Mittwoch, 15. November 2017

#NinjaNovember: Tutorial FBA für Raglan

Foto: Monika Lauber


Immer wieder werde ich im Zusammenhang mit dem Ninjashirt und Ninjakleid gefragt "Aber wie geht eine FBA bei einem Raglanärmel? Und dann antworte ich: "Ganz genauso -  falls du sie wirklich brauchst"!

Anscheinend ist diese Antwort noch nicht klar genug, deswegen an dieser Stelle noch mal ausführlicher. 

Für alle, die nicht wissen, was eine FBA ist. Das ist eine Methode, um bei großer Brust ein vorderes Oberteil genau dort weiter zu machen, wo der Platz für die Brust gebraucht wird. Hier und hier habe ich das schon mal ausführlicher erklärt und Anfang des Jahres, wird es dazu auch einen Onlinekurs von mir dazu geben.

Aber nun zur FBA für Raglan


In der Grafik siehst du einen Teil des halben Vorderteils des Ninjashirts. Du erkennst unten die gerundete Schneidelinie, für die Shirtlänge, den Brustabnäher in der Seitennaht und oben endet das Bild einen Tick über der Schulter, am Kapuzenansatz. Die Schulter habe ich dir als gestrichelte Linie eingezeichnet. Sie liegt genau an dem mittleren Passzeichen im Armloch, denn dieses trifft beim Ninja auf den Schulterabnäher.







Für die FBA brauchst du zwei Anhaltspunkte: den Brustpunkt und die Stelle "1/3-Armloch". Praktischerweise ist "1/3 Armloch" ziemlich genau am unteren Armlochknips. Das ist also einfach. Ob dein Brustpunkt nun kurz vor der Abnäherspitze ist oder nicht, das solltest du vor der FBA überprüfen. Dazu knickst du das Schnitteil an der Schulter, so wie die gestrichelte Linie gezeichnet ist ab, hältst dir das Schnitteil an, so dass die gestrichelte Linie/die geknickte Oberkante an deiner Schulter und die vordere Mitte schön ausgerichtet ist. Dann markierst du mit einem Stift den Brustpunkt.

Jetzt kannst du, wie gewohnt eine FBA machen. Vorderteil von der unteren Saumkante bis zum Brustpunkt einschneiden und dann weiter bis zu "1/3 Armloch". Außerdem schneidest du von dem unteren Abnäherknips bis kurz vor den Brustpunkt ein, ziehst das Schnittmuster für die Mehrweite auseinander, zeichnest den Abnäher neu bis kurz vor den Brustpunkt und legst mit deinem Ninja los.


Foto: Monika Lauber


Das Ninja braucht aber nicht unbedingt eine FBA!


Im Ninja-Schnittmuster ist durch den raffinierten Wasserfall zusätzlich Platz für die Brust konstruiert. Damit es wirklich, wirklich gut sitzt, kannst du bei einer sehr großen BU-OBU-Differenz noch zusätzlich eine FBA machen. Wirklich brauchen, wirst du sie vermutlich aber nicht, denn in den größeren Größen hat die Designerin schon ordentlich Platz für die Brust vorgesehen.

Was du aber machen solltest, ist zu kontrollieren, wo bei dir der Brustpunkt ist, denn ein Abnäher, der nicht auf die Brust zeigt, ist kein schöner Abnäher. Der Abnäher soll nicht auf dem Brustpunkt enden, aber kurz davor.

Das Schnittmuster für das Ninjashirt - und kleid bekommst du im Schnittmusterkiosk - den ganzen November über zum #NinjaNovember-Sonderpreis für 11 €.

Das klingt für dich spanisch und du würdest das lieber gründlich in meinem nächsten Onlinekurs erklärt bekommen? Dann melde dich für meinen Newsletter an, damit du die Kursankündigung nicht verpasst:

* Pflichtfeld



Freitag, 10. November 2017

#NinjaNovember - Woche 2 : dein Ninja macht dich stark



Jetzt sind wir schon in der zweiten Woche des #NinjaNovember. Noch immer kannst du das Schnittmuster für ein Ninjashirt oder Ninjakleid im Schnittmusterkiosk zum Angebotspreis von 11 Euro bekommen und mit dem Zeigen deines perfekten Ninjamoments einen Schnittmustergutschein  gewinnen. 






9. November - 15. November - Dein Ninja macht dich stark


Es gibt Momente, wo Kleidung unsere Rüstung für das Leben sein muss. Manchmal brauchen wir textile Unterstützung, um uns durch die Widrigkeiten des Lebens zu kämpfen. Dein Ninja macht dich zur Kämpferin. Zeig uns deinen Ninjamoment, in dem du anderen die Zähne gezeigt hast oder endlich mal zeigen möchtest. Dein Ninja macht dich dafür stark!





In welchen Momenten könnte dein Ninja dich stark machen?


Vielleicht müssen wir nicht immer so böse schauen, wie auf den Fotos, die meine Haus- und Hoffotografin Monika Lauber von der großartigen Kitty Koma und mir gemacht hat. Aber Durchsetzungsstärke und Power schaden nicht, um die größeren Stücke vom Kuchen zu bekommen, die uns eindeutig zustehen. 





Gibt es Situationen, wo du zur Kämpferin wirst oder werden solltest, um das zu bekommen, was dir zusteht? Wie wäre es, wenn du dir ein Ninja dafür nähst. Oder falls es vielleicht nicht wirklich vom Stil her zu deiner Lebenssituation passt, in der du in den Kampf ziehen muss: das Ninja ist auch eine ganz hervorragende Begleiterin, um sich müde aber glücklich auf dem Sofa vom Kampf auszuruhen. Aber das schauen wir uns nächste Woche an. 




Das Kleingedruckte


So kannst du mitmachen. Schicke mir drei Fotos deines besten NinjaMomentes in der jeweiligen Mottowoche. Auf einem Foto muß das Ninjashirt oder -Kleid an dir zu sehen sein, die anderen beiden Fotos erzählen deine NinjaMoment-Geschichte. Du kannst mit einem Ninja jede Woche teilnehmen und mit mehreren Ninjas sogar jede Woche mehrmals!

Wenn du auf Instagram bist, und dort auch noch deine Collage aus drei Bildern veröffentlichst und mit #NinjaNovember tagst, hast du eine zusätzliche Chance zu gewinnen und kommst ein zweites Mal in den Lostopf.

Einsendungen jeweils bis zum letzten Tag der jeweiligen Ninjawoche. Es entscheidet das Los. Die Gewinnerinnen werden am 1. Dezember bekannt gegeben.






Dienstag, 7. November 2017

Wenn ich für mich Kleidung nähe, nähe ich genau für den Körper, den ich habe

Gela Löhr vom Blog Lemondays veranstaltet eine Blogparade zum Thema „Wechseljahre“ und ich freue mich sehr in einem bunten Reigen von sehr unterschiedlichen Frauen und verschiedenartigen Texten, meinen Teil dazu zu steuern. 

Als eine Frau, die ihre Kleidung selbst näht und anderen Frauen hilft, dies auch für sich zu tun, habe ich einen ganz eigenen Blick auf das Altern und die mittleren Jahre. Ich glaube ganz fest, dass das Nähen der eigenen Bekleidung hilft, mit den Veränderungen des Körpers klar zu kommen und sich selbst so zu mögen, wie frau ist. 


Wo ist die Neugier geblieben?


Die Veränderungen des Körpers, haben mich von je her neugierig gemacht. Ich finde das alles einfach super spannend - aber es ist gar nicht so einfach, neugierig zu bleiben, ohne gleich zu bewerten!

Für Kinder ist diese Faszination für Veränderungen völlig normal. Sie sind begeistert davon, einfach zu wachsen, ohne etwas dafür zu tun; immer mehr zu können und zu dürfen. Merkwürdigerweise ist es für uns Erwachsene gar nicht mehr so einfach, diese Veränderungen zu bestaunen. Statt wie ein Kind den Geburtstag als Chance zu sehen, wieder etwas Neues erleben zu dürfen, fangen wir irgendwann an, unser Alter zu verschleiern und uns nicht mehr auf unseren Jahrestag zu freuen.

Dabei dürfte uns allen doch klar sein, dass das Leben ein Prozess ist, in dem Veränderungen passieren und der schließlich auch ein Ende hat. Oft habe ich den Eindruck, dass wir so tun, als wäre das nicht so. Wir verleugnen das Altern und die Unausweichlichkeit des Tode und rennen gleichzeitig einem Jugendideal her, das uns nur halb so glücklich macht, wie versprochen.


Ohne Vorbilder ist das Altern eine Herausforderung


Diese Sehnsucht nach Jugend und die Angst vor dem Altern sind wahrscheinlich ganz normal. Doch ich habe das Gefühl, dass genau dieser Eindruck ungesund verstärkt wird.

