nähen und eigentlich auch gar nicht so glücklich mit Wickelkleidern bin, habe ich ein paar alte Bilder für euch herausgesucht. Ganz unten seht ihr dann, welches Kleid ich heute trage.

Theoretisch, habe ich den Traum von Wickelkleidern für mich schon seit 2013 beerdigt. Damals hatte ich diese zwei Scheußlichkeit genäht, und wurde damit natürlich nicht glücklich. Ich schrieb eine flammende Tirade und beschloss fortan, nie, nie, nie wieder Wickelkleider zu nähen!


An das braun-gelb gemusterte Kleid (ein Knip Mode Schnitt vermutlich von 2012) nähte ich noch eine gelbe Einfassung an den Kanten, habe es aber trotzdem nie außer Haus getragen. Das Geblümte (Schnittquelle Rhodos) trug ich höchstens 3x und fühlte mich jedes Mal total wurstig. 





Im Oktober 2013 versuchte ich es noch mal. mit "Fake-Wickel", also mit einem gewickelten Oberteil an einem normalem Rockteil, aber obwohl der Stoff, ein Jeansjersey, des Kleider total toll ist, habe ich es nur zweimal getragen. Es passt einfach nicht gut, weil der Schnitt nur stümperhaft von mir vergrößert wurde. 



Aber, aufgrund unseres Wickelkleidmottos habe ich noch einmal gründlich nachgedacht und festgestellt, dass es eigentlich gar nicht die "Wickel obenrum" sind, die mich an den meisten Wickelkleidern - für meine Figur - stören, sondern das "untenrum", denn Tiramisu - zumindest ein "Fake-Wickel" trage ich, aufgrund des weiten Rocks sehr gerne und nähte ganz bestimmt diesen Sommer noch mindestens eines nach diesem Schnitt. Wenn Wickelkleider untenrum aufklaffen und das Rockteil auch noch körpernah geschnitten ist, mag ich es einfach nicht an mir. 




Nachdem ich meine Tirade von 2013 noch mal gelesen und darüber nachgedacht habe, weiß ich nun, welches Problem ich mit Wickelkleider wirklich habe. Wenn ich keinen BH trage, der meine Brüste knapp unters Kinn schnallt, dann reicht die Taillenbetonung durch ein gewickeltes Band nicht. Tiramisu bietet durch das Taillenband und den weiten Rock eine andere Silhouette als das klassische Wickelkleid, deswegen gefällt es mir. 

Aber was trage ich nun heute nach dieser Erkenntnis? Ein Ajaccio! Denn eigentlich finde ich Gekräusel oder Knoten am Busen vorteilhafter und da es für Tiramisu heute zu frisch ist. Habe ich, wie zur Zeit einfach ständig, eines meiner alten Ajaccios (ausführliche Schnittbesprechung hier) aus dem Schrank gezogen und heute morgen trage ich es auch noch mit petrolfarbener Leggins, hoffe aber, dass ich diese im Laufe des Tages noch ausziehen kann. 




Wie es anderen Frauen mit Wickelkleidern geht oder ob halb Deutschland heute etwas ganz anderes trägt, seht ihr wie immer Mittwochs auf dem Me Made Mittwoch Blog, auf dem selbstgenähte Kleidung an echten Menschen gezeigt wird. Heute auf wundersame Weise mit dem Wickelkleidspezial und dem ganzen neuen MMM-Team als Gastgeberinnen. 



Freitag, 8. Mai 2015

Drapieren



Huch, Drapieren, ich? Eigentlich dachte ich immer, drapieren würde mich nicht interessieren. Ich stellte mir darunter vor, dass feinsinnige Menschen, fliessende Seidenstoffe um eine Puppe oder einen Körper hüllen, französisch ihr Gefallen oder Missfallen verkunden und dann wahnsinnig couturige Sachen produzieren.

Als ich letztens in Berlin war und meine Freundin und ehemalige Praktikumschefin Lindy in ihrem Laden und Atelier traf, fragte ich sie, ob sie mir "mal eben schnell" zeigen könnte, wie frau eigentlich einen Schnitt von einer Person/Puppe abnehmen könnte, ohne auf einem Blatt zu konstruieren. Ich ahnte ja nicht, dass man das drapieren nennt. Das kapierte ich erst gestern, als ich mir folgendes Buch aus der Bücherhalle auslieh und darin ganz ähnliche Fotos entdeckte, wie ich sie bei meiner kleinen Lehrstunde im Hause STOKX machte.