In den Medien sehen wir fast nur junge und hübsche Menschen und das macht etwas mit uns! Wir sind alle umgeben von zu viel Jugend und zu viel retouschierten Bildern, so dass wir irgendwie vergessen haben, wie ein echter Körper aussieht , wie unterschiedlich wir alle sind und wie großartig es ist, dass wir unverwechselbar sind und jeden Tag aufs Neue zu einer anderen werden (können).



Frauen verschwinden medial, wenn sie altern. Das Verrückte ist, das mir das erst bewußt wurde, als diese Statistik sah. Doch dann verstand ich, wieso es mir so oft an Vorstellungskraft mangelt, wie es ist eine tolle alte Frau zu sein! Wie soll ich für mich eine Form von Selbstsicherheit gewinnen, mit den zwangsläufigen Veränderungen des Lebens umzugehen, wenn es wenig sichtbare Vorbilder gibt und ich stattdessen medial mit Kunstgeschöpfen bombardiert werde?


Nicht du bist falsch, sondern das, was dir an Kleidung geboten wird


Stetiger Tropfen höhlt den Stein und wir können den Eindruck gewinnen, dass an uns irgendetwas nicht stimmt, wenn wir nicht aussehen, wie die aus dem Fernsehen. Dabei sehen die wenigsten Menschen so aus! Ich finde es immer sehr heilsam, im Sommer in ein Schwimmbad zu gehen, denn dort treffe ich die unterschiedlichsten Menschen und sehe, wie vielfältig unsere Körper eigentlich sind.

Auch wenn wir Kleidung kaufen wollen und wenig finden, was uns passt und gefällt, können wir verzweifeln und die Schuld an uns suchen. Das ist allerdings quatsch, denn Kleidung wird in Massenproduktion schnell und lieblos produziert - wenn wir nichts finden, dann liegt das nicht an uns, sondern an dem, was uns geboten wird. Was liegt da näher, als das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und unsere äußere Hülle selbst zu nähen?





Das Nähen meiner eigenen Kleidung veränderte mich


Als ich begann, meine eigene Kleidung zu nähen musste ich meinen Körper vermessen. Ich kann mich noch gut an die Zeiten in meinem Leben erinnern, als ich beim Arzt nur rückwärts auf die Waage gegangen bin und mir nur die relativen Veränderungen mitteilen liess. Die absoluten Werte verleugnete ich. Doch wenn ich meine Kleidung nähe, dann muß ich für einen Körper nähen, der ist, wie er ist. Wegschauen hilft genau so wenig wie den Bauch einzuziehen. Wenn ich Kleidung nähe, dann nähe ich genau für den Körper, den ich habe.

Wie die meisten Menschen, hatte ich als Vergleichsgrößen nur 90-60-90 im Kopf. Natürlich fand ich meine Zahlen daraufhin furchtbar. Schublade auf, Frau rein, Schublade zu. Es fiel mir schwer, diese Zahlen aufzuschreiben und hinzunehmen, es fiel mir schwer, sie mit den Zahlen in einer Größentabelle zu vergleichen, weil es sich für mich wie eine Bewertung anfühlte.


Die Bewertung ist in meinem Kopf


Dabei ist diese Bewertung völlig unnötig. Die Bewertung findet in meinem Kopf statt. Ich habe die Wahl, ,ob ich das zulassen oder meine Maße einfach als das nutze, was sie sind: es sind Zahlen, die mir ermöglichen gut passende Kleidung für mich zu nähen. Wie wunderbar!

Wenn ich für mich nähe, dann sollen meine Kleidungsstücke dort Weite haben, wo mein Körper Platz braucht. Es liegt an mir, das Kleidungsstück nach meinen Wünschen zu fertigen und dabei ist es völlig egal, wie andere Körper aussehen. Für diese nähe ich ja schließlich nicht, sondern für mich.





Es gibt keine Figurprobleme


Du hast keine Figurprobleme - du hast einen Körper, der sich im Laufe des Lebens verändert. So what! Wir haben nicht mehr die jugendlich straffen Körper der jungen Mädchen, für die ein Großteil der Kleidung entworfen wird. Es nützt nichts, wenn von diesem Ausgangsdesign, einfach nur weiter und länger gemacht wird, um mehrere Größengruppen zu bedienen. Ein großer Körper ist nicht ein kleiner Körper nur in größer. Je mehr Körper da ist, umso individueller sind die Ausprägungen.

Wenn wir Frauen älter werden und vielleicht auch die eine oder andere Schwangerschaft hinter uns haben, dann haben wir möglicherweise nicht mehr nur ein Bäuchlein, sondern einen Bauch. Dann verteilt sich das weiche Gewebe in der Körpermitte auch dorthin, wo wir mal eine Taille hatten und ehrlich gesagt, geht davon die Welt nicht unter. Unsere Brüste beugen sich der Schwerkraft und nicht jeden Tag haben wir Lust auf BHs, die uns die Brüste unter das Kinn schnallen. Der Rücken wird runder, die zusammengedrückten Bandscheibenlassen uns schrumpfen, dafür werden die Füße größer. Unser Körper sieht anders aus, als der eines jungen Mädchens. Es liegt an uns, ob wir das bedauern oder die Veränderungen nehmen wie sie sind: ein Zeichen dafür, dass wir lebendig sind.

Wir brauchen Namen für Körperteile, die wir früher nicht hatten - bei mir ist das zum Beispiel "Bauch 2" der seinen Raum fordert da, wo mal meine Taille war. Wir brauchen das Know How wie wir das was ist nicht nur benennen, sondern auch benähen können. Wir brauchen das Selbstbewußtsein im wahrsten Sinne des Wortes, genau diesem Körper eine  "angemessene" Hülle zu geben.


Vom Glück, sich die eigene Kleidung zu nähen


Viele Schnittmuster sind, wie Kleidung, die wir kaufen können, für junge Frauen gemacht. Allzu oft, wird Kleidung an jugendlichen Models vorgeführt, entworfen und dann einfach nur für die Alltagskundin größer gemacht. Das kann natürlich nicht gut funktionieren. Wir Frauen mitten im Leben, haben Brüste, die der Schwerkraft schon ein paar Jahre ausgesetzt waren und einen Körper, der uns schon zuverlässig durchs halbe Leben trug. Wir brauchen Kleidung für genau diesen Körper. Wer, wenn nicht wir wissen, wie dieser Körper aussieht und was er braucht?

Wenn ich mir meine eigene Kleidung nähe, dann habe ich die Pflicht, aber auch die Chance, mich wirklich zu sehen. Ich beschäftige mich mit mir und meinem Körper. Ich entscheide, mit was für einer äußeren Hülle ich der Welt begegnen möchte und nähe für das, was ist: meinen Körper. Ich habe die Fähigkeit, meinen Körper mit meiner Kleidung zu lobpreisen, ihn zu schmücken und mich in dieser Kleidung schön und stark zu fühlen. Denn ich habe diese Kleidung geschaffen und ich bin dieser Körper.

Ich habe es gar nicht mehr nötig, in dieses freudlose Spiel der Körperbewertungen einzusteigen, denn es ist unwichtig. Wenn ich meine Kleidung nähe, dann bin ich autark. Es gibt nur mich, meinen Körper und meine Träume davon, was für eine Frau ich sein will. Wenn ich nähen kann, dann kann ich Stück für Stück diese Frau erschaffen. Mit dem Gefühl der Selbstwirksamkeit, mit meinen eigenen Händen meine äußere Hülle zu gestalten, bin ich stark und schön.




Du möchtest auch durch selbstgemachte Kleidung stark und schön werden? 


"Nähen macht Spaß und Kleidung nähen macht glücklich!" ist mein Motto - wenn auch Du gerne Kleidung für dich nähen möchtest, nach Inspiration suchst oder dazu etwas Nachhilfe brauchst, dann schaue dich gerne auf meinem Blog um. Mein Schwerpunkt ist das Thema "Schnittmuster anpassen", denn wir sind alle Individuen und nicht von der Stange.

Ich kann dir zeigen, wie du Schnittmuster für deinen Körper anpasst, damit du dir Kleidung nähen kannst, die wirklich (zu) dir passt und ich habe Schnittmuster für dich, die an Frauen jeden Alters und mit jeder Körperform einfach toll aussehen.

Mit einer Anmeldung für meinen Newsletter, halte ich dich immer auf dem Laufenden und schenke dir einen 4 €-Gutschein für ein Schnittmuster deiner Wahl aus meiner Kollektion designer.pattern for EVERY.BODY. 


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Eine Blogparade ist eine feine Sache, denn sie macht Frauen sichtbar. Schau doch mal, was die anderen geschrieben haben.

Und das ist noch lange nicht das Ende.

5.11. Andrea Stark "Meine Wecheljahre und ICH"
4.11. Ilona Tamas "Wie wollen Elfen, Mädchen und Matronen"
3.11. Elke Janssen "Von Gummibärchen, Zwängen und Königtöchtern - oder meine Wechseljahre"
2.11. Sonja Haueis "Gestern war ich noch sexy, heute bin ich heiß"
1.11. Martina Kahlert "Das himmlische Wasser versiegt"
31.10. fit und in form 40 plus "Listen to your body - aber ich war taub"
30.10. leichtseinliebe "Destination ich"
29.10. Birte Hoefert "Hilfe, ich bin in den Wechseljahren"
28.10. Anna Roth "Was dein Horoskop über deine Wechseljahre verrät"
27.10. Beatrice Drach "Next Stop Menopause"
26.10. Wache Weiblichkeit "Lust und Genuss in der Menopause?! Hell yes!!!"
25.10. Nur auf Facebook verfügbar.
24. 10. Pelvis Floor "Oh nein, ich mag Bitterschokolade!"
23.10. Die Plaudertasche "Wechseljahre - jetzt schon?"
22.10. Alexandra Cordes Guth "Die eigene Unverwechselbarkeit sichtbar werden lassen"
21.10. Frauke Schramm "Blogparade: Meine Wechseljahre und ich"
20.10. Sabine Brüß " Ende oder Anfang? Wechseljahre 
19.10. Super Sabine "Eine Phase im Leben"
18.10. Uta Ossmann "Zeit des Neubeginns - Selbstbewußt und sexy!"
17.10. Be Mindful Berlin "Wir sind immer noch heiß - es kommt jetzt nur in Wellen"
16.10. 50-fabelhaft.de "Altbausanierung - im Wechselbad der Hormone"
15.10. powerofwoman "Meine Wechseljahre und ICH" 

Montag, 6. November 2017

Super Konzept: Online-Kurse




Gestern ging mein erster Onlinekurs offiziell zu Ende und ich bin einfach nur begeistert. Mir hat es wirklich riesig Spaß gemacht, den Kurs vorzubereiten und zu begleiten und bei den positiven Reaktionen der Teilnehmerinnen, wurde mir so warm ums Herz, dass ich heute immer noch Herzchen in den Augen habe. 

"Auf Nummer sicher - ab jetzt wählst du immer die richtige Größe für dein Nähprojekt" war ein Pilotkurs. Das heißt, es war ein Experiment auf vielen Ebenen und ich bin den Teilnehmerinnen dieser ersten Runde wirklich sehr dankbar, dass sie sich darauf eingelassen und so engagiert mitgemacht haben. Ab gesehen von der Technik, die ich zwar ausführlich ausprobiert, vor der ich aber immer noch großen Respekt hatte (von Video über Ausliefern der Inhalte bis hin zur Facebookgruppe), hatte ich mir ja auch überlegt mein Wissen zum Thema Schnittmuster anpassen in handliche Teilstücke zu zerlegen, die leicht und in wenigen Tagen umsetzbar sind. Doch wie groß soll so ein Häppchen sein? Nicht zu groß und nicht zu klein! Ganz abgesehen von dem dahinterliegendem didaktischen Konzept - würde das, was ich in mehr als 20 Jahren Erwachsenenbildung anwendete, auch online funktionieren?

Der Kurs ging gestern offiziell mit einem Webinar zu Ende, in dem die Teilnehmerinnen Fragen stellen konnten und mir erzählten, was der Kurs bei ihnen verändert hat. Doch damit ist er für mich noch nicht ganz zu Ende. Ich werde noch die letzten Fragen beantworten und die Teilnehmerinnen um Feedback bitten. Dann werden die Kursmaterialien zum Teil überarbeitet und ordentlich abgelegt. Vor allen Dingen werde ich eine Alternative zur Facebookgruppe auswählen! Es soll diesen Kurs und auch weitere Themen auf jeden Fall noch mal geben.


2018 kommen noch mehr Onlinekurse - los gehts mit "Nichts klafft mehr"


Für Anfang 2018 habe ich einen FBA-Kurs geplant, da freue ich mich schon sehr darauf, denn mein "Nichts klafft mehr"-Workshop ist nach wie vor mein Lieblingsworkshop, auch wenn ich ihn schon so oft durchgeführt habe. Es ist so toll, eine Methode an der Hand zu haben, die die Probleme von wirklich vielen Hobbynäherinnen löst (es klafft an der Brust, Oberteile werden oft bauchfrei und den Schnitt gibt es gar nicht bis zu meiner Größe), von der ich so überzeugt bin, dass ich sie wirklich im Schlaf erklären kann. Wie großartig wird es sein, dieses Wissen nun über das Internet weiter zu geben, ohne dafür irgendwohin zu reisen! Ich glaube, ich werde auch den Rest der Woche noch Herzchen in den Augen haben, beseelt von dem neuen Konzept. Ach, das war schön!

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Donnerstag, 2. November 2017

#NinjaNovember





Huch, es ist ja schon der 2. November! Diese Feiertage und Ferien bringen mich ganz durcheinander. Dabei wollte ich doch am 1. November das Mottonatsmotto ausgeben und erzählen, was es zu gewinnen gibt. Aber egal, dann starten wir eben erst heute mit dem #NinjaNovember.

Im NinjaNovember das Angebot nutzen und gewinnen


Zeig mir deinen perfekten NinjaMoment. Jede Novemberwoche hat ein Motto und in jeder Woche gibt es für deinen schönsten Ninjamoment zwei Schnittmustergutscheine zu gewinnen.

Damit du auch beim #NinjaNovember mitmachen kannst, gibt es das Ninjashirt und -kleid-Schnittmuster den ganzen November über im Angebot für nur 11 € statt 14 €. Na klar, ist doch #NinjaNovember und der November ist der 11. Monat des Jahres!

Ganz unten im Post, erkläre ich dir genauer, wie du beim #NinjaNovember dabei sein und gewinnen kannst.



Das Ninja ist - egal ob als Kleid oder Shirt - schnell genäht und deine perfekte Begleiterin für alle Lebenslagen. Ein Hoodie-Schnittmuster, das durch guten Sitz und schmeichelnden Wasserfallausschnitt  etwas ganz besonderes ist. Eine leichte Taillierung, Brustabnäher und eine Naht in der hinteren Mitte bringt das legere Kleidungsstück in Form und zaubert eine schöne Silhouette. Mit seiner Kapuze ist es perfekt für diese Jahreszeit!

 Zeig mir auf drei Fotos, die zusammen eine Geschichte erzählen, deine perfekten NinjaMomente. Und das sind die Wochen-Mottos.


2. November - 8. November - Dein Ninja begleitet dich in allen Lebenslagen


Wir Frauen haben viele Rollen und Aufgaben: Morgens ins Büro - das Ninja sieht gut aus unter einem Blazer, Mittags auf den Spielplatz - Blazer aus, Regenmantel darüber, dein Ninja hält dich muckelig warm. Abends zum Sport - die Haare sind noch feucht, macht nichts, setzt die Kapuze auf und ab nach Hause. Dein Ninja ist deine treue Begleiterin in allen Lebenslagen. Welche Rollenwechsel macht dein Ninja mit? 


9. November - 15. November - Dein Ninja macht dich stark

Es gibt Momente, wo Kleidung unsere Rüstung für das Leben sein muss. Manchmal brauchen wir textile Unterstützung, um uns durch die Widrigkeiten des Lebens zu kämpfen. Dein Ninja macht dich zur Kämpferin. Zeig uns deinen Ninjamoment, in dem du anderen die Zähne gezeigt hast oder endlich mal zeigen möchtest. Dein Ninja macht dich dafür stark!




16. November - 22. November - Dein Ninja ist perfekt zum Kuscheln


Der November macht uns mit seinem nasskalten Wetter oft ganz schön zu schaffen. Wie gut, wenn wir dann ein Ninjashirt oder ein Ninjakleid haben. Tee kochen, Kerzen an und dann gemütlich ab aufs Sofa. Wir müssen nicht jeden Tag die Welt erobern, wir dürfen auch mal gemütlich sein und dein Ninja liebt es genauso wie du, einfach mal die Beine hochzulegen und nur gemütlich zu sein. 


23. November - 30. November- Dein Ninja bringt dich durch stürmische Zeiten. 


Das Leben ist kein ruhiger Fluß, manchmal bläst uns der Wind ganz sprichwörtlich ziemlich um die Ohren. Dann einfach Kapuze auf und raus aus dem Haus. Zieh dich warm an, geh spazieren und lass dir den Wind ins Gesicht pusten, dann bekommst du wieder einen klaren Kopf und weißt, was du willst. Wo gehst du mit deinem Ninja spazieren, um deine Gedanken zu sortieren?