"Ich habe nur 15 Minuten Zeit, aber kein Problem, ich zeige es dir," sprach meine liebe Freundin Lindy, rollte eine Puppe herbei und riss ein Stück Stoff zum üben von einer Rolle. Sie steckte das Stück Stoff so auf der Puppe fest, dass die Webkante exakt an der vorderen Mitte steckte, danach fixierte sie den Stoff an der Schulter und markierte die Taille mit einem Band. Jetzt ging es schnell. Um mit dem Stoff die Körperformen abzunehmen, steckte sie einen Schulterabnäher und einen Taillenabnäher. Danach malte sie auf den Stoff die Seitennaht, die Schulternaht und das Armloch. Ich war beeindruckt. Dann durfte ich auf der anderen Seite es auch mal versuchen. Die strenge Lehrerin kontrollierte meinen abgenommen Schnitt mit ihrem und war zufrieden. Ich war zunächst erstaunt, denn mein Ergebnis sah anders aus als ihres. Es dauerte einen Moment bis ich verstand, dass das daran lag, dass ich die Abnäher nicht exakt an der selben Stelle positioniert hatte wie Lindy. Als wir die Abnäher aufschnitten und verschoben, sah ich aber, dass der Abnäherinhalt korrekt war. Well done, Meike!



Am Rückenteil war es eigentlich die gleiche Vorgehensweise. Wieder wurde nur die eine Körperhälfte abgenommen, in dem die Stoffkante an der hinteren Mitte ausgerichtet war. Im Schnelldurchlauf kam dann noch ein kleiner Vortrag über Revers und Kragenformen. Aber ich glaube, das muß ich mir noch mal in Ruhe ansehen.

edit: Was ich vergaß zu Erwähnen: Die Abnäher werden übrigens auch ganz einfach mit dem Stift markiert. Einfach mit dem Filzstift an der Abnäherkante und dort, wo sie den Stoff berührt langfahren, so werden gleichzeitig beide Schenkel gezeichnet.




Fazit: Krass! So geht drapieren?! Ab gesehen davon, dass ich keine Puppe besitze finde ich das ziemlich toll. Grundsätzlich finde ich die zweidimensionale Schnittkonstruktion, so wie ich sie im Unterricht lernte leicht anzuwenden, aber ich hatte ja gesehen, dass das nur die halbe Miete ist und es anschließend noch einiger Probemodelle und Schnittkorrekturen brauchte, bis der Schnitt wirklich für den echten Körper gemacht war. Das Drapieren verschaffte mir diesbezüglich noch mal neue Erkenntnisse - frau lernt nie aus!

Donnerstag, 7. Mai 2015

Jetzt auch heiß auf Ajaccio? Gerade gibts 20% Rabatt


Meine Leserinnen sind die tollsten: Dank dem Kommentar von Dana wurde ich daran erinnert, dass es bei Schnittquelle gerade 20% auf alle Schnittmuster gibt. Also, wer nach meiner Schnittmusterlobhudeleibesprechung nun Lust auf ein Ajaccio hat, der Moment ist günstig. 

Nein, ich verdiene nichts daran, Schnittquelle positiv zu erwähnen. Es ist mir eine Freude, Gutes zu teilen und von der Qualität des Schnittes bin ich überzeugt. 

Mittwoch, 6. Mai 2015

Schnittmusterbesprechung: Jerseykleid Ajaccio von Schnittquelle



Schon länger habe ich vor, dem guten Beispiel von Mema zu folgen und ausführliche, subjektive Schnittmusterbesprechungen in extra Posts aufzuschreiben. Heute habe ich in meinem Me Made Mittwoch -Beitrag nun ausdrücklich das Schnittmuster Ajaccio von Schnittquelle empfohlen und als in den Kommentaren deutlich wurde, dass das Schnittmuster gemocht wird, aber Zweifel bestehen, was das Größensystem von Schnittquelle anbelangt, will ich das zum Anlass nehmen und eine erste Schnittmusterbesprechung schreiben. Ich orientiere mich erstmal weitesgehend an die Kategorien von Mema.


FrauCrafteln, Schnittquelle und das Jerseykleid Ajaccio

Ich weiß gar nicht mehr genau, wann und wie ich auf die Schnittmuster von der Schnittquelle gestoßen sind, aber ich bin sicher, es war über den Me Made Mittwoch. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass die Beispiele, die ich zunächst sah ein zum Kleid verlängerter Kassak war. Alleine das Wort Kassak irritierte mich schon, auch die Website fand ich nicht wirklich intuitiv zu bedienen und die nicht preisgünstigen Eingrößenschnitte luden auch nicht direkt dazu ein, ein Schnittmuster spontan zu testen.