Das Kleingedruckte


So kannst du mitmachen. Schicke mir drei Fotos deines besten NinjaMomentes in der jeweiligen Mottowoche. Auf einem Foto muß das Ninjashirt oder -Kleid an dir zu sehen sein, die anderen beiden Fotos erzählen deine NinjaMoment-Geschichte. Du kannst mit einem Ninja jede Woche teilnehmen und mit mehreren Ninjas sogar jede Woche mehrmals!

Wenn du auf Instagram bist, und dort auch noch deine Collage aus drei Bildern veröffentlichst und mit #NinjaNovember tagst, hast du eine zusätzliche Chance zu gewinnen und kommst ein zweites Mal in den Lostopf.

Einsendungen jeweils bis zum letzten Tag der jeweiligen Ninjawoche. Es entscheidet das Los. Die Gewinnerinnen werden am 1. Dezember bekannt gegeben.







Montag, 30. Oktober 2017

Einladung zum Webinar



Ich hätte mal wieder Zeit und Lust, euch was zu erzählen. Am morgigen Feiertag, an dem die meisten von euch bestimmt nicht arbeiten müssen, erzähle ich euch um 15.30 Uhr etwas über Maßtabellen und ihr könnt im Chat Fragen dazu stellen. Meldet euch an, kocht euch einen Kaffee und seid dabei. Ich freue mich auf euch! Anmeldung hier *klick*

Onlinekurs ohne Facebook

Du würdest gerne an meinem Onlinekurs "Auf Nummer sicher" teilnehmen, bist aber NICHT auf Facebook? Da ich einige Nachfragen bekommen habe, habe ich mir eine alternative Teilnahmemöglichkeit ohne Facebook überlegt. Hier die Beschreibung beider Varianten:

Variante 1 - mit Facebook:

In der Facebookgruppe findet der Austausch in der Gruppe statt, also zwischen den Gruppenmitgliedern und die Fragen an mich und die Antworten. Es ist immer interessant, auch die Fragen der anderen zu lesen, auf die frau selbst vielleicht nicht gekommen wäre. Die direkte Kommunikation mit der Gruppe ermöglicht es mir außerdem, den Kurs nach Bedarf mit zusätzlichen Aufgaben und Materialien zu ergänzen. Nach meiner Erfahrung, hat gerade so ein Pilotkurs eine besondere Dynamik, bei der die Interaktion dem Kurs noch mal eine zusätzliche Qualität gibt und die Materialien so noch besser werden.

Der Kurs findet definitiv mit Facebookgruppe statt - einige Kursteilnehmerinnen haben sich dort schon eingefunden und die Interaktion, hat begonnen.


Variante 2 - ohne Facebook

Wenn du auch ohne Facebook teilnehmen willst, bekommst du alle Unterrichtsinhalte und Materialien, kannst aber eben an diesem Gruppen-Austausch nicht teilnehmen. Eine kleine schriftliche Zusammenfassung des Gruppengeschehens, sowie die zusätzlichen aus der Interaktion entstandenen Aufgaben/Materialien, würde ich dir per Mail zukommen lassen.

Vielleicht ist das eine Alternative für dich, statt auf den nächsten Kurs 2018 zu warten. Falls Du dich dafür entscheidest, am aktuellen Kurs teilzunehmen, kannst du dich hier anmelden.


Mittwoch, 25. Oktober 2017

So macht Arbeit Freude!



Seid ihr auch so gerne in Berlin wie ich? Ach, ich liebe es! Nicht nur, weil ich in den 90ern dort gewohnt habe. Ich finde es immer so inspirierend und genieße es, mal ein paar Tage dem Alltag zu entfliehen. Außerdem hatte ich euch ja auch versprochen, mit Frau stokx über Shirt-Schnittmuster zu sprechen!

Meine Vision ist es, für crafteln-Schnittmuster auch noch mehr DesignerInnen zu finden, die die gleiche Leidenschaft haben wie ich und dir mir helfen, meine Mission umzusetzen: gutes Design für EVERY.BODY. Aber es ist gar nicht so leicht, die richtigen GeschäftspartnerInnen zu finden, die alle Körperformen akzeptieren, die vor Allem auch noch dazu in der Lage sind, gute Designs für ganz unterschiedliche Körper zu entwerfen und dann auch noch bereit sind, diese Designs freizugeben, so dass Hobbyschneiderinnen sie auf ihre ganz eigene  Art und Weite umsetzen können. Ich gebe die Hoffnung nicht auf und an einigen DesignerInnen bin ich noch dran, aber am einfachsten und nettesten geht es doch, mit meiner Freundin Melinda Stokes von stokx.





Lindy und ich sind seit 24 Jahren befreundet. Wir kennen uns so gut, wir kennen unsere Unterschiede und unterschiedlichen Meinungen, aber vor allen Dingen wissen wir die Stärken der jeweils anderen zu schätzen. Wir ergänzen uns und es macht große Freude, mit ihr zusammen zu arbeiten! Deswegen bin ich mit meinem Wunsch, ein wirklich, wirklich gutes Shirt-Schnittmuster zu machen, zuerst zu ihr.





Ihr ahnt gar nicht, wie lange drei Frauen über Shirt-Schnittmuster sprechen können! Ja genau drei Frauen, denn Frau Nahtzugabe, die für crafteln die Anleitungstexte schreibt, kam auch noch dazu, um gemeinsam zu fachsimpeln und die Projekte für das kommende Jahr zu planen. Was macht denn einen guten Shirtschnitt aus und gibt es die eierlegende Wollmilchsau tatsächlich in einem Schnittmuster?






Wir haben einen Plan und morgen werden wir nicht nur sprechen, sondern ganz konkret ausprobieren. Ach, was freue ich mich, mal wieder gemeinsam mit Frau stokx zu nähen! Ich lerne dabei immer so viel! Wenn wir morgen zu einem Ergebnis kommen, das den Namen "stokx für crafteln" verdient, dann kann in den ersten Wochen des neuen Jahres das neue Schnittmuster da sein.





Ja, so lange dauert das bei uns. Aber bevor nicht alles stimmt, bevor nicht alles auf Herz und Nieren geprüft ist, geht es nicht raus. Und vorher ist sowieso erstmal noch Weihnachten. Da steht euch und uns sowieso nicht der Sinn nach Shirts, oder?! Was ihr habt nichts anzuziehen? Das glaube ich nicht. Und falls ihr armen Hasen wirklich verzweifelt vor eurem ganz, ganz leeren Kleiderschrank steht, dann müsst ihr eben vorher noch ein anderes Schnittmuster aus dem Schnittmusterkiosk nähen. Ein bisschen was ist ja schon da.

Montag, 23. Oktober 2017

Fragen und Antworten zum Onlinekurs



Ich freue mich, dass die Idee meines Onlinekurses "Auf Nummer sicher - ab jetzt wählst du immer die richtige Größe für dein Nähprojekt" so gut bei euch ankommt! Toll, dass er auf jeden Fall stattfindet, denn die ersten Teilnehmerinnen haben schon gebucht - die Bonus-Plätze sind schon weg. Für diejenigen, die noch unentschlossen sind, habe ich ein paar FAQs zusammengestellt, die hoffentlich auch Deine Frage beantworten. Falls Deine Frage noch nicht dabei ist, dann stelle sie mir in den Kommentaren und ich versuche sie zeitnah zu beantworten. 


Wieviel Zeit brauche ich ca. pro Tag, um an dem Onlinekurs teilzunehmen?


Für den Kurs brauchst du an jedem der Tage nur ca. 30 Minuten einzuplanen. Du hast aber noch mehr von dem Online-Kurs, wenn du an den Tagen immermal in die Facebook-Gruppe reinschaust, um am Austausch teilzunehmen. Wieviel Zeit dieser (zusätzliche) Austausch in der Gruppe in Anspruch nimmt, kann ich noch nicht einschätzen. Das hängt ein bisschen davon ab, wie aktiv die Teilnehmen sind. Meine Idee ist, dass jede Teilenhmerin - die ja genauso wie ich, fest im Leben eingebunden sind - sich an dem jeweiligen Tag ein Zeitfenster suchen können, die gut für sie passen.


Kann ich die Kursinhalte auch später noch bearbeiten?


Die geschlossene Facebook-Gruppe und die Materialien stehen Dir nach dem Kurs noch eine weitere Woche zur Verfügung. Mein Hintergedanke hinter dieser zeitlichen Befristung ist: ich möchte nicht, dass du den Kurs buchst und er dann auf deiner Festplatte verstaubt, denn es ist mir ein Anliegen, dass du in die Umsetzung kommst, Erfolge erzielst und auch Fragen stellen kannst, so lange wir gemeinsam lernen.

Das Wichtigste, die Essenz des Kurses, bekommst du natürlich dauerhaft, damit du immer wieder nachschauen kannst, wenn du an der Umsetzung bist.


Was ist der Unterschied zwischen deinem Onlinekurs und einem Selbstlernkurs, wie ich ihn von anderen Video-Kurs-Plattformen kenne?