Irgendwann sprach mich "Frau Schnittquelle" an, ob ich nicht Lust hätte, mal etwas von ihr zu nähen, weil sie gerne sehen würde, wie ich darin aussehe und was ich damit machen würde. Ein richtiges Probenähen lehnte ich ab, da ich meinen Blog gerne werbefrei halten wollte, aber ich probierte ein paar Schnittmuster aus (Texel und Rhodos, andere liegen noch hier, wurden aber noch nicht vernäht). Ajaccio fand ich schon toll, als er frisch herausgebracht wurde, ich kaufte ihn aber erst, als er als Schnitt des Monats günstiger wurde. (Ein Schnittmuster ist bei Schnittquelle immer im Preis reduziert). Meine Erfahrungen mit Schnittquelle waren durchmischt: Das Walkkleid Texel ist einer meiner Lieblingsschnitte und ich trage seit 3 Jahren jeden Winter mehrmals die Woche ein Texel-Kleid. Mit Rhodos und dem Gratisschnitt Vichy wurde ich nicht recht warm. Das China-Shirt, das ich auch kaufte, finde ich super, das liegt aber vor allen am Design - ich muss es allerdings ändern. Dazu ein anderes mal mehr, denn heute geht es um Ajaccio.



Meine Ajaccios:
Das Retrokleid, das Ginsterkleid, das Paprikakleid, das Sommerlieblingskleidchen, der gelbe hauchdünne Fetzen, das schlecht-Getarnte, das Mohnblumenajaccio, das Ersatz-Retrokleid, das Farbberatungskleid.

Die Bilder sind gemäß der Reihenfolge, wie ich die Kleider genäht habe. Weiter folgen!



Größen

Eingrößenschnitte sind unter Näherinnen nicht so beliebt, weil viele sich nicht auf eine Größe reduzieren lassen. Ein Mehrgrößenschnit ist leichter anzupassen, weil man an den relevanten Stellen einfach die entsprechende Größe aussucht und die Punkte dann, entlang der Schnittführung verbindet. Für mich zählt dieses Argument weniger, weil ich ohnehin immer die größte Größe brauche und diese in der Regel noch anpassen muß.

Wie die Größen ausfallen, kann ich nur schwer sagen, weil ich ja nicht mehr einkaufe und folglich meine Größe gar nicht mehr kenne. Ich vermute aber, dass die 52, die ich als Schnitt gekauft habe, eher klein ausfällt, was aber insbesondere an der deutlichen Taillierung liegt, siehe unten.

Für alle die mit dem Gratisschnitt "Vichy" unglücklich waren: Vichy fand ich auch extrem tailliert und kurz.



Gibt es Variationen?

Auf den Schnittteilen ist eine Schneidelinie für die Shirtlänge eingezeichnet. Die längeren Ärmel habe ich selbst daran gebastelt, siehe unten.



Sieht das genähte Kleidungsstück wie auf dem Foto/der technischen Zeichnung aus?

Auf dem Foto ist sehr gut zu erkennen, wie das fertige Kleidungsstück aussieht, nur in echt sind die Ärmelchen hübscher. Das liegt daran, dass das Kleid auf einer armlosen Puppe fotografiert ist.

War die Anleitung leicht zu verstehen?

Schnittquelle Anleitungen sind sparsam. Mir fehlt zum Beispiel die Angabe, was für ein Band in welcher Länge und Breite für die Raffung eingezogen werden soll. Ich nehme irgendein unelastisches Band, was gerade rumliegt (zum Beispiel Satinbänder, die ich aus Kaufkleidungsstücken herausgetrennt habe, Webband oder Paspelband) und schneide 11 cm lange Stücke, die ich dann auf 8 cm einkräusele. Jedes Mal, wenn ich die Kräuselung fertig habe fällt mir ein, dass ich schon immer mal probieren wollte, wie das Kleid aussieht, wenn ich weniger stark kräusele und damit den Ausschnitt kleiner mache....

Ansonsten finde ich die knappe Anleitung ausreichend. Es lohnt aber, sich die Schnittteile genau anzusehen, denn viele Angaben sind auch dort zu finden. Was ich super an den Schnittquelleschnitten finde ist, dass Weiten angegeben sind, zum Beispiel die Taillenweite oder die Hüftweite. Wenn ich meine Maße auswendig kenne, kann ich dadurch sofort sehen, wo ich ggf. etwas zugeben muss.