Mein Kurs ist ein betreuter Online-Gruppenkurs, das heißt, du lernst in einem festen Zeitraum zusammen in einer Gruppe und ich bin da, um zeitnah deine Fragen zu beantworten, die Gruppe und vor allen Dingen auch den Lernprozess zu moderieren. Nach meiner Erfahrung lernt es sich in einer Gruppe intensiver, weil auch die Fragen und Antworten der anderen Gruppenteilnehmerinnen lehrreich sein können. Außerdem macht es einfach mehr Spaß.

Der zweite Unterschied ist natürlich der feste Termin, wie oben beschrieben, der dich dazu bringen soll, ins Tun zu kommen.


Was ist das Besondere an einem "Pilotkurs"?


Wenn ich einen Kurs zum ersten mal durchführe, dann nenne ich das Pilotkurs. Das bedeutet, dass der Kurs zwar von mir komplett konzipiert und vorbereitet ist, dass ich aber auch genau beobachte, wie die Teilnehmerinnengruppe arbeitet und bei Bedarf noch Lehrmaterialien austausche, ergänze bzw. das Kurskonzept etwas abändere. Das Feedback der Teilnehmerinnen und mein situativ angepasstes Vorgehen führt so zu einem noch hochwertigeren Kurskonzept, das dann in Folge noch häufiger durchgeführt werden kann.


Muß es unbedingt Facebook sein?


Vorneweg, ich bin auch kein großer Fan von Facebook, aber ich hatte den Eindruck, mit meiner Meinung mehr oder wenig alleine zu sein. Meine Wahl fiel auf Facebook, weil ich dachte "das kennt jede" und vermeiden wollte, dass eine an einer technischen Hürde scheitert. Jetzt bekam ich einige Rückmeldungen von euch, dass sie deswegen nicht zum Kurs kommen können/wollen, weiß der Austausch über Facebook stattfindet. Das ist natürlich schade!

Ich werde beim nächsten Kurs eine andere Plattform wählen. Das probieren wir einfach aus!

Wie kann ich den Kurs bezahlen und kann ich von dem Kurs zurücktreten?


Wie alles, was ich im Schnittmusterkiosk anbiete, kannst du den Kurs sowohl über Paypal, als auch per Überweisung bezahlen.

Rücktrittsrecht: ich möchte, dass Dir der Kurs etwas bringt. Solltest Du nach zwei Kurstagen immer noch das Gefühl haben, bei der Buchung eine falsche Entscheidung getroffen zu haben, dann sprich mich an und wir vereinbaren eine Minderung oder Erstattung der Kursgebühr. Das Gleiche gilt natürlich auch an den anderen Tagen während des Kurses. Sobald du unzufrieden bist oder dir etwas  fehlt, sprich mich an und ich werde alles versuchen, um dir ein zufriedenstellendes Ergebnis zu bieten.


Wie funktioniert so ein Onlinekurs, bekomme ich Aufgaben oder gibt es Videos?


Der Kurs wird eine bunte Mischung an "Darreichungsformen des Inhaltes" haben, damit sich verschiedene Lerntypen angesprochen fühlen. Ich habe Videos vorbereitet, ich werde Live-Videos machen und als Aufzeichung zur Verfügung stellen und es wird Text und Aufgaben geben. Vielleicht auch noch ein Audio? Das werden wir sehen. Das kommt ein bisschen darauf an, was die Pilotteilnehmerinnen noch brauchen. Jedenfalls bekommst du einen didaktisch strukturierte Aufbereitung des Themas, die die Inhalten von mehreren Perspektiven beleuchtet und dich zum Mitdenken und Nachmachen anregt.

Ist der Kurs für Anfängerinnen oder fortgeschrittene Hobbynäherinnen?


Das ist eine gute Frage! Also, nach meiner Erfahrung, gibt es tolle Taschennäherinnen, die gerade erst begonnen haben Bekleidung zu nähen und versierte Shirtnäherinnen, die sich als Anfängerinnen bezeichnen und es gibt Frauen, die viel Kinderkleidung nähen, aber noch wenig für sich und und und. Die Einordnung ist also schwierig.

Der Kurs ist für diejenigen, die entweder mit dem Bekleidungsnähen erst beginnen, unzufrieden mit den bisherigen Ergebnissen sind oder bisher nicht so sehr auf Passform geachtet haben. Alle diejenigen, können aus dem Kurs etwas mitnehmen und mit ihrer Sichtweise auf die Inhalte und ihren Fragen, etwas wertvolles zum Kurs beitragen.

Es geht um das Thema Messen, Maßtabellen und die Auswahl der richtigen Größe. Wenn Du bisher nicht viel an Schnittmustern anpassen musstest, weil du meist die richtige Größe gewählt hast bzw. gerne Schnittmuster mit weiter Passform oder aus Jersey nähst, dann ist das vermutlich nicht der richtige Kurs für dich, weil du mit dem Messen und den Größen kein Problem hast. Wenn du aber unsicher bist, welche Größe du wählen sollst, sobald du eine neue Schnittmusterfirma ausprobierst, wenn du Lust auf etwas herausfordernde Schnitte hast oder teurere Stoffe, bei denen du nichts riskieren willst, wenn du Lust auf gute Passform und weniger Lust auf Anpassen hast, wenn du einfach Spaß daran hast, dich in deinem Hobby weiter zu entwickeln, dann ist der Kurs bestimmt von Nutzen für dich.

Die genaue Kursbeschreibung findest du hier --> dort kannst du dich auch anmelden. 

Falls noch Fragen offen sind, melde dich gerne. Ich bin sehr gespannt darauf, denn an alles, kann ich im Vorfeld ja nicht denken :-)

Freitag, 20. Oktober 2017

Onlinekurs: "Auf Nummer sicher - ab jetzt wählst du die richtige Größe für dein Nähprojekt"



Gestern, im Webinar „Messen ist super“ habe ich es schon erzählt und im letzten Blogbeitrag schon angedeutet, aber jetzt auch noch mal offiziell für euch, liebe Blogleserinnen: Nachdem ich lange im Geheimen vorbereitet habe, geht in wenigen Tagen mein erster Onlinekurs an den Start, zu dem Du dich schon jetzt anmelden kannst. Online deshalb, damit ich euch etwas vermitteln kann, egal, ob ihr um die Ecke wohnt oder am anderen Ende Deutschlands. 

Ich fange mit einem sehr grundsätzlichen Thema an, mit Wissen, das frau braucht, um passende Kleidung zu nähen und wer eins und eins zusammenzählt, kann sich schon denken, worum es geht: „Auf Nummer sicher - ab jetzt wählst du die richtige Größe für dein Nähprojekt“ heißt der Onlinekurs und hier kannst Du dich dafür anmelden: --> *klick* 


Gut passende Kleidung macht stark und schön!


Ich kann mich noch so gut an den Mary-Poppins-Moment in meinem Leben erinnern, als ich zum ersten Mal ein selbstgenähtes Kleidungsstück vor dem Spiegel anprobierte, dass wirklich aus meinen Träumen entsprungen schien. Genau so einen Mantel wollte ich schon immer haben, genau so sollte meine Kleidung sein, mit der ich der Welt begegne und jetzt hatte ich ihn mir selbst genäht. Das war der Moment, der alles verändert.

Fortan wollte ich nur noch das für mich nähen, das wirklich (zu mir) passt. Ich beschloss alles über das Anpassen von Schnittmustern zu lernen und Schnittmuster, statt sie hoffnungsvoll umzusetzen mit dem Risiko, dass es anschließend eine Enttäuschung wird, vor dem Nähen zu Maßschnittmustern für mich zu machen. Ich hatte genug von dem Glücksspiel, das mein Nähen vorher war, ich hatte die Nase voll von UFOs und TFTs. Ich wolle Kleidung, die mich schön und stark macht!


Schnittmuster zu Maßschnittmustern machen


Schnittmuster sind nur Ausgangspunkte. Schnittmuster sind genauso Massenkonfektion wie das, was wir in den Läden an Kleidung kaufen können. Schnittmuster werden nicht für einen bestimmten Menschen erstellt, sondern nach einem Größensystem gradiert. Wir Menschen mit unseren individuellen Körpern passen nur manchmal zufällig genau in dieses Größensystem. Vielleicht funktioniert dieses „auf Anhieb passen“ manchmal durch Zufall oder der Jersey sucht sich seinen Weg. Aber je mehr die Ansprüche an selbstgenähte Kleidung steigen, umso mehr Kenntnisse brauchen wir, um aus Schnittmustern Maßschnittmuster für uns zu machen.

Ich suchte nach einer Möglichkeit, mehr Erfolgserlebnisse beim Nähen zu haben und schließlich fand ich einen guten Ausgangspunkt: wenn ich von Anfang an, die richtige Größe wähle, dann muß ich später weniger ändern!