Es gibt auf den Schnitteilen noch eine gepunktete waagrechte Linie, bei der ich vermute, dass sie für Kürzungen oder Verlängerungen vorgesehen ist. Das weiß ich aber nicht genau und würde es super finden, wenn das irgendwo erwähnt wäre.

Mir reichen die Erklärungen zum Schnitt. Für Anfänger sind bestimmt die Tutorials auf dem Schnittquelle Blog hilfreich.



Aus welchem Material ist der Schnitt

Schnittquelleschnitte kommen ausgedruckt auf festen Papier zum selbst ausschneiden. Das Selbstausschneiden hat den Vorteil, dass auf dem Papier erst noch Änderungen eingezeichnet werden können.

Mit Nahtzugabe oder ohne?

Mit Nahtzugabe und die entsprechenden Zentimeter sind auf dem Schnitt ebenso vermerkt wie die Nahtlinie


Was mochte ich besonders/überhaupt nicht an dem Schnittmuster?

Ich mag das Schnittmuster. Punkt. Es ist sehr schön für sehr frauliche Figuren, aber ich mag es eigentlich an allen Frauen. Es gibt nichts, was ich nicht mag. Ich komme mit dem Schnittmuster gut zurecht.

Veränderungen am Schnittmuster für meine Figur.

Schnittquelle hat die Philosophie, sehr weibliche Schnitte zu machen, das heißt die weiblichen Rundungen zu feiern. Das finde ich super! Allerdings hat das zur Folge, dass die Schnitte weitaus taillierter sind, als die Frauen mittleren Alters, die ich kenne. Eine Änderung, die ich dementsprechend immer machen muß, ist eine Verbreiterung der Taille, d.h. eine Begradigung der Taillenrundung.

Ich habe auch mehr Brust, als die Schnitte vorsehen. Deswegen habe ich das obere Vorderteil "frei Schnauze" vergrößert - ich habe es einfach ein bisschen in Länge und Weite auseinandergezogen.

Die Kleidlänge ist perfekt für mich, obwohl ich jedes Mal überlege, ob ich nicht vorne etwas an Länge wegnehme. Ich bin ca. 175 cm groß.

Meine alternativen 3/4-Ärmel habe ich von irgendeinem anderen Jerseykleidschnitt genommen (vergessen, welcher), bei dem das Armloch ähnlich war.


Verwendeter Stoff/mögliche Stoffe

Ajaccio habe ich häufig aus Viscosejersey und zweimal aus Baumwolljersey genäht, die Kleider aus Viscosejersey trage ich lieber. Ich vermute, aus dickerem Jersey würde die Raffung zu sehr auftragen. Außerdem ist es schon sehr offenherzig und damit für kältere Jahreszeiten ohnehin zu frisch.

Mit der Nähmaschine und/oder mit der Overlock genäht?

Ich nähe gerne zwei Ajaccios auf einmal, weil es sich kaum lohnt, am Anfang für die Raffung die Nähmaschine auszupacken, dann mit der Overlock zusammen zu nähen und anschließend wieder mit der Nähmaschine zu säumen. Das geht alles so schnell, dass in gefühlt der gleichen Zeit auch zwei Kleider genäht werden können.



Welche Unterstützung/Tutorials habe ich genutzt?

Keine. Aber ich glaube, es gibt ein Ajaccio-Tutorial auf dem Schnittquelle-Blog.

Würde ich das Schnittmuster noch mal nähen?

Definitiv ja! Ich besitze jetzt 9 oder 10 Ajaccios und habe noch zwei halbfertige hier liegen. Ein Ende der Begeisterung ist noch nicht abzusehen.



Fazit:

Ajaccio ist ein toller Jerseyschnitt, der ähnlich vorteilhaft ist, wie das berühmte Knotenkleid - insbesondere an Frauen mit üppigen Formen. Es hat die lässige Eleganz eines Wickelkleides á la Diane von Fürstenberg, trägt sich aber angenehmer, weil nichts klafft und rutscht. Es ist bequem wie eine Jogginghose, aber elegant/angezogen genug, um damit Eindruck zu schinden.

Und es ist schnell genäht. Ajaccio hat nur wenige Schnittteile (siehe Plan oben) und die Raffung ist einfach genäht, wenn frau sie einmal verstanden hat. Wer günstig an Viscosejersey kommen kann, hat auch noch günstige, schnell genähte, vorteilhafte Kleider. Was will frau mehr?