„Kleiner machen geht immer“ ist zwar irgendwie möglich, aber nicht der beste Weg



Näht ihr auch lieber etwas zu groß, nach dem Motto „kleiner machen geht immer? Ich nähte lange Zeit unförmige Säcke, obwohl ich eigentlich Kleidung haben wollte, die meiner Figur schmeichelten. Ganz oft, mußte ich auf ein Schnittmuster verzichten, weil es dieses gar nicht in meiner „auf-Nummer-sicher-Größe“ gab. Nach dem Nähen verbrachte ich viel Zeit mit Anpassungen, die ich nur sehr schwer auf das Schnittmuster übertragen konnte oder war genauso enttäuscht von meinen Nähwerken, wie von gekauften Klamotten. Bis ich erkannte, dass ich es mir mit dieser Strategie unnötig schwer machte.

Seit dem ich weiß, wie ich die richtige Größe auswähle, muß ich auch nicht mehr viel am Schnittmuster ändern bzw. am fast fertigen Kleidungsstück ändern. Dazu braucht es Hintergrundwissen und Erfahrung und das möchte ich gerne mit euch teilen.


Nach dem Onlinekurs findest du in jeder Maßtabelle, deine richtige Größe



Aber was ist die „richtige Größe“ und wie finde ich sie raus? Wie kann ich meinen Körper vermessen, Maßtabellen lesen und interpretieren und aus diesen Erkenntnissen zusammengenommen genau die Größe auswählen, bei der ich ein schnelles Erfolgserlebnis habe, weil ich möglichst wenig anpassen muß? Alles das, zeige ich dir im Onlinekurs.

Ein Onlinekurs ist eine super Sache. Du lernst bequem von zuhause aus und nimmst dir jeden Tag dafür ein Zeitfenster, wann es für dich gut passt. Du bekommst von mir Lernmaterial in Form von Texten, Aufgaben und Videos und während des Kurses hast du die Möglichkeit, dich mit anderen und mir zu den Kursinhalten in einer geschlossenen Facebookgruppe auszutauschen. Der Kurs findet zu einem festen Zeitpunkt statt und ist zeitlich begrenzt, damit du auch wirklich loslegst und möglichst schnell Erfolgserlebnisse hast.


Deine Vorteile, wenn Du dir schnell ein Herz fasst:


Für alle, die sich bis morgen (Samstag Abend) zum Kurs anmelden, biete ich einen Frühbucherrabatt, denn es ist mir großes Anliegen, dass der Kurs mit ausreichend Teilnehmerinnen stattfindet.

Dieser erste Onlinekurs ist ein Pilotkurs, den ich später aber noch oft anbieten möchte. Im Pilotkurs ist möglicherweise noch nicht alles perfekt, aber du kannst mir mit deinem Feedback ermöglichen, den Kurs so gut wie möglich zu machen. Deswegen biete ich Dir den Kurs zu einem Pilotpreis.

Für die ersten 10 angemeldeten Teilnehmerinnen habe ich noch einen Bonus: Gehörst du zu diesen Earlybirds, dann lade ich dich zu einem Live-Webinar in kleiner Gruppe ein, bei der wir anhand deiner Maße klären, auf was du bei der Auswahl der richtigen Größe achten solltest.

Hier geht es zum Kurs und zu der Anmeldung —> *klick* 

Bist du noch unsicher, ob der Kurs bzw. ein Onlinekurs das Richtige für dich ist? Hast du Fragen zu den Inhalten oder zum Thema Onlinekurs? Dann immer her damit. Sehr gerne beantworte ich dir hier in den Kommentaren deine Fragen, denn ich würde mich sehr freuen, Dich in meinem Kurs zu begrüßen. 

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Messen ist super!




Wenn ich in meinen Kursen meine Maßbänder zücke, mich räuspere und sage "jetzt seid ihr dran", dann schaue ich zunächst einmal in weniger begeisterte Gesichter. Obwohl jede Hobbynäherin natürlich sehr gerne eine Maßtabelle mit den eigenen Maßen hätte, die richtig korrekt gemessen sind. Das Messen an sich, das Aufschreiben der Zahlen, das Vergleichen der eigenen Maße mit den Werten in den Maßtabellen, das ist für viele gar nicht so leicht.

Es gibt in Büchern, in Nähzeitschriften und natürlich auch im Internet viele Anleitungen dafür, an welchen Stellen des Körpers gemessen werden muß - mal mehr, mal weniger ausführlich - aber es gibt wenig Hilfe dabei, wie frau mit den gemessenen Ergebnissen umgehen könnte. Theoretisch ist den Meisten sicherlich klar, dass die eigenen Maße mit der Maßtabelle verglichen werden und so, die richtige Größe ausgewählt und die notwendigen Anpassungen bestimmt wird. Aber praktisch müssen vor der nüchternen Interpretation erst einmal die eigenen Ergebnisse verdaut werden. Wer kennt das nicht, wir hören Maße, die anders klingen als 90-60-90 und zack setzen die Bewertungen ein. Dann höre ich Sätze wie "ich habe eine Birnenfigur" oder "mein Bauch ist zu dick" - von der nüchternen Überlegung beim Schnittmuster anpassen genau dort Weite einzufügen, wo Weite gebraucht wird, ist diese Kategorisierung, die in den meisten Fällen nicht die allerbesten Gefühle auslöst, weit entfernt.

Aber messen ist super! Es nützt viel mehr, als das es uns zu verunsichern braucht. Im Webinar, heute Abend um 20.30 Uhr , erkläre ich dir warum, wie und was du dabei beachten solltest. Hier kannst du Dich zum Webinar anmelden:

https://crafteln.clickmeeting.com/messen-ist-super/register

Ich freue mich auf Dich!

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Me Made Mittwoch mit dem ersten Kleid mit der neuen Nähmaschine




Wer mein Blog schon länger liest, weiß, dass ich immer mal wieder mit der aktuellen Mode kämpfe - zum Beispiel mit dem Thema "eleganter Sack". An anderen finde ich diese Hängerchenkleider reizend, aber bisher war es mir noch nicht wirklich gelungen, diese Silhouette zufriedenstellend für mich umzusetzen. Aber das Thema ließ mich nicht los.




Als ich den Mikrofaserstoff entdeckte, wollte ich ihn sofort haben: Blumen, Vögelchen und das auf einem traumhaft matten hellpetrol, das eben kein türkis ist. Und da gerade meine neue Nähmaschine bei mir eingezogen war, traute ich mich auch mal an so einen flutschig-fließenden Stoff ran. Mir war allerdings klar, dass ein Stoff, der sich so anders anfühlt, als die Stoffe, die ich sonst trage und vernähe auch ein anderes Schnittmuster braucht als sonst. Also probierte ich es mal wieder mit einem eleganten Sack.



Leider gab es das Schnittmuster (ebenso wie der Stoff von Stoff und Stil) nicht in meiner Größe - aber das hält mich natürlich nicht ab! Ich sah das als gute Möglichkeit, mal wieder zu experimentieren und euch an meinen Erkenntnissen teilhaben zu lassen.


FBA bei Oberteil mit angeschnittenen Ärmeln


An einer FBA (kombinierte Längen und Weitenänderung um mehr Platz für die Brust zu schaffen) für ein Schnittmuster mit angeschnittenen Ärmeln hatte ich mich schon ein paar Mal erfolglos versucht, doch diese Herausforderung ließ mich nicht kalt - bei diesem Projekt ist es mir dann auch endlich gelungen. Aber was ist das Problem bei den angeschnittenen Ärmeln? Bei einer FBA wird eine Hilfslinie vom Brustpunkt zu einer Markierung 1/2 des Armausschnitts gezeichnet. Aber wo soll diese hin, wenn kein Armausschnitt existiert?



Ich löste das Problem, in dem ich mir das Armloch einfach dachte. Also eine Stelle annahm, an der die Linie ungefähr verlaufen könnte. Diese und die Lage des Brustpunktes bestimmte ich, in dem ich mir das Schnittmuster so gut wie möglich anhielt, immer darauf achtend, dass die Schulternaht die Schulter trifft und die vordere Mitte möglichst parallel zur vorderen Mitte verläuft.



Ich fand, ein eleganter Sack wird kein eleganter Sack, wenn er einen konventionellen Brustabnäher, als von der Seitennaht aus im rechten Winkel zum Brustpunkt. Ich stellte mir vor, dass es viel eleganter aussehen würde, wenn der Abnäher aus der Taille kommt - deswegen sieht er so schief aus. Allerdings war das ein wenig vergebliche Liebesmüh, denn bei diesem gemusterten Stoff, sieht frau den Abnäher kaum. Vielleicht hätte ich den Abnäher doch konventionell machen und dem Kleid dafür Taschen spendieren sollen?

ok, gebügelt sähe es noch besser aus


Um auch den Rücken zu verbreitern, habe ich das Rückenteil auseinander geschnitten und so eine Naht in der hinteren Mitte produziert, an der ich weiten und anschließend auf Figur anpassen konnte. Natürlich wurde dadurch der Halsausschnitt zu weit, dort mußte ich ordentlich enger nähen. Aber da ich den Halsausschnitt sowieso "frei Schnauze" größer geschnitten hatte, war das sowieso nicht mehr der Originalausschnitt. Die Rückenansicht findet ich noch suboptimal. Man sieht, dass ich es am Halausschnitt lieblos enger nähte und das die Ärmel für mich noch zu eng sind. Außerdem finde ich, dass man dem Kleid "einen Tag am Schreibtisch sitzen" zu viel ansieht, dafür, dass es Polyester ist.



Genäht war das Kleidchen dann flott, denn die Säume und den Halsausschnitt habe ich flott mit Rollsaum genäht. Ich konnte es kaum erwarten, die kreisrundgeschnittenen Ärmelchen anzusetzen und es anzuprobieren. Schick!



Ich freue mich sehr über meinen neuen eleganten Sack und wedele manchmal freudig mit den unpraktischen Ärmeln und da ich ausnahmsweise auch mal wieder ein Schnittmuster genäht habe, das nicht von mir verlegt wird, kann ich damit auch endlich mal wieder beim Me Made Mittwoch mitmachen. Das freut mich sehr, denn der MMM ist nach wie vor für mich, die Verlinkungsaktion der deutschen Nähszene, die ich gerne anschaue und bei ich wunderbare Inspirationen finde. Danke MMM-Team, fürs organisieren!


Dienstag, 17. Oktober 2017

Webinar: "Messen ist super" am Donnerstag um 20.30 Uhr



Die Grundlage für passende Kleidung ist das Vermessen des Körpers, für den ihr näht. Ohne die Kenntnis der eigenen Maße ist es ein Glücksspiel, passende Kleidung zu nähen. Dabei wollen wir doch alle Kleidung nähen, die gut zu uns und unserem Leben passt! Deswegen finde ich messen super und super spannend. Und weil mir das Webinar am Sonntag so viel Freude bereitet und den Teilnehmerinnen gut gefallen hat, erzähle ich euch am Donnerstag Abend etwas über das Messen und was es dabei zu beachten gilt.

Hier könnt ihr euch für das kostenlose Webinar anmelden:

https://crafteln.clickmeeting.com/messen-ist-super/register

Ich freue mich auf euch, am Donnerstag, den 19.10.2017 um 20.30 Uhr!


Montag, 16. Oktober 2017

Neue Nähmaschine!




(Werbung)
Da kommst du morgens ins Büro und denkst: "Wie gut, dass ich Weichei bei dem Schietwedder mit dem Auto statt mit dem Bus gefahren bin! Yeah, ich habe eine neue Nähmaschine. Sie ist da! Das langersehnte Sahnestückchen!"

Aber von Anfang an: Im März, auf der h+h Handarbeitsmesse, habe ich die netten Menschen von elna Deutschland kennengelernt. Rosa p und ich waren gemeinsam unterwegs und am Stand von elna wurde rosa p mit großem Hallo begrüßt, während ich noch ein wenig schüchtern an der Seite stand. Die Gespräche war dann so nett, dass elna und ich in Kontakt blieben und so hat sich nun eine Kooperation entwickelt. Ich werde für elna schreiben und damit ich auch weiß, über was ich schreibe, habe ich eine Nähmaschine und die Gelegenheit bekommen die Menschen hinter elna ausführlich kennenzulernen, um zu schauen, was elna so kann. Deswegen ist dieser Beitrag mit "Werbung" markiert. 

Ich konnte es natürlich kaum abwarten, nachhause zu fahren, um die Nähmaschine auszupacken. Ich bin sonst nicht so geduldig und eher der Typ "schnellaufreißen", aber ich malte mir den ganzen Tag über aus, wie es wohl sein wird, das Schätzchen auszupacken. So ein Moment muss natürlich zelebriert werden! Ehrlich gesagt, hätte ich niemals gedacht, dass jemals so ein Sahnestückchen bei mir einziehen würde. Aber nun war sie da!



Die Menschen von elna verstehen wirklich  was von Nähmaschinen und lieben, was sie tun


Als ich im Juni elna in Neumünster besuchte, hatte ich die Gelegenheit drei Maschinen ausführlich auszuprobieren und die Menschen und Philosophie von elna besser kennenzulernen. Frau Andrea Jochem, die Fachfrau von elna, die Teamleiterin für Produktschulungen für die NähmaschinenhändlerInnen durchführt, erklärte mir ausführlich und geduldig alles über die Maschinen und natürlich durfte ich auch mit den unterschiedlichsten Stoffen und Füßchen Probenähen. Ich begann mit der elna 680: eine tolle Maschine, zu einem fairen Preis mit unglaublichen Funktionen und ich war verliebt. Ich dachte daran, wie meine Mutter oft flucht, wenn sie mit einer Nähmaschine, die genauso alt wie ich ist, Jersey näht und hätte sie am liebsten gleich mitgenommen und meiner Mutter geschenkt. Die würde sie glücklich machen!

Dann wechselte ich zu der elna 720. Auch ein tolles Ding, aber ich glaube, sie ist eher der Typ Nähmaschine, der für die Fans von Industrienähmaschinen attraktiv ist, da sie ein Flachbett und keinen Freiarm hat. Das ist echt ein Arbeitstier, alles aus Metall und irre schnell. Ich habe erfahren, dass die Maschine demnächst als 720 PRO mit neuen Funktionen auf den Markt kommt. Schon spannend, aber ich glaube, sie ist eher für die Wirklich-Vielnäherinnen, zu denen ich ja bekanntlich nicht gehöre. Allerdings der Obertransport der 720 hatte es mir schon sehr angetan. Bisher habe ich es vermieden, arg flutschiges Zeug zu nähen. Was wäre, wenn ich so eine Maschine mit Obertransport hätte? Würden dann so entzückend flattrige, flutschige Blüschen in meinem Leben Einzug halten?


Spoiler: Ja! Aber davon mehr im nächsten Blogbeitrag


Alleskönnerinnen sind besonders beliebt


Es war total spannend, mit Frau Jochem zu reden. Endlich verstand ich, was der Unterschied zwischen Haushaltsnähmaschinen und Industrienähern ist! Im Prinzip ist das ganz einfach: während es in der Industrie für jeden Zweck eine Maschine gibt, sollte eine Haushaltsmaschine möglichst alles können: Webware und Jersey nähen, Knopflöcher nähen und vieles mehr. So eine Haushaltsnähmaschine ist also ein ziemlich komplexes Ding, deswegen gibt es auch so viel Auswahl an Modellen.

Eine Haushaltsnähmaschine muss viel können, aber trotzdem brauchen Quiltnäherinnen dann doch oft auch andere Features als Bekleidungsnäherinnen. Genau das macht es für Nähmaschinenkäuferinnen - besonders wenn sie noch nicht so viel Erfahrung haben und eigentlich noch garnicht genau wissen, was sie in Zukunft alles nähen werden -  auch so schwierig, das passende Modell auszuwählen. Deswegen müssen wir alten Hasen immer mal darüber schreiben und erklären, warum wir was wie machen! Ich gelobe das zu beherzigen.

Bei den elna-Maschinen gefiel mir besonders, dass ich die Stichplatte mit einem Klick abnehmen kann. Wie oft habe ich bei meiner alten Nähmaschine die Stichplatte abgeschraubt, weil die Maschine mal wieder den Stoff gefressen hatte und wie selten habe ich sie gereinigt, weil ich zu faul war, die Stichplatte abzuschrauben. Shame on me! Und dann diese ganzen Füßchen! Das ist echt ne Wissenschaft für sich mit den ganzen Füßchen. Was frau damit alles tun kann! Da freue mich mich schon darauf, das auszuprobieren!


Stichplatte auf Knopfdruck lösen, statt umständlich mit Schraubendreher


Ist "mehr immer mehr" oder ist es doch umgekehrt?


Aber ich schweife ab. Also, zu guter Letzt kam dann die Königsklasse, die Excellence 780 und was soll ich euch sagen - diese Maschine schüchterte mich zunächst völlig ein. Vielleicht waren es das das Glitzern in den Augen und die Schwärmereien von Frau Jochem oder die Tatsache, dass ich keinerlei Vorstellung davon habe, wozu ich kleines Meikchen jemals drei Stichplatten und so viele Stiche brauchen würde. Ich stellte mir das dazugehörige Handbuch wie eine Bibel mit so dünnem Papier und ähnlich vielen Seiten vor und traute mich kaum, die Maschine anzufassen.





Als sich zögerlich meine Finger dem "An-Knopf" näherten und das Display anging, war ich schon beeindruckt. Das ist wirklich intuitiv. Vielleicht muß ich gar nicht in die dazugehörige Bibel schauen, um eine Naht zu nähen? Der Touchscreen machte es mir leicht, ins Ausprobieren reinzufinden, aber das prall gefüllte Zubehörfach erschlug mich wieder. So krass, was da alles dabei ist!

Als Frau Jochem dann den Scheinwerfer das verstellbare Licht aus der Maschine zog und mir den Nadeleinfädler zeigte, war es um mich geschehen. Ich werde ja auch nicht jünger; Nadel einfädeln und dunkle Stoffe in schlechtem Licht nähen, fällt mir auch mit Gleitsichtbrille immer schwerer. Ist es nicht großartig, dass es dafür Hilfsmittel gibt? Ich war begeistert.


Was spricht eigentlich dagegen, eine wirklich tolle Nähmaschine zu besitzen?


Trotzdem war ich immer noch respektvoll gegenüber der Maschine erstarrt. Das ist schon ein dickes Ding! Brauche ich so etwas? Und dann dachte ich an andere Hobbys und die dazugehörigen Ausgaben, ich dachte daran, was ein Satz schicke Felgen für ein Auto kostet (und mich überhaupt nicht glücklich mach) und ich erinnerte mich an das Mantra, das ich selbst oft sage "es macht nur Freude, etwas zu tun, wenn das Werkzeug gut ist". Stimmt, dachte ich, warum eigentlich nicht! Was spricht eigentlich dagegen, eine wirklich tolle Nähmaschine zu haben? Wenn das Nähen doch das ist, was uns entspannt und glücklich macht, dann soll es doch auch leicht von der Hand gehen!






Und jetzt steht diese wunderbare elna780 hier bei mir zuhause und ich betrachte sie immer noch mit großem Respekt. Gleich werde ich sie wieder einschalten und ausprobieren - wahrscheinlich immer noch etwas zögerlich. Wir werden vermutlich ein bisschen brauchen, um miteinander warm und beste Freundinnen zu werden. Ich bin gespannt, aber ich freue mich wie Bolle! Und ich werde berichten!





P.S. Mittlerweile sind wir schon Freundinen geworden und das erste Kleid ist genäht und auch endlich fotografiert. Das ging wirklich super und ich bin schon begeistert, obwohl ich erst eines der unzähligen Füßchen und zwei Stiche ausprobiert habe. Das Kleid zeige ich euch am Mittwoch!

Samstag, 14. Oktober 2017

Webinar am Sonntag: Das Geheimnis der passenden Stoffmenge




Heute arbeite ich mal wieder im Stoffladen und morgen erzähle ich euch etwas davon, was ich im Stoffladen machmal mache: ich verrate das Geheimnis der passenden Stoffmenge.

Allerdings habe ich oft den Eindruck, dass viele Kundinnen dieses Geheimnis gar nicht interessiert. Die einen "kaufen immer 2 Meter" und die anderen sagen "Fräulein, sagen sie mal, wieviel brauche ich für..." ohne das Projekt näher zu erläutern. Dabei könnte ich ihnen erklären, warum, wieso, weshalb, wenn sie nur mal fragen würden! Aber geht es euch nicht auch so, dass ihr nicht dauernd 34 cm Stoff übrig haben wollt oder gerne Faustregeln zum Stoffkauf im Kopf hättet?

Ich kann mir Regeln stets besser merken, wenn ich verstehe, warum das so ist. Falls euch das auch so geht, dann nehmt euch Sonntag Vormittag ein halbes Stündchen Zeit und ich weihe euch in das Geheimnis der passenden Stoffmenge ein. Am Sonntag Vormittag von 11.30 Uhr bis 12 Uhr veranstalte ich ein Webinar zum Thema: das ist ein Live-Event, an dem ihr über das Internet teilnehmen und mir über den Chat Fragen stellen könnt. Ich freu mich auf euch!

Dafür anmelden könnt ihr euch hier: ---> *klick*

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Du hast die Wahl: ein Stadtmantel mit Teilungsnähten oder mit Abnähern




In den letzten Tagen habe ich euch einige Bilder des Stadtmantels gezeigt - ich freue mich, wie gut der Mantel bei euch ankam, es ist aber auch ein wirklich tolles Schnittmuster! Gestern kam dann die Frage auf, wie das eigentlich mit den Teilungsnähten und den Abnäher so ist. Die beantworte ich natürlich gerne!


Was sind Abnäher und was sind Teilungsnähte


Ich fange mal ganz grundlegend an. Sowohl Teilungsnähte als auch Abnäher sind dazu da, um einen dreidimensionalen Körper formschön mit einem zweidimensionalen Stoff zu umhüllen. Immer dann, wenn Körperformen und -Konturen "gezeichnet" werden, dann braucht es Abnäher (oder Teilungsnähte), um an Stellen, an denen weniger Stoff gebraucht wird, diesen zusammen zu halten, damit an anderen Stellen, an denen mehr Stoff gebraucht wird, diesen dort zur Verfügung zu stellen. Abnäher sind also immer da, wo ein Kleidungsstück enger werden soll bzw. zeigen auf eine breitere Stelle.

Die bekanntesten Abnäher im Oberteil sind Brustabnäher, die von der Seitennaht auf die Brust zeigen. Der Abnäher endet kurz vor dem Brustpunkt (der breitesten Stelle der Brust) und nimmt seitlich der Brust die überschüssige Stoffmenge weg. Das ist ganz logisch, denn die Seitennaht an Vorderteil und Rückenteil muß gleich lang sein, um verbunden zu werden, aber das Vorderteil braucht eigentlich mehr Länge, "um den Weg über die Brust zu gehen".


Wo ein Abnäher liegt, ist eine Frage des Designs


Abnäher sind aber nicht nur funktional, sondern auch eine Frage des Design. Sie schaffen auch Linien, an denen das Auge hängen bleibt und sich erfreut. Da Abnäher mit ein bisschen Hintergrundwissen auch verlegt werden können, können sie an verschiedenen Stellen liegen - gerade so, wie es die Designerin für dieses Modell schön findet - und dort das Auge erfreuen und ihren Job tun. Außerdem können Abnäher auch geteilt werden - sprich aus eins mach zwei - um den Abnäherinhalt zu verteilen. Das heißt, den DesignerInnen stehen eine Menge an Möglichkeiten zur Verfügung, wie sie den zweidimensionalen Stoff so gestalten, dass er gut um den dreidimensionalen Körper passt und dass das Design etwas Besonderes wird.




Der Stadtmantel hat in seiner Originalversionen im vorderen Oberteil zwei Abnäher: einen Schulterabnäher und einen Brustabnäher. Beide dienen dazu, den Oberköper unter Berücksichtigung der Brustwölbung schön zu umhüllen. Der Brustabnäher ist jedoch kein klassischer Brustabnäher, der auf Höhe des Brustpunktes aus der Seitennaht kommt. Die Designerin des Stadmantels, Melinda Stokes, entschied sich dafür, ihn schwungvoll von unten kommen zu lassen.

Als wir darüber sprachen, das Design des Stadtmantels auch fülligeren Frauen zur Verfügung zu stellen und ich ausprobierte, ob das für meinen Körper funktioniert, entschieden die Designerin und ich, dass es bei runderen Frauen und größeren Oberweiten schicker aussieht, die beiden Abnäher zu zu einer Teilungsnaht zu verbinden. Es bleibt euch natürlich frei, ob ihr die Abnähervariante näht oder den Stadtmantel mit Teilungsnaht, aber wir empfehlen, bei einer größeren Körbchengröße die Teilungsnaht.

--> mit *klick* kommst du direkt zum Schnittmuster des Stadtmantels. In meinem Schnittmusterkiosk gibt es auch den passenden Walk und die dazugehörigen Druckknöpfe!


Je besser du die Konstruktion verstehst, umso passformgenauer kannst du nähen


Ist das nicht spannend?! Ich finde solches Hintergrundwissen zum Nähen wahnsinnig spannend. Für mich waren das immer große Aha-Effekte, wenn ich vor oder beim Nähen nicht nur entdeckte, wie sich die einzelnen Stoffteile zu einem großen Ganzen zusammenfügen, sondern auch noch verstand, warum das funktioniert. Und deswegen erkläre ich auch so gerne euch, wie Konstruktion funktioniert und ihr Schnittmuster anpassen könnt.

Für alle die das genauso spannend finden, wie ich und Lust haben darüber etwas zu lernen und gerne von mir auf Blogartikel oder Veranstaltungen zum Thema "Schnittmuster anpassen" hingewiesen werden möchte, habe ich eine spezielle Email-Liste angelegt, die meinen Newsletter ergänzt. --> *klick* Hier könnt ihr euch dafür eintragen